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Pädagogische Praxis
04.07.2016  Franziska Binder

„Airbrush“ mit Nasensprayfläschchen

Tolle Effekte, feinmotorische Förderung und ein riesen Erfolgserlebnis: Eine Aktion mit hohem Aufforderungscharakter, die auch die Kinder fasziniert, die sich sonst nur schwer im Bereich "Gestalten und Basteln" motivieren lassen.


Leider hab ich eine chronisch verstopfte Nase, deshalb benutze ich öfters mal Nasenspray. Hierfür kaufe ich immer die von AliudPharma, da man die aufschrauben kann, um sie zu verdünnen. Immer wenn eine leer war, fand ichs irgendwie zu schade, sie einfach wegzuschmeißen, ich dachte: „Da muss man doch was mit anfangen können!“.

Eine Idee hatte ich schon bald und diese Woche habe ich sie im Kindergarten mit den Kindern umgesetzt. Von einem Fest, bei dem wir eine Farbschleuder benutzt hatten, hatten wir noch verdünnte Plaka-Farben (Creall) in kleinen Flaschen übrig. Damit befüllte ich die Nasensprayfläschchen und versah sie auf dem Schildchen mit einem farblich passenden Filzstiftpunkt. Dann bestückte die Staffelei (geschützt durch eine Maldecke), stellte Staffelei und ein Regal ins Freie und schon konnten die Kinder loslegen.

Zuerst einmal muss man sagen, dass es für manche Kinder schon eine ziemliche Leistung ist, diese Fläschchen überhaupt zu bedienen! Man muss die Flasche so halten, dass das Röhrchen im Inneren auch in die Farbe reicht, also möglichst schräg nach oben mit dem Zerstäuber, und man muss für sich herausfinden, wie man am besten pumpt. Für die meisten Kinder ging es am einfachsten, wenn sie die Daumen unten und Zeigefinger, Mittelfinger und manchmal noch Ringfinger an die Pumpvorrichtung legten.

Die Kinder hatten den Dreh bald raus und es entstanden tolle Kunstwerke!
Die Kinder hatten viel Spaß dabei und entdeckten bald, dass das Ergebnis auch davon abhängt, aus welchem Abstand man spritzt: spritzt man ganz nah am Blatt, wird der Fleck kompakt und klein (und meistens tropft er dann ein bißchen), steht man weiter weg, dann wird der Fleck gestreut und größer.

Man muss regelmäßig Farbe nachfüllen, damit nicht zu wenig im Fläschchen ist, denn dann funktionierts nicht gut oder gar nicht..

Dies ist auch eine schöne Übung für die Feinmotorik und ein tolles Feld zum experimentieren!

Bei Gelegenheit wollen wir das auf jeden Fall auch noch auf dunklem Papier ausprobieren (schwarz oder dunkelblau), darauf wirkt es bestimmt auch toll (wie ein Feuerwerk zum Beispiel).

Man kann so etwas auch mit Sprühflaschen machen, dafür braucht man aber deutlich mehr Farbe.



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