Anmelden
Fachzeitschriften
15.03.2016  Beate Brassel

Blick in die Fachzeitschriften Grundschule März 2016

In den vergangenen Wochen gab es wieder sehr interessante Beiträge in den Fachzeitschriften für die Grundschule, mit denen Frühe Bildung Online kooperiert.
Das Grundschulmagazin 1/16 hat sich vier Hauptthemen gesetzt. Es bietet im Schwerpunktteil neue Impulse für den Geometrieunterricht an, im  folgenden  geht es um die  Förderung der Selbstverantwortung ab Klasse 1, dem schließen sich  zwei Kurzserien an zum Thema    Bewegungsspiele im inklusiven Unterricht und  Erstellung individueller Förderpläne. Angesichts der aktuellen Herausforderungen durch die Flüchtlingssituation wurde für das Jahr 2016 fortlaufend das Ressort Deutsch als Zweitsprache neu aufgenommen. Mitteilungen des Grundschulverbandes, die die Diskussion um den Rechtschreibunterricht kommentieren, finden sich gleich zu Anfang des Heftes, die letzten beiden Seiten geben einen  kommentierten Überblick über pädagogische Literatur, vornehmlich bezogen auf den Mathematikunterricht.
 
Bernd Wollring verweist  in dem Basisbeitrag „Raumvorstellung fördern mit Rekonstruktions-Dialogen“ auf den Zusammenhang zwischen  Raum und Form einerseits sowie Zahlen und Zahloperationen andererseits, ehe er die Voraussetzungen und Bedingungen für ein kooperatives, dialogisches Vorgehen klärt  und daran anschließend die möglichen „Rekonstruktions-Dialoge“ zwischen Geber und Nehmer aufzeigt.
 
 Heike Gutmann gibt Beispiele für die Gestaltung von Mustern und Bandornamenten und bietet  gleichzeitig Hilfestellungen zum Verständnis und zur Formulierung geometrischer Sachverhalte auch für Schüler nichtdeutscher Herkunft an.
 
Das Training des räumlichen Vorstellungsvermögens liegt  Rita Dürr mit:  „ Immer der Nase nach - Orientierung in einem Wegenetz“  am Herzen, wobei den Schülern  der Umgang  mit einfachen Piktogrammen zur Förderung der räumlichen Wahrnehmung und folgenden  Anleitungen mit Konstruktionsbeschreibungen sprachlich  nahegebracht werden.
 
Cornelia Hielscher stellt in „Jetzt geht’s rund: Diktate für den Zirkel“ differenzierte Lernangebote für eine 3./4. Klasse bereit, die sich neben der Hinführung zum sachverständigen Umgang mit dem Zirkel auch die sprachliche  Erweiterung der Fachbegriffe zum Ziel gesetzt haben.   
 
Über das „Bauen mit Einheitswürfeln“ aus Streichholzschachteln und dem Anlegen von Bauplänen übt und erweitert Stefanie Ribeiro geometrisches Verständnis in einer 3./4.Klasse.
 
In dem Beitrag „ Wenn zwei Quadrate auf der Erde landen“  bietet Astrid Jahns ansprechende grafische Anregungen für einen spielerischen Umgang mit geometrischen Formen.
 
„Rituale zur Förderung des selbstbestimmten Lernens“ beschreibt Claudia Kemme, die – in kleinen Unterrichtssequenzen eingesetzt - über die Sensibilisierung für die eigenen Arbeitsvoraussetzungen und Ergebnisse die Eigenverantwortung der Lernenden  schon ab Klasse 1 stärken sollen.
 
Als Teil eines gelungenen inklusiven Unterrichts empfiehlt Martina Kreiner in einer Kurzserie  Bewegungsspiele im Klassenzimmer für Kinder mit und ohne körperliche Beeinträchtigungen. Der erste Teil enthält ruhige Spiele, die die Wahrnehmungsfähigkeit  und soziale Interaktion stärken.
 
Eine weitere Kurzserie von Sabine Sprünken befasst sich mit Anregungen zur Diagnostik und individuellen Förderplanung in Lerngruppen unterschiedlicher Heteroginität. Sie fasst zusammen, mit welchen Mitteln diese angesichts der wachsenden pädagogischen Anforderungen arbeitsökonomisch zu bewältigen sind.
 
Mit  „Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund“ möchte Klaus Metzger allen Kolleginnen und Kollegen Hilfestellungen anbieten, um Flüchtlingskindern das Erlernen der deutschen Sprache  zu erleichtern. Der erste Teil dieser Serie bezieht sich auf die semantischen Fähigkeiten und enthält Arbeitsblätter zu Wortbedeutung und Wortschatz.

Das Fördermagazin Grundschule, Heft 1/16 zeigt mit  „Kunst zum Anfassen“ vielfältige Wege auf, Schüler_innen  zu eigener Kunstproduktion anzuregen, aber auch, wie sie an Kunstwerke  heran  geführt werden können.
 
So führt  Vanessa Meyer -Zurwelles in ihrem Essay: „Kunst spielerisch erlebbar machen“ aus, dass Kunstunterricht immer auch zum Ziel haben sollte, Schüler_innen mit Kunstwerken in Kontakt zu bringen. In „Kunst anders erleben“ beschreibt sie, wie Schülerinnen und Schüler mit  unterschiedlichen Ideen Bilder verändern  und sich somit einen eigenen Zugang zu einem Bild verschaffen. Als weitere  Möglichkeit eines spielerischen Umgangs mit Kunstwerken stellt sie die Herstellung von Entdeckungsbüchern und Entdeckungsspielen vor.
 
Sandra Kolinke betont dagegen eher die Förderung der eigenen (Schüler-)Kreativität bei dem Experimentieren mit verschiedenen Kunsttechniken in „Ohne Kunst ist alles grau“ . Bunte Arbeitbögen laden zum Nachahmen ein.
 
„Fantasiewesen nach Joan Miró“ gestalten die Schülerinnen und Schüler einer Grundschulklasse nach der Betrachtung und Analyse von Mirós: Der singende Fisch. Ziel ist dabei die Sensibilisierung der Wahrnehmung und, so Simone Hell, der „aktiv - entdeckende Umgang mit Kunst“.
 
Die Techniken der Frottage und Collage nach Max Ernst lernen die Schüler_innen bei Beate Cebulla kennen. Sie lassen sich dabei von der Fantasiegeschichte „Der Zauberwald“ inspirieren.
 
Die besondere Bedeutung von Farben und Farbkontrasten erarbeitet Beate Cebulla in dem Beitrag „Begegnungen“ am Beispiel von Paul Klees Bildkomposition „ Der Seefahrer“.
 
Janina Stickan geht es in „Matsch-Quatsch-Anfangsunterricht mal anders“ um das ganzheitliche Erleben der Kinder  beim bewussten Kennenlernen von Materialien, wie da etwa wären Rasierschaum,  Kleister,  Kerzenwachs und mehr.  Dabei steht nicht so sehr das Ergebnis im Vordergrund als vielmehr das Prozesshafte der Gestaltung selbst.
 
In „Classroom-Management - Prävention von Unterrichtsstörungen“ gibt Gertraud Eßel-Ullmann einen Überblick über  grundlegende Erfordernisse und Strategien zur Vermeidung von Störungen und gibt dazu hilfreiche Handlungsempfehlungen.
 
Die Grundschulzeitschrift Februar 2016 hat sich  der Fragestellung verschrieben, wie räumliches Denken in der Grundschule spielerisch entwickelt werden kann, es geht auch hier um das Fach „Geometrie“. Dazu werden mehrere interessante Spiele zur räumlichen Wahrnehmungsförderung vorgestellt.  Ein weiterer Fokus dieser  Ausgabe  liegt auf Anregungen zum Gesundheitsmanagment von  Lehrerkräften in der Schule.  Weiterhin kommen bildungspolitische Standpunkte bezüglich Inklusion und Standardisierungsbestrebungen zu Wort. Nicht zu vergessen auch wieder eine Unzahl von Materialien zum Downloaden aus dem Netz.
 
Im ersten Beitrag wirft Meike Munser-Kiefer die Frage auf, was Gesundheit eigentlich sei. Sie geht von den biologischen, sozialen und psychologischen Komponenten aus und erläutert ihre systemische Sichtweise.
 
Jan von der Gathen empfiehlt Lehrerinnen und Lehrern zur  Entlastung die Bildung professioneller Lerngemeinschaften, wodurch nicht nur dem einzelnen Lehrer geholfen, sondern auch die Qualität der Lernergebnisse verbessert wird.  Er stützt sich dabei u.a. auf eine Studie der Universität Potsdam.
 
Maja Dammann erläutert in „Die Last der Verantwortung“ für Schulleitungen, wie sie die Belastung durch Stressfaktoren  minimieren können. Sie bietet sechs hilfreiche Lösungsansätzen nach den Prinzipien der  „salutogenen  Selbstführung“ an.
 
Iris Leitz' Ansatz geht von der „Beziehungsarbeit als Gesundheitsförderung“ aus. Sie bezieht sich dabei auf die Ergebnisse der 2013 veröffentlichten Hattie-Studie und deren Rangliste zu Fragen der Unterrichtsführung und -qualität. Sie zeigt zudem auch, wie sich die Kriterien zur  Einschätzung eines guten Lernklimas verändert haben.
 
Der bildungspolitische Teil wird eingeleitet von „Mythen und Fakten rund um das Thema Inklusion“ .  Hans Brügelmann problematisiert den Hang zur Standardisierung  in „Vermessene Pädagogik – standardisierte Schüler“ und weist in „Bildungsforschung in den Medien“ auf die  Schwierigkeiten bezüglich einer eindeutigen Terminologie bei Veröffentlichungen hin.
 
Tobias Huhmann und Hartmut Spiegel beklagen in ihrem Beitrag „Kinder haben ein Recht auf guten Geometrieunterricht“ die immer noch vorhandene Vernachlässsigung der Kompetenzen für den Raum- Formbereich und führen maßgebliche Gründe dafür an, diese stärker in der Grundschule zu nutzen und zu fördern.
 
Dorothea Backe-Neuwald und Daniela Götze zeigen, wie das Legespiel Tangram zur Erkundung von Formen  und strategischem Denken auch bei KiTa-Kindern und Erstklässlern im Unterricht genutzt werden kann ohne das Erlernen  mathematischer  Fachausdrücke  zu vernachlässigen.
 
Laura Specht stellt in  „Eine Lernkartei zur Arbeit mit Perspectivo“ das Legespiel Perspectivo vor, das Schüler_innen räumliche Beziehungen nahe bringt. Ihre Ideen und Arbeitsblätter zur  Differenzierung erweitern die Einsatzmöglichkeiten dieser Kartei.
 
Das Lernspiel Kuck Ruck Zuck erläutert Bernadette Thöne in „Auf Foto-Jagd im Zoo und in Geo-City“, das mit seinen lustigen Tierbildern zwar auch jüngere Kinder anspricht, die aber durch die  flächigen Darstellungen eindeutige Schlussfolgerungen nicht immer zulassen.  Sie entwickelt daher eine Variante des Spiels.
 
Das Lernspiel Mirakel arbeitet mit Spiegelungen von Formen. Es bietet Kindern die Gelegenheit,  Formen zunächst gedanklich zu erfassen und  in deren gespiegelter Gemeinsamkeit neue Figuren zu entdecken, bzw. zu schaffen. Sogenannte Wortspeicherkarten geben Hilfestellungen, um die gewonnenen  Erkenntnisse auch mit den entsprechenden Fachausdrücken sprachlich zu begleiten.
 
 Die Entwicklung und Erkundung von Spielen mit Streichholzmehrlingen, von Streichholz-Zwillingen hin zu Streichholz-Drillingen und mehr  in allen Klassenstufen der Grundschule beschreiben Simone Huhmann und Tobias Huhmann.
 
Beide geben im Folgenden  Erläuterungen und didaktische Hinweise  zu dem Streichholzspiel Drei-Vier-Lino.
 
Das Heft schließt mit Literaturempfehlungen zum Thema Mathematik.
 
 
Die Praxis Grundschule, Heft 1,  hält zum Thema Feuer Ideen und differenziertes Material für alle Fächer  in großer Menge bereit. Es bietet ein Stationentraining zu Experimenten bei der Verbrennung an, weist auf Möglichkeiten der Sprachförderung im Sachunterricht  hin und gibt Anregungen,  das Interesse der Kinder an diesem Stoff mit einem Besuch bei der Feuerwehr zu vertiefen. Mit einem  Blick zurück in die Steinzeit wird den Schüler_innen  die Entdeckung des Feuers vergegenwärtigt. Anhand eines Posters werden visualisierende Hilfen im Rahmen einer  Verbesserung von Inklusion  gegeben.
 
Yvonne Hackbart begründet in „Feuer- faszinierend und gefährlich“ die Behandlung dieses Themas über den  Sachunterricht der Grundschule hinaus und formuliert den Zusammenhang von Schülerversuch und  Erschließung einer naturwissenshaftlchen Arbeitsweise.
 
Was „Feuer braucht...“  erfahren Schüler_innen in den vorgestellten Experimentierstationen von Anja Göring, Christina Priller und Suzanne Friedrich. Bei der Planung legen sie  Wert darauf, die Schülervorstellungen einzubeziehen und aufzuarbeiten. Ansprechende übersichtliche Kopiermaterialien sind sofort einsetzbar.
 
Oliver Tepner und Anita Schilcher geht es um Sprachförderung beim Experimentieren mit Kerzen. Auch hier eränzen  Kopiervorlagen den Beitrag.
 
Zu einem Besuch „Bei der Feuerwehr“ lädt Beate Manchen-Bürkle ihre Schüler_innen ein. In der  umfänglichen Vorbereitung  werden  unterschiedliche Arbeitstechniken an Stationen erarbeitet, die die Durchführung des Besuchs und die anschließende Nachbereitung dokumentieren und erleichtern.
 
Mit „Das Geheimnis des Feuermachens“ führt Berit Pleitner die Kinder zurück in die Steinzeit. Die Schüler_innen werden mit „Ötzi“ und seiner möglichen Lebensweise vertraut gemacht, sie lernen die Heilkräuter der Vorzeit kennen und erproben sich handlungsorientiert am Feuermachen.
 
In „Inklusion Konkret“  stellt Andreas Methner unzählige Visualisierungshilfen für Kinder bereit, die die Strukturierung des Schulalltags nicht durchschauen können.
 
Das Magazin enthält themenspezifische Anregungen zu Filmen und Medien im Internet.
 
Die letzte Seite  enthält den Hinweis darauf, dass  alle Materialseiten und Dateien zum Heft  auf einer beigelegten CD gespeichert sind und sich zudem neuerdings im Internet als HeftPlusWeb herunterladen lassen.
 
Heft 2 des Grundschulmagazins März/April 2016 hat sich den Schwerpunkt Schreiben, hier besonders dem Verfassen von Texten im Unterricht, gesetzt. Die Beiträge geben Tipps zu den zwei Herausforderungen beim Schreiben, nämlich, dass zum Gelingen einer guten Geschichte  eine kreative  Idee und darüber hinaus auch ein guter Sprachstil gehören. In der Rubrik Kurzserien erscheinen die zweiten Teile von „Bewegungspiele im inklusiven Untericht“ und von „Kinder fördern“. In Deutsch als Zweitsprache beschäftigt sich der 2. Teil mit weiteren Wortbedeutungen. Ein  Sonderheft Deutsch als Zweitsprache liegt dem Heft zusätzlich bei.
 
Auf den ersten Seiten finden sich  neben Stellungnahmen und Veröffentlichungen des Grundschulverbandes zum Umgang mit der Situation  von Flüchtlingskindern auch Hinweise auf ein Portal zur Vermittlung von Medienkompetenz und Zeitgeschichte unter Hisorixx.
 
Klaus Metzger fordert in dem Basisbeitrag „Gute Geschichten“ ein Überdenken tradierten Aufsatzunterrichts und legt den Fokus auf die Begleitung des Schreibprozesses selbst. Er lehnt sich  dazu an das Drei-Säulen-Modell von Sieber (2006)  und an das Kompetenzmodell von Baurmann/Pohl (2009) an und gibt Tipps für einen guten Schreibstil.
 
Brigitta Bauman-Strobel wendet sich in „Eine spannende Verfolgungsjagd: Die Torte ist weg!“ dem Schreiben von Berichten  im Rahmen eines Zeitungsprojekts von regionalen Tageszeitungen in einer 3./4. Klasse zu.  Anregungen erfahren die Schüler_innen  durch das mehrfach ausgezeichnete Bilderbuch: „Die Torte ist weg“ von Thé Tjong-Khing, Moritz Verlag, Frankfurt am Main 2006. Sogenannte ( Zeitungs-)Artikel-Baumuster dienen der Strukturierung des Berichts, eine Liste mit Gegenständen und Tieren helfen bei der  Verschriftung.
 
In „Entdecken.Entfalten.Erfolgreich erfinden“ stellt Kathrin Ungelert eine Erfindermaschine, eine Wörtersammelmaschine, einen Wortschatzautomaten und eine Buchmaschine mit  ihren Schüler_innen her, um deren Schreibkompetenzen in Schreibprozessen zu fördern.
 
Das Gedicht: „Was Tiere können“ von Detlef Kersten nimmt Klaus Metzger zum Anlass,  den Schüler_innen das Verfassen eines Gedichts nahe zu bringen und  ein Parallelgedicht zu schreiben.
 
Empfehlungen zur digitalen Textüberarbeitung als Teil des Schreibprozesses  gibt Isabelle Lechner in „Per Mausklick zum verbesserten Text“. Die Schüler_innen lernen dabei auch,  Arbeitsaufträge am PC zu bearbeiten und anhand von Überarbeitungskriterien  selbstständig Textkorrekturen vorzunehmen.
 
Zur Entwicklung des logischen Denkens und der Fähigkeit zu problemlösenden Denken eignen sich nach Silke Kick und Christine Kröner  Aufgabenstellungen mit Logikrätseln, die einen hohen  Motivationscharakter haben und  schon ab Klasse 1 einsetzbar sind. Die ansprechenden  Aufgabenblätter variieren im Schwierigkeitsgrad und ermuntern zum Ausprobieren.
 
Es folgt der zweite Teil der  Kurzserie „Bewegungsspiele im inklusiven Unterricht“. Geeignete Spiele sollen  den Zusammenhalt und die Teamfähigkeit in der Gruppe stärken,  Berührungsängste abbauen und kooperatives Lernen fördern. Allen  Spielen ist gemeinsam, dass es weder Sieger noch Besiegte gibt.
 
Der zweite Teil der Kurzserie „Kinder fördern“ behandelt das Modell der „Kooperativen Erstellung und Fortschreibung individueller Förderpläne“ (KEFF)  nach Melzer. Sabine Sprünken stellt die sechs Phasen der kooperativen Förderplanung ausführlich nach Vorgehensweise, Zielerarbeitung  und Materialbereitstellung vor.
 
Teil 2 der Kurzserie: „Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund“ stellt Wortkärtchen und Satzstrukturen zu den Themen  Familie und Körper  bereit.
 
Bücher- und Medienanregungen finden sich auf den letzten beiden Seiten.
 
Dem Grundschulmagazin 2/16 liegt ein Sonderheft bei, das sich mit den Methoden des Erlernens von  „Deutsch als Zweitsprache“ aus unterschiedlichen Perspektiven widmet. Dabei wird der Versuch unternommen, situativ bedingtes Erlernen der Sprache mit fachlichem Sprachwisssen zu verknüpfen,   das Vorwissen aus den verschiedenen Kulturen zu nutzen und vielfältige Zugänge zu der Sprache zu ermöglichen.
 
 Havva Engin wendet sich dem Märchen: „Die Bremer Stadtmusikanten“­ als einer Textform zu, die  allgemeinen gültige Ur-Situationen erzählt und dadurch eine interkulturelle und transkulturelle Perspektive bietet. Ihrer Meinung nach ist es durchaus sinnvoll, die Migrationssprachen  dabei als Ressource für das Deutschlernen zu nutzen.
 
Stephanie Reder zeigt beispielhaft an einer Unterrichtssequenz zu dem  Gedicht  „Freunde braucht man immer“, wie Schüler_innen einer dritten Klasse nichtdeutscher Herkunftssprache auch bei großer sprachlicher Heterogenität ein Gedicht verstehen und eigene Gedichtversuche unternehmen.
 
Mit „Chunks und Wortschatzförderung für den Alltag“  gibt Zeynep Kalkavan-Aydin Lehrerinnen und Lehrern erste Übungen zur Alphabetisierung  an die Hand. Das Wachmacherlied von Detlev Jöcker eignet sich vorzüglich  dafür.
 
Für Olga Brinster sollte zum Erlernen einer Zweitsprache  die Schaffung  authentischer Situationen im Vordergrund stehen. So geht sie nach entsprechender Vorbereitung mit den Kinder hinaus in den Zoo zu den „Giraffen, Zebras, Affen und Co.“. Die Ergebnisse werden in kleinen Präsentationen in  Nachbetrachtungen festgehalten.
 
Die letzte Seite des Sonderhefts enthält weitere Literaturempfehlungen zur DaZ – Sprachförderung.
 
 
Heft 1 der Grundschule greift mit „Keine Angst vor dem Schulrecht“  ein nicht nur für Lehranfänger prekäres Thema auf. Lehrer_innen finden hier Antworten auf Fragen der Aufsichtspflicht, zur Absicherung der eigenen Entscheidungen gegenüber Schulleitung und  Eltern sowie zu den Rechten und Pflichten der Schülerinnen und Schüler.
 
Der Basisartikel „Schulrecht- die drohende Gefahr?“  klärt über die rechtliche Systematik des Schulsystems auf. Christiane Wegricht und Heidemarie Brosche setzen sich mit den häufigsten Konfliktherden in der Eltern-Lehrer-Beziehung auseinander.
 
„Immer kratzbürstiger“, so nehmen viele Lehrkräfte das Verhalten von Eltern wahr. Bevor es zu einer rechtlichen Auseinandersetzung  kommt,  plädieren Ines Oldenburg und Diedrich Mörking für andere Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung.
 
Über rechtliche Fragen zum „Vorwurf der Bestechung“ bei der Vergabe von Aufträgen an Schulfotografen, zur Rechtmäßigkeit von Ver- oder Geboten bezüglich der (Schul-)Kleidung  und zum  Handy-Verbot klärt die Juristin Christiane Wegricht auf.
 
In einem weiteren  Beitrag macht die Landesrechtsstelle der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) darauf aufmerksam, dass Lehrkräfte  bei den Lehrerverbänden kompetenten Rechtsschutz bekommen können.
 
Der Schulrechtsexperte Thomas Böhm erläutert in einem Kompaktartikel  die Pflichten und Grenzen der Aufsichtspflicht . Er hebt hervor, dass eine lückenlose Beaufsichtigung bei der Vielfalt der Aufgaben im Schulalltag nicht möglich ist, so dass der Einzelfall für eine rechtliche Bewertung betrachtet werden muss.
 
Mit den  überarbeiteten Ergebnissen der Kultusministerkonferenz zur Arbeit in der Grundschule setzt sich Uwe Sandfuchs in „Gebote für die Grundschule“ auseinander. Sie orientieren sich am einzelnen Kind und stellen den demokratischen Erziehungsauftrag in den Vordergrund.
 
 Bundesweite Einschränkungen für eine erfolgreiche Inklusion befürchtet Peter Wendt  nach dem Urteil des Landessozialgerichts zur Finanzierung von Schulbegleitern,  demgemäß sie den Schüler nicht mehr im Unterricht begleiten dürfen, sondern nur noch zu unterstützenden praktischen Hilfen  eingesetzt werden können.
 
In einem Interview mit Wolfgang Cremer,  dem wisssenschaftlichen Direktor des Instituts für Bildungsrecht und Bildungsforschung,  äußert  sich dieser zu der grundlegenden  Rechtssituation der Lehrkräfte und empfiehlt: „Mehr Gelassenheit“.
 
Zwölf Schritte für eine deeskalierende Gesprächsführung nach Burkhard Heidenberger geben praktische Hinweise in „Richtig streiten in zwölf Schritten“.
 
In der Rubrik „Debatte“ geht Anna Hückelheim auf die unterschiedliche Besoldung der Lehrkräfte ein. Des Weiteren wird auf das Bildungsangebot auf der  Bildungsmesse der „didacta“  in Köln im Februar und im März auf den fünften „Deutsche(n) Schulleiterkongress“ in Düsseldorf hingewiesen.
 
Die letzten Seiten geben Meldungen aus der Welt der Bildung und einen kollegialen Rat wieder.
 
Sachunterricht Weltwisssen, Heft 1, 2016 beleuchtet die wesentlichen Aspekte der Sexualerziehung im Anfangsunterricht der Grundschule. Moderiert wird dieses Heft von Julia Lüpkes und Ines Oldenburg von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie gehen davon aus, dass Sexualität eingebunden ist in Kultur und Gesellschaft und wollen daher Sexualerziehung als Teil einer Sozialerziehung gesehen wissen. Dem Heft liegt eine CD mit Materialien bei.
 
Den „Schulanfang als soziales Neuland“ nutzen Andrea Ottmanns und Julia Lüpkes, um Ideen für die Gestaltung des Schulalltags zu entwickeln und über eine Stationenarbeit zum Buch „Das kleine Ich bin ich“ von Mira Lobe die Schüler geschlechtsunabhängig an die eigene Identität heran zu führen.
 
In „Don't mind the gender gap!“ hinterfragen Julia Lüpkes und Franziska Fahl Stereotypen der Geschlechterrollen. Sie analysieren mit Schülern anhand von Zeichnungen Vorurteile und deren  Auswirkungen und regen „Nachdenkgespräche“ an.
 
In „Beziehungen und vielfältige(n) Lebensformen“  führen  Maria Dalhoff und Stefanie Vasold Schüler_innen eines 1. /2. Schuljahrs an unterschiedliche sexuelle und soziale  Beziehugs-wirklichkeiten und -möglichkeiten, wie sie in der heutigen Gesellschaft praktiziert werden,  heran.
 
 Das Buch: „Der Mann, der noch an den Klapperstorch glaubte“ von T. Rosenlöcher dient Stine Albers dazu, mit den Kindern  Antworten zu finden auf die Frage „Wo kommen Kinder eigentlich her?“.
 
Auch Ines Oldenburg und Julia Lüpkes bedienen sich eines Kinderbuchs,  um Schülern das  Thema Liebe in den verschiedensten Facetten nahe zu bringen und Ideen für eine Unterrichtssequenz zu entwickeln.  „Tante Lisbeth und die Liebe“ von Isabel Abedi regt zum Nachdenken über Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Jungen und Mädchen an.
 
Um das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrkraft und Eltern nicht zu stören, empfiehlt  Heike Bertelmann bei dem sensiblen Thema sexuelle Bildung während der Vorbereitung die Eltern an einem Elternabend  zu informieren und gibt Hinweise, wie sich auftretende Missverständnisse und Konflikte oft schon  im Vorfeld klären lassen.
 
Mit dem Rückgriff auf die  historischen Vorstellungen der Geschlechterrollen  fragt Katharina Bralo-Zeitler: „Warum ist das Geschlecht so wichtig?“
 
Tilman Dreher hat  sieben Frage – Antwortkärtchen  zusammengestellt zu der Frage: „Woher kommt die Liebe?“
 
Das Magazin informiert mit Philipp Verenkotte über die rechtliche Situation, wenn Eltern eine Beteiligung an Unterrichtsinhalten fordern.Das Institut für Sexualpädagogik bietet für Lehrer_innen Weiterbildungen an. Vera Thies hat eine bundesweite Liste außerschulischer Lernorte zum Sexualkundeunterricht erstellt. Julia Lüpkes und Sandra Noa empfehlen Kinderbücher, die die immer noch üblichen Rollenerwartungen nicht bedienen.  
 
 
 
 

Teilen auf
Teilen auf Facebook