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Mint-Fächer
01.06.2016  Silke Ottow

Das Licht und seine Farben

Mit dieser Geschichte können Fachkräfte Kindern einige Besonderheiten von Licht und Farben deutlich machen.
Als Lina eines Abends im Dunkeln in ihrem Bett liegt und sich umschaut, stellt sie fest, dass alle Farben aus ihrem Zimmer verschwunden sind. Eben noch, als das Licht an war, war ihre Lampe blau und hatte gelbe Sterne, ihr Schreibtisch war weiß und ihr Teppich aprikotfarben. Doch jetzt ist alles grau. Jede Farbe hat sich in einen anderen Grauton verwandelt. Doch wo sind sie hin, all die Farben?

Fragst du dich auch manchmal, wie es sein kann, dass plötzlich alle Farben weg sind und warum dann alles grau ist? Wo sind die Farben geblieben?
Teddy weiß warum man Farben an- und ausknipsen kann. Denn, Teddy weiß: Ohne Licht gibt es keine Farben. Und da nachts das Licht fehlt, fehlen auch die Farben.

Warum ist das so?


Unsere Lichtquelle ist die Sonne. Im Sonnenlicht sind alle Farben enthalten: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett. Allerdings sieht man die Farben im Sonnenlicht normalerweise nicht. Das Sonnenlicht ist weiß. In diesem weißen Licht sind alle Farben versteckt. Doch ganz bestimmt hast auch du schon mal das Licht-Geheimnis der Sonne gesehen. Denn manchmal gibt die Sonne ihr Licht-Geheimnis preis. Dann nämlich, wenn sie scheint und es gleichzeitig regnet. Dann bildet sich ein Regenbogen und du kannst alle Farben, die das Sonnenlicht enthält, sehen. Dass das weiße Sonnenlicht sich in seine Farben aufspaltet, liegt an den Regentropfen. Teddy zeigt dir, was mit dem Licht und den Regentropfen passiert.

Das Licht-Geheimnis der Sonne – so entsteht ein Regenbogen


Wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint, fällt Sonnenlicht auf die Regentropfen und dringt in die Tropfen ein. Doch Licht nimmt in Wasser einen etwas anderen Weg als in Luft. Deshalb knickt es im Regentropfen ein bisschen ab. Dort trifft es dann auf die Rückseite des Tropfens. Diese wirkt wie ein Spiegel und schickt das Licht zurück. Wenn das Licht wieder aus dem Tropfen austritt, knickt es noch einmal ab.
Man sagt, das Licht wird gebrochen, wenn es abknickt. Der Trick bei der „Lichtbrechung“ im Regentropfen ist, dass jede Farbe ein bisschen anders gebrochen wird und deshalb jede Farbe einen etwas anderen Weg nimmt. Daher verlässt den Tropfen kein weißes Lichtbündel, sondern alle im Sonnenlicht enthaltenen Farben treten voneinander getrennt aus dem Regentropfen aus.
Da das Sonnenlicht nicht nur auf einen, sondern auf unzählige Regentropfen fällt, entsteht daraus ein Regenbogen. Um einen Regenbogen sehen zu können, musst du immer die Sonne im Rücken und den Regen vor dir haben.

Die Autorin
Dr. Silke Ottow ist Chemikerin und schreibt Bücher, in denen sie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht erklärt. Weitere Informationen: www.miteinander-buecher.de

 

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