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Personal/Team
23.05.2017  

Berliner Vorschlag zur Fachkräftegewinnung

Die Berliner Initiative gegen den Erziehermangel hat auf Bundesebene überzeugt. Am Freitag stimmte die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) dem Berliner Antrag zur Fachkräftegewinnung im Berufsfeld Erzieher und Erzieherinnen zu.

Vorher waren die  Fachminister dem Antrag beigetreten, sodass er als Alle-Länder-Antrag eingebracht werden konnte.

Der Beschluss sieht vor, dass eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern ein Maßnahmenpaket zur Fachkräftesicherung erarbeitet. Ein Bestandteil davon soll die bessere Förderung durch die Arbeitsverwaltung sein, zum Beispiel indem Erzieher als Mangelberuf anerkannt wird und durch die Förderung des dritten Ausbildungsjahrs. Zum Maßnahmenpaket gehören auch die Analyse der  Fachkräftesituation, die Entwicklung innovativer Arbeitszeitmodelle sowie Vorschläge, die Erzieherausbildung attraktiver zu gestalten.

Jugend- und Familiensenatorin Sandra Scheeres (SPD): „Der Beschluss ist ein großer Erfolg für uns. Durch die Umsetzung des Rechtsanspruchs, qualitative Verbesserungen und den Ausbau der Kindertagesbetreuung wird der Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern  in den nächsten Jahren noch weiter steigen. Deshalb müssen wir jetzt vorausschauend und geschlossen handeln. Die Unterstützung durch die anderen Bundesländer  - auch durch die Länder mit CDU-geführter Landesregierung - zeigt, dass es sich beim Erziehermangel nicht nur um ein Berliner, sondern um ein bundesweites  Thema handelt.“

Als Durchbruch bezeichnete Scheeres, dass es bei der Tagung in Quedlinburg gelungen ist, prinzipiell zu klären, wie sich der Bund künftig stärker finanziell an der Kindertagesbetreuung beteiligt. Mit nur einer Gegenstimme wurde das Eckpunktepapier zur Qualitätsverbesserung im Kita-Bereich beschlossen. Es stellt die  Grundlage für das geplante Qualitätsentwicklungsgesetz (QEG) dar. Das Papier sieht vor, dass Bundesmittel  in verschiedene Bereiche fließen können, zum Beispiel in die Gewinnung von Fachkräften oder inklusive Pädagogik. Der Bund und die Länder können dafür jeweils bilaterale, länderspezifische Zielvereinbarungen abschließen.

Sandra Scheeres: „Es ist unverzichtbar, dass sich der Bund künftig stärker finanziell  an den  notwendigen Qualitätsverbesserungen im Kita-Bereich beteiligt. Dass es dafür keine allgemeine Zielvorgabe, sondern länderspezifische Vereinbarungen geben soll, ist in unserem Sinn. Berlin ist in vielen Punkten anderen Bundesländern voraus. Eine allgemeine Vereinbarung wäre womöglich dahinter zurückgeblieben. So können wir selbst Schwerpunkte für weitere Qualitätsverbesserungen mit dem Bund festlegen und entsprechend Bundesmittel abrufen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat hier einen wichtigen Prozess angestoßen und die Abstimmung mit allen Beteiligten  ist in  guter Zusammenarbeit erfolgt.“

Ansprechpartner

Pressestelle Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

Quelle: Bildungsklick.de
Foto: Shutterstock

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