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23.10.2017  Larissa Schwedes

BW: Landesverband Kindertagespflege fordert mehr Geld für Tagesmütter

Stuttgart (dpa) – Tagesmütter leisten Großes, ihr Verdienst pro Stunde erreicht aber nicht mal das Niveau eines Mindestlohns. Das muss sich ändern, fordert ihr Verband in Baden-Württemberg. Mindestens einen Euro mehr pro Stunde und Kind fordert der Landesverband Kindertagespflege. Die Vertreter der Tagesmütter sehen das Land in der Pflicht.

Stundensatz unter Mindestlohn

Der derzeit geltende Stundensatz liegt für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren bei 5,50 Euro, bei älteren sind es 4,50 Euro. Deshalb verdienen Tagesmütter und -väter in Zeitspannen, in denen sie nur ein Kind betreuen, weniger als den Mindestlohn. Dieser schreibt aktuell 8,84 Euro pro Stunde vor. Da Tagesmütter aber in der Regel als Selbstständige arbeiten, sichert der Mindestlohn sie nicht ab. Das Stuttgarter Kultusministerium verweist darauf, dass Baden-Württemberg mit den Stundensätzen im Ländervergleich einen „Spitzenplatz“ einnehme. Der eine Euro mehr pro Stunde und Kind soll jedoch nur der Anfang sein. Bis 2020 will der Verband eine Erhöhung des Satzes auf mindestens 7,50 Euro erwirken. Die Interessensgemeinschaft argumentiert: Die Tagesmütter hätten sich professionalisiert, die Anforderungen an sie stiegen, also müsse sich auch die Bezahlung verbessern.
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Der Verband pocht außerdem auf eine landesweit einheitliche Qualifizierung des Pflegepersonals. Das Kultusministerium sieht allerdings bisher keine Veränderung des Budgets für die Weiterbildung vor: Für die Jahre 2018 und 2019 sehe der Staatshaushalt – wie bereits für 2017 – jeweils 2,25 Millionen Euro Qualifizierungsmittel für das Pflegepersonal vor, hieß es aus dem Ministerium. 

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