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Sozialraum
31.12.2015  Christiane Richard-Elsner

Recht auf Spiel

Kinder spielen. Das gehört zum Kindsein dazu. Aberist Spiel zur Ausbildung von notwendigen Kompetenzen eigentlich erforderlich, oder ist es ein freudebringender Zeitvertreib, den man wichtigeren Zielen unterordnen kann? Die UN-Kinderrechtskommission gab jetzt eine Antwort in einem Kommentar zum Artikel 31 der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.
Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1989 von der Vollversammlung der UNO verabschiedet. Mittlerweile ist sie von fast allen Staaten der Erde ratifiziert worden. Darin werden Kindern über die Menschenrechtskonvention hinaus eigene Rechte zuerkannt. Seit 1992 ist sie gültiges Recht in Deutschland.
Sanktionen sind nicht vorgesehen, falls Punkte der Konvention nicht eingehalten werden.

Aber Deutschland muss, wie alle anderen Unterzeichnerstaaten, Berichte über die Umsetzung der Kinderrechte vorlegen und zu Versäumnissen Stellung beziehen.

In Artikel 31, Absatz 1 heißt es: Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. Nach Artikel 31 braucht Spiel von Kindern also keine Begründung. Es muss nicht durch
Hinweise auf die Stärkung von Kompetenzen gerechtfertigt werden. Es ist ein biologisch
angelegtes Grundbedürfnis.

Diesen Artikel können Sie hier weiterlesen. Er erschien zuerst in: Unerzogen, 2/13 S. 6-9
 

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