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Fachzeitschriften
09.12.2015  Beate Brassel

Blick in die Fachzeitschriften - Grundschule: Dezember 2015

Wir informieren Sie regelmäßig über die Inhalte von Fachzeitschriften. Zusätzlich veröffentlichen wir Artikel aus den besprochenen Zeitschriften, die Sie dann mit Link lesen bzw. downloaden können. Im folgenden Blick in die Fachzeitschriften werden Ausgaben von Die Grundschule, Fördermagazin Grundschule, Grundschulzeitschrift, Grundschulmagazin, Weltwissen Sachunterricht, Lernende Schule vorgestellt.

Ist erfolgreiches Unterrichten außerhalb der Schule wirklich effektiv?

Das Septemberheft Die Grundschulzeitschrift macht mit Konzepten zur   „Draußenschule“ bekannt und räumt mit Vorurteilen auf. Daneben berichtet Gabriele Klewin  über erste Erfahrungen nach der Einführung des Langzeitpraktikums im Lehramtsstudium, seine Anforderungen und seine Bedeutung für die Grundschule.
 
„Lernen und Bildung in der Draußenschule“ nennen Robert Gräfe, Marius Harring,Sarah Sahrakhiz,Matthias D. Witte ihren Beitrag, in dem sie Projekte außerhalb von Schule beschreiben. Als Vorzüge gegenüber dem konventionellen Lernen innerhalb  der Schule nennen sie, dass die im Freien gemachten  Primärerfahrungen in Bezug auf Raum, Zeit und Körperlichkeit das Unterrichtsthema begleiten, erweitern und vertiefen.
 
Robert Gräfe und Peter Bentsen machen in „Udeskule-Draußenschule“ die LeserInnen mit dem außerschulischen Lernen in Dänemark bekannt. Sie stellen sich  didaktischen Grundfragen und  berichten über Forschungsergebnisse zur Effektivität der Draußenschule. Mit einer Literaturliste verweisen sie auf weitere Informationsquellen.
 
Die „Draußenschule aus Kindersicht“ beleuchtet Matthias D.Witte, wobei neben den zum größten Teil positiven Äußerungen auch Kritik einiger Kinder zur Sprache kommen.
 
Die mehrheitlich positiven Einstellungen der Eltern zur Draußenschule geben Marius Harring, Sarah Sahrakhiz und Daniela Schenk auf der Grundlage einer von ihnen durchgeführten empirisch-quantitativen Studie wieder.
 
Kerstin Neis vermittelt einen Einblick in einen „Draußentag der Ahrbach-Grundschule“ einer 4. Klasse. Ein Tag im Wald mit vielfältigen Aktionen und praktischen Tipps wird exemplarisch vorgestellt.
 
Langjährige Beobachtungen der sozialen Wahrnehmung und Interaktionen aller Beteiligten untereinander an einem Jahresprojekt zur Draußenschule  werden in dem Beitrag von Kiene Bertram-Plotzki und Johannes Plotzki: „Wege entstehen dadurch, dass sie begangen werden“ unter anderem beleuchtet. Zu Beobachtungen in der Natur und dem Wandel der Jahreszeiten wird ein Naturtagebuch angelegt, dass die Veränderungen dokumentiert.
 
Wie  Sprachkompetenz auch in der „Draußenschule“ anhand von situationsgebundenen sprachlichen Übungen erlernt werden kann, stellt Ursula Conradt in „ Mich hat eine Brenn-Esel gebeißt!“ anschaulich dar.
 
Folgende Kurzbeiträge finden sich  im Septemberheft: Peter Heyer  setzt sich mit Thesen zur Ganztagsschule auseinander und widerlegt sie, Jutta Schöler bezieht Stellung gegen Gymnasien als inklusionsfreie Zone und Ulrich Hecker  weist auf das neue Buch von Hans Brügelmann „Vermessene Pädagogik-standartisierte Schüler“ mit seiner Kritik an den Vergleichsarbeiten hin.
Buchempfehlungen zu Neuen Konzepten in der Grundschule runden das Septemberheft ab.
 

Grammatikunterricht -  ungeliebtes Kind im Deutschunterricht?

Das Grundschulmagazin bietet im September/Oktoberheft 2015 schwerpunktmäßig Unterrichtskonzepte zum  spielerischen Erlernen von Grammatik an.
 
Klaus Metzger  geht in seinem Beitrag „Grammatik im echten Leben“ davon aus, dass vor allem Kinder mit Migrationshintergrund einen Grammatikunterricht benötigen, der sich auf authentische Kommunikationssituationen gründet. Wie Grammatikkennntnisse   dabei  das Verstehen einer Situation erleichtern, wird  hier begründet.
 
Anhand des Themenfelds Zirkus erweitert Corinna Heimberg die Sprachkompetenzen innerhalb einer 1./2.Klasse mit ansprechenden Bildern und kleinen Suchaufgaben. In handlungs- und produktorientierten Aufgabenstellungen gewinnen die  Schüler Einblicke in den Aufbau von Sprache.
 
Motivierende Grammatikübungen zum Thema Wortbegleiter, Wortarten und Satzbildung stellt Agnes Jiresch-Stechele für die 1./2. Klasse vor.
 
Katrin Hübner möchte  die Schüler ab der 2. Klasse zum „Wortartenprofi“ ausbilden. Ihr geht es darum, den Schülern mit vielen kleinen Spielideen und ansprechenden Arbeitsmaterialien  Sicherheit im Umgang mit Wortarten zu vermitteln.
           
 Möglichkeiten einer Spracharbeit in einer gemischten Klasse mit Kindern nichtdeutscher und deutscher Herkunft stellen Mechtilde Balins und Heike Gutmann in  „Sprachförderung für alle!“ zunächst an einer kleinen Geschichte dar. Im weiteren Verlauf erfährt der Beitrag anschauliche Ergänzungen  für eine generative Textproduktion.
 
Zum Thema Redensarten  entwickeln die beiden Autorinnen in „Da haben wir den Salat“ ( Susanne Mertens, Andrea Wimmer) eine lustige Unterrichtseinheit für eine 3./4. Klasse und bieten dazu Kopiervorlagen mit Lösungen an.
 
Den Medienumgang schon in der 1. Klasse zu erlernen, macht  Marion Koenig zum Thema in „Strich für Strich das Leben begreifen“.  Bildnerisch gestaltete  Arbeitsaufträge  zur Erstellung von Strichlisten bringen den Schülern  Elemente der Statistik, der Arithmetik und des Sachrechnens nahe.
 
„Interkulturelles Lernen“ als Voraussetzung für ein verbessertes  Zusammenleben hat sich Theodor Doerfler zum Anliegen gemacht und gibt neben Anregungen für den Unterricht auch Online - Links für Hörbeispiele fremder Sprachen an.
 
Gezielte Diagnostik schafft die Voraussetzung für einen fördernden individuellen Umgang mit Teilleistungsschwächen – der Mikrodifferenzierung, wie sie  Manfred Bösch  in „Heterogenität ist Alltag – Differenzierung die Antwort“ bezeichnet. Lernstandsfeststellungen in Form von Online-Diagnosen, Erstellung individueller Förderpläne, computerunterstützendes Lernen, Selbstlernpläne sieht er als die geeigneten Mittel dazu an.
 
Für eine Sensibilisierung ästhetischer Wahrnehmungsfähigkeit schon ab Klasse 1 spricht sich Marie Wenisch in „Wenn ein Bild anfängt zu sprechen...“ aus und bietet dazu vielfältige spielerische Ideen und Materialien an.
 
Das Thema Brücken bauen behandelt Birgit Rupp unter dem Gesichtspunkt der Statik und Ästhetik ganz konkret in „Über viele Brücken musst du gehen“ in einer 4. Klasse. Sie gibt den Schüler(innen) Hilfen an die Hand,  ihre Ideen zu  reflektieren,  auszutauschen und schließlich praktisch in Papiermodellen umzusetzen.

Die  fehlende gesellschaftliche  Akzeptanz des Lehrerberufs verleidet nicht nur Lehrer(innen) den Schulalltag.

Im Oktoberheft Grundschule  ist „Unsere Lehrkraft des Jahres“ das Thema. Gefragt wird, wo die Ursachen für die fehlende Akzeptanz des Berufs liegen und wie sich Lehrer(innen) Anerkennung im Beruf verschaffen können. In einer Beilage  geht es um Alternativen zur Notengebung und darum, Erfolge für Schüler(innen) sichtbar zu machen.
 
Misserfolge nicht immer nur negativ zu bewerten, sie als Chance zu nutzen, damit setzt sich der Beitrag „Erfolgreiches Scheitern“ auseinander und gibt Tipps.
 
 „Pädagogen haben Stärken“ , sie können sie sich nur häufig nicht bewusst machen, meint Katrin Meyer und gibt hilfreiche Hinweise.
 
In Anlehnung an Arbeiten von Prof. Dr. Kurt Singer finden sich 10 Tipps, wie Lehrer(innen) in ihrem Beruf zufriedener werden können.
 
 Wie man mit Misserfolgsverarbeitung Freude am Beruf behält, beschreiben Silke Rupprecht und Saskia Erbring in: „ Erfolg hält gesund “.
 
Die Rubrik Forschung wird eingeleitet mit kleinen Erfolgsgeschichten aus Lehrersicht.
 
„Schwieriges Schülerverhalten – eine Chance“   geht von  Unterrichtsstörungen aus und fordert ein radikales Umdenken.
 
Ergebnisse einer Studie von John Hattie zu erfolgreichen Lerneffekten bei Schülern stellt Uwe Sandfuchs in „Was wirklich funktioniert“ vor.
 
In einem Interview mit dem Schulpsychologen Stefan Drewes vom Berufsverband  Deutscher Psychologen und Psychologinnen  erklärt er, warum es für Lehrer(innen) schwierig ist, die eigenen Erfolge wahrzunehmen.
 
Eine „fehlerfreundliche“ Haltung empfiehlt„Lernen aus Niederlagen“ und stellt neben einer Checkliste für Risiken und Fehler in der Handlungsregulation auch eine Liste der häufigsten Faktoren zusammen, die Stress in der Schule bewirken. 
 
Die Redaktion empfiehlt vertiefende Literatur zum Thema „Erfolg in der Schule“.
 
Die Rubrik Debatte diskutiert Ursachen für den Anstieg hyperaktiver Kinder in der Schule und gibt dazu Forschermeinungen wieder.
 
Die sächsische Kultusministerin und Präsidentin der Kultusministerkonferenz äußert sich im Interview zu Inklusion und Begabtenförderung und thematisiert auch die mangelnde  Wertschätzung des Lehrers in der Öffentlichkeit.
 
Die  Rubriken Meldungen aus der Welt der Bildung, Der kollegiale Rat und Zu guter Letzt bilden den Abschluss des Hefts.
           

Mathematik üben muss kein Schreckgespenst sein!

Das Fördermagazin Grundschule, Heft 4 , 2015, setzt sich in  „Mathe üben“  mit unterschiedlichen Übungsformen auseinander und führt Beispiele für spielerisches Üben an. Links zu dem Thema werden zur Vertiefung gleich zu Beginn angegeben.
 
Jens-Holger Lorenz unterscheidet in „Üben-Aspekte einer ungeliebten Tätigkeit“ zunächst allgemein zwischen dem automatisierten und dem verstehenden Üben, die sich beim Lernen ergänzen müssen und analysiert die unterschiedlichen Formen des Übens.
 
Hinweise zur Beantwortung der Frage, welche Inhalte und welche Aktivitäten Kinder bei der Ablösung vom zählenden Rechnen unterstützen,  gibt Charlotte Rechtsteiner-Merz in „Einen Blick für Zahl- und Aufgabenbeziehungen entwickeln - (gerade  auch) mit lernschwachen Kindern.“
 
Axel Schulz hebt in „Wie kommt das Rechnen in den Kopf?“ die Bedeutung vom Einsatz guten Anschauungsmaterials hervor, für das er Kopien bereit stellt.
 
Im folgenden bietet er ein Raster zur Einordnung von Übungsformaten im Geometrieunterricht an.
 
Die Frage, wie die zahlreichen Angebote von Lern-und Übungsformaten im arithmetischen Anfangsunterricht passgenau eingesetzt werden können, beantwortet Sebastian Wartha exemplarisch am Beispiel der Zahlzerlegung. Ein Rechenspiel, mehrere Doppelkarten und Anwendungskarten zur Zahlzerlegung für den sofortigen Einsatz im Unterricht dienen dabei der Veranschaulichung .
 
Manfred Bönsch entwickelt die Idee von „ Lernleitern - ein Beitrag zur individuellen Förderung“ auf der Basis  gestaffelter Lernasprüche und Lernhilfen.
 
Die letzte Seite enthält  Bücher- und Medienhinweise für den Unterricht.
 

Was kann Schule tun, um Schüler(innen) für Ernährungsfragen zu sensibilisieren?

Weltwissen Sachunterricht, Heft4,  November 15 stellt Unterrichtsprojekte zum Thema  „Gesunde Ernährung“ vor, die mit übersichtlichen, sofort einsetzbaren Arbeitsblättern versehen sind. Zusätzlich gibt es in dieser Ausgabe eine CD mit über 40 Kopiervorlagen zu diesem Thema.
 
Friederike Schaub stellt in ihrem Beitrag „Vom Korn zum Brot“ ein Unterrichtsprojekt vor, in dem Schüler einer 3. Klasse mit den Prozessen der Herstellung von Brot vertraut  gemacht wurden – angefangen von der Aussaat der Getreidekörner,  deren Ernte und  Verarbeitungsweisen,   über technische Informationen zur Funktionsweise  der eingesetzten Geräte bis hin zum Teile-Bau einer Wind- bzw. Getreidemühle und dem gemeinsamen Resultat, dem Backen eines Vollkornbrots. 
 
Claudia Beyrich zeigt auf, wie die medienpädagogische Aufbereitung des Themas „Gesunde Ernährung“ gelingen kann.
 
Ute Wunderlich stellt ein Projekt vor, in dem die Schüler Kenntnisse über gesundes Ernährung gewinnen mit dem Ziel, täglich ein eigenes gesundes Frühstück  herzustellen.
 
Auf die Gefahren des Zuckergenusses  in der Ernährung, seiner Herstellung und Geschichte sowie seines Gehalts in Lebensmitteln verweist Hanna Bickel und experimentiert dazu mit Schülern.
 
Weitergehende Experimentanregungen  zur Feststellung und Wirkung von Stärke, Fett und Vitamin C  in Lebensmitteln geben Petra Mischnick, Eva Goclik und Petra Schille.
 
Eine kulinarische Weltreise mit den Herkunftsländern unserer Nahrungsmittel unternimmt Kadi Sieben mit Schülern einer 4. Klasse und liefert dazu leckere Rezepte.
 
Acht Frage - Antwortkarten von Tilmann Dreher zum Thema Ernährung sollen die Wissbegier der Schüler wecken und zu weiteren Fragen und Recherchen anregen.
 
Katharina Bralo-Zeitler möchte mit ihrem Beitrag Hilfen geben, damit Kinder ihre Essensentscheidungen überdenken.  
  

Kinderliteratur hat angesichts der Faszination digitaler Medien heutzutage dennoch eine Chance.

Die Grundschule  nimmt die Frankfurter Buchmesse zum Anlass,  sich im Novemberheft der pädagogischen Aufgabe zu widmen, Schüler(innen) für das Lesen zu gewinnen. Außerdem wird das Problem der Integration von Flüchtlingskindern  thematisiert  und ein Interview mit dem Vorsitzenden des Bundeselternrats zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus geführt.
 
In „(Mit) Literatur lesen fördern“ beschreibt Julia Knopf, dass  die  Förderung der Lesekompetenz angesichts der Herausforderungen, die mit den Aufgaben der Inklusion und der Interkulturalität gegeben sind,  von der Fähigkeit zu Kooperationen mit Partnern auch außerhalb von Schule und der Entwicklung medienintegrativer Konzepte unabdingbar ist.
 
In der Rubrik Schule präsentiert die Internetplattform „Lesezündstoff“  Konzepte zur Lesemotivation und stellt „Leseanreize für hartnäckige Nichtleser“ vor. Lehrer können diese Seite für ihren Unterricht nutzen,  darüber hinaus aber auch eigene Ideen  auf der Webseite einbringen.
 
Der Kinderbuchautor Martin Ebbertz schreibt über die Faszination, welche die Anwesenheit des Autors  in der Schule bei einer Autorenlesung auf Kinder ausübt, die er selbst erlebt hat, und gibt Tipps für die Buchung einer Lesung.
 
Der Arbeitskreis für Jugendliteratur stellt Unterrichtsideen zu dem für den Jugendliteraturpreis nominierten Jugendbuch „Rosie verstehen“ vor.
 
Die zwiespältige Figur des Protagonisten  in dem  Kinderroman „Anton taucht ab“  dient in dem Beitrag „Held oder Hänfling – eine Unterrichtseinheit“ als Ausgangspunkt für  vielfältige Ansatzpunkte im Unterricht, Literatur zu lesen und zu bearbeiten.
 
Nicht alle sogenannten Erstlesebücher sind es auch wirklich. In “Brücken in die Welt des Lesens“ wird der Begriff des Erstlesers hinterfragt. Erstlesebücher können und sollten als „Türöffner zum selbstständigen Lesen“ dienen, erläutert  Irene Hoppe und empfiehlt einige Erstlesebücher.
 
In einem Brief des Autors der Kinderbuchreihe „Die wilden Fußballkerle“ unternimmt Joachim Masannek den Versuch, Kindern das Lesen nahe zu bringen. Er argumentiert: „Logik und Vernunft ...arbeiten nur mit dem, was man schon kennt. In Büchern dagegen regiert die Fantasie und die ist allmächtig“ .
 
„Leseförderung intensiv – Ein Projekt und seine Konsequenzen“ schildert Erfahrungen aus Braunschweig, auch leseschwache Schüler für das Lesen von Büchern zu gewinnen.
 
Eine Übersicht über Angebote im Netz, Geschichten interaktiv kennen zu lernen, findet sich in „Märchen interaktiv erleben“.
 
 Der Frage,  wann Biografien in Kindersachbüchern, aus denen Kinder etwas lernen können, „gut“ sind, wird in „Geschichten vom Wunderkind- biografische Bilderbücher über Mozart“ detailliert nachgegangen.
 
Interaktive Bilderbuch-Apps können den Unterricht bereichern. In „Räuber Hotzenplotz, Janosch&Co. Digital-genial!??“ hilft ein ausführlich erläuterter Kriterienkatalog,  gute Bilderbuch-Apps auszumachen.  
 
Die Juryvorsitzende des Deutschen Literaturpreises, Frau Brigitte Müller-Bardorff,  äußert sich im Interview zu ihren Auswahlkriterien für die Nominierug eines Jugendbuchs.
 
Die Rubrik Service gibt einen Überblick über die nominierten Titel des Deutschen Jugendliteraturpreis und Auszüge aus den jeweiligen Jurybegründungen und stellt in „Klassiker unter den Preisträgern“ eine Auswahl zusammen.
 
Drei ihrer erfolgreichsten Lese- und Schreibprojekte für die Grundschule stellt die Stiftung Lesen in „Das Ziel? Motivation!“ vor.
 
Der Erfinder des Leseportals Antolin, Albert Hoffmann, berichtet über die Anfänge und die Weiterentwicklung dieses Portals, und ist stolz darau, dass es inzwischen zur Grundausstattung einer Grundschule gehört.
 
Die Redaktion gibt Literaturempfehlungen zum Thema: „Literatur im Unterricht“.
 
In der Rubrik Debatte stellen die Lehrerverbände ihre Position zu den erhöhten Anforderungen an Schule und Lehrer dar, die  „Unterricht für Flüchtlingskinder“ angesichts der wachsenden Schülerzahl mit sich bringt.
 
Der Bundeselternratsvorsitzende Michael Töpler fordert im Interview eine bessere Zusammenarbeit von Schule und Eltern und erläutert, was bei der Inklusion und Eingliederung von Flüchtlingskindern seiner Meinung nach zu beachten wäre .
 
Das Magazin informiert über Meldungen aus der Welt der Bildung.
 

Müssen Lehrer(innnen) in der Schule alle Fragen beantworten können?

 
Diese und weitere Fragen beantwortet die  November/Dezemberausgabe des Grundschulmagazins mit ihrem Schwerpunkt Kinder fragen.
 
Neugier und Wissensdurst  sieht  Magnus Gaul aus der Sicht eines Musikpädagogen im Basisbeitrag  dieses Hefts als wichtigen Motor didaktischer Lernprozesse an.
 
Kinder zu Fragen im Sachunterricht überhaupt wieder zu befähigen, um sie bei der Unterrichtsplanung als Leitfaden zu nutzen und somit den Sachunterricht am Kindesinteresse gestalten zu können, thematisiert Sandra Deibl in „Keine Angst vor Kinderfragen im Sachunterricht!“.
 
Auch Julia Einwächter will  Lehrern die Angst vor Kinderfragen nehmen und stellt dazu ein Unterrichtsprojekt   mit Unterrichtsmaterialien für eine zweite Klasse aus dem Religionsunterricht vor.
 
Eine Unterrichtsreihe  für die 3./4. Klasse mit dem Thema „ Wo liegt das Ende der Wirklichkeit?“ von Jil Farina Kalb greift anspruchsvolle philosophische Fragestellungen auf und will die Schüler(innen) in ihrer Wahrnehmung sensibilisieren.
 
In „ Man braucht kein Glück“ - „Cool, was?“  untersuchen die Kinder im Mathematikunterricht die Gewinnchancen bei zwei Glücksspiele, dem Schneckenrennen und dem Glücksrad.  Andrea Gellert und Anna-Lena Hereth beschreiben  in zwei Unterrichtsbeispielen, wie  mit dem Anlegen  eines „Forscherhefts“ im Mathematikunterricht  Schüler(innen) motiviert angehalten werden, ihre Beobachtungen zum Ausgang zweier (Glücks-)Spiele festzuhalten,  Erkundungsfragen zu  bearbeiten und sich Prinzipien der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu nähern. Anschauliche Unterrichtsideen und Materialien sowie Dokumentationen einiger Schülerarbeiten vervollständigen den Beitrag.  
 
Fragen als Schreibanlass - Klaus Metzger stellt  Fragekärtchen bereit, die Kinder zum Schreiben anregen können in „Ich und die Welt“.
 
Fächerübergreifende Ideen zum Thema „Brücke“ entwickeln Simone Dambaur und Nina Wolfram für die Fächer Kunsterziehung, Geographie, Sport, Sachkunde und Gemeinschaftskunde. Es werden  unterschiedliche Brücken vorgestellt, unterschiedliche  Konstruktionsprinzipien verdeutlicht und vielseitige Arbeitsaufträge erteilt.
 
 Wege und Lebenswege  kennen zu lernen und schreibend zu gestalten, sieht Theodor Doerfler als Chance, um interkulturelles Lernen zu fördern.
 
Manfred Bönsch sucht in seinem Beitrag „Heterogenität ist Alltag - Differenzierung die Antwort“ Lösungen zur Problematik  fairer Leistungskontrollen.
 
Vanessa Ebert führt in ihrer Unterrichtssequenz die Schüler(innen) an  topologische Fragestellungen heran in „Gut vernetzt!“ .  Arbeitsmaterialien mit Aufgabenstellungen ausgewählter Netzkonstruktionen führen die Schüler(innen) in Fragen der Arithmetik ein.
 
„Kartenhäuser bauen und berechnen“ mit Bierdeckeln nutzt Enno Hörsgen unter anderem als motorischen Anreiz,  um mathematische Aufgabenstellungen zu lösen.
 
Die letzte Seite gibt wieder Anregungen  zu pädagogischer Lektüre.
 

Die Situation von Flüchtlingskindern und die Möglichkeiten ihrer Beschulung 

Das Thema von Lernende Schule, Heft 71, ist höchst aktuell. In „Geflüchtete Kinder in Schulen in Deutschland“ vermitteln Dita Vogel und Yasemin Karakaşoǧlu einen  Überblick über den rechtlichen Status von Flüchtlingskindern.  Angesichts der  sozialen Erfahrungen während und nach der Flucht, der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und dem häufig völlig ungeübten Lernverhalten der Schüler(innen)  stellt inklusiver Unterricht eine besondere Herausforderung an Schule und Lehrkräfte dar. Eine ansehnliche Literaturliste gibt die Möglichkeit, sich intensiver mit diesem Thema zu befassen.
 
Der Beitrag „ In erster Linie Kinder“ von  Thomas Berthold aus der gleichnamigen Studie des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. weist darauf hin, dass Flüchtlingskinder Anspruch auf Leistungen der Jugendhilfe haben. Auch das Asylbewerbergesetz berücksichtigt nicht genügend die Situation und das Mitbestimmungsrecht dieser Kinder. Hier listet Berthold zunächst den Handlungsbedarf  für den Bund und die Kommunen sowie deren nachgeordneten Verwaltungen auf, ehe er im zweiten Teil seiner Ausführungen das Thema Bildung problematisiert.
 
Botho Priebe befragte den mehrfach ausgezeichneten Vorsitzenden des afrikanischen Dachverbands „Yes Afrika e.V.“ , Nelli Suomaoro, der als unbgleiteter Flüchtling nach Deutschland kam, über seine Einschätzung und Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit in: „Gemeinsam an einer Willkommenskultur arbeiten“ .
 
Tobias Klaus fasst die Herausforderungen für das Bildungssystem zusammen mit „So wird Zukunft verbaut“ und zeigt die Notwendigkeit eines schnellen Umdenkens in der Frage der Integration von Flüchtlingen auf.
 
 Schaubilder ergänzen in „Daten, Fakten, Zahlen“ den Beitrag und geben  Aufschluss über die Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Asylantragssteller, über die Herkuntfsländer der Flüchtlinge sowie über die Verteilung der Asyl beantragenden Personen nach Geschlecht und Alter.
 
„Ich bitte Sie alle herzlich um Ihr weiteres Engagement.“, sagt die Staatsministerin im Bundeskanzleramt und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Aydan Özoǧuz, im Gespräch mit Botho Priebe und Gabriela Kreter. Auch wenn Bildung grundsätzlich Ländersache ist, so versichert sie, dass  die Bundesregierung nach Kräften die Länder  und Kommunen im Bildungsbereich mit dem Ziel der Integration, bzw. Inklusion von Flüchtlingskindern und Jugendlichen  unterstützen werde, dies auch schon mit der Bereitstellung von fünf Milliarden Euro für finanzschwache Kommunen bereits getan hat oder mit dem seit dem 1.März auch für Flüchtlingskinder geltenden Bildungs-und Teilhabepaket. Ihre  Ausführungen weisen jedoch über den finanziellen Aspekt hinaus, sie betont  die gesamtgesellschaftliche Bedeutung einer  Willkommenskultur.
 
„Willkommen in unserer Schule“ titeln Gabriele Kreter und Anja Kittlitz ihren Werkstattbeitrag, der detailliert  den Weg der  Anmeldung von Flüchtlingskindern  über Vorschläge zur Schulentwicklung,  der Sensibilisierung des Lehrerkollegiums, der Darstellung einzelner Lebenslagen geflüchteter Kinder bis hin zu den pädagogischen Anforderungen aufzeigt und mit umfangreichen Materialien für den Einsatz in Schulkollegien versieht.
 
Gabriela Kreter und Team schildern in Fallgeschichten die Diskriminierung von Flüchtlingen  in der schulischen Bürokratie und geben demgegenüber einen Erfahrungsbericht über die unbürokratische Integration von Flüchtlingskindern an der Karlschule in Hamm.
 
Ergänzend dazu  interviewte Gabriela Kreter  Flüchtlingskinder zu ihrer Situation und ihren Zukunftswünschen.
 
Das gelungene Konzept der SchlaU-Schule -Schulanaloger Unterricht für junge Flüchtlinge – in München stellt Anja Kittlitz  in „Wir haben Bock, was zu erreichen!“ vor.
 
Jonas Bannert und Johannes Klaffke informieren über ein Projekt an derLeuphana Universität Lüneburg,  wo Flüchtlingen die Teilhabe an Vorlesungen ermöglicht wird.
 
Stefan Heimann verweist  auf die Schwierigkeiten der schulischen Einbindung von  Flüchtlingen in „Flüchtlingskinder in der Schule – Aufgaben, erste Handlungsschritte und die Verantwortung der Schule“ .

Über ein zehn Jahre währendes FFM-Praxisprojekt ( Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Frankfurt am Main ) an der Goethe-Universität Frankfurt informiert „Übergänge begleiten“.  Eine Buchrezension mit dem Titel: „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland“, Deutscher  Caritasverband, Referat Migration und Integration (Hg.), Lambertusverlag 2014, das die Vorstellungen und Wünsche der Flüchtlinge  mit  Interviews untermauert, schließt sich an. 
Ein Auszug aus der Rede eines Schulleiters zum Abitur 2013, der  die Debatte um das acht- oder neunjährige Gymnasium aufgreift, beendet das Heft.

Die Autorin
Beate Brassel war Förderlehrerin für Kinder mit Körper-, Sprach- und Lerneinschränkungen in Berlin. Sie hat langjährige berufliche Erfahrungen im Grundschul- und Sekundarschulbereich sowie in der Lehrerbildung.
 
 
 
 
 
 
 
 

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