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Mint-Fächer
02.02.2017  Silke Ottow

Lina misst Schnee

Pulverschnee, Schneematsch, Pappschnee...es gibt zahlreiche Arten von Schnee. Lina erfährt von Mama und Teddy warum sie nicht aus jedem Schnee einen Schneemann bauen kann und entdeckt wieviel Wasser übrig bleibt, wenn sie Schnee schmilzen läßt.
Bei Lina hat es geschneit. Aber vielleicht hast du dir ja auch schon ihre Wintermücke angeschaut. Dann weißt du das schon. Falls nicht, kannst du im Beitrag Insekten im Schnee nachschauen. Jedenfalls hat sie mit den anderen Kindern aus ihrer Gegend alle möglichen Sachen mit dem Schnee angestellt. Zuerst wollten sie natürlich einen Schneemann bauen. Doch das ging nicht. Sie konnten einfach keine Kuigeln daraus formen. Dann haben sie den Schnee mit Schaufeln in Eimer gefüllt und so hin und her transportiert.
„Guck mal, Mama, der Eimer ist gar nicht schwer, obwohl der voller Schnee ist“, hat sie Mama erklärt, als Mama einmal aus dem Fenster herausgeschaut hat.
Das brachte Mama auf eine Idee. „Wir können den Schnee ja nachher mal reinholen und auftauen lassen. Dann sehen wir, wie viel Wasser sich darin versteckt hat“, schlug sie vor.
Dass Schnee gefrorenes Wasser ist, das wusste Lina, und den Schnee auftauen, wollte sie unbedingt. Dafür hat sie den Eimer randvoll mit Schnee gefüllt. Allerdings hat sie den Schnee nicht hineingestopft, sondern nur locker hineingefüllt. Das sah dann so aus:


Lina hat einen Eimer mit Schnee gefüllt …



… und ihn mit ins Haus genommen.

Nun hatten sie eigentlich gedacht, nach einer Stunde würde der Schnee getaut sein. Aber so war es nicht.



So sah der Eimer nach einer Stunde aus.



So nach zwei Stunden …



… und nach drei Stunden.



… nach fünf Stunden.



Nach sechs Stunden war immer noch nicht alles getaut.

Erst nach sechseinhalb Stunden war der Schnee getaut. Erst dann sahen sie, wie viel Wasser nun in dem Schnee enthalten war. Und aus den zehn Litern Schnee blieben noch nicht einmal zwei Liter Wasser übrig.
„Da ist aber nicht viel Wasser drin, in meinem Schnee“, fand Lina.
„Nein“, sagte Mama, „der Schnee vor unserer Haustür ist wohl Pulverschnee. In Pulverschnee ist nicht viel Wasser enthalten. Deshalb konntet ihr auch keinen Schneemann daraus bauen.“
„Ach so? Aber warum nicht?“, fragte Lina.

Was Teddy weiß ‒ Es gibt viele verschiedene Arten von Schnee

Teddy weiß, dass es viele verschiedene Arten von Schnee gibt. Schnee verändert sich zum Beispiel je länger er liegt. Deshalb heißt auch frisch gefallener Schnee Neuschnee. Wenn Schnee länger liegt, wird er dichter und fester, denn er wird von seinem eigenen Gewicht zusammengedrückt.
Wenn es sehr kalt und die Luft trocken ist, fallen besonders kleine Schneeflocken vom Himmel. So entsteht Pulverschnee, denn in der Luft ist kein Wasser enthalten, das die Schneekristalle zusammenkleben kann. Aus Pulverschnee kann man deshalb keine Schneebälle formen, er klebt einfach nicht.
Liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, werden die Schneeflocken größer. Denn dann sind auch Wassertröpfchen in der Luft, an denen sich die Schneekristalle sammeln und aneinander kleben bleiben. Diesen Schnee nennen wir Feuchtschnee oder Pappschnee. Pappschnee eignet sich hervoragend zum Bau von Schneemännern. Da der Schnee etwas klebt kann man wunderbar große Kugeln daraus formen.
Ist es noch etwas wärmer und ist die Luft besonders feucht, kleben sehr viele Schneekristalle zusammen. Dann werden die Flocken richtig groß. Dieser Schnee heißt Nassschnee. Man erkennt ihn daran, dass Wasser aus ihm herausläuft, wenn man den Schnee zusammendrückt.
Papp- und Nasschnee sind also viel wasserhaltiger als Pulverschnee. Daher wäre auch viel mehr Wasser im Eimer gewesen, hätte Lina Pappschnee oder sogar Nassschnee aufgetaut. Den gab es aber nicht vor ihrer Haustür.
Wusstest du, dass es wahrscheinlich noch niemals auf der Welt zwei Schneekristalle gegeben hat, die genau gleich aussahen? Denn die Anzahl der möglichen Formen, die Schneekristalle annehmen können, ist riesig. So haben Schneeforscher noch nie zwei gleiche Schneekristalle gefunden.
Und wie ist es bei euch? Hat es bei euch geschneit? Wenn ja, konntet ihr mit eurem Schnee Schneemänner bauen?

Was machen Bienen eigentlich im Winter?

Doch was machen eigentlich Bienen im Winter? Diese Frage hat sich Lina gestellt, als im Herbst die ersten Vögel von ihren Sonnenblumenkernen genascht haben. Denn im Sommer saßen die Bienen noch an ihren Sonnenblumen-Blüten. Nun kamen Vögel. Lina freut sich über die Vögel, aber was machen jetzt eigentlich die Bienen?
Spannendes zur Lebensweise von Bienen, ihren Schlafgewohnheiten und der Frage, was Bienen im Winter machen, könnt ihr in Linas neuem Buch nachlesen. Was machen Bienen eigentlich im Winter? ist ein Buch aus der Reihe Erwin, Lina und die Wunder der Welt und ist erhältlich bei Amazon.

Die Autorin
Dr. Silke Ottow ist Chemikerin und schreibt Bücher, in denen sie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht erklärt. Weitere Informationen: www.miteinander-buecher.de
 

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