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Rezensionen und Reviews
26.10.2016  Meike Sauerhering

Blick in die Fachzeitschriften – Grundschule. Oktober 2016

Die Inhalte von vier Grundschulzeitschriften werden hier vorgestellt, jeweils einen Artikel haben wir für unser Portal übernommen. Eine der Fachzeitschiften befasst sich mit der räumlichen Gestaltung von Klassenzimmern und Schulen. Bei den drei anderen stehen Themen von gesellschaftlicher Relevanz im Zentrum. Ganz gleich, ob es sich dabei um Extremismus, Kinderrechte oder die Frage handelt, warum schwierige Kinder schwierig sind, wird eines deutlich: Immer geht es auch um Partizipation, um die Beteiligung von Kindern, die als Prävention verstanden wird.
Die Ausgabe Lernende Schule (Heft 75, 2016) setzt sich mit unterschiedlichen Formen von Extremismus auseinander. Es wird der Frage nachgegangen, inwiefern dieser die Schule (PädagogInnen) berührt. Die Redakteure Thomas Klaffke und Botho Priebe setzen bei der Überzeugung an, dass die beste Prävention gegen Rechtsextremismus in der demokratischen Gestaltung von Schule liegt. So steht im Mittelpunkt der Ausgabe die Werkstatt „Demokratische Schule gegen Extremismus“. Zudem wenden sich die Autoren mit ihren Beiträgen gegen „religiös motivierten Extremismus, dumpfen Rechtspopulismus und nationalkonservative Beschränktheit“ (S. 1). Die Artikel sollen der Bildung, Aufklärung und Erziehung dienen. Einen interessanten Einstieg ins Thema können die Zahlen und Bilder zur Radikalisierung (S.16-17) bieten: Deutsche Sicherheitsbehörden schätzen, dass seit dem Beginn des Krieges im Irak 800 Menschen nach Syrien oder in den Irak gereist sind, um sich dem IS anzuschließen. Die Zahl der jugendlichen Salafisten wird in NRW auf 135 geschätzt. 10.000 Rechtsextremisten werden in der BRD vom Verfassungsschutz als gewaltbereit eingeschätzt. 2015 gab es 39.000 politisch motivierte Straftaten, davon ca. 23.000 rechtsmotiviert.
In der Rubrik Grundsätzliches und Strittiges finden sich drei Beiträge mit verschiedenen Schwerpunkten. Sanem Kleff wendet sich präventiv gegen menschenfeindliche Ideologien und dem Lernziel Gleichwertigkeit (S. 4-8) zu. Er stellt theoretische Grundlagen von Präventionskonzepten vor und schildert Bedingungen, unter denen sie ihre Wirkung entfalten können. Insbesondere beleuchtet Kleff dabei die Möglichkeiten im System der Schule. Dabei geht es ihm darum, Schule so zu stärken, dass sie zu einem Ort wird, an dem sich Kinder und Jugendliche angstfrei mit allen Themen auseinandersetzen können, die sie bewegen (S. 6). Hierfür benötigen sie eine respektvolle Atmosphäre, die ihr Selbstwertgefühl stärkt. Von einer persönlichen gestärkten Basis aus ist es leichter möglich, (kulturelle) Unterschiede, fremde Normen und Werte zu akzeptieren und sich dem zuzuwenden, wie diese entstanden sind und was sie bedeuten. Irritation, Unruhe und insbesondere Angst entstehen dann nicht so leicht. Das ist wichtig, denn „wo Angst überhand nimmt, sind extremistische, menschenfeindliche Ideologien, die scheinbar einfache Lösungen bieten, nicht weit“ (S. 4).
Die Erscheinungsformen und Ursachen von Extremistischen Strömungen (S. 8-11) beleuchtet Benno Hafeneger. Bei allen Unterschieden lassen sich Gemeinsamkeiten zwischen der rechtsextremistischen und neo-salafistischen Szene herausstellen. Hafeneger stellt typische Merkmale (S.10) dar:
  • Beide Szenen bieten ein Patchwork von Vorurteilen, Abwertungen und Ausgrenzungen. Diese werden verbunden mit einem vereinfachten Deutungsangebot.
  • Beide Ideologeme bieten Zugehörigkeit zu etwas Großem. Damit ist ein spezifischer Lebenssinn verbunden. Gleichzeitig verlangen beide Gehorsamkeit und Unterwerfung. Sie implizieren Gewaltbereitschaft und Selbstaufopferung.
  • Beide bieten eindeutige Welt- und Feindbilder sowie Jugendkulturen.
  • Sie sind in den Medien, im Internet und in den sozialen Netzwerken präsent.
Zudem beschreibt der Autor, was für Jugendliche den Reiz dieser Szenen ausmacht, wie die Jugendkulturen darin aussehen und wie ein Radikalisierungsprozess typischerweise verläuft. Abschließend nennt Hafeneger Gegenstrategien, für die Schule steht aus seiner Perspektive die interkulturelle Öffnung im Mittelpunkt. Dazu bedarf es jedoch „politischer Anstrengungen, zusätzlicher Ressourcen und guter Bedingungen“ (S.11).
Im Interview mit Botho Priebe unterstreicht Sylvia Löhrmann, die stellvertretende Ministerpräsidentin aus NRW, die Bedeutung der Demokratischen Schule gegen Populismus und Extremismus (S.12-15). Dort werden Werte unserer Gesellschaft, wie Toleranz, Respekt und Vielfalt, in den Mittelpunkt gerückt. Dabei unterstreicht sie, dass Schule nicht an die Stelle von Politik treten, jedoch einen wichtigen Teil zur Aufklärung von Jugendlichen beitragen kann. Schule hat den klaren Auftrag zu einer demokratischen Bildung und Erziehung zu Menschenwürde und Menschenrechten, zu Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit.

In der Rubrik Praxis finden sich sechs Beiträge, die sich jeweils mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten dem Thema zuwenden. Heidrun Hassel beantwortet in dem Beitrag Religiös motivierter Extremismus: Präventionsarbeit (S. 18-21) die Frage was LehrerInnen tun können. Die Autorin ist Leiterin des Referats „Prävention“ beim Polizeipräsidium Mannheim und stellt den „Mannheimer Präventionsansatz“ vor. Dabei geht sie der Frage nach, wie die Polizei und mögliche Netzwerkpartner die Phänomene von religiös motiviertem Extremismus verhindern oder zumindest reduzieren können. Insbesondere nimmt die Autorin in der Gesellschaft verbreitete Vorurteile und Stereotype und deren Auswirkungen in den Blick. Abschließend unterstreicht sie die Bedeutung der Selbstreflexion von Lehrkräften im Schulalltag, beschreibt die Notwendigkeit mit SchülerInnen ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu bleiben. Wichtig ist es, aufmerksam zu beobachten, ob Jugendliche sich radikalisieren. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sie Religion und Politik vermischen, Verschwörungstheorien übernehmen, den Kontakt zu Freunden und Mitschülern abbrechen, nur noch „Schwarz-Weiß-Denken“ und liberale muslimische Mitschüler verurteilen (S.21). Zudem erläutert Hassel, wie Lehrkräfte damit umgehen können, wenn sie vermuten, dass Jugendliche sich radikalisiert haben.

Götz Nordbruch stellt die Arbeit des Vereins ufuq anhand des Projekts „Wie wollen wir leben?“ (S. 22-24) vor. Nordbruch beschreibt Rassismus und Salafismus als Zeichen einer zunehmenden Polarisierung in der Gesellschaft. Weil diese auch Spuren im Alltag von jungen Musliminnen und Muslimen hinterlassen, ist es Anliegen des Vereins, mit ihnen über religiöse Fragen ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es jedoch nicht um die Vermittlung religiöser Lehren. Vielmehr werden Gespräche über Normen und Werte initiiert, die für alle Jugendlichen relevant sind. Mehr über die Arbeit des Vereins ist über dessen Seite zu erfahren: www.ufuq.de.

Den KennenLERNladen (S. 25-28) stellt Charlotte Gallenkamp vor. Dort erhalten überwiegend Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund eine Lernförderung. Im Laufe ihrer Arbeit haben die dort Tätigen jedoch gemerkt, wie wichtig Beziehung, Anerkennung und Teilhabe für die Verhinderung einer Radikalisierung von Jugendlichen sind, und fokussieren seitdem bewusst die Stärkung und Anerkennung der Jugendlichen. Um dieses zu illustrieren, schildert die Autorin die Geschichte eines jugendlichen Bürgerkriegsflüchtlings.

Auf den Seiten 29 bis 31 werden Beispiele aus dem Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, auf den Seiten 32 und 33 eine „Bildstrecke“ zu den Themen Glauben und Werte vorgestellt. Auf den Seiten 34 und 35 findet sich eine Sammlung von Zitaten: Zwischen Dschihadismus und Islamphobie, die für Fortbildungen im Kollegium oder für Unterrichtsprojekte verwendet werden kann. Zwei betroffene Schulleiter berichten im Gespräch mit der Lernenden Schule (S. 36-40), wie sie von extremistischen Kampagnen und Hass im Netz betroffen waren/sind und wie sie damit umgehen. In diesen Schilderungen wird deutlich, dass sie dabei auf wenig bis keinen Rückhalt übergeordneter Behörden bauen können. Beide Schulleiter plädieren dafür, eine möglichst große Öffentlichkeit bei derartigen Vorfällen zu schaffen.

Im Fokus Schulleitung steht ein Fragenkatalog zu Intervention und Prävention: Achtsam gegen jede Form von Extremismus in der Schule (S.40-42).

Zur Vertiefung des Themas werden abschließend im Magazin Literaturempfehlungen gegeben. Besprochen wird: Ahmad Mansour: Generation Allah. Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen. Frankfurt am Main (2015), Oliver Decker; Johannes Kiess; Elmar Böder (Hg.): Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Gießen (2016), Dominic Musa Schmitz: Ich war ein Salafist. Meine Zeit in der islamistischen Parallelwelt. Berlin (2016), Lamya Kaddor: Zum Töten bereit. Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen. München, Berlin, Zürich (2015).
Den Link zum Heft finden sie hier:
https://www.friedrich-verlag.de/sekundarstufe/schulleitung/lernende-schule/
 
Die Grundschulzeitschrift (Heft 297 / September 2016) aus dem Verlag Friedrich veröffentlicht in ihrer Rubrik Gute Schule Grundlagen, Standpunkte und Impulse für die Praxis zum Thema Kinderrechte. Zudem finden Sie in dem Heft zahlreiche Impulse zur Reflexion der eigenen Haltung und des eigenen Handelns in Bezug auf die UN-Kinderrechtskonvention. In der Rubrik Guter Unterricht wird das Thema Sach- und Fachgespräche führen behandelt. Die fachspezifischen Besonderheiten werden ebenso beleuchtet wie die Gemeinsamkeiten ertragreicher Diskurse in den verschiedenen Fächern. Dabei geht es „darum, den Kindern typische Denk-, Ausdrucks- und Arbeitsweisen des jeweiligen Fachs näher zu bringen.“ (S. 1) Zu den beiden Schwerpunktthemen werden im Magazin (S. 54-56) Buchempfehlungen gegeben.
 
Jan von der Gathen richtet seinen Blick auf die historische Entwicklung der Kinderrechtsbewegung und zeichnet in seinem Beitrag eine Geschichte der Partizipation von Kindern (S. 4-7). Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, stellt er fünf verschiedene pädagogische Ansätze vor. Auf diese Weise fächert von der Gathen auf, wie unterschiedlich damit umgegangen wurde, „dem Kind das Recht zuzugestehen, das sein zu dürfen was es ist“ (S. 4). Er skizziert in seinem Beitrag die Natur des Erziehers in Rückgriff auf den Franzosen Jean Jaques Rousseau (1712 bis 1778), thematisiert die Erziehung als gesellschaftliche Aufgabe anhand des sowjetischen Pädagogen Anton Semjonowitsch Makarenko (1888 bis 1939), beschreibt die 'Boys Town' von Edward Joseph Flanagan (1886 bis 1948) in den USA, widmet sich den deutschen Zeltlagerrepubliken der sogenannten Kinderfreunde in der Weimarer Zeit (Kurt Löwenstein 1885 bis 1939) sowie der grundlegenden Überzeugung des Polen Janusz Korczak (1878 bis1942), dass Kinder die Welt verändern können. Von der Gathen stellt heraus, dass die Auseinandersetzung mit den Rechten von Kindern ihre Wurzeln in den Köpfen von „Pionieren der Bildung“ (S.7) hat. Partizipation bedeutet, Macht, Einfluss und Rechte zu teilen. An diese Quintessenz schließt der Autor Fragen an, die die Leserin, den Leser dazu bewegen, sich Gedanken über das Thema Kinderrechte zu machen: Besteht die Gefahr, die Welt aus den Augen zu verlieren, wenn das einzelne Kind im Vordergrund steht? Ist es für Erwachsene ein Verlust oder Gewinn, wenn sie ihre Rechte mit Kindern teilen? Wie würden sich Gesellschaft und Schule verändern, wenn Kindern konsequent Rechte zugesprochen würden?.
 
Sonja Student und Jasmine Gebhard berichten von wichtigen Erfahrungen aus ihrer Arbeit in dem hessischen Modell-Schulnetzwerk für Kinderrechte. In ihrem Beitrag Universalität in Verschiedenheit. Auf dem Weg zur Kinderrechtsschule (S. 8-11) beschreiben sie, warum und wie in 21 beteiligten Schulen, Kinderrechte „zum ganzheitlichen Werte- und Bezugsrahmen für die Entwicklung und den Alltag der Schule“ (S. 8) gemacht werden. Die Kinderrechte werden so aus der Nische der „Einzel-und Feiertagsprojekte“ (ebd.) herausgeholt. Das hat weitreichende Folgen sowohl für einzelne Unterrichtsstunden und Projekte als auch für die gesamte Schulkultur und kann bis hin zur Öffnung von Schulen in kommunale Bildungslandschaften mit außerschulischen Partnern führen. Konkret startet der Weg zur Kinderrechtsschule mit einem pädagogischen Tag zum Thema Kinderrechte und führt über die Verankerung der Kinderrechte im Curriculum der Schule zu einer demokratischen Lernkultur mit dem Recht auf individuelle Förderung. Als bedeutsam für die Entwicklung der Schulen beschreiben die Autorinnen, wenn Kinder als Kinderrechte-Botschafter auch über die eigene Schule hinaus tätig werden und dass es ausgesprochen wichtig ist, die Eltern zu beteiligen. Weil Schulen ihren Bildungsauftrag nicht ohne die Unterstützung von außerschulischen Partnern erfüllen können, werden diese in dem beschriebenen Projekt als wichtige Akteure in der Gestaltung lokaler Bildungslandschaften verstanden.
 
Adolf Bartz beschreibt Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen als Fixstern für die Grundschularbeit (S.12-15). Mit der Kinderrechtskonvention erlangen Kinder einklagbare Rechte. Ihnen steht Schutz vor Übergriffen, vor Gewalt, Missbrauch und vor Vernachlässigung zu. Sie haben das Recht auf Leben und damit Unversehrtheit, auf Gleichberechtigung und auf Teilhabe, Förderung und Bildung. Auch der Grundsatz der Inklusion lässt sich daraus ableiten. Der Autor drückt sein Erstaunen darüber aus, dass die Kinderrechtskonvention nach ihrer Verabschiedung 1989 zunächst wenig Beachtung in Deutschland fand. Weil sie aber Kinder erstmals mit fixierten Rechten ausstattet und sie damit von Objekten der Fürsorge in Subjekte verwandelt, ist sie für Schulen von grundlegender Bedeutung. Erwachsene haben ihr Handeln gegenüber dem Kind daran auszurichten, was das Beste für es ist: eine Orientierung am Kindeswohl. Dieses lässt sich jedoch nicht vom Erwachsenen allein definieren. Somit bildet Mitbestimmung, also Partizipation, den Dreh-und Angelpunkt. Dieser muss auch Auswirkungen auf die Gestaltung von Schule und Unterricht haben. SchülerInnen sind an allen wesentlichen Entscheidungen und an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen: zum Beispiel bei der eigenständigen Klärung von Konflikten oder auch durch die Möglichkeit, Mitverantwortung für den Lehrplan zu übernehmen. Abschließend stellt Bartz heraus, dass es nicht im Belieben der Schule steht, die Kinderrechtskonvention zu beachten, vielmehr ist sie durch ihre Ratifizierung ein Bundesgesetz geworden und somit rechtsverbindlich. Der Autor kann auch davon berichten, dass in Schulen, die sich auf den Weg gemacht haben, Kinderrechtsschule zu werden (und das sind in einer Vielzahl Grundschulen), ein positiver Einfluss auf das Miteinander von LehrerInnen und SchülerInnen festzustellen ist.
 
Auch Lothar Krappmann setzt die Kinderrechte als Bezugspunkt für die Schule. Im Interview (Kinderrechte geben der Schule Orientierung, S. 16-19) mit der Grundschulzeitschrift beantwortet er Fragen zum Manifest „Kinderrechte, Demokratie und Schule“, das er gemeinsam mit Christian Petry herausgegeben hat. Krappmann erläutert, warum es jetzt Zeit für dieses Manifest war und welche Chancen und Herausforderungen mit der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention einhergehen. Mit dem Manifest wird gezeigt, dass Schule Kindern Einsichten, Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein vermitteln kann. Kinder respektive Schülerinnen und Schüler sollen durch sachliche Aufklärung in ihrer Urteilskraft und ihrem Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden, sodass sie letztlich ihre Rolle als Mitglied der Gesellschaft ausfüllen können. Ähnlich wie Bartz unterstreicht auch Krappmann, dass Kinder als Subjekt in den Mittelpunkt der Bemühungen von Erwachsenen geraten müssen und ihnen die Möglichkeit, selbst Entscheidungen zu treffen, eingeräumt werden muss. Ergänzt wird dieser Beitrag mit Auszügen aus dem Manifest, die einen guten Einblick geben, welche Bedeutung Kinderrechte für die Gestaltung von Schule haben könnten – oder nach Meinung der Autoren auch haben sollten.
In der Rubrik Standpunkte (S.20-23) werden relevante Informationen, Standpunkte und Akzente zum Thema aus anderen Quellen wiedergegeben.
 
In das Schwerpunktthema (Sach- und Fachgespräche führen) der Rubrik Guter Unterricht führt Nicola Meschede mit ihrem Beitrag Über die Sprache ins Gespräch kommen (S.25-28) ein. Wenn Unterricht als komplex zu bezeichnen ist, dann trifft dieses für das Führen von Fachgesprächen in besonderem Maße zu, denn diese sind multidimensional und Vieles passiert gleichzeitig. Als Kern des Unterrichts ermöglichen Gespräche über die Sache den Austausch von Denkweisen und fördern die Entwicklung von Wissen. Jedoch zeigen jüngere Befunde, dass Unterrichtsgespräche häufig eng geführt werden und den Kindern nur wenig Beteiligung ermöglichen (vgl. S. 25). Meschede versteht ihren Beitrag – sowie den gesamten Thementeil – als Plädoyer für Fachgespräche. Deren Bedeutung für das Lernen wird herausgestellt. Damit diese Gespräche die gewünschte Wirkung erzielen, müssen Lehrkräfte die Kinder aktiv zum Denken herausfordern. Bestenfalls unterstützen sie Kinder im Gespräch und halten die Balance zwischen problematisierenden und strukturierenden Maßnahmen. Gleichzeitig sind Lehrkräfte auch die VertreterInnen der jeweiligen Fachdisziplin – somit kommt ihnen die Aufgabe zu, in die jeweilige Disziplin einzuführen. Welche Bedeutung darin liegt, zeigt Meschede an Beispielen aus dem Sachunterricht im Themenfeld Schwimmen und Sinken (S. 27). Weitere Beispiele für verschiedene Domänen werden in den nachfolgenden Beiträgen gegeben.

Verena Zucker und Miriam Leuchter thematisieren in ihrem Beitrag Kognitiv aktivieren im naturwissenschaftlichen Grundschulunterricht (S. 29-32) das Fachgespräch zwischen LehrerIn und SchülerInnen während der Arbeitsphase. Sie unterstreichen, dass dieses eine gute Möglichkeit ist, individuelle Lernprozesse zu unterstützen.

Das Frühförderprojekt „Mathefüchse“ (S. 34-37) stellen Daniela Götze und Ulrich Schwätzer vor. Es handelt sich um ein Projekt, das der Übergangsgestaltung dient – auch wenn es im Fach Mathematik verortet ist. Die Autoren zeigen, wie mathematische Fachgespräche zwischen Viertklässlern und Kindergartenkindern geführt werden können. Sie berichten über erste Erfahrungen und stellen Gesprächsausschnitte vor.
Christine Beckerle widmet sich der Alltagsintegrierten Sprachförderung im Unterrichtsgespräch (S. 38-41). Sprache nicht nur in spezifischen Unterrichtssettings oder Schulstunden zu fördern, sondern durchgängig im Unterricht Sprachanregungen zu schaffen ist die Grundidee alltagsintegrierter Sprachförderung. Dabei werden nicht nur Kinder mit Schwierigkeiten im Bereich Sprache in den Blick genommen, vielmehr kann die ganze Klasse von solch einer Förderung profitieren.

Ein weiterer Beitrag zeigt, wie das Philosophieren – als eine besondere Form des Gesprächs – in jeden Fachunterricht integriert werden kann. Staunen, Fragen Nachdenken – Philosophieren (S. 42-45) lautet der Titel dieses Beitrag. Die Autorin Kerstin Michalik macht deutlich, dass Philosophieren als ein Unterrichtsprinzip verstanden werden kann, welches es ermöglicht, den Fragen der Kinder nachzugehen. Deutlich wird, dass es viele Fragen gibt, auf die keine (endgültige oder umfassende) Antwort zu finden ist, bei denen es sich aber dennoch lohnt, darüber nachzudenken.

Miriam Morek und Vivien Heller setzen sich mit dem Unterrichtsgespräch mit Fokus auf der Förderung des Erklärens, Argumentierens und Berichtens auseinander. Sie geben konkrete Hinweise, wie das domänenübergreifend gelingen kann: Diskurskompetenz in fachlichen Unterrichtsgesprächen fördern (S. 46-50).
Zum Abschluss des Thementeils teilen Andreas Feindt (Ein kurzer Bericht über die Emotion vor der Kognition, S. 51) und Sandra Langenhahn (Mit Kindern über Texte sprechen, S. 52-53) ihre Erfahrungen mit Sach- und Fachgesprächen mit den LeserInnen.
 
Deutlich wird mit diesem Heft, insbesondere mit dem Schwerpunktthema Kinderrechte, dass es an Schulen in Deutschland noch viel zu tun gibt. Nicht alles davon werden LehrerInnen als erste, unmittelbar zu lösende Aufgabe betrachten, denn so viele andersgelagerte Probleme drängen. Auch zeigt sich, dass Schulentwicklungsprozesse mindestens vom ganzen Kollegium getragen werden müssen, wenn sie nicht gar eine bildungspolitisch zu lösende Aufgabe darstellen!
Hier der Link zur Verlagsseite:
http://www.friedrich-verlag.de

Das Grundschulmagazin 5/ 2016 aus dem Verlag Oldenbourg hat als Schwerpunktthema Verhalten und Disziplin. Mit dem Thema sollen bedenkenswerte Vorschläge gegeben werden, wie störendes Verhalten deklariert werden kann, welche Ursachen es haben kann und wie ihm zu begegnen ist. Über das Schwerpunktthema hinaus, gibt es als Einstieg ins Heft Trends, News und Infos, gefolgt von der Position des Grundschulverbands zur Stärkung der Kinderrechte in Schule und Gesellschaft. Wie in dieser Zeitschrift üblich, ist viel Material enthalten. Zudem wird die Kurzserie zum inklusiven Unterrichten mit dem Förderschwerpunkt Hören fortgesetzt.

Sowohl der Basisbeitrag zum Schwerpunktthema als auch die ersten beiden Beiträge der Rubrik Praxis Pädagogik stammen von Jens Bartnitzky. Zum Einstieg geht er der Frage nach: Warum sind schwierige Kinder schwierig? (S. 7-12). Bartnitzky versucht den Begriff 'schwierige Kinder' zu definieren, um sich anschließend mit den Motiven der Kinder für ihr Verhalten auseinanderzusetzen. Abschließend fragte er nach, wie diesen Kindern in der Schule zu helfen ist, und wo die Grenzen der schulischen Verantwortung liegen.
In dem Beitrag Noah, pack die Karten weg!“ (S. 13-18)setzt sich der Autor mit erfolgreichen Interventionstechniken auseinander. Bartnitzky stellt vor: freundliche Anweisung, verbindliche Frage - verbindliche Antwort und Weg der Vernunft. Er erläutert jeweils die technischen Details, die zu beachten sind. Am Ende seines Beitrages beschäftigt er sich intensiv mit den übergreifenden Details, die für alle Techniken gelten: Wichtig sind echter Kontakt, dass der Kontakt andauert bis die Anweisung ausgeführt ist, eine konfrontative Körpersprache, eine präzise Wortwahl sowie eine angemessene Nachbetreuung. Zum Abschluss hebt Bartnitzky hervor: „Klappt-immer-Techniken gibt es nicht“ (S.18).

In dem Beitrag Sonne, Wolke oder Blitz – Arbeit mit Verhaltenszielen (S. 19-24) zeigt Bartnitzky wann ihre Anwendung sinnvoll ist. Er beschreibt diese Arbeit als recht aufwendig, so muss gut überlegt sein, wann sie für wen eingesetzt werden kann. Die Arbeit mit Verhaltenszielen ist langfristig angelegt. Sie ist erfolgversprechend, wenn sie bei Kindern eingesetzt wird, die ihr Verhalten ändern wollen. Der Autor beschreibt dezidiert, wie Verhaltensziele gebildet werden und wie die Arbeit vor- und nachzubereiten ist. In der Auseinandersetzung mit häufigen Fragen und Einwänden werden die Stärken und Schwächen dieser Arbeit deutlich. Die im Titel erwähnten Begriffe (Sonne, Wolke, Blitz) stehen für Symbole, die verwendet werden könnten, um dem Kind Feedback zu seinem Verhalten zu geben. Explizit wendet der Autor sich gegen den Einsatz von Smileys, weil diese mit ihren jeweiligen Gesichtsausdrücken für unterschiedliche Gefühle stehen. Beim Feedback zum Verhalten des Kindes sollte es sich jedoch gerade nicht um Emotionen handeln sondern um Reflexionshilfen. Immer sollte die LehrerIn sich dem Kind emotional zugewandt und wertschätzend gegenüberstellen.

Am Beispiel einer Dilemma-Geschichte zeigt Julia Giloj wie moralisches Lernen in der Grundschule funktionieren kann. In ihrem Beitrag So! Oder auch lieber anders? (S. 27-28, Bildkarten zur Geschichte S.29-30) zeigt sie, wie schwierig es sein kann, sich immer und immer wieder entscheiden zu müssen. Insbesondere wenn man in verzwickte Situationen gerät, aus denen es keinen guten Ausweg gibt. Anhand eines Beispiels beschreibt die Autorin, dass auch Kinder bereits in solche Situationen geraten können. Daher ist es wichtig, Entscheidungsmöglichkeiten erkennen und gegeneinander abwägen zu lernen. - So wird Urteilskompetenz aufgebaut.

Friedvolle Kommunikation ist ein Baustein sozialer Kompetenzen. Diese werden Auf dem Weg zur Giraffensprache (S. 31-32) gefördert. Julia Huber stellt diese kindgerechte Form, eigene Bedürfnisse und Wünsche klar zu formulieren, vor. Ziel dabei ist, präventiv gegen Konflikte beziehungsweise für einen guten Umgang mit diesen zu arbeiten.

Mit Zusammen sind wir stark! (S.38-40) thematisiert Emmerich Reingruber das Erlebnis in der Erlebnispädagogik. Er unterstreicht das Besondere von erlebnispädagogischen Spielen und deren Potentiale der Zusammenarbeit im Team.
Weil ca. 90% der Kommunikation von der Körpersprache bestimmt wird, beschreibt Simone Dambaur wie Kinder in der Grundschule für ihre eigene Körpersprache sensibilisiert werden können. Wirkungsvoll sprechen (S. 41-48 inkl. Arbeitsblättern) wird so möglich. In dem Beitrag wird eine Kartei vorgestellt, mit der sich das Thema erarbeiten lässt.
Auf den Seiten 49-53 wird das Lerntagebuch vorgestellt. Das ist der zweite Teil in der Kurzserie Praxis Pädagogik Über Lernen sprechen (S. 49-53). Nachdem im letzten Heft verschiedene Kleinformen vorgestellt wurden, die der Entwicklung der Reflexionsfähigkeit dienen, wird hier das Lerntagebuch als Möglichkeit den Lernzuwachs schriftlich zu fixieren in den Blick genommen – so geraten längere Zeiträume in den Blick und lassen sich auch rückblickend betrachten.

Der in dieser Ausgabe veröffentlichte zweite Teil der Kurzserie Pädagogik zum Thema Kinder mit Hörschädigung in der Grundschule (S. 54-59) ist untertitelt: mit den Augen hören – die Rolle von Schrift und Schriftlichkeit. Die Autorin Angela Enders beschreibt Schrift als Medium für hörgeschädigte Kinder zu kommunizieren und sich eigenständig Wissen anzueignen. Stark hörgeschädigte Kinder sind sehr abhängig von früher (elterlicher) Sprachförderung. Eltern reagieren optimalerweise auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Kinder und geben Einblick in Wissen und kulturelle Praktiken – aber auch die Schule trägt Verantwortung in diesem Bereich (S. 54). Vielfach kommen hörgeschädigte Kinder, die eine intensive vorschulische Förderung genossen haben, „mit soliden schriftsprachlichen Kompetenzen in die Schule“ (S.58). Wenn es gelingt, mit einem geeigneten Anfangsunterricht daran anzuknüpfen, kann das als Motivator dienen. Enders betont, dass phonetische Verfahren für hörgeschädigte Kinder jedoch völlig ungeeignet sind. Für sie eignet sich traditioneller Erstunterricht mit der Fibel deutlich besser.
Besonders eindrucksvoll schildert die Autorin, was es bedeutet, wenn akustische Reize nicht wahrgenommen werden können: Einerseits bereichern Stimmen oder Musik das Gefühlsleben und stehen für lustvolles Erleben. Darüber hinaus legen sie die Basis dafür, zeitliche und damit auch kausale Beziehungen herstellen zu können, wie beispielsweise, dass die Schritte auf dem Flur das Eintreffen der Mutter ankündigen, die das Fläschchen bringt. Das sind Zusammenhänge, über die sich Hörende (LehrerInnen) in aller Regel keine Gedanken machen dürften.
Hier der Link zur Zeitschrift:
http://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/grundschulmagazin
 
Über Raumgrenzen hinaus. Wie Ihr Klassenzimmer Ihren Unterricht beeinflusst und wie Sie das für sich nutzen können ist das Thema der Zeitschrift Grundschule (Westermann Verlag) Heft 7, September 2016.
In den Beiträgen der Rubriken Basis und Aus der Schule wird der Raum in seiner Funktion als 'dritter Pädagoge' in den Blick genommen. Es wird die wechselseitige Beziehung zwischen Raumgestaltung und Pädagogik thematisiert. Als Beispiele werden die Elbinselschule in Hamburg (Bewegte Lernumgebung für alle Sinne S. 10) und die Grundschule Landsbergerstraße in Herford (Der Raum provoziert die pädagogische Richtung S. 12-13) vorgestellt.

Joachim Kahlert und Kai Nitsche orientieren sich an den Kriterien guten Unterrichts, wenn sie zeigen, wie die Gestaltung der Lernumgebung verschiedene Lehrformen und Lernprozesse ermöglicht. Der Titel ihres Beitrags lautet: Der Raum entscheidet mit (S.6-9). Die Schule als Ort des Lernens muss Qualitätskriterien aufweisen, die sich auch in der Raumgestaltung wiederfinden. Sie muss klar strukturiert sein, muss eine überlegte Sitzordnung haben, sinnstiftende Kommunikation ermöglichen, vielfältige Sozialformen genauso ermöglichen wie individuelle Förderung. Dieses ist sowohl von gestalterischen wie auch baulichen Aspekten der Raumgestaltung abhängig. In dem Beitrag sind Links abgedruckt, unter denen für spezifische Probleme und Fragestellungen Lösungen angeboten werden.

Katrin Meyer zeigt aus ihrer Perspektive als Prüferin in der Qualitätsanalyse an Schulen in NRW die Grenzen der Raumgestaltung auf. Mit ihrem Beitrag Zu viel des Guten (S. 14-15) plädiert sie für eine besonnene Abwägung zwischen dem, was an Gestaltung wünschenswert und dem, was möglich ist. Denn oftmals geht die „Fülle an Informationen und Materialien zu Lasten der Struktur und Übersichtlichkeit der Klassenräume“ (S. 15).
In der Rubrik Kompakt werden verschiedene Aspekte zum Thema Sitzordnung vertieft. Beate Schuster unterstreicht Gestalten mit der Sitzordnung (S. 16-18), diese ist nicht nur für den Einzelnen sondern auch für die Klassengemeinschaft wichtig. Eine Anordnung der Tische in Form eines abgerundeten Us sollte gegenüber der typischen Reihenordnung favorisiert werden. Weil verschiedene Plätze mit einem unterschiedlichen Maß an Aufmerksamkeit verbunden sind, sollten die Plätze häufiger gewechselt werden – und zwar durch die Lehrkraft, nicht nach Wünschen der SchülerInnen selbst. Am Beispiel der Sitzordnung unterstreicht Beate Schuster so, „welch großen Einfluss eine Lehrkraft auf zentrale Out-come-Variablen im Klassenzimmer wie Mitarbeit, Leistung, aber auch Miteinander hat, indem sie ganz subtil kleine Maßnahmen ergreift.“ (S. 18)

Die nach außen-gerichtete Sitzordnung stellt Frauke Rodriguez vor. In ihrem Beitrag Neues wagen! (S. 19) schildert sie, wie die Aufmerksamkeitsschwierigkeiten einiger SchülerInnen sie zu diesem ungewöhnlichen Schritt veranlasst haben. Bei dieser Sitzordnung sind alle Schülertische so aufgestellt, dass sie während der Einzelarbeitsphasen in Richtung Wand oder Fenster zeigen. Die Autorin beschreibt, welche (positiven) Veränderungen damit einhergehen, sowohl in Bezug auf ihr Lehrerinnenverhalten als auch hinsichtlich des Verhaltens der SchülerInnen. Rodriguez beschreibt auch, wie sie die Bedenken von Eltern gegenüber dieser Maßnahme nach und nach ausräumen konnte.

Uwe Sandfuchs eröffnet uns mit seinem Beitrag zur Sitzordnung (S. 20-21) einen interessanten Blick in die Geschichte. Er zeigt, wie die jeweilige Idee von Schule beziehungsweise von ihrer gesellschaftlichen Funktion auch die räumliche Gestaltung bis hin zur Sitzordnung mitbestimmt. So schließt er seinen Beitrag mit dem Fazit „Wir haben gesehen: Schulräume, Schulmobiliar und die „Ordnung“ der Schüler sagen viel über zeitbedingte Auffassungen vom Lehren und Lernen sowie vom Verhältnis von Lehrkräften zu Schülerinnen und Schülern aus.“ (S. 21)

Im Hintergrundbeitrag beschreibt Otto Seydel Die Phase Null: Schulvorhaben gemeinsam planen (S. 22-24). Er erachtet es für notwendig, eine Plattform zu schaffen, „auf der die unterschiedlichen Akteure einer Schulbaumaßnahme – mit unterschiedlichen Interessen, mit unterschiedlichen Kompetenzen, mit unterschiedlichem Einfluss – gleichberechtigt miteinander ins Gespräch kommen.“ (S.22) So kann der Planungsprozess bereits vor der Entwurfsplanung gewinnbringend gestaltet werden. Zudem stellt Tobias Banz Lernräume – Zukunft und Vergangenheit (S. 25) vor. Er bezieht sich dabei auf den pädagogischen Hochschultag der Hochschule Ludwigsburg, der der „Architektur in der Bildungswelt“ galt.

Der Beitrag von Ulrike Stadler-Altmann Gefangen, frei oder verunsichert (S. 26-29) beschäftigt sich damit, wie Lehrkräfte sich im Klassenraum bewegen. Ausgangspunkt dieser Betrachtungen ist die Lehrkraft, wie sie ihren Unterricht von der Raumgestaltung beeinflussen lässt. Oftmals geschieht das implizit, wenn beispielsweise die räumlichen Bedingungen bei der Planung mitgedacht werden und über die möglichen Sozialformen mitentscheiden. Der zweite Beitrag der Rubrik Forschung befasst sich mit den Ansprüchen an Lernräume, die sich im Zuge der Inklusion ergeben. Wolfgang Schönig und Christina Schmidtlein-Mauderer titeln Den Unterschieden Raum geben (S. 30-32). Sie zeigen, dass inklusive Schulen individuell auf den „akuten Problemlösebedarf reagieren und je eigene 'Gestalten' und Kulturen erzeugen können.“ (S. 32)
Einen ganz anderen Fokus auf das Thema Raum – nämlich Architektur als Unterrichtsgegenstand – hat der Beitrag von Monika Dietz (S.33-34) im Serviceteil der Zeitschrift. Dort sind zudem Literaturempfehlungen (S. 35) zum Thema abgedruckt.

Die Debatte widmet sich dem Thema Raum indem viele Schulgebäude als Marode und belastet (S. 36.37) beschrieben werden. Zudem werden in dieser Rubrik der Grundschullehrermangel (S. 38) und der geschlechtergefärbte Wortschatz von Jungen und Mädchen im Grundschulalter (S. 39) thematisiert. Die Zeitschrift wird abgerundet mit den Meldungen aus aller Welt, der Bildung im Magazin und dem kollegialem Rat.
Hier der Link zum Heft:
http://www.die-grundschule.de/


 

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