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Fachzeitschriften
15.06.2016  Beate Brassel

Blick in die Fachzeitschriften - Grundschule. Juni 2016

Es werden die Inhalte von sechs Fachzeitchriften für die Grundschule vorgestellt und manchmal auch kommentiert. Aus jeder Fachzeitschrift haben wir mindestens einen Artikel auf dem Portal übernommen, den Sie über den Link beim Titel aufrufen können.
Die Lernende Schule, Heft 73/2016, Friedrich Verlag, titelt Guter Unterricht mit starken Fachgruppen. Sie beleuchtet in diesem Heft das Thema von mehreren Seiten, steuert  Erkenntnisse aus der Forschung bei und widmet sich anschließend praktischen Vorschlägen zur Gestaltung von Fachteams und -gruppen, wobei auch die Rolle der Schulleitung zur Sprache kommt. Im Magazin wird  Literatur zu Möglichkeiten der  Unterrichtsentwicklung vorgestellt. Eine Glosse  beschließt das Heft, vorher jedoch wird es noch einmal ernst in dem mittig eingelegeten Werkstattheft zum Titelmotto des Gesamthefts. Ein Exemplar von bildung+, Lernen, 1/2016 mit dem Titel: „Wir können mehr! Alle Schüler fördern – auch die starken“ liegt bei.
 
Auf das Lernen kommt es an!, meint Michael Schratz und wünscht sich in den Fachkonferenzen eine Curriculumentwicklung, die die pädagogische Beziehung und Verflechtung von Lehren und Lernen, von Lehrenden und Lernenden stärker als bisher berücksichtigt, wobei er die Erfahrung von Lernen und Lehren gleichermaßen als  lernkonstituierend sieht. Er gibt in seinen sehr aufschlussreichen, leider recht akademisch formulierten  Ausführungen die Sicht auf die neuere pädagogisch- wissenschaftliche Literatur frei. Eine beachtliche Literaturliste ergänzt den Artikel.
 
Botho Priebe stellt im Interview mit Silvia-Iris Beutel und Martin Bonsen in: Lernen im Fokus kooperativer Unterrichtsentwicklung die Frage, wie Fachkonferenzen und Fachgruppen diese Aufgabe bewältigen können. Die Meinungen differieren dahingehend, dass für Frau Beutel die Anbindung von Fachkonferenzen an bestehende Schulentwicklungsgruppen im Vordergrund steht, während Herr Bonsen unabhängig von Fachkonferenzen Chancen in professionellen Lerngemeinschaften beschreibt.
 
Udo Klinger grenzt in Mit hoher Fachkompetenz guten Unterricht entwickeln die Schwerpunkte der  unterschiedlichen Aufgaben im System Schule voneinander ab. Er visualisiert  anhand einer Entwicklungsspirale  die Aufgaben der Fachkonferenzen, zeigt Bezüge zu sämtlichen Gremien innerhalb des Umfelds Schule auf und untersucht insbesondere die Aufgaben der Schulleitung.
 
Jasmin Decristan und Ulrike Hartmann berichten in: Das Projekt „wissenschaf(f)tpraxis“ über einen lohnenswerten Versuch  zum Dialog zwischen Bildungsforschung und Schulpraxis am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt.
 
Als möglichen „starken Motor“ für die Unterrichtsentwicklung bezeichnet Jörg Funk die Arbeit eines Fachteams an Grundschulen und  berichtet aus den positiven Erfahrungen an seiner Schule.
 
Der Lernenden Schule liegt ein Werkstatt-Skript von Udo Klinger bei, das vielfältige und umfassende Anregungen für die Verbesserung der Arbeit in der Fachgruppe bietet – von Reflexionshilfen zur  Bestimmung des eigenen Standortes  über Lehr-Lern-Situationen im Unterricht und weiter zu Strukturen und Methoden (-vielfalt) bis hin zu solchen der Lehrerprofessionalität mit einem abschließenden visionären Ausblick für die Zukunft, in der die Traditionsschule überholt ist. Inwieweit die Arbeitsblätter in den Fachgruppen diskutiert werden könnten und sollten, sei dahin gestellt, da ihre Bearbeitung einen großen Zeitaufwand für die sowieso schon stark belasteten Kolleginnen und Kollegen erfordert.  In jedem Fall aber können  hier Kolleginnen und Kollegen  viele Impulse für die Arbeit in Fachgruppen erhalten.
 
Burkhard Hecker und Mario Spies sprechen sich  in: Unterrichtsentwicklung braucht Kooperation dafür aus, sich an dem schulübergreifenden Modellprojekt  SINUS  an Grundschulen zu orientieren, das  die Verbesserung des Unterrichts und der Kooperation  in den naturwissenschaftlichen Fächern anstrebt. Hier wird zunächst an die Bildung von Kleinstteams gedacht, ehe die Kooperation in größeren Gruppen empfohlen wird.
 
Thomas Kremers entwickelt in:  Kooperatives Lernen Schritt für Schritt anhand eines fiktiven Beispiels, wie  KollegInnen und Kollegen in Fachkonferenzen sich dieser Arbeitsweise nähern ,  praktisch erproben und zu gemeinsamen Zielsetzungen finden können.
 
Gabriele Abel zeigt eine Bildstrecke zum Lernen an der Berufsbildenden Schule Montabaur.
 
In dem Bemühen um ganzheitliches und sinnhaftes Lehren und Lernen möchte die Gemeinschaftsschule Billerbeck Lernen durch Leitfragen vernetzen. Barbara van der Wielen stellt sechs Leitfragen zur Entwicklung von Lernbausteinen in Fachkonferenzen vor, die in den unterschiedlichen Fächern die Unterrichtsinhalte miteinander vernetzen.
 
Über die zeitintensive Planung des Projekts: iPads im Englischunterricht an einer Versuchsschule und seine Durchführung berichten Tarek Aichah und Ulf Gerdelmann.
 
 Was hat die Schulleitung mit Unterrichtsentwicklung zu tun? Petra Druschky hat sieben Schulleiter und Schulleiterinnen  dazu  befragt.
 
Petra Druschky und Alexander König geben Buchempfehlungen zur Unterrichtsentwicklung.
 
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Die Grundschule ( Westermann Verlag) Heft 3, hat sich zum Ziel gesetzt,  Lehrerinnen und Lehrern vielfältige Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie trotz schwieriger Bedingungen im Schulalltag inklusiven Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler gestalten können. Dabei wird unter anderem über ein Pilotprojekt zum gemeinsamen Unterricht in Brandenburg,  über ein Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München zur Bewältigung des Schulalltags, über Möglichkeiten der  Inklusion  im Mathematik- und Englischunterricht, über die Notwendigkeit der Verbesserung von Lernbedingungen und die Individualisierung der Leistungsbewertungen berichtet.
 
Weitreichend und fast visionär fordert  Michaela Vogt  in ihren Ausführungen in: Inklusion: Nicht nur auf die Lehrer kommt es an eine tiefgreifende systemische Herangehensweise an dieses        
Thema. Ihr genügt nicht allein die notwendige Weiterbildung und Beratung aller an der Inklusion beteiligten Professionen. Sie benennt auch die erforderlichen wesentlichen  Veränderungen in  den Anforderungen und strukturellen Gegebenheiten der Schule,  um den Erfordernissen einer inklusiven Gesellschaft gerecht werden zu können.
 
Im Interview mit Valentin Aichele, dem Leiter der Monitoring-Stelle beim Deutschen Institut für Menschenrechte, hält dieser die Beibehaltung von Förder-, bzw. Sonderschulen und damit das Elternwahlrecht zum Besuch einer Förderschule für einen falschen Weg, in:  Wegen politischer Fehlorganisation gefährdet.
 
Als Lehrer den wachsenden Herausforderungen des Schulalltags gerecht werden zu können, das hat sich die LMU München zum Thema gemacht und das Trainingsprogramm „Klasse-Team“ entwickelt. Das Modell: Die Klasse: ein Team geht davon aus, dass Lernen in einer für Lehrer wie Schüler wertschätzenden Atmosphäre in heterogenen Schülergruppen erfolgen sollte. In  gelenkten Gruppentreffen an der LMU können Lehrer und Lehrerinnen lernen, auch schwierigen Situationen positiv zu begegnen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
 
Sensibel und individuell bewerten  sollten Lehrerinnen und Lehrer angesichts der wachsenden inklusiven Herausforderungen.  Ulf Algermissen  empfiehlt,  Schüler  über einen begrenzten Zeitraum hinweg in unterschiedlichen Situationen im Schulalltag aufmerksam zu beobachten und  dies in Lerngeschichten für die Schüler anerkennend und wertschätzend zu dokumentieren. Dieses  Verfahren erscheint sehr aufwändig zu sein und dürfte eher in kleinen Lerngruppen  praktizierbar  sein.
 
Katharina Krenig und Nadine Kuhn berichten in : Mathematik inklusiv – wie geht das? und Gemeinsam Englisch lernen - Yes we can über interessante neue didaktische Konzepte für ihren inklusiven, jahrgangsgemischten Unterricht an der  Grundschule Arnstein-Schwebenried. Sie zeigen beispielhaft auf, dass die aufeinander aufbauende unterrichtsdidaktische Umsetzung von Lernangeboten unterschiedlicher Niveaustufen bei entsprechender Planung für alle Schülerinnen und Schüler erkenntnis- und gewinnbringend ist.
 
Noch Fragen?  In Anlehnung an ein in Bayern seit 2013 sukzessive geplantes Konzept zur Einrichtung überörtlicher Beratungsangebote auf Landkreisebene stellen Katharina Krenig, Klaudia Roth und Claudia Hermann einen Leitfaden zur überörtlichen Konzeptionsentwicklung eines interdisziplinären Inklusionsberatungsangebotes für das Main-Spessart Gebiet und andere Landkreise vor.
 
In: Auf dem Weg zur „Grundschule für alle“ berichten Miriam Vock und Anna Gronostaj über ein 2012/13 durchgeführtes Pilotprojekt des Landes Brandenburg zur flächendeckenden Einführung des gemeinsamen Unterrichts, an dem  84 Grundschulen  teilgenommen hatten. Dabei wurde das Lernverhalten und der Lernerfolg von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelklassen und Regelschülern beobachtet und miteinander verglichen. Auf der Basis dieses Projekts gelangen sie zu dem Ergebnis, dass Inklusion durchaus machbar ist, jedoch besondere Voraussetzungen erfordern.
 
Linda Schleicher und Michaela Vogt geben die Sichtweise der Eltern zur schulischen Inklusion wieder. Sie sind der Meinung: Ohne Engagement geht es nicht, und das gilt ihrer Meinung nach nicht nur für die Lehrerinnen und Lehrer, sondern für alle am Schulgeschehen Beteiligte.
 
Petra Büker und Stefanie Meier stellen mit: Perspektivwechsel: vom Kind aus denken die bemerkenswerte Internetplattform “Vielfaltstableau“ vor,  die Lehrern und allen am Inklusionsprozess Beteiligten Hilfen zur Aus- und Weiterbildung gibt. Hier finden sich zahlreiche Fallbeispiele und – besprechungen, die  Förderhinweise enthalten. Eine Adresse, die man sich merken sollte.
 
Nicht so vorsichtig! -  Der Didacta-Verband und das Schreibmotorik Institut  gründeten die „Aktion Handschreiben 2020“ , die für das flüssige und leserliche Schreiben mit der Hand als einer zu bewahrenden  Kulturtechnik plädiert.
 
Das Magazin enthält Meldungen aus der Welt der Bildung, mit dem  kollegialen Rat schließt das Heft.
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Heft 4/ 2016 der Grundschule (Westermann) präsentiert Erfahrungen und Tipps  für den Unterricht an außerschulischen Lernorten, und so titelt das Heft:  Raus aus dem Klassenzimmer! Immer mehr Lehrer entdecken den Reiz und die vielfältigen Lernmöglichkeiten, die  Ziele von Ausflügen bieten, etwa  Stadterkundungen, Ausstellungen,  Waldexkursionen bis hin zur Begehung einer Baustelle, eines Supermarkts oder sogar einer literarischen Spurensuche, die ihnen hier vorgestellt werden.
 
In dem Basisartikel:  Forschen, fragen und erfahren betonen Janine Brade und Bernd Dühlmeier  den didaktischen Wert von außerschulischen Lernorten und haben fünf Kategorien  entwickelt, um die Vielfalt von Lernorten systematisch zu erfassen, didaktisch zu nutzen und gezielt zu planen.
 
Lars Förster hat in seinem Beitrag Dialog mit der Vergangenheit hilfreiche Fragen für die Erforschung einer Stadtgeschichte zusammengefasst, die  Anregungen für  die Erkundung einer Stadt geben und gibt dazu wertvolle Praxistipps für den Unterricht.
 
Eine umfängliche, detaillierte  Checkliste für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines außerschulischen Unterrichts hat Julia Beyer erstellt, es schadet nicht, sich diese zwei Seiten auf den Schreibtisch zu legen.
 
Christoph Edgar Arnold und Vivien Schuhknecht haben im Rahmen einer Studie in Chemnitz ein Ranking außerschulischer Lernorte von Grund- und Förderschulen aufstellen können, und kommen zu dem Ergebnis: Platz 1: Wald und Wiese.
 
Denis Mußdorf und Marcel Krippner berichten in der Rubrik Kompakt eindrucksvoll von der Erkundung einer Baustelle, die eine Fülle von Lernanlässen bezüglich der Lebenswelt und den beruflichen Anforderungen bietet, beispielsweise für mathematische Textaufgaben.
 
Inga Gryl und Lars Förster schlagen in Nutzungskonflikte im Wald – ein Rollenspiel nach entsprechender Vorbereitung und Planung ein Spiel im Wald vor, bei dem sich die Schüler in ihren unterschiedlichen Rollen mit den natürlichen gegensätzlichen Gegebenheiten der Natur hautnah auseinandersetzen – und nicht immer zu befriedigenden Lösungen kommen können.
 
Eine literarische Spurensuche, so nennen Bernhard Meier und Karen Werner ihren Bericht über das aufwändige, aber lohnenswerte Unterrichtsvorhaben: Mit Goethe durch Weimar, aus dem sie drei Beispiel-Standorte ausgewählt haben, die einen Bezug zu Goethe haben, um sie mit kindgerechten Aufgaben zu versehen.
 
Vielfältige Lernanlässe im Supermarkt sieht Danny Krull auch bei einem gemeinsamen Besuch im Supermarkt gegeben, zum Beispiel anlässlich eines Einkaufs für ein Klassenfest. Ziel ist für ihn nicht nur, dass sich die Schüler selbstständig Lebensmittel aussuchen und bezahlen können, sondern auch, dass sie für die manchmal recht zweifelhaften Verkaufspraktiken im Supermarkt sensibilisiert werden.
 
Wer regiert deine Stadt?, fragen Anne Barth und Franca Berger. Da die politische  Bildung auf der kommunalen Ebene in den  Lehrplänen Niedersachsens bei Schülern im dritten oder vierten Schuljahr verankert ist, schlagen sie ein Projekt zur  Erkundung des Rathauses und zur Befragung des Bürgermeisters vor, bei dem die Schüler wichtige Einsichten gewinnen können. Sie stellen die Phasen des Projekts  im Hinblick auf die dort geförderten Kompetenzen vor und geben Tipps für die Durschführung.
 
Aus der  museumspädagogischen Praxis berichten Katharina König und Claudia Limbach in:  Zu Besuch im Kunstmuseum und referieren vielfältige pädagogisch-didaktische Vorgehensweisen, Schülern Kunstobjekte nahe zu bringen. Sie plädieren dafür, Kunstgegenstände fächerverbindend zu nutzen und beispielsweise durch die Nutzung eines Kunstbusses diese in den Schulunterricht  stärker einzubeziehen.
 
Auch eine Stadterkundung kann einen sinnvollen außerschulischen Unterricht unterstützen, zumal, wenn sie methodisch-didaktisch gut aufbereitet wurde von einer Stadtführerin, wie Janine Brade in: Auf Spurensuche- Gespräch mit einer Stadtführerin, ausführt.
 
In der Debatte um die Lehrerbesoldung bleiben die Grundschulkräfte weiter außen vor trotz gegenteiliger Bemühungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Anna Hückelheim referiert die gegensätzlichen Standpunkte.
 
Andrej Priboschek begründet in Dinos in den Unterricht, warum die Erkenntnisse der Evolutionswissenschaft schon in der Grundschule gelehrt werden sollten.
 
Das Magazin enthält Informationen zur Einschätzung der Schulpolitik aus Lehrersicht, zur  Bedeutung der Schule für die Prävention sexuellen Missbrauchs, und zur Gewalt an Berliner Schulen.
 
Der  kollegiale Rat wendet sich Fragen der Protokollvergabe im Schulelternbeirat und der steuerlichen Absetzung eines Arbeitszimmers zu.                  
 
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Die Grundschulzeitschrift des Friedrich-Verlags vom April 2016 wendet sich im ersten Teil: Gute Schule den Anforderungen und Belastungen junger Lehrerinnen und Lehrer beim Berufseinstieg und  ersten Erfahrungen  aus  Sicht zumeist der Betroffenen selbst, aber auch aus Expertensicht zu.  Der zweite Teil: Guter Unterricht,  greift  den thematischen Schwerpunkt Beobachten  insofern auf, als die Analyse von individuellen Lernprozessen in unterschiedlichen Unterrichtsfächern erläutert wird. Eine beigelegte DVD veranschaulicht die Beiträge und die Arbeitsmaterialien.
 
Manuela Keller-Schneider beschreibt in: Lernen geht weiter, dass zu Beginn der Lehrtätigkeit viele Kollegen sich durch die unmittelbare Gleichzeitigkeit von Lehren und Lernen stark belastet und – auch - ihren eigenen Ansprüchen ausgeliefert  fühlen. Ihr  Lösungsansatz besteht darin, aufzuzeigen, dass und wie Lehrerinnen und Lehrer eine Gewichtung zwischen dem Anspruch nach hoher  Kompetenz, Relevanz und Bewältigung der an sie gestellten Aufgaben vornehmen können.
 
Julia Košinár informiert mit Eigenverantwortlichkeit nach dem Referendariat über eine Untersuchung zum Thema: „Professionalisierungsverläufe in der Lehrerausbildung“, an der drei Männer und fünf Frauen teilnahmen, und stellt die Ergebnisse vor.
 
„ ...und immer wieder neu beginnen“, heißt es für Rafaela Kägi. Sie berichtet über ihren Berufseinstieg als Fachlehrerin für Musik und Sport und spricht dabei sicher vielen aus dem Herzen, wenn sie scheinbar simple Dinge anführt, die ihr den Einstieg in die Praxis erschwert haben.
 
Damit hatte ich nicht gerechnet äußern viele Lehramtsanfänger in Interviews, die Elif Arslan in einem Forschungsprojekt befragt hat, und fasst deren Eindrücke und Probleme zusammen.
 
Marie Drewes hat in ihrem Berufseinstieg die Erfahrung gemacht : Gemeinsam geht es bessser,  und macht deutlich, wie wichtig ihr die Unterstützung und der Austausch mit KollegInnen in den ersten Jahren war.
 
Auch Carolin Steffens Bericht: Mein Einstieg ins Berufsleben unterstreicht die Bedeutung der gelungenen  Teamarbeit, hier an einer Förderschule.
 
In: Endlich bin ich Lehrer(in)!  haben Anna Rauschenberg, Julia Sotzek und Doris Wittek in dem Projekt KomBest untersucht, wie Lehrerinnen und Lehrer in Hessen die eigene Tätigkeit erleben und mit welchen Strategien sie versuchen, diese zu bewältigen. Dabei teilen sie die Herangehensweisen in drei wesentliche Kategorien ein, die  eine maßgebliche Rolle für das Empfinden der eigenen  persönlichen Belastung spielen.
 
Schüler in die Verantwortlichkeiten der Lehrperson mit einzubeziehen, um sich somit Freiräume zu schaffen, die es ermöglichen, sich mehr  inhaltlichen Unterrichtsaufgaben widmen zu können, empfiehlt Joel Imhof in: Wer tut was  und gibt wertvolle Tipps.
 
Manuela Keller-Schneider gibt Berufseinsteigern mit einem von ihr entwickelten Reflexionsinstrument Impulse zumUmgang mit Anforderungen. Ihr kommt es darauf an, den Fokus auf das Positive zu setzen und das Erlebte unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten. 
 
Peter Heyer gibt einen Überblick über die gegensätzlichen Positionen zu mehreren  Initiativen pro Gemeinschaftsschule .
 
Heike de Boer und Daniela Merklinger stellen in Beobachten: Lernperspektiven beschreiben überzeugend  lernprozessuale Beobachtungswege und ihre Voraussetzungen  für eine individuelle Förderung vor.
 
Auch Patricia Lang, Roza Güneş und Susanne Schmitt sprechen der Beobachtung von individuellen Lernprozessen große Bedeutung zu und berichten, wie sie Lehramtsanwärter in ihren Seminaren  an entsprechende  Arbeitsweisen heranführten in:  Versteh mich nicht zu schnell!.
 
Benjamin Braß bezieht sich in seinem Bericht Rechenwege beobachten auf ein Fallbeispiel,  auch in der beiliegenden DVD anzuschauen,  anhand dessen er die Details einer gelungenen Prozessdiagnose im Fach Mathematik ausführlich und informativ reflektiert.
 
Beobachten am Schulanfang: Spiel mit Schrift.  Daniela Merklingers Beitrag veranschaulicht und analysiert,  welche diagnostischen Beobachtungen des Lehr-Lern-Prozesses  ein Spiel mit Schrift- und Bildkärtchen bei Erstklässlern ermöglicht, auch in der beiliegenden DVD dokumentiert.
 
Dem genauen Beobachten  kommt im Sachunterricht eine besondere  Bedeutung zu, die in Guck, das bläst sich auf von Heike de Boer und Ulrike Eschrich dokumentiert wird.
 
Auch und gerade für das „Beobachten in der Kunstwerkstatt“ hebt Thomas Heyl die hervorstechende Rolle der Beobachtungsfähigkeit des Lehrers hervor, um künstlerische Prozesse anregen zu können. Auch dazu findet sich eine Dokumentation der in dem Beitrag analysierten Unterrichtssequenzen.
 
Katrin Thiel und Tanja Koch berichten über Lernprozessbeobachtung im vertiefenden Praktikum während eines Seminars an der Universität in Koblenz, das die Studierenden bei der praktischen Anwendung theoretischen Wissens begleitet.
 
Lehrerinnen und Lehrer  können Schüler zwar im Sportunterricht beobachten, zu einer Auswertung sei es aber wegen  der häufig unübersichtlichen Situationen wichtig, über einen geschulten sportpädagogischen Blick zu verfügen. Nach der Darlegung eines verfehlten Unterrichtsvorhabens überlegt Jan Erhorn  Handlungsalternativen und stellt grafisch in Anlehnung an Black&Stevenson, 2011,  ein Handlungsspektrum für inklusiven Sportunterricht vor.
 
Das Magazin enthält  Literaturbesprechungen  von Marina Bonanati, Heike de Boer und Daniela Merklinger. Eine DVD mit fünf Videos zur Beobachtung von Lernprozessen liegt bei.
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Die Grundschulzeitschrift vom Mai 2016 richtet im Teil Gute Schule den Fokus auf die Schule in der Einwanderungsgesellschaft, auf die Forderung nach einer Schule der Vielfalt und berichtet unter anderem über eine japanische Komplementärschule. Den didaktisch-methodischen  Teil Guter Untericht dominiert das Titelthema Mehrsprachigkeit. Erfahrungen zu sicht-und hörbarer Sprachenvielfalt an einer Londoner Schule, aus einem TheaterSprachCamp, zur  koordinierten Alphabetisierung und zu Reflexionen über Sprache im Unterricht bereichern den Blick auf das Thema.
 
In ihrem Einführungsbeitrag (Grund-)Schule in der Einwanderungsgesellschaft  analysiert Isabell Diehm das Dilemma interkultureller Pädagogik dahingehend, als  die  Unterschiede zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheitengesellschaft zwar benannt werden müssen,  diese aber gleichzeitig nicht fermentiert werden sollen. Sie meint, dass darüber ein Problembewusstsein bei der Feststellung und dem Einsatz von Fördermaßnahmen  vorhanden sein sollte, um einem defizitorientierten Förderansatz zu entgehen.
 
Patricia Stošić  beschäftigt sich mit der Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer mit den heterogenen kulturell und national differierenden Identitäten der Kinder  in der von der KMK benannten Schule der Vielfalt umgehen können.
 
Argyro Panagiotopoulou und Lisa Rosen dokumentieren in: Das ist an Grundschulen auch gar kein Thema wirklich  eine aufschlussreiche Diskussion aus einer Lehrveranstaltung zu Diskriminierungserfahrungen von Lehramtsstudenten mit und ohne Migrationshintergrund.
 
Tomoko Kojima berichtet in: Was machen japanische Kinder am Samstag? über die positiven Erfahrungen und Einschätzungen von Eltern und Schülern an einer komplementären Schule und kommt zu dem Schluss, dass der Gefahr einer Parallelgesellschaft mit der Einbeziehung der gesellschaftlichen Realitäten des Gastlandes entgegen gewirkt werden kann.
 
Erkenntnisse aus der Resilienzforschung können nach  Anne Seifert hilfreich sein für die Bildung im Kontext von Fluchtmigration. In ihrem interessanten Artikel argumentiert sie überzeugend, dass es sinnvoll ist, sich Kenntnisse über die unterschiedlichen Schutzfaktoren für die Bewältigung von traumatisierenden Erlebnissen und -mechanismen anzueignen und die möglichen Interventionsstrategien kennen zu lernen.
 
Über  die Konzeption und binnendiffernzierte Praxis der Sprachförderung bei Seiteneinsteiger(innen) in Bremen berichten Bettina Rick und Christian Gill. Sie betonen, ohne die vorherige Leistung in den Vorkursen schmälern zu wollen, dass mit dem Übergang in die Regelklasse  der Spracherwerb keinesfalls abgeschlossen sein kann.
 
Peter Heyer gibt Kommentare einiger Medien und der GEW  zu  Was ist uns Bildung wert?  zur Kenntnis.
 
Eine Resolution der Delegiertenversammlung des Grundschulverbands  zum Umgang mit den aktuellen Herausforderungen für die Grundschule durch Flucht- und Migrationsbewegungen
stellt Forderungen an Kommunen und Schulen.
 
Hans Brügelmann kritisiert  in seinem Beitrag JedeR ist mehrsprachig, dass trotz des erwiesenermaßen begrenzten Erfolgs von Sprachunterricht zu wenig die tatsächlich sprachfördernden Elemente, nämlich die Sprachanwendung in natürlichen Situationen an den Grundschulen beachtet werden.
 
Der Basisbeitrag von Sarah Fürstenau Mehrsprachigkeit im Unterricht läutet den zweiten Teil des Hefts ein. Neben den Potenzialen, die die Mehrsprachigkeit im Unterricht bietet und neben der Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe am Unterricht benennt sie auch die Grenzen eines schriftfreien mehrsprachigen Unterrichts.
 
Thomas Quehl stellt ein äußerst interessantes Projekt mehrsprachigen Unterrichts aus Großbritannien vor, nach dem jeweils eine Sprache der Schülerpopulation für einen Monat im Vordergrund des Unterrichts der Schule steht – die Language of the Month, ein Projekt, das seit zehn Jahren in England weite Verbreitung und Anerkennung gefunden hat.
 
Vom Nutzen sprachlicher Heterogenität berichten Ursula Neumann und Vesna Ilić während eines FerienTheaterSprachCamps für Kinder mit dem Förderbedarf Sprache.
 
„Da kann ein Kind so viele Sprachen, und ich kann aber nur Deutsch.“ In einem  Projekt zur Gestaltung von Sprachenporträts lernen Lehrerinnen und Lehrer die Schüler von ihren sprachlichen Qualifikationen her kennen und schätzen. Sara Fürstenau berichtet über dadurch ausgelöste   vielfältige Dikussionsansätze und Einstellungsänderungen gegenüber der  Mehrsprachigkeit der Kinder.
 
Von der spontanen zur gelenkten Sprachaufmerksamkeit  zu kommen, wird von Imke Lange als ein möglicher Weg zu einem konstruktiven Umgang mit Mehrsprachigkeit verstanden, dessen  vier  Phasen der Entwicklung sie anschaulich an Beispielen vorstellt.
 
 „KOALA-koordinierte Alphabetisierung im Anfangsunterricht“, ein Beitrag von Asli Can Ayten, ist ein Konzept, das in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird und bei dem die Herkunftssprache für eine befristete Zeit in das Unterrichtsgeschehen einbezogen wird. Auch hier wird Mehrsprachigkeit als Bereicherung für alle Beteiligten angesehen.
 
Mehrsprachigkeit  kann Schülern auch einen Anreiz bilden, sich mit Sprache und Wörtern im Unterricht zu beschäftigen, wie Katrin Huxel in: Mit Kindern Sprache(n) reflektieren an einem Beispiel schildert. Die Einstellung der Lehrerin, bzw. des Lehrers gegenüber den Schülern und ihren Sprachen ist dabei überaus wichtig. 
 
 In ...wenn Mehrsprachigkeit im Unterricht normal wird berichtet Almut Küppers, wie es einer deutsch-türkischen Grundschule durch die ungewöhnliche Initiative eines  zeitlich begrenzten Einsatzes von bilingualem Unterricht  gelingt, aus dem Status einer sozialen Brennpunktschule heraus zu treten und soziale Ungleichgewichte aufzubrechen.
 
Auf der letzten Seite enthält das Heft Informationen zur Mehrsprachigkeitsdidaktik im Netz.
 
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Das GRUNDSCHULmagazin 3/16 des Cornelsen-Verlags hat s aus aktuellem Anlass Olympische Spiele im Unterricht  zum Thema gemacht. Dabei wird nicht nur der für Kinder aufregende sportliche Aspekt in den Vordergrund gestellt, sondern der  sprach- und völkerverbindende  Zusammenhang des Ereignisses  gewinnt angesichts der  Flüchtlingskrise eine ganz reale Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler.
 
 Über Empfehlungen des Grundschulverbands zu VerA 2016 wird informiert.
 
In dem Basisbeitrag von Karen Glöckner und Nina Wolfram >>Citius, altius, fortius- Schneller, höher, weiter!<<  geht es den beiden Autorinnen darum, Schülerinnen und Schüler an das Erfassen von Sachtexten, hier über die Entstehung, Geschichte und die Rituale der Olympiade,  heran zu führen und kreativ zu bearbeiten. 
 
Kathrin Völk weist in ihrem Beitrag: Get ready for Rio darauf hin, dass das Thema Olympiade geradezu einlädt, einen motivierenden Englischunterricht mit Hilfe des Internets zu konzipieren, da  die Berichte aus Brasilien vornehmlich in Englisch zu lesen sind. Dazu hält ihr Beitrag vielfältige ansprechende Arbeitsaufträge bereit.
 
Jennfer Kowarz und Birgit Rupp präsentieren in: Aktionskunst Sport  eine ideenreiche Unterrichtssequenz zur  Entwicklung einer Performance im Sportunterricht mit Schülern ab der zweiten Klasse.
 
Einen originellen Unterrichtsansatz im Fach Musik stellt Andrea Deschler mit Hip,hop,let‘s go! Hurra! vor. Es geht um die rhythmisch-musikalische Gestaltung von selbst entwickelten anfeuernden Texten, die beispielsweise bei einer Schulveranstaltung gemeinsam im Chor gesprochen oder gesungen werden können. Die Begleitung mit einem Boomwhacker und anderen  Instrumenten verleiht dem Ganzen noch ein - ohrenbetäubendes – Gewicht!
 
Stephanie Wunder zeigt, dass  die Olympiade für Olympische Rechenfragen Ideen zu einer Unterrichtssequenz liefern kann. Aus Texten zu Brasilien werden den Schülern Rechenaufgaben gestellt, die sie in Partnerarbeit gemeinsam  lösen.
 
Eine faszinierende Idee für den Sportunterricht in einer 3./4. Klasse hält Saskia Gritsch bereit. Sie schickt die Schülerinnen und Schüler Auf zum Olymp!auf eine Reise zu den griechischen Göttern, die den Schülern mit kleinen Geschichten, anschaulichen Abbildungen und abwechslungsreichen Spielen mit  Namen wie: „Zu Gast bei Hades, Herr der Unterwelt“ u.a.   nahe gebracht werden.
 
Um Vorwissen als Voraussetzung für Wissenserwerb  zu aktivieren und für neues Wissen zu nutzen, schlägt Claudia Kemme eine Erweiterung zur Gestaltung einer mindmap vor. Die Kinder bilden einen Außenkreis und einen Innenkreis, um sich ihr Wissen zu einem Unterrichtsthema mitzuteilen und offene Fragen zu erkennen. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und führen wiederum zu neuen mindmaps.
 
Im nunmehr dritten Teil der Kurzserie Bewegungsspiele im inklusiven Unterricht empfiehlt  Martina Kreinert, kurze Spiele in den Unterricht einzuplanen, da sie die Konzentrationsfähigkeit der Kinder erhöhen, und dazu eine Spielebox anzufertigen, die einen schnellen Zugriff zu den Spielen ermöglicht. Die geschilderten sechs Spiele mit Spielanweisungen sind klar und ansprechend gestaltet, benötigen jedoch bereit gestelltes Material, ehe sie einsetzbar sind.
 
In der Rubrik Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund, Teil 3, werden Bild-und Schriftkärtchen zu  Schule/Kleidung/Farben/Geld , Frage- und Antwortkärtchen sowie Satzmuster einfacher Sätze  zum Bezahlen vorgestellt und mit (Spiel-)Anleitungen versehen.
 
Mit erläuternden Buch-und Materialempfehlungen auf den letzten beiden Seiten schließt das Heft. 
 
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Westermanns Sachunterricht Weltwissen, Heft 2, geht auf die Faszination, die  das unsichtbare Phänomen Luft auf Kinder ausübt, ein. Die Beiträge geben Hinweise darauf, wie Luft für Schüler  erfahrbar und sichtbar  gemacht werden kann, sie erklären, warum Fluggeräte aller Art fliegen können und worauf es beim Bau von Fluggeräten ankommt. Sämtliche Arbeitsblätter stehen zum Download im Netz.  Die Beiträge enthalten in einem Kasten jeweils eine kurze Zusammenfassung ihrer Konzeption und ermöglichen somit eine schnelle Orientierung.
 
Hilde Köster und Tobias Mehrtens stellen in ihrem didaktischen Beitrag  Das Unsichtbare erfassen das Konzept des Hefts vor, dessen Beiträge sie aufeinander aufbauend moderiert haben. Sie beschreiben die Einbettung des Themas in die Förderung des naturwissenschaftlichen Denkens und Experimentierens im  Sachunterricht.
 
In: Gemeinsam leichter experimentieren berichtet Sabine Sigerist von einem klassen - übergreifenden Projekt der dritten Klassen ihrer Grundschule. Sie hat für vierzehn Stationen anregende und präzise formulierte  Arbeitsbögen ausgearbeitet, gibt Differenzierungshinweise und möchte mit ihrem Beitrag auch fachfremde Kollegen ermuntern, die Experimente durchzuführen.
 
Hilde Köster, Nadia Madany Mamlouk und Philipp Straube machen ihre Schüler während ihrer  Unterrichtseinheit: „Wie bewegt sich die Luft?“  über Luftbewegungen zu Luftdetektiven, die in Experimenten die sichtbaren und spürbaren Ursachen und Arten für Luftströmungen herausfinden. Fragestellungen mit Versuchsanleitungen verbunden mit notwendigen Sicherheitshinweisen werden den Schülern an die Hand gegeben.
 
 Aus der Untersuchung des Samenflugs in der Natur ergeben sich reichlich Lernanlässe, die Johanna Pareigis in: Von der Luft getragen: Wie Flugsamen reisen  nutzt, um Schülern zu zeigen, wie sich Pflanzen vermehren und welche Rolle die Luft dabei spielt. Sie lernen einzelne Bäume und deren Samen-Flugkörper kennen und nachzuzeichnen, bauen sie in Modellen nach und gewinnen dabei auch naturwissenschaftliche Erkenntnisse über die Verbesserung der Gleitfähigkeit von Körpern.
 
Schon ab der ersten Klasse lässt sich die von Amelie Peters vorgestellte Unterrichtseinheit Kleine Ingenieure zum Konstruieren eines ( Rettungs-)Fallschirms durchführen. Ausgangspunkt und Motivation bildet die anrührende Geschichte einer in Not geratenen Maus: „Pit in Gefahr“. Die Schüler zeichnen und konstruieren in Partnerarbeit kleine Fallschirme und und lernen über die praktische Erfahrung physikalische Gegebenheiten kennen.
 
Technisch-physikalische Fragen zu Fluggeräten aller Art klärt Iris Thürauf mit Schülern einer zweiten und dritten Klasse anschaulich in: Der Traum vom Fliegen. Die Schüler lernen die Geschichte des Fliegens kennen und  erarbeiten sich handlungsorientiert an drei Beispielen  Kenntnisse über die Nutzung der Luftströmung für das Fliegen.
 
Daniela Schmeinck gibt mit Modelle von Fluggeräten im Test interessante Anregungen, wie Schüler  mit dem Einsatz von digitalen Medien sachkundliche Beobachtungen schrittweise nachvollziehen, vergleichen und zu Schlussfolgerungen gelangen können.
 
TilmanDreher hat seine Sammlung der  Frage-und Antwortkärtchen um weitere sieben ergänzt, und zwar zum Thema Warum fallen Wolken nicht vom Himmel?.
 
Im Magazin äußert sich Eva Engelken zu juristischen Fragen des sicheren Experimentierens, des Weiteren geben Tilmann Dreher und Sandra Noa Medientipps und Christiane Schüler macht die Leserinnen und Leser mit den Themen des Lehrerfortbildungszentrum lfbz Chemie der Goethe-Universität in Frankfurt/Main bekannt.
 
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Die 2015 festgelegten Empfehlungen der Kultusministerkonferenz für die Primarstufe zur Schule der Vielfalt auf der Grundlage einer individuellen Diagnostik und Förderung nimmt das Fördermagazin Grundschule, 2/2016 des Cornelsen Verlags zum Anlass, seinen Schwerpunkt  auf das Thema:    LERNPROZESSE verstehen und begleiten zu legen und daraus Möglichkeiten der Förderdiagnostik zu entwickeln. 
 
Der von Timm Albers und Eva Charlote Ritter verfasste erhellende Basisartikel Lernprozesse verstehen und begleiten fordert  eine  Förderdiagnotik, die sich nicht an den Defiziten der Probanden orientiert, sondern die Lernausgangslage eines Schülers erfasst, handlungsorientierte Förderziele festlegt und nach einer Überprüfung innerhalb eines bestimmten Zeitraums die Lernausgangslag neu bestimmt, aus der sich wiederum neue Förderziele formulieren lassen. Wichtig ist den Autoren, dass die Bestimmung der Ausgangslage auf der Basis breit gefasster individueller Indikatoren erfolgt,  die zu einer  funktionalen und zielkonkreten Planung  innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens befähigt und  von Lehrer- wie Schülerseite dokumentiert wird.  
 
Auch Ines Gräbitz und Eva Charlotte Ritter kommen in: Förderpläne in den Alltag einbinden zu der Einschätzung, dass Förderpläne nur Sinn machen, wenn sie im Unterricht auch praktisch einsetzbar sind. Dazu gehört, dass die individuelle Förderplanung kleine Schritte beschreibt, die in ihrer Überschaubarkeit den Lehrern einen schnellen, praktisch einsetzbaren Überblick verschaffen.
 
Zum Thema interkulturelle Vielfalt geben Tatjana Eckerlin und Petra Ramsauer mit: Angst vor dem Anderssein? Niemals! Beispiele und  methodische Anregungen für die Förderung von  interkulturellen Kompetenzen am Beispiel des Kinderbuchs: „Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm“ von Rafik Schami. Aufschlussreich und erhellend, wie viele handlungsorientierte Ideen sie unter die aufgeführten Kompetenzen subsumieren und zum Teil mit schriftlichen Aufgabenstellungen versehen konnten.
 
Eine individuelle Rechtschreibförderung unter besten Voraussetzungen im Rahmen eines Forschungsprojekts beschreibt Katja Siekmann in: Der individuelle Wortschatz. Sie zeigt beispielhaft, dass die Oldenburger Fehleranalyse ( Thomé & Thomé, 2014) ein Analyseinstrument ist, das der Lehrerin/ dem Lehrer eine relativ einfache und überschaubare Fehlerklassifikation bei selbst verfassten Schülertexten erlaubt, an der dann eine individuelle Schritt-für-Schritt-Förderung, möglichst in einer 1:1 Situation, ansetzen kann.
 
Anregende Beispiele für Spiel- und theaterpädagogische Methoden bei Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten stellen Kathrin Wilfert de Icaza und Natalie Hanke vor.  Die unterschiedlichen Spielvorschläge mit  Variationsmöglichkeiten  werden jeweils entwicklungsorientierten Fördermaßnahmen zugeordnet, um Lernprozesse zu initiieren.
 
Bei dem Titel des Hefts darf ein Artikel zur eigenständigen Begleitung von Lernprozessen durch Schüler nicht fehlen. Als ein probates Mittel empfehlen Timm Albers und Eva Charlotte Ritter, die Portfolioarbeit im Unterricht (zu) nutzen und geben dazu Hinweise für deren Gestaltung und Einsatz im Unterricht. Die beigefügten ansprechenden Materialien ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, Einschätzungen ihres Lernverhaltens vorzunehmen und eigene Ziele zu formulieren.
 
Einen  anderen, sehr lohnenswerten Weg der Dokumentation geht Isabel Ursula Morgenstern mit dem Projekt Lebensbuch für ältere Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund. Ziel ist die eigene Identitätsfindung und Stärkung des Selbstbewusstseins. Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die Schüler stehen im Mittelpunkt ihres Buchs, sprachliche Defizite spielen bei der Gestaltung keine dominierende Rolle. Die Schüler lernen nicht nur ihre eigene Vergangenheit näher kennen, sondern darüber hinaus entwickeln sie auch eigene Vorstellungen zu ihrer  Gegenwart und Zukunft.
 

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