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Aus- und Weiterbildung
04.12.2015  Hochschulrektorenkonferenz

Hochschulische Lehrerbildung

Die Hochschulrektorenkonferenz will Voraussetzungen schaffen, damit die Lehrerbildung den Ansprüchen gerecht wird.

Die hochschulische Lehrerbildung in der Bundesrepublik Deutschland ist gegenwärtig vor allem durch zwei Entwicklungen geprägt, die zu einer Vielfalt an Modellen, Strukturen und curricular-inhaltlichen Anforderungen geführt haben. Dies ist zum einen die seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts andauernde Reform der Lehrerbildung, zum anderen der im annähernd gleichen Zeitraum angestoßene Prozess der Studienstrukturreform. 

Bereits 2006 wurden in den Beratungen einer Projektgruppe der HRK mit nationalen und internationalen Experten/innen der Lehrerbildung sowie in den Gremien der HRK bildungspolitische Konsenszonen und offene Fragen zur Weiterentwicklung der hochschulischen Lehrerbildung identifiziert und in der Empfehlung der HRK zur Zukunft der Lehrerbildung in den Hochschulen (21.2.2006) dokumentiert.

Da sich die Rahmenbedingungen der Lehrerbildung seitdem in vielerlei Hinsicht verändert haben, ist im vergangenen Jahr eine Expertenkommission einberufen worden, um gegenwärtige und künftige Herausforderungen der Lehrerbildung zu erörtern und Vorschläge für entsprechende Empfehlungen zu formulieren.

Die Ergebnisse der Beratungen der Kommission sind in eine Entschließung mit Empfehlungen zur Lehrerbildung eingeflossen, die die Hochschulrektorenkonferenz auf ihrer 14. Mitgliederversammlung am 14. Mai 2013 in Nürnberg beschlossen hat.

Die Hochschulen verstehen die Lehrerbildung als Einheit von fachwissenschaftlicher und erziehungswissenschaftlicher Bildung und Forschungsbezug. Zugleich muss sie auf die Persönlichkeitsbildung der künftigen Lehrerinnen und Lehrer zielen. In der Regel sieht die HRK die Lehrerbildung als universitäre Aufgabe, die allerdings durch geeignete Kooperationen mit anderen Hochschultypen zu ergänzen ist.

Damit die Hochschulen ihrer Verantwortung in der Lehrerbildung auch weiterhin gerecht werden können, sind bestimmte Voraussetzungen zu schaffen. Darauf zielen die in Nürnberg beschlossenen Empfehlungen, die sich an Bund, Länder und Hochschulen richten und sowohl die hochschulische Erstausbildung als auch die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern durch die Hochschulen umfassen.
Die HRK-Empfehlungen 2013 zusammengefasst

Im Einzelnen beziehen sich die HRK-Empfehlungen auf

  • die Förderung der erziehungswissenschaftlichen und der fachdidaktischen Forschung,
  • die Verankerung der Lehrerbildung in den hochschulischen Strukturen,
  • die Fort- und Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer,
  • die Qualitätssicherung,
  • die Eignungsfeststellung, Beratung und Reflexion der Studienwahl,
  • die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention,
  • die kooperative Professionalisierung und Spezialisierung schulischer Lehrkräfte,
  • die Internationalisierung der Lehrerbildung,
  • die Stärkung der Forschung im Bereich der Lehrerbildung,
  • die hochschulformübergreifenden Kooperationen und
  • die Berechnung der Kapazitäten für die Lehrerbildung an den Hochschulen.

Den vollständigen Text der Empfehlungen finden Sie hier.

Quelle: http://www.hrk.de/themen/lehre/arbeitsfelder/lehrerbildung/

Foto:
 Fotolia #53712126 © Eisenhans-Studentin im Hörsaal einer Universität

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