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Rezensionen und Reviews
03.09.2016  Meike Sauerhering

Blick in die Fachzeitschriften – Grundschule. August 2016

Hier wird ein Überblick der Inhalte von drei Grundschulzeitschriften gegeben. Aus jeder dieser Fachzeitschriften haben wir einen Artikel auf dem Portal übernommen, den Sie über den Link beim Titel aufrufen können.
Die Grundschule (Westermann Verlag) widmet sich in Heft 6 der Demokratieerziehung. Mit dem Heft möchte die Redakteurin Laura Millmann erläutern, „was mit einer demokratischen Bildung an Grundschulen alles erreicht werden kann.“ (Ebd., S.3) Es wird gezeigt, dass Grundschüler bereits eigene Meinungen haben, mit pro und contra Argumenten diskutieren können, und dass sie Konflikte selbständig konstruktiv lösen können. Viel Gewicht wird in diesem Heft auf das Recht der Kinder auf Beteiligung gelegt. Es wird die Hoffnung sichtbar, dass über eine frühzeitige Demokratie-Erziehung Kinder zur Teilhabe befähigt werden, der konstruktive Umgang mit Vielfalt unterstützt wird sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen (auch langfristig) entgegengewirkt werden kann.

Der Basis-Beitrag stammt von Peter Fauser und Wolfgang Beutel. Unter dem Titel Demokratie-Lernen in der Grundschule (S. 6-10) erläutern die Autoren zum einen die grundsätzliche Bedeutung von Demokratie-Erziehung in der (Grund-)Schule, zum anderen stellen sie zwei Beispiele aus der Praxis vor – diese illustrieren Umsetzungsmöglichkeiten und Reichweite des Titelthemas. Werden aktuelle Themen, wie Umgang mit Verschiedenheit, Diskriminierung und Unterdrückung oder Individualität und Rechte von Kindern, aufgegriffen, verschiebt sich die pädagogische Perspektive zwischen Lehrkräften und Kindern. Eine Haltung der Fürsorge weicht der Haltung zur Mitverantwortung. „Das stärkt die Kinder und entlastet die Lehrer“ (ebd., S. 6). Die Autoren unterstreichen, dass Demokratie-Lernen bereits in der Grundschule beginnen muss – und zwar nach dem Prinzip, dass Handeln nur durch Handeln gelernt wird. Obwohl es in allen Bundesländern keine Mitwirkungsrechte für SchülerInnen bis zur Klassenstufe vier gibt, versuchen nahezu alle Grundschulen (als reformstarke Schulart) wirksame Formen der Mitbestimmung und Mitverantwortung zu organisieren (ebd., S. 8). Fokussiert wird dabei zumeist auf die Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder, ihr Verantwortungsbewusstsein sowie auf Akzeptanz und Respekt. Der Bezug zur Lebenswelt ist in der Grundschuldidaktik fest verankert. So wendet sich hier die Demokratiepädagogik insbesondere kommunikativ-partizipativen Modellen wie dem Klassenrat oder Projekten zu. Als Beispiele geben die Autoren einen Projektbericht zu einem Theaterstück über Diskriminierung und stellen vor, was Schülertoiletten mit Demokratie zu tun haben.

Im einem Interview (S. 12-13) unterstreicht die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann die Bedeutung einer Erinnerungskultur, damit Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Die Ministerin betont: „Es ist wichtig, dass wir früh ansetzen“. In der Grundschule als Ort der ersten schulischen Demokratie-Erziehung leisten Lehrkräfte ihrer Meinung nach einen wichtigen Beitrag zur Prävention.

Kompakt wird die Partizipation von Beginn an in zwei Beiträgen dargestellt. Ulrike Kahn und Sabine Huffmann betrachten den Klassenrat als Herzstück demokratischer Bildung (S. 14-18), denn dort können alle Prinzipien der Kinderrechte schulisch verwirklicht werden: Dazu gehören Partizipation, Gleichheit, Förderung und Prävention. In dem Beitrag werden die Bedeutung und Funktion eines Klassenrats erläutert. Es werden notwendige Regeln, mögliche Themen sowie zu verteilende Rollen vorgestellt. Die Autorinnen ergänzen dieses mit der Beschreibung der Bedeutung, die der Einführung eines Klassenrats in der Schulkultur der jeweiligen Schule zukommt. Kahn und Huffmann berichten auch mit welchen Schwierigkeiten und Stolpersteinen zu rechnen ist. Frauke Rodriguez schließt diesem Beitrag die Schilderung einer Klassenratssitzung an (S. 18).
 
Frank Post setzt sich mit der Kinderkonferenz als Instrument der Teilhabe auf regionaler Ebene auseinander (S. 19-21). Das „Netzwerk: Demokratie von Anfang an“ arbeitet seit mehr als 10 Jahren daran, die Teilhabe von Kindern zu fördern. Ziel ist dabei die Einrichtung, Stärkung und Vernetzung der Schülerparlamente von Grundschulen in Hannover. In dem Bewusstsein, dass Kommunikation der Schlüssel zu einer gelingenden Demokratie ist, können sich in Hannover auch die Jüngsten in Schülerparlamenten einbringen. - „Wenn in Hannover 60 Schülerinnen und Schüler gemeinsam über ihre Vorstellung vom Schulalltag diskutieren, dann findet wahrscheinlich gerade die regionale Kinderkonferenz statt.“ (Ebd., S. 19) Exemplarisch stellt Post den Ablauf einer Kinderkonferenz zum Thema Ganztag vor. Zudem wird anhand eines Protokolls die Durchführung einer typischen Schülerratssitzung nachgezeichnet.

Aus der Praxis wird in drei Beiträgen berichtet. Roman R. Rüdiger titelt seinen Beitrag Bildung ist mehr als Wissenserwerb (S. 22-23). Er stellt das größte private Schulprogramm, den buddY E.V. vor. Ziel dieses Programms ist es bereits seit zehn Jahren, die Lehr-, Lern- und Beziehungskultur in Familien, Universitäten und Schulen zu verändern. So werden die bildungsrelevanten Institutionen von 3 bis 18 Jährigen in den Blick genommen. Über systemische Fortbildungen sollen die Akteure dieser Bildungskette miteinander vernetzt werden.

Dem Recht auf Beteiligung widmen sich Elisabeth Stroetmann, Margaret Hallay und Marianne Müller-Antoine (S. 24-27). Die Autorinnen unterstreichen, dass Lehrende ihren Blick auf Kinder in vielen Fällen verändern müssen, um deren Recht auf Beteiligung zu erfüllen. In dem Beitrag wird ein Grundschulprogramm zur Umsetzung der Kinderrechte vorgestellt („buddy-Grundschulprogramm-Kinderrechte“). In diesem Schulentwicklungsprogramm kooperieren der buddY E.V. und Unicef Deutschland mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung in NRW. Konkreter Inhalt des Programms ist die Qualifizierung von LehrerInnen und pädagogischen Fachkräften, damit sie ihre Angebote an den Kinderrechten ausrichten (können).

Birgit Kasimirski stellt die Arbeit des Heimatsucher e.V. vor (S. 28-29). Seit 2011 tritt der Verein an Schulen heran und behandelt mit SchülerInnen ab der 4. Klasse persönliche Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden. Mit Briefen aus der Vergangenheit möchten die Mitglieder des Vereins Kinder ohne Überforderung an die Themen Flucht und Vertreibung heranführen. Angesetzt wird dabei an scheinbaren Kleinigkeiten, die die Kinder gut nachvollziehen können wie zum Beispiel, dass Freunde plötzlich nicht mehr mit den Betroffenen spielen wollten. Wichtig dabei ist, dass die Personen überlebt haben. So wird deutlich, dass ihnen trotz aller Verluste ein langes Leben vergönnt war.

Mit ihrem Beitrag Benjamin Blümchen kämpft für die Demokratie (S. 30-31) gibt Yvonne Blöcker einen Einblick in die Forschung. Sie stellt dar, mit welchen Bildern von Demokratie in verschiedenen Kindersendungen gearbeitet wird.

Im Service-Teil stellen Meike Mennekes und Stefan Betting in ihrem Beitrag Mit Kindern Konflikte lösen (S. 32-33) das Bensberger Mediations-Modell vor, das sowohl auf Prävention als auch auf Intervention zielt.

Ruth Kichmann entwirft eine Doppelstunde zum Thema Politik im Dialog – Lernen mit einem Comic (S. 36-37). Als Grundlage dient ihr dabei die Internetplattform der Bundeszentrale für politische Bildung „Hanisauland“. Erzählt wird dabei die Geschichte des Landes in dem Hasen, Nilpferde und Säue eine Demokratie aufbauen. So gibt der Comic mit Witz und Humor einen Einstieg dazu, wie eine Demokratie entstehen kann.

Literatur zum Thema findet sich auf Seite 38 und in der der Debatte geht es um Hirndoping: Gefahr schon an Grundschulen (S. 39). Der Beitrag von Laura Millmann blickt kritisch auf die Einnahme leistungssteigernder Medikamente bereits im Grundschulalter. Abgerundet wird die Zeitschrift mit Meldungen aus der Welt der Bildung und dem Kollegialen Rat.

In allen Beiträgen zum Titelthema dieser Ausgabe wird mehr oder minder explizit die Überzeugung deutlich, dass Menschen, die in ihrer Kindheit Wertschätzung und Respekt erfahren haben, und ein Lebensumfeld hatten, in dem Partizipation möglich war sowie Vielfalt akzeptiert wurde, später diese Werte weitergeben und sich zudem für Demokratie in einer Welt der Vielfalt einsetzen. Zugleich sei eine solche Erziehung die beste Prävention. Da bleibt abschließend nur noch zweierlei zu hoffen: Einerseits, dass diese Ziele möglichst flächendeckend umgesetzt werden und Partizipation und Teilhabe die Erwartungen, die in sie gesetzt werden erfüllen können!
Link zur Zeitschrift:
http://www.die-grundschule.de/
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Die unglaubliche Kraft der Physik ist das Thema von Westermanns Sachunterricht Weltwissen, Heft 3 / August 2016. In der Zeitschrift gibt es Hebel, Pendel, Flaschenzug, Wasserkraft und den Rückstoß als Themen für die Grundschule zu entdecken.

In ihrem Didaktischen Kommentar: Kräfte, Wirkungen und mechanische Gesetzmäßigkeiten gibt Daniela Schmeinck einen Einstieg ins Thema und ins Heft. Sie beschreibt Kräfte, Wirkungen und mechanische Gesetzmäßigkeiten als Aspekte der naturwissenschaftlich-technischen Bildung in der Grundschule. Dabei unterstreicht Schmeinck: „Indem Kinder sich mit den Kräften beschäftigen, denen sie im Alltag ständig begegnen, gewinnen sie Einblicke in physikalische Gesetzmäßigkeiten, grundlegende Wirkprinzipien und Funktionsmechanismen einfacher Maschinen“ (ebd., S. 7).  Im Anschluss an den Kommentar werden in der Rubrik Unterrichten Einheiten zum Thema vorgestellt. Zu jeder Unterrichtseinheit werden Materialien bereitgestellt – im Heft und als Download (Überblick und Anleitung auf S. 50).
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Oliver Britz titelt seinen Beitrag Make it easy. Er stellt eine Unterrichtseinheit zum Thema Hebel mit einem Stundenumfang von zwei bis drei Stunden für Klasse 3-4 vor (S. 8-13). Ziel dieser Einheit ist es, die Bedeutung von Hebeln in der Lebenswelt der Kinder herauszustellen. Britz unterstreicht, dass es in der Grundschule wichtig ist an den Alltagserfahrungen der Kinder anzusetzen. Indem Kinder ihre Handlungs- und Verstehensprozesse verknüpfen, können sie technische Abläufe und Gegenstände verstehen sowie sich kritisch mit Technik auseinandersetzen. Der Autor unterstreicht, dass der gewählte problemorientierte Zugang ein Umdenken der Lehrkräfte erfordert, denn die Frage nach dem 'Was' gelernt werden soll wird durch die Frage des 'Wie' relativiert (ebd., S. 8).

Das Fadenpendel als Ein Hin und Her ist das Thema von Daniel Dohmen (S. 14-18). Zielgruppe der Unterrichtseinheit im Umfang von drei bis vier Stunden ist Klasse 4. In deren Verlauf erarbeiten die SchülerInnen die Geschichte des Pendels, entdecken Pendel im Alltag, lernen die Kräfte, die bei der Bewegung des Pendels wirksam werden kennen und experimentieren mit einem selbstgebauten Pendel.

Kraft, Arbeit und Weg des Flaschenzugs ist das Thema von Moritz Harder (S. 20-25). Er stellte eine Unterrichtseinheit für die Klassen 1-4 vor, für die zwei bis vier Unterrichtsstunden einzuplanen sind. Dabei widmet er sich der Frage, wie Kraft und Bewegung zusammenhängen und was das wiederum mit Arbeit zu tun hat.

In seinem Beitrag Power der Natur befasst sich Birk Rasmus Savilius mit der Wasserkraft (S. 26-33). Mit der Unterrichtseinheit Vom Wasserrad zur Turbine (Klassen 3-4, Umfang 3-5 Unterrichtsstunden) will er zugleich Einblicke in die historische Energienutzung geben und Anschluss an aktuelle Technologien ermöglichen.

Das Prinzip von Kraft und Gegenkraft kann mit der von Torben Tesse vorgestellten Unterrichtseinheit Newton in der Grundschule erarbeitet werden (S. 34-41). Diese kann in den Klassen 3 und 4 mit einem Umfang von vier bis sechs Unterrichtsstunden umgesetzt werden. Antriebsarten wie Raketen- oder Düsenantrieb lassen sich so erklären und verstehen. Auch hier wird – wie bei allen anderen Einheiten – wieder an den Erfahrungen und der Lebenswelt der Kinder angeknüpft.

Auf Seite 43 finden sich Knifflige Fragen zu den vorgestellten Unterrichtseinheiten. Dabei handelt es sich um Frage und Antwortkarten von Tilman Dreher, die die Kinder zum Forschen anregen.

In der Rubrik Weitergedacht stellt Daniela Schmeinck vor, wie Tablets dazu genutzt werden können, Versuchsprotokolle zu erstellen (S. 45-46). Zwei Aspekte hebt sie dabei besonders hervor: die besondere Funktion der Dokumentation von Lernergebnissen, die durch die Nutzung von digitalen Medien zusätzliche Möglichkeiten eröffnet sowie dass auch bei der Nutzung dieser Medien die formale Struktur einzuhalten ist und sich der Mehrwert eines solchen Medieneinsatzes durch den didaktischen Kontext ergibt und nicht bereits durch das Medium selbst.

Am Ende des Hefts – im Magazin (S. 47-50) – sind Medien- und Büchertipps, eine Liste Außerschulischer Lernstandorte für die gesamte Republik sowie eine Vorschau zur nächsten Ausgabe zu finden.
LInk zur Zeitschrift:
http://www.sachunterricht-weltwissen.de
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Im Fördermagazin Grundschule, 3/2016 des Cornelsen Verlags geht es um das Vergleichen und Messen. Dieses sind elementare Tätigkeiten im Bereich der mathematischen Größen.

Im Basis-Beitrag beschäftigt sich Johanna Zöllner damit, wie ein kompetenter Umgang mit Größen im Mathematikunterricht der Grundschule grundgelegt werden kann (S. 5-9). Insbesondere nimmt sie dabei Möglichkeiten des indirekten Vergleichs in den Blick. Zöllner beschreibt die Verwendung unterschiedlicher Mittler und erklärt welche Teilkompetenzen dabei von Bedeutung sind.

Friederike Reuter veranschaulicht in ihrem Beitrag Eselsschwanz und Ringelschwänzchen, den direkten und indirekten Vergleich von Längen (S. 15-19). Eingebettet in eine Geschichte, erhalten die Kinder Gelegenheit, den direkten und indirekten Längenvergleich zu üben. Weil die Sachaufgaben hier mit einer Geschichte verknüpft werden, entstehen für die Kinder bedeutsame Situationen, die sie motivieren und ihnen differenzierte Lernchancen bieten (ebd., S. 12). So werden vielerlei Konzepte aufgebaut und die Auge-Hand-Koordination wird trainiert.

In ihrem Aufsatz Von der Wippe zur Waage beschreibt Friederike Reuter eine kindgerechte Einführung von Vergleichsinstrumenten im Größenbereich Gewichte. Sie gibt viele Beispiele und beschreibt Experimente, die aus der MachmitWerkstatt MiniMa an der PH in Karlsruhe stammen – sich aber auch für den Einsatz in der Grundschule eignen. So wird deutlich, wie die Kinder Vorstellungen über Stoffdichte aufbauen und „Schwierigkeiten bei vergleichenden Schätzprozessen“ (ebd., S. 18) überwinden.

Für den Aufbau von Vorstellungen im Größenbereich Längen stellen Helene Vollmuth, Friederike Reuter und Christiane Benz die 'Meterschlange' vor (S. 20-24). In dem dargestellten Praxisbeispiel wird der Frage nachgegangen „Wie lang ist eigentlich 1 Meter?“. Es wird beschrieben, wie diese abstrakte Längenangabe durch unterschiedliche Aktivitäten zu einer konkreten Vorstellung werden kann. Die Kinder lernen alltagsnahe Repräsentanten dieser Größe kennen – sogenannte Stützpunktvorstellungen. Sie festigen ihre Vorstellung von der wichtigen Längenangabe 1 Meter. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für das Schätzen (ebd., S.20).

Moritz Herzog, Annemarie Fritz und Antje Ehlert setzen sich damit auseinander, welche Teilleistungen beim Längenvergleich eine Herausforderung für die SchülerInnen darstellen und welche eher leicht fallen. In ihrem Beitrag „Hier kann man's sehen, aber was macht man da? (S. 25-28) beschreiben sie, wie in der Grundschule der direkte mit dem indirekten Längenvergleich verknüpft werden kann.

Das Bilderbuch 'Kleiner Riese, großer Zwerg' bietet einen kindgerechten, motivierenden Einstieg in den Größenbereich der Längen sowie weitergehende Lernanlässe im Bereich des Messens. In ihrem Beitrag „Die sind doch beide fast gleich groß.“ (S. 29-32) berichten Dagmar Bönig, Julia Lange und Bernadette Thöne, wie sie in einer stark heterogenen, jahrgangsgemischten Schuleingangsphase zum Größenbereich der Längen gearbeitet haben. Das Bilderbuch 'Kleiner Riese, großer Zwerg' stellt dabei den sinnstiftenden Kontext für die Kinder dar. Weil die Geschichte die Kinder emotional anspricht, sind sie motiviert, sich den mathematischen Auseinandersetzungen, dem tragenden Bestandteil der Geschichte, zu stellen.

Material für alle Fälle ist auf den Seiten 33 bis 38 zu finden. Diese konkreten Praxisideen beschäftigen sich mit der Frage: Wer springt weiter?, um die Mess- und Größenkompetenzen durch den Einsatz von Sprunglängen zu fördern.

Unter der Rubrik Impulse vertritt Traugott Böttinger die Meinung, dass die sonderpädagogische Förderung auch in den Regelschulen mehr Einzug finden muss. Sie beschreibt die Schulische Förderung aus sonderpädagogischer Sicht (S. 39-40), weil im Rahmen der Inklusion auch SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Regelschulen ihren Bedürfnissen entsprechend beschult werden müssen. Als Grundlagen sonderpädagogischer Förderung nennt sie:
  • das Individuum als Ausgangspunkt,
  • die Orientierung an vorhandenen Kompetenzen und
  • Förderung als Entwicklungshilfe.
Instrumente sonderpädagogischer Förderung sind:
  • die sonderpädagogische Diagnostik,
  • die professionelle Förderplanarbeit und
  • die Durchführung einer Förderung entlang des jeweiligen Förderschwerpunkts.
Traugott Böttinger macht als entscheidende Frage der nahen Zukunft aus, wie „eine kompetenzorientierte und vom Schüler aus gedachte Förderung möglich [wird], ohne die Vorgaben der Lehrpläne, die in Regelschulen einen deutlich höheren Stellenwert haben als in Förderschulen, zu vernachlässigen“ (ebd., 40). Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet die Autorin kompetenzorientierte Lehrpläne.

Den Abschluss der Fachzeitschrift bilden Hinweise zu Büchern Medien und digitalen Helfern (S. 41-42).

Link zur Zeitschrift:
http://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/foerdermagazin-grundschule

 

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