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Perspektiven
28.10.2016  Hilde von Balluseck

Mal was Anderes: Finanzielle Bildung

Geld und frühe Bildung - das wird selten zusammen gedacht. Dabei ist unser Leben von der globalen, der nationalen, der regionalen und der persönlichen Ökonomie in einer Weise abhängig, dass wir für diese Dimension unseres Lebens unbedingt gerüstet sein müssen.
Es geht nicht nur um die Fähigkeit, Geld zu erwerben und anzulegen. Sondern darum, durchzublicken, wie der Geldkreislauf funktioniert und welche Bedeutung er für die Gesellschaft, für Projekte und für mich persönlich hat. Es geht auch darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was ich mit meinem individuellen Verhalten im Finanzsystem bewirke.

Finanzielle Bildung steht bei uns noch nicht in den Bildungsprogrammen, und selbst in der Schule kommt das Thema erst sehr spät oder gar nicht vor. Das sollte sich ändern, denn der Umgang mit Geld ist - ob es einem passt oder nicht - ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags und unserer Lebensplanung. Finanzielle Bildung beginnt sehr früh und führt zu finanzieller literacy.

Die finanzielle literacy von Kindern bedarf allerdings der finanziellen literacy Erwachsener. Und da fehlt es wohl bei vielen von uns. Also: Erstmal Wirtschaftsteil lesen oder entsprechende Sendungen sehen, denn das Thema gibt es in der Weiterbildung von Fachkräften bislang nicht. Und wenn wir genug wissen, können wir auch kleinen Kindern schon ein Bewusstsein für Finanzen - über ihr Taschengeld hinaus - vermitteln. Langfristig ist dies auch wichtig, um die Machtverhältnisse, die unser Leben prägen, einschätzen zu können.

Ausführlich hierzu: http://www.finance-watch.org/hot-topics/blog/1300-financial-education

 

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