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Mint-Fächer
20.11.2017  Simone Reinhold

Handeln, Sehen, Vorstellen und Sprechen

Räumlich-visuellen Fähigkeiten ist eine besondere Bedeutung in der Interaktion mit der Umwelt und für die Entwicklung elementarer Kompetenzen zuzuschreiben. Geometrische Erfahrungen, die Kinder bis zum Schuleintritt gewonnen haben und während ihrer Grundschulzeit weiterentwickeln, fördern elementare geistige Fähigkeiten wie das Ordnen und Klassifizieren, die zum Erschließen der Umwelt und zur Bildung von Begriffen beitragen.
 Zudem stehen räumlich-visuelle Fähigkeiten in engem Zusammenhang mit dem Erwerb arithmetischer Fähigkeiten. Geometrische Aktivitäten im Mathematikuntericht müssen sich folglich auch daran messen lassen, inwiefern sie Gelegenheit zum Raumerleben bieten und beim Handeln, Sehen oder Vorstellen elementare Kompetenzen ausbilden.

Kinder im Raum

Wir leben im Raum - oder treffender ausgedrückt „in Räumen“ verschiedener Qualität: Wir halten uns in Umgebungen auf, die baulich geschaff en wurden oder geografisch mit unserer natürlichen Umgebung gegeben sind. Wir stellen physikalische Betrachtungen zum Raum und seinen Eigenschaften an. Wir setzen uns aus philosophischer Perspektive mit dem Phänomen „Raum“ auseinander oder reflektieren die sozialen Räume, in denen wir uns emotional bewegen. Schon jüngste Kinder haben ein ausgeprägtes Gespür dafür, in welcher räumlichen (vielleicht unvertrauten) Umgebung sie sich befinden. Sie tasten, greifen und führen Gegenstände zum Mund, um Gegenstände ihrer Umwelt zu erfassen. Mit zunehmender Mobilität erschließen sich Kinder krabbelnd, gehend, laufend, rennend, kriechend, springend, Roller fahrend oder auf andere Art unentwegt Orte, an denen sie sich befinden, oder Bereiche, Gebiete, Gegenden, in denen sie sich aufhalten. Dieses Erschließen der Umwelt ist in der Regel geprägt von gezielter motorischer Eigenaktivität, die v. a. mit visuellen und haptisch gewonnenen Eindrücken unserer Wahrnehmung einhergehen.

Sie können den Artikel weiterlesen, wenn Sie ihn downloaden. Wir haben ihn übernommen aus dem Fördermagazin Grundschule 4/2017 des Oldenbourg Verlages.

Foto: Shutterstock

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