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Rezensionen und Reviews
14.12.2016  Meike Sauerhering

Blick in die Fachzeitschriften – Grundschule. Dezember 2016

Hier erhalten Sie Einblick in vier Grundschulzeitschriften, mit Informationen zum Lesen und Schreiben, zur Qualitätsentwicklung von Grundschule, zu digitalen Medien, zur Umweltbildung rund um das Lernziel Nachhaltigkeit, zur Elternarbeit, zu Chancen und Herausforderungen einer Migrationsgesellschaft für die (Grund-)Schule sowie viele Materialien und didaktische Hinweise für unterschiedliche Projekte und Unterrichtseinheiten. Zum Teil sind aus den Zeitschriften Artikel auf unser Portal übernommen. Diese können Sie öffnen, indem sie auf die farbig unterlegten Titel klicken.
Das Grundschulmagazin 6/2016 aus dem Verlag Oldenbourg legt seinen Schwerpunkt auf das Thema Zusammen leben. Zudem enthält diese Ausgabe ein Sonderheft Deutsch als Zweitsprache. Wie das Zusammenleben von Menschen, die seit längerem in Deutschland leben und denjenigen, die neu zugewandert sind so zu gestalten ist, dass es möglichst wenig zu gesellschaftlichen Verwerfungen kommt, ist ein aktuelles Thema. Einer der Herausgeber, Klaus Metzger, betont, dass Schule auch in diesem Kontext Aufgaben übernehmen muss, die ihr Gesellschaft und Politik unvermittelt zuweisen (S. 3). Wie diese große Aufgabe didaktisch angegangen werden kann, möchte dieses Heft zeigen.
In seinem Basisbeitrag Zusammen leben (S. 7-9) widmet sich Klaus Metzger den grundlegenden Werten unserer Gesellschaft. Diese können auch gestaltend auf das Zusammenleben wirken und dazu dienen, sich Gedanken über den Erziehungsauftrag der Schule zu machen. Metzger spannt den Bogen von den Grundwerten, über die Werte und Normen bis hin zu den Tugenden. Er beschreibt, dass es Herausforderungen für die Lehrkräfte in (Grund-)Schulen mit sich bringt, wenn Kinder, Eltern und Familien sich erst in dieses spezifische, für sie neue Bezugssystem einordnen müssen. Abschließend formuliert der Autor Handlungshilfen für Lehrkräfte. Herausgestellt wird die Notwendigkeit „den Erziehungsauftrag offensiv [zu] verantworten – dazu bedarf es einer genauen Vorstellung davon, was man darunter versteht, denn nur dann kann man konsequent handeln“ (S. 9).

Beiträge zum Thema Zusammen leben in der Rubrik Praxis Pädagogik

Die AutorInnen (Sailer, Ratzinger und Metzler) stellen in ihrem Beitrag Wie fühlt sich Flucht an? (S. 11-18) eine kindgemäße und handlungsorientierte Möglichkeit zur Erarbeitung der Fluchtthematik vor. Weil in Deutschland so viele Flüchtlinge aufgenommen wurden wie niemals zuvor, und auch weil dieses Thema in den Medien äußerst präsent ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass die meisten Kinder auf die eine oder andere Weise damit konfrontiert werden. Ziel der AutorInnen ist es, Kinder im Grundschulalter darin zu unterstützen, sich zum Thema Flucht, eigenständig eine Meinung zu bilden. Zu diesem Zweck stellen sie eine Stationenarbeit für Kinder ab dem dritten Schuljahr vor. Arbeitsmaterialien sind ebenfalls abgedruckt.
Julia Einwächter schildert ihre Überlegungen zur christlichen Grundhaltung. In ihrem Beitrag Wer ist eigentlich mein Nächster? (S. 19-23) formuliert sie es als Aufgabe von ReligionslehrerInnen, Kinder an die Reflexion zur eigenen Haltung gegenüber ihren Nächsten (auch unabhängig von der medial präsenten Flüchtlingsthematik) heranzuführen. Sie stellt eine Unterrichtsstunde für die dritte Klasse vor. Ausgehend von dem Gedanken, dass Nächstenliebe nicht bedingungslos gemeint ist, sondern an die Liebe zu sich selbst gekoppelt ist, zeigt sie, wie man sich mit den SchülerInnen die Bedeutung des Gebots der Nächstenliebe erarbeiten kann. Zu diesem Zweck geht sie den Fragen nach: Wer ist eigentlich mein Nächster?, Was bedeutet es eigentlich, fremd zu sein? und Was braucht ein Mensch, um sich zu Hause zu fühlen?. Auch hierzu ist Material abgedruckt, das zur eigenen Unterrichtsgestaltung eingesetzt werden kann.
Jana Schrage stellt eine Unterrichtsidee vor, in der sich Kinder mit lebensnahen Fragestellungen zu den Kinderrechten auseinandersetzen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema zeigt sie, wie eine Debatte unter dem Motto: „Wenn ich ein Kinderrecht bestimmen dürfte …“ (S. 24-30) gestaltet werden kann. Den Abschluss bildet die Formulierung eines Klassenrechtsvertrags. Zielgruppe sind wiederum Kinder der dritten Jahrgangsstufe und auch hier wird Material bereitgestellt.
Das Kinderbuch Alle da! Unser kunterbuntes Leben (S. 31-32) von Anja Tuckermann und Tine Schulz stellt Ruth Dolenc-Petz vor. In dem Buch wird lebendig und detailliert veranschaulicht, das Migration zur Geschichte der Menschheit gehört. Die Autorin des Beitrags unterstreicht, dass es mit dem Buch gelingen kann, einen achtsamen und wertschätzenden Blick auf die Themen Individualität und Vielfalt zu werfen. Sie stellt vor, wie ab Jahrgangsstufe zwei mit diesem Buch gearbeitet werden könnte.

In der Rubrik Material kompakt Praxis Mathematik werden von Sandra Weidner anregende Aufgaben zum Sachrechnen vorgestellt: Kann das stimmen? (S. 38-45).

In der Kurzserie Praxis Pädagogik ist jeweils der dritte Teil zum Thema Das Lerngespräch (S. 46-48) und zum Thema Kinder mit Hörschädigung in der Grundschule (S.52-57) zu finden. Der Beitrag zum Thema Lerngespräche titelt: Über Lernen sprechen (S. 46-51). Hier beschreiben Agnes Jiresch-Stechele und Rebekka Schuster, wie der Lernprozess eines Kindes über einen längeren Prozess zu beobachten ist und abschließend mit ihm besprochen werden kann. Dieses dient dazu, das Kind an eine realistische Einschätzung seiner eigenen Leistungsfähigkeit heranzuführen. In dem Beitrag werden Hinweise zur Durchführung, zur praktischen Umsetzung und zur Organisation gegeben. Die Autorinnen betonen, dass ein Lerngespräch sowohl für Kinder als auch Eltern informativer ist als beispielsweise ein schriftliches Zeugnis. Auch hier werden wieder Materialien zum praktischen Gebrauch bereitgestellt.
Angela Enders wendet sich in dem dritten und letzten Teil zum Thema Kinder mit Hörschädigung in der Grundschule den schulischen Rahmenbedingungen zu und stellt geeignete pädagogisch-didaktische Fördermaßnahmen vor. Deutlich wird, dass Nebengeräusche das Lernen und Verstehen von Kindern mit Hörschädigung stark einschränken können. Um diese Kinder zu unterstützen können ihre Interaktionspartner ihre Kommunikation an passen, beispielsweise zusätzliche Informationen geben, ihre Sprache vereinfachen und langsamer und deutlicher sprechen. Enders macht deutlich, dass hörgeschädigte Kinder besondere Bedingungen brauchen, die ihr Verstehen unterstützen: Zeit, Ruhe und Disziplin, eine sprachsensible Lehrkraft und Visualisierung. Zu diesem Beitrag werden Materialien zu günstigen Rahmenbedingungen im Klassenzimmer, zu einem vereinfachten Märchentext und der Text einer gehörlosen Schülerin einer dritten Klasse angeboten.

Wie immer enthält das Grundschulmagazin Materialien Deutsch als Zweitsprache (S. 58-63). Darüber hinaus ist das Sonderheft Deutsch als Zweitsprache mit Beiträgen von Havva Engin zur Förderung von Zwei- und Mehrsprachigkeit bei SchülerInnen: Die Sprachen meines Lebens (S. 5-7) beigefügt; von Zeynep Kalkavan-Aydin zum Thema kreatives Schreiben in der Zweitsprache Deutsch: Ein Hut auf Reisen (S. S. 10-12); von Handan Budumlu und Sarah Fornol zu Entwicklungen von Wortschöpfungen als Anlass für Sprachreflexion: Verschmolzene Wörter (S. 15-17); von Olga Brinster zur Verwirrung von Wortbedeutungen: Teekesselchen-Wörter – ein wahrer Sprachschatz (S. 20-21) und von Theo Doerfler zur Möglichkeit Wechselpräpositionen zu malen: Zwischen dem Haus und der Maus (S. 25-26).

Die Fachzeitschrift schließt mit Tipps zu aktuellen Büchern und Medien (S.64-65).

Link zur Zeitschrift: http://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/grundschulmagazin
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Die Grundschulzeitschrift (Heft 298.299 / Oktober 2016) aus dem Verlag Friedrich fokussiert in ihrer Rubrik Gute Schule auf die Elternarbeit. Mit den Beiträgen zu diesem Schwerpunkt soll der Komplexität der Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule entsprochen und Anstöße zur Reflexion gegeben werden. Das Thema Bilderbücher ist der Schwerpunkt der Rubrik Guter Unterricht. Es werden Anregungen dazu gegeben, wie im Unterricht über das Gesehene gesprochen werden kann und auch Vorschläge zur produktiven Auseinandersetzung wie Dichten, Basteln, Schreiben und Malen gemacht. Zudem ist ein Bilderbuch („Wenn ich eine Katze wäre…“) mit einem dazugehörigen Partner-Lesetagebuch dieser Ausgabe beigelegt.

Gute Schule: Elternarbeit

Susanna Kock führt mit ihrem Beitrag Zwei Seiten einer Medaille (S. 4-5) in das Thema Elternarbeit ein. Sie berichtet über die Notwendigkeit, Konzepte der Zusammenarbeit von Eltern und Schule zu reflektieren. Die Zusammenarbeit hat eine rechtliche Grundlage, die besagt, dass der staatliche und der elterliche Erziehungsauftrag gleichgeordnet sind und sinnvoll aufeinander bezogen werden müssen. Offenbar ist die Umsetzung jedoch schwierig, denn die „Zusammenarbeit mit Eltern scheint bei angehenden und bei vielen routinierten Lehrkräften einen heiklen und als belastend wahrgenommenen Aspekt der Tätigkeit darzustellen“ (S. 4).

Kritische Fragen an ein wenig hinterfragtes Ideal stellt Tanja Betz in ihrem Beitrag Wie viel Partnerschaft geht? (S. 6-9). Zwei Hauptaussagen lassen sich ihrem Beitrag entnehmen: Zum einen, dass Erziehungs- und Bildungspartnerschaften beinahe durchgängig positiv besetzt sind, dass aber mit dieser Sichtweise auch Gefahren einhergehen, insbesondere – und das ist der zweite Punkt – weil der empirische Forschungsstand zu diesem Thema noch viel zu lückenhaft ist, um verlässliche Aussagen dazu treffen zu können. Mit einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule werden eine Menge Ziele verbunden, wie Leistungs- oder Kompetenzzuwachs bei den Kindern oder auch die Stärkung der elterlichen Kompetenzen. Dabei wird zumeist an sogenannte bildungsferne Familien oder an solche mit migrantischem Hintergrund gedacht. Ob sich der gewünschte Effekt tatsächlich einstellt, ist hingegen fraglich, betont die Autorin. Zudem gerät aus dem Blick, dass es bei der anvisierten Intensivierung der Zusammenarbeit in der Regel um die Sichtweisen der Schule geht, also um „reibungsfreie Abläufe im Unterricht und den Erfolg in der Schule“ (S. 7). Das Wohl der Kinder ist dabei nicht immer die Triebfeder. Selten geht es um die Belange der Eltern – vielmehr noch: es besteht die Gefahr, dass Eltern als homogene Gruppe betrachtet werden und als Unwissende betrachtet und abgewertet werden. Genau dieser Aspekt gerät aber bereits durch den positiv konnotierten Begriff der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft aus dem Blick. Die gesellschaftlichen Machtverhältnisse, die sich auch in dem System Schule spiegeln, bleiben ausgeblendet. Denn es gibt sowohl Statusunterschiede zwischen (sogenannten bildungsfernen) Eltern und Lehrkräften als auch Wissensunterschiede zwischen der Gruppe der Eltern als pädagogischen Laien und den LehrerInnen als professionelle Akteure. Diese Fakten fächert Tanja Betz anhand der Standards der „Family-School-Partnerships“ (S. 7) auf und legt die Implikationen offen, die damit einher gehen. Deutlich wird, dass das Ziel und der Zweck von Elternarbeit deutlich zu bedenken ist, bevor man allzu große Hoffnungen mit ihr verbindet. Dennoch unterstreicht die Autorin, dass es von außerordentlicher bildungspolitischer Bedeutung ist, die „Schnittstelle zwischen Schulen und Familien zu gestalten sowie insbesondere der Entstehung und Verfestigung von Bildungsungleichheiten entgegenzutreten“ (S. 9).
Ein weiteres Problem im Kontext der Erziehungs- und Bildungspartnerschaften hat Tanja Betz ausgemacht: Die Perspektive der Kinder bleibt unberücksichtigt. Das beschreibt sie in ihrem zweiten Beitrag in dieser Zeitschrift: Eine Partnerschaft zwischen allen Beteiligten? (S. 18-19). Mit einem kritischen Blick in die Bildungs- und Erziehungspläne der Länder, die für die Kitas und zum Teil auch für die Schulen gelten sowie in die einschlägige Fachliteratur stellt die Autorin fest, dass die Perspektive der Kinder beinahe nicht vorkommt beziehungsweise lediglich angedeutet wird. Sowohl aus Kinderrechtsperspektive als auch aus pädagogischer Sicht, ist das ein nicht hinzunehmendes Versäumnis. Allerdings gibt es auch keine Forschungen dazu, was die Berücksichtigung dieser Perspektiven für Auswirkungen mit sich bringen würden. So entwickelt Betz einige Hypothesen diesbezüglich und stellt sie vor. Dabei kann ihrer Meinung nach jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass es sich dabei grundsätzlich um Veränderungen handeln würde, die aus Sicht der Kinder als positiv zu bewerten wären (S. 19). Zentrale Aussagen der beiden Artikel von Tanja Betz werden mit Cartoons pointiert dargestellt. Aus meiner Perspektive eine ausgesprochene Bereicherung, die zum Schmunzeln anregt und zugleich den Blick aufs Thema schärft.

In ihrem Beitrag Vielfalt und Elternarbeit (S. 10-12) widmet sich Isabel Sievers den Chancen und Herausforderungen im Umgang mit zunehmender Diversität. Sievers formuliert Ansprüche, denen die Auseinandersetzung und Weiterentwicklung von Konzepten zur Elternarbeit aus ihrer Perspektive genügen sollte. Sie plädiert dafür, dass Schulen ihre Mitwirkungsbereiche für Eltern sowie ihre Erwartungen und Vorstellungen von Elternarbeit reflektiert. Sensibel soll auf die Bereiche kultureller Vielfalt und anderer Ungleichheitsfaktoren geschaut werden, um mögliche Zuschreibungen oder Vorurteile auszumachen und sie gegebenenfalls zu beseitigen. Interessanterweise bezieht Isabel Sievers sich auf jene Standards der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft, die Tanja Betz in ihrem Beitrag durchaus kritisch hinterfragt. Es bleibt zu hoffen, dass die von Sievers vorgeschlagenen Reflexionsfragen auch dazu geeignet sind, den impliziten Erwartungen und allzu hochtrabenden Hoffnungen, die mit dem Modell der Erziehungspartnerschaften einher gehen, auf die Schliche zu kommen.

Das Diesterweg-Stipendium wird in dem Gespräch zwischen Susanne Kock und Gisela von Auer vorgestellt. Das Stipendium steht unter dem Motto: Wertschätzen, ernstnehmen, annehmen! (S. 13-15). Dabei handelt es sich um das erste Bildungs-Stipendium in Deutschland für Familien. Zielgruppe sind Kinder und ihre Familien, die am Anfang der vierten Klasse stehen. Diese weisen zumeist einen Migrationshintergrund auf und können zusätzlich als „bildungsfern“ bezeichnet werden. Angeknüpft wird bei den Potentialen. Sowohl Eltern als auch Kinder sollen durch die Unterstützung mehr Vertrauen in sich und ihre Leistungsfähigkeit entwickeln.

Die Elternarbeit aus der Sicht einer Elternbeirätin schildert Katharina Kock in ihrem Beitrag Wie viel Elternbeteiligung will ich?. Ausgehend von den gesetzlichen Regelungen, die für Beiratsmitglieder schon schwer zu verstehen, aber noch schwerer zu überprüfen oder gar einzufordern sind, nähert sie sich dem Thema. Der gesetzlich geregelte Bereich wird als Elternmitwirkung bezeichnet. Der Begriff Elternarbeit bezieht sich hingegen eher auf die Beziehung zwischen Eltern und Lehrern – also wie und wann werden Elterngespräche geführt oder welche Informationen lasse ich wie in welcher Taktung den Eltern zukommen. Dem Bereich, den die Autorin mit Elternbeteiligung umschreibt, widmet sie sich am intensivsten. Kock schildert, dass hierbei klassischerweise die Mithilfe bei Festen oder in der Bibliothek gemeint sind. Jedoch ist es der Bereich, der deutlich über diese Aktivitäten hinaus ausgedehnt werden kann, wenn eine Schule sich bewusst dafür entscheidet. Je mehr und je vielschichtiger diese Beteiligung ist, desto intensiver wird die Verbindung der Eltern zur Schule, was wiederum zu mehr Vertrauen in die Institution Schule führt (S. 17). Damit das gelingen kann braucht es gleichermaßen die Bereitschaft der Schulleitungen und Kollegien wie das der Eltern(beiräte).

Wie eine umfassende Beteiligung von Eltern gestaltet werden kann, zeigt Helen Kellermann-Galle. In ihrem Beitrag Eltern erwünscht! (S. 20-23) stellt die Schulleiterin das Konzept der Liebfrauenschule in Frankfurt am Main vor. Den Anstoß, die Elternbeteiligung umfassend zu gestalten und ins Schulprofil aufzunehmen, gab die Zusammenarbeit mit der Kita in einem gemeinsamen Projekt zur Übergangsgestaltung. In diesem Kontext ist aufgefallen, dass Eltern mit den Pädagoginnen der Kita einen deutlich intensiveren und unvoreingenommeneren Kontakt pflegen als mit Lehrkräften. Um das zu ändern und auch zur Schule einen Vertrauensverhältnis zu ermöglichen, wird schon lange vor der Einschulung der Kinder Kontakt zu den Eltern aufgenommen. Ziel dieses langen Vorlaufs ist, dass ein wertschätzender Kontakt sich unbeeinflusst von möglichen Problemen des Kindes entwickelt. Es wird mit der Schulanmeldung im April, gut ein Jahr vor Einschulung, gestartet. Bereits im Einschulungsgespräch werden Eltern und Kinder individuell angesprochen und bekommen Raum für eigene Anliegen und Besonderheiten. Die nächsten Schritte der Übergangsgestaltung sind eine fünfteilige Informationsreihe für Eltern – wobei diese hier nicht passiv sind, sondern beteiligt werden. Bei der ersten Informationsveranstaltung (im Oktober des Jahres vor der Einschulung) durchlaufen Eltern beispielsweise Stationen zu verschiedenen Themen wie der sozialen oder emotionalen Entwicklung. Beim Schulrundgang im Februar des Einschulungsjahres werden nicht nur die Räume besichtigt, sondern auch relevante Informationen beispielsweise zu den Unterrichtszeiten im 1. Schuljahr gegeben. Der Kennenlerntag (ein halbes Jahr vor Einschulung) ist nicht nur für die Kinder sondern auch für Eltern. Zudem gibt es ein Musikprojekt für die zukünftigen Erstklässler. Und als fünften Termin gibt es den ersten Klassenelternabend am Abend vor der Einschulung. Hier bereiten die Eltern, gemeinsam mit der Klassenlehrkraft, den Klassenraum für den Einschulungstag vor. Insgesamt drücken sich in dieser fünfteiligen Reihe die Willkommenskultur und das Angebot zur Partizipation für Eltern aus. Darüber hinaus sind an dieser Schule weitere Angebote zur Elternbeteiligung fester Bestandteil der Schulkultur. Abschließend berichtet die Schulleiterin, dass nicht immer alles reibungslos läuft, dass trotz steten Bemühens auch nicht alle Eltern erreicht werden, und dass auch viel Arbeit damit verbunden ist – diese sich jedoch lohnt, um Eltern ein verlässlicher Partner für die Grundschulzeit ihrer Kinder zu sein.

Guter Unterricht: Bilderbücher

Im Thementeil Guter Unterricht geht es darum, wie Bilderbücher gewinnbringend im Grundschulunterricht eingesetzt werden können. Den Einstieg gibt Alexandra Ritter mit ihrem Beitrag Bilderbuchgespräche (S. 30-33). Sie macht deutlich, dass Bilderbücher mit ästhetischen Ansprüchen, Möglichkeiten zum intensiven Austausch bieten. Bei der Beurteilung und Auswahl der Bücher geht es weniger darum was gefällt, sondern eher darum „was irritiert und bringt mich zum Nachdenken“ (S. 33) und „welche Form von Bild und Text [werden]als passend erachtet […]. Erst die wiederholte Betrachtung, das Gespräch und die Auseinandersetzung auf unterschiedlichen Ebenen führen dazu, dass diese Bücher überzeugen.“ (S. 30). Bilderbücher, die z.B. mit den Sehgewohnheiten brechen, regen zur Diskussion an. Werden Bilderbücher im Unterricht eingesetzt geht es nicht darum, bestimmte Themen „aufzugreifen, sondern die Bücher selbst als ästhetischen Gegenstand in den Mittelpunkt zu rücken“ (S. 31). In allen folgenden Beiträgen werden „künstlerisch anspruchsvolle literar-ästhetische innovative Werke“ (S. 30) und deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht vorgestellt.

Sowohl Karin Vach (Der Blick auf das Fremde S. 38-40) als auch Beate Janzen und Irene Hoppe (Kommt ein Boot durch die Luft geflogen S.34-37) stellen ein mehrsprachiges Bilderbuch vor. Vach weist darauf hin, dass „die intensive Beschäftigung mit diesen Bilderbüchern zur Achtsamkeit und Wertschätzung füreinander in den Klassen beiträgt. Solche Einstellungen zu fördern, ist in unserer sprachlich und kulturell heterogenen Gesellschaft wichtig.“ (S. 38). Sie stellt eine Unterrichtseinheit von 6 Stunden in einer Jahrgangsübergreifenden Klasse 3/4 zu dem persisch deutschen Bilderbuch „Busfahrt ins Ungewisse“ vor. Hoppe und Janzen berichten über ein Projekt in einer jahrgangsgemischten Lerngruppe (1-3) zum Buch „Kommt ein Boot durch die Luft geflogen“ in dem das gleichnamige Gedicht in elf Sprachen übersetzt und von elf Künstlern gestaltet ist. Der Zugang zum Gedicht wurde in dem Projekt über die in der Lerngruppe vertretenen Familiensprachen gewählt. „Kinder und Eltern – egal, welcher Herkunft – reagierten während der gesamten Projektzeit sehr positiv auf das Einbeziehen der unterschiedlichen Familiensprachen und nahmen die vielen Partizipationsmöglichkeiten [… an. Und die] Klasse wurde im besten Sinne zu einer mehrsprachigen Lerngruppe“ (S. 37).

Wurde mit den ersten beiden Beiträgen auf das Bilderbuchgespräch fokussiert, schaut Klarissa Schröder auf die „Umblätterstellen“. In ihrem Beitrag Und was ist zwischen den Seiten passiert? (S. 41-43) setzt sie sich exemplarisch dazu mit dem Bilderbuch „Die Torte ist weg!“ auseinander. Die wichtigsten Funktionen der Frage nach den Umblätterstellen sind die Verlangsamung der Rezeption und die aufmerksamere Betrachtung der Bilder, so können sie vielfältiges Potential für literarisches Lernen entfalten. Zudem kann die Frage „Was ist zwischen den Seiten passiert?“ sowohl als produktiver Impuls für Vorlesegespräche als auch für schriftliches und bildnerisches Gestalten von Grundschulkindern genutzt werden.

Die Beiträge von Juliane Seibold (Wenn das Schicksal hohe Wellen schlägt S. 44-45) und von Eva Maria Kohl (Einmal in der dunklen Nacht S. 46-49) beschäftigen sich mit problemorientierten Bilderbüchern. Beide Bücher sind ästhetisch anspruchsvoll gestaltet sowie thematisch herausfordernd. Seibold zeigt wie das Buch „Der rote Baum“ von Tan zum Gegenstand ästhetischer Auseinandersetzungen in einer dritten Klasse wurde. In dem Buch werden im Alltag verankerte Situationen aufbereitet, die sich mit den gemischten Gefühlswelten der Bilderbuchfigur auseinandersetzen. „Die kindliche Figur streift durch turbulente, einsame, melancholische und hoffungsvolle Kulissen“ (S. 44). Mit dem Buch werden Übertragungsmöglichkeiten in das eigene Leben der Kinder eröffnet, sie erhalten zudem „einen Eindruck über vielfältige Innenwelten, wie sie […] im realen Leben vorherrschen“ (S. 45). Kohl stellt in ihrem Beitrag Bilderbücher vor, die „eine ganz bestimmte kindliche Angst, nämlich die Angst vor Dunkelheit, thematisieren“ (S. 46). Sie beschreiben aus unterschiedlichen Perspektiven die diffuse Angst vor der Dunkelheit. In allen „wird das Phänomen kindlicher Ängste vor der Dunkelheit ernst genommen und weder verharmlost noch aufgebauscht. Jedes der Bilderbücher arbeitet mit anspruchsvollen bildnerischen und sprachlichen Stilmitteln […] in allen steckt ein produktiver Dialog mit den Lesenden“ (S.49).

Kerstin Bräuning und Michael Ritter betrachten das Potential von Bilderbüchern als fächerverbindende Lerngelegenheit am Beispiel des Buchs „Katzensprung“. Katzensprünge und Mäuseschritte (S. 50-53) dienen den AutorInnen als Gegenstand sowohl für den Mathematikunterricht als auch für den Deutschunterricht. „Gerade die Fiktionalität des Bilderbuchs schafft einen interessanten Anlass, sich mit den besprochenen Themen auseinanderzusetzen. […] Über das Thema der Tiermetaphorik (bärenstark, sauschwer etc.) ergeben sich wieder zahlreiche Gelegenheiten, Deutsch und Mathematik zu verbinden und auch Bezüge zum Sachunterricht und zu Kunst/Gestalten herzustellen“ (S. 53).

Im Magazin (S. 54-56) werden Bilderbücher und Fachbücher zum Weiterlesen empfohlen.
Zudem sind, wie gewohnt, Bildungspolitische[s] Infos, Standpunkte und Akzente (S.27) abgedruckt.
Ein sehr anregende und abwechslungsreiche Ausgabe der Zeitschrift, die gleichzeitig interessante Blickwinkel eröffnet und Ideen zur eigenen Unterrichtsgestaltung liefert.

Link zur Ausgabe: https://www.friedrich-verlag.de/grundschule/grundschulpaedagogik/die-grundschulzeitschrift/

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Das Fördermagazin Grundschule, 4/2016 aus dem Verlag Oldenbourg ist dem Thema Richtig schreiben LEHREN und LERNEN gewidmet. Die Mitherausgeber Iris Füssenich und Mathias Menz unterstreichen in ihrem Intro, dass das richtige Schreibenlernen kein isolierter Regel-Unterricht, sondern ein metasprachlicher, handlungsorientierter entdeckender Lehr- und Lernprozess ist. So betrachten sie alle Beiträge des Hefts als Plädoyer für individuelle Unterstützungsangebote, die „zu einem kreativen Richtig-Schreiben-Unterricht beitragen“ (S. 3) sollen. Diese Aspekte vertieft Iris Füssenich in ihrem Einführungsbeitrag Richtig schreiben (S. 5-7). Darin berichtet sie ergänzend von Erfahrungen in Alphabetisierungskursen, davon was es in unserer Gesellschaft bedeutet, wenn man nicht hinreichend lesen und schreiben kann und wie man sich in Deutschland mit Schwierigkeiten beim (Schrift-)Spracherwerb beschäftigt.

Beiträge aus der Rubrik Praxis

Wie wichtig es ist, dass LehrerInnen Zutrauen in die Lern- und Leistungsfähigkeit ihrer SchülerInnen haben, zeigt Claudia Osburg. In ihrem Beitrag „Denke mich als intelligenten Erwachsenen und traue mir etwas zu“ (S. 8-10) beschäftigt sie sich mit dem Schriftspracherwerb bei Kindern mit besonderem Förderbedarf. Als Beispiel dient ihr die drei Jahre alte Zoe mit Trisonomie 21, die schreiben konnte bevor sie sprach. Zusätzlich zu vielfältigen Informationen zum frühen Schriftspracherwerb sind eine Lehrerhandreichung und Materialien zum Themenfeld Vokale und Silben beigefügt.
Mit der Verschriftung von Vokalen setzt sich Gesa Markmann auseinander. In ihrem Beitrag ist sie Den Mustern auf der Spur (S. 13-15), die es dabei zu entdecken gilt. Die Autorin gibt Einblicke in ein Unterrichtsprojekt für eine inklusive Lerngruppe. Es werden die Chancen dargestellt, die die Fokussierung auf das Muster der Verschriftung von Vokalen bereithält. Ergänzend sind hierzu Arbeitsmaterialien und Differenzierungsvorschläge abgedruckt.
Weil Rechtschreiblernen kein mechanischer Vorgang, sondern ein Entwicklungsprozess ist, beschäftigt sich Katharina Edel mit der Förderung der alphabetischen Strategie. Mit dem Bilderbuch „Vincelot und der Feuerdrache“ zeigt sie, wie Kinder sich schrittweise der Alphabetschrift annähern und dabei entdecken, nach welchen Regeln die gesprochene Sprache verschriftet wird. Es wird so ein motivierender Rahmen für Individuelles Rechtschreiblernen mit Ritter Vincelot (S. 17-21) inklusive verschiedenster Materialien vorgestellt.
Was die Silbe in der schriftsprachlichen Bildung leistet, zeigen Kristina Singer und Judith Schubert in ihrem Beitrag Schätze sammeln mit dem Piratensilbenboot (S.22-26). Sie zeigen wie die Silbe als effektives Strukturierungsmerkmal eingesetzt werden kann. Ansprechend gestaltetes Material zum Thema ist beigefügt.
Heinz Risel betont in seinem Beitrag, dass der Schreibung von sp und st didaktisch und nicht defensiv durch Rateaufgaben begegnet werden sollte. Er macht Vorschläge dazu, wie Kinder offensiv durch Reflexion und Lautung dieses Rechtschreibproblem meistern lernen können. Auch Risels Beitrag Nicht raten, sondern nachdenken! (S. 27-30) sind Materialien beigefügt.

Material

Zudem findet sich in dieser Ausgabe im Material für alle Fälle eine Auseinandersetzung mit dem Wortfeld unterrichtlicher Fachbegriffe von Sarah Bayha und Mathias Menz sowie Material hierzu. Exemplarisch steht ihr Beitrag ABzeichnen, AUFzeichnen, BEzeichnen (S. 31-39) für die Förderung morphematischen Denkens.
Diese Ausgabe schließt mit Impulse[n] zu Neuen[n] Wegen[n] zur Leistungsbewertung!? (S. 39-40) weil die traditionellen Bewertungen mit dem Primat der individuellen Förderung kaum vereinbar sind. Tatjana Eckerlein erörtert Merkmale einer neuen Leistungsbewertung und stellt Bausteine für eine solche Bewertungskonzeption dar. Sie unterstreicht ihr großes Potential für die individuelle Lernförderung.

Link zur Zeitschrift: http://www.oldenbourg-klick.de/zeitschriften/foerdermagazin-grundschule
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Auch die Zeitschrift bildung+lernen 2/2016 hat sich das Lesen und Schreieben in einer Rubrik zum Thema gemacht. Zudem wird der Frage nachgegangen wo die Grundschule steht, um sich mit der Qualitätsentwicklung zu befassen. Auf digitale Medien wird ein Augenmerk gerichtet und im Bereich der Umweltbildung geht es um das Lernziel Nachhaltigkeit.

Wird die Grundschule unter dem Fokus der Qualitätsentwicklung betrachtet, lässt sich herausstellen, dass diese Schulform auf einem guten Weg ist. Sie ist leistungsstark und im Vergleich zu anderen Schulformen weit in der Entwicklung der inklusiven Schule, hat ein verhältnimäßig großes Ganztagsangebot und arbeitet an der Bildungsgerechtigkeit. Doch gibt es Nachholbedarf in der Ausstattung, damit die Belastungen nicht auf die Kosten der Lehrer(Gesundheit) gehen. Das wird in dem Artikel Wenig Zeit, wenig Geld (S. 4-5) gezeigt. Desweiteren wird in dieser Rubrik eine Hauptpreisträgerin des Deutschen Schulpreises 2016 vorgestellt. Es handelt sich um die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttdorf/Niedersachsen. Der Titel des Beitrages lautet: Den Kindern eine Stimme geben (S. 6-7), denn an dieser Schule werden die Kinder durch große Mitbestimmung und intensive Lernbegleitung motiviert.

Drei Artikel werden dem Thema Lesen und Schreiben gewidmet. Im Artikel von Yvonne Pöppelbaum geht es zum einen um Leseförderstrategien im Zeitalter digitaler Medien. Zum anderen findet unter dem Titel „Gute Lesekonzepte müssen individuell sein“ (S. 8-9), eine kritische Auseinandersetzung mit den Schulleistungsstudien statt, weil hier beispielsweise das „literarische Lesen völlig ausgeklammert“ (S. 8) wird.
Im Interview (Liebes Tagebuch … , S. 10-11) mit der Schulamtssekretärin am Staatlichen Schulamt in München, Beate Eckert-Kalthoff, stellt Nicole Schmitt das Lerntagebuch vor. Dieses bietet viele Möglichkeiten zur Dokumentation und Reflexion des eigenen Lernprozesses, somit kann mit dem Einsatz des Lerntagebuchs gut an aktuellen didaktischen Überlegungen angeknüpft werden.
Der dritte und letzte Beitrag zu diesem Thema ist möglichen Zusammenhängen zwischen Lese-Rechtschreibschwächen und Sehschwächen gewidmet. Ein Verschwommenenes Bild (S. 12-13) ist jedoch keine Ursache eine solchen Schwäche, kann jedoch zu Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben-lernen führen. Eindringlich wir in diesem Beitrag vor fragwürdigen Theorien zu Ursache und Bekämpfung von LRS gewarnt.

Zum Thema Digitale Medien gibt es zwei Beiträge. Weil schon bei kleinen Kindern das Internet zum Alltag gehört muss dieser Entwicklung Rechnung getragen werden – das ist die zentrale Aussage des Artikels von Nicole Schmitt Internet? Ja klar! (S. 14-15). Entscheidend ist es, die richtige Auswahl bei Internetseiten zu treffen, damit Kinder sich dort in einem geschützten Rahmen bewegen können. Hierzu werden Beispiele präsentiert. Zudem wird vorgestellt, wie verschiedene Grundschulen digitale Medien als Informationsquelle nutzen. Der Klang des Neuen (S.16) zeigt auf wie Außerschulische Lernstandorte den Unterricht ergänzen. – Wobei nicht ganz klar wird, warum dieser Beitrag dieser Rubrik digitale Medien zugeordnet ist.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gibt es zwei Beiträge zur Umweltbildung und fünf weitere setzen sich mit umweltbewussten Reisen auseinander. In dem Artikel Schluss mit Schmutz (S. 18-20) wird gezeigt, dass Greenpeace sich mit Umwelt- und Klimathemen in und für Grundschulen engagiert. Es wurde Material für die Grundschule entwickelt, das genau dort ansetzt wo die Schulbücher aufhören. Ziel ist es eher, vertiefende Diskussionen anzuregen und auch Lehrkräften weiterführende Informationen zu geben, als „vorgekaute[n] Unterrichtseinheiten“ (S. 20). In dem Beitrag werden das Grundschulmaterial zum Meeresschutz und zum Thema Bienen genauer vorgestellt. Wie Schulbauernhöfe als interdisziplinärer Lerngegenstand genutzt werden können zeigt der Beitrag Reiche Ernte (S. 21). Umweltbildung mit Qualität für Abenteuerlustige kann in Graslöwen-Jugendherbergen erfahren werden – das wird in dem Beitrag Mach dich stark für die Umwelt (S. 22-23) gezeigt. Wie Natur und Kultur im Harz erwandert werden kann zeigt der Beitrag Hoch-Gefühle (S. 24-25). Vorgestellt werden der Kaiserwerg, der Milliardenweg, die Hahnenkleeklippen und der Goetheweg. 47 Millionen Jahre an einem Tag (S.26-27) können SchülerInnen in der Grube Messel erleben. Diese liegt in der Nähe von Darmstadt und ist eine der reichsten Fossilienfundstätten Deutschlands. Es gibt viel über die Erdgeschichte und ökologische Zusammenhänge zu lernen. Unterwegs mit gutem Gewissen (S.31) widmet sich dem Wandertag als Naturerlebnis vor der Schultür. Abgerundet wird das Heft mit Tipps und Hinweisen zur zielführenden Vor- und Nachbereitung von Klassenfahrten: Eins nach dem andern (S. 28-30).

Link zum Heft: http://www.bildung-plus.de/lernen/sites/index.php

 

Bild: Fotolia Christian Müller-aufgefächerte Fachzeitschriften

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