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Fachzeitschriften
31.08.2016  Christiane Hartmann

Blick in die Fachzeitschriften Kita - Juli/August 2016

Der Blick in die Fachzeitschriften-Kita gibt einen Überblick über aktuelle Themen und neue Ansätze in der Frühpädagogik. Er umfasst insgesamt 14 Zeitschriften mit monatlicher bis vierteljährlicher Erscheinungsweise, die für die Frühpädagogik relevant sind. Aus allen besprochenen Zeitschriften werden Artikel für www.fruehe-bildung.online ausgewählt und hier veröffentlicht. Die Redaktion dankt allen Verlagen und Redaktionen, die sich zu dieser einmaligen Form der Kooperation und der Information bereit erklärt haben und wünscht eine anregende Lektüre.

Im folgenden Überblick wird über die neuen Ausgaben der Zeitschriften Betrifft KINDER, KiTa aktuell Baden-Württemberg, KiTa aktuell BB-MV-SN-ST-TH-BE, Kita aktuell Recht, kinderleicht!?,  klein & groß - Das Kita-Magazin, Meine Kita - Das didacta Magazin für den Elementarbereich, Musik in der KITA, Praxis der Psychomotorik, TPS, Wamiki und das Welt des Kindes berichtet.

Betrifft KINDER 06-07/16

Betrifft KINDER 06-07/16 heißt Quereinsterger willkommen, denn sie bereichern die Kitas mit viel Lebenserfahrung und großer Motivation. Was bewegt Quereinsteiger zum Berufswechsel? Und was wünschen sie sich für einen guten Start in ihre Ausbildung? Canan Korucu-Rieger und Sandra Schulte von der Koordinationsstelle "Chance Quereinstieg/Männer in Kitas" haben im Rahmen einer explorativen Studie mit QuereinsteigerInnen im ersten Ausbildungsjahr gesprochen. Detlef Diskowski, jahrzehntelang Referatsleiter für Kinderbetreuung im MBJS des Landes Brandenburg, gestaltete in Brandenburg Wege für den Seiteneinstieg mit und betont die darin liegenden Chancen. Ein Interview mit ihm finden Sie hier.

Kathrin Schrader erklärt, was Eltern-Fördervereine für kommunale Kitas tun können. Elternfördervereine für Schulen haben eine lange Tradition; für Kitas muss diese erst noch begründet werden. Beratung und Hilfe bei der Gründung eines Eltern-Fördervereins erhält man unter www.schulfoerdervereine.de und unter www.stiftungbildung.com

Barbara Leitner interviewte Kathrin Bock-Famulla (Projektleiterin bei der Bertelsmann-Stiftung) zum Thema "Was ist Qualität in der Kita aus Sicht einer Stiftung?" Bock-Famulla nimmt nicht nur die Qualifizierung der frühpädagogischen Fachkräfte in den Blick, sondern auch die Kompetenzen der Akteure in Ministerien und Kommunen. Sie kritisiert die Überschüttung der Kitas mit zusätzlichen Aufgaben von der Ganztagsbetreuung bis zum Aufbau von Familienzentren. Die Bertelsmann-Stiftung hat durchgerechnet, dass ein Personalschlüssel von 1:3 in der Krippe und von 1:7,5 bei den älteren Kindern etwa 4,8 Milliarden Euro kostet (Finanzierung der Personalkosten für 107.000 Vollzeitkräfte). Weitere informationen erhält man unter www.bertelsmann-stiftung.de

Die Kitaleiterin Carmen Bauer erzählt von den Bildungs- und Lerngeschichten, die ihre Kita seit acht Jahren als Instrument der Dokumentation nutzt. Die Kinder lieben diese Geschichten! Die Lerngeschichten werden in der Vorbereitungszeit geschrieben (in der Stadt Reutlingen ein Viertel der jeweiligen Arbeitszeit). 

Barbara Leitner besuchte den Spielzeugdesigner Matthias Richter und ließ sich dessen Philosophie, Arbeitsplatz und seine aktuellen Projekte zeigen. Beim Design hilft es ihm, Kinder mit den Dingen spielen zu sehen. 

Ob mit Fröbelbausteinen, Tablet oder Kichererbsen ... - Antje Bostelmann stellt ein Projekt vor, in dem Kitakinder analoge und digitale Medien einsetzen. 

Über ein generationenübergreifendes Projekt im Berliner "Museum der Dinge" informiert die Künstlerin und Regisseurin Marie-Ulrike Callenius. 

Herbert Österreicher plant und gestaltet Freianlagen von Kitas, Horten und Grundschulen. In einer Serie berichtet er an Beispielen, worauf man bei der Gartengestaltung achten sollte und was Kinder im Außengelände brauchen, um sich wohl zu fühlen. 

Wenn dieser "Blick" erscheint, ist der islamische Ramadan schon lange vorbei. Aber der Artikel von Kirsten Dietrich eignet sich auch gut zur langfristigen Vorbereitung des nächsten Ramadanfestes in der Kita, z.B. mit einen Ramadankalender mit 30 Türchen und hinter den Türchen Symbolen aus der islamischen Bildsprache. Zum Fastenbrechen beim Ramadanfest gehört Süßes - auch in der Kita. Rezepte z.B. für Baklava, das sich mit Kindern einfach backen lässt, finden sich unter www.chefkoch.de

Achim Kniefel ist zum Tester für Digitalprodukte geworden und berichtet in seiner Glosse darüber. 

In der Betrifft-KINDER-Reihe "Erinnerungen für heute" widmet sich Jutta Gruber dem Schriftsteller Aldous Huxley, dem wir nicht nur die Schreckensutopie "Schöne neue Welt" verdanken, sondern mit dem Spätwerk "Eiland" auch einen enkeltauglichen Gesellschaftsentwurf, in dem Kinder in all ihren Facetten angenommen und zu Achtsamkeit und Toleranz erzogen werden. 

Die AG Bücher für Vorleser stellt Nachtbilderbücher vor, zu lesen, wenn es draußen dunkel wird. 

Betrifft KINDER ist auch bekannt für hochwertige Beihefte. Dieser Ausgabe liegt bei Ankommen - Willkommenskultur in der Kita. Herausgeberinnen sind Barbara Leitner und Jutta Gruber, die durch Deutschland gefahren sind und eine Menge guter Praxis an Willkommenskultur gefunden haben. Nach einem Vorwort von Bernhard Eibeck vom GEW-Hauptvorstand gibt Sandra Fink u.a. Infos über die gesetzlichen Grundlagen zur Aufnahme von Flüchtlingskindern in die Kita. 

Birgit Leyendecker, Professorin für Entwicklungspsychologie und Resilienzforschung, zeigt Spiele, mit denen das Sicherheitsgefühl der Kinder verbessert werden kann (u.a. Fantasiereise an einen sicheren Ort). Sie gibt auf den Weg, dass bei geflüchteteten Kindern mit einer längeren Eingewöhnungszeit gerechnet werden sollte und unterstreicht, dass ihre Eltern nicht wissen werden, was von ihnen erwartet wird, weil die Institution Kita neu für sie ist. 

Die Verbesserung des Wohlbefindens und der Selbstregulationsprozesse der Kinder, speziell der geflüchteten Kinder, ist wichtig. Die AWO Kita Kinderwald hat dafür das Bilderbuch "Das kleine Ich bin Ich" schätzen gelernt und fertigt z.B. für jedes Kind eine Körperbildzeichnung an. 

Axel Möller, Leiter des Programms WillkommensKITAs der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Dresden, macht Kita-Teams Mut, den Prozess des "gut Ankommens" bewusst zu gestalten und sich Hilfe durch Fachberatung und gegenseitigen Praxisaustausch zu holen. 

Wenn keine Kitaplätze zur Verfügung stehen als erste Hilfe, hat sich das System der mobilen Kita bewährt. Yvonne Bakenecker, Gelsenkirchener Fachberaterin mit dem Schwerpunkt EU-Ost-Zuwanderung und Flüchtlinge, hat festgestellt, dass mobile Kitas gute Brücken ins Regelsystem sind.  

Dass alle Kinder die Wertschätzung ihrer Herkunftssprache brauchen, gilt unbedingt, wie Timm Albers, Professor für Inklusive Pädagogik, ausführt. Kinder werden durch den simultanen Erwerb zweier Sprachen oder durch frühen Zweitsprachenerwerb nicht überfordert. ErzieherInnen gibt er Wissen über die Bedingungen und Meilensteine des Spracherwerbs mit auf den Weg. Übrigens: segregierende Fördermaßnahmen wie homogene Sprachfördergruppen sind nicht unbedingt sinnvoll. 

Einleben fängt mit ganz kleinen Dingen an. Petra Wagner führt an: "Ein freundliches Willkommen mit einem Wort in der Familiensprache der Eltern und Kinder, Interesse am Namen und die Bereitschaft, ihn korrekt auszusprechen und zu schreiben, ein behutsames Herumführen in der neuen Umgebung". Sie möchte, dass die pädagogischen Fachkräfte Schutz vermitteln und die Zuversicht, dass man sich gegen Ungerechtigkeiten wehren kann. 

Man kann Eltern gar nicht genug ermutigen, zuhause die Erstsprache zu pflegen. In der Kita nimmt das Kind dann ein Sprachbad im Deutschen. Wichtig ist Sarah Girlich vom LAKOS Leipzig das handlungsbegleitende Sprechen der Erzieherin bzw. des Erziehers, z.B. "Ich ziehe dir jetzt die Hose an". Hierdurch können die Kinder sehr schnell lernen, wesentlich besser als durch Anweisungen. Girlich zeigt, dass durch die Vielfalt in der Kita auch die deutschen Kinder profitieren: sie gewinnen interkulturelle Kompetenz. 

Dolmetscherdienste findet man über die Webseite www.bdue.de, eine Auswahl von mehrsprachigen Büchern zum Vorlesen für Kinder mit Migrationshintergrund erhält man durch das Netzwerk Vorlesen. Auch das Sprachprogramm Hocus und Lotus kann weiterhelfen, wie die Erfahrung der Erzieherin Martina Rüschenbaum lehrt. 

Der Dialog mit den Eltern soll auf gleicher Augenhöhe geführt werden. Die Kindergartenpädagogin Sabine Mair gibt Tipps für die Gesprächsführung bei Elterngesprächen im Rahmen einer interkulturellen Bildungspartnerschaft. Interesse und Wertschätzung werden auch durch kleine Dinge wie nonverbale Äußerungen, Blickkontakt und durch Begrüßung der Eltern mit korrekter Namensaussprache und der Grußformel ihres Herkunftslandes ausgedrückt. 

"Eltern sind immer wichtig", gibt Melz Malayil den LeserInnen mit auf den Weg. Dabei muss die Zusammenarbeit darüber hinauswachsen, dass Mütter einmal zum Sommerfest einen Kuchen oder einen Salat beisteuern. Gut ist, die Eltern in die Sprachförderungsangebote zu integrieren, z.B. beim mehrsprachigen Vorlesen. Beziehung geht vor Inhalt! Gerade bei kniffligen oder heiklen Situationen sollten die ErzieherInnen eine verstehende Perspektive einnehmen. 

Eltern könnten auch gebeten werden, einmal im Morgenkreis ein Lied aus ihrer Heimat vorzusingen. Den Beitrag von Jana Behrend, wie das persische Lied der Mutter von Farhat aus Afghanistan alle Kinder berührte, haben wir auf Frühe Bildung Online übernommen. 

Positiv ist auch, aus der Geschichte zu lernen. Die Erzieherin Suna Polat kam vor 26 Jahren als Asylbewerberin nach Deutschland und erinnert sich gerne an die Kita ihrer Kinder, die ihr beim Einleben geholfen hat. 

Birgit Leyendecker lehrt zu erkennen, wann ein "schwieriges" Kind psychologische Diagnostk benötigt oder lediglich etwas mehr Zeit und Anerkennung. Gut ist ein Notfallplan. In Berlin bietet das Portal www.willkommen-konkret.org Hilfe, in NRW www.kita.nrw.de und in Niedersachsen www.nifbe.de. Vernetzung im Stadtteil oder im Landkreis ist insbesondere im Interesse der Flüchtlingskinder sinnvoll, worauf Björn Köhler und Heike Seifert hinweisen. Ein Glossar zum Asylrecht in Deutschland rundet dieses hochwichtige Betrifft KINDER extra ab, das mit finanzieller Unterstützung der GEW entstehen konnte. 

frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre 03/16

Frühe Kindheit 03/2016 widmet sich der Bedeutung des Spiels für die kindliche Entwicklung. In zwölf Aufsätzen wurde komprimiert das Grundlagenwissen zusammengetragen. Das Recht der Kinder auf Spiel ist verbrieft in Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention. Besondere Aspekte des Spiels sind Zweckfreiheit, Freude und Motivation. Hierüber schreibt Dörte Weltzien. Sie zeigt die Meilensteine auf, in denen sich das Spiel entwickelt (vom sensomotorischen bzw. Funktionsspiel der ersten Monate zum frühen Symbolspiel). Ein Meilenstein ist dabei die geistige Repräsentationsfähigkeit, sich Dinge vorstellen zu können, die physisch nicht vorhanden sind. Oder wenn ein Kind - bereits ab dem zweiten Lebenjahr - Gefühle anderer Personen zu erkennen und zu deuten versucht. Dörte Weltzien schätzt Kitas als den idealen Ort, um das Spielen und Lernen der Kinder zu begleiten und zu fördern. 

Margit Franz hat zusammengetragen, was das Spiel alles fördert: die Persönlichkeitsentwicklung, die Kreativität, die sensomotorische Entwicklung, das soziale Lernen, den Erkenntnisgewinn, die sprachliche Entwicklung, das mathematisch-logische Denken, das naturwissenschaftliche Verständnis und die technische Bildung. 

Spielbarrieren wie Gender-Barrieren, Mobbing und soziale Ausgrenzung werden von Katharina O'Connor analysiert. Hier sind die pädagogischen Fachkräfte gefragt!

Ursula Winklhofer berichtet vom EU-geförderten Forschungsprojekt "Re-play - Mehr Bewusstsein für die Bedeutung des Spiels", das bis 2013 in acht europäischen Städten durchgeführt wurde, um die Bedeutung des Spiels zu stärken. Eines der Ergebnisse ist, dass ältere Kinder, insbesondere Mädchen, die aus dem Spielplatzalter herausgewachsen sind, schwer Orte finden, wo sie sich treffen können. 

Der Weltspieltag wird jedes Jahr am 28. Mai begangen. Claudia Neumann schildert den Ablauf und wie es funktioniert.

Mit dem Spiel in der Therapie und als Medium zum Verständnis der inneren Welt eines Kindes setzt sich Leona Maywald auseinander. Sie zeigt auch die Unterschiede zwischen gesundem und gestörtem Spiel. 

Christiane Richard-Elsner konfrontiert mit Zahlen, die zu denken geben: "Kinder mit guten Aktionsraumqualitäten spielten im Durchschnitt fast zwei Stunden täglich draußen, Kinder mit schlechten nur etwa eine Viertelstunde." Sie kritisiert, dass das freie Kinderspiel in der Stadt ein blinder Fleck in Forschung, Politik und Stadtentwicklung ist. 

Lothar Krappmann schätzt im Interview mit Jörg Maywald ebenso ein, dass das sehr reduzierte Draußenspielen ein schwerer Verlust für die Sozialerfahrung der Kinder ist. Die Erwachsenen müssen aber auch ihre Einstellung zum Draußensein kritisch überprüfen, meint die Landschaftsplanerin Erika Bernau. Ihre Anmerkungen:
"Wenn Eltern gerne ihre Freizeit im Einkaufszentrum verbringen, warum erwarten wir von Kindern, dass sie im Matsch spielen? Wenn Eltern Angst vor Risiko haben, warum erwarten wir dann furchtlose Kinder? Wenn Eltern den Kontakt zur Natur verloren haben, warum beklagen wir dann bei den Kindern Naturferne?"

Kati Bauer schildert die Arbeit der Spielplatzkommission der Stadt Fürstenwalde/Spree. Die Berliner Ludothek wird von Siegfried Zoels und Beate Punge vorgestellt. 

Wenn man an Spielzeug denkt, sind auch der faire Einkauf und die verantwortliche Beschaffung wichtig (Uwe Kleinert). 

Aus Lothar Krappmanns Hand stammt auch die deutsche Fassung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 17 des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes über das Recht des Kindes auf Ruhe, Freizeit, Spiel, aktive Erholung sowie kulturelles und künstlerisches Leben (Art. 31 der UN-Kinderrechtskonvention). Die vollständige engliche Fassung finden Sie hier

Frühe Kindheit 03/16 enthält auch Kurzmeldungen, Nachrichten aus den Verbänden, Rezensionen, einen Cartoon und Veranstaltungshinweise. 

kinderleicht!? 4/16

kinderleicht!? 4/16 handelt vom Geschichtenzauber und Vorlesevergnügen. Schließlich nehmen Bilderbücher im Leben von Kindern eine wichtige Rolle ein. Kinder sollten schon im Krippenalter für Bücher begeistert werden, empfiehlt Timm Albers. Zum Aufwachsen mit Bilderbüchern gehört nicht nur das Vorlesen in der Familie, sondern unbedingt auch das dialogische Lesen in der Kita. Am Beispiel Behinderung formuliert der Autor einige Kriterien zur Analyse von Bilderbüchern.

In den Willkommensklassen, in denen ErzählerInnen des Berliner Vereins Erzählkunst e.V. den geflüchteten Kindern Märchen aus ihrer Heimat und aus europäischen Ländern erzählen, kommt das Kamishibai, das japanische Papiertheater, gut an (Kristin Wardetzky). 

Dagmar Lutterbach schreibt über Late Talker, über Kinder, die um den zweiten Geburtstag weniger als 50 Wörter sprechen. Die pädagogische Fachkraft kann das Kind u.a. durch das dialogische Bilderbuchbetrachten fördern. Das Kind sollte beim Bildbetrachten die Führung übernehmen. 

Vorgestellt werden die Buchautoren Annika Kuhn und Martin Grolms, die Wissen für jüngere Kinder in Form von Geschichten vermitteln, z.B. in Pinipas Abenteuer, in der Pinipa Deutschland als Seifenblasenpilotin bereist. Es gibt von Pinipa auch eine himmlische Pfannkuchensuche durch Europa. 

Die Erzieherin Roswitha Köhler hat mit einer gemütlichen Bücherecke gute Erfahrungen gemacht. Sie hat Zeltcharakter. Dort stehen auch mehrsprachige Bücher, damit Eltern in ihrer Muttersprache vorlesen können. 

Claudia Kuckelkorn hat gute Erfahrungen damit gemacht, Eltern als Lese-Mentoren ihrer Kinder zu gewinnen. Einstig ist eine kleine Fortbildung, die die Eltern abtauchen lässt ins "Geschichtenmeer" und Kontakt finden lässt zum eigenen "inneren Kind". 

Dabei sollten unbedingt die Väter mit ins Boot geholt werden! Schließlich ist Vorlesen cool, meint Arne Ulbricht. 

Der rechtliche Teil handelt von der Betriebserlaubnis nach dem neuen § 45 SGB VIII (Rechtsanwältin Tanja von Langen). 

Das wichtige Thema Grenzen setzen, gerade in der Rolle als Eltern, behandelt Andrea Steinmann in ihrem Aufsatz Den Widerstand üben

Marlies Wagner hat das Buch "Psychologie für Erzieherinnen und Erzieher (Hrsg. Armin Krenz) sehr positiv besprochen und gewürdigt. Kinderleicht!? 4/16 schließt mit Medientipps. 

KiTa aktuell Baden-Württemberg 07-08.2016

KiTa aktuell Baden-Württemberg 07-08.2016 hat kurze knappe Regionalmeldungen und einen regionalen Anzeigenmarkt. Pia Theresa Franke schreibt über Fachkräfte in Kitas: Schlüsselressource und Achillesferse. Personalentwicklung ist gerade auch in Zeiten des Fachkräftemangels geboten. Schließlich soll die Bindung der Fachkraft an die Kita gefestigt und das Engagement und die Arbeitsfreude erhalten werden. Besonderes Augenmerk liegt auf den ersten 100 Tagen der neuen Fachkraft; hier sind besondere Orientierung und Unterstützung erforderlich. 

Das Konzept-e-Netzwerk, Träger von rund 40 Kitas, setzt auf Multiprofessionalität im Team. Dort sind ca. 50 Beschäftigte im Einsatz, die Sportlehrer, Gärtnerin, Schreiner, Ingenieurin, Physiker, Künstlerin oder Schauspieler sind. Das klappt gut, wie die Journalistin Eike Ostendorf-Servissoglou schreibt. Die Beobachtung und Dokumentation sowie das Führen der Elterngespräche bleiben in der Hand der frühpädagogischen Fachkräfte. Als Erfahrungswert haben sich ein bis zwei dieser spezialisierten Quereinsteiger pro Kita mit 50-60 Kindern bewährt. 

René Borbonus beschäftigt sich mit der Frage: "Wie kann ich respektvoll bleiben, wenn andere mir blöd kommen?" Darüber wird er auch beim Deutschen Kitaleitungskongress 2017 sprechen. 

Über frühkindliche Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit schreibt Kariane Höhn, die den Blick auf indische Kitas lenkt. Einer ihrer Lesetipps ist das Portal www.kita-global.de.

Die Flüchtlinge kommen jetzt, mit einiger Verzögerung, in den Bildungsinstitutionen Kita und Schule an. Volker Abdel Fattah, Referent im AWO-Landesverband Sachsen e.V., hat in elf Punkten Grundsätze zusammengestellt, damit die Aufnahme von Kindern mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung zu einer Bereicherung für die Kindertageseinrichtung wird:
  • Frühe Aufnahme in das Bildungssystem!
  • Klare Positionierung zur Aufnahme von Flüchtlingskindern diskutieren, festschreiben und kommunizieren!
  • Flüchtlingsfamilien die gleiche Wertschätzung wie Einheimischen entgegen bringen!
  • Willkommenskultur schaffen!
  • Keine Elterngruppe wird bevorzugt oder benachteiligt!
  • Jedes Kind erhält die individuell nötige Zuwendung!
  • Flüchtlingseltern werden einbezogen wie einheimische Eltern!
  • Es wird eine Kultur der Vielfalt etabliert!
  • Die Kita soll sich mit dem Gemeinwesen vernetzen!
  • Das Kita-Team ist sich seiner Ressourcen und Grenzen bewusst.
  • Die Kita stellt sich auf Traumatisierungen bei den Flüchtlingskindern ein und vermittelt im Bedarfsfall an TraumatherapeutInnen. 
Marion von zur Gathen und Christine Lohn beschäftigen sich mit Kitaleitungsverantwortung und -handeln. Schließlich gab es nach Wiff Fachkräftebarometer 2015 in deutschen Kindertageseinrichtungen mehr als 51.600 Leitungskräfte, was einer Zunahme von rund 38 % gegenüber 2011 entspricht. Die Autorinnen fordern neben der Klarheit der Aufgaben auch eine bundesweit vergleichbare Qualifikation sowie angemessene zeitliche Ressourcen für die Leitungskräfte. 

Coaches können helfen, Wissen in Können zu verwandeln. Sie bringen einen professionellen externen Blick ein, der hilfreich ist, um Veränderungsprozesse zu begleiten. Nina Reidel, selbst Coach, erklärt in KiTa aktuell Baden-Württemberg 07-08.2016, wie ein Coaching abläuft und wie man herangehen kann, um einen geigneten Coach zu suchen. 

KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 07-08.2016


KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 07-08.2016 enthält gleichfalls die Aufsätze über "Fachkräfte in Kitas: Schlüsselressource und Achillesferse", über "Flüchtlingskinder in der Kita" und über "Respekt". 

Sylke Bilz  beschreibt das sächsische Modellprojekt "Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren". Das Landesmodellprojekt unterstützt 31 sächsische Kindertageseinrichtungen in ihrer Weiterentwicklung hin zu einem Eltern-Kind-Zentrum. 

Gemeinsam geteilte Erfahrungen und Resonanz sind die Grundlage für Bildungsarbeit. Bianca Bloch und Lena S. Kaiser richten das Augenmerk darauf, dass Bildungsprozesse sich vorwiegend in einem Kitaalltag vollziehen, der den Kindern Beteiligung, Dialog, Beziehung, sowie den Erwachsenen und Kindern gemeinsam geteilte Erfahrungen ermöglicht. 

Zehn WillkommensKITAs helfen in Sachsen dabei, geflüchtete Kinder sowie deren Familien zu integrieren. Bei der Arbeit unterstützt ein Coaching in der Kita, von dem Axel Möller und Jennifer Nowak-Mischkowsky berichten. 

Sarah Girlich und Robert Jurleta vom Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung nehmen die Mehrsprachigkeit im Kita-Alltag unter die Lupe. Sie ermutigen die Eltern, in der Sprache mit dem Kind zu sprechen, in der sie sich am sichersten und wohlsten fühlen. Für die mehrsprachigen Kinder ist wichtig, dass ihr Name von der Erzieherin richtig ausgesprochen wird, auch wenn dies schwer sein sollte. Die richtige Aussprache ist ein Zeichen von Wertschätzung. Es wird dazu kommen, dass die mehrsprachigen Kinder von der einen in die andere Sprache rutschen (sog. Code-Mixing / Code-Switching). Dies ist bei mehrsprachigen Kindern normal. Die Autoren dieses Aufsatzes in KiTa aktuell BB, MV, SN, ST, TH, BE 07-08.2016 sind völlig damit einverstanden, dass Kinder, die eine gemeinsame Sprache sprechen, sich auch in der Kita in dieser Sprache unterhalten dürfen. 

KiTA aktuell Recht 03.2016

KiTa aktuell Recht 03.2016 enthält aktuelle Informationen und Medientipps. Um Kinderschutz zu gewährleisten, plädiert Marlies Kroetsch dafür, Kinderrechte in der Kita zu sichern und Qualitätsmerkmale (weiter zu) entwickeln. Sie benennt mögliche Bausteine eines Kinderschutzkonzeptes. Die verbindliche Verankerung von Beschwerdeverfahren in der Kita ist auch das Thema con Kathrin Aghamiri. Sie betont: "Das Verhältnis zwischen Erziehenden und Kindern ist ein Verhältnis zwischen Ungleichen und als solches auch für Machtmissbrauch anfällig."

Medienpädagogische Fachlichkeit will gelernt sein. Im Vorschulbereich gibt es eine Fülle von alltagstauglichen Anwendungen von Tablet und Smartphone. Medienpädagoge Hans-Jürgen Palme informiert. 

Während in der alten Bundesrepublik der Fokus in der Familienpolitik auf der finanziellen Unterstützung der Eltern lag, konzentriert sich die Politik heute stärker auf Kinder. Felix Berth beschreibt diesen Perspektivenwechsel. 

Der Rechtsprofessor und Diplom-Psychologe Dieter Brosch behandelt Voraussetzungen und Begründungsanforderungen im Fall von Kindeswohlgefährdung. 

Von einem Burn-out hat niemand etwas. Wie man brennen kann, statt auszubrennen, darüber schreibt Babak Rafati, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter und Experte zum Thema Leistungsdruck. 

Joachim Schwede erörtert die Bindung an die Kündigungsfrist in einer Kinderkrippe und Jürgen Niebling empfiehlt, die Kita-Verträge kritisch durchzusehen und sicher zu gestalten. 

Wie geht man rechtlich korrekt mit chronisch kranken Kindern in der Kita um? Diese Frage wird von Marita Grimm eingehend erörtert. Wenn vom behandelden Arzt und vom Personal der Kita keine Bedenken bestehen, können Medikamentengaben durch das Kita-Personal erfolgen. Lehnt das Kita-Personal die Medikamentengabe ab, ist an die Beauftragung eines ambulanten Kinderpflegedienstes zu denken. 

Thomas Meysen, Janna Beckmann und Nerea Gonzáles Méndez de Vigo erläutern die Förderung von Flüchtlingskindern in KiTa aktuell Recht aus rechtlicher Sicht. Sie legen dar, dass der Zugang von Flüchtlingskindern zu Leistungen der Förderung in Kitas nicht erst nach der landesinternen Verteilung besteht, sondern in der Regel von Beginn des Aufenthalts in Deutschland an. 

klein & groß - Das Kita-Magazin 07-08/16

klein & groß - Das Kita-Magazin 07-08/16 informiert in seiner Sommerausgabe über die Gestaltung von Räumen und Gärten nach dem Motto "Hier gibt's was zu entdecken!" Silke Schönrade informiert über bildungsanregende Raumgestaltung in Kitas. Sie stellt eine Checkliste zur Ist-Analyse zur Verfügung sowie 10 Tipps, um gleich zu starten. 

"Weniger ist mehr!", mahnt Rita Greine. Reizüberflutung in der Kita soll unbedingt vermieden werden. 

Wie man Außengelände für Klein- und Kleinstkinder gestaltet, weiß Robert Spessert. Folgende Meinung sei besonders erwähnt. "Kinder können Fähigkeiten, Grenzen und Gefahren nur angemessen einschätzen lernen, wenn sie auch Gelegenheit haben diese zu erfahren. Risikobewältigung beginnt mit dem Kennenlernen des Risikos!"

Kariane Höhn hat in den vergangenen 30 Jahren in Baden-Württemberg über 230 Kita-Bauvorhaben fachlich begleitet. Sie gibt ihre Erfahrungen zur anregenden Raumgestaltung weiter. 

Die kindzentrierte Gruppenraumgestaltung für die Jüngsten nimmt Margit Franz in den Blick. Bei den Sitzmöbeln votiert sie für quadratische Hocker mit einer Sitzhöhe von max. 21 cm (Sitzfläche 25 x 25 cm), damit die Kinder sich von allen Seiten draufsetzen können und lernen, aktiv-dynamisch zu sitzen. 

In Teas Blog geht es diesmal um Rituale in der Kinderkrippe. Eine Kleinigkeit bitte: Begrüßen Sie immer erst das Kind und dann erst die Eltern! Und: "Lassen Sie Kinder ein Ich-Buch von zuhause mitbringen. Ein kleines Fotoalbum, in dem Bilder von wichtigen Personen oder Spielsachen zu sehen sind, kann im Tagesablauf immer wieder angesehen werden und erleichtert so möglicherweise den Trennungsschmerz."

Experimente mit dem Schweif-Ball werden präsentiert (Britta Bluming). Monika Bücken-Schaal zeigt Formen, wie man mit Mandalas arbeiten kann - Turnmandala, Klangmandala (Instrumente werden zusammen mit den Kindern im Kreisbild angeordnet und dann gespielt) und Geschichtenmandalas. Bei letzterem gestalten die Kinder ein großes Bodenbild, währenddessen die Geschichte erzählt wird. 

Schön sommerlich kommen die Ideen zum Barfußlaufen von Silke Bicker daher; gleich mitgeliefert werden Spiele für die Füße. 

Wie man fotografiert, hat Elke Ostendorf-Servissoglou mit Kindern erarbeitet. Mit älteren Kita-Kindern wurden die Fotos nachträglich am Computer bearbeitet. 

Freya Pausewang macht auf die Krisen aufmerksam wie Missernten, Wassermangel, und Klimakrise. Um die damit zusammenhängenden Herausforderungen zu meistern, müssen die Kinder lernen, gut zu kooperieren. Kooperation ist wichtiger als Konkurrenz!

Auf Sommer, Sonne und Sonnenschein stimmen Kerstin Hielscher und Sibylle Münnich ein. 
Von Kerstin Hielscher stammt auch die Darstellung einer bildhaften Methode für Entwicklungsgespräche. 

Wie es den Kindern in Tadschikistan, einem der ärmsten Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion, geht, erzählt Horst Küppers. Und Reinhard Niewerth berichtet von einem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums "Adäquate Fahrradparkplätze für Kitas". Näheres finden Sie hier

Im Beitrag "Die reflektierte Praktikerin" von Irmgard Schroll-Decker und Bettina Hofer geht es um ErzieherInnen im Anerkennungsjahr. 

Die Kita-Rechtler Lars Ihlenfeld und Holger Klaus beschäftigen sich mit der Vermietung von Kita-Räumen für einen Flohmarkt. Medientipps runden klein & groß - Das Kita-Magazin 07-08/16 ab. 

Meine Kita - Das didacta Magazin für den Elementarbereich 03/2016

Meine Kita - Das didacta Magazin für den Elementarbereich 03/2016 hat als Leitthema die Umwelt als Bildungsraum für Kinder. "Für Kinder bietet die nachhaltige Entwicklung eine Chance, zu erfahren, wie sich unsere Umwelt und die Natur entwickeln und wie bedeutsam der eigene sensible Umgang mit Ressourcen ist", schreibt Wassilios E. Fthenakis. In diesem Zusammenhang erzählt Tina Sprung von Natur- und Umweltbildung in der Krippe; Franziska Lutz macht mit der "Gemüseackerdemie" bekannt. Diese engagiert sich dafür, dass Kinder praxisorientiert erfahren, wie Gemüse wächst. Sie erhalten Gärtnertipps auch für Ihre Kita. 

Mit einem Materialkoffer zum Thema Abfall werden den Kindern Natur- und Recyclingkreisläufe näher gebracht (Kerstin Hochmuth). Beim Projekt Mülldedektive der Umweltstiftung S.O.F. Save our Future setzen sich Kinder für den Umweltschutz ein. Joana Loidl zeigt, was die Mülldedektive beim Frühstücken alles finden: Wegwerfplastik wie Joghurtbecher.

Ulrich Gebhard weist im Interview mit Kerstin Hochmuth darauf hin, dass Naturerfahrungen in der Kindheit ein wichtiger Faktor für späteres Engagement im Umwelt- und Naturschutz sind.  Es werden zur Vertiefung folgende Webseiten empfohlen:
  • www.naturdedektive.de
  • www.umweltbildung.de
  • www.wwf.de
  • www.bvnw.de
  • www.kinder-garten.de/kiga-leitfaden
  • www.naturstrolche.de
  • www.naju.de/kinderbereich
  • www.kinder-garten.de
Tina Sprung interviewte Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, zur Initiative "Macht Dampf" - Für gutes Essen in Kita und Schule. Gleichfalls von Tina Sprung stammt ein Beitrag über Astrid Lindgren, die Königin der Kindergeschichten. 

Um Flüchtlingskindern einen guten Start zu ermöglichen, sind auch die Kitas gefragt. Sibylle Rothkegel fordert hierfür mehr Unterstützung für die Kita-MitarbeiterInnen. Dazu gehört auch, eigene Vorurteile zu reflektieren, erklärt sie im Interview mit Anika Wacker. Es gibt ein Meine Kita-Poster mit den Liedern Guten Morgen, Good morning; Frère Jaques - Bruder Jakob; Pera stus pera kampus - Da drüben auf dem Felde und Auf der Mauer, auf der Lauer. Außerdem die besten Kindersprüche zum Schmunzeln.

Sprachheillehrerin Wlma Schönauer-Schneider erklärt, wie Kinder beim bilingualen Spracherwerb unterstützt werden können. Die Preisträger des "KitaStar 2015" werden von Elke Ostendorf-Servissoglou vorgestellt: die Überbetriebliche Kindertagesstätte Lörrach und das EinSteinchen in Frankfurt/Oder erhielten beide den ersten Preis für die Art, in der sie gemeinsam mit Kindern naturwissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund gehen. 
Der KitaClub beschäftigt sich damit, warum Regenwürmer so wichtig für den Boden sind. 

In Deutschland haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Ob das auch für Flüchtlingsfamilien gilt, beantwortet Rechtsanwalt Torsten Bornemann hier. Melanie Gabert schreibt darüber, wie man mit traumatisierten Kindern umgeht. Eine Hilfe insbesondere für freiwillige HelferInnen kann laut Gerhard Stranz das Buch sein "Hallo, Hallo, schön, dass ihr da seid!" Verfasserin ist Regina Grabbet. Eine weitere Rezension zu diesem Buch können Sie auch auf diesem Portal lesen.

Drei Erzieherinnen erzählen von ihren Erfahrungen bei der Übergabe, beim morgendlichen Abschied (Carolin Müller, Chris Eckert, Melanie Thiel-Rieger). Dagmar Berwanger gibt Tipps, wie Kinder die Trennung gut meistern. Meine Kita - Das didacta Magazin für den Elementarbereich enthält auch Meldungen, Stellenausschreibungen und Veranstaltungshinweise.  
 

Musik in der KITA 3/2016

Musik in der KITA 2/2016 zeigt Bewegungsmöglichkeiten zum Fußballsong "80 Millionen" für Kinder ab drei Jahre (Elke Gulden und Bettina Scheer). Wie man Kindern im Alltag die immer wieder dringend benötigten kleinen Auszeiten verschafft, erklärt Sabine Seyffert: Mitmachgeschichten zum Bewegen und Entspannen, Massagen und Streichelgeschichten, Fantasiereisen, Rätsel und Phantasiereisen gehören dafür zu ihrem Repertoire für Kinder ab 3 Jahre. Auch für diese Altersgruppe hat Kati Breuer ihr neues Lied "Wir sind die Herbst-Rhythmusband" und herbstliche Rhythmusspiele beigesteuert. 

Dass vorschulisches Lernen mit Musik noch mehr Spaß macht, liegt auf der Hand. Viele Varianten dafür zeigt Andrea Rittersberger. Dazu gehört auch die Freude am Klangtheater, am Seifenblasentanz und an der Darstellung kurzer Szenen (Tanja Draxler-Zenz).

Für die U3-Kinder gibt es Klanggeschichten zur Sprachförderung (Susanne Steffe) und Hinweise zum Musizieren mit Kleinkindern (Andrea Rittersberger). 

Elke Gulden und Bettina Scheer zeigen, wie Sie die soziale Entwicklung von Kindern ab 3 Jahren musikalisch unterstützen können. Dieser Altersgruppe kann man schon die Geschichte von Don Quichotte erzählen. Petra Mengeringhausen erwähnt, dass "Don Quijote von der Mancha" im Jahr 2002 zum besten Buch der Welt gekürt wurde. Und man kann die Kinder an Musik und Kunst im Mittelalter heranführen. Karin Scholz zeigt, wie es geht. 

Begrüßungslieder, die sich gut für den Morgenkreis eignen, werden von Elke Gulden und Bettina Scheer vorgestellt. In "Blättertanz mit Eleganz" vermittelt Wolfgang Hering viel Bewegungsspaß mit bunten Tüchern. 
Musik in der KITA ermöglicht aber auch, mit Astronauten und Robotern andere Welten zu entdecken, siehe den Beitrag von Heidi Leenen. Buchtipps und Fortbildungshinweise werden gegeben; eine Audio-CD liegt dem Heft bei und ist die ideale Ergänzung dazu. Sie enthält viele im Heft vorgestellten Lieder als Original und Playback sowie weitere Hörbeispiele. Den Lugert Verlag, in dem Musik in der KITA erscheint, findet man auch mit frühpädagogischen Informationen auf youtube

Musik, Spiel und Tanz mit Kindern von 0 bis 6 Ausgabe 3/16


In Musik, Spiel und Tanz mit Kindern von 0 bis 6 Ausgabe 3/16 erörtert Ulrich Baer, warum kreative und kooperative Spiele so wichtig sind. Der Autor gibt in seinem wichtigen Beitrag auch Beispiele für Spiele mit sozialer Balance. 

Die Ausgabe kommt schön herbstlich daher, z.B. mit dem Finger- und Bewegungsspiel zur Geschichte vom kleinen Blatt (Claudia Höly / Rainer Johann Gross). Zum Herbst passen auch die Lieder von den Igeln und die dazugehörige Bastelarbeit (Ulrike Eiring). Alleinstellungsmerkmal dieser Zeitschrift ist ein in jeder Ausgabe abgedruckter Elternbrief. Im aktuellen Elternbrief erhalten die Eltern die Noten und den Text für eines der Igel-Lieder. Kerstin Gedig stellt ein klangvolles Herbstlied vor, mit Instrumenten begleitet. 

Die Erzieherin Zahrah Samadi, interkulturelle Fachkraft, berichtet von ihrer Trommelgruppe.  

Jutta Funk erklärt, wie man ein Schuhkarton-Xylofon baut und ein Flohlied begleitet. Erntedank sollte auch im Kindergarten nicht fehlen. Besonders in kirchlichen Kindergärten ist dies oft mit einem Gottesdienst verbunden. Rebecca Voss hat drei Lieder vorgestellt, die sich für eine Erntedank-Feier eignen. Eines davon kann mit Gebärden gestaltet werden. 

Witzig sind die Sprüche aus Kindermund, diesmal gesammelt von Sonja Gleßl, Erzieherin und Musikgarten-Lehrkraft. 

Auch Lieder in Mundart sind abgedruckt, in dieser Ausgabe das schleswig-holsteinische "Lütt Matten, de Has" und auch "Hinter em Münschter" aus dem alemannischen Raum sowie "Kikeriki" aus Oberbayern. 

Renate Fischer vermittelt, wie die Kleinen mit kindgerechten Yogaübungen Entspannung finden. Auch Lieder, Geschichten und Spiele rund um das Thema "Drachen" fehlen nicht ( Corinna Ensslin/Mathias Metzner). 

In der Rubrik "So mache ich's" erzählt die Erzieherin Nina Schneider, wie sie Musik zur Integrationsförderung nutzt. Musik, Spiel und Tanz enthält auch aktuelle Meldungen und Hinweise auf Fortbildungen und Seminare. 
 

Praxis der Psychomotorik 3/2016

Praxis der Psychomotorik 3/2016 ist eine Zeitschrift für Bewegungs- und Entwicklungsförderung. Marina Kuhr und Peter Keßel skizzieren, wie man geschlechterbewusst Bewegungsangebote im Dialog mit den Kindern entwickelt und begleitet. Corinne Ferié stellt sprachfördernde Bewegungsspiele zur Verbesserung der Ausdauer-und Sprachleistungsfähigkeit vor (auch) für (übergewichtige) Kinder. 

Das Volmarsteiner Dschungelbuch wird von Stefanie Josefine Katzer vorgestellt: ein inklusives Musik- und Bewegungsprojekt. Wie in allen Beiträgen, erfolgt die Präsentation mit der gebotenen Ausführlichkeit, damit man es nachmachen kann, 

Der Landschaftsarchitekt, Spielplatzplaner und Spielplatzprüfer Markus Brand schreibt über Good-Practise-Beispiele naturnaher U3-Spielbereiche. Den mit Fotos von guten und nicht so guten Lösungen reich gespickten Aufsatz haben wir auf Frühe Bildung online hier dokumentiert. 

Das Heft enthält auch aktuelle kurze Beiträge, wie einen verstörenden Beitrag über mehr Gewalt im Kinderzimmer durch LEGO sowie darüber, wie wir prosoziales Verhalten fördern können. 

Von Stephanie Stangier und Björn Prieske werden Wege aufgezeigt, wie sich spielerisch, partizipativ und mit viel Bewegung gemeinsam mit Kindern Regeln für das Miteinander entwickeln lassen. Die Autoren haben mit Schulkindern der Primar- und Sekundarstufe gearbeitet.

Das Forschungs- und Lehrteam des Karlsruher Entspannungstrainings hat ein Kinder-Achtsamkeitstraining für 4-10jährige entwickelt. Norbert Fessler und Michaela Knoll berichten darüber. Die Übungen für den Rücken und für die Haltung werden in eine Fantasiegeschichte mit der Kinderfigur "Lorin" integriert. 

Heide und Gernot Tille machen einen toll illustrierten Vorschlag für einen Familien-Sportnachmittag unter dem Motto "Komm, wir spielen Indianer!"

Die Zeitschrift widmet sich nicht nur den Kindern, sondern auch der Motogeragogik, der Bewegung und Mobilität im Alter. Frank Francesco Birk hat Gedanken zu einer generationsübergreifenden Psychomotorik beigesteuert. Z.B. Schwungtuchspiele lassen sich gut generationenübergreifend einsetzen. 

Praxis der Psychomotorik 3/2016 wird abgerundet durch aktuelle Meldungen, Medien und Veranstaltungstermine. 

TPS 5/2016

TPS 5/2016 widmet sich dem Thema "Demokratisches Handeln". Die Redakteure Herbert Vogt unf Jutta Hauser bekräftigen, dass Partizipation ein Grundrecht ist, das nicht verliehen wird, sondern selbstverständlich gegeben ist und den Kita-Alltag durchziehen muss. Kerstin Kreikenbohm legt dar, warum Partizipation in den Köpfen der Erwachsenen beginnt. Sie empfiehlt, auch mal zu reflektieren, ob man von seinem Recht Gebrauch macht, wählen zu gehen. 

Partzipation ist die "Kinderstube der Demokratie", Lothar Klein kennt kein Kind, dass sich von sich aus eine Kinderkonferenz gewünscht hätte. Er plädiert aber dafür, "Partizipation endlich und vorrangig aus der Perspektive der Kinder heraus zu betrachten. Was wollen sie? Was äußern sie? Welche Signale senden sie?
... 'Auch wenn die Sonne scheint, will ich im Bewegungsraum bleiben.' - 'Ich will keine Matschhose anziehen.' - 'Ich möchte alleine essen.'" Lothar Klein beschreibt in einem weiteren Artikel Wege aus der Verregelungsfalle. 

Raingard Knauer und Rüdiger Hansen behandeln das Thema "Kita-Verfassung", schließlich ist die Verfassung in Demokratien ein Rechtsdokument von höchster Bedeutung. "Eine Kita-Verfassung ist ein Bestandteil der pädagogischen Konzeption einer Kita. Sie bietet allen Beteiligten Orientierung, wer in der Kita für welche Entscheidungen zuständig ist. Sie entlastet pädagogische Fachkräfte jedoch nicht davon, die Partizipation der Kinder im Alltag immer wieder aufs Neue zuzulassen, herauszufordern und unterstützend zu begleiten."
Dieselben Autoren, von denen übrigens auch der Begriff von der "Kinderstube der Demokratie" stammt, erörtern acht konzeptionelle Fragen zur Einführung von Beschwerdeverfahren für Kinder in Kitas:
  • Worüber dürfen sich Kinder in Kindertageseinrichtungen beschweren?
  • Wie bringen Kinder Beschwerden zum Ausdruck?
  • Wie können Kinder dazu angeregt werden, sich zu beschweren?
  • Wo / bei wem können sich Kinder in der Kindertageseinrichtung und über die Kindertageseinrichtung beschweren?
  • Wie werden die Beschwerden von Kindern aufgenommen und dokumentiert?
  • Wie werden die Beschwerden von Kindern bearbeitet? Wie wird Abhilfe geschaffen?
  • Wie wird der Respekt den Kindern gegenüber im gesamten Beschwerdeverfahren zum Ausdruck gebracht?
  • Wie können sich pädagogische Fachkräfte gegenseitig darin unterstützen, eine beschwerdefreundliche Einrichtung zu entwickeln?
Der Tenor der gesamten Bemühungen ist es, Kinder gegen Machtmissbrauch zu stärken. 

​Partizipation darf man sich nicht als neues Projekt vorstellen, wie Michael Regner und Franziska Schubert-Suffrian unterstreichen. Sie sehen Partizipation als eine konsequent vom Kind her gedachte Herangehensweise an den pädagogischen Alltag. 

Marcel Pytka erzählt von Janusz Korczak, zu dessen zentralen erziehungswissenschaftlichen Hinterlassenschaften seine Gedanken zu den Rechten der Kinder gehören, die letztlich auch die heute geltenden Kinderrechte inspirieren. 

Einen Methodenkoffer stellt Kerstin Kreikenbohm zur Verfügung. Sie plädiert für mehr unverplante Zeit in Kitas. 

Eine Grafik zum Vorgehen bei einem Konflikt rund um das Tragen von Matschhosen zeigt die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Vorgehensweise auf (Gerlinde Ries-Schemainda, Veronique Braun und Barbara Duda). 

Die Voraussetzungen der Partizipation von Krippenkindern hat sich Yvonne Rehmann vorgenommen und Roy Henneberg steuert eine partizipatorische Bewegungs-Geschichte in der Krabbelstube bei. 

Für den Lehrer Christian Fazekas ist "Demokratie das schönste Sahnehäubchen, das man sich auf seinen pädagogischen Schwarzwaldbecher tun kann." Corinna Kern zeigt, wie man beim bekannten Spiel "Pitsch, patsch, Pinguin" zu mehr Teilhabe der Kinder kommt. 

Wenn in der Kita rechtsradikale Äußerungen gemacht werden, muss die Erzieherin, der Erzieher handeln. Herbert Vogt sprach mit Heike Radvan von der Amadeu-Antonio-Stiftung über Handlungsmöglichkeiten

TPS bringt aktuell eine Seirie zur Fotografie. In dieser Ausgabe bespricht Jaqueline Bier die Nachbearbeitung von Bildern. 

In einer aktuellen Studie der Katholischen Hochschule NRW in Aachen wurden 471 pädagogische Fachkräfte zu ihren Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern unter drei Jahren befragt. Dabei zeigte sich, dass es in einigen Bereichen erheblichen Verbesserungsbedarf gibt (Johannes Jungbauer und Edith Biedenbach).

Lena Sophie Kaiser und Bianca Bloch berichten darüber, was Universitäten und Hochschulen für angehende KindheitspädagogInnen zu bieten haben. 

Die Bremische Evangelische Kirche hat gute Erfahrungen mit einer mobilen Kita in Flüchtlingsunterkünften gemacht (Carsten Schlepper). Informationen über neue Medien und eine Bastelidee runden TPS 5/2016 ab. 

 

TPS 6/2016

TPS 6/2016 behandelt das Thema "Tönen - tanzen - musizieren". Vom Singen der Seele erzählte Evamaria Bohle in der Evangelischen Morgenandacht im Deutschlandfunk vom 4. April 2016. Johannes Beck-Neumann widmet sich in "Schöpferisch sein" dem musikalischen, tänzerischen und sprachlichen Ausdruck von Kindern und Ivonne Prante beschreibt in Tönen, tanzen, musizieren ... zu peinlich?! die Herausforderungen für ErzieherInnen, eine offene und natürliche Haltung im Bereich Musik zu entwickeln. Die Autorin schreibt über Scham aus eigener Erfahrung und ihrer Tätigkeit als Fortbildnerin. 

In "So klingt die Erde" zeigt Nina-Sophie Siekmann, wie man aus Liedern Erlebnisse schafft. Dabei ist es oft sinnvoll, die Struktur des Stuhlkreises aufzubrechen und der Bewegung Raum zu geben. So machen die Inhalte der Lieder für die Kinder oft mehr Sinn. Wichtig ist das "Nochmal", die häufige Wiederholung der Lieder. Dies unterstreicht auch Johannes Beck-Neumann in seinem Text über die Kunst der Wiederholung.

Auch mit Krippenkindern können Klang und musikalischer Ausdruck erlebt werden. Edeltraud Prokop beschreibt, wie sie bei allen Kindern Wohlbefinden, Freude und Glück bewirken. Als nette Möglichkeit zum Kuckuck-Spielen der Kinder wird die Polka "Im Krapfenwald" von Johann Strauss genannt. 

Gitta Heinz bietet Musikgruppen für Babys und Kleinkinder an. Sie berichtet aus dieser Eltern-Kind-Musikgruppe und bringt die Aussage des Musikpsychologen Edwin Gordons nahe: "Kinder nicht frühzeitig mit Musik in Verbindung zu bringen, ist unterlassene Hilfeleistung in Sachen Lebensfreude."

Karin Stifter nimmt die Leser mit auf eine musikalische Reise rund um die Reggio-Pädagogik. Anna-Maria Hakim weist darauf hin, dass sich musikalische Fähigkeiten simultan mit dem Bewegungsvermögen entwickeln. Sie gibt Praxistipps für das Singen und Musizieren, z.B. den, die Kinder erst den Liedtext zu lehren und erst dann gemeinsam zu singen. 

Simone Gottschick macht Mut, das Singen nicht als rezitierende Vorgehensweise zu sehen, sondern seine schöpferische Kraft zu entdecken. Sie lehrt das Ohr für das Einfach-so-Singen der Kinder. 

"Jeder hat von Beginn an ein Rhythmusgefühl", ist die Erfahrung von Sabine Lippold. 

Steckt in den Geräuschen des Kita-Alltags eventuell auch Musik? Zum Beispiel, wenn Stühle geschleppt werden oder wenn Geschirr abgetragen wird. Wie man "Leise sein" in Klangexperimente verwandelt, beschreibt Christina Langhorst. 

In der Serie zur Fotografie geht es Jacqueline Bier diesmal darum, wie man der Bilderflut Herr wird und Fotos ordnet und verwaltet. 

Jens Krabel und Canan Korucu-Rieger widmen sich der berufsbegleitenden ErzieherInnenausbildung. Sie stellen Strukturen, Rahmenbedingungen und Vergütung in den Bundesländern dar. Die Verdienstmöglichkeiten der Fachschülerinnen reichen schätzungsweise von ca. 400 Euro bis zu 1.100 Euro. Die Autoren halten eine länderübergreifende Fachdiskussion über zentrale Rahmenbedingungen berufsbegleitender Ausbildungsgänge für geboten. 

In welcher Weise die Familien mit Fluchterfahrung eine Herausforderung für die Arbeit der Fachberatung sind, legt Christine Lohn dar. 

Eine gute Bastelidee, die das Erlernen des sorgsamen Umgangs mit dem Element Feuer zur Voraussetzung hat, wird von Monika Schaarschmidt beigesteuert. Informationen und Publikationen, Buch- und Kinderbuchtipps sowie Veranstaltungstermine runden das TPS-Heft 6/2016 ab.
 

Wamiki #3/2016

Wamiki #3/2016 hat den Titel "Sag was!" und widmet sich der Kommunikation. Ute Kleins Fotografien erzählen etwas über zwischenmenschliche Beziehungen und komplexe emotionale Verflechtungen. Die Erzieherin, Schäferin und Postkleingutzustellerin Wera Koseleck lebt in einem mecklenburgischen Dorf. Als dort eine achtköpfige afghanische Familie zuzog, hat sie Kontakt aufgenommen, einen Besuch gemacht und angeboten, der Familie Deutschunterricht zu geben. Die Reportage handelt von ihren Erfahrungen. Über Wortklauber und ihr Reden, Schwätzen und Fabulieren schreibt Michael Fink sowie auch satirisch über zehn pädagogische Schweigeanlässe. Bei ihm, wie auch beim Comic "Super-Uschi", geht es nicht ohne ein Augenzwinkern ab.  

Im Jahr 2014 hat Tomasello eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens veröffentlicht. Frauke Hildebrandt stellt die Gedanken des Autors vor: "Wenn sie sprechen lernen, erben Kinder Vorstellungen der vorangegangenen Generationen, denn in unserer Sprache sind unzählige Ideen auf verschiedene Weise als Konvention enthalten. Von uns übernehmen die Kinder Perspektiven, müssen sie also selbst nicht erfinden."

Zwei Seiten sind für Antworten der AutorInnen auf die Frage reserviert: "Was hast du versprochen und nicht gehalten?"

Schulen sollten die Kathedralen der Zukunft werden, ist die Meinung von Reinhard Kahl.

Mit Etikettierungen, speziell mit diskriminierenden Bewertungen und Zuschreibungen, haben sich Lisa Heinrich und Evelyne Höhme beschäftigt. Die ISTA-Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung bringt das "Etikettierungs-Finanzierungs-Dilemma" auf den Punkt: "Fachkräfte müssen Kinder etikettieren, um Fördermittel zu erhalten, mit denen 'nachgewiesene Defizite' ausgeglichen werden sollen. Diese Praxis bleibt den Kindern nicht verborgen. Sie erhalten die Botschaft, dass mit der Förderung die Zuschreibung eines Mangels verbunden ist: Wer gefördert wird, kann 'nicht richtig' sein, denn ihm 'fehlt' etwas." Mögliche Lösung: nur beim Verfassen von Förderanträgen zu etikettieren. Dabei sollte sich das Team einig sein. 

Herbert Österreicher vermittelt Wissen über die Krähen. Die Ergebnisse der Kita-Umfrage "Kinder geflüchteter Familien in Berlin" werden vorgestellt (Erika Bethold interviewte Dorothee Jacobs). Über einen Aktionstag "Fremd sein & vertraut werden" in der Oderbruch-Oberschule im  schrieb Dunja Osiander. 

Christian Fazekas berichtet von seinem Elternkurs; der Fotograf Volker Döring zeigt die Vielfalt von Patchwork XXL auf. Kathrin Schendel schreibt über die offene Arbeit im Krippengarten: "Heute können sich die Kolleginnen die Arbeitsweise in geschlossenen Gruppen mit Wochenplan, Morgenkreis und Funktionsecken nicht mehr vorstellen."

Es gibt eine Rubrik "Gute Frage", ein Bilderrätsel und einen Buchtipp zur 1 Euro Pädagogik sowie Kinderbuchtipps (Dörte Hentschel, Marie Sander, Michael Fink). Ein bisschen ungerecht ist, im "Blick" nicht auch die FotografInnen zu nennen, denn die Fotos und Bilder in Wamiki sind einsame Spitze. Das fand auch der ADC - Art Directors Club für Deutschland -, der das Wamiki-Design als eines der besten des Jahres 2015 ausgezeichnet hat, neben den Magazinen der Zeit und der Süddeutschen Zeitung. 

Welt des Kindes Juli/August 2016

Das Grundrecht auf Partizipation, auf Beteiligung an allen Entscheidungen, die sie selbst betreffen, ist in Artikel 12 der Kinderrechtskonvention festgeschrieben. In Welt des Kindes Juli/August 2016 wird darüber nachgedacht, wer der Bestimmer ist. Es geht um Macht in der Kita und um gelebte Partizipation. 

Christa Preissing bringt nahe, sich der eigenen Macht als Erwachsene bewusst zu sein. Sie teilt ihre Gedanken zu Machtverhältnissen in der Institution Kita, zu verinnerlichter Dominanz und zu Kinderrechten mit.  

Das Thema "Macht und Ohnmacht" wird auch von den geheimen Gefühlen der Kinder her beleuchtet. Udo Baer richtet den Fokus auf das, was Kinder fühlen, aber häufig nicht artikulieren können. Das kann z.B. ein Todesfall sein, der von dem Kind ferngehalten werden soll, den es aber doch erspürt. 

Dass Macht viele Gesichter hat, entgegnet Karin Joggerst ErzieherInnen, die meinen "Ich hab doch keine Macht. Ich hab doch nur Stress!". Sie macht klar, dass sich in der Nicht-Anwesenheit von Menschen nicht selten gesellschaftliche Machtverhältnisse spiegeln. Sie hat in den Kitas schon viele muslimische Kinder, aber noch keine muslimische Leitungsperson gesehen. 

Welche Früchte Partizipation im Kindergarten tragen kann, wenn die Erwachsenen wirklich bereit sind, sich auf die Ideen und Wünsche der Kinder einzulassen, zeigt Angelika Wilkes mit einem Projektbericht aus dem Caritas Familienzentrum Odenthal. 

"Ohne Macht sind wir ohnmächtig", meint der Geschäftsführer des Verbands Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder in seiner Kolumne und weist auf die Notwendigkeit guter Lobbyarbeit für Kitas und auf die Notwendigkeit eines Bundesqualitätsgesetzes hin. 

Im Ratgeber Recht (Peter Obermaier-van Deun) geht es diesmal um den Infektionsschutz in der Kita. Es wird erklärt, was die Kita-Leitung an Gesundheitsamt und Träger melden muss. 

Iris Nentwig-Gesemann stellt eine aktuelle Studie zur Arbeitssituation und zu Erfahrungen von Kita-Leitungskräften vor. Ein Befund: "Die Leitungskräfte zeichnen sich dabei durch einen hohen Selbstanspruch und ein großes Verantwortungsbewusstsein vor allem den Kindern gegenüber aus. Dies birgt die Gefahr einer hohen physischen und psychischen Verausgabungsneigung in sich." Vorgestellt werden Ergebnisse zu den Leitungstypen Fürsorglichkeit, Management und struktur- oder teambezogene Leadership. 

Die Literaturwissenschaftlerin Maren Bonacker ist Spezialistin für Kinder- und Jugendliteratur und gibt diesmal Lesetipps für Bilderbücher mit Wortspielereien. 

In einem Brief an das Team der Kita "Kinderinsel" blickt Klaus von Mirbach zurück auf ein Frühlingsferienlager der besonderen Art. 

Was unter dem Begriff "Handling" zu verstehen ist, erklärt Dorothee Gutknecht. Gemeint ist die "Handhabung" und konkret wird auf das Handling in der Kinderkrippe eingegangen. 

Ein afrikanisches Sprichwort sagt "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen." Lieselotte Ahnert wollte wissen, welche Bewandtnis es mit diesem Sprichwort hat und ist nach Malawi / Afrika gefahren. Im Interview mit Jeanette Otto erzählt sie von ihren Eindrücken. 

Der Sozialdienst Katholischer Männer in Köln hat gute Erfahrungen mit der Kinderpsychodramamethode gemacht, um die Resilienz seelisch belasteter Kinder zu fördern. Ulrike Pförtner-Eberleh berichtet. 

Welt des Kindes Juli/August 2016 hat eine starke Leserbriefseite und enthält viele kurz und knapp präsentierte Informationen, eine Glosse und Medientipps. Eine Augenweide ist in jeder Ausgabe das Poster auf den Heftinnenseiten.

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