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Mint-Fächer
29.05.2017  Silke Ottow

Spannendes Wasser

So spannend ist Wasser

Wasser ist ziemlich spannend, findet Teddy. Und er kann es dir sogar beweisen. Dafür hat er ein bisschen experimentiert. Er hat nämlich eine Sicherheitsnadel auf Wasser schwimmen lassen. Das geht, weil die Oberfläche von Wasser so „gespannt“ ist, dass sogar kleine Metallteile darauf schwimmen. Wir sagen, Wasser hat eine hohe Oberflächenspannung.


Hier siehst du die Sicherheitsnadel auf dem Wasser schwimmen.

So kannst du Dinge auf Wasser schwimmen lassen
Die Sicherheitsnadel, die Teddy verwendet hat, war aus Metall. Und obwohl Metall normalerweise nicht auf Wasser schwimmt, in diesem Fall ging es doch. Vielleicht möchtest du es ja auch einmal ausprobieren. So hat Teddy es gemacht.
Was du brauchst
  • ein Glas Wasser
  • eine Sicherheitsnadel, eine Büroklammer oder etwas Ähnliches
  • ein Stück Küchenkrepp oder Löschpapier
So geht’s
Du füllst ein Glas mit Wasser. Dann reißt oder schneidest du dir ein kleines Stückchen Küchenkrepp oder Löschpapier zurecht. Darauf legst du die Sicherheitsnadel oder Büroklammer. Nun fasst du das Küchenkrepp oder Löschpapier an zwei Enden an und legst es ganz vorsichtig auf die Wasseroberfläche. Du musst nur aufpassen, dass du es nicht schräg hältst und die Sicherheitsnadel herunterfällt.


Hier schwimmen die Sicherheitsnadel und das Küchenkrepp auf dem Wasser.

Lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt. Auch Teddy brauchte mehrere Anläufe. Falls alles im Wasser landet, nimmst du dir einfach ein neues Stück Küchenkrepp und versuchst es noch einmal.

Hier siehst du die Sicherheitsnadel mit dem Küchenkrepp von der Seite.

Du siehst also, beides schwimmt. Doch eigentlich sollte die Sicherheitsnadel alleine auf dem Wasser schwimmen. Oft geht das Papier von selbst unter, wenn es sich mit Wasser vollgesaugt hat. Doch in diesem Fall wollte das Küchekrepp einfach nicht untergehen. Falls es bei dir genauso ist, kannst du dir einen spitzen Gegenstand nehmen und das Papier vorsichtig unter Wasser drücken. Das siehst du auf dem Bild oben und hier:

Die Sicherheitsnadel macht sogar eine Delle ins Wasser.

Auf diesem Bild siehst du aber auch noch etwas anderes: Das Licht fällt so günstig auf die Wasseroberfläche, dass du sogar die Delle sehen kannst, die die Sicherheitsnadel in die Wasseroberfläche drückt. Wenn du genau hinschaust, siehst du einen feinen hellen Rand um die Nadel herum.
Woran du erkennen kannst, dass es wirklich eine Delle ist? Die feinen Luftblasen, die überall an der Glaswand sitzen, sind innerhalb dieser Linie verzerrt und als unscharfe Striche zu sehen. Daran siehst du, dass in dem Bereich die Wasseroberfläche nicht glatt sein kann, sondern gebogen sein muss.
Durch die Biegung der Wasseroberfläche werden die Tropfen nicht mehr scharf abgebildet. Ganz ähnlich ist es mit einer Linse. Das kannst du ausprobieren, wenn du eine Lupe hast oder einer von euch eine Brille trägt. Nimmt man die Brille von der Nase und hält sie in einem beliebigen Abstand vor den Bildschirm oder ein Buch zum Beispiel, sieht man, dass einige Bereiche unscharf und verbogen dargestellt werden. Die Oberfläche der Lupe beziehungsweise der Linse ist, genau wie die Wasseroberfläche, gebogen.
Wie du die Oberflächenspannung herabsetzen kannst
Mit einem Trick kannst du die Sicherheitsnadel ganz einfach tauchen gehen lassen. Dafür brauchst du nur einen Tropfen Spülmittel. Wenn du den ins Wasser tropfen lässt, geht die Sicherheitsnadel sofort unter:
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Die Autorin
Dr. Silke Ottow ist Chemikerin und schreibt Bücher, in denen sie naturwissenschaftliche Phänomene kindgerecht erklärt. Weitere Informationen: www.miteinander-buecher.de

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