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Sprachliche Bildg./Mehrsprachigkeit
18.05.2017  

Lesen lernen für mehr Erfolg im Leben

Der Verband MENTOR – Die Leselernhelfer verhilft Schülern zum besserem Start ins Leben

Die zunehmenden Sprachprobleme bei Kindern in Deutschland haben nach Ansicht von Kinderärzten deutlich mehr soziale als medizinische Ursachen, das zeigen aktuelle Analysen der Krankenkassen. Jedes achte Kind ist mittlerweile betroffen. Viele Eltern wissen nicht, wie wichtig das Lesen als Basis für die Sprachentwicklung ist. Der Bundesverband von „MENTOR – Die Leselernhelfer“ fördert die 6-16-Jährigen, die vom Elternhaus keine Hilfe erwarten können und bei denen die Schulen an Grenzen stoßen..

Lesen, Lesen lernen und Zuhören bilden eine wichtige Basis für die Sprachkompetenz. Diese kann für den zukünftigen Erfolg in Schule und Ausbildung und damit sogar für das gesamte Leben bestimmend sein. Die Förderung bei MENTOR erfolgt nach dem 1:1 Prinzip, jede Mentorin oder jeder Mentor liest mit einem Kind einmal pro Woche eine Stunde lang. Sie schenken den Kindern Zeit und Zuwendung, um gezielt auf sie einzugehen und ihre Lese- und Sprachkompetenz zu fördern. „Das 1:1 ist das Erfolgsprinzip von MENTOR. Im Schuljahr 2015/16 haben 11.000 Mentoren 14.000 Lesekinder an 1.600 Schulen in 270 Orten gefördert.“, fasst Margret Schaaf, 1. Vorsitzende vom Bundesverband von MENTOR – Die Leselernhelfer, zusammen.

So unterschiedlich Sprachdefizite bei Jungen und Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund oft sind, so verschieden müssen auch die Methoden und Materialien sein, mit denen die Mentorinnen und Mentoren Sprach- und Leselust bei jedem einzelnen Kind wecken. Dass dies am besten gelingt, wenn ein vertrauensvolles Verhältnis besteht und statt Notendruck eine große Portion Humor, Lob und Geduld die Lesestunde tragen, wissen Bildungsforscher und Mentorinnen und Mentoren aus der Praxis.

„Spaß und Spiel sind wichtige Erfolgsfaktoren beim Mentoring. Unsere Ehrenamtler sind keine Nachhilfelehrer oder Hausaufgabenbetreuer, die in einer bestimmten Zeit zu bestimmten Ergebnissen kommen müssen. Für ihre Arbeit gilt: Je entspannter die Stimmung, desto besser die Lernsituation“, sagt Margret Schaaf. Sie ist die erste Vorsitzende des Bundesverbandes „MENTOR - die Leselernhelfer“. Dieser versteht sich als Organisations-, Info- und Schulungsforum für alle nach dem 1:1-Prinzip arbeitenden Lese-Förderinitiativen - darunter allein 65 MENTOR-Vereine als feste Mitglieder in ganz Deutschland.

Qualifizierung ist für den Bundesverband ein hohes Gut: Mentorinnen und Mentoren werden regelmäßig nach professionellen Qualitätsstandard qualifiziert und sind so auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe gut vorbereitet. Auch die Zusammenarbeit mit den Schulen folgt bewährten und standardisierten Richtlinien. Die Schulen treffen im Einverständnis mit den Eltern die Auswahl der Schüler, die von der individuellen Leseförderung profitieren

Durch die Lesestunden motiviert und im kindlichen Selbstwertgefühl gestärkt, schaffen es die Kinder, die wichtigste Schlüsselqualifikation für soziale Teilhabe zu erwerben: Nur wer lesen kann und die Bedeutung des Gelesenen erfasst, kann sich eine Meinung bilden, einen Schulabschluss machen und sein Leben in die Hand nehmen.
 

Weitere Infos

www.mentor-bundesverband.de
https://www.facebook.com/MENTOR-Die-Leselernhelfer-Bundesverband-eV-282899778406394/

Kontakt

MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.
Agnes Gorny
Pipinstraße 7
50667 Köln
Tel. 0221 16844744
Fax 0221 16844748
info@mentor-bundesverband.de

Foto: Lunaundmo/Fotollia



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