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12.06.2017

Beratungstelefon zum Quereinstieg

Seit Juli 2014 berät die Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“ durch ihren Mitarbeiter Tim Frauendorf Interessierte am Quereinstieg in den Erzieher/innen-Beruf aus ganz Deutschland. Zentraler Bestandteil aller Beratungsgespräche ist die Frage, ob sie sich den Quereinstieg finanziell leisten können und welche Möglichkeiten der Finanzierung für Interessierte infrage kommen. Ob sie den Quereinstieg wagen, so stellt es sich in den Beratun...
Seit Juli 2014 berät die Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“ durch ihren Mitarbeiter Tim Frauendorf Interessierte am Quereinstieg in den Erzieher/innen-Beruf aus ganz Deutschland. Zentraler Bestandteil aller Beratungsgespräche ist die Frage, ob sie sich den Quereinstieg finanziell leisten können und welche Möglichkeiten der Finanzierung für Interessierte infrage kommen. Ob sie den Quereinstieg wagen, so stellt es sich in den Beratungsgesprächen dar, wird stärker von der Finanzierbarkeit des Lebensunterhaltes beeinflusst als beispielsweise von der Dauer der Ausbildung.

„Entgegen der häufig geäußerten Vermutung, ein Großteil der Quereinstiegsinteressierten sei arbeitsuchend gemeldet, rufen bei uns überwiegend Frauen und Männer an, die sich in einem Anstellungsverhältnis befinden und sich beruflich umorientieren möchten“, so Tim Frauendorf.

Das Beratungstelefon ist regelmäßig an drei Tagen in der Woche besetzt. Um für Berufstätige erreichbar zu sein, sind die Sprechzeiten montags und mittwochs jeweils von 15.30 bis 19 Uhr. Freitags finden die Beratungen zwischen 10 und 13 Uhr statt, damit weitere Zielgruppen Kontakt aufnehmen können. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiter/innen von Behörden wie der Agentur für Arbeit bzw. der Jobcenter, andere berufsvermittelnde Anbieter, (ehrenamtliche) Helfer/innen Geflüchteter oder Kitaträger, die berufsbegleitende Auszubildende bei sich aufnehmen möchten.

Im Rahmen der Beratungen erhalten Ratsuchende aktuelle und weiterführende Informationen zu allen Fragen, die individuell auftreten können, wenn ein Quereinstieg in den Erzieher/innenberuf erwogen wird oder bereits begonnen hat.

Die größte Gruppe der Ratsuchenden befindet sich zum Zeitpunkt des Gesprächs in der Orientierungsphase. Sie interessiert sich dafür, ob und wie ein Quereinstieg in ihrem Bundesland realisierbar ist. Die meisten wissen nicht, ob sie die Zulassungsvoraussetzungen zum Ausbildungsgang erfüllen. „Als Fachfremde verstehen sie die Informationen, die sie meist der Website einer Fachschule entnommen haben, nicht genau. Ausnahmen für den Einzelfall sind in aller Regel völlig unbekannt“, so Tim Frauendorf. Nur wenige Anrufer/innen standen im Vorfeld bereits mit einer Berufsfachschule oder Fachschule/-akademie in direktem Kontakt


Das Beratungstelefon für am Quereinstieg Interessierte ist zu folgenden Zeiten besetzt:

Montag von 15:30 bis 19:00 Uhr
Mittwoch von 15:30 bis 19:00 Uhr
Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr
und ist unter der Berliner Rufnummer 030 – 501010-939 zu erreichen.

Falls Sie aufgrund der großen Nachfrage telefonisch nicht durchkommen, senden Sie gerne eine E-Mail an:

quereinstieg(at)koordination-maennerinkitas.de

Zudem stellt die Koordinationsstelle auf ihrem Onlineportal für jedes Bundesland umfassende Informationen zum fachfremden und fachnahen Quereinstieg bereit:

http://www.chance-quereinstieg.de/quereinstiegsmoeglichkeiten/niedersachsen/


Quelle: Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/Männer in Kitas“
 
07.06.2017

Niedersächsische Grundschulen testen neues Fach Werte und Normen

Als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht will Niedersachsen im kommenden Schuljahr das Fach Werte und Normen an zehn Grundschulen erproben. Bisher wird es nur an weiterführenden Schulen gelehrt. Die einjährige Testphase entspreche dem Wunsch vieler Eltern, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am 29. Mai in Hannover. „Dabe...
Als Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht will Niedersachsen im kommenden Schuljahr das Fach Werte und Normen an zehn Grundschulen erproben. Bisher wird es nur an weiterführenden Schulen gelehrt. Die einjährige Testphase entspreche dem Wunsch vieler Eltern, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am 29. Mai in Hannover. „Dabei handelt es sich in der Tat um eine alte Forderung von uns, die die steigende Zahl konfessionsloser Kinder berücksichtigt“, so der Vorsitzende des Landeselternrates Niedersachsen, Mike Finke. Das Fach komme auch Kindern mit Migrationshintergrund bei der Wertevermittlung zugute.

Niedersachsen folgt damit dem Beispiel von Bundesländern wie Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nach Angaben der Ministerin gibt es dort ein Ethik-Fach für Grundschüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

Das Fach Werte und Normen soll vor allem moralisch-ethische Wegweiser fürs gesellschaftliche Miteinander, aber auch Grundzüge der Weltreligionen vermitteln. Als Ersatz für den Religionsunterricht sei es nicht gedacht, betonte Heiligenstadt und erklärte: „Ich persönlich stehe dem Ganzen sehr positiv gegenüber.“ Ob das Fach an allen niedersächsischen Grundschulen eingeführt wird, soll nach einer Auswertung des Versuchs entschieden werden.

Bei einer Einführung müssten entsprechende pädagogische Lehrgänge und Bildungspläne entwickelt und das Schulgesetz geändert werden. Die Lehrer, die in der einjährigen Erprobungsphase eingesetzt werden, sind Pädagogen von weiterführenden Schulen mit entsprechender Ausbildung, die an den Grundschulen schon andere Fächer unterrichten.

„Ich war überrascht von der Zahl der Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören“, gab die SPD-Politikerin zu. Mit 72 800 Kindern stellten sie die zweitgrößte Gruppe im Land. Rund 123 500 der insgesamt 278 000 Schüler an Niedersachsens 1800 Grundschulen gehörten der evangelischen, 46 900 der katholischen und 21 000 der muslimischen Glaubensgemeinschaft an. Vertreter der unterschiedlichen Glaubensgruppen seien wegen der Initiative konsultiert worden und stünden hinter ihr, sagte die Ministerin. „Die kirchlichen Religionsgemeinschaften unterstützen diese Entwicklung durchaus.“

Internet:
- Hintergrund zum niedersächsischen Unterrichtsfach Werte und Normen http://dpaq.de/lM0rP)

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06.06.2017

Kulturelle Vielfalt mit Musik: Projektideen gesucht

Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung sucht vorbildliche Projekte für kulturelles Miteinander. Bereits zum zehnten Mal fördert die bundesweite Initiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" vorbildliche neue Projektideen, die über die Musik das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft stärken. Bewer...
Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung sucht vorbildliche Projekte für kulturelles Miteinander. Bereits zum zehnten Mal fördert die bundesweite Initiative "Kulturelle Vielfalt mit Musik" vorbildliche neue Projektideen, die über die Musik das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft stärken.


Bewerbungen sind bis zum 10. September 2017 möglich. Eingeladen sind Kindergärten, Schulen, Vereine, Verbände, Stiftungen, aber auch einzelne Initiativen und Akteure und Initiativen, die sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen. Die Stiftung fördert maximal 15 Anträge mit jeweils bis zu 5.000 Euro und einer Gesamtfördersumme von 50.000 Euro.

Alle Informationen auf www.kultur-und-musikstiftung.de
 
23.05.2017

Online-Lernplattform Campus+ der Stiftung “Haus der kleinen Forscher“

Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher“ bietet Online-Fortbildungen in verschiedenen Formaten an. Diese finden auf der kostenlosen Online-Lernplattform Campus+ statt. Eine Registrierung ist notwendig. Angeboten werden verschiedene Lernformate wie offene Online-Kurse, moderierte Online-Kurse und Webinare. Auf der geschlossenen Online-Lernplattform Campu...
Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher“ bietet Online-Fortbildungen in verschiedenen Formaten an. Diese finden auf der kostenlosen Online-Lernplattform Campus+ statt. Eine Registrierung ist notwendig. Angeboten werden verschiedene Lernformate wie offene Online-Kurse, moderierte Online-Kurse und Webinare. Auf der geschlossenen Online-Lernplattform Campus+ können Sie sich rund um die Themen des “Hauses der kleinen Forscher“ fortbilden und austauschen. Sie lernen zu verschiedenen Schwerpunkten aus Naturwissenschaften, Mathematik und Technik, wie sie diese gemeinsam mit Kindern erforschen und in den pädagogischen Alltag integrieren können.

Link: https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/fortbildungen/fortbildungsprogramm/online-lernen/

Quelle: Bildungsserver.de
 
22.05.2017

Schulz: Deutschland muss Bildungsweltmeister werden

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Deutschland zum Bildungsweltmeister machen. Das Bildungssystem sei gut, aber nicht gut genug: “Ich möchte, dass Deutschland das weltweit stärkste Land in der Bildung wird“, sagte der SPD-Chef am 18. Mai bei einer Diskussionsrunde mit Schülern und Lehrern im Berliner Problembezirk Neukölln. Schul...
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Deutschland zum Bildungsweltmeister machen. Das Bildungssystem sei gut, aber nicht gut genug: “Ich möchte, dass Deutschland das weltweit stärkste Land in der Bildung wird“, sagte der SPD-Chef am 18. Mai bei einer Diskussionsrunde mit Schülern und Lehrern im Berliner Problembezirk Neukölln. Schulz stellte dabei einen 13-Punkte-Plan vor, den die SPD bei einem Wahlsieg umsetzen will. Ihm wird nach den drei verlorenen Landtagswahlen vorgeworfen, zu wenig konkrete Inhalte im Angebot zu haben.
Ziel seiner Partei sei es, dass es künftig eine Million Ganztagsschulplätze gebe. Zur Finanzierung sagte er nichts. Die OECD-Industriestaaten würden für Bildung insgesamt im Schnitt 5,2 Prozent ausgeben, Deutschland aber nur 4,3 Prozent. „Wir sind nicht mal Durchschnitt“, sagte Schulz. Bei der Frage, wie viel Geld nötig ist, um diesen Rückstand aufzuholen, sprach der Kanzlerkandidat zunächst von 10 bis 12 Milliarden Euro Investitionen mehr pro Jahr, später von 30 Milliarden Euro. Noch besser wäre, das skandina-vische Spitzenniveau zu erreichen – was noch mehr kosten würde.

Schulz für mehr Bundesfinanzierung in der Bildung
Schulz beklagte die Ungerechtigkeit des deutschen Schulsystems: „Herkunft darf kein Schicksal sein.“ Als fatal bezeichnete er die jahrelange Politik, Schüler so rasch wie möglich für den Arbeitsmarkt verfügbar zu machen: “Wir brauchen mehr Zeit für Bildung.“ Die SPD regiert seit langem in den meisten der 16 Bundesländer mit. Die Länder sind zuständig für die Bildung.

Der SPD-Chef machte sich für eine Abschaffung des Verbotes stark, dass der Bund bei der Bildung den Ländern hineinreden darf. Das sei ein in Verfassungsrecht gegossener Irrtum. „Wir brauchen weder Kleinstaaterei noch Kooperationsverbote,“, sagte Schulz. Besser als Steuersenkungen und höhere Rüstungsausgaben, wie die Union es vorschlage, seien Milliardenhilfen des Bundes für Länder und Kommunen, um leistungsfähige Schulen zu bekommen.

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16.05.2017

Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens

Beim Kongress „Gesund aufwachsen“ am 15. Mai stellte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor. Sieben Berliner Thesen zur Förderung gesunden Aufwachsens These 1 – Multifaktorielle Voraussetzungen Um Übergewicht und Adipositas erfolgreich präventiv e...
Beim Kongress „Gesund aufwachsen“ am 15. Mai stellte die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) Berliner Thesen zur Förderung eines gesunden Aufwachsens vor.

Sieben Berliner Thesen zur Förderung gesunden Aufwachsens

These 1 – Multifaktorielle Voraussetzungen
Um Übergewicht und Adipositas erfolgreich präventiv entgegenzuwirken, sind ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung als zentrale Faktoren zu berücksichtigen. Daneben müssen weitere Faktoren wie z. B. Stressbewältigung, geregelter Tagesrhythmus, Schlaf und psychische Gesundheit beachtet werden. Somit sind multifaktorielle Voraussetzungen zu erfüllen, um gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.

These 2 - 1.000 Tage
Die ersten Lebensjahre und insbesondere die ersten 1.000 Tage prägen die Gewichtsentwicklung ein Leben lang. Daher sollten alle relevanten Akteure zusammenarbeiten, Frauen- und Kinderärztinnen und -ärzte, Hebammen, Erzieherinnen und Erzieher, um Eltern zu stärken, damit ihre Kinder gesund aufwachsen können.

These 3  – Verhalten & Verhältnisse
Erfolgreiche Gesundheitsförderung muss beim Verhalten und den Verhältnissen in den Lebenswelten von Kindern ansetzen: in Elternhäusern, Kitas, Schulen und Kommunen – also „dort, wo Kinder spielen, toben, lernen, essen & trinken“:

o Hinsichtlich des gesunden Aufwachsens mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung kommt den Eltern eine Schlüsselrolle zu. In gelingenden Erziehungspartnerschaften z. B. mit Kita und Schule erfahren sie Unterstützung. 

o Entwicklungspotenziale und (Gesundheits-)Kompetenzen von Kindern sollten insbesondere in Kitas und Schulen gestärkt werden. Dazu werden qualifizierte Begleiterinnen und Begleiter sowie entsprechende zeitliche und räumliche Ressourcen benötigt.

o Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung in Kita und Schule sind entscheidend für die Verbesserung der Ernährungskompetenz und der Ernährungssituation von Kindern. Idealerweise wird beides miteinander verknüpft. 

o Entscheidend für den Erfolg der kommunalen Gesundheitsförderung sind neben der Fach- und Methodenkompetenz, die Koordination, Moderation und insbesondere die Beteiligung der kommunalen Akteure.

These 4  – Alltagsbewegung & Sitzender Lebensstil
Neben der Förderung von sportlichen Aktivitäten sollte auch die Alltagsbewegung sowie das gesundheitliche Risiko des „Sitzenden Lebensstils“ zur Gestaltung eines gesunden Aufwachsens von Kindern Berücksichtigung finden.

These 5 – Sozial Benachteiligte Sozial Benachteiligte werden von den meisten Maßnahmen der Gesundheitsförderung bisher kaum erreicht.
Daher sollten Konzepte entwickelt werden, die diese Gruppen beteiligen und erreichen.

These 6 – Projekte
Projekte sind von großem Wert für die Entwicklung von neuen Ansätzen zur Förderung eines gesunden Lebensstils. Diese sollten auf der Grundlage anerkannter Qualitätsstandards bearbeitet und (wenn immer möglich) mit bestehenden Strukturen verzahnt werden.

These 7 – Gemeinsam agieren
Den genannten multifaktoriellen Bedingungen lässt sich nur gerecht werden, wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam agieren und ihre jeweiligen Handlungsspielräume zur Förderung und Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten ausschöpfen.

Quelle: Plattform Ernährung und Bewegung e.V.
15.05.2017

Flüchtlingskinder an Grundschulen: Hälfte bekommt Sprachförderung

Etwa die Hälfte der Flüchtlingskinder in Grundschulen erhält eine Sprachförderung. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hervor. Zwar besuchten mit 94 Prozent fast alle geflüchteten Kinder im Grundschulalter eine Schule. Doch etwas weniger als die Hälfte von...
Etwa die Hälfte der Flüchtlingskinder in Grundschulen erhält eine Sprachförderung. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hervor. Zwar besuchten mit 94 Prozent fast alle geflüchteten Kinder im Grundschulalter eine Schule. Doch etwas weniger als die Hälfte von ihnen bekomme eine spezielle Sprachförderung

Es gebe jedoch große regionale Unterschiede, heißt es in der Studie. Auch lässt sich keine Aussage darüber treffen, wie gut die in der Studie erfassten 4405 Kinder bereits Deutsch sprechen können. Ein Großteil von ihnen lebt schon seit einigen Jahren in Deutschland.

Weitere Erkenntnisse der Studie beziehen sich auf den Kita-Besuch: Flüchtlingskinder ab drei Jahren gehen fast genauso häufig in eine Kita wie andere Kinder in Deutschland. Die Quote liegt bei 80 Prozent – bei allen Kindern in Deutschland bei fast 95 Prozent.

Größer ist der Unterschied im Falle der Kita-Kinder, die jünger als drei Jahre sind: In dieser Gruppe beträgt der Anteil der geflüchteten Kinder gut 15 Prozent, bei allen Kindern in Deutschland über 28 Prozent. Letzteres sei problematisch für eine erfolgreiche Integration und gesellschaftliche Teilhabe, sagt die Co-Autorin der Studie, Frauke Peter vom DIW Berlin. Der spätere Bildungserfolg hänge stark von der Bildungs- und Betreuungssituation im frühkindlichen Alter ab.

Internet:
Website mit der DIW-Studie http://dpaq.de/2qAH6

© dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH.  Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung von Inhalten, Texten, Grafiken und Bildern ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der dpa unzulässig. Dies gilt insbesondere für die Verbreitung, Vervielfältigung und öffentliche Wiedergabe sowie Speicherung, Bearbeitung oder Veränderung.
Alle Rechte bleiben vorbehalten.
12.05.2017

Der Fachberatung auf der Spur

Einladung zu einer bundesweiten Tagung für Fachberaterinnen und Fachberater Sie stehen Kita-Teams und Tageseltern zur Seite, beraten freie Träger und Jugendämter, sind auch fachpolitisch aktiv und so wichtiger Motor für die Entwicklung guter Qualität in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung – die Rede ist von Ihnen, den Fachberaterinnen und Fachberatern in Deutschland. So verschieden die Anforderungen an Sie in jedem Bundesland, jeder Kommu...
Einladung zu einer bundesweiten Tagung für Fachberaterinnen und Fachberater

Sie stehen Kita-Teams und Tageseltern zur Seite, beraten freie Träger und Jugendämter, sind auch fachpolitisch aktiv und so wichtiger Motor für die Entwicklung guter Qualität in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung – die Rede ist von Ihnen, den Fachberaterinnen und Fachberatern in Deutschland.

So verschieden die Anforderungen an Sie in jedem Bundesland, jeder Kommune und jeder Einrichtung sind, so vielschichtig sind auch Ihre Aufgabenprofile. Und doch gibt es übergreifende Kernaufgaben und Kernkompetenzen, die Ihr Berufsprofil ausmachen. Anknüpfend an die zahlreichen Diskussionen, die zum Thema Profilentwicklung in den letzten Jahren geführt wurden, möchten wir mit Ihnen einen weiteren Schritt in Richtung eines gemeinsamen Professionsverständnisses gehen. Insbesondere Sie als Fachberaterin und Fachberater selbst sollen die Möglichkeit haben, zu formulieren, was sie eint, und was Ihre Arbeit inhaltlich auszeichnet. Die Ergebnisse werden durch die Veranstalter aufbereitet und für weiterführende Diskussionen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus möchten wir Ihnen konkrete Anregungen für Ihre Arbeit mit Einrichtungen, aber vor allem auch mit Trägern und Akteuren der Lokalpolitik bieten. Dabei soll vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, wie Beratungsprozesse wirksam und nachhaltig ausgestaltet werden können.


Im Rahmen des Programms Qualität vor Ort laden wir Sie herzlich ein! Bringen Sie Ihre Perspektive zum Professionsverständnis von Fachberaterinnen und Fachberatern ein, nehmen Sie konkrete Anregungen zur Gestaltung von wirksamen und nachhaltigen Beratungsprozessen mit und vernetzen Sie sich mit anderen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bundesländern. Lassen Sie sich darüber hinaus von der besonderen Atmosphäre im Leipziger Zoo inspirieren.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter www.qualitaet-vor-ort.org/der-fachberatung-auf-der-spur. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Kooperation mit dem Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. organisiert. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Was?
Veranstaltung „Der Fachberatung auf der Spur: Eine Safari durch den Aufgaben-Dschungel“

Wann?
Freitag, 22. September 2017 von 09.30 bis 17.00 Uhr

Wo?
Leipziger Zoo, Eventbereich „Gondwanaland“, Pfaffendorfer Str. 29,

04105 Leipzig (Eingang 100 m rechts vom Zooeingang)


Bei Fragen und Anregungen melden Sie sich gerne direkt bei Mareike Reising (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, Tel.: 030 25 76 76 830, E-Mail: mareike.reising@dkjs.de).
11.05.2017

Tagung: Innovative pädagogische Angebote für die Krippe

Das Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg „Innovative pädagogische Angebote für Kinder unter 3 Jahren (Innopäd U3)“ knüpft an den starken quantitativen Ausbau der Betreuung im U3-Bereich an. Ziel des Programms war es, ein verstärktes Augenmerk auf die (Weiter)-Entwicklung der Qualität in diesem gesellschaf...
Das Programm der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg „Innovative pädagogische Angebote für Kinder unter 3 Jahren (Innopäd U3)“ knüpft an den starken quantitativen Ausbau der Betreuung im U3-Bereich an. Ziel des Programms war es, ein verstärktes Augenmerk auf die (Weiter)-Entwicklung der Qualität in diesem gesellschaftlichen, entwicklungspsychologischen und pädagogisch relevanten Bereich zu richten.

14 Modellprojekte
Dazu wurden innovative Ansätze für die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren gefördert und Anreize zur nachhaltigen Weiterentwicklung gegeben. Im Rahmen des Programms wurden 14 Modellprojekte, die sich mit der Betreuung von unter dreijährigen Kindern – z. B. unter dem Fokus Interaktion, Zusammenarbeit mit Eltern und/oder Inklusion – beschäftigen, ausgewählt und von der Stiftung Kinderland gefördert.

Das Programm „Innopäd U3“ der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg wurde vom Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Evangelischen Hochschule Freiburg wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Präsentation auf Abschlusstagung
Nach der inzwischen bis zu dreijährigen Laufzeit der Modellprojekte werden die Erfahrungen aus der Praxis und Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung auf einer Tagung am 12. Juli 2017 in Freiburg präsentiert.

Download Flyer

Zur Online-Anmeldung und weiteren Informationen gelangen Sie über folgenden Link: http://www.eh-freiburg.de/innopaed

Die Anmeldung ist bis zum 30.06.2017 möglich.
 
03.05.2017

Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen

Das von Prof. Dr. Raimund Geene verfasste Impulspapier ist auf der Grundlage ausführlicher Gespräche im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und im Beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ entstanden. Es regt zur Diskussion an, unterschiedliche Standpunkte auszutauschen und voneinander zu ler...
Das von Prof. Dr. Raimund Geene verfasste Impulspapier ist auf der Grundlage ausführlicher Gespräche im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und im Beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitliche Chancengleichheit“ entstanden. Es regt zur Diskussion an, unterschiedliche Standpunkte auszutauschen und voneinander zu lernen, damit sich Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen gegenseitig stärken. 
Die Publikation kann über die Internetseite www.fruehehilfen.de und per E-Mail an order@bzga.de mit Angabe der Bestellnummer: 16000175 kostenfrei angefordert werden.
Weitere Informationen erhalten Sie hier
   


 
03.05.2017

Kinderarbeit muss erlaubt sein - Das bolivianische Kinder- und Jugendgesetz

ProNATs hat mehrmals über das bolivianische Kinder- und Jugendgesetz berichtet, dass arbeitenden Kindern einen besseren Schutz und mehr Mitsprache verspricht. Es ist das erste Gesetz, das unter maßgeblicher Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen zustande kam. Seit seiner Verabschiedung im Juli 2014 hat es heftige internationale Kontroversen ausgelö...
ProNATs hat mehrmals über das bolivianische Kinder- und Jugendgesetz berichtet, dass arbeitenden Kindern einen besseren Schutz und mehr Mitsprache verspricht. Es ist das erste Gesetz, das unter maßgeblicher Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen zustande kam. Seit seiner Verabschiedung im Juli 2014 hat es heftige internationale Kontroversen ausgelöst. Auch das Europaparlament hat sich mehrmals damit befasst und im April 2017 eine Delegation nach Bolivien geschickt. Am heftigsten hat die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) gegen das Gesetz Stellung bezogen und von der Regierung Boliviens seine Rücknahme verlangt. Wir berichten pünktlich zum internationalen Tag der Arbeit, wie weit das Gesetz bisher umgesetzt worden ist. Den vollständigen Artikel finden Sie hier: http://pronats.de/news/kinder-und-jugendgesetz-bolivien/
28.04.2017

100.000 zusätzliche Plätze und qualitative Verbesserungen für KiTas

Am 27. April 2017 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung das „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen. Damit können 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen und qualitative Verbesserungen gefördert werden. Bundesf...
Am 27. April 2017 hat der Deutsche Bundestag in zweiter und dritter Lesung das „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen. Damit können 100.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen und qualitative Verbesserungen gefördert werden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Gute Angebote der Kindertagesbetreuung ermöglichen Kindern gleiche Startchancen und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern. Immer mehr Mütter und Väter wünschen sich deshalb einen Betreuungsplatz für ihr Kind. Da noch nicht ausreichend viele Plätze zur Verfügung stehen, treiben wir mit dem vierten Investitionsprogramm den Kita-Ausbau weiter voran.“

2017 wird der Bund die Rekordsumme von fast 2,5 Milliarden Euro in Kindertagebetreuung investieren. Allein mit dem vierten Investitionsprogramm stellt der Bund den Ländern von 2017 bis 2020 Finanzhilfen von über einer Milliarde Euro zur Verfügung. Damit kann der Kita-Ausbau und auch die Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung weiter beschleunigt werden. Der Bund ermöglicht auch weiterhin die Förderung von Ausstattungsinvestitionen, die beispielhaft der gesundheitlichen Versorgung, Inklusionsmaßnahmen oder der Einrichtung von Ganztagsplätzen dienen.

„Neben einem bedarfsgerechten Angebot ist jedoch auch die Qualität der Betreuungsangebote entscheidend. Nur qualitativ hochwertige Angebote eröffnen allen Kindern die gleichen Bildungschancen. Mit dem vierten Investitionsprogramm fördern wir deshalb auch die Qualität der Kindertagesbetreuung. Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Meilenstein“, so Manuela Schwesig

Gemeinsam mit Ländern und Kommunen hat der Bund im November 2016 eine Qualitätsoffensive in der Kindertagesbetreuung gestartet. Ihr Ziel: Die Qualität der Kindertagesbetreuung durch gemeinsame Qualitätsziele zu verbessern und eine solide Finanzierung dauerhaft zu sichern. Der Bund will dafür wesentlich mehr Mittel investieren. Das vierte Investitionsprogramm leistet dafür schon jetzt einen wichtigen Beitrag.

Durch das Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau wird das Sondervermögen „Kinderbetreuungsausbau“ um insgesamt 1,126 Milliarden Euro aufgestockt. Erstmals werden auch Betreuungsplätze für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt gefördert.

Quelle: Presseinfo BMFSJF
 
21.04.2017

Woche der Freien Träger in Stuttgart

Was macht eine gute Kita aus? Während der dritten „Woche der freien Träger“ vom 8. bis 15. Mai 2017 geben zwölf Einzelveranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Stuttgart Antworten auf diese Frage. Die Aktionswoche des VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart startet am 8. Mai um 17.00 Uhr im &bd...
Was macht eine gute Kita aus? Während der dritten „Woche der freien Träger“ vom 8. bis 15. Mai 2017 geben zwölf Einzelveranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Stuttgart Antworten auf diese Frage. Die Aktionswoche des VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart startet am 8. Mai um 17.00 Uhr im „Rudolfs“ im vhs Treffpunkt Rotebühlplatz mit einem Vortrag zum Thema „Der aktuelle Bundes-Qualitätsentwicklungsprozess und die Rolle der Träger“. Das komplette Programm der Veranstaltungswoche ist im Internet unter www.vfuks.de abrufbar. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Stuttgart, 20. April 2017 – Kita-Qualität hat viele Dimensionen. „Sie erfordert ein ‚kompetentes System’, in dem pädagogische Fachkräfte, Träger, Eltern, Jugendämter, Kommunen, die Länder und der Bund zusammenarbeiten“, sagt Dr. Nicole Klinkhammer vom Deutschen Jugendinstitut DJI. Sie eröffnet die dritte „Woche der freien Träger“ des VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart am Montag, 8. Mai, mit ihrem Vortrag zum aktuellen Bundes-Qualitätsentwicklungsprozess in der Kindertagesbetreuung. In einem Zwischenbericht beschreibt die Bund-Länder-Arbeitsgruppe die wichtigsten Bereiche der Qualitätsentwicklung. Dr. Nicole Klinkhammer, die an der Ausarbeitung des Berichts beteiligt war, gibt einen Überblick darüber. Damit spannt sie gleichzeitig den thematischen Rahmen für die Aktionswoche auf.

Qualitätsaspekte: Pädagogisches Handeln, Konzeption, Strukturen
Zwölf von einander unabhängige Einzelveranstaltungen an verschiedenen Orten in Stuttgart beschäftigen sich im Verlauf der Woche mit unterschiedlichen Aspekten von Kita-Qualität. Es geht um pädagogische Fragen: zum Beispiel darum, wie Lernen geschieht und wie Kitas und Eltern Kinder dabei gut unterstützen können. Es geht um konzeptionelle Themen: etwa darum, wie sich Vorgaben des Orientierungsplans für Kindertagesstätten des Landes Baden-Württemberg in die alltägliche pädagogische Praxis umsetzen lassen. Und es geht um strukturelle Aspekte: beispielsweise darum, welche (zusätzlichen) Betreuungsangebote Eltern benötigen, damit sie Beruf und Familie gut vereinbaren können. Strukturelle Themen stehen auch im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion mit Politikerinnen und Politikern, die die Woche der freien Träger am Montag, 15. Mai, abschließt.

„Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte, Eltern, Vertreterinnen und Vertreter von Trägern sowie aus Kommunen und Politik herzlich zur Woche der freien Träger ein“, sagen die VFUKS-Vorsitzenden Waltraud Weegmann und Bettina Stähler. „Wir freuen uns, dass Landtagspräsidentin Muhterem Aras die Schirmherrschaft über unsere Veranstaltungsreihe übernommen hat.“

Weitere Informationen zum Programm
Der Besuch der Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch vielfach erforderlich. Weitere Informationen sowie den Programmflyer zum Download gibt es auf www.vfuks.de.



Über den VFUKS
Der VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart vertritt die Interessen von 14 Trägern mit rund 50 Kindertagesstätten und etwa 3.000 Betreuungsplätzen für Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Alle Mitglieder des Verbandes zählen zu den „Sonstigen Freien Trägern“. Das bedeutet, dass sie weder der Stadt, einem klassischen Wohlfahrtsverband noch den beiden großen christlichen Kirchen direkt angehören. Insgesamt betreuen "Sonstige Träger" gut ein Drittel aller Kinder in Stuttgart.

Weitere Informationen unter www.vfuks.de.


Kontakt:

VFUKS – Verband freier unabhängiger Kindertagesstätten Stuttgart
Pia Lux
Wankelstraße 1
70563 Stuttgart
Tel. 0711/656960-6902
E-Mail: info@vfuks.de
11.04.2017

„Lesen eröffnet Kindern eine neue Welt“

Die Kinderkommission des Bundestages teilt anlässlich des "Internationalen Kinderbuchtages"  mit: „Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“ – mit diesem Zitat des Dichters Jean Paul verweist die Vorsitzende der Kinderkommission, Beate Walter-Rosenheimer darauf, dass Lese...
Die Kinderkommission des Bundestages teilt anlässlich des "Internationalen Kinderbuchtages"  mit: „Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“ – mit diesem Zitat des Dichters Jean Paul verweist die Vorsitzende der Kinderkommission, Beate Walter-Rosenheimer darauf, dass Lesen Menschen eine neue Welt eröffnen kann. „Lesen bildet auf eine ganz eigene Weise, richtet den Blick und den Verstand auf Dinge, die ansonsten nicht im Blickfeld des Lesers liegen. Es regt Phantasie und Neugier an, hilft sich für Stunden in andere Welten zu versetzen. Je früher Kindern diese wunderbaren Möglichkeiten nahe gebracht werden, je eher ihre Liebe zu Büchern geweckt wird, desto sicherer wird Literatur ihr Leben bereichern“ – sagt sie aus Anlass des internationalen Kinderbuchtages.

Seit 50 Jahren wird jedes Jahr am 2. April der „Internationale Kinderbuchtag“ begangen – und er fällt nicht zufällig auf den Geburtstag des dänischen Schriftstellers und Dichters Hans Christian Andersen. Andersen zählt zu den großen europäischen Märchendichtern.

Mit den Initiativen zum „Internationalen Kinderbuchtag“ soll die Freude am Lesen unterstützt, das Interesse für das Kinder- und Jugendbuch geweckt und ein Zugang zu Kinderbüchern mit literarischem und künstlerischem Anspruch geschaffen werden.

Lesen ist eine Schlüsselkompetenz. Ohne sie bleibt der Zugang zur Wissens- und Informationsgesellschaft verschlossen. Leider kommen nicht alle Kinder zu dem Spaß, den Lesen machen kann. Erzieherinnen und Erzieher, Pädagoginnen und Pädagogen und vor allem die Eltern sind aufgerufen, die Freude und Begeisterung am Lesen zu wecken. Kommunen sind aufgerufen, Lese- und Bücherräume für Kinder vorzuhalten. Vorlesen und Lesen mit Kindern sollte in den Familien und Kitas zum Alltag gehören – meint die Kinderkommission.

Quelle: Pressemitteilung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages vom 31.3.2017
 
11.04.2017

Duale Ausbildung von Kinderbetreuern im Nordosten

Mecklenburg-Vorpommern will bei der Erzieherausbil-dung Neuland betreten und parallel zur akademischen auch eine duale, praxisorientierte Berufsausbildung ermöglichen. Der Landtag überwies am 5. April einen von den Regierungsfraktionen SPD und CDU vorgelegten Entwurf zur Änderung des Kita-Gesetzes zur weiteren Beratung in die Ausschüsse. Nach de...
Mecklenburg-Vorpommern will bei der Erzieherausbil-dung Neuland betreten und parallel zur akademischen auch eine duale, praxisorientierte Berufsausbildung ermöglichen. Der Landtag überwies am 5. April einen von den Regierungsfraktionen SPD und CDU vorgelegten Entwurf zur Änderung des Kita-Gesetzes zur weiteren Beratung in die Ausschüsse. Nach dem Willen der Koalition soll das neue Gesetz noch vor der Sommerpause beschlossen werden. Damit könnten schon im September die ersten Modell-Ausbildungsgänge gestartet werden.

„Die Diskussion um eine Ausbildung erster und zweiter Klasse ist widersinnig“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) und wies damit Kritik an dem Vorhaben zurück. Beide Ausbildungswege seien gut und wichtig und führten zum Ziel. Angesichts wieder steigender Kinderzahlen und des altersbedingten Ausscheidens von Erziehern gewinne die Fachkräftesicherung an Bedeutung, rasches Handeln sei geboten. Die Ministerin verwies auf Erfahrungen mit der praxisintegrierten Erzieherausbildung in Baden-Württemberg. Dort seien damit rund 40 Prozent mehr Azubis gewonnen worden und zudem hätten sich auch mehr junge Männer für den Beruf entschieden.

Jeder vierte Erzieher geht bis 2027 in Rente
Nach Ministeriumsangaben geht im Nordosten etwa jede vierte der gegenwärtig rund 11 000 Erzieherinnen und Erzieher in den kommenden zehn Jahren in Rente. Damit droht akuter Personalmangel. Zudem stieg die Zahl der in Kitas und Krippen betreuten Kinder von 97 600 im Jahr 2014 auf 101 400 im Jahr 2016.

Bisher benötigen Erzieher eine akademische Ausbildung, die sie bei privaten Fachschulen in der Regel auch noch selbst bezahlen müssen. In der dualen Ausbildung erhalten Azubis eine Vergütung. Laut Gesetzentwurf sollen künftig auch ausgebildete Tanz- und Theaterpädagogen, Musik- und Sportpädagogen, Logopäden, Kinderkrankenpfleger, Hebammen sowie Physiotherapeuten und Ergotherapeuten als vollwertige Fachkräfte in Kitas eingesetzt werden.

Linke kritisiert: Das Fachkräftegebot wird aufgeweicht
Die Linke kritisierte den Vorstoß von SPD und CDU. „Der Gesetzentwurf ist das Produkt einer großen Verzweiflung, aber nicht einer verantwortungsvol-len Familienpolitik und erst recht nicht von Visionen und Tatendrang“, be-klagte die Oppositionspolitikerin Jacqueline Bernhardt. Ihrer Meinung nach wird das Fachkräftegebot aufgeweicht, die SPD bleibe damit weit hinter ihrem Anspruch einer Qualitätsverbesserung für die Kitas zurück.
Kritik kam auch von der Erziehungsgewerkschaft GEW. „Die neue Praxisin-tegrierte Ausbildung allein wird den Fachkräftemangel nicht lösen. Die Ausbildung ist bundesweit nicht vergleichbar und anerkannt“, warnte Spre-cher Daniel Taprogge. Da die Ausbildung nicht zu einem Abschluss als staatlich anerkannter Erzieher führe, falle auch die tarifliche Eingruppierung im kommunalen Tarifvertrag niedriger aus. Außerdem vermisse man nach wie vor eine Diskussion über die Qualität der Kitas.
Internet:
- Gesetzentwurf Kita-Gesetz http://dpaq.de/4Q46p

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11.04.2017

Kita-Betreuung: Rückstand in NRW

In Nordrhein-Westfalen werden die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren kräftig ausgebaut. Die rot-grüne Landesregie-rung spricht von einer Aufholjagd. Die „rote Laterne“ bei den Betreuungsquoten hat das Land aber nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht abgegeben. DIE ENTWICKLUNG IN NRW Am 1. März 2010 waren in Nordrhein-Westfalen 62 415 Kinder unter drei Jahren in einer Tagesbetreuung. Das waren 14 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe...
In Nordrhein-Westfalen werden die Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren kräftig ausgebaut. Die rot-grüne Landesregie-rung spricht von einer Aufholjagd. Die „rote Laterne“ bei den Betreuungsquoten hat das Land aber nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes nicht abgegeben.

DIE ENTWICKLUNG IN NRW
Am 1. März 2010 waren in Nordrhein-Westfalen 62 415 Kinder unter drei Jahren in einer Tagesbetreuung. Das waren 14 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe. Bis zum 1. März 2016 hatte sich die Zahl der Betreuungs-plätze auf 122 777 nahezu verdoppelt, die Betreuungsquote stieg auf 25,7 Prozent.

DIE WEITERE ENTWICKLUNG
Das NRW-Familienministerium meldet die Zahl der U3-Plätze für andere Zeitpunkte. Nach seinen Angaben waren von den Jugendämtern zum Kindergartenjahr 2010/11 (Beginn 1. August) knapp 89 000 U3-Plätze beantragt. Zum kommenden Kindergartenjahr 2017/18 sind es fast 180 000 Plätze.

DER VERGLEICH ZU DEN ANDEREN BUNDESLÄNDERN
In ganz Deutschland betrug die Betreuungsquote für U3-Kinder am 1. März 2010 23,0 Prozent, sechs Jahre später erreichte die Quote 32,7 Prozent. Der Rückstand von NRW auf den Bundesschnitt hat sich damit von 9 Prozentpunkten (2010) auf 7 Prozentpunkte verringert. Auch im Vergleich zu den großen westdeutschen Flächenländern sieht es für NRW jetzt besser aus. Zu Bayern betrug der Abstand 2010 noch 4,5 Prozentpunkte, 2016 waren es 1,5 Punkte. Im Vergleich zu Baden-Württemberg verringerte sich der NRW-Rückstand von 4,3 Prozentpunkten auf 2,0 Prozentpunkte.

PERSONALSCHLÜSSEL
Besser als der Bundesschnitt schneidet NRW bei der Personalausstattung der U3-Gruppe ab. Zum Stichtag 1. März 2016 kümmerte sich rein rechnerisch jede ganztags in einer Kita tätige Person um 3,8 Kinder unter drei Jahren. Im Bundesschnitt waren es 4,3 Kinder. Den besten Wert erreichte Baden-Württemberg mit 3,0 Ganztagskindern unter drei Jahren je Vollzeitkraft.

Internet:
- Betreuungsquoten nach Ländern, S. 119 http://dpaq.de/O5ZpA Personalschlüssel http://dpaq.de/eql8d

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11.04.2017

Grüne: Kita-Qualität wichtiger als Gratis-Plätze

Die Grünen setzen im Bundestags-Wahlkampf auf Ausbau und Verbesserung von Kitas – und stellen die von der SPD geforderte kostenlose Kinderbetreuung hinten an. Künftig solle jeder Erzieher und jede Erzieherin in Deutschland höchstens vier Kinder unter drei Jahren und zehn Kinder über drei Jahren betreuen, heißt es in einem Beschluss d...
Die Grünen setzen im Bundestags-Wahlkampf auf Ausbau und Verbesserung von Kitas – und stellen die von der SPD geforderte kostenlose Kinderbetreuung hinten an. Künftig solle jeder Erzieher und jede Erzieherin in Deutschland höchstens vier Kinder unter drei Jahren und zehn Kinder über drei Jahren betreuen, heißt es in einem Beschluss des Parteirats vom 3. April. Am Kita-Ausbau solle sich der Bund mit drei Milliarden Euro pro Jahr beteiligen.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz fordert kostenlose Bildung von der Kita bis zum Studium. „Natürlich ist die Beitragsfreiheit für die Eltern ein sehr gutes Ziel“, sagte die Spitzenkandidatin der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, in Berlin. Aber die Qualität müsse an erster Stelle stehen, etwa durch mehr Erzieher, kleinere Gruppen und längere Öffnungszeiten. Wie viele Erzieher zusätzlich gebraucht würden, lasse sich wegen der unterschiedlichen Betreuungsschlüssel in den Ländern nicht einfach hochrechnen, sagte die Spitzenkandidatin im Bund, Katrin Göring-Eckardt.

Zur Finanzierung verwies Göring-Eckardt auf Steuerentlastungen von 15 Milliarden Euro, die Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plane. Das Geld sei bei den Kindern besser aufgehoben.

Internet:
- Parteiratsbeschluss zu Kitas und Schulen http://dpaq.de/p0qcr

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05.04.2017

Inclusive Early Childhood Education: An Analysis of 32 European Examples

Zur Erstellung eines Modells für inklusive Arbeit in der vorschulischen Bildung wurden 32 Beispiele aus Europa einer qualitativen Analyse unterzogen. Der Beitrag entstand im Rahmen des Projektes mit dreijähriger Laufzeit . Die Daten sind auf dem Stand von August 2015. Sie können ihn hier herunterladen. Quelle: Deutscher Bildungsserver...
Zur Erstellung eines Modells für inklusive Arbeit in der vorschulischen Bildung wurden 32 Beispiele aus Europa einer qualitativen Analyse unterzogen. Der Beitrag entstand im Rahmen des Projektes mit dreijähriger Laufzeit . Die Daten sind auf dem Stand von August 2015.
Sie können ihn hier herunterladen.

Quelle: Deutscher Bildungsserver
30.03.2017

Bund finanziert weitere 100.000 KiTa-Plätze

Der Bund wird sich von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" beteiligen, um gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen. Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der ...
Der Bund wird sich von 2017 bis 2020 mit weiteren 1,126 Milliarden Euro am Sondervermögen "Kinderbetreuungsausbau" beteiligen, um gemeinsam mit den Bundesländern zusätzliche 100.000 Plätze in der Kindertagesbetreuung zu schaffen.

Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung vor (18/11408). Die Gelder des Bundes sind für Neu-, Aus- und Umbauten sowie für Sanierungen, Renovierungen und Ausstattungsinvestitionen einsetzbar. Die konkrete Verwendung liegt in der Hand der Länder.

Steigende Betreuungsquoten
Der Bund begründet die erneute Finanzhilfe an die Länder mit dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen. Bei Kindern unter drei Jahren sei die Betreuungsquote von 17,6 Prozent im Jahr 2008 auf 32,7 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Laut einer Befragung des Deutschen Jugendinstituts wünschten sich aber 43,2 Prozent der Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder unter drei Jahren. Für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung sei bundesweit bereits eine Betreuungsquote von 95,3 Prozent erreicht worden. Aufgrund der steigenden Geburtenrate und des Zuzugs von Flüchtlingskindern werde sich die Zahl der Kinder mit einem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr weiterhin erhöhen.

Mit dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" hat sich der Bund zwischen 2008 und 2018 bereits mit insgesamt 3,28 Milliarden Euro am Ausbau der Kindertagesbetreuung beteiligt. Weitere 6,26 Milliarden Euro stellte der Bund an Betriebskostenzuschüssen zur Verfügung.

Quelle: Presseinfo Deutscher Bundestag
28.03.2017

"Kinderrechte gehören ins Grundgesetz"

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eröffnet den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf „Die Zeit ist reif für Kinderrechte ins Grundgesetz. Das wäre eine Verbesserung, die ganz konkret die Rechte von Kindern stärkt und ihren Schutz verbessert,“ machte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt ...
Bundesjugendministerin Manuela Schwesig eröffnet den 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf

„Die Zeit ist reif für Kinderrechte ins Grundgesetz. Das wäre eine Verbesserung, die ganz konkret die Rechte von Kindern stärkt und ihren Schutz verbessert,“ machte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum Auftakt des 16. Kinder- und Jugendhilfetages deutlich. „Bisher spielen Kinder im Grundgesetz nur eine Nebenrolle. Als Hauptpersonen treten sie in unserer Verfassung nicht auf. Das müssen wir ändern. Kinder haben eigene Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse. Wir müssen ihre Rechte da festschreiben, wo die Pfeiler unseres Zusammenlebens geregelt sind: Bei den Grundrechten im Grundgesetz.“


"22 Mio. Junge Chancen – gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten" ist das Motto des 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags, der vom 28. - 30. März in Düsseldorf stattfindet.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig verwies bei der Eröffnung der Fachkonferenz auch auf die enormen Fortschritte im Bereich der frühkindlichen Bildung: „Beim Ausbau der Kindertagesbetreuung haben Bund, Länder und Kommunen bereits eine Menge erreicht. Für viele Kinder unter drei Jahren gehört die Kita heute zum Alltag dazu. Der Ausbau muss aber noch weiter gehen. Deshalb stellt der Bund Geld für 100.000 zusätzliche Plätze zur Verfügung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern.“

Der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ist der größte Fachkongress mit Fachmessen in Europa im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Die Bundesfamilienministerin bedankte sich für den großen Einsatz und das Engagement der Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, die sich jeden Tag aufs Neue für das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen einsetzen.

Der DJHT wird von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) durchgeführt. In mehr als 250 Veranstaltungen und mit über 380 Aussteller/innen bietet er in den kommenden drei Tagen eine breite Plattform für Erfahrungsaustausch und Diskussionen.

Mehr Infos zum DJHT unter: www.djht.de  und www.jugendhilfetag.de

Quelle: Presseinfo BMFSJF
 
27.03.2017

Zum Essen gezwungen: Kita-Leiterin verurteilt

Gegen eine frühere Kita-Leiterin in Cottbus ist nach Misshandlungsvorwürfen eine zehnmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung verhängt worden. Der erlassene Strafbefehl gegen die 59-Jährige ist rechtskräftig, wie das Amtsgericht Cottbus am 9. März mitteilte. Das Gericht folgte demnach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Anklä...
Gegen eine frühere Kita-Leiterin in Cottbus ist nach Misshandlungsvorwürfen eine zehnmonatige Freiheitsstrafe auf Bewährung verhängt worden. Der erlassene Strafbefehl gegen die 59-Jährige ist rechtskräftig, wie das Amtsgericht Cottbus am 9. März mitteilte. Das Gericht folgte demnach dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Ankläger hatten der Frau im Wesentlichen vorgeworfen, ihr anvertraute Kinder zum Essen gezwungen zu haben.

Insgesamt zehn kleine Kinder waren laut Gericht zwischen Sommer 2013 und März 2015 Opfer von Nötigung und Körperverletzung in insgesamt 22 Fällen. Zum Beispiel soll die damalige Kita-Leiterin den Kopf eines Kindes festgehalten haben, um Brot in dessen Mund zu stecken. Auch Fleischbrei und Linsen sollten die Kleinen essen, obwohl sie es nicht wollten. Das Essen habe die Frau in ihren Rachen geschoben. So sei es auch vorgekommen, dass das Essen im Mund überquoll, hieß es vom Gericht. Weiter wurde der Frau vorgeworfen, Kinder im Schlafsack festgebunden zu haben, so dass sie sich nicht mehr bewegen konnten.

Die Frau muss laut Strafbefehl neben der Bewährungsstrafe zudem 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung – den Weißen Ring – zahlen. Die Bewährungszeit für ihre Freiheitsstrafe beträgt drei Jahre.

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27.03.2017

Verband: Kita-Plätze für alle Flüchtlingskinder

Kita-Plätze für alle kleinen Flüchtlingskinder in Deutschland hat die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe gefordert. “Die Kitas sind Türöffner in die Gesellschaft“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Karin Böllert, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Insgesamt gebe es 120 000 Flüchtling...
Kita-Plätze für alle kleinen Flüchtlingskinder in Deutschland hat die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe gefordert. “Die Kitas sind Türöffner in die Gesellschaft“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Karin Böllert, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Insgesamt gebe es 120 000 Flüchtlingskinder unter sechs Jahren in Deutschland, sagte Böllert unter Berufung auf Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Wie viele von ihnen schon in eine Kita gehen, könne nicht beziffert werden. „Viele Flüchtlingskinder wissen gar nicht, dass es Kitas gibt“, sagte sie aber. Dabei falle die Integration dort besonders leicht, auch das Lernen der deutschen Sprache.

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe ist ein Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Jugendhilfe in Deutschland.


Internet:
- Jugendhilfetag http://dpaq.de/dWOGZ
- Positionen AG Kinder- und Jugendhilfe http://dpaq.de/Csmc t

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27.03.2017

Studie: Kita-Kinder profitieren vom Vorlesen

Regelmäßiges gemeinsames Lesen mit den Eltern hilft schon Kindergartenkindern – und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen entwickelten die Kinder einen reicheren Wortschatz, berichten Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachmagazin „Frontiers in Psychology“. Zum anderen machten sie sich mit den Buchsta...
Regelmäßiges gemeinsames Lesen mit den Eltern hilft schon Kindergartenkindern – und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen entwickelten die Kinder einen reicheren Wortschatz, berichten Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachmagazin „Frontiers in Psychology“. Zum anderen machten sie sich mit den Buchstaben und deren Rolle vertraut. Das wird als eine wichtige Voraussetzung zum späteren Lesen- und Schreibenlernen gesehen.

Wer schon vor dem Schulbeginn erste Fertigkeiten aufbaue, profitiere langfristig davon, erklärte Mit-Autor Thomas Lachmann, Professor für Kognitive und Entwicklungspsychologie. „Kinder, denen im Vorschulalter regelmäßig individuell vorgelesen wird, haben deshalb von Beginn an einen Vorteil.“ Für die Studie wurden vier Gruppen von Kindergartenkindern untersucht. Bei den Gruppen mit Vorlese-Maßnahmen nahm zum einen der Wortschatz zu, zum anderen konnten die Kinder Buchstaben besser von buchstaben-ähnlichen Zeichen unterscheiden.

Internet:
- Studie http://dpaq.de/9sN3Q

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27.03.2017

Schulpreis 2017: Niedersachsen und NRW mit besten Chancen

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dürfen sich die größten Hoffnungen machen, in diesem Jahr den Deutschen Schulpreis für herausragende Unterrichtsqualität und Lernkonzepte zu gewinnen. Aus den beiden Ländern stehen je drei Schulen in der Endrunde um die mit bis zu 100 000 Euro dotierte Auszeichnung, die am 29. Mai in Berlin von Ka...
Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dürfen sich die größten Hoffnungen machen, in diesem Jahr den Deutschen Schulpreis für herausragende Unterrichtsqualität und Lernkonzepte zu gewinnen. Aus den beiden Ländern stehen je drei Schulen in der Endrunde um die mit bis zu 100 000 Euro dotierte Auszeichnung, die am 29. Mai in Berlin von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) überreicht werden soll. Insgesamt wurden dafür 14 Schulen nominiert, davon zwei deutsche Auslandsschulen in Boston (USA) und Rio de Janeiro (Brasilien), wie am 20. März die Robert-Bosch-Stiftung als Träger mitteilte.

Neben dem Hauptpreis erhalten fünf weitere Preisträger je 25 000 Euro, die nicht ausgezeichneten Finalisten werden mit Anerkennungspreisen in Höhe von je 5000 Euro bedacht. Damit sei der Deutsche Schulpreis der höchstdotierte derartige Wettbewerb in Deutschland, teilte die Stiftung mit. Die Jury bewertet sechs Bereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichts-qualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution.
Internet:

- Webseite Deutscher Schulpreis 2017 http://dpaq.de/9NNC

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27.03.2017

Preis für Top-Lehrerin geht nach Kanada

Der mit einer Million US-Dollar dotierte „Global Teacher Prize“ geht in diesem Jahr nach Kanada. Die Jury zeichnete am 10. März in Dubai Maggie Mac Donnell für ihre vorbildliche Arbeit mit Schülern in der kanadischen Arktis aus. Die deutsche Kandidatin Marie-Christine Ghanbari aus dem Münsterland hatte es bis ins Finale unter die Top...
Der mit einer Million US-Dollar dotierte „Global Teacher Prize“ geht in diesem Jahr nach Kanada. Die Jury zeichnete am 10. März in Dubai Maggie Mac Donnell für ihre vorbildliche Arbeit mit Schülern in der kanadischen Arktis aus. Die deutsche Kandidatin Marie-Christine Ghanbari aus dem Münsterland hatte es bis ins Finale unter die Top 10 geschafft. Bei der Siegerehrung in Dubai blieb der Lehrerin aus dem Münsterland die Top-Auszeichnung der britischen Varkey Stiftung verwehrt.

„Teachers matter“, deutsch so viel wie „Lehrer zählen“ oder „Lehrer sind bedeutsam“, lautet das Motto des „Weltlehrerpreises“: Die mit einer Million US-Dollar dotierte Auszeichnung soll vorbildliche Lehrer, die etwas Außer-gewöhnliches für ihren Berufsstand leisten, würdigen und so die Rolle von Lehrern in der Gesellschaft stärken.
Die 34 Jahre alte Pädagogin und Lehrbeauftragte der Uni Münster unterrichtet an einer Gesamtschule in Gescher im Kreis Borken Sport, Mathematik und Deutsch. Bei ihrem Projekt „Sportpaten“ begleiten Sportstudenten jüngere Schüler und stärken mit positiven Erfahrungen deren Selbstwertgefühl. Seit einem Forschungsprojekt 2009 in Nigeria setzt sich die Münsteranerin außerdem für Schüler in dem afrikanischen Land ein.

Internet:
- Über Marie-Christine Ghanbari http://dpaq.de/gbd7X
- Arbeit der Varkey Foundation http://dpaq.de/0qBqn
- Bildungskonferenz Education and Skills Forum http://dpaq.de/Mhs8k

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24.03.2017

Schule soll Rassismus und Sklaverei thematisieren

Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels am 25. März veröffentlicht das Deutsche Institut für Menschenrechte folgende Erklärung: "In Deutschland sind Menschen afrikanischer Abstammung täglich rassistischer Diskriminierung, Afrophobie und Racial Profili...
Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels am 25. März veröffentlicht das Deutsche Institut für Menschenrechte folgende Erklärung:

"In Deutschland sind Menschen afrikanischer Abstammung täglich rassistischer Diskriminierung, Afrophobie und Racial Profiling ausgesetzt. So lautete jüngst das Fazit der UN-Expertinnengruppe für Menschen Afrikanischer Abstammung, die Ende Februar die Situation von Schwarzen Menschen in Deutschland untersucht hat.
Wie das Bewusstsein für das Problem der strukturellen rassistischen Diskriminierung von Menschen afrikanischer Abstammung in der Gesellschaft gefördert sowie stereotype und pauschalisierende Darstellungen Schwarzer Menschen und des afrikanischen Kontinents vermieden werden können, ist vor allem eine Frage von Aufklärung und Menschenrechtsbildung.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt den Bundesländern dringend, das Thema Rassismus in die Bildungspläne aufzunehmen.

Unsere Untersuchung der Schulgesetze aller Bundesländer sowie der Bildungspläne von fünf Ländern aus dem Jahr 2016 hat gezeigt, dass nur sehr wenige Bildungspläne Rassismus überhaupt thematisieren.
Zudem sollten Lehr- und Lernmaterialien mit Blick auf die Darstellung von Schwarzen Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft überarbeitet und gegebenenfalls neu erstellt werden. Denn in Schulbüchern überwiegen stereotype und pauschalisierende Darstellungen von Afrika. Und das Fehlen wichtiger historischer Zusammenhänge, die auf den Beitrag der Menschen afrikanischer Herkunft hinweisen, bekräftigt Vorurteile über 'rückständige und unselbständige Afrikaner'.

Wir plädieren darüber hinaus für eine größere Vielfalt in der Zusammensetzung der Bildungsplankommissionen der Länder. So sollten Schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft, die unterrichten, bei der Erstellung von Curricula und Bildungsmaterialien beraten und mitwirken."


Weitere Informationen
Publikation: Das Menschenrecht auf Bildung im deutschen Schulsystem. Was zum Abbau von Diskriminierung notwendig ist. 

Quelle: www.bildungsklick.de

 
21.03.2017

"Plastic School" - Gegen Plastikmüll im Meer

Schwerin (dpa) - Die Gefahren von Plastikmüll für die Tierwelt in Flüssen, Seen und Meeren werden an den Schulen Mecklenburg- Vorpommerns künftig stärker in den Fokus gerückt. Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) startete dazu am 14. März in Schwerin das Projekt «PlasticSchool». Die Themenbreite reicht von Plastikt&uu...
Schwerin (dpa) - Die Gefahren von Plastikmüll für die Tierwelt in Flüssen, Seen und Meeren werden an den Schulen Mecklenburg- Vorpommerns künftig stärker in den Fokus gerückt. Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) startete dazu am 14. März in Schwerin das Projekt «PlasticSchool». Die Themenbreite reicht von Plastiktüten am Strand bis hin zu Mikroplastik im Meer. Mit Experten des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde (IOW) und des Ozeaneums in Stralsund sind Unterrichtsmaterialien zusammengestellt worden, mit deren Hilfe Schüler altersgerecht und auf anschauliche Weise mit dem Thema vertraut gemacht werden können. «Wir wollen damit bei den Schülern das Umweltbewusstsein schärfen und setzen darauf, dass sie das dann auch in die Familien tragen», sagte Hesse.
    
Ihr Ministerium habe die Entwicklung der Materialsammlungen für vier Altersstufen von der Grundschule bis zum Gymnasium mit 82 000 Euro unterstützt. Arbeitsblätter und Anleitungen seien im Internet abrufbar, sagte Hesse.. Das Projekt biete auch die Möglichkeit, Schülern und Lehrern zu zeigen, wie Wissenschaft funktioniert, sagte IOW-Direktor Professor Ulrich  Bathmann. Am IOW seien gerade drei Projekte begonnen worden, Schüler könnten so am aktuellen Erkenntnisgewinn teilhaben. «Der unmittelbare Kontakt zur Wissenschaft und eigene kleine Forschungsprojekte steigern das Interesse der Schüler ungemein.», berichtete Bathmann. «Wir wollen, dass über so etwas diskutiert wird und in der Konsequenz keiner mehr Plastikflaschen oder -tüten herumliegen lässt oder ins Wasser wirft», sagte Ministerin Hesse.  
Internet:
- Schulprojekt PlasticSchool http://dpaq.de/7DzpY     

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21.03.2017

Forscher entwickeln Glückstraining für Lehrer

Braunschweig (dpa) - Ein spezielles Glückstraining für Lehrer soll in dem herausfordernden Beruf Burn-out vorbeugen und die Pädagogen kreativer machen. «Glückliche Menschen sind auch gesündere Menschen, und sie sind bessere Problemlöser», sagte der Psychologe Tobias Rahm, der an der Technischen Universität Braunschweig...
Braunschweig (dpa) - Ein spezielles Glückstraining für Lehrer soll in dem herausfordernden Beruf Burn-out vorbeugen und die Pädagogen kreativer machen. «Glückliche Menschen sind auch gesündere Menschen, und sie sind bessere Problemlöser», sagte der Psychologe Tobias Rahm, der an der Technischen Universität Braunschweig das Training zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens entwickelt hat. In Kursen lernen die Teilnehmer, ihre «Glücksanfälligkeit» zu erhöhen, indem sie mehr darauf achten, Schönes wahrzunehmen, dankbar für Positives sind sowie sich häufiger gute Taten vornehmen. Das Forschungsprojekt ist noch nicht abgeschlossen.  Wissenschaftliche Studien belegten, dass jeder auf sein Wohlbefinden persönlich Einfluss nehmen kann, zumindest zu einem Anteil von etwa 40 Prozent. Ein Anlass dafür kann der von den Vereinten Nationen 2013 eingeführte Weltglückstag am 20. März sein. Vielerorts gibt es an diesem Tag Aktionen. Besonders großen Anklang fand in diesem Jahr die Kampagne #schreibdichglücklich der Kommunikationsdesignerin Gina Schöler, die sich in einem Kunstprojekt selbst zur Glücksministerin ernannt hat.

Internet:
- UN: «International Day of Happiness» http://dpaq.de/bQ2yC 
- Beitrag über das Braunschweiger Glückstraining in Fachzeitschrift  «PLOS one» http://dpaq.de/Wnx0W     
    
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15.03.2017

Unterrichtseinheit zu Frühblühern

In dieser fächerverbindend angelegten Unterrichtseinheit für den Sprach- und Sachunterricht analysieren die Schülerinnen und Schüler das Gedicht "Die Tulpe" von Josef Guggenmos und versprachlichen die implizit zum Ausdruck gebrachte "Frühlingsstimmung" mit eigenen Worten. Darüber hinaus lernen sie weitere Frühb...
In dieser fächerverbindend angelegten Unterrichtseinheit für den Sprach- und Sachunterricht analysieren die Schülerinnen und Schüler das Gedicht "Die Tulpe" von Josef Guggenmos und versprachlichen die implizit zum Ausdruck gebrachte "Frühlingsstimmung" mit eigenen Worten. Darüber hinaus lernen sie weitere Frühblüher sowie die Funktion der Zwiebel als Speicherorgan kennen.

Mehr dazu bei Lehrer Online
14.03.2017

Löschung von strafbaren Hasskommentaren durch soziale Netzwerke nicht ausreichend

Diese Pressemeldung des BMFSFJ betrifft auch unsere Kinder, die im Netz nach Herzenslust surfen und unerträglichen Inhalten ausgesetzt sind: Soziale Netzwerke löschen nach wie vor zu wenig strafbare Inhalte, die ihnen von Nutzerinnen und Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Monitoring hervor, das Jugendschutz.net – das länderüber...
Diese Pressemeldung des BMFSFJ betrifft auch unsere Kinder, die im Netz nach Herzenslust surfen und unerträglichen Inhalten ausgesetzt sind:

Soziale Netzwerke löschen nach wie vor zu wenig strafbare Inhalte, die ihnen von Nutzerinnen und Nutzern gemeldet werden. Das geht aus einem Monitoring hervor, das Jugendschutz.net – das länderübergreifende Kompetenzzentrum für Jugendschutz im Internet – im Januar und Februar durchgeführt hat. Dieses Monitoring wird vom Bundesfamilienministerium und dem Bundesjustizministerium gefördert. Es ist der zweite Test dieser Art, der untersucht, wie schnell die Plattformen auf Beschwerden reagieren und ob sie die gemeldeten Beiträge löschen. Ein erster Test hatte im Juli und August 2016 stattgefunden. Die aktuelle Erhebung hat ergeben, dass Facebook 39 % der von Nutzerinnen und Nutzern gemeldeten strafbaren Inhalte löscht oder sperrt. Das sind 7 Prozentpunkte weniger als beim ersten Test. Nur 33 % wurden binnen 24 Stunden nach der Beschwerde gelöscht. Bei Twitter führte auch weiterhin lediglich eine von hundert Nutzermeldungen zur Löschung. In keinem Fall erfolgte die Löschung binnen 24 Stunden. Im Vergleich zum ersten Test deutlich verbessert hat sich YouTube. Hier liegt die Löschquote der von Nutzern gemeldeten strafbaren Beiträge bei 90 %. Bei 82 % erfolgte die Löschung binnen 24 Stunden nach der Meldung.

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig: „Hass und Hetze gefährden den Zusammenhalt in unserem Land, sind Gift für unsere Gesellschaft. Auch im Netz müssen wir mit aller Konsequenz dagegen vorgehen. Dazu gehört auch, dass die Betreiber von Internetdiensten und Plattformen strafbare Hassbotschaften schneller löschen – ohne Wenn und Aber. Es zeigt sich aber, dass hier insgesamt immer noch zu wenig passiert. Und dass mehr geht, beweist Youtube. Es kann nicht sein, dass Unternehmen mit ihren sozialen Netzwerken riesige Gewinne einfahren und sich zugleich bei der Bekämpfung von Hassbotschaften aus der Verantwortung stehlen.“

Bundesjustiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maas: „Für strafbare Hetze und Verleumdung darf in den sozialen Netzwerken genauso wenig Platz sein, wie auf der Straße. Facebook und Twitter haben die Chance nicht genutzt, ihre Löschpraxis zu verbessern. Es werden weiter zu wenige strafbare Kommentare gelöscht. Und sie werden nicht schnell genug gelöscht. Das größte Problem ist und bleibt, dass die Netzwerke die Beschwerden ihrer eigenen Nutzer nicht ernst genug nehmen. Dass es besser geht, zeigt Google mit der Plattform Youtube. Daher ist jetzt klar: Wir müssen den Druck auf die sozialen Netzwerke weiter erhöhen. Um die Unternehmen bei der Löschung strafbarer Inhalte noch stärker in die Pflicht zu nehmen, brauchen wir gesetzliche Regelungen.“

Gut funktionierende Beschwerdemechanismen auf reichweitenstarken Social-Web-Plattformen sind wichtige Instrumente eines zeitgemäßen Jugendmedienschutzes. Sie werden benötigt, damit User Plattformbetreiber beispielsweise über strafbare Hassbotschaften, sexuelle Belästigungen oder Cybermobbing in Kenntnis setzen und damit zum Handeln verpflichten können. jugendschutz.net dokumentiert seit 2008 die Reaktionen und Maßnahmen globaler Video- und Kommunikationsplattformen bei Hinweisen auf Verstöße. Das von BMFSFJ und BMJV geförderte Plattformmonitoring, hat erstmals eine systematische themenspezifische Auswertung der Meldemechanismen der reichweitenstärksten Plattformen ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie unter www.fair-im-netz.de 
09.03.2017

Förderpreis "Verein(t) für gute Schule"

Was ist der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“? Schulfördervereine bündeln das zivilgesellschaftliche Engagement von Eltern, Lehrkräften, Schüler*innen und interessierten Dritten. Durch ihre engagierte Arbeit gestalten sie Bildung mit, schaffen sozialen Ausgleich, schließen Lücken und werden so zu verlä...
Was ist der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“?
Schulfördervereine bündeln das zivilgesellschaftliche Engagement von Eltern, Lehrkräften, Schüler*innen und interessierten Dritten. Durch ihre engagierte Arbeit gestalten sie Bildung mit, schaffen sozialen Ausgleich, schließen Lücken und werden so zu verlässlichen Partner*innen bei der Entwicklung des Lern- und Lebensraums Schule.

Der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“ prämiert seit 2014 deutschlandweit erfolgreiche Projekte von Schulfördervereinen. Ziel ist es, an den Schulen wirksame Projekte zu entdecken, zu fördern und zu verbreiten. „Spicken und Nachahmen sind ausdrücklich erwünscht!“, so der Wunsch der Stiftung Bildung. Sie arbeitet dabei eng mit den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine zusammen.

Worum geht es in der Ausschreibung 2017?
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) befähigt Menschen zu zukunftsgerichtetem Denken und Handeln: Wie beeinflussen meine Entscheidungen Menschen nachfolgender Generationen oder in anderen Erdteilen? Welche Auswirkungen hat es beispielsweise, was ich esse und einkaufe, welche Fortbewegungsmittel ich nutze oder welche und wie viel Energie ich verbrauche? Welche globalen Mechanismen führen zu Konflikten oder Flucht? BNE ermöglicht es jeder und jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu reflektieren und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. BNE fußt auf den Sustainable Development Goals (SDGs), die von der Weltgemeinschaft verabschiedet wurden und am 01. Januar 2016 in Kraft traten. BNE umfasst ökologische, ökonomische sowie soziale Dimensionen. Dabei werden partizipative Methoden verwendet, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und Verantwortungsübernahme zu vermitteln.

Kinder erleben während ihrer Schulzeit eine äußerst prägende Lebensphase. Gleichzeitig haben sie in diesem Zeitraum bereits ausreichende Gestaltungs- und Handlungskompetenzen erlernt, um BNE nicht bloß in theoretischer Hinsicht zu behandeln, sondern auch in praktischer und selbstständiger Weise umsetzen zu können. Partizipation ist also Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung und Bestandteil von BNE. Kinder und Jugendliche müssen beteiligt werden, damit die jüngere Generation die Gegenwart und die Zukunft aktiv mitgestaltet.

Aufgeschlossenheit, Wertfreiheit und Neugier gegenüber „Anderen“ und „Fremden“ entwickeln sich nicht über Nacht, sondern in langfristigen Prozessen, die sowohl Erfolge als auch Rückschläge beinhalten. Daher rufen wir besonders länger bestehende Initiativen zur Beteiligung am „Förderpreis Verein(t) für gute Schule“ auf. Wichtig sind uns alle Projekte, die neue Wege zum Umgang mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen entwickelt haben.

Wir möchten zeigen, wie Fördervereine den Schulen gemeinsam mit Kooperationspartner*innen engagiert dabei helfen, Herausforderungen anzugehen und eine zukunftsorientierte Bildung voranzutreiben.
Bewerben Sie sich mit Ihren Projekten! Zeigen Sie uns Beispiele Ihres Engagements, von denen andere lernen können!

Welche Projekte suchen wir für den Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“ 2017?
Wir suchen Projekte zu den Themen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Kooperationen, Sustainable Development Goals (SDGs), ökologisches, ökonomisches und soziales Handeln unter Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen. Bewerben können sich Schulfördervereine, die mit ihren Schulen ein herausragendes Projekt initiiert haben und folgende Kriterien erfüllen:
  • Das Projekt behandelt eine relevante konkrete Herausforderung an der jeweiligen Schule oder ist die Antwort auf ein konkretes Problem beim Umgang mit ökologischen, ökonomischen und/oder sozialen Herausforderungen am Bildungsstandort bzw. in Bezug auf die Weltgemeinschaft.
    Das Projekt ist bereits über das Ideenstadium hinaus entwickelt und es können erste Ergebnisse präsentiert werden.
    Das Projekt ist langfristig angelegt und kontinuierlich in den Schulalltag eingebunden bzw. soll zukünftig eingebunden werden.
    Schüler*innen sind in das Projekt aktiv eingebunden, im besten Fall haben sie das Projekt selbst angestoßen oder führen es durch.
    Bei der Umsetzung des Projektes wird mit der Schule und möglichst auch mit außerschulischen Partner*innen kooperiert.
Die Nominierung erfolgt durch die Verbände der Kita- und Schulfördervereine. Die Verbände legen dabei folgende Kriterien zugrunde:
  • Wirksamkeit: Das Projekt bewirkt deutliche und kontinuierliche Veränderungen vor Ort und ist geeignet innerhalb der Schulgemeinschaft die Haltungen und Werte unter ökologischen, ökonomischen und/oder sozialen Gesichtspunkten zu verändern.
    Beteiligung: Schüler*innen sind maßgeblich an der Ideenfindung und Umsetzung beteiligt und wirken aktiv mit.
    Vernetzung: Im Rahmen des Projektes kooperier(t)en Schulförderverein und Schule eng. Eine Kooperation mit außerschulischen Partner*innen ist wünschenswert.
Welche Preise werden verliehen?
Der Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“, mit dem drei Projekte öffentlich ausgezeichnet werden, ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld kann von den Preisträger*innenprojekten frei eingesetzt werden.
Die Reisekosten zur Verleihung werden für die drei Preisträger bis zu einem festgesetzten Höchstpreis erstattet. Alle nominierten Projekte erhalten die Möglichkeit, sich auf einer Internet-Plattform zu präsentieren und profitieren von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Bildung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

     
08.03.2017

Das Video des Inititativbüros "Gutes Aufwachsen mit Medien"

Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ bietet auf seiner Webpräsenz praktische Informationen und Anleitungen zum Einstieg in die Medienbildung und -erziehung. Ebenso werden Formate wie Online-Konferenzen angeboten und die Medienarbeit lokaler Netzwerke thematisiert. Wie das Initiativbüro damit pädagogische Fachkräfte be...
Das Initiativbüro „Gutes Aufwachsen mit Medien“ bietet auf seiner Webpräsenz praktische Informationen und Anleitungen zum Einstieg in die Medienbildung und -erziehung. Ebenso werden Formate wie Online-Konferenzen angeboten und die Medienarbeit lokaler Netzwerke thematisiert. Wie das Initiativbüro damit pädagogische Fachkräfte bei der praktischen Medienarbeit unterstützt, zeigt das heute veröffentlichte Erklärvideo.

Das Erklärvideo beschreibt die Situation von pädagogischen Fachkräften, die oft vor der Herausforderung stehen, Fragen von Eltern, Kindern und Jugendlichen zum Thema Medien beantworten zu müssen. Obwohl sie selbst digitale Medien nutzen, sind sie in vielen Situationen überfragt, so wie der Hauptprotagonist Stefan. Er steht als pädagogischer Mitarbeiter eines Familienzentrums im Mittelpunkt des Films. Auf der Suche nach Informationen findet er auf der Webseite des Initiativbüros einen Einstieg zum Thema Medienbildung. Der Film veranschaulicht darüber hinaus die Idee der lokalen Netzwerke für ein „Gutes Aufwachsen mit Medien“ und zeigt auf, wie mit medienpädagogischer Unterstützung ein eigenes Medienprojekt umgesetzt werden kann. Außerschulische Einrichtungen wie Kinder- und Jugendclubs, Familienberatungen, Kindergärten, Bibliotheken u.v.m. werden so animiert, medienpraktische Angebote zu etablieren.
03.03.2017

Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes nehmen bis 31. März 2017 Anträge entgegen

Initiativen, Vereine und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit haben noch bis zum 31. März 2017 die Möglichkeit, einen Antrag bei den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Ziel der Förderfonds ist die Verbesserung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unter dem Beteiligungsaspekt. Antr&au...
Initiativen, Vereine und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit haben noch bis zum 31. März 2017 die Möglichkeit, einen Antrag bei den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes zu stellen und bis zu 5.000 Euro zu erhalten. Ziel der Förderfonds ist die Verbesserung der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen unter dem Beteiligungsaspekt. Anträge können Vereine, freie Träger, Initiativen, Elterngruppen, Kinder- und Jugendgruppen sowie Schülerinitiativen für noch nicht begonnene Projekte stellen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat in den letzten fünf Jahren durch seine Förderfonds 1.862 Projekte mit insgesamt rund 5.859.000 Euro unterstützt. Durch die Fonds erhalten Projekte, Einrichtungen und Initiativen finanzielle Unterstützung, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben. Dabei geht es vor allem um Beteiligung in Bereichen demokratischer Partizipation, um Chancengerechtigkeit und faire Bildungschancen für benachteiligte Kinder, gesunde Ernährung oder kinder- und jugendfreundliche Veränderungen in Stadt und Dorf, auf Schulhöfen, Kita-Außengeländen oder Spielplätzen. Die Schaffung sinnvoller Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Entwicklung einer kulturellen Identität, zu kultureller Bildung und Medienkompetenz sind ebenso Förderschwerpunkte.

So werden zum Beispiel Projekte gefördert, die das demokratische und politische Engagement von Kindern und Jugendlichen unterstützen, deren Mitbestimmung an Prozessen in Jugendeinrichtungen, Schule und Stadtteil ermöglichen, den Zugang zu Medien verbessern bzw. den kompetenten Umgang mit diesen befördern, oder Kinder und Jugendliche bei der kreativen Auseinandersetzung mit für sie relevanten Themen fördern. Ferner sollen Projekte Unterstützung erhalten, die bewegungsfördernde und interessante Spielorte im Wohnumfeld oder auf dem Schulgelände schaffen oder der Vernetzung, Sicherung bzw. Rückgewinnung von Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten dienen. Voraussetzung für eine Bewilligung ist auch hier, dass die Kinder und Jugendlichen an der Planung und Durchführung des Projektes beteiligt werden.

Weitere Informationen zu den Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes unter www.dkhw.de/foerderfonds


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 23.2.2017
 
03.03.2017

Runder Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände formuliert Positionspapier für 2017

Mit seinem aktualisierten Positionspapier 2017 formuliert der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände gemeinsame Forderungen zur Verbesserung gesetzlicher Grundlagen und Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe. In Deutschland leben fast 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Nachweislich ist die Unterbringung von Kindern und Jugendl...
Mit seinem aktualisierten Positionspapier 2017 formuliert der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände gemeinsame Forderungen zur Verbesserung gesetzlicher Grundlagen und Rahmenbedingungen in der Pflegekinderhilfe.

In Deutschland leben fast 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Nachweislich ist die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien eine der langfristig wirtschaftlichen und erfolgreichsten Hilfen zur Erziehung. Dennoch zeichnet sich das Pflegekinderwesen in Deutschland durch unterschiedliche landesrechtliche Regelungen und regional große Unterschiede in seiner Fachlichkeit und praktischen Umsetzung aus. Wenn das Pflegekinderwesen als nicht verzichtbare Hilfe zur Erziehung langfristig Bestand haben soll, sind Verbesserungen der gesetzlichen Grundlagen und der Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe dringend erforderlich.

Wir Pflegefamilienverbände erwarten im Interesse der Pflegekinder, dass folgende Missstände behoben werden:
- Landesjugendämter haben hervorragende Qualitätsstandards für die Pflegekinderarbeit entwickelt. Da diese Standards nur Empfehlungen sind, haben sie keinen verpflichtenden Charakter gegenüber den kommunalen Jugendhilfeträgern.
- Die Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ist derzeit gesetzlich nicht klar geregelt. Bisher schieben sich die Eingliederungshilfe und die Jugendhilfe gegenseitig die Verantwortung zu und sie kommunizieren nicht miteinander.
- Durch die derzeitigen gesetzlichen Regelungen ist keine Kontinuität der Ausstattung, Beratung und Betreuung gesichert. Pflegeverhältnisse und die Hilfepläne werden durch Wechsel der Zuständigkeiten wiederholt in Frage gestellt.
- Die Hilfe zur Erziehung endet oft rigoros mit dem 18. Lebensjahr. Im SGB VIII ist geregelt, dass für junge Volljährige der Verbleib in der Pflegefamilie auch bis zum 21. Lebensjahr gewährt werden kann. Anträge werden häufig abgelehnt.
- Durch fehlende gesetzliche Grundlagen im Familienrecht besteht eine fortdauernde rechtliche Unsicherheit hinsichtlich eines Verbleibs des Kindes in der Pflegefamilie. Das Kind muss jederzeit und wiederholt eine Herausnahme befürchten.
- Bei gerichtlichen Verfahren zu Umgangskontakten und Rückkehrwünschen der Herkunftseltern des Pflegekindes, können Pflegeeltern nur dann daran teilnehmen, wenn das Gericht sie als Beteiligte hinzuzieht.
- Bei familiengerichtlichen Verfahren zu Umgang oder Herausgabe, die Kinder mit Behinderungen betreffen, fehlt häufig die fachliche Expertise zur Entscheidungsfindung.
- Das gesetzlich mögliche Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII für Beratung und Betreuung wird Pflegeeltern verweigert.

Wir Pflegefamilienverbände fordern:
(1) die Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder
(2) bundeseinheitliche Mindeststandards in der Pflegekinderhilfe
- verpflichtende Einrichtung eines Spezialdienstes für Pflegekinder mit maximaler Fallzahl von 25 Pflegekindern pro Vollbeschäftigtem
- verpflichtende Fort- und Weiterbildung der FachberaterInnen
- schriftlich festgelegte Qualitätsstandards für die Vorbereitungs-, Vermittlungs- und Beratungstätigkeit
- alle öffentlichen Träger müssen auch Pflegestellen nach § 33 Satz 2 vorhalten.
- Fallführung im SGB VIII für Kinder mit Behinderung in Eingliederungshilfe
(3) Umsetzung bundeseinheitlicher Mindestausstattung der Pflegefamilien
- umfassende Beratung über die rechtlichen und finanziellen Ansprüche der Pflegefamilie
- umfassende Beratung zu pädagogischen und therapeutischen Themen
- Supervisions- und Fortbildungsanspruch
- Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Fortschreibung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) für das Jahr 2017 (bzw. des jeweiligen aktuellen Jahres) als Mindestleistung
- für Kinder mit besonderen Beeinträchtigungen erhöhte Aufwandsentschädigung
- differenzierte Angebote zur Entlastung der Pflegeeltern unter Beachtung von vorrangigen Leistungsträgern
- Übernahme von Krankenversicherungsbeiträgen für Selbstzahler (Pflegeeltern)
- Übernahme der anteiligen Kosten einer angemessenen Alterssicherung pro Pflegekind
(4) Stärkung der Kompetenz des Fachdienstes, der das Pflegekind und die Pflegefamilie betreut.
- Verwaltungsmäßiger Wechsel der Zuständigkeit darf nicht zu Lasten des Pflegekindes und der Pflegefamilie führen.
(5) Die Verlängerung der Hilfemaßnahme in der Pflegefamilie mindestens bis zum 21. Lebensjahr.
(6) Änderung des BGB
- Sicherung von Beziehungskontinuität durch Einführung einer zivilrechtlichen Absicherung (analog zum § 37 SGB VIII) der auf Dauer angelegten Lebensperspektive.
- Der Verbleib eines Kindes in einer Pflegefamilie ist gegen wiederkehrendes Herausnahmeverlangen abzusichern.
- Pflegekinder dürfen bei Gerichtsentscheidungen zu Umgangskontakten nicht länger mit Scheidungskindern verglichen werden (ergebnisoffene Prüfung im Einzelfall).
- Fortbildung für Richter zu den Themen, die Pflegekinder betreffen, wie Bindung und Trauma.
- Beteiligtenstatus für Pflegeeltern in allen familienrechtlichen Verfahren, die ihre Pflegekinder betreffen.
(7) Abstimmung der unterschiedlichen Sozialleistungsressorts. Gesetzliche Regelungen in den Sozialgesetzbüchern dürfen einander nicht widersprechen.
(8) Wunsch- und Wahlrecht von Pflegeeltern nach § 5 SGB VIII
- Pflegeeltern müssen die Möglichkeit haben zu wählen. Das setzt voraus, dass mehrere Angebote vorhanden sind.

Pflegefamilien sind eine sehr kindorientierte Hilfe. Damit sich auch in Zukunft Familien finden, die diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, brauchen wir auf allen Ebenen ein Engagement, das den Kindern ein glückliches und erfolgreiches Erwachsenwerden ermöglicht.

Quelle: Pressemitteilung des Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände (PFAD-BV e.V./AGENDAPflegefamilien/BAG KiAP e.V./Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.) im Februar 2017

 
24.02.2017

Broschüre „Profis für die Kita“ erschienen

Die sich stetig verändernden Ansprüche an das Pädagogische Fachpersonal in der Frühen Bildung führen auch zu einem Bedeutungszuwachs der Aus-, Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher im Jahr 2011 die Forschungsförderung „Ausweitung der Weiterbildungsini...
Die sich stetig verändernden Ansprüche an das Pädagogische Fachpersonal in der Frühen Bildung führen auch zu einem Bedeutungszuwachs der Aus-, Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat daher im Jahr 2011 die Forschungsförderung „Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (AWiFF) initiiert. Im Mittelpunkt standen u. a. Fragen rund um die Berufseinmündung der frühpädagogischen Fachkräfte in den Arbeitsmarkt sowie die Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung. Auch Fragen zur Berufswahl, zum Studium der Kindheitspädagogik und zu Qualifikationsprofilen des Personals wurden betrachtet. In diesen Themenfeldern haben die Projekte vielfältige neue Erkenntnisse geliefert.

Diese wurden als Bilanzbroschüre veröffentlicht, die Sie unter folgendem Link – als barrierefreies Download - abrufen können: https://www.bmbf.de/pub/Profis_fuer_die_Kita.pdf. Druckexemplare sind über den Publikationsversand der Bundesregierung (Tel.: 030/18 272 272 1 oder per E-Mail: publikationen@bundesregierung.de) verfügbar.

Quelle: Presseinformation des Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 17.2.2017
 
18.02.2017

Nummer gegen Kummer startet Force-Touch-sensitiven Film gegen Gewalt an Kindern

Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach in Kraft treten ist in Deutschland immer noch beinahe jedes zehnte Kind häuslicher Gewalt ausgesetzt. Sowohl diese erschütternde Zahl, als auch der Druck, der auf die betroffenen Kinder ausgeübt wird, sind nur schwer vorstellbar. Genau das wi...
Am 20. November 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach in Kraft treten ist in Deutschland immer noch beinahe jedes zehnte Kind häuslicher Gewalt ausgesetzt.
Sowohl diese erschütternde Zahl, als auch der Druck, der auf die betroffenen Kinder ausgeübt wird, sind nur schwer vorstellbar. Genau das will Nummer gegen Kummer e.V. mit einer hochinnovativen Kampagne anfassbar machen. Und zwar dort, wo die Hilfe der Organisation am meisten nachgefragt wird – auf dem Smartphone.
Dafür entwickelte LA RED „Force for Good“, den weltweit ersten Film der die Force-Touch-Technologie nutzt, die auf allen iPhones (ab 6s) zur Verfügung steht: https://youtu.be/08uMf9o0GyY

Wer den interaktiven Film selbst erleben will, besucht die mobile Website www.force-for-good.de
Hier erlebt der Nutzer eine Force-Touch-sensitive Geschichte über den Alltag eines kleinen Kindes – aus friedlicher und aus gewaltsamer Perspektive. Dabei wechselt die Perspektive mit zunehmendem Druck auf dem Screen des Smartphones. Und das bei genau 90 Prozent, symbolisch für die 10 Prozent der betroffenen Kinder. Mit abnehmendem Druck kehrt der Nutzer in die „friedliche“ Welt zurück.

Mit der Geschichte, die auf Druck des Fingers Handlung, Stimmung und Atmosphäre ändert, wird fühlbar, was Druck – in Form von Gewalt – für Kinder bedeutet. Visuelle, taktile und hörbare Reize verstärken das „Miterleben“. Der Nutzer spürt, wie dramatisch sich alles verändert.

Am Ende der Geschichte bietet Nummer gegen Kummer Hilfe für die betroffenen Eltern und Kinder an. Zusätzlich wird der Nutzer hier zum Teilen aufgefordert und auf die Spendenmöglichkeiten hingewiesen – damit kein Hilferuf eines Kindes ungehört bleibt!

Nummer gegen Kummer schließt sich mit dieser Kampagne auch dem Ziel von Child Helpline International (CHI) an, Gewalt gegen Kinder stärker zu thematisieren, Veränderungen anzustoßen und Hilfe anzubieten. „End Violence against children / Gewalt gegen Kinder beenden“ – so lautet die Zielsetzung von CHI. Für die Erreichung dieses Ziels werden bis 2020 von allen Child Helplines/ Kinder- und Jugendtelefonen weltweit Aktionen durchgeführt.

Produziert wurde der Film von Sterntag. Regie führte Bernhard Landen. Musik und Sounddesign kommen von German Wahnsinn.

Nummer gegen Kummer e.V. ist der Dachverband für örtliche Vereine, die in Deutschland ein Kinder- und Jugendtelefon und Elterntelefon betreiben. Die derzeit 102 lokalen Träger der Beratungstelefone sind überwiegend örtliche Verbände des Deutschen Kinderschutzbundes sowie anderer Wohlfahrtsverbände. Dieses Netzwerk stellt das deutschlandweit größte, kostenfreie, telefonische Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern dar. Speziell ausgebildete, ehrenamtlich engagierte Beraterinnen und Berater unterstützen die Anrufenden im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe bei Alltagsproblemen und in schwierigen Lebenssituationen. Zur Finanzierung des Netzwerkes bemühen sich Nummer gegen Kummer e.V. bundesweit und seine Trägervereine lokal um Spenden von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen.

Nummer gegen Kummer e.V. ist aus dem Deutschen Kinderschutzbund hervorgegangen und diesem als Mitglied in seiner Zielsetzung verbunden. Der Dachverband ist Mitglied bei Child Helpline International.
Nummer gegen Kummer e.V. wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und unterstützt durch die Deutsche Telekom. Weitere Informationen unter www.nummergegenkummer.de

Quelle: Pressemitteilung von Nummer gegen Kummer e.V. vom 9.2.2017
 
18.02.2017

Tag der MutterspracheN – Deutschlernen durch Förderung der Mehrsprachigkeit

Der „Tag der Muttersprache“ sollte besser „Tag der MutterspracheN“ heißen. Die wenigsten Menschen wachsen nämlich heute mit nur EINER Muttersprache auf. Dies gilt insbesondere für die junge Generation. Weltweit betrachtet sind etwa zwei Drittel der Menschen mehrsprachig, und nur eine Minderheit von einem Drittel ist einsprach...
Der „Tag der Muttersprache“ sollte besser „Tag der MutterspracheN“ heißen. Die wenigsten Menschen wachsen nämlich heute mit nur EINER Muttersprache auf. Dies gilt insbesondere für die junge Generation. Weltweit betrachtet sind etwa zwei Drittel der Menschen mehrsprachig, und nur eine Minderheit von einem Drittel ist einsprachig. Mehrsprachigkeit ist also „normal“. In Deutschland haben etwa 35 Prozent der Kinder zwischen 0 und 15 Jahren einen „Migrationshintergrund“ (Statistisches Bundesamt 2015) und werden zumeist mit mehr als einer Sprache groß. Dies sind ihre Familiensprache/n und Deutsch.

Um eine Sprache zu erwerben, ist ein altersgemäßer, intensiver und langfristiger Sprachkontakt unerlässlich. Er muss in vielen unterschiedlichen Situationen stattfinden. Da das Gehirn keine Schranke für eine Anzahl von Sprachen kennt, ist auch die Mehrsprachigkeit keine Überforderung. Besonders für Kinder ist es aber wichtig, dass ihnen viele Möglichkeiten gegeben werden, ihre Sprachen vielfältig anzuwenden. Dann können sich ihre MutterspracheN altersangemessen entwickeln.

Professor Henning Wode von der Universität Kiel und Vorstandsmitglied des FMKS/Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen meint: „Keinesfalls geht es darum, nur Deutsch zu lernen. Natürlich müssen die Kinder AUCH Deutsch lernen. Es sollen aber alle Mutter- oder Familiensprachen der Kinder gefördert werden. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass andere Muttersprache(n) den Erwerb des Deutschen behindern. Das Gegenteil ist der Fall: Deutsch lernen funktioniert am besten, wenn die Erstsprachen gestärkt werden. Deswegen darf das Deutschlernen nicht auf Kosten der Familiensprache geschehen.“

Der FMKS fordert, den Wert der Mehrsprachigkeit stärker zu betonen. Kindertagesstätten und Schulen sollten dies in ihren Konzepten umsetzen.

Quelle: Pressemitteilung von Frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen/FMKS e.V. vom 13.2.2017
 
18.02.2017

Statistisches Bundesamt: Väterbeteiligung beim Elterngeld steigt weiter an

Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 Prozent), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht. Dies zeigen die aktuellen Berechnungen zu...
Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 Prozent), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht. Dies zeigen die aktuellen Berechnungen zu den abgeschlossenen Leistungsbezügen für im zweiten Quartal 2015 geborene Kinder aus der amtlichen Statistik zum Elterngeld.

Sachsen war im zweiten Quartal 2015 mit inzwischen 46,7 Prozent weiterhin Spitzenreiter bei der Väterbeteiligung, gefolgt von Bayern mit 43,4 Prozent und Thüringen (42,7 Prozent). Die geringsten Werte wiesen Bremen mit 27,3 Prozent und das Saarland mit 24,5 Prozent auf.

Die Väterbeteiligung steigt seit Beginn der Berechnungen (Geburtsjahr 2008) kontinuierlich an. Bei den im zweiten Quartal 2008 geborenen Kindern war es bundesweit noch jedes fünfte Kind (20,5 Prozent) gewesen, für das der Vater Elterngeld in Anspruch nahm. Zwei Jahre später war es bereits jedes vierte Kind (25,4 Prozent). Die Mütterbeteiligung am Elterngeld lag während des gesamten Zeitraums bei 95 bis 96 Prozent.

Deutschlandweit ist die Väterbeteiligung zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem zweiten Quartal 2015 um 15,2 Prozentpunkte gestiegen. Ausgehend von unterschiedlichen Niveaus in den einzelnen Bundesländern gab es in den letzten 7 Jahren die höchsten Anstiege in Baden-Württemberg (+ 20,0 Prozentpunkte), Sachsen (+ 19,6 Prozentpunkte) und Thüringen (+ 17,5 Prozentpunkte), die geringste Zunahme wies Bremen auf (+ 9,8 Prozentpunkte).

Mit Einführung des Elterngeld Plus für ab dem dritten Quartal 2015 geborene Kinder wurde die maximale Elterngeld-Bezugsdauer von 14 bis auf nun 32 Monate erweitert. Für die Berechnungen zur Väterbeteiligung müssen alle Leistungsbezüge für den betrachteten Geburtenzeitraum abgeschlossen sein. Vergleichbare Aussagen für ab dem dritten Quartal 2015 geborene Kinder können daher erst nach einem entsprechend längerem Zeitraum getroffen werden.

Weitere detaillierte Ergebnisse der Elterngeldstatistik für im zweiten Quartal 2015 geborene Kinder sowie Ergebnisse zum Elterngeld Plus (detaillierte Ergebnisse zu Bestandsdaten bis zum dritten Quartal 2016) sind im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter Publikationen: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Soziales/Elterngeld/ElterngeldGeburtenVj.html abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15.2.2017
 
10.02.2017

Potenziale des Internets zur Teilhabe von Kindern nutzen

Das Deutsche Kinderhilfswerk betont anlässlich des „Safer Internet Day“ am 7. Februar die enormen Partizipationsmöglichkeiten, mit denen im Internet eine Brücke von direkter zu repräsentativer Demokratie geschlagen werden kann. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes mindern Soziale Medien vor allem für Kinder und Jugendliche ...
Das Deutsche Kinderhilfswerk betont anlässlich des „Safer Internet Day“ am 7. Februar die enormen Partizipationsmöglichkeiten, mit denen im Internet eine Brücke von direkter zu repräsentativer Demokratie geschlagen werden kann. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes mindern Soziale Medien vor allem für Kinder und Jugendliche die Hemmschwelle zur gesellschaftlichen Partizipation, und damit zur Teilhabe am politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben und zu dessen demokratischer Mitgestaltung. Das gilt es für den langfristigen Erhalt der Demokratie in Deutschland zu nutzen. Gleichzeitig birgt das Internet auch Gefahren, beispielsweise durch die ungeprüfte Verbreitung von Informationen. Fake News und Hetze drohen dadurch Meinungsbildung und politischen Austausch im demokratischen System zu vergiften.

„Das Internet und insbesondere Soziale Medien sind ein integraler Bestandteil des Alltagslebens von Kindern und Jugendlichen, und somit auch ein Ort möglicher politischer Partizipation und Demokratieförderung. Gerade aber Soziale Netzwerke sind inzwischen auch eine Plattform für Diskriminierung, für Mobbing, für antidemokratische Ideologien, für Fake News und ,postfaktische' Auseinandersetzungen. Hier brauchen Kinder und Jugendliche Wegweiser. Deshalb sind das Löschen von entsprechenden Inhalten und die Verfolgung strafrechtlich relevanten Fehlverhaltens auch im Netz unerlässlich. Wir brauchen gleichzeitig bedarfs- und altersgerechte Medien für Kinder und Jugendliche und einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert zudem ein verstärktes und verbindliches schulisches Engagement im Bereich der Medienkompetenzförderung. Die Schule ist neben den Familien und dem sozialen Umfeld einer der wichtigsten Orte der Mediensozialisation. Schule kann Kindern Wissen über die Funktionen und Fähigkeiten zum verantwortlichen Verhalten im Internet vermitteln. Um hier unterstützend wirken zu können, sollten Bund und Länder eine bundesweit flächendeckende Förderstruktur von Medienkompetenzprogrammen aufbauen. Das könnte durch eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene „Stiftung Medienkompetenz“ erreicht werden.
Neben der Medienkompetenzförderung braucht es aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch ein breites Angebot guter Kinder-Internetseiten. „Hier steht die Bundesregierung in der Verantwortung, die Existenz guter Kinder-Internetseiten dauerhaft sicherzustellen. Diese sind, sofern sie als nichtkommerzielle Angebote den Ansprüchen von Werbefreiheit und ausreichendem Kinderschutz genügen sollen, wirtschaftlich kaum tragfähig und brauchen entsprechende Förderungen“, so Hofmann weiter. Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert seit mehr als 20 Jahren zahlreiche Medienkompetenz-Projekte in ganz Deutschland, die Kindern Spaß, Wissen und kritisches Bewusstsein zum Thema Medien vermitteln. Zudem bietet die Kinderrechtsorganisation Kindern und Eltern verschiedene Möglichkeiten, Sicherheit im Umgang mit Medien zu gewinnen, die Medienwelt aktiv mitzugestalten, Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich Meinungen zu bilden. Mit seinen beiden Seiten www.kindersache.de und www.juki.de bietet das Deutsche Kinderhilfswerk Kindern einen geschützten Internetraum, in dem sie sich ausprobieren und austauschen können und außerdem ihre Kreativität sowie aktive Beteiligung angeregt wird.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 6.2.2017
 
10.02.2017

Deutscher Familienverband fordert Wahlrecht ab Geburt: Der Zukunft eine Stimme geben!

Anlässlich der Vorstellung des Kinderreports 2017 fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes Sebastian Heimann das Wahlrecht für Kinder und Jugendliche: „Kinder sind unsere Zukunft, aber an der Wahlurne kommen sie nicht vor. 13 Millionen Bundesbürger unter 18 Jahren sind vom Wahlrecht und damit vom wichtigsten G...
Anlässlich der Vorstellung des Kinderreports 2017 fordert der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbandes Sebastian Heimann das Wahlrecht für Kinder und Jugendliche: „Kinder sind unsere Zukunft, aber an der Wahlurne kommen sie nicht vor. 13 Millionen Bundesbürger unter 18 Jahren sind vom Wahlrecht und damit vom wichtigsten Grundrecht ausgeschlossen. Hier klafft ein riesiges Demokratiedefizit! Grundrechte gelten von Geburt an und nicht erst ab der Volljährigkeit. Wir brauchen deshalb ein Wahlrecht von Geburt an, das treuhänderisch von den Eltern ausgeübt wird, bis die Kinder alt genug sind, selbst zu wählen. Gebt den Kindern eine Stimme – sie haben unser Vertrauen verdient“, fordert Heimann.

Dass das Vertrauen in die Kinder und Jugendlichen gerechtfertigt ist, bestätigt auch eine repräsentative Befragung zum Kinderreport: „Junge Menschen haben eine hohe Wertschätzung für die Demokratie und wollen darüber mitbestimmen, wer künftig ihre Zukunft gestaltet. Aber sie dürfen nicht wählen, obwohl sie dazu fähig und in der Lage sind. 64 Prozent der Erwachsenen in Deutschland vertrauen laut Kinderreport in die Demokratiefähigkeit der nachfolgenden Generation, bei den liberalen Parteien ist das Vertrauen in die Jugend noch stärker. Angst vor der Zukunft gibt es vor allem an den Rändern des politischen Spektrums. Angesichts der demografischen und politischen Entwicklung gilt mehr denn je: Demokratie lebt von einer Beteiligung aller, kein Bundesbürger darf von seinem Grundrecht ausgeschlossen werden. Erst das Wahlrecht von Geburt an macht die Demokratie zukunftsfest“, so Heimann.

Für das Wahlrecht von Geburt an sprechen sich bereits zahlreiche prominente und fachkundige Persönlichkeiten, wie die ehemalige Bundesfamilienministern Renate Schmidt und der bekannte Verfassungsrechtler Paul Kirchhof, aus. Auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat sich mehrfach positiv zum Familienwahlrecht geäußert.

„Der DFV wird sich im Bundestagswahlkampf überparteilich und auf breiter Basis für das Wahlrecht ab Geburt einsetzen. Interessierte können sich an den DFV wenden. Engagieren Sie sich mit uns, dass es nicht noch einmal eine Bundestagswahl ohne die Stimmen der jüngsten Generation gibt“, so Verbandsgeschäftsführer Heimann.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes vom 6.2.2017
 
10.02.2017

Motto zum Weltkindertag „Kindern eine Stimme geben!“

„Kindern eine Stimme geben!“ – unter dieses Motto stellen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk den diesjährigen Weltkindertag am 20. September. Im Vorfeld der Bundestagswahl rufen die Kinderrechtsorganisationen gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen. ...
„Kindern eine Stimme geben!“ – unter dieses Motto stellen UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk den diesjährigen Weltkindertag am 20. September. Im Vorfeld der Bundestagswahl rufen die Kinderrechtsorganisationen gemeinsam dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen.

Im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder, in Schulen und Kitas, in Städten und Gemeinden, aber auch auf Landes- und Bundesebene müssen Kinder und Jugendliche Gelegenheiten bekommen, ihre Ideen und Meinungen einzubringen. Bei der Bundestagswahl dürfen Kinder nicht mit abstimmen. Deshalb appellieren UNICEF und Deutsches Kinderhilfswerk an die Parteien, Kinderinteressen in ihren Wahlprogrammen zu berücksichtigen und in konkrete Politik für Kinder umzusetzen.

„Um uns für die Belange und Bedürfnisse von Kindern einzusetzen, müssen wir Kindern die Möglichkeit geben, sich Gehör zu verschaffen. Nur so schaffen wir die Basis für eine gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und die Rechte von Kindern stetig zur Geltung bringt. Auch fast 25 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland, müssen wir in unserem Land eine anhaltende Ausblendung und Verdrängung von Kinderinteressen feststellen. Wir brauchen eine Kinderpolitik, die nicht nur Politik für Kinder macht, sondern auch Politik mit Kindern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Jedes Kind hat ein Recht darauf, bei wichtigen Entscheidungen gehört zu werden. In einer Gesellschaft, die immer mehr von älteren Menschen geprägt wird, ist die Stimme der nachwachsenden Generation ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Neueste Umfragen zeigen, dass sich über die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland gerne in ihren Städten und Gemeinden politisch einbringen wollen. Politik wird besser, wenn wir die Kinder fragen.“

Die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 garantiert allen Kindern das Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe und Religion. Die Kinderrechte gelten in den Entwicklungsländern ebenso wie in Industrieländern wie Deutschland. Deutschland hat die Kinderrechtskonvention vor genau 25 Jahren, im April 1992, ratifiziert und sich verpflichtet, diese umzusetzen.

Zum Weltkindertag am 20. September 2017 machen bundesweit zahlreiche Initiativen unter dem gemeinsamen Motto „Kindern eine Stimme geben!“ auf die Kinderrechte aufmerksam. Am Sonntag, den 17. September, finden in Berlin und in Köln die beiden größten Kinderfeste bundesweit statt. Dazu erwarten UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk jeweils 100.000 Besucherinnen und Besucher rund um den Potsdamer Platz in Berlin und im Kölner Rheingarten.

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF Deutschland und des Deutschen Kinderhilfswerks vom 26.1.2017
 
07.02.2017

Kita-Star 2017: Die Welt "da draußen"

Kindern Einblicke in andere, oft weitgehend unbekannte Lebenswelten außerhalb der Kita eröffnen: Das ist angesichts zunehmender Ganztagsbetreuung eine wichtige Aufgabe für Kitas. Für den Kita-Innovationspreis KitaStar 2017 sucht die element-i-Bildungsstiftung Einrichtungen, denen dies beispielgebend gelingt. Der KitaStar ist mit 5.000 Euro so...

Kindern Einblicke in andere, oft weitgehend unbekannte Lebenswelten außerhalb der Kita eröffnen: Das ist angesichts zunehmender Ganztagsbetreuung eine wichtige Aufgabe für Kitas. Für den Kita-Innovationspreis KitaStar 2017 sucht die element-i-Bildungsstiftung Einrichtungen, denen dies beispielgebend gelingt. Der KitaStar ist mit 5.000 Euro sowie Sachpreisen dotiert und wird im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ Ende September 2017 in Stuttgart verliehen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. April 2017. Weitere Informationen unter: www.element-i-bildungsstiftung.de.

Stuttgart (eos) – Die Welt „da draußen“ scheint für junge Kinder vor allem eins zu sein – gefährlich. Berichte in den Medien, die von Rücksichtslosigkeit und Gewalt erzählen, legt diese Sichtweise nahe. In Kindertageseinrichtungen leben die Mädchen und Jungen daher in einer eigenen, geschützten Welt. Pädagogische Fachkräfte gestalten ein Umfeld, das ganz auf die Jüngsten und ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Aus pädagogischer Sicht hat dies jedoch auch Schattenseiten: Durch die zunehmende Ganztagsbetreuung in den Kitas leben Kinder oft auf einer „Insel“, die wenig Brücken in anderen „Welten“ bietet. „Bezüge zum Leben in Nachbarschaft, Kommune und Arbeitswelt gehen für die Kinder immer mehr verloren“, sagt Patricia Sigg für die element-i-Bildungsstiftung.

Andere Lebensbereiche und neue Erfahrungsräume erschließen
Manche Träger steuern jedoch bewusst gegen: Sie haben Konzepte entwickelt, um den Kindern Lebensbereiche und Erfahrungsräume außerhalb der Einrichtung zu erschließen. Oft  ermöglichen sie es ihnen auch, Menschen kennenzulernen, die sich mit Themen beschäftigen, die sonst im Kita-Alltag eher nicht auftauchen. Genau solche Kindertagesstätten sucht die element-i-Bildungsstiftung: Sie lobte den Kita-Innovationspreis KitaStar 2017 unter dem Motto „Die Welt ‚da draußen’“ aus. „Wir möchten nachahmenswerte Beispiele für eine Öffnung von Kitas in den Sozialraum bekannt machen“, betont Patricia Sigg.

Bis 15. April 2017 bewerben
Beteiligen können sich alle Einrichtungen, die Kinder bis zu zehn Jahren betreuen. Die Bewerbungsunterlagen finden Interessierte unter: www.element-i-bildungsstiftung.de. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2017.

Mitmachen lohnt sich
Der KitaStar in Gold ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Auszeichnungen in Silber und Bronze können sich über attraktive Sachpreise im Wert von 1.000 bzw. 500 Euro freuen. Die Stiftung verleiht die Preise im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ (26./27. September 2017) in Stuttgart. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten dort zudem die Möglichkeit, ihre Konzepte einem Fachpublikum zu präsentieren.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum KitaStar gibt es unter www.element-i-bildungsstiftung.de oder www.invest-in-future.de. Patricia Sigg von der element-i-Bildungsstiftung ist unter 0160/2806268 oder Patricia.Sigg@element-i.de erreichbar.

 Stuttgart, 7. Februar 2017


 
04.02.2017

Das brauchen Kinder! Merkblätter zur Beratung in Vorsorgeuntersuchungen veröffentlicht

Primärpräventive Beratungen sind mit der Neufassung der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Anfang des Jahres zum Bestandteil der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U2 bis U9 geworden. Neue Merkblätter des Netzwerks Gesund ins Leben und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) unterstützen di...
Primärpräventive Beratungen sind mit der Neufassung der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) Anfang des Jahres zum Bestandteil der Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U2 bis U9 geworden. Neue Merkblätter des Netzwerks Gesund ins Leben und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) unterstützen die Beratung und vermitteln klare einfache Botschaften.
Stillen, gesunde Ernährung, reichlich Bewegung, Mundhygiene, Schutz vor Sonne oder Rauch und vor zu frühem oder zu intensivem Mediengebrauch gehören zu den Präventionsmaßnahmen, die ein gesundes Aufwachsen und die Entwicklung des Kindes fördern. Aufklärung und Beratung zu diesen Themen sind Teil der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen). So sieht es die neue Kinderrichtlinie vor. Für diese Beratungen hat das Netzwerk Gesund ins Leben in Zusammenarbeit mit dem Präventionsausschuss des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte sowie der Deutschen Sporthochschule Köln Merkblätter in Form von Checklisten entwickelt.

Für jede U-Untersuchung bzw. die jeweilige Paed.Check-Untersuchung (erweiterte Vorsorgeuntersuchung als individuelle Gesundheitsleistung oder im Rahmen von Selektivverträgen) gibt es ein Merkblatt mit sieben Botschaften. Diese bringen die Empfehlungen klar, eindeutig und nah am Familienalltag auf den Punkt. Zusätzlich werden die Botschaften durch Piktogramme veranschaulicht. Das erhöht die Aufmerksamkeit und auch weniger lesegewohnte Eltern können erreicht werden. „Mit diesem Angebot bieten wir ein einfaches und praktikables Instrument zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgabe“, so Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks Gesund ins Leben. „Über die U-Untersuchungen können wir alle Familien mit so wichtigen Themen wie gesunde Ernährung und reichlich Bewegung von Anfang an erreichen und dafür sensibilisieren.“ Auch in anderen Beratungen von jungen Familien können die Merkblätter eingesetzt werden.

Grundlage der Botschaften für die Merkblätter im Säuglings- und Kindesalter – von U2 oder Paed.Check Start bis zu U7a oder Paed.Check 3.0 – sind die einheitlichen Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben, die von allen relevanten Fachorganisationen und -institutionen unterstützt werden.
Die Merkblätter stehen unter www.gesund-ins-leben.de/paedcheck zum Download bereit.
Für die weiteren Untersuchungen bzw. Paed.Checks im Kindes- und Jugendalter (U 8 oder Paed.Check 4.0 bis J2 oder Paed.Check 16.0) stehen ebenfalls entsprechende Merkblätter zur Verfügung. Sie wurden vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, dem aid infodienst und der Sporthochschule Köln entwickelt und können unter www.aid.de/paedcheck heruntergeladen werden.

Über Gesund ins Leben: Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden, die sich mit jungen Familien befassen. Das Ziel ist, Eltern einheitliche Botschaften zur Ernährung und Bewegung zu vermitteln, damit sie und ihre Kinder gesund leben und aufwachsen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert Gesund ins Leben als Teil des Nationalen Aktionsplans IN FORM. www.gesund-ins-leben.de

Über IN FORM: IN FORM ist Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Sie wurde 2008 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in allen Lebensbereichen aktiv. Ziel ist, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten der Menschen dauerhaft zu verbessern. www.in-form.de

Quelle: Presseinformation des Netzwerk Gesund ins Leben vom 31.1.2017
 
03.02.2017

Bedarf bei Kindertagesbetreuung weiter gestiegen

BMFSFJ veröffentlicht erstmals Daten zu Betreuungsbedarfen von Kindern von 3 – 11 Jahren Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Ausbau in der Kindertagesbetreuung muss weitergehen. In der Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt“ hat das BMFSFJ die aktuellen Zahlen zusammengetragen. Erstmals auch für Grundschulkinder bis 11 Jahre. Der B...
BMFSFJ veröffentlicht erstmals Daten zu Betreuungsbedarfen von Kindern von 3 – 11 Jahren

Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Ausbau in der Kindertagesbetreuung muss weitergehen. In der Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt“ hat das BMFSFJ die aktuellen Zahlen zusammengetragen. Erstmals auch für Grundschulkinder bis 11 Jahre.

Der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren ist weiter gestiegen, von 43,6 % in 2015 auf 46% in 2016. Doch nur 32,7% der Kinder dieser Altersgruppe – das entspricht einer Zahl von knapp 720.000 Kindern – wurden auch tatsächlich in 2016 betreut.

Nicht nur das Platzangebot, sondern auch die angebotenen Betreuungsumfänge sind für Eltern ein wichtiges Thema. Bei etwa der Hälfte der Eltern von Drei- bis Fünfjährigen unterschreitet die tatsächliche Betreuungszeit der Kinder die von ihren Eltern benötigte Betreuungszeit um mindestens fünf Stunden die Woche.

Auch ein Teil der Eltern von Grundschulkindern bis unter elf Jahren hat einen erweiterten Betreuungsbedarf. Eltern von Kindern ohne Betreuungsangebot nach dem Unterricht äußern einen zusätzlichen Betreuungsbedarf von über 22 Prozent. Aber auch bei Eltern von Kindern, die einen Hort besuchen, haben 14 Prozent einen zusätzlichen Betreuungsbedarf von durchschnittlich 10 Stunden pro Woche. Bei Ganztagsschülerinnen und -schülern nennen über 22 Prozent der Eltern einen zusätzlichen Bedarf von durchschnittlich 9 Stunden pro Woche. Es zeigt sich, dass ganztägige Betreuungsangebote auch für Grundschulkinder weiter auszubauen sind.

Dazu erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Mein Ziel ist, dass alle Kinder und Familien gleichermaßen von einer guten Kindertagesbetreuung profitieren können. Ich freue mich daher sehr, dass wir im Dezember 2016 im Kabinett das Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ beschlossen haben. Damit wird die Grundlage für das neue Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ 2017 bis 2020 geschaffen, und es können zusätzlich 100.000 Betreuungsplätze für Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt geschaffen werden.“

Für das neue Investitionsprogramm soll das vom Bund im Jahr 2007 eingerichtete Sondervermögen in den Jahren 2017 bis 2020 um insgesamt 1,126 Milliarden Euro aufgestockt werden.

Neben zusätzlichen Plätzen soll mit diesen Mitteln auch die Qualität in der Kindertagesbetreuung vorangebracht werden. So können qualitative Ausstattungsinvestitionen wie Sport- und Bewegungsräume, die Einrichtung von Küchen, eine barrierefreie Ausstattung und Räumlichkeiten für Elterngespräche gefördert werden.

Mit dem Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ werden 2016 bis 2019 Kitas, Kindertagespflegestellen und Horte mit einem Fördervolumen von 100 Mio. Euro gefördert, die ihre Betreuungszeiten bedarfsgerechter gestalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de  und

www.fruehe-chancen.de


Quelle: Presseinfo BMFSFJ
 
02.02.2017

Der Nutzen von Ganztagsschulen - ein Mythos?

Ganztagsschulen bringen wenig, wenn es um die Verbesserung der schulischen Leistungen geht und - dies ist ja eigentlich das wichtigste Ziel - um die Verringerung des Einflusses der Herkunft der Kinder auf ihren Schulerfolg. Das Einzige, was sie bewirken, ist eine leichte Verbesserung des Sozialverhaltens. Dies steht im neuen Kinder- und Jugendbericht, und wir &u...
Ganztagsschulen bringen wenig, wenn es um die Verbesserung der schulischen Leistungen geht und - dies ist ja eigentlich das wichtigste Ziel - um die Verringerung des Einflusses der Herkunft der Kinder auf ihren Schulerfolg. Das Einzige, was sie bewirken, ist eine leichte Verbesserung des Sozialverhaltens.

Dies steht im neuen Kinder- und Jugendbericht, und wir übernehmen diese Aussagen aus der SZ von heute, S. 5.

Wenn das alles stimmt - dann ist die Ganztagsschule leider ein Schlag ins Wasser. Warten wir die Veröffentlichung des Berichts ab, vielleicht sieht es nicht ganz so traurig aus.
25.01.2017

Fakten zur Asylpolitik 2016

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat eine kompakte und im Dezember 2016 aktualisierte Broschüre mit Infos, Zahlen und Fakten rund um das Thema Asyl(-politik) und Flucht in Deutschland zusammen gestellt – von aktuellen Zahlen über das Asylverfahren und die verschiedenen Schutzarten bis hin zur Integration in (Aus-) Bildung, Hochschulen und Arbeitsmarkt. Download der Broschüre...

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat eine kompakte und im Dezember 2016 aktualisierte Broschüre mit Infos, Zahlen und Fakten rund um das Thema Asyl(-politik) und Flucht in Deutschland zusammen gestellt – von aktuellen Zahlen über das Asylverfahren und die verschiedenen Schutzarten bis hin zur Integration in (Aus-) Bildung, Hochschulen und Arbeitsmarkt.

Download der Broschüre
20.01.2017

Caritas-Kampagne 2017: Zusammen sind wir Heimat

Das gelingende Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern ist Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen sind wir Heimat.“, die am 11. Januar in Berlin vorgestellt wurde. Angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, sind Einheimische und Zuwanderer gleichermaßen gefordert ihren Beitrag...
Das gelingende Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern ist Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen sind wir Heimat.“, die am 11. Januar in Berlin vorgestellt wurde. Angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, sind Einheimische und Zuwanderer gleichermaßen gefordert ihren Beitrag zu leisten für ein gelingendes Miteinander.

„Wir leben in einer offenen Gesellschaft der Vielfalt, die für viele Menschen auch eine Herausforderung darstellt. Zusammenleben in Vielfalt muss eingeübt werden. Dazu gehört auch, sich mit Unterschieden in der Weltanschauung und der Lebensführung zu beschäftigen und Differenzen und Konflikte auf der Basis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung auszutragen“, betont Caritas-Präsident Peter Neher.
Die Flüchtlingsthematik habe zu einer starken gesellschaftlichen Polarisierung geführt. Neher warnt vor dem Erstarken des Rechtspopulismus in Deutschland. „Damit geht teilweise eine Verrohung der Sprache einher, die mit einem besorgniserregenden Anstieg der Gewaltbereitschaft zusammenkommt.“ In Demokratien gebe es aber keine andere Möglichkeit, als Fakten zu präsentieren und zu diskutieren. Zu einer Versachlichung der Debatte gehöre auch, die in der Gesellschaft vorhandenen Sorgen und Ängste aufzunehmen und sich damit argumentativ auseinanderzusetzen. Es sei Aufgabe von Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft, die anstehenden Debatten zur Integration der Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen, ernsthaft und sachlich zu führen.

„Heimat wird nicht geschützt oder bewahrt, indem man Grenzen zieht“, macht Neher deutlich. So dürfe der Begriff der Heimat auch nicht rechten Gruppen überlassen werden. Heimat, das seien die Menschen, die einander begegnen. „Heimat entsteht, lebt und kann wachsen, indem wir unsere Sprache, unsere Kultur, unser Land teilen“, so Neher. Dies wolle die Caritas-Kampagne deutlich machen, die auch zum Dialog einlade.
Unter www.zusammen-heimat.de finden sich viele Informationen, sozialpolitische Positionen und der Heimatfilm. Sie können hier auch mehr über die Menschen erfahren, die auf den Plakaten abgebildet sind und beim Heimat-Quiz testen, wie gut Sie Deutschland kennen.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e.V. vom 11.1.2017
 
20.01.2017

Stiftung Lesen: Geschenkaktion am Welttag des Buches am 23. April 2017

Zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April 2017 bekommen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie aus Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ein Buch geschenkt. „Das geheimnisvolle Spukhaus“ von Henriette Wich ist die 21. Ausgabe der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ und mit einer Erstauflage von 1,...
Zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April 2017 bekommen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie aus Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ein Buch geschenkt. „Das geheimnisvolle Spukhaus“ von Henriette Wich ist die 21. Ausgabe der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ und mit einer Erstauflage von 1,2 Millionen Exemplaren die höchste auf dem deutschen Kinder- und Jugendbuchmarkt. Die Kinder erhalten den Roman vom 23. April bis 13. Mai 2017 gegen Vorlage eines Gutscheins im örtlichen Buchhandel. Bis zum 31. Januar 2017 können Lehrkräfte unter www.welttag-des-buches.de kostenfrei die Buchgutscheine für ihre Klassen bestellen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin übernimmt gemeinsam mit den Kultusministerien der übrigen Bundesländer die Schirmherrschaft der Initiative und finanziert bereits zum 11. Mal den Druck der Gutscheine im Landesgebiet.

„Ich schenk dir eine Geschichte“ ist eine gemeinsame Aktion von Stiftung Lesen, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Post, cbj Verlag und ZDF. Ziel der Kooperation ist es, Kinder mit spannenden Geschichten für das Lesen zu begeistern und ihre Lesekompetenz zu stärken. In „Das geheimnisvolle Spukhaus“ schickt Henriette Wich den elfjährigen Moritz, seine Cousine Stella und seinen Cousin Kamil auf eine packende Gespenster- und Schatzjagd. Der Romantext wird durch eine 32-seitige Graphic Novel des Illustrators Timo Grubing erweitert, die sich gut für den Einsatz in Integrations-, Förder- und Willkommensklassen eignet. Damit soll nicht-deutschsprachigen und Flüchtlingskindern Lesespaß vermittelt sowie ein Beitrag zur Integration geleistet werden.

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte von Autoren. In Deutschland erhalten seit 1996 jährlich Schülerinnen und Schüler der 4. und 5. Klassen ein Buch der Reihe „Ich schenk dir eine Geschichte“ in ihrer örtlichen Buchhandlung. Die bundesweite Kampagne dient der Leseförderung und Vermittlung von Lesefreude. Weitere Informationen unter www.welttag-des-buches.de

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 16.1.2017
 
20.01.2017

Motto zum Weltspieltag 2017: „Spiel! Platz ist überall!“

„Spiel! Platz ist überall!“ ist das Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2017. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, zu spielen und sich möglichst im gesamten Stadtraum frei bewegen zu können. Darauf will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht ...
„Spiel! Platz ist überall!“ ist das Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2017. Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, zu spielen und sich möglichst im gesamten Stadtraum frei bewegen zu können. Darauf will das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ aufmerksam machen. Kommunen, Initiativen, Vereine und Bildungseinrichtungen sind aufgerufen, mit einer Aufmerksamkeit erregenden Aktion am Weltspieltag 2017 teilzunehmen.

„Die Bedingungen für Kinder in der Stadt werden zunehmend schlechter. Kommunale Spielplätze werden teilweise oder vollständig rückgebaut, informelle Spielorte wie Brachflächen werden der Nachverdichtung und dem Straßenausbau geopfert. Auch wenn die Lage in Ballungsgebieten angespannt ist, muss die Stadtplanung kinderfreundlich bleiben. Nicht zu reparierende Schäden in der Stadtplanung gehen oftmals zu Lasten von Kindern und Jugendlichen, für die Freiflächen und Spielmöglichkeiten wichtig sind und nicht verloren gehen dürfen. Der Ausgleich neu bebauter Flächen durch normierte Spielplätze hilft nur wenig. Auch die Stadtplanung hat sich laut UN-Kinderrechtskonvention am Vorrang des Kindeswohls zu orientieren. Es ist an der Zeit, dass sich die Kinder und Jugendlichen den gesamten Stadtraum spielerisch zurückzuerobern. Der zehnte Weltspieltag in 2017 bietet hierfür die beste Gelegenheit“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Der Weltspieltag 2017 wird deutschlandweit zum zehnten Mal ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten, öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige, beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion durchzuführen. Die Partner der im letzten Jahr mehr als 300 Aktionen sind vor Ort für die Durchführung ihrer Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Weltspieltag zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 10.1.2017
 
14.01.2017

"Tarifdialog Kita" hat begonnen

Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden und freien Trägern trafen sich Mittwoch auf Einladung des Bildungsministeriums zum ersten „Tarifdialog Kita“. Staatssekretärin Gabi Ohler leitete die Runde mit dem Ziel, eine erste Verständigung über Wege zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Thüringer Kindertagesstätten zu erreichen.  Mit Blick auf den perspektivischen Fachkräftemangel waren sich alle Bet...
Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden und freien Trägern trafen sich Mittwoch auf Einladung des Bildungsministeriums zum ersten „Tarifdialog Kita“.
Staatssekretärin Gabi Ohler leitete die Runde mit dem Ziel, eine erste Verständigung über Wege zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in Thüringer Kindertagesstätten zu erreichen. 
Mit Blick auf den perspektivischen Fachkräftemangel waren sich alle Beteiligten einig, dass die Angleichung der Bezahlung über Tarifabschlüsse nur ein Faktor in einem Bündel von Maßnahmen sein kann. Zudem müsse über weitere Rahmenbedingungen wie den Betreuungsschlüssel, die Arbeitsbedingungen und die Ausstattung der Kitas diskutiert werden.
„Das Treffen war ein wichtiger Auftakt. Es fand in guter Atmosphäre und konstruktivem Austausch statt. Angesichts der absehbaren Herausforderungen für alle Bundesländer, gilt es auch noch einmal zu prüfen, ob nicht der Bund stärker in die Pflicht genommen werden kann. Dies haben wir uns als Hausaufgabe mitgenommen“, fasst Ohler zusammen. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einigten sich darauf, das Gesprächsformat fortzusetzen. In einem nächsten Treffen soll der Fahrplan für weitere Gesprächsrunden festgelegt werden.

Zum Hintergrund:
Mit dem „Tarifdialog Kita“ will das Bildungsministerium die Diskussion um ein wichtiges Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag einleiten. Dort heißt es: „Wir werden mit den Sozialpartnern Wege beraten und unterstützen, welche guten und tarifvertraglich geregelten Arbeitsbedingungen (Grundlage ist der TVöD) flächendeckend zur Geltung verhelfen.“ Ziel muss es sein, Erzieherinnen und Erzieher für ihre gute Arbeit auch entsprechend zu entlohnen. Insbesondere im Hinblick auf die Sicherung des Fachkräftebedarfs sieht das Bildungsministerium seine Aufgabe darin, die Debatte anzustoßen und zu begleiten.

Quelle: Bildungsklick.de
11.01.2017

Ganztagsschulen in Deutschland

Die Kultusministerkonferenz hat Statistiken zur Verteilung der Allgemeinbildenden Ganztagsschulen in den Ländern herausgegeben: .
Die Kultusministerkonferenz hat Statistiken zur Verteilung der Allgemeinbildenden Ganztagsschulen in den Ländern herausgegeben: .
10.01.2017

Gute Ansätze und Herausforderungen im Zugang zur Kindertagesbetreuung

Neue Broschüre des Familienministeriums Wie kann es gelingen, Kindern gleiche Chancen durch frühe Bildung zu ermöglichen? Welche Bedeutung hat ein bedarfsgerechtes Angebot an qualitativ hochwertiger Kindertagesbetreuung in diesem Zusammenhang? Und wie kann die Teilhabe an Kindertagesbetreuung verbessert werden? Zu diesen Themen hat das Bundesminis...
Neue Broschüre des Familienministeriums

Wie kann es gelingen, Kindern gleiche Chancen durch frühe Bildung zu ermöglichen? Welche Bedeutung hat ein bedarfsgerechtes Angebot an qualitativ hochwertiger Kindertagesbetreuung in diesem Zusammenhang? Und wie kann die Teilhabe an Kindertagesbetreuung verbessert werden? Zu diesen Themen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Broschüre „Gleiche Chancen durch frühe Bildung“ herausgegeben. Sie thematisiert Hürden im Zugang zur Kindertagesbetreuung sowie Ansätze zu deren Überwindung, um die Teilhabechancen aller Kinder zu verbessern.

Zum Download der Broschüre
10.01.2017

Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Start des Interessenbekundungsverfahrens Um Kindern und Familien den Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung zu erleichtern, startet das Bundesfamilienministerium das neue Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“. Damit sollen ab Frühjahr 2017 Angebote gefördert werden, die den Einstieg in das System der...
Start des Interessenbekundungsverfahrens

Um Kindern und Familien den Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung zu erleichtern, startet das Bundesfamilienministerium das neue Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“. Damit sollen ab Frühjahr 2017 Angebote gefördert werden, die den Einstieg in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung vorbereiten, begleiten und Zugangshürden abbauen. Örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe können noch bis zum 17. Februar ihr Interesse an einer Teilnahme am Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ bekunden (keine Ausschlussfrist).

Mit Hilfe von gezielten Angeboten soll Eltern und Kindern, die bisher nicht oder nur unzureichend von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht werden, der Einstieg in Angebote der Kindertagesbetreuung erleichtert werden. Der Förderzeitraum erstreckt sich vom Frühjahr 2017 bis Ende 2020. Mit der Förderung in Höhe von bis zu 150.000 Euro im Jahr können konkrete niedrigschwellige Angebote für Kinder und Familien gefördert werden.

Die Antragstellung erfolgt durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Diese durchlaufen ein zweistufiges Verfahren in Form eines Interessenbekundungsverfahrens (Stufe 1) und eines anschließenden Antragsverfahrens (Stufe 2).

Das Interessenbekundungsverfahren erfolgt in der Zeit vom 2. Januar 2017 bis zum 17. Februar 2017. Der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe bekundet sein Interesse an der Teilnahme am Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ über ein elektronisch und postalisch eingereichtes Formular.

Weitere Infos und Formular-Download hier
09.01.2017

Starke Netzwerke: Elternbegleitung für geflüchtete Familien

Interressenbekundungsverfahren startet jetzt Dass die vielen geflüchteten Familien mit Klein- und Schulkindern gut in Deutschland ankommen und sich integrieren, ist eine wichtige familienpolitische Aufgabe. Das stellt auch die Fachkräfte in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung vor viele neue Herausforderungen, denn neu zugewa...
Interressenbekundungsverfahren startet jetzt

Dass die vielen geflüchteten Familien mit Klein- und Schulkindern gut in Deutschland ankommen und sich integrieren, ist eine wichtige familienpolitische Aufgabe. Das stellt auch die Fachkräfte in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung vor viele neue Herausforderungen, denn neu zugewanderte Familien benötigen besondere Betreuung. Der Arbeit von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Ihre Arbeit soll stärker gefördert werden – weshalb das BMFSFJ ab Frühjahr 2017 das neue Programm mit jährlichen Programmitteln in Höhe von 3 Mio € auflegt.

„Ich möchte geflüchtete Familien darin unterstützen, ihren Kindern einen schnellen Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Denn Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und nachhaltige gesellschaftliche Integration. Das kann gelingen, wenn zugewanderte Familien von Anfang an über alle Möglichkeiten informiert und auf diesem Weg begleitet werden“, erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Diese Aufgabe übernehmen viele der bereits 7.000 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter in unserem Land. Durch ihre Arbeit und ihre Beratung geben sie zugewanderten Familien die nötige Orientierung im Alltag.“

Mit dem Modellprogramm sollen die Angebote der Elternbegleitung ausgeweitet und gut mit anderen Unterstützungsangeboten in der Kommune verknüpft werden.

Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind früh- und sozialpädagogische Fachkräfte der Familienbildung, die an Kitas, Familienzentren und Familienbildungseinrichtungen aktiv sind. Sie beraten und begleiten Eltern von Kleinkindern bis hin zum Grundschulalter in Bildungs- und Entwicklungsfragen. Sie erklären den Eltern zum Beispiel, warum das Kind eine Kita besuchen sollte, helfen bei der Auswahl der Kita und der Anmeldung und beraten die Eltern, wie sie ihr Kind beim Lernen und bei der Integration unterstützen können.

Rund 7.000 Fachkräfte der Familienbildung wurden im Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ und seit Herbst 2015 im ESF-Bundesprogramm „Elternchance II - Familien früh für Bildung gewinnen“ bundesweit qualifiziert.

Für das neue Modellprogramm können sich freie oder öffentliche Träger bewerben, die in der flüchtlingsbezogenen Elternbegleitung in Einrichtungen der Kinder- Jugend- und Familienhilfe und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Das Bundesprogramm soll nach Auswahl der Projektträger im April 2017 starten und bis Dezember 2020 laufen.

Interessenten können sich ab sofort hier informieren und um eine Teilnahme bewerben:
www.elternchance.de

Quelle: Presseinfo BMFSFJ
 
28.12.2016

2016 "Jahr der verpassten Chancen" bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland

Das Jahr 2016 ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein "Jahr der verpassten Chancen" bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Die Bundesregierung hat es verpasst, in den großen Reformprozessen dieses Jahres einen deutlichen Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit für Kinder zu machen. Das gilt auch für die notw...
Das Jahr 2016 ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes ein "Jahr der verpassten Chancen" bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Die Bundesregierung hat es verpasst, in den großen Reformprozessen dieses Jahres einen deutlichen Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit für Kinder zu machen.
Das gilt auch für die notwendige Reform der Familienförderung insgesamt, um die soziale Gerechtigkeit in Deutschland zu steigern. "Trotz verschwindend geringer Lichtblicke herrscht in Deutschland bei der Bekämpfung der Kinderarmut weitgehend Stillstand. Eine Hartz-IV-Nullrunde für Kinder bis zu sechs Jahren, nur fünf Euro mehr für Jugendliche im Hartz-IV-Bezug, eine weitere Nullrunde beim Schulbedarfspaket, lediglich zwei Euro mehr Kindergeld: Die finanziellen Spielräume angesichts sprudelnder Steuereinnahmen werden nicht zugunsten armer Kinder und Jugendlicher genutzt. Auch im Bildungsbereich, das belegt die neue PISA-Studie eindrücklich, gibt es leider nichts Neues: Trotz steigender Bildungsausgaben hängt der Bildungserfolg immer noch stark von der sozialen Herkunft ab. Hier vermissen wir an vielen Stellen den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen. Das gilt auch für die Gesundheitsversorgung. Denn Kinderarmut und gesundheitliche Risikofaktoren gehen Hand in Hand. Trotz der prinzipiell kostenlosen Gesundheitsversorgung für Kinder und der kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen werden insbesondere Mädchen und Jungen aus finanziell benachteiligten Verhältnissen von diesen Angeboten immer noch nicht erreicht. Auch hier besteht dringender Reformbedarf. Kinderarmut lässt sich nicht mit politischen Kleckereien bekämpfen. Kinderarmut ist nur durch grundsätzliche Reformen zu überwinden, die auch spürbar bei den Betroffenen ankommen", betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.
"Diese insgesamt schlechte Bilanz überdeckt die wenigen Lichtblicke fast vollständig. Die Hartz-IV-Regelsatzerhöhung für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren um 21 Euro begrüßen wir sehr, ebenso die Erhöhung des Kinderzuschlags zum Jahreswechsel um 10 Euro. Aber das ist für wirkliche gesellschaftliche Teilhabe, so wie sie das Bundesverfassungsgericht in seinem Hartz-IV-Urteil im Jahre 2010 gefordert hat, viel zu wenig. Besonders enttäuscht sind wir, dass das Gesetzgebungsverfahrungen zur Ausweitung des Unterhaltsvorschusses in diesem Jahr nicht mehr abgeschlossen wurde. Jetzt muss ein Weg gefunden werden, dass die Reform rückwirkend zum 01. Januar 2017 in Kraft tritt. Denn der Unterhaltsvorschuss kann, wie zahlreiche Studien zeigen, für Kinder von Alleinerziehenden ein wirksamer Schutz vor Armut sein", so Krüger weiter.
Zur Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für ein ressortübergreifendes Bundesweites Programm aus. Ein solches Programm sollte bei der Beschäftigungspolitik ansetzen, damit Eltern durch eigene Erwerbstätigkeit sich und ihren Kindern eine ausreichende finanzielle Lebensgrundlage bieten können. Bund, Länder und Kommunen müssen zudem gemeinsam dafür sorgen, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche so ausgestattet werden, dass sie deren Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten adäquat fördern können. Ein gesundes Aufwachsen sollte für alle Kinder, unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern, ebenso eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Bildung stärken wir die Kinder als Subjekte und ermöglichen es ihnen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht in Resignation zu versinken. Bildung beginnt dabei nicht erst in der Schule. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung ein wesentlicher Fokus liegen. Neben einem Ganztagsangebot und flexiblen Öffnungszeiten, die insbesondere für Alleinerziehende von zentraler Bedeutung sind, brauchen wir für die Sicherung der Rechte von Kindern eine qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung sowie ein Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, das auch den gestiegenen Anforderungen und Erwartungen an das Fachpersonal Rechnung trägt. Nicht zuletzt gilt es der fortschreitenden Segregation von armen und reichen Familien entgegenzuwirken. Wir verstärken die vorhandenen Probleme wenn wir zulassen, dass arme Familien in manchen Stadteilen unter sich sind. Deutschland darf bei der sozialen Gerechtigkeit nicht im Mittelmaß stecken bleiben.

Quelle: Bildungsklick.de
16.12.2016

Lesetipps zur Advents- und Weihnachtszeit der Stiftung Lesen

Um das Warten auf Heiligabend zu verkürzen und die Vorlesefreude in den Familien zu wecken, hat die Stiftung Lesen weihnachtliche Lesetipps für Kinder im Kindergarten- sowie Vor- und Grundschulalter zusammengestellt. Die Auswahl umfasst Bücher für die Adventszeit, die sich zum Vorlesen und Selberlesen eignen, darunter Pappbilderbücher, Gedi...
Um das Warten auf Heiligabend zu verkürzen und die Vorlesefreude in den Familien zu wecken, hat die Stiftung Lesen weihnachtliche Lesetipps für Kinder im Kindergarten- sowie Vor- und Grundschulalter zusammengestellt. Die Auswahl umfasst Bücher für die Adventszeit, die sich zum Vorlesen und Selberlesen eignen, darunter Pappbilderbücher, Gedicht- und Liederbände, Abenteuergeschichten sowie Weihnachtskrimis. Einige Beispiele der empfohlenen Titel finden Sie nachfolgend, die gesamte Liste online unter: http://www.netzwerkvorlesen.de/download.php?type=documentpdf&id=1937

Kinder lieben es, wenn ihnen vorgelesen wird – nicht nur in der Weihnachtszeit. Zudem wünschen sie sich häufig, dass dies öfter geschieht. Die Ergebnisse unserer jährlichen Vorlesestudien geben ihnen recht: Kinder, denen in ihrer frühen Kindheit vorgelesen wurde, entwickeln einen positiven Bezug zum Lesen. Sie greifen später mit mehr Freude zu Büchern, Zeitungen oder E-Books, lesen häufiger und intensiver und haben bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg. Allerdings nimmt sich knapp ein Drittel der Eltern zu selten die Zeit, um mit ihren Kindern Geschichten zu entdecken. Die Stiftung Lesen empfiehlt daher, dass Vorlesen fester Bestandteil im Alltag eines jeden Kindes wird – 15 Minuten – jeden Tag.

Medien- und Leseempfehlungen zu den unterschiedlichsten Themen und Interessensgebieten gibt es auch auf www.stiftunglesen.de/leseempfehlungen.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 2.12.2016
 
14.12.2016

Bestmögliche Förderung von Anfang an

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) unterstützt ein neues Forschungsprojekt zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung. Bei der "Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung" (BRISE) erhalten Familien frühzeitig spezielle Förderangebote, deren Wirkung auf die Kinder wissenschaftlich untersucht wird. Insge...
Das Bundesbildungsministerium (BMBF) unterstützt ein neues Forschungsprojekt zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung. Bei der "Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung" (BRISE) erhalten Familien frühzeitig spezielle Förderangebote, deren Wirkung auf die Kinder wissenschaftlich untersucht wird. Insgesamt werden bei BRISE rund 1000 Familien vom Zeitpunkt der Geburt des Kindes bis zum Schuleintritt begleitet. Das BMBF stellt für das zunächst auf vier Jahre angelegte Forschungsprojekt 6,2 Millionen Euro bereit. BRISE arbeitet mit dem Stadtstaat Bremen sowie der Jacobs Foundation zusammen.

"Erkenntnisse aus der Bildungsforschung zeigen auch im internationalen Vergleich, wie wichtig frühe Förderung für eine gute Entwicklung ist. Im Projekt BRISE untersuchen Wissenschaftler erstmalig in Deutschland die langfristige Wirkung von Angeboten zur Förderung kognitiver, sozialer und emotionaler Kompetenzen von Kindern. Dies liefert eine wichtige Basis dafür, dass wir die Qualität der frühen Förderung verbessern und jedem Kind gerechte Chancen eröffnen können", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Zur Erforschung der Wirkung bauen Forscher an der Universität Bremen eine kindgerechte Umgebung auf. Hier spielen die Wissenschaftler in einer angenehmen Atmosphäre mit den Kindern, spielen ihnen Töne vor, schauen mit ihnen Filme oder Bilder an. Dabei nimmt eine Videokamera das Blickverhalten der Kinder auf. Dies ermöglicht, Rückschlüsse auf die motorischen und geistigen Fähigkeiten der Kinder zu ziehen. Das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel übernimmt die wissenschaftliche Koordination von BRISE.

Quelle: Presseinfo BMBF
08.12.2016

Deutsches Kinderhilfswerk: Nach PISA-Studie Bildungsgerechtigkeit in den Fokus nehmen

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Bildungspolitiker und Schulen, die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu nehmen. Aus Sicht des Verbandes sind die Ergebnisse der neuen PISA-Studie an vielen Stellen auf den ersten Blick erfreulich, zeigen aber gleichzeitig die weiterhin vorhandenen Schwachstellen in Bezug auf ...
Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Bildungspolitiker und Schulen, die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit zu nehmen. Aus Sicht des Verbandes sind die Ergebnisse der neuen PISA-Studie an vielen Stellen auf den ersten Blick erfreulich, zeigen aber gleichzeitig die weiterhin vorhandenen Schwachstellen in Bezug auf die Chancengerechtigkeit im Schulsystem auf. „Wenn PISA-Koordinator Andreas Schleicher feststellt, dass kein Bildungssystem langfristig erfolgreich sein kann, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen, sollten wir uns das nicht nur zu Herzen nehmen, sondern endlich handeln. Wir vermissen an vielen Stellen den politischen Willen, sich dem drängenden, strukturellen Problem der schlechten Bildungschancen der von Armut betroffenen Kinder in Deutschland anzunehmen. Das bittere Problem der Bildungsbenachteiligung ist skandalös und hängt Deutschland nun schon seit so vielen Jahren nach. Fortschritte sind zw ar erkennbar, reichen aber bei weitem nicht aus. Die Entwicklung bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund ist alarmierend. Auch hier brauchen wir dringend Lösungsansätze, damit diese Kinder nicht noch weiter abgehängt werden. Erfolgreiche PISA-Länder stellen nicht nur hohe Erwartungen an Schülerinnen und Schüler und konzentrieren sich auf guten Unterricht, sondern investieren ihre Ressourcen im Rahmen langfristiger und kohärenter Strategien vor allem in Kinder und Schulen mit schwierigen Rahmenbedingungen. Davon können wir lernen“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund und Ländern, um wirksame Konzepte gegen die zu große Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft auf den Weg zu bringen. Dafür müssen sowohl finanzielle Ressourcen mobilisiert, als auch Schule und Schulunterricht selbst verändert werden. Dazu zählt beispielsweise die Vermittlung von Kinderrechten, die in Schulen zu einem Leitgedanken gemacht werden sollten, und die ins Leitbild jeder Schule gehören. Dazu sollte aber auch mehr Wert auf die Persönlichkeitsbildung von Schülerinnen und Schülern gelegt werden, beispielsweise mittels Politik-, Ethik- oder Philosophieunterricht. Gut gemacht, kann der dazu beitragen, Benachteiligungen zu kompensieren. Wenn das Bundeskabinett am 7. Dezember das Kooperationsverbot lockern und so Finanzhilfen des Bundes an die Länder für Investitionen in Schulen möglich machen will, ist das zweifelsohne ein Schritt in die richtige Richtung, aber angesichts der enormen Aufgaben im Bildungsbereich zu halbherzig. Das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bereich der schulischen Bildung gehört komplett abgeschafft“, so Krüger weiter.

Zum Thema Bildungsgerechtigkeit hatte das Deutsche Kinderhilfswerk zu Beginn dieses Jahres den Kinderreport 2016 vorgestellt. Nach der dem Kinderreport zugrunde liegenden repräsentativen Befragung fordert eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland umfangreiche Reformen im Bildungssystem, um von Armut betroffenen Kindern mehr Bildungschancen zu bieten. 93 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass dafür ein einheitliches Bildungssystem ohne deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern „sehr wichtig“ oder „wichtig“ ist. Als weitere wichtige Maßnahmen werden die spezielle Förderung von benachteiligten Kindern in Kitas und Schulen (95 Prozent), mehr Erzieher und Lehrer (95 Prozent), aktuelleres und besseres Lehrmaterial (92 Prozent) sowie geringere Kostenbeiträge für Kita und Schule und Kostenfreistellungen für Lernmaterial, Tagesverpflegung und Teilnahme an Sport und Kultur (92 Prozent) bef&u uml;rwortet. Sehr verbreitet sind darüber hinaus Meinungen, dass auch eine bessere Qualifikation und Leistungsanerkennung von Erziehern und Lehrern (88 Prozent), die Stärkung sozialer Kompetenzen (88 Prozent) und die individuelle Förderung armer Kinder (85 Prozent) helfen könne. Hohe Zustimmungsraten erzielen zudem die Forderung nach mehr Ganztagsbetreuung (82 Prozent) und ein längeres gemeinsames Lernen von Kindern mit unterschiedlichen Leistungsniveaus (78 Prozent).

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 6.12.2016
 
05.12.2016

Leistungsstarke SchülerInnen sollen gefördert werden

Berlin (dpa) – Geht das deutsche Bildungssystem gut genug mit seinen Spitzenschülern um? Hochbegabt (IQ 130 plus x) ist gerade Mal jeder 50. Schüler. Bezogen auf die gut 720 000 Erstklässler dieses Jahres ist das beispielsweise lediglich eine niedrige fünfstellige Zahl. Als „leistungsstark“ gelten zwar mehr – aber sie all...
Berlin (dpa) – Geht das deutsche Bildungssystem gut genug mit seinen Spitzenschülern um? Hochbegabt (IQ 130 plus x) ist gerade Mal jeder 50. Schüler. Bezogen auf die gut 720 000 Erstklässler dieses Jahres ist das beispielsweise lediglich eine niedrige fünfstellige Zahl. Als „leistungsstark“ gelten zwar mehr – aber sie alle wollen auch gefördert werden. Dafür wird nun – nach vielen Absichtserklärungen – eine Menge Geld in die Hand genommen. 125 Millionen Euro für zehn Jahre wollen sich Bund und Länder ihre „Initiative zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler“ zu gleichen Teilen kosten lassen. Bundesbildungsministerin  Johanna Wanka (CDU) und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Bremens Senatorin Claudia Bogedan (SPD), haben die Grundzüge am 28. November in Berlin verkündet. 300 Schulen in ganz Deutschland sollen fünf Jahre lang Strategien testen, um die Spitzenschüler voranzubringen. Los geht es im Schuljahr 2017/18. Also wieder Pilotprojekte und punktuelle Förderung? Nein, sagt Bogedan. „Tatsächlich geht es uns darum, Modelle zu entwickeln, die nicht nur Leuchtturm-Charakter haben.“ Nach fünf Jahren wird ausgewertet – und die Erfolgsrezepte auf andere Schulen übertragen. Es geht nicht nur um Gymnasien, sondern um Grund- und weiterführende Schulen, Fokus auf die Klassen 1 bis 10.

Bildungsforscher: Wir versündigen uns an hochbegabten Kindern

„Elite“ – dieses Wort besitzt für viele im Zusammenhang mit Bildung einen negativen Beigeschmack. „Wir haben ein Problem – in Wort und Tat – mit der Eliteförderung. Damit tun wir uns sehr schwer“, bedauert der renommierte Bildungsforscher Professor Wilfried Bos. Er betreut an der Technischen Universität Dortmund die internationale TIMSS-Studie. Das zeitliche Zusammentreffen ist Zufall, passt aber in die bildungspolitische Landschaft. Denn die TIMSS-Tests hatten sowohl 2007 als auch 2011 nachgewiesen, dass es hierzulande im internationalen Vergleich kaum Spitzenschüler gibt: Fünf bis sieben Prozent im obersten Leistungsbereich. Echte Begabtenförderung sei leider bisher immer Ankündigung geblieben, sagt Bos. „Wir versündigen uns damit an diesen Kindern, wir schöpfen ihre Potenziale nicht aus.“ „Dass wir da zu wenig tun, hat sich im Laufe der Jahre gezeigt“, gesteht Wanka ein. Das spiele nicht zuletzt auch eine Rolle für die Wirtschaft: „Wir sind darauf angewiesen als Nation, dass wir über Innovation und Entdeckerfreude Wohlstand generieren.“ Und dazu solle sich das Denken in den Schulen ändern. Sie müssten dafür sorgen, dass die Förderung von Leistungsstärken möglich wird – und sollen dafür an „Struktur und Kultur“ arbeiten. Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter  Meidinger, sieht das gut dotierte Projekt als großen Fortschritt. „Man hat sich bisher, teilweise mit guten Gründen, auf die Gruppe der Leistungsschwächeren konzentriert“, sagt er. „Obwohl ja bereits alle Studien gezeigt hatten, dass Deutschland ein Problem in der unteren Kompetenzstufe hat, aber eben auch in den höheren Stufen.“

Philologenverband: Nicht auf Eliteschulen konzentrieren

Der geplante Förderbetrag von 125 Millionen – „das ist schon etwas“, lobt Meidinger. Der Fokus liegt auf den Hauptfächern: Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften, Fremdsprachen. Meidinger plädiert dafür, auch Musik, Kunst, Sport und Gesellschaftswissenschaften in die Begabtenförderung einzubeziehen. Der Chef der Bildungsgewerkschaft warnt zudem davor, sich auf reine Hochbegabtenklassen und Eliteschulen zu konzentrieren. „Deren Effekt wird überschätzt.“ Meidinger verweist auf die Langzeitstudie PULSS (Projekt für die Untersuchung des Lernens in der Sekundarstufe), die den Wert einer isolierten Hochbegabtenförderung kürzlich relativiert hatte. Die SPD-Kultusminister um Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe fühlten sich dadurch in ihrem integrativen Ansatz bestätigt. „Begabtenförderung muss zur Regelaufgabe in jeder Schule und in jeder einzelnen Klasse werden“, sagte Rabe der dpa. Gesonderte Klassen „bergen die Gefahr, dass die Begabtenförderung in den Regelklassen unterbleibt“. Unionsgeführte Kultusministerien sehen das teilweise anders. Ohnehin wähnen sich CDU und CSU als die eigentlichen Entdecker und Verfechter von Eliteförderung an den Schulen. „Aus Sicht der unionsgeführten Länder ist Begabtenförderung sozial gerecht“, sagt Bayerns langjähriger CSUBildungsminister Ludwig Spaenle. Wie das Zehn-Jahres-Projekt konkret umgesetzt wird, liegt zum großen Teil in der Hand der einzelnen Bundesländer. „Ich bin für Methodenvielfalt“, gibt sich die Bundesbildungsministerin diplomatisch.
Werner Herpell und Kim Alexander Zickenheiner (beide Berlin)

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05.12.2016

Analphabetismus in Deutschland

Berlin (dpa) – Rund 7,5 Millionen Menschen können hierzulande nicht richtig schreiben und lesen. Als „funktionale Analphabeten“ kommen sie mit Buchstaben, Wörtern und einfachen Sätzen nur sehr begrenzt zurecht, haben Mühe, zusammenhängende Texte zu lesen und zu verstehen. Analphabetismus im engeren Sinne betrifft nach einer Studie 2,3 Millionen Erwerbsfähige. Sie können nur einzelne Wörter lesen und schreiben, nicht aber ganze Sätze....
Berlin (dpa) – Rund 7,5 Millionen Menschen können hierzulande nicht richtig schreiben und lesen. Als „funktionale Analphabeten“ kommen sie mit Buchstaben, Wörtern und einfachen Sätzen nur sehr begrenzt zurecht, haben Mühe, zusammenhängende Texte zu lesen und zu verstehen. Analphabetismus im engeren Sinne betrifft nach einer Studie 2,3 Millionen Erwerbsfähige. Sie können nur einzelne Wörter lesen und schreiben, nicht aber ganze Sätze. Etwa 300 000 Mitbürger können nicht mal ihren Namen korrekt schreiben. Bund und Länder wollen diesen Menschen in einer „Dekade für Alphabetisierung“ helfen.

Was soll in den nächsten Jahren für die Betroffenen getan werden? Weil „funktionale“ und erst recht „echte“ Analphabeten es nicht nur in ihrem privaten Alltag schwer haben sondern auch im Beruf, besteht in einer Wissensgesellschaft Handlungsdruck – niemand kann und soll zurückgelassen werden. Dafür rufen die bildungspolitischen Spitzenleute der Republik die „Dekade der Alphabetisierung“ aus. Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan (SPD), wollen sich für bessere Vernetzung, bessere Forschung und bessere Methoden einsetzen – und für bessere Förderung: Allein der Bund will in der Dekade 180 Millionen Euro investieren. „Ein Erfolg wird nur möglich sein, wenn wir gemeinsam agieren und an einem Strang ziehen“, sagt Bogedan.

Woher stammt die hohe Zahl von 7,5 Millionen „funktionalen  Analphabeten“? Aus der als seriös geltenden „leo.-Level-One-Studie“ der Uni Hamburg von 2011. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass es bundesweit wohl doppelt so viele Menschen mit erheblichen Lese- und Schreibproblemen gibt wie zuvor angenommen – eine erschreckende Zahl, sagt Wanka. Obwohl meistens zur Schule gegangen, kann jeder siebte Erwachsene bis 64 Jahre wegen stark begrenzter Lese- und Schreibfähigkeiten nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Knapp 60 Prozent von ihnen sind erwerbstätig. Der größte Anteil findet sich unter Hilfskräften in Bau, Gastronomie und Büros, Transport- und Frachtarbeitern sowie Hausmeistern. Eine Nachfolgestudie soll die weitere Entwicklung bis 2018 beleuchten.   

Wie kommt es, dass Menschen trotz Schulbildung betroffen sind? Kinderbuchautor Tim-Thilo Fellmer („Fuffi der Wusel“) engagiert sich als ehemaliger Betroffener seit Jahren. Nach seiner Einschätzung gibt es dafür viele Gründe. Meist liege es an äußeren Umständen – „prekäre häusliche Verhältnisse, ein bildungsfernes Elternhaus, auch Probleme mit dem Schulsystem, der Methodik, dem Lehrer“. Schreib- und Leseschwächen würden „im Schulsystem durchaus erkannt“, meint der Schriftsteller. „Aber man wird als Betroffener irgendwann nur noch weitergereicht. Es handelt sich um eine Überforderung auf beiden Seiten – auch bei den Lehrern, die oft in einer schwierigen Situation sind mit dem Unterricht vor zu großen Klassenverbänden.“ Doch Ursachen und Entwicklung von Analphabetismus sind noch nicht gründlich genug erforscht, wie Bogedan betont.
Ein Kinderbuchautor als Aushängeschild der Alphabetisierungskampagne – was empfiehlt er Politikern und Betroffenen? Tim-Thilo Fellmer hofft auf „mehr Dynamik für das Thema“. Er verweist auf inzwischen elf Selbsthilfegruppen für Alphabetisierung in Deutschland. „Da würde ich mir wünschen, dass es von Politik und Wirtschaft noch mehr Unterstützung gibt. Wir wären bei diesem Thema noch lange nicht so weit, wenn es nicht so viele mutige, engagierte ehemalige Betroffene gäbe.“ Ein Schlüssel für frühe Kontakte zum gelesenen und geschriebenen Wort sei das Vorlesen. „Ich erlebe es ja selbst immer wieder, wenn ich in einer Schulaula vor hunderten Kindern lese“, sagt der Autor. „Die kann man eine bis eineinhalb Stunden lang ohne Probleme an einen Text fesseln.

Aber wie erreicht man die erwachsenen Betroffenen? Bei einem solchen Tabu wollen viele ihr Problem geheim halten. Und: Niemand kann einen Erwachsenen zwingen, sich weiterzubilden. Es braucht also Fingerspitzengefühl. Die Alphabetisierung soll nach dem Willen der Politik in der Öffentlichkeit zu einem Top-Bildungsthema werden. Vereine, Verbände und vor allem Arbeitgeber sollen gezielt auf Menschen zugehen. Überhaupt: Bildungsangebote werden besser angenommen, wenn sie einen konkreten Nutzen im Alltag haben, wie Wanka sagt – daher sollen mehr Kursinhalte speziell auf Jobs zugeschnitten werden oder Alltagsthemen wie Geld, Gesundheit und Ernährung angehen. Mit Apps, digitalen Kursen und Online-Material soll die Schwelle niedrig gehalten werden. Es gibt viele Ansatzpunkte: „Eng und beharrlich“ wollen die Akteure daher zusammenarbeiten.   
    
Hat der bisherige „Welttag der Alphabetisierung“ nichts bewirkt? Es ist wie bei so vielen „Welttagen“ und Gedenktagen – konkrete Hilfe ist damit noch nicht verbunden. Jahr für Jahr am 8. September erinnert die UN-Kulturinstitution Unesco an ein globales Problem: Lesen und Schreiben zu erlernen sei in vielen Regionen der Welt „immer noch ein Privileg“. Der Unesco-Weltbildungsbericht 2015 zeigt: Etwa 781 Millionen Menschen weltweit sind Analphabeten, fast zwei Drittel davon Frauen. Der größte Anteil der Analphabeten (557 Millionen) verteilt sich auf nur zehn Länder. Allein in Indien leben 37 Prozent der weltweiten Analphabeten.
Werner Herpell und Kim Alexander Zickenheiner (Berlin)

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03.12.2016

25 Jahre Klasse2000: Gesundheitsprogramm erreicht über 1,3 Millionen Grundschulkinder

1991 wurde Klasse2000, ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung in der Grundschule, am Klinikum Nürnberg entwickelt. „Erfinder“ war der Lungenspezialist Univ.-Doz. Dr. med. Pál Bölcskei, der Kinder frühzeitig für einen gesunden Lebensstil begeistern wollte. Das Programm startete mit 23...
1991 wurde Klasse2000, ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung in der Grundschule, am Klinikum Nürnberg entwickelt. „Erfinder“ war der Lungenspezialist Univ.-Doz. Dr. med. Pál Bölcskei, der Kinder frühzeitig für einen gesunden Lebensstil begeistern wollte. Das Programm startete mit 234 Klassen und 6.000 Kindern aus Bayern. Bis heute hat es über 1,3 Millionen Kinder in ganz Deutschland erreicht und ist damit das am weitesten verbreitete Gesundheitsprogramm für Grund- und Förderschulen. Zu den Unterstützern zählen neben den Deutschen Lions Clubs auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Arzt, Komiker und Fernsehmoderator Dr. Eckart von Hirschhausen.

Die wichtigsten Unterstützer von Klasse2000 sind die deutschen Lions Clubs, die sich seit den Anfängen für seine Verbreitung und Finanzierung einsetzen. Willi Burger, Klasse2000-Beauftragter des Governorrats der Deutschen Lions, sieht die langjährige Verbundenheit der beiden Organisationen als Erfolgsgeheimnis: „Klasse2000 ist ein wichtiger Teil der Lions Jugendprogramme, mit denen wir dazu beitragen möchten, dass Kinder und Jugendliche ihr Leben ohne Sucht und Gewalt meistern. In 25 Jahren haben viele Akteure es gemeinsam erreicht, dass sich über 14 Prozent aller Grundschulklassen in Deutschland an Klasse2000 beteiligen. In einer solchen Größenordnung kann Prävention eine tatsächliche gesellschaftliche Wirkung entfalten, und das ist sowohl für Lions als auch für Klasse2000 ein großer Erfolg.“

Auf Initiative der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, erhält Klasse2000 seit letztem Jahr auch Mittel aus dem Bundeshaushalt: „Das Projekt Klasse 2000 bietet bereits seit 25 Jahren Kindern im Grundschulalter wertvolle, effektive Hilfe und Unterstützung. Ziel ist es, Kindern dabei zu helfen, ein selbstbestimmtes, gesundes und drogenfreies Leben zu führen, zu einer starken Persönlichkeit heranzuwachsen und ganz klar „Nein“ zu Drogen zu sagen. Somit begrüße ich es als Drogenbeauftragte der Bundesregierung ausdrücklich, dass dieses Engagement seit dem letzten Jahr auch finanzielle Mittel des Bundes zur Verfügung bekommen hat. Dafür habe ich mich intensiv eingesetzt. Außerdem bin ich selbst aus Überzeugung Patin zweier Klassen aus meiner Heimatregion. Es macht mir große Freude, diese Kinder dabei zu unterstützen, gesund und stark aufzuwachsen. Ich hoffe, dass noch viele weitere Grun d- und Förderschulen an diesem bewährten Programm teilnehmen.“

Dr. Eckart von Hirschhausen engagiert sich seit 2011 als ehrenamtlicher Klasse2000-Botschafter: „Ich liebe Klasse2000 aus mehreren Gründen. Es ist ganz nah dran am echten Leben, es vermittelt den Schülern Lebenskompetenzen, und es zielt nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die seelische Gesundheit. Und vor allen Dingen ist es eines der wenigen Programme in ganz Deutschland, die einen Wirksamkeitsbeweis angetreten haben. Es gibt unheimlich viele Projekte, die kommen und gehen, und 25 Jahre in diesem Markt unterwegs zu sein, ist schon eine unglaubliche Leistung, noch dazu mit dem Stempel „Wirksamkeit“. Glückwunsch dazu!“

Das Programm begleitet die Kinder von Klasse eins bis vier und behandelt die großen Themen der Gesundheitsförderung: von Ernährung, Bewegung und Entspannung über Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktlösung bis zum Nein-Sagen zu Alkohol und Zigaretten. Klasse2000 wird laufend aktualisiert und weiterentwickelt, seine Wirksamkeit – sowohl auf den Alkohol- und Zigarettenkonsum im Jugendalter als auch auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten im Grundschulalter – ist wissenschaftlich belegt.
www.klasse2000.de

Quelle: Pressemitteilung des Vereins Programm Klasse 2000 vom 23.11.2016
 
30.11.2016

„Grundschule droht wegzubrechen"

In einer ersten Stellungnahme hat sich Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), wie folgt zu den Ergebnissen der aktuellen Grundschul-TIMS-Studie geäußert: „Die mittelmäßigen Ergebnisse überraschen mich keineswegs, man darf sich damit aber nicht zufrieden geben. Schließlich wurden die Grundschulen in einigen deutschen Ländern in den letzten Jahrzehnten zu einer Spielweise falscher Reformen. Die Folgen sind nun vor allem in ein...
In einer ersten Stellungnahme hat sich Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), wie folgt zu den Ergebnissen der aktuellen Grundschul-TIMS-Studie geäußert:

„Die mittelmäßigen Ergebnisse überraschen mich keineswegs, man darf sich damit aber nicht zufrieden geben. Schließlich wurden die Grundschulen in einigen deutschen Ländern in den letzten Jahrzehnten zu einer Spielweise falscher Reformen. Die Folgen sind nun vor allem in einigen deutschen Ländern spürbar: Die Zahl der Unterrichtsstunden wurde gekürzt, die Ansprüche wurden abgesenkt, der Grundwortschatz wurde reduziert, das Schreiben nach Gehör wurde eingeführt, zulasten der Kernfächer Deutsch und Mathematik wurde mit zweifelhaftem Erfolg ein Grundschul-Englisch etabliert.

Sehr bedauerlich ist, dass die aktuelle Studie aufgrund der relativ schmalen Stichprobe nicht nach Bundesländern ausdifferenziert werden kann. Sonst hätte sich mit Gewissheit ein erhebliches innerdeutsches Gefälle herausgestellt. Allein die Zahl der Unterrichtsstunden, die Grundschüler genießen, ist in hohem Maße unterschiedlich. Ein Grundschüler in Bayern hat in vier Jahren etwas mehr als 4.100 Stunden Unterricht, ein Grundschüler in Berlin oder Brandenburg nur rund 3.700, ein Schüler in NRW 3.900. Die Differenz entspricht einem halben bzw. einem viertel Schuljahr.

Leidtragende sind nicht nur die Schüler, sondern auch die weiterführenden Schulen, die vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik in ihren Eingangsklassen oft nicht mehr das voraussetzen können, was sie vor 25 Jahren voraussetzen konnten.

Es wird Zeit, dass man unseren Grundschülern wieder etwas mehr zumutet, weil man ihnen mehr zutrauen kann. Die Grundschule muss statt auf Erlebnisorientierung wieder mehr auf Ergebnisorientierung setzen.“

Quelle: Presseinfo Deutscher Lehrerverband
 
15.11.2016

Gewalt gegen Lehrer

Eine repräsentative Umfrage bei Lehrkräften aller Schularten ergab: 23 Prozent der insgesamt 1950 befragten Lehrer waren an ihrer Schule selbst Opfer psychischer Gewalt durch Schüler, Eltern oder Kollegen Sechs Prozent berichten sogar von körperlichen Angriffen. Von psychischer Gewalt wurde am häufigsten an Förder- und Sonderschulen sowie an Hauptschulen berichtet, von körperlichen Übergriffen an Förder- und Sonderschulen sowie an Grundschule...
Eine repräsentative Umfrage bei Lehrkräften aller Schularten ergab:

23 Prozent der insgesamt 1950 befragten Lehrer waren an ihrer Schule selbst Opfer psychischer Gewalt durch Schüler, Eltern oder Kollegen

Sechs Prozent berichten sogar von körperlichen Angriffen.

Von psychischer Gewalt wurde am häufigsten an Förder- und Sonderschulen sowie an Hauptschulen berichtet, von körperlichen Übergriffen an Förder- und Sonderschulen sowie an Grundschulen.

Den Artikel in der Süddeutschen von heute lesen Sie hier.
 
11.11.2016

Kindersicherheit: Einsatz Digitaler Medien zum Umgang mit Haushaltschemikalien

Die Mediennutzung von Verbraucherinnen und Verbrauchern, insbesondere der jungen Elterngeneration, hat sich massiv verändert. Social Media, Video- und Austauschplattformen spielen bei der Informationsbeschaffung der jungen Elterngeneration eine herausragende Rolle. Diesen veränderten Bedingungen stellt sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit f&...
Die Mediennutzung von Verbraucherinnen und Verbrauchern, insbesondere der jungen Elterngeneration, hat sich massiv verändert. Social Media, Video- und Austauschplattformen spielen bei der Informationsbeschaffung der jungen Elterngeneration eine herausragende Rolle. Diesen veränderten Bedingungen stellt sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) in einem neuen Projekt „Digitale Medien zum sicherheitsbewussten Umgang mit gefährlichen Haushaltschemikalien“.

Die Unsicherheit in Bezug auf Vergiftungsgefahren ist bei Eltern groß. Anrufe besorgter Eltern, deren Kind Spülmittel, Waschmittel oder Rohrreiniger geschluckt hat, sind bei den Giftinformationszentralen keine Seltenheit. Das sind Unfälle, die sich leicht vermeiden ließen.

Mit Hilfe der neuen digitalen Medien werden Eltern im Rahmen dieses Projektes für den sicherheitsbewussten Umgang mit gefährlichen Haushaltchemikalien sensibilisiert, damit sie z.B. schon beim Kauf darauf achten, dass die Verpackungen von giftigen Haushaltschemikalien kindergesichert sind. Sie werden mit den Gefahrensymbolen vertraut gemacht, um giftige von weniger giftigen Produkten unterscheiden zu können. Es geht auch um die richtige Lagerung von Haushaltschemikalien und um das hohe Risiko, dass mit dem Umfüllen von Kanistern in handliche Getränkeflaschen verbunden ist.

Die Sicherheitsbotschaften werden in kurzen Video-Spots oder animierten Bildern mit Unterstützung einer externen Agentur konzipiert und produziert. Zum Projektende werden sie über Social Media wie Facebook, Twitter und Google+ angesehen und verbreitet.

Das Projekt „Digitale Medien zum sicherheitsbewussten Umgang mit gefährlichen Haushaltschemikalien“ baut inhaltlich auf den Erkenntnissen und Ergebnissen des Projektes „Kinder und Haushaltschemikalien – Mehr Schutz durch sichere Verpackungen“ auf. Es wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) über zwei Jahre gefördert.

Mehr Informationen unter: http://www.kindersicherheit.de/projekte/digitale-medien.html

Quelle: Newsletter Kindersicherheit 03/2016 der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.
 
11.11.2016

Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderseiten im Internet müssen auch mobil gut nutzbar sein

Das Deutsche Kinderhilfswerk plädiert zum „Tag der Kinderseiten“ am 21. Oktober für eine nachhaltige Förderung von guten, nicht-kommerziellen Kinder-Internetseiten, auch damit diese mobil gut nutzbar sind. Nach Schätzungen des Deutschen Kinderhilfswerkes liegt der Anteil der Kinder, die Kinder-Internetseiten mobil nutzen, derzeit bei...
Das Deutsche Kinderhilfswerk plädiert zum „Tag der Kinderseiten“ am 21. Oktober für eine nachhaltige Förderung von guten, nicht-kommerziellen Kinder-Internetseiten, auch damit diese mobil gut nutzbar sind. Nach Schätzungen des Deutschen Kinderhilfswerkes liegt der Anteil der Kinder, die Kinder-Internetseiten mobil nutzen, derzeit bei rund zwei Drittel, eine steigende Tendenz ist zu erwarten. Eigene mobile Kinderwebseiten sind aber gleichzeitig noch die Ausnahme, und viele der Seiten verfügen noch nicht einmal über ein responsives Design. „Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes steht hier die Bundesregierung in der Verantwortung, sowohl die Existenz guter Kinder-Internetseiten allgemein als auch ganz akut ihre mobile Nutzung dauerhaft sicherzustellen. Hier sollte durch eine projektunabhängige Förderung ein vielfältiges Angebot guter Kinder-Internetseiten sichergestellt werden, die sich am zunehmenden Trend der mobile n Nutzung orientiert“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Sollte die nachhaltige Finanzierung von Kinder-Internetseiten dauerhaft ausbleiben und das Qualitätsniveau dieser Seiten nicht abgesichert werden, bricht hier eine über viele Jahre gewachsene Struktur nicht-kommerzieller Internetseiten weg und damit eines der wichtigsten Instrumente zur Medienkompetenzförderung von Kindern. Perspektivisch werden sich Kinder in der Folge Angeboten im Internet zuwenden, die zwar auf ihre Nutzungsbedürfnisse eingehen, deren Inhalte jedoch nicht geeignet, wenn nicht gar kinder- und jugendgefährdend sind. Da Kindern vielfach noch eine ausgeprägte kritische Urteilsfähigkeit und die Fähigkeit zur Orientierung innerhalb der Informationsgesellschaft fehlt, müssen sie beim Umgang mit dem Netz unterstützt, beraten und begleitet werden. Hier leisten viele Kinder-Internetseiten einen wertvollen Beitrag“, so Hofmann weiter.

Der „Tag der Kinderseiten“ soll am 21. Oktober als jährlich wiederkehrender Ehrentag die Aufmerksamkeit auf das vielfältige Kinderseiten-Internetangebot lenken und diese bei Familien, Eltern, Kindern, Pädagogen, Schulen, Journalisten und Medieninteressierten ins Gespräch bringen. An diesem Aktionstag sind alle dazu eingeladen, die Welt der Kinderseiten zu entdecken. Internetseiten, Initiativen, Schulen, Blogger, Kinderseiten selbst – alle sind aufgefordert und herzlich eingeladen mitzumachen, zu vernetzen und Kinderseiten bekannter zu machen.
Das Deutsche Kinderhilfswerk fördert seit mehr als 20 Jahren zahlreiche Medienkompetenz-Projekte in ganz Deutschland, die Kindern Spaß, Wissen und kritisches Bewusstsein zum Thema Medien vermitteln. Zudem bietet die Kinderrechtsorganisation Kindern und Eltern verschiedene Möglichkeiten, Sicherheit im Umgang mit Medien zu gewinnen, die Medienwelt aktiv mitzugestalten, Inhalte kritisch zu hinterfragen und sich Meinungen zu bilden. Mit seinen beiden Seiten www.kindersache.de und www.juki.de bietet das Deutsche Kinderhilfswerk Kindern einen geschützten Internetraum, in dem sie sich ausprobieren und austauschen können und außerdem ihre Kreativität sowie aktive Beteiligung angeregt wird.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 21.10.2016

 
04.11.2016

Sorgentelefon OSKAR: Unterstützung für trauernde Eltern

OSKAR, das Sorgen- und Infotelefon des Bundesverbands Kinderhospiz, unterstützt auch Eltern, die um ein bereits verstorbenes Kind trauern. Darauf weist der Bundesverband Kinderhospiz (BVKH) anlässlich des katholischen Feiertags Allerseelen (2.11.) hin, an dem traditionell der Verstorbenen gedacht wird. „OSKAR versteht sich nicht nur als Anlaufstelle...
OSKAR, das Sorgen- und Infotelefon des Bundesverbands Kinderhospiz, unterstützt auch Eltern, die um ein bereits verstorbenes Kind trauern. Darauf weist der Bundesverband Kinderhospiz (BVKH) anlässlich des katholischen Feiertags Allerseelen (2.11.) hin, an dem traditionell der Verstorbenen gedacht wird. „OSKAR versteht sich nicht nur als Anlaufstelle für Eltern mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind, sondern ausdrücklich auch als Ansprechpartner für Mütter und Väter, deren Kind bereits verstorben ist und die in ihrer Trauer Unterstützung benötigen“, sagt Sabine Kraft, BVKH-Geschäftsführerin.

Jeder Mensch trauere auf seine eigene Weise, so Kraft weiter. Manche kämen völlig ohne Unterstützung aus, andere bräuchten auch lange nach dem Tod eines Kinds noch Hilfe. Nicht immer reagiert das Umfeld mit Verständnis, wenn der Verlust auch Jahre nach dem Abschied von Sohn oder Tochter noch furchtbar weh tut, das berichten betroffene Eltern immer wieder. „Unsere Erfahrung zeigt: Gerade an religiösen Gedenktagen oder an Feiertagen wie Weihnachten, die traditionell im Kreis der Familie verbracht werden, verspüren manche verwaisten Eltern die Trauer um ihr Kind unvermittelt wieder stärker. Einfach, weil dann so schmerzhaft deutlich wird: In unserer Familie fehlt ein kleiner Mensch“, erläutert Sabine Kraft. „In solchen Krisensituationen darf sich jeder gerne an OSKAR wenden.“ Und zwar egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit: OSKAR ist unter der aus dem Festnetzt kostenlosen Telefonnummer 0800-8888 4711 rund um die Uhr e rreichbar, auch an Feiertagen – und damit in der Kinderhospizarbeit weltweit einzigartig.

Die Unterstützung auch nach dem Todestag eines Kindes – sie gehört zum Selbstverständnis der Kinderhospizarbeit in Deutschland. „Wir lassen Angehörige nicht mit ihrer Trauer alleine, sondern bieten ihnen auch weiterhin Unterstützung an – in ambulanten wie stationären Kinderhospizen, aber eben auch mit OSKAR“, sagt Sabine Kraft. „Ob das verstorbene Kind an einer unheilbaren Krankheit litt oder beispielsweise bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, spielt für das OSKAR-Team keine Rolle: Die Beraterinnen sind für alle trauernden Angehörige da – auch für Geschwister oder Großeltern etwa. Oft brauchen die Anrufer einfach ein offenes Ohr und jemanden, der ihre Trauer aushalten und mittragen kann.“

Die Mitarbeiterinnen im OSKAR-Team haben allesamt Erfahrung in der Kinderhospizarbeit – etwa als Koordinatorinnen ambulanter Kinderhospizdienste, Trauerbegleiterinnen oder als Psychologin. Außerdem haben sie eine spezielle Schulung zur Telefonberatung absolviert. Sie verweisen betroffene Eltern bei Bedarf auch an Hilfsangebote in ihrer jeweiligen Umgebung. Dafür greifen sie auf eine eigens für OSKAR aufgebaute Datenbank mit Tausenden Adressen von Fachleuten zur Kinderhospizarbeit in ganz Deutschland zurück.
OSKAR ist unter der Schirmherrschaft des Schauspielers Dieter Hallervorden Mitte 2015 in seine Pilotphase gestartet und hat nach einem Jahr seinen Regelbetrieb aufgenommen – auch dank der finanziellen Förderung durch die Fernsehlotterie. Das Sorgen- und Infotelefon erhält keinerlei öffentliche Zuschüsse und ist daher nach wie vor auf Spenden angewiesen.

OSKAR-Spendenkonto: IBAN DE39 6805 1004 0004 7744 44, BIC SOLADES1HSW
Weitere Informationen auf www.oskar-sorgentelefon.de


Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands Kinderhospiz vom 31.10.2016
 
04.11.2016

BZgA: Neue Richtlinien über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern

Das gesetzlich verankerte Früherkennungsprogramm wurde jüngst in den „Richtlinien über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern“ überarbeitet. Darin werden unter anderem die zehn U-Untersuchungen bis zum Schulalter neu gefasst und teilweise erweitert. Ebenso wurde ihre Dokumentation im sogenannten Gelben Heft umstrukturiert...
Das gesetzlich verankerte Früherkennungsprogramm wurde jüngst in den „Richtlinien über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern“ überarbeitet. Darin werden unter anderem die zehn U-Untersuchungen bis zum Schulalter neu gefasst und teilweise erweitert. Ebenso wurde ihre Dokumentation im sogenannten Gelben Heft umstrukturiert und mit einer Teilnahmekarte versehen.

Zunächst wird es noch eine Übergangsphase bei den U-Untersuchungen und deren Dokumentation im (neuen) Kinderuntersuchungsheft geben. Spätestens im Frühjahr 2017 sollten alle praktischen Voraussetzungen bei den untersuchenden Ärztinnen und Ärzten in den Praxen gegeben sein, die dann diese Kassenleistungen regulär anbieten können. Bis dahin wird teilweise das bisherige („alte“) Gelbe Heft noch weiter genutzt, oder die Ergebnisse des (bisherigen) Untersuchungsablaufs werden ins neue Gelbe Heft eingetragen.

Künftig bekommen alle Eltern von Neugeborenen und kleinen Kindern bis zur U6 ein neues, verändertes Gelbes Kinderuntersuchungsheft. Die wichtigsten Fragen dazu haben wir zusammengefasst unter: http://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/frueherkennung-u1-u9-und-j1/das-neue-gelbe-heft/
U1 bis U9 umfassen zehn Untersuchungstermine. Bis zum 6. Lebensjahr wird das Kind somit regelmäßig untersucht und seine Entwicklung begleitet. Weitere Informationen unter: http://www.kindergesundheit-info.de/themen/entwicklung/frueherkennung-u1-u9-und-j1/untersuchungen-u1-bis-u9/die-untersuchungen-u1-bis-u9/


Quelle: Newsletter kindergesundheit-info.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Oktober 2016
 
04.11.2016

Kinderhilfswerk: Flüchtlingskindern Zugang zu ärztlicher Versorgung sicherstellen

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert den Bundestag auf, für Flüchtlingskinder den vollständigen Zugang zu ärztlicher und psycho-sozialer Versorgung sicherzustellen. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes widersprechen die bisherigen Regelungen Artikel 24 UN-Kinderrechtskonvention. Demnach haben alle Kinder das Recht auf das erreichbare H...

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert den Bundestag auf, für Flüchtlingskinder den vollständigen Zugang zu ärztlicher und psycho-sozialer Versorgung sicherzustellen. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes widersprechen die bisherigen Regelungen Artikel 24 UN-Kinderrechtskonvention. Demnach haben alle Kinder das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit.

„Flüchtlingskinder brauchen vollständigen Zugang zu ärztlicher Versorgung mit einer regulären Versicherungskarte. Dieser Zugang muss bundesweit einheitlich sichergestellt sein. Derzeit ähnelt die Gesundheitsversorgung der Flüchtlingskinder eher einer Gesundheitslotterie. Manche Bundesländer haben eine Gesundheitskarte eingeführt, die zumindest einen erleichterten Zugang zu ärztlicher Notversorgung schafft, manche lehnen sie ab, viele denken noch darüber nach. Wir brauchen aber sowohl die Sicherstellung einer medizinischen Grundversorgung in Notunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen als auch den Zugang zur medizinischen Standardversorgung nach der Erstaufnahme. Die medizinische Behandlung von Kindern darf nicht auf akute Erkrankungen und Schmerzzustände reduziert werden. Zudem ist eine gute Aufklärung der Eltern über die Sinnhaftigkeit von Impfungen wichtig, da so der Schutz von Kindern vor krankheitsbedingten Schäden verbessert werden kann“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, zur heutigen Debatte im Bundestag über die Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge.

Aus Sicht des deutschen Kinderhilfswerkes muss außerdem die psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung von Flüchtlingskindern verbessert werden. Studien belegen immer wieder, dass viele Kinder sowohl in den Herkunftsländern als auch auf der Flucht Traumata erleiden, die sie psychisch stark belasten. Zudem birgt die Wohn- und Lebenssituation in Sammelunterkünften in Deutschland für Kinder gesundheitsgefährdende Faktoren, die zu chronischen Krankheiten und psychischen Dauerschäden führen können. Insbesondere die Struktur und Organisation der Unterkünfte, die beengten Wohnverhältnisse, das Fehlen von Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre, der Mangel an Anregung, die nachteiligen hygienischen Zustände und häufige Unruhe fordern Kindern Anpassungsleistungen ab, die sie oftmals überfordern und sie in ihrer psychosozialen Entwicklung stark gefährden.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 20.10.2016

 
03.11.2016

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Auch wenn ein Lehrer behauptet, er habe nicht gewusst, dass er unerlaubt handelte, so kann ein Dienstvergehen vorliegen. Denn er muss seine Unwissenheit glaubhaft schildern können. Das kann er aber nicht, wenn er das zweite Mal wegen eines ähnlichen Vergehens bestraft wird, beschloss das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfahlen (Az. 3d A 1203/16.O). Q...
Auch wenn ein Lehrer behauptet, er habe nicht gewusst, dass er unerlaubt handelte, so kann ein Dienstvergehen vorliegen. Denn er muss seine Unwissenheit glaubhaft schildern können. Das kann er aber nicht, wenn er das zweite Mal wegen eines ähnlichen Vergehens bestraft wird, beschloss das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfahlen (Az. 3d A 1203/16.O).
Quelle: Lehrer online, die sich auf die Deutsche Anwaltshotline beziehen.
21.10.2016

Neues Angebot des DKSB: Integrationsbausteine für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte

Das Elternbildungsprogramm Starke Eltern – Starke Kinder® des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) stärkt seit mehr als drei Jahrzehnten die Erziehungskompetenz und verschafft so auch den Kinderrechten in der Familie mehr Geltung. Nun bietet der DKSB erstmals sogenannte Integrationsbausteine für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte an. Geförder...
Das Elternbildungsprogramm Starke Eltern – Starke Kinder® des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) stärkt seit mehr als drei Jahrzehnten die Erziehungskompetenz und verschafft so auch den Kinderrechten in der Familie mehr Geltung. Nun bietet der DKSB erstmals sogenannte Integrationsbausteine für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte an. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

„Wenn Kinder und Familien nach ihrer Flucht frühzeitig unterstützt werden, kann ihr Integrationsprozess leichter gelingen. Einen Beitrag dazu können die neuen Integrationsbausteine leisten, die beispielsweise einem Besuch des Elternkurses Starke Eltern – Starke Kinder® vorgeschaltet werden“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes.

Die Integrationsbausteine sollen Eltern über Hilfsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote informieren sowie Familien motivieren, diese wahrzunehmen und so die gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu fördern. „Damit können die Bausteine zum Beispiel eine Brücke in die frühkindliche Bildung in Kindertagesstätten bauen“, ergänzt DKSB-Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth.

Gleichzeitig ermöglicht das Angebot Begegnungen, regt zum Austausch an und trägt zur Entlastung im Alltag bei. Inhaltlich werden vor allem die Themen Herkunft und Identität, Kultur und Werte, Kommunikation und Sprache, Erziehungsverantwortung und Kinderrechte sowie Bildung und Gesundheit berücksichtigt. „Was die Integrationsbausteine allerdings nicht können, sind Therapien, rechtliche Beratung oder Beistand ersetzen und die sozioökonomische Situation verändern“, so DKSB-Präsident Hilgers.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Niedrigschwellige Angebote wie die Integrationsbausteine der Elternkurse helfen dabei, bestehende Unsicherheiten und Ängste ab- und Vertrauen aufzubauen. Sie ermöglichen aber auch das gemeinsame Lernen und das Annähern an die Werte und Vorstellungen in Deutschland“, sagt Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Vorgestellt wurden die Integrationsbausteine, die auch in Kooperation mit Einrichtungsträgern von Gemeinschaftsunterkünften und Kindertagesstätten durchgeführt werden können, beim Fachtag „Migration, Integration, Inklusion – Anforderungen an das Elternbildungsangebot Starke Eltern – Starke Kinder®“ am Freitag, 14. Oktober 2016, in Berlin.

Weitere Informationen unter www.dksb.de/Content/shownews.aspx?news=319, zum Elternbildungsprogramm Starke Eltern – Starke Kinder® unter www.starkeeltern-starkekinder.de.

Quelle: OTS: Deutscher Kinderschutzbund e.V. vom 14.10.2016
 
21.10.2016

Zahlen der Bundesregierung zu minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

Die Zahl minderjähriger und heranwachsender Flüchtlinge in Deutschland ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/9778) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/9483). Darin gibt die Regierung auf die Frage, wie viele solcher Flüchtlinge sich zum Stichtag 31. Juli 2016 in der Bundesrepublik aufhielten, für ...
Die Zahl minderjähriger und heranwachsender Flüchtlinge in Deutschland ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/9778) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/9483). Darin gibt die Regierung auf die Frage, wie viele solcher Flüchtlinge sich zum Stichtag 31. Juli 2016 in der Bundesrepublik aufhielten, für die Altersgruppen von null bis 27 Jahren eine Gesamtsumme von 645.731 an.

Davon entfallen auf die Altersgruppe von null bis zwei Jahren 46.153, auf die Altersgruppe von drei bis fünf Jahren 55.505 und auf die Altersgruppe von sechs bis neun Jahren 68.653, wie aus der Antwort weiter hervorgeht. Zur Altersgruppe von zehn bis 15 Jahren zählen der Vorlage zufolge 93.433, zur Altersgruppe von 16 bis 17 Jahren 49.788 und zur Altersgruppe von 18 bis 20 Jahren 98.703. Die Zahl der Betroffenen in der Altersgruppe von 21 bis 27 Jahren beläuft sich laut Bundesregierung auf 233.496.
 
20.10.2016

Ärzte ohne Grenzen gegen Pharmariesen

"Jedes Jahr sterben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge 1,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Lungenentzündung, vor allem im südlichen Afrika und in Südasien, mehr als an jeder anderen Krankheit. Ärzte ohne Grenzen kann Kinder nur selten gegen Pneumokokken impfen, den Erreger von Lungenentzündungen. Vor ein paar Mona...
"Jedes Jahr sterben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge 1,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Lungenentzündung, vor allem im südlichen Afrika und in Südasien, mehr als an jeder anderen Krankheit. Ärzte ohne Grenzen kann Kinder nur selten gegen Pneumokokken impfen, den Erreger von Lungenentzündungen. Vor ein paar Monaten hat die Organisation Impfungen für Flüchtlingskinder in griechischen Apotheken gekauft und pro Kind 180 Euro ausgegeben, aber meist fehlen die Mittel. Ärzte ohne Grenzen verhandelt seit Jahren mit Pfizer und dem britischen Pharmakonzern Glaxo Smith Kline (GSK), dem einzigen anderen Hersteller des Impfstoffs. Die Konzerne sollen den Preis auf fünf Dollar pro Kind senken." (Aus der Süddeutschen Zeitung von heute).

Nun wollte Pfizer Ärzte ohne Grenzen eine Million Impfdosen gegen Lungenentzündung schenken. Großzügig? Nein, die Organisation Ärzte ohne Grenzen lehnte ab. "... anstatt öffentlichkeitswirksamer Wohltätigkeit verlangen die Ärzte, dass Pfizer den Preis für den Impfstoff senkt, den sich viele ärmere Länder nicht leisten können.  Mehr dazu hier.
13.10.2016

Kostenlose Kinderrechte-Plakat

Die UN-Kinderrechtskonvention repräsentiert die weltweit geteilte Verpflichtung, die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Kindern zu gewährleisten und jedes Kind unter 18 Jahren vor Gewalt, Missbrauch oder Ausbeutung zu schützen. Der neue Falter Extra im A0-Format der Bundeszentrale für politische Bildung präsentiert auf der Vorderseite ein Wimmelbild – aufwendig, bunt und liebevoll gestaltet – auf dem Kinde...
Die UN-Kinderrechtskonvention repräsentiert die weltweit geteilte Verpflichtung, die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Kindern zu gewährleisten und jedes Kind unter 18 Jahren vor Gewalt, Missbrauch oder Ausbeutung zu schützen.

Der neue Falter Extra im A0-Format der Bundeszentrale für politische Bildung präsentiert auf der Vorderseite ein Wimmelbild – aufwendig, bunt und liebevoll gestaltet – auf dem Kinder ab sechs Jahren die Themen der Kinderrechtsartikel entdecken können. Auf der Rückseite sind die Inhalte der Konvention in kindgerechter Sprache so platziert, dass sie genau auf der Rückseite der jeweiligen Themen des Wimmelbildes abgedruckt werden.


Das Material kann kostenlos bestellt werden unter http://www.bpb.de/shop/lernen/falter/194570/kinderrechte
13.10.2016

„Kinder dürfen nein sagen“ in sieben Sprachen

Kinder zu unterstützen und sie sprachfähig zu machen im Umgang mit Gewalt, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie über ihre Rechte zu informieren – das ist das Ziel der Caritas-Broschüre "Kinder dürfen neuen sagen". Mit dieser Broschüre in leichter Sprache leisten der Deutsche Caritasverband mit den Fachverb&a...
Kinder zu unterstützen und sie sprachfähig zu machen im Umgang mit Gewalt, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und sie über ihre Rechte zu informieren – das ist das Ziel der Caritas-Broschüre "Kinder dürfen neuen sagen".

Mit dieser Broschüre in leichter Sprache leisten der Deutsche Caritasverband mit den Fachverbänden KTK-Bundesverband und CBP (Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie) einen Beitrag zur Prävention und zum Schutz vor allen Formen von Gewalt. Zielgruppe sind Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Frühförderstellen sowie Eltern und Lehrer.

Die Broschüre gibt es jetzt auch in den folgenden Sprachen: Arabisch, Englisch, Türkisch, Farsi, Französisch und Russisch. Sie kann dadurch auch in der Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden. In deutscher Sprache können Sie die Publikation „Kinder dürfen nein sagen!“ auf der Website www.ktk-bundesverband.de herunterladen.

In allen sieben Sprachen kann die Broschüre über diesen Link bestellt werden (25 Stück-Packung zu 5 Euro plus Portokosten).

Quelle: Pressemeldung des Verbands Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder
12.10.2016

Studie zu Leseleistungen bei Grundschulkindern mit ADHS

Die „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ (ADHS) zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter und geht vielfach mit geringerem Bildungserfolg einher. So haben beispielsweise mehrere Studien belegt, dass Kinder mit ADHS bei Leseleistungstests schlechter als ihre nicht betroffenen Altersgenossen abschnei...
Die „Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung“ (ADHS) zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter und geht vielfach mit geringerem Bildungserfolg einher. So haben beispielsweise mehrere Studien belegt, dass Kinder mit ADHS bei Leseleistungstests schlechter als ihre nicht betroffenen Altersgenossen abschneiden. Bislang gibt es jedoch nur wenige Forschungsarbeiten, die nachzeichnen, wie sich die Symptome von ADHS und die Leseleistungen langfristig und im Zusammenhang zueinander entwickeln. Eine Studie des vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordinierten Forschungszentrums Individual Development and Adaptive Education of Children at Risk (IDeA) liefert hierzu nun neue Erkenntnisse. Das verantwortliche wissenschaftliche Team hat 2.014 Grundschulkinder in Baden-Württemberg von der ersten bis zur vierten Klasse begleitet und in jedem Jahr untersucht, welche ADHS-Symptome sie aufweisen und wie sie bei Lesetests abschneiden. Kernergebnis: „Kinder mit starken ADHS-Symptomen zeigen beim Lesen die gleichen Lernfortschritte wie Kinder mit geringen Anzeichen für die Störung“, so Dr. Jan-Henning Ehm vom DIPF, Erstautor der Studie.
Die Kinder mit deutlichen ADHS-Symptomen schnitten auch bei den aktuellen Untersuchungen bei jedem Lesetest merklich schlechter ab. Der Abstand zu Schülerinnen und Schülern mit geringen Anzeichen für die Störung, wie sie der Durchschnitt aller Kinder zeigt, blieb jedoch gleich. „Im Mittel erzielten alle den gleichen Lernzuwachs“, erläutert Bildungsforscher Ehm. Dieses eher nicht zu erwartende Ergebnis brachte eine spezifische Untersuchungsmethode zutage: Die Forschenden stützten sich nicht auf eine einmalige klinische Diagnose von ADHS und einem davon ausgehenden Vergleich mit nicht betroffenen Mitschülerinnen und Mitschülern, sondern erfassten in jedem Schuljahr bei allen Kindern die Ausprägung von ADHS-Symptomen neu. Ehm: „Damit konnten wir dem Umstand Rechnung tragen, dass sich die Ausprägung der ADHS-Anzeichen im Verlauf der Zeit verändert.“ Erst unter Einberechnung dieser Veränderungen ergab sich der Befund der vergleichbaren Lernfortschritte.
Für die Überprüfung der ADHS-Symptome bei den Grundschulkindern zogen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Einschätzungen der Lehrkräfte heran, die sie in jedem Schuljahr über Fragebögen erfassten. In diesen äußerten sich die Lehrerinnen und Lehrer zu den wichtigsten Anzeichen der Störung – Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität –, indem sie Fragen wie „Ist das Kind im Unterricht leicht ablenkbar?“ oder „Denkt das Kind, bevor es handelt?“ beantworteten und dazu auf einer Skala angaben, wie stark dies jeweils zutrifft. Die Leseleistungen der Schülerinnen und Schüler wurden mit standardisierten Tests von Wort- und Text-Verständnis erhoben. Die Kinder sollten in begrenzter Zeit so viele Wörter beziehungsweise Sätze wie möglich lesen und die Wörter Abbildungen zuordnen beziehungsweise Verständnisfragen zu den Sätzen beantworten.
Die Ergebnisse der Untersuchungen wertet Jan-Henning Ehm als wichtigen Hinweis für zukünftige wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet: „Es sollte beachtet werden, dass die Ausprägung von ADHS-Symptomen Schwankungen unterliegt und sich diese Veränderungen auf die Zusammenhänge mit Lernerfolgen auswirken können.“
Genauere Erläuterungen zu den Befunden können in einem Beitrag in der Fachzeitschrift „Developmental Psychology“ nachgelesen werden.
Außer Dr. Ehm  sind für die Studie Dr. Julia Kerner (Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, zum Zeitpunkt der Untersuchungen Universität Bremen), Professorin Dr. Caterina Gawrilow (Eberhard Karls Universität Tübingen) sowie Professor Dr. Marcus Hasselhorn und Professor Dr. Florian Schmiedek (beide DIPF) verantwortlich. Die Studie wurden vom Land Baden-Württemberg gefördert und erfolgte im Rahmen des Forschungszentrums IDeA, das individuelle Entwicklungsprozesse von Kindern und Ansätze zu deren Lernförderung erforscht – unter besonderer Berücksichtigung von Kindern, die ein erhöhtes Risiko für eine beeinträchtigte Entwicklung schulischer Fertigkeiten haben.
Ansprechpartner
Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)

Quelle: Bildungsklick.de

 
12.10.2016

Mehr Geld für Familien mit kleinem Einkommen

Für Eltern mit niedrigem Einkommen wird der Kinderzuschlag zum Jahresbeginn 2017 erneut erhöht. Nach einer ersten Erhöhung im Juli 2016 auf 160 Euro, beläuft sich der Kinderzuschlag ab dem 1. Januar auf 170 Euro. Das hat das Kabinett heute (Mittwoch) beschlossen. „Vor allem für Geringverdiener muss mehr getan werden, denn sie sind ein...
Für Eltern mit niedrigem Einkommen wird der Kinderzuschlag zum Jahresbeginn 2017 erneut erhöht. Nach einer ersten Erhöhung im Juli 2016 auf 160 Euro, beläuft sich der Kinderzuschlag ab dem 1. Januar auf 170 Euro. Das hat das Kabinett heute (Mittwoch) beschlossen. „Vor allem für Geringverdiener muss mehr getan werden, denn sie sind einem besonders hohen Armutsrisiko ausgesetzt. Mit der Erhöhung des Kinderzuschlags erreichen wir zwei Dinge: Wir unterstützen damit mehr Familien mit kleinen Einkommen, gerade auch jene, die viele Kinder haben. Und wir stärken sie darin, ihr Einkommen selbst zu erwirtschaften und dauerhaft auf sicheren Füßen zu stehen,“ erklärte Bundesfamilienministerin Schwesig.

Zudem hat sich das Kabinett darauf verständigt, dass im Rahmen der Beratungen von Bund und Ländern zu den Finanzbeziehungen auch eine Verbesserung des Unterhaltsvorschusses erreicht werden soll. Dazu sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig: „Wir müssen Alleinerziehende, die keinen Unterhalt vom Partner für die Kinder bekommen, besser unterstützen. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass der Unterhalt konsequent von den nichtzahlenden Elternteilen zurückgefordert wird.“

Zum Hintergrund: Kinderzuschlag
Kinderzuschlag können Elternpaare und Alleinerziehende für ihr Kind erhalten, wenn dieses unverheiratet, unter 25 Jahre alt ist und in ihrem Haushalt lebt und wenn die Eltern für dieses Kind Kindergeld beziehen. Außerdem sind weitere Voraussetzungen zu erfüllen: Zum Beispiel müssen die monatlichen Einnahmen der Eltern mindestens 900 Euro für Elternpaare und 600 Euro für Alleinerziehende betragen und dürfen eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Die obere Einkommensgrenze liegt zum Beispiel für ein Elternpaar mit zwei Kindern und einer monatlichen Miete von 690 Euro warm bei ca. 2400 Euro brutto. Für ein Elternpaar mit drei Kindern und einer monatlichen Miete von 780 Euro warm liegt sie bei ca. 3000 Euro. Und für Alleinerziehende mit einem Kind und einer monatlichen Miete von 560 Euro warm liegt die Einkommensgrenze bei 2000 Euro brutto.

Wer Anspruch auf Kinderzuschlag hat, kann zusätzlich Bildungs- und Teilhabeleistungen in Anspruch nehmen.

Unterhaltsvorschuss
Beim Unterhaltsvorschuss ist vorgesehen, die Altersgrenze von 12 auf 18 Jahre anzuheben. Außerdem soll der Unterhaltsvorschuss künftig ohne zeitliche Befristung bezogen werden können. Bisher ist die Bezugsdauer auf 72 Monate begrenzt. Ziel ist es, dass Bund und Länder im Rahmen der Beratungen zu den Finanzbeziehungen die dazu erforderliche Finanzierung klären. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de bzw. www.Familien-wegweiser.de.

Quelle: Pressemitteilung des Familienministeriums
11.10.2016

Sprachliche Bildung in der Kita: Neue Handreichung für Fachberatungen

"Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" heißt das 2016 gestartete Bundesprogramm Sprach-Kitas. Damit fördert das Bundesfamilienministerium die alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil der Kindertagesbetreuung. Dieser fachliche Ansatz wurde vom DJI in einer Reihe von Forschungsprojekten entwickelt. Zuletzt erschien hi...
"Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist" heißt das 2016 gestartete Bundesprogramm Sprach-Kitas. Damit fördert das Bundesfamilienministerium die alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil der Kindertagesbetreuung. Dieser fachliche Ansatz wurde vom DJI in einer Reihe von Forschungsprojekten entwickelt. Zuletzt erschien hierzu ein 900 Seiten starkes multimediales Handbuch für den Einsatz in der Weiterbildung. Vier Jahre lang wird das Bundesprogramm nun wissenschaftlich vom DJI beraten und begleitet. Im Zuge der Qualitätsentwicklung in den Kitas sollen u.a. die Themen Inklusion und Zusammenarbeit mit Eltern vertieft und die Funktion der Fachberatungen gestärkt werden. Um Fachberatungen in ihrer Arbeit zu unterstützen, hat das DJI gemeinsam mit der Praxis eine Handreichung für Fachberaterinnen und Fachberater entwickelt, die ab sofort hier online zur Verfügung steht.

Quelle: Presseinfo WiFF
06.10.2016

Dossier zur Leseförderung der Stiftung Lesen: Vorlesen mit Apps – so funktioniert es!

Digitale Lesemedien bergen ein großes Potential für die Leseförderung – doch wie funktioniert Vorlesen mit Apps? In ihrem neuen Dossier „Vorlesen mit Apps“ gibt die Stiftung Lesen Tipps, wie Vorleserinnen und Vorleser Kinder mit interaktiven Apps für Geschichten begeistern können: www.stiftunglesen.de/apps. Von der Vor...
Digitale Lesemedien bergen ein großes Potential für die Leseförderung – doch wie funktioniert Vorlesen mit Apps? In ihrem neuen Dossier „Vorlesen mit Apps“ gibt die Stiftung Lesen Tipps, wie Vorleserinnen und Vorleser Kinder mit interaktiven Apps für Geschichten begeistern können: www.stiftunglesen.de/apps.

Von der Vorbereitung der Vorlesestunde über die Auswahl der passenden App und die Einbindung der interaktiven Elemente beim Vorlesen bis hin zu rechtlichen Fragen widmet sich das Dossier jedem Aspekt des Vorlesens mit digitalen Medien. Zusätzlich werden verschiedene Veranstaltungsformate für Vorlesestunden sowie Best-Practice-Beispiele aus der Bibliothek vorgestellt.

Mit digitalen Vorleseveranstaltungen können Vorleserinnen und Vorleser insbesondere Zielgruppen erreichen, die weniger gern lesen: Jungen begeistern sich beispielsweise über die Handhabung der Technik für Geschichten. Multimediale Zusatzelemente, die das Textverständnis fördern, helfen Kindern mit geringen Sprachkenntnissen einer Geschichte zu folgen.

Dr. Sigrid Fahrer, Leiterin des Entwicklungsbereichs „Digitales Lesen“ der Stiftung Lesen, erläutert: „Die Stiftung Lesen tritt für die Gleichwertigkeit aller Medien ein. Deshalb möchten wir Eltern und andere Multiplikatoren für das Thema sensibilisieren und sie mit konkreten Angeboten wie dem Dossier ‚Vorlesen mit Apps‘ bei der Medienkompetenzvermittlung unterstützen. Denn Kinder und Jugendliche benötigen bei der Nutzung der digitalen (Lese-)Medien Anleitung und Begleitung durch medienversierte Erwachsene.“

Mehr Informationen: http://www.stiftunglesen.de/initiativen-und-aktionen/digitales/


Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 30.9.2016
 
06.10.2016

Kostenlose Broschüren zu Kinderunfällen

Die Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg, verschickt ein kostenloses Info-Paket rund um den Unfall- und Gesundheitsschutz von Kindern. Das Paket umfasst fünf Broschüren, unter anderem zu Vergiftungsunfällen bei Kindern und zu sicheren Kinderfahrzeugen wie Laufrad oder Inlineskates. „Wir wollen, dass Kinder sicher, gesund und mit viel Beweg...
Die Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg, verschickt ein kostenloses Info-Paket rund um den Unfall- und Gesundheitsschutz von Kindern. Das Paket umfasst fünf Broschüren, unter anderem zu Vergiftungsunfällen bei Kindern und zu sicheren Kinderfahrzeugen wie Laufrad oder Inlineskates.

„Wir wollen, dass Kinder sicher, gesund und mit viel Bewegung aufwachsen. Deshalb diese kostenlose Aktion“, sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der DSH. Pro Jahr passieren in Deutschland rund 5,9 Millionen Heim- und Freizeitunfälle – viele von ihnen betreffen Kinder unter 14 Jahren. Zwischen 60 und 80 dieser Unfälle endeten in den vergangenen Jahren tödlich.

Das Paket enthält diese Broschüren:
- „Achtung! Giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern“: So können Vergiftungen mit Reinigungsmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Nikotin und Alkohol vermieden werden. Wie sieht eigentlich die giftige Herbstzeitlose aus? Was muss ich tun, wenn mein Kind sich vergiftet hat?
- „Mobile Kinder. Tipps für Kinderfahrzeuge – vom Rutschauto bis zum Snowboard“: Sicher unterwegs im Straßenverkehr, in der Halfpipe, im Schnee. Welche Schutzausrüstung brauchen Mini-Radler und Inline-Skater? Laufräder können ganz schön schnell werden.
- „Babysitter: auswählen, einweisen, versichern“: Faltblatt für Eltern, die auch mal wieder einen freien Abend genießen wollen. Was müssen Babysitter und Eltern beachten, zum Beispiel bei der Einweisung in den Haushalt? Muss mein Babysitter eine Haftpflichtversicherung haben?
- „Spiele von gestern für Kinder von heute – Spiele drinnen“: Reaktions-, Merk- und Geschicklichkeitsspiele für Kinder und Kindergruppen ab drei Jahre.
- „Spiele von gestern für Kinder von heute – Spiele draußen“: Ball-, Hüpf- und Laufspiele für Kinder und Kindergruppen ab fünf Jahre.

Bezugsadressen: Das Kindersicherheitspaket kann so bestellt werden:
Internet: http://das-sichere-haus.de/broschueren/kinder/cache/nc/
Mail: bestellung@das-sichere-haus.de, Stichwort „Kisipa“
Post: DSH, „Kisipa“, Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg.


Quelle: OTS: DSH - Aktion Das Sichere Haus vom 6.9.2016
06.10.2016

Tipps für stillende Mütter

Unter dem Motto „Stillen, Fundament für eine nachhaltige Entwicklung“ findet vom 3. bis 9. Oktober 2016 die Weltstillwoche statt. Anlass für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), auf ihrem Online-Portal www.kindergesundheit-info.de die zahlreichen positiven Wirkungen des Stillens hervorzuheben. Wertvolle Tipps für stillende Mütter gibt eine neue Infografik zu Stillpositionen. Stillen stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutt...
Unter dem Motto „Stillen, Fundament für eine nachhaltige Entwicklung“ findet vom 3. bis 9. Oktober 2016 die Weltstillwoche statt. Anlass für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), auf ihrem Online-Portal www.kindergesundheit-info.de die zahlreichen positiven Wirkungen des Stillens hervorzuheben. Wertvolle Tipps für stillende Mütter gibt eine neue Infografik zu Stillpositionen.

Stillen stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Vor allem in den ersten Lebensmonaten, wenn das Kind noch einen besonders engen körperlichen Kontakt braucht, erfährt es beim Stillen hautnah die Wärme der Mutter und kann sich sicher und geborgen fühlen. Auch bei Müttern löst das Stillen und die damit verbundene Nähe in der Regel ein großes Glücksgefühl aus, das ihnen hilft, die oft Kräfte zehrenden anstrengenden ersten Monate leichter zu überwinden.

Muttermilch hat alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Qualität und Menge, die ein Säugling für sein gesundes Gedeihen braucht. Sie enthält besondere Abwehr- und Schutzstoffe, die ein Kind vor Krankheiten schützen und verhindert, dass das Baby überernährt wird. Sie ist zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar, hat immer die richtige Temperatur, ist hygienisch einwandfrei - und ist kostenlos.

Mehr Informationen der BZgA zum Thema:
Infografik zu Stillpositionen:
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/stillen/infografik-stillpositionen
Plakat zu Stillpositionen:
http://www.kindergesundheit-info.de/infomaterial-service/infomaterial/broschueren-infomaterial/
Allgemeine Alltagstipps:
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/
Tipps für die Stillzeit:
http://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/stillen/


Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 4.10.2016
 
19.09.2016

Ausbau ganztägiger Kindertagesbetreuung kann zur Zufriedenheit von Müttern beitragen

Eltern mit Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, stehen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor besonderen Herausforderungen. Um diese Eltern besser zu unterstützen, hat die Politik sowohl den Ausbau von Plätzen in der öffentlichen Kindertagesbetreuung (Kita) forciert als auch ein bedarfsorientiertes Angebot an Ganztagsplätzen gesetz...
Eltern mit Kindern, die noch nicht zur Schule gehen, stehen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor besonderen Herausforderungen. Um diese Eltern besser zu unterstützen, hat die Politik sowohl den Ausbau von Plätzen in der öffentlichen Kindertagesbetreuung (Kita) forciert als auch ein bedarfsorientiertes Angebot an Ganztagsplätzen gesetzlich verankert. Der vorliegende Beitrag untersucht auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und der Stichprobe „Familien in Deutschland“ (FiD) für den Zeitraum der Ausbauphase zwischen 2007 und 2012, ob Mütter in Regionen mit besserem Zugang zu ganztägiger Kindertagesbetreuung zufriedener mit dem Familienleben waren. Den Ergebnissen zufolge waren vollzeiterwerbstätige Mütter in Paarhaushalten mit ihrem Familienleben zufriedener, wenn sie in westdeutschen Kreisen mit größerem Ganztagsangebot lebten. In Ostdeutschland ging die steigende regionale Verfügbarkeit von Ganztagsplätzen unabhängig vom Erwerbsstatus mit einer höheren Zufriedenheit einher. Die Ergebnisse legen nahe, dass der Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Jahren 2007 bis 2012 zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beigetragen haben könnte

Der gesamte Wochenbericht von Juliane F. Stahl und Pia S. Schober in: DIW Wochenbericht 37/2016: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.542239.de/16-37-3.pdf

Quelle: Nachricht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. vom 14.09.2016

 
19.09.2016

BMFSFJ: Zukunftsorientierte Familienpolitik gibt Familien Sicherheit und Chancen

Am 15. September hat Bundesfamilienministerin Schwesig den „Zukunftstag Familie 2030“ mit einer Grundsatzrede über eine zukunftsorientierte Familienpolitik eröffnet. „Familienpolitik muss zu den Lebenswirklichkeiten der Familien von heute passen und gute Rahmenbedingungen für sie und für die Familien von morgen setzen“, s...
Am 15. September hat Bundesfamilienministerin Schwesig den „Zukunftstag Familie 2030“ mit einer Grundsatzrede über eine zukunftsorientierte Familienpolitik eröffnet. „Familienpolitik muss zu den Lebenswirklichkeiten der Familien von heute passen und gute Rahmenbedingungen für sie und für die Familien von morgen setzen“, sagte Ministerin Schwesig und dankte dem Kompetenzbüro Wirksame Familienpolitik für den „Zukunftsreport Familie 2030“, der erstmals vorgestellt wurde.

Der Zukunftsreport beschreibt Trends in den Bereichen Familienleben, Partnerschaftlichkeit, Beschäftigung und Arbeitswelt und zeigt in einem Chancenszenario die positiven Effekte, die eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Familienpolitik hätte: durch Zeit für Familie und Beruf für Mütter und Väter, durch Verbesserung armutsreduzierender Leistungen und Unterstützung der Erwerbstätigkeit beider Eltern.
„Der Zukunftsreport bestätigt: Wir sind auf dem richtigen Weg – aber es gibt noch viele ungenutzte Potenziale. Eine Familienarbeitszeit mit einem Familiengeld und eine Modernisierung des Unterhaltsvorschussgesetzes sind erste wichtige Schritte auf diesem Weg. Und wir müssen die Geringverdienerfamilien stärker in den Blick nehmen, damit mehr Kinder vor Armut bewahrt werden. Die Erwerbstätigkeit muss sich immer für beide Eltern lohnen“, so die Ministerin.

Christian Böllhoff, Geschäftsführer der Prognos AG, machte deutlich: „Die Familienpolitik hat bisherige Entwicklungen maßgeblich mitgestaltet. Jetzt hat sie die Option, Initiativen zu ergreifen, die Treiber für Wachstum und Wohlstand unserer Gesellschaft sein können. Unser „Chancen-Szenario“ zeigt: durch Maßnahmen, die Eltern in ihrer Erwerbstätigkeit individuell stärken, die Vereinbarkeit verbessern und Partnerschaftlichkeit fördern, kann das Haushaltseinkommen von Familien steigen, die Zahl armutsgefährdeter Eltern und Kinder zurückgehen und sich das Bruttoinlandsprodukt spürbar erhöhen.“

Prof. Dr. Köcher, Geschäftsführerin des Allensbacher Instituts für Demoskopie, bekräftigte: „Die Familie ist nach wie vor für die überwältigende Mehrheit der wichtigste Lebensbereich überhaupt. Aber wie Familie gelebt wird, verändert sich kontinuierlich – durch eine andere Beziehung von Eltern und Kindern, durch andere materielle Voraussetzungen, durch die steigende Erwerbsquote von Frauen und eine stärkere Familienorientierung von Vätern. Viele Eltern fühlen sich heute verstärkt unter Druck angesichts der Herausforderungen, der Familie wie ihrem Beruf so gerecht zu werden, wie sie sich das wünschen. Entsprechend groß sind die Erwartungen, dass Staat, Wirtschaft und Gesellschaft hier helfen – durch einen weiteren Ausbau von qualifizierten Kinderbetreuungseinrichtungen, flexibleren Arbeitszeitmodellen und Wiedereinstiegsmöglichkeiten in den Beruf, einer stärkeren Unterstüt zung von Alleinerziehenden und generell der Unterstützung von Familien.“

Der „Zukunftsreport Familie 2030“ wurde erstellt von der Prognos AG in Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach als Kompetenzbüro Wirksame Familienpolitik. Er steht unter www.prognos.com zum Download zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 15.9.201
 
19.09.2016

Kinderhilfswerk fordert breites gesellschaftliches Engagement gegen Kinderarmut

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert Bundesregierung und Bundestag auf, endlich eine umfassende Strategie gegen die Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen. Dazu ist nach Ansicht des Verbandes eine Vielzahl an Reformen insbesondere der Sozialgesetze in Deutschland notwendig, um die Lebenssituation dieser Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Dabei sollte...
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert Bundesregierung und Bundestag auf, endlich eine umfassende Strategie gegen die Kinderarmut in Deutschland auf den Weg zu bringen. Dazu ist nach Ansicht des Verbandes eine Vielzahl an Reformen insbesondere der Sozialgesetze in Deutschland notwendig, um die Lebenssituation dieser Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Dabei sollten vor allem die Regelsätze für Kinder und Jugendliche, die frühkindliche Bildung, Bildungsgerechtigkeit in der Schule und die Möglichkeiten des gesunden Aufwachsens im Mittelpunkt der Reformen stehen.

„Es ist erschreckend, dass Kinder aus armen Verhältnissen sozial häufiger isoliert, gesundheitlich beeinträchtigt und in ihrer gesamten Bildungsbiografie deutlich belasteter sind als Kinder in gesicherten Einkommensverhältnissen. Die Tatsache, dass trotz guter konjunktureller Rahmendaten die Kinderarmut in Deutschland auf einem skandalös hohen Niveau verharrt, macht deutlich, dass wir ein strukturelles Problem haben, dem Politik und Gesellschaft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Kompetenzen entgegentreten müssen. Wir brauchen ein breites gesellschaftliches Engagement, denn Armut und Ausgrenzung ist ein Problem der ganzen Gesellschaft. Mit jedem Monat Untätigkeit werden armen Kindern weitere Bildungs- und Entwicklungschancen geraubt, und damit auch ein Stück Zukunft für sie und unsere Gesellschaft. Kinderarmut wirkt sich in vielen Bereichen des Alltags aus, dementsprechend brauchen wir ein Bundesweites Programm zur Be kämpfung der Kinderarmut mit aufeinander abgestimmten Infrastruktur- und Geldleistungselementen, das interdisziplinär an verschiedensten Stellen ansetzt“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche“ der Bertelsmann Stiftung.

„Die Studie der Bertelsmann Stiftung ist ein erneuter Weckruf an die Bundesregierung, die dem Thema Kinderarmut nicht die nötige Aufmerksamkeit widmet. Weder die notwendige Einführung einer Kindergrundsicherung, noch Maßnahmen in der Gesundheits- oder Bildungspolitik zur Bekämpfung der Kinderarmut stehen anscheinend auf der bundesdeutschen Regierungsagenda. Um die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen, brauchen wir neben armutsfesten Hartz IV-Regelsätzen eine Beschäftigungspolitik, die Eltern in die Lage versetzt, durch eigene Erwerbstätigkeit sich und ihren Kindern eine ausreichende finanzielle Lebensgrundlage zu bieten. Zudem haben Bund, Länder und Kommunen gemeinsam dafür zu sorgen, dass Einrichtungen für Kinder und Jugendliche so ausgestattet werden, dass sie deren Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten bestmöglich fördern können. Ein gesundes Aufwachsen sollte für alle Kinder, u nabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern, ebenso eine Selbstverständlichkeit sein. Mit Bildung stärken wir die Kinder als Subjekte und ermöglichen es ihnen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und nicht in Resignation zu versinken. Hier sind gute Kitas mit sozial gemischten Gruppen ein wichtiger Ansatzpunkt für mehr Chancengerechtigkeit“, so Krüger weiter.

Die am 12. September von der Bertelsmann Stiftung vorgelegte Studie zeigt, dass Alleinerziehende und Familien mit drei und mehr Kindern besonders stark von Armut betroffen sind. Um hier Abhilfe zu schaffen, muss in erster Linie gewährleistet sein, dass Alleinerziehende sich und ihre Kinder durch eine Erwerbstätigkeit selbst ernähren können. Hierzu braucht es ausreichende und flexible Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie eine stärkere Unterstützung von Alleinerziehenden bei Weiterbildungen oder dem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Daneben sollte auch das derzeitige Steuersystem überdacht werden, denn Alleinerziehende werden ähnlich besteuert wie Singles, während verheiratete Paare vom Ehegattensplitting profitieren können. Auch der Unterhaltsvorschuss und der Kinderzuschlag gehören reformiert und ausgeweitet, damit Alleinerziehende und ihre Kinder gar nicht erst in den Grundsicherungsbezug rutschen. Zudem brauchen wir insbe sondere für Familien mit mehreren Kindern nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes neue Ansätze der Förderung. Fast 900.000 Kinder, die im Hartz-IV-Bezug leben, obwohl ihre Eltern arbeiten, sind ein Beleg, dass anscheinend der Mindestlohn an den meisten Familien vorbeigeht. Auch hier sollte kurzfristig durch eine grundlegende Reform des Kinderzuschlags und mittelfristig durch die Einführung einer Kindergrundsicherung Abhilfe geschaffen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 12.9.2016
 
09.09.2016

Bundesregierung: Zahl unbegleiteter Minderjähriger im zweiten Jahresquartal

Im zweiten Quartal dieses Jahres sind an den deutschen Grenzen sowie Flug- und Seehäfen laut Bundesregierung insgesamt 1.725 unbegleitete Minderjährige durch die Bundespolizei aufgegriffen worden, davon 1.073 an der Grenze zu Österreich. Von den 1.725 wurden 1.568 an Jugendämter übergeben, 149 zurückgewiesen und fünf zurückge...
Im zweiten Quartal dieses Jahres sind an den deutschen Grenzen sowie Flug- und Seehäfen laut Bundesregierung insgesamt 1.725 unbegleitete Minderjährige durch die Bundespolizei aufgegriffen worden, davon 1.073 an der Grenze zu Österreich. Von den 1.725 wurden 1.568 an Jugendämter übergeben, 149 zurückgewiesen und fünf zurückgeschoben, wie aus der Antwort der Bundesregierung (18/9415) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/9146) hervorgeht. Danach wurden im ersten Quartal 2016 noch insgesamt 3.652 unbegleitete Minderjährige an den deutschen Grenzen sowie Flug- und Seehäfen durch die Bundespolizei aufgegriffen, davon 3.249 an der Grenze zu Österreich.

Quelle: heute im bundestag vom 30.8.2016

 
09.09.2016

Studie: Unterrichtsprogramm Klasse2000 wirkt positiv auf Grundschulkinder

Eine Studie der Universität Bielefeld überprüfte die Wirkung des vierjährigen Grundschulprogramms Klasse2000 und belegt dessen positive Effekte auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern. Bei der Erreichung wichtiger Kriterien gesunder Ernährung, wie z.B. „5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag“ oder „ma...
Eine Studie der Universität Bielefeld überprüfte die Wirkung des vierjährigen Grundschulprogramms Klasse2000 und belegt dessen positive Effekte auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten von Kindern. Bei der Erreichung wichtiger Kriterien gesunder Ernährung, wie z.B. „5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag“ oder „maximal eine Portion Süßigkeiten pro Tag“, schnitten Klasse2000-Kinder besser ab als die Kinder der Kontrollgruppe. Im Bereich Bewegung zeigte sich, dass mehr Kinder der Kontrollgruppe zu einem passiven Schulweg (Auto oder Bus) wechselten als die Klasse2000-Kinder. Rund 80 Prozent der Lehrkräfte beobachteten Veränderungen bei den Klasse2000-Kindern, vor allem im Ernährungs- und Sozialverhalten, die sie auf das Programm zurückführten.

Kurzfassung: http://www.klasse2000.de/fileadmin/user_upload/Kurz-Zus.fass-2_Seiten.pdf
Abschlussbericht der Universität Bielefeld: http://www.klasse2000.de/fileadmin/user_upload/Abschlussbericht-64Seiten.pdf

Quelle: Presseinformation des Vereins Programm Klasse 2000 e. V. vom 6.9.2016
 
09.09.2016

Deutsches Kinderhilfswerk: Keine Kitas ohne Außenflächen

Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt vor dem zunehmenden Trend, Kindertageseinrichtungen ohne Außenflächen zu errichten. Obwohl in zehn von 16 Bundesländern gesetzliche Regelungen oder Richtlinien bestehen, die einen Außenspielbereich in Kitas grundsätzlich vorschreiben, muss auch dort festgestellt werden, dass immer öfter auf Auß...
Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt vor dem zunehmenden Trend, Kindertageseinrichtungen ohne Außenflächen zu errichten. Obwohl in zehn von 16 Bundesländern gesetzliche Regelungen oder Richtlinien bestehen, die einen Außenspielbereich in Kitas grundsätzlich vorschreiben, muss auch dort festgestellt werden, dass immer öfter auf Außenanlagen verzichtet wird. „Gerade in hoch verdichteten Innenstadtgebieten wird die Ausnahme zunehmend zur Regel. In einigen Städten sind inzwischen bis zu zehn Kitas gezwungen, sich einen öffentlichen Spielplatz zu teilen. Da werden dann Belegungspläne aufgestellt, damit der Spielplatz nicht zu überfüllt ist. Gleichzeitig fällt das Spielen draußen immer häufiger aus, wenn es ungünstige Wettervorhersagen oder Personalknappheit gibt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Und selbst wenn ein öffentlicher Spielplatz besucht wird, unterscheiden sich Anlage und Ausstattung dieser Spielplätze vielfach erheblich von einem privaten Außengelände. Höhlen, Nischen oder Büsche zum Verstecken, Kletterbäume, Kräuter- und Naschbeete oder loses Baumaterial sucht man auf den meisten öffentlichen Spielplätzen vergeblich. Damit gehen Kindern ohne eigene Kitaaußenflächen viele wichtige Erfahrungen zur Persönlichkeitsentwicklung und Spielgelegenheiten verloren. Von freiem Spiel jederzeit und überall kann hier keine Rede mehr sein“, so Hofmann weiter.

Deshalb fordert das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im Beirat für das „Bündnis Recht auf Spiel“ und der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz, dass bei Kitaneubauten immer ein ausreichend großes Außengelände eingeplant wird. Die Befreiung davon muss wieder zur echten Ausnahme werden. Auch bei Umgestaltungen oder Erweiterungen von Kitas ist auf die Gewährleistung eines adäquaten Außengeländes zu achten. Als angemessen wird hier ein Wert von zehn Quadratmetern pro Betreuungsplatz angesehen. Dieser Mindestwert sollte in allen Bundesländern gesetzlich verankert werden.

Neben ausreichender Flächenverfügbarkeit sollte das Außengelände möglichst naturnah gestaltet und den Altersstufen in der Kita entsprechend gestaltet sein sowie den Bedürfnissen nach selbstbestimmtem Spiel und Bewegung ebenso gerecht werden wie nach Naturerfahrung oder Ruhe und Rückzug. In Ermangelung adäquater Angebote auf öffentlichen Spielplätzen ist den Bedürfnissen von unter Dreijährigen durch die Gestaltung besonders Rechnung zu tragen.

„Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung vielfältige Spielangebote in möglichst naturnah gestalteten Freiräumen. Dabei sind möglichst hohe ökologische Standards anzustreben. Und die Beteiligung der Kinder an Planung und Gestaltung des Geländes muss beteiligungsorientiert durchgeführt werden“, sagt Hans-Peter Barz vom Arbeitskreis „Spielen in der Stadt“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz.

Eine Resolution „Keine Kindergärten ohne Außenflächen“ des Beirates für das „Bündnis Recht auf Spiel“ und der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz sowie eine Übersicht über rechtliche Grundlagen zur Freiflächengestaltung an Kindertageseinrichtungen finden sich unter www.dkhw.de/Keine-Kitas-ohne-Aussenflaechen

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 1.9.2016

 
09.09.2016

Kinder-und Jugendärzte fordern mehr Schutz vor zuckerhaltigen Getränken

Eine aktuelle foodwatch-Marktstudie hat ergeben, dass jedes zweite Erfrischungsgetränk überzuckert ist. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert seit Jahren Lebensmittelampel, Zuckersteuer, ein Werbeverbot für süße Getränke und die Verringerung des Zuckergehalts in Lebensmitteln. Die aktuelle Studie liefere nu...
Eine aktuelle foodwatch-Marktstudie hat ergeben, dass jedes zweite Erfrischungsgetränk überzuckert ist. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert seit Jahren Lebensmittelampel, Zuckersteuer, ein Werbeverbot für süße Getränke und die Verringerung des Zuckergehalts in Lebensmitteln. Die aktuelle Studie liefere nun schlagende Argumente für diese Forderungen, so BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: „Wir brauchen mehr Schutz vor Zucker für Kinder und Jugendliche, denn Zucker macht dick und krank, er verursacht Diabetes Typ II, Gefäßerkrankungen, orthopädische Probleme und Karies. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Die Politik nimmt hier jedoch anders als beim Kampf gegen das Rauchen ihre Verantwortung nicht wahr. Sie schützt vor allem Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Cola, Limonade, Eistee und Co.

Minderjährige trinken laut der KIGGS-Studie, der großen Basiserhebung zur Kinder und Jugendgesundheitsuntersuchung, im Schnitt mehr als zwei Gläser der Zuckerbomben pro Tag. Mit Zucker gesüßte Getränke sind auch deshalb so gefährlich, weil sie zusätzlich zur normalen Nahrung aufgenommen werden. Vielen Eltern ist nicht klar, wie gesundheitsschädlich Softdrinks sind. Vor allem Eltern mit Migrationshintergrund oder schlechter Schulbildung verstehen die komplizierten Angaben auf den Flaschen nicht. Denn die Hersteller sind sprachlich äußerst kreativ, wenn es darum geht, das Wort Zucker zu vermeiden. Stattdessen steht dann da Maltodextrose, Fruchtextrakt oder Glukosesirup, was sich harmlos oder sogar gesund anhört.

Die Forderungen der Kinder- und Jugendärzte: Lebensmittelampel, weniger Zuckerbeimengung, Werbeverbot, Zuckersteuer und Aufklärung. Hier brauchen wir endlich eine einfache Kennzeichnung wie die Lebensmittelampel.

Was wir ebenfalls brauchen: weniger Zucker. Das Bedürfnis nach Zuckerhaltigem lässt sich durch geringere Beimengungen verringern, die Geschmacksnerven passen sich wie beim Salz der Dosis an. Und Umsatzeinbußen einzelner Unternehmen lassen sich vermeiden, wenn alle Hersteller von Soft Drinks den Zuckergehalt senkten. Weiterhin plädieren wir für ein Werbeverbot für zuckerreiche Lebensmittel, vor allem im TV-Programm für Kinder. Soft Drinks gehören auch nicht in den Schulkiosk. Und dann fordern wir auch endlich die Zuckersteuer nach dem Vorbild der Alkopops-Steuer. Nachdem die Politik die bei Jugendlichen überaus beliebten Schnapsmischgetränke mit einer Sondersteuer belegt hatte, sank der Absatz binnen eines Jahres um 80 Prozent.

Das Beispiel, aber auch die Beispiele Mexiko, Frankreich, Finnland, Ungarn und Großbritannien zeigen, dass Steuerungsmechanismen die Gesundheit wirksam schützen können. Durch die Einführung von Zucker-Steuern und damit höheren Preise vergeht den Verbrauchern die Lust auf Süßes, die Absatzzahlen an Süßgetränken gehen deutlich zurück. In Mexiko wurden Ende letzten Jahres zwölf Prozent weniger zuckergesüßte Getränke konsumiert als vor Einführung der Steuer.

Darüber hinaus ist es auch wichtig, dass Kinder von früh auf „Ernährungsbildung“ im Kindergarten und in der Schule bekommen, um sich bestmöglich zu informieren und gesund zu essen.“

Quelle: Pressemitteilung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) vom 24.8.2016

 
08.09.2016

Bis zu 6,6 Millionen Kinder in Deutschland leben mit Eltern, die riskant trinken

Das Robert-Koch-Institut hat im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums aktuelle Kennziffern zu Familien erhoben, in denen mindestens ein Elternteil in riskantem Maße Alkohol konsumiert. Der Bericht beinhaltet soziodemographische Merkmale der Gruppe der riskant Alkohol konsumierenden und regelmäßig rauschtrinkenden Väter und Mütter. ...
Das Robert-Koch-Institut hat im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums aktuelle Kennziffern zu Familien erhoben, in denen mindestens ein Elternteil in riskantem Maße Alkohol konsumiert. Der Bericht beinhaltet soziodemographische Merkmale der Gruppe der riskant Alkohol konsumierenden und regelmäßig rauschtrinkenden Väter und Mütter.

Die Ergebnisse auf Grundlage der bevölkerungsweiten Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA) von 2012 zeigen, dass 22% der Elternteile, die mit mindestens einem eigenen minderjährigen Kind im Haushalt leben, einen riskanten Alkoholkonsum aufweisen. In Bezug auf das regelmäßige Rauschtrinken ist von 14% der Elternteile auszugehen. Dies entspricht etwa 3,8 Millionen Elternteilen mit riskantem Alkoholkonsum bzw. 2,4 Millionen Elternteilen mit regelmäßigem Rauschtrinken. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Kinderzahl dieser Elternteile ist davon auszugehen, dass in Deutschland bis zu 6,6 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit riskantem Alkoholkonsum respektive 4,2 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit regelmäßigem Rauschtrinken leben, wobei bei der Interpretation dieser Zahl methodische Einschränkungen zu berücksichtigen sind. Ein direkter Vergleich der Zahlen aus GEDA 2012 mit anderen Studien ist aufgrund unterschiedlicher Definitionen der elterlichen Alkoholbelastung nicht möglich. Beispielsweise kommt eine Hochrechnung auf Basis einer Studie aus den 1990er Jahren zu dem Schluss, dass in Deutschland etwa 2,65 Millionen Kinder mit mindestens einem alkoholmissbrauchenden oder -abhängigen Elternteil leben (KLEIN 2005). In GEDA 2012 wurden dagegen aus methodischen Gründen Eltern mit riskantem Alkoholkonsum bzw. regelmäßigem Rauschtrinken erfasst und somit eine deutlich höhere Anzahl an betroffenen Kindern ermittelt als bei Studien, die auf elterlichen Missbrauch oder Abhängigkeit fokussieren. Anhand der Ergebnisse aus GEDA 2012 wird deutlich, dass es sich bei der Mehrheit der im riskanten Maß Alkohol konsumierenden und regelmäßig rauschtrinkenden Elternteile um Väter handelt. Außerdem ist ein riskanter Alkoholkonsum bzw.regelmäßiges Rauschtrinken der Eltern vor allem in der mittleren und hohen sozialen Statusgruppe sowie ein riskanter Alkoholkonsum insbesondere bei älteren Eltern (ab 40 Jahren) verbreitet. Darüber hinaus weisen Eltern, die ausschließlich mit älteren Kindern im Haushalt leben, tendenziell einen höheren Anteil an Risikokonsumenten auf als Eltern, die mit jüngeren Kindern zusammenleben. Die vorliegenden Ergebnisse ermöglichen es, die Gruppe der im riskanten Maß Alkohol konsumierenden und regelmäßig rauschtrinken den Väter und Mütter detailliert zu beschreiben und somit Zielgruppen für Präventionsmaßnahmen zu bestimmen. Zudem weisen die gewonnenen Erkenntnisse auf Zugangswege hin, über die die identifizierten Zielgruppen gut erreicht werden können.

Das Bundesgesundheitsministerium wird gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weitere Schritte prüfen, damit die o.g. Zielgruppe besser über Präventionsmaßnahmen erreicht werden kann. Um konkretere Zahlen zu Kindern bis 18 Jahren im Haushalt von Eltern mit substanzbezogenen Abhängigkeiten zu erhalten, wurde mit den Verantwortlichen des Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) vereinbart, dass entsprechende Fragen bei der nächsten ESA-Befragung in 2018 aufgenommen werden sollen.

Download der Studie hier
Download des Kurzberichtes hier

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
 
30.08.2016

Mit Bilderbuch und Touchscreen: Orientierungen für Eltern

Deutsche Liga für das Kind veröffentlicht Film zur Medienerziehung in der frühen Kindheit   Die Deutsche Liga für das Kind hat den Film „Mit Bilderbuch und Touchscreen. Junge Kinder und Medien“ herausgegeben. Der Film orientiert sich an der Lebenswelt der Kinder und begleitet Familien auf ihren individuellen Wegen durch die Vi...
Deutsche Liga für das Kind veröffentlicht Film zur Medienerziehung in der frühen Kindheit
 
Die Deutsche Liga für das Kind hat den Film „Mit Bilderbuch und Touchscreen. Junge Kinder und Medien“ herausgegeben. Der Film orientiert sich an der Lebenswelt der Kinder und begleitet Familien auf ihren individuellen Wegen durch die Vielfalt analoger und digitaler Medien. In dokumentarischen Beobachtungen, Interviews und Trickfilmsequenzen werden praktische Anregungen gegeben, wie ein gesundes, am Wohl des Kindes orientiertes Aufwachsen mit Medien gelingen kann.
 
„Kinder wachsen von Beginn an in eine stark durch Medien beeinflusste Umwelt hinein. Auch Eltern sind intensive Mediennutzer. Smartphone, Fernseher und Tablet gehören für die meisten Mütter und Väter selbstverständlich zum Alltag. Zugleich sind viele verunsichert, gerade in den ersten Lebensjahren des Kindes“, sagt Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München und Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind. „Hier bietet der Film Orientierung. Er zeigt auf, wie die Chancen digitaler Medien genutzt und wie Kinder vor schädlichen Einflüssen geschützt werden können.“
 
Der Film richtet sich in erster Linie an Eltern. Weitere Zielgruppen sind pädagogische Fachkräfte sowie Auszubildende und Studierende. Es werden Antworten unter anderem auf folgende Fragen gegeben: Welche Medien sind in welchem Alter angemessen und wieviel Medienzeit ist sinnvoll? Wo können Medien die Entwicklung unterstützen und auf welche Weise können Kinder vor Gefahren durch Medien geschützt werden? Was heißt es, Kindern Medienkompetenz zu vermitteln? Wie nutze ich selbst digitale Medien und was lebe ich damit vor?
 
Der erste Teil vermittelt in vier Kapiteln Grundlagen der Medienerziehung in den ersten sechs Lebensjahren des Kindes. Die Bedeutung von Kinderbüchern und des Vorlesens sind ebenso Thema wie altersgerechte erste Begegnungen mit digitalen Medien und die Rolle der Eltern als Vorbilder. Im zweiten Teil unter dem Titel „Orientierungen im Mediendschungel“ werden praktische Empfehlungen für den Umgang mit Medien im Familienalltag gegeben. Stichworte sind hier u. a. „Gemeinsam schauen“, „Verarbeitung fördern“, „Regeln aushandeln“ und „Medien kreativ nutzen“. Die Empfehlungen haben das Ziel, eine kreative, möglichst interaktive und selbstbestimmte Nutzung analoger und digitaler Medien zu fördern.
 
Der Film (DVD-Video, Gesamtlänge 77 Minuten) wurde von Anja Hansmann und Susanne Richter (libellefilm, Berlin) realisiert und durch einen Fachbeirat begleitet. Die Finanzierung erfolgte mit besonderer Förderung der Ehlerding Stiftung und der Kroschke Kinderstiftung sowie durch zahlreiche weitere Förderer. Exemplare des Films sind zum Preis von 15,- € (zzgl. Versandkosten) erhältlich im Onlineshop der Deutschen Liga für das Kind unter www.fruehe-kindheit-online.de
 
Eine zweite, parallel entstandene DVD mit dem Titel „Aufwachsen in der Medienwelt. Kurzfilme zur Medienbildung in Kita und Kindertagespflege“ richtet sich gezielt an pädagogische Fachkräfte. Die insgesamt sieben Kurzfilme und ein Intro-Film wurden im Rahmen der Initiative „Gutes Aufwachsen mit Medien“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Exemplare dieses zweiten Films sind – in limitierter Auflage – für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen kostenfrei über die Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind erhältlich.
 
Die Deutsche Liga für das Kind zählt zu den führenden Verbänden in Deutschland, wenn es um den Einsatz für das Wohl und die Rechte von Kindern geht. Zu den heute mehr als 250 Mitgliedsorganisationen gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendverbände und zahlreiche Lions Clubs. Informationen unter www.liga-kind.de


Quelle: Presseinfo Deutsche Liga für das Kind

 
 
29.08.2016

Neues Institut für Kinderernährung soll nach Karlsruhe kommen

Ein neues Institut für Kinderernährung soll seinen Sitz in Karlsruhe bekommen. Das sagte der scheidende Präsident des Max-Rubner-Instituts (MRI), Gerhard Rechkemmer, im Interview der „Heilbron-ner Stimme“ am 23. August. Es fehle noch die Zustimmung des Bundestags zu dem Projekt, die im Herbst erwartet werde. Wie viele Mitarbeiter die Einr...
Ein neues Institut für Kinderernährung soll seinen Sitz in Karlsruhe bekommen. Das sagte der scheidende Präsident des Max-Rubner-Instituts (MRI), Gerhard Rechkemmer, im Interview der „Heilbron-ner Stimme“ am 23. August. Es fehle noch die Zustimmung des Bundestags zu dem Projekt, die im Herbst erwartet werde. Wie viele Mitarbeiter die Einrichtung haben werde, sei noch unklar.

Das 2008 gegründete MRI mit Hauptsitz in Karlsruhe kümmert sich um gesundheitlichen Verbraucherschutz in der Ernährung und berät das Bun-desministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Es ist Nachfolgerin der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (BfEL). Weitere Standorte sind Kiel, Detmold, Kulmbach und Hamburg.

Bei der Kinderernährung bestehe in Deutschland ein erheblicher Forschungsbedarf, sagte Rechkemmer der Zeitung. „Wir verstehen viel zu wenig, warum sich Kinder wie ernähren.“ Es gebe zwar ein Forschungsinstitut für Kinderernährung, das sich aber vor allem um die Folgen von Ernährungsproblemen kümmere. „Wir wollen fragen: Wie kann man verhindern, dass es zu den Fehlentwicklungen kommt?“

Internet:
- Max Rubner-Institut http://dpaq.de/Le8YM


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25.08.2016

Verein für Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen weitet Beratungsangebot aus

Die 15. Jahreshauptversammlung des Vereins für Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen FMKS e.V. hat in Kiel zwei erfahrene Expertinnen in die neue Leitung gewählt. Ihre Kompetenzen stärken das Beratungsangebot für Kitas und Schulen zu bilingualen (zweisprachigen) Angeboten und bringen aktuelle Forschung zum „Sprachbad Immersion&l...
Die 15. Jahreshauptversammlung des Vereins für Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen FMKS e.V. hat in Kiel zwei erfahrene Expertinnen in die neue Leitung gewählt. Ihre Kompetenzen stärken das Beratungsangebot für Kitas und Schulen zu bilingualen (zweisprachigen) Angeboten und bringen aktuelle Forschung zum „Sprachbad Immersion“ und zur Mehrsprachigkeit ein. Neu im FMKS-Vorstand ist Uta Fischer, ehemalige Rektorin der Claus-Rixen-Schule in Altenholz, Schleswig-Holstein, der ersten staatlichen Grundschule mit Englisch im „Sprachbad Immersion“. Ab Klasse 1 werden alle Fächer außer Deutsch in englischer Sprache unterrichtet.

"Spracherwerb ist keine Einbahnstraße"

Ebenfalls neu im FMKS-Vorstand ist Dr. Anja Steinlen, Sprachwissenschaftlerin am Lehrstuhl für Fremdsprachendidaktik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zu ihrer Forschung über den Erstsprach- und Mehrsprachenerwerb in Krippen, Kitas und Schulen sagt Steinlen: „Insbesondere Kinder mit einer anderen Familiensprache als Deutsch ist ein Besuch einer bilingualen Einrichtung anzuraten, da die neue Sprache dort sehr anschaulich vermittelt, gleichzeitig aber die deutsche Sprache altersgemäß erworben wird. Der Spracherwerb ist keine Einbahnstraße. Bilinguale Verbundprogramme vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule haben sich als besonders effektiv erwiesen, weil es keine Brüche in der Sprachbiographie der Kinder gibt.“

Im Vorstand bestätigt wurden Professor Dr. Henning Wode, Dr. Annette Lommel (Vorsitzende) und Christian Keitel. Wode, Sprachwissenschaftler und ehemaliger Lehrstuhlinhaber am Englischen Seminar der Christian Albrechts Universität Kiel: „Das Sprachbad Immersion ist das weltweit erfolgreichste Verfahren, Sprachen zu lernen. Vorbehalte wie ´Ein Kind muss erstmal Deutsch lernen´ oder ´Ein kleines Kind ist mit mehreren Sprachen überfordert´ erweisen sich als unbegründet, wenn man die Forschung dazu betrachtet.“ Lommel: „Die Zahl der zweisprachigen Kitas hat sich in 10 Jahren verdreifacht und die der bilingualen Grundschulen in 11 Jahren. Wir sind sicher, dass der FMKS dazu einen wichtigen Beitrag geleistet hat.“ Barbara Ratschow ist neue Geschäftsführerin. Die Englischlehrerin hat in Rom gelebt und hautnah erfahren, wie schnell Kinder eine neue Sprache im „Spachbad“ lernen.

Der Vorstand des FMKS stellte die Schwerpunkte für das nächste Jahr vor. Der FMKS wird seine Beratungskompetenz zur Mehrsprachigkeit noch stärker einbringen. Bestehende Kooperationen sowie die Forschung zeigen, dass bilinguale Verbundangebote für die Sprachenbiographie der Kinder besonders förderlich sind. Verbundangebote beginnen in Krippe oder Kita und werden nahtlos in der Grundschule und weiterführenden Schule fortgesetzt.

Weitere Schwerpunkte des FMKS sind neben seiner Weiterentwicklung die Vorbereitung eines 6. Fachtags zur Mehrsprachigkeit auf der didacta Bildungsmesse in Stuttgart am 16.02.2017. Neue Herausforderungen liegen darin, Kinder mit anderen Erstsprachen als Deutsch in beiden Sprachen zu stärken und ihnen gleichfalls zu ermöglichen, moderne Fremdsprachen zu erwerben.

Ziele des FMKS sind: bei den Beteiligten an Bildungsprozessen in Kita und Schule, aber auch bei den dafür politisch Verantwortlichen, das Bewusstsein für die Bedeutung früher Mehrsprachigkeit in Kita und Grundschule zu wecken, das Wissen über Spracherwerb in der Gruppe dieser Entscheider mit der Bereitstellung wissenschaftlicher Ergebnisse zu erweitern und so Vorurteile abzubauen, die Immersion, das „Sprachbad“, als weltweit erfolgreichstes Verfahren, eine Sprache zu erlernen, bekannt zu machen und bei der Implementierung an Kitas und Schulen Hilfestellung zu geben.

Der FMKS ist derzeit der größte Verein in Deutschland, der sich für frühe Mehrsprachigkeit engagiert.
Ratsuchende wenden sich bitte per E-Mail an fmks@fmks.eu

Quelle: Pressemitteilung von Frühe Mehrsprachigkeit an Kindertageseinrichtungen und Schulen / FMKS e.V. vom 24.8.2016
 
25.08.2016

Zartbitter: Flüchtlingskinder vor Gewalt schützen

Viele der in Turnhallen, Leichtbauhallen, Industriegebäuden, Hotels, Containern etc. untergebrachten zunächst als „Notlösungen“ gedachten Gemeinschaftsunterkünfte für geflüchtete Familien entwickelten sich in den letzten Monaten zu „Dauerlösungen“, in denen geflüchtete Kinder unter extrem kinderfeindli...
Viele der in Turnhallen, Leichtbauhallen, Industriegebäuden, Hotels, Containern etc. untergebrachten zunächst als „Notlösungen“ gedachten Gemeinschaftsunterkünfte für geflüchtete Familien entwickelten sich in den letzten Monaten zu „Dauerlösungen“, in denen geflüchtete Kinder unter extrem kinderfeindlichen Bedingungen leben müssen. Dass in vielen Gemeinschaftsunterkünften aufgrund erheblicher Defizite in der Personal-, Sach- und Raumausstattung eine strukturelle Kindeswohlgefährdung vorliegt, ist in der (Fach-)Öffentlichkeit mehr oder weniger unstrittig. Es liegt somit in der Verantwortung der Jugendämter, Mindeststandards für Kinder-/Gewaltschutzkonzepte für Unterkünfte vorzugeben und deren Umsetzung zu kontrollieren.

Um die Gefahrenpotenziale und Gelegenheitsstrukturen für Gewalt gegen Kinder in Flüchtlingsunterkünften zu analysieren, erstellte Zartbitter unter Partizipation von geflüchteten Kindern, Eltern und von Fachkräften der Flüchtlingshilfe eine Risikoanalyse des Arbeitsfeldes (Zartbitter 2016). Diese offenbart ein großes Ausmaß interpersoneller und struktureller Gewalt in Unterkünften. Zugleich wurde deutlich, wie wenig naheliegende Möglichkeiten genutzt werden, um die Lebenssituation begleiteter Flüchtlingskinder erträglicher zu gestalten. Die Erkenntnisse der Risikoanalyse nutzte Zartbitter, um eine praxisorientierte Arbeitshilfe „Flüchtlingskinder vor Gewalt schützen“ zur Entwicklung von institutionellen Kinder/-Gewaltschutzkonzepten zu erarbeiten. Die Arbeitshilfe kann gegen Unkostenbeitrag im Zartbitter-Onlineshop unter www.zartbitter.de bestellt werden.

Quelle: Presseinformation von Zartbitter e.V. vom 18.8.2016
 
25.08.2016

Pilotprojekt „Ambulante Brückenpflege“ gestartet

nestwärme e.V. Deutschland erweitert sein Angebot: Das Pilotprojekt „Ambulante Brückenpflege“ unterstützt Familien mit schwerstkranken und pflegeintensiven Kindern beim Übergang von der Klinik in den heimischen Alltag. An der Seite erfahrener Pflegefachkräfte erlernen die Eltern die Betreuung ihrer Kinder selbst zu bewerkstellig...
nestwärme e.V. Deutschland erweitert sein Angebot: Das Pilotprojekt „Ambulante Brückenpflege“ unterstützt Familien mit schwerstkranken und pflegeintensiven Kindern beim Übergang von der Klinik in den heimischen Alltag. An der Seite erfahrener Pflegefachkräfte erlernen die Eltern die Betreuung ihrer Kinder selbst zu bewerkstelligen und können die zahlreichen Angebote des gesamten nestwärme Entlastungsnetzwerks nutzen. Am 17. August eröffnete die Ambulante Brückenpflege in Trier als bundesweit erstes Angebot mit diesem Konzept.

Nach zweijähriger Planung ist es nun endlich soweit: Die Ambulante Brückenpflege von nestwärme e.V. Deutschland hat ihre Pforten geöffnet und die erste Mutter mit ihrem schwerstkranken Kind wechselt von der Klinik in die Brückenpflege. Unter Anleitung fachkundigen Personals erlernen hier Eltern in familiärer Atmosphäre die pflegerische Versorgung ihres Kindes zu übernehmen, Ängste zu überwinden und ihren Tagesablauf zu organisieren. „Die Ambulante Brückenpflege von nestwärme ist für Eltern und ihre schwerstkranken Kinder eine Chance aufs Leben“, so Elisabeth Schuh, 2. Vorsitzende des nestwärme e.V. Deutschland und Geschäftsführerin der nestwärme Kinderzentrums gGmbH. Bevor die Familien nach dem Klinikaufenthalt zurück in die eigenen vier Wände kehren, können sie in den Räumlichkeiten der Ambulanten Brückenpflege in ihre neue Situation hineinwachsen und einen nat&u uml;rlichen Umgang mit ihren Herausforderungen finden. „Das ist ein Angebot, das es in dieser Form bislang noch nicht für betroffene Familien gab. Dabei ist es so wichtig für sie“, erklärte Elisabeth Schuh bei der Eröffnung.

Alleine in Rheinland-Pfalz und im Saarland gibt es rund 5.000 Kinder mit einem pflegerischen Hilfsbedarf, der durch eine Pflegestufe angezeigt wird. Von diesen Kindern kommen für die Ambulante Brückenpflege diejenigen infrage, die schwerstkrank sind und eine 24h-Verordnung von ihrem Arzt haben. „Oft stürzen Eltern in eine echte Krise, wenn die Entlassung ihres schwerstkranken Kindes aus der Klinik ansteht und es darum geht, eine 24-Stunden-Pflege zu organisieren. Schlimmer ist noch die Unsicherheit, die aus der Unkenntnis herrührt. Die Eltern kennen die Bedürfnisse ihres Kindes noch nicht und haben auch keinerlei Rüstzeug für die Betreuung zu Hause“, berichtet Elisabeth Schuh. nestwärme schließt mit der Ambulanten Brückenpflege nun erstmals die Lücke auf dem Weg von der Klinik nach Hause.

Mit dem neuen Angebot unterstützt nestwärme betroffene Familien bei der Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für die spätere Pflege zu Hause. Die Eltern lernen sich in der Welt aus Therapieplänen, Heil- und technischen Hilfsmitteln zurechtzufinden und auf die Anforderungen in den eigenen vier Wänden vorzubereiten.

Dazu bekommen sie einen Überblick über neue Therapieformen, die die Entwicklung des Kindes entsprechend fördern und Kontakt zum nestwärme Entlastungsnetzwerk sowie zu Partnern aus der Region. So eine Chance haben die betroffenen Familien bislang noch nicht bekommen.

Um eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, bietet nestwärme auf 222 Quadratmetern den Eltern mit ihren Kindern fünf möblierte Familienzimmer, eine Gemeinschaftsküche, ein behindertengerechtes Bad und einen Kinderspielplatz in Innenhof. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Angebotes ist eine ärztlich verordnete 24-Stunden-Behandlungspflege. Kind und Familie werden rund um die Uhr medizinisch und pflegerisch ambulant versorgt. Die Eltern steuern den Tagesablauf. Die ärztliche Begleitung ist durch die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin des Kinder- und Jugendzentrums am Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen sowie durch die niedergelassenen Kinderärzte gesichert.

Die finanzielle Unterstützung für das Pilotprojekt stammt anteilig aus dem Erlös des Spendenmarathons 2015 der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern – mit Mario Götze als Paten sowie der Trierer Stiftung REHKIDS. Die Kosten für die Behandlungspflege, Pflegehilfsmittel, wie z. B. das Pflegebett und die Geräte, werden von der Krankenkasse übernommen oder teilfinanziert. Kost und Logis tragen die Eltern selbst.
nestwärme e.V. Deutschland entlastet, berät und begleitet seit 1999 Familien, die ihre schwerkranken Kinder zuhause pflegen. Bundesweit engagieren sich in 10 Nestern im Rahmen des mehrfach ausgezeichneten Projekts „ZeitSchenken“ rund 1.800 Ehrenamtliche als FamilienPaten, Talent- und KompetenzSchenker. In Rheinland-Pfalz und im Saarland unterstützt nestwärme im Rahmen des Kinderkompetenzzentrums die Familien mit einem ambulanten Kinderkrankenpflegedienst, Kinderhospizdienst, einer Fachberatungsstelle mit Lotsenfunktion und in Trier mit der inklusiven Kinderkrippe. Mit dem neuen Projekt der Ambulanten Brückenpflege schließen sie erstmals die Lücke von der Klinik nach Hause für pflegeintensive Kinder.

Quelle: OTS: nestwärme e.V. Deutschland vom 18.8.2016
 
25.08.2016

Lebenshilfe fordert: Keine Reihenuntersuchung auf Down-Syndrom!

„Der Bluttest auf Down-Syndrom darf keinesfalls als Reihenuntersuchung angeboten werden. Er vermittelt den Eindruck, es sei ein perfektes Kind möglich. Ethisch hoch problematisch, gefährdet er die Akzeptanz von Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit“, kommentiert Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitz...
„Der Bluttest auf Down-Syndrom darf keinesfalls als Reihenuntersuchung angeboten werden. Er vermittelt den Eindruck, es sei ein perfektes Kind möglich. Ethisch hoch problematisch, gefährdet er die Akzeptanz von Menschen in all ihrer Unterschiedlichkeit“, kommentiert Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, die Beratungen des Gemeinsamen Bundeausschusses (G-BA) am 18. August. Es steht ein Antrag zur Methodenbewertung des Pränatest auf der Tagesordnung. Damit wird das Verfahren eingeleitet, infolge dessen die Untersuchung in den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden kann.

Für Ulla Schmidt gibt es hierzu wichtige Vorbedingungen: „Die ethische Bedeutung und gesellschaftlichen Auswirkungen einer solchen Einführung müssen dringend berücksichtigt werden. Eine von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Routineuntersuchung, die gezielt nach Föten mit Behinderung sucht und in aller Regel zur Abtreibung führt, steht im Widerspruch zum Grundgesetz sowie zur Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.“ Hinzu komme die nicht unerhebliche Zahl der falsch-positiven Testergebnisse – „das heißt“, so die Lebenshilfe-Vorsitzende, „der Test zeigt eine Behinderung an, obwohl das Kind nicht behindert ist“.
Mit dem Pränatest wird zu einem frühen Zeitpunkt in der Schwangerschaft das Blut der Frau auf das Down-Syndrom hin untersucht. Der Test wird heute schon auf freiwilliger Basis als Kassenleistung angeboten.

Quelle: Medieninformation der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. vom 18.8.2016
 
25.08.2016

Früherkennung: Neugeborenen-Screening auf Mukoviszidose startet

Der Mukoviszidose e.V. hat lange dafür gekämpft – jetzt ist es soweit: Am 1. September 2016 tritt der Beschluss über die Einführung des Neugeborenen-Screenings auf Mukoviszidose in Kraft. Durch notwendige Beratungen im Gemeinsamen Bundesausschuss hatte sich der Start des Screenings verzögert, der eigentlich für das Frühjahr ...
Der Mukoviszidose e.V. hat lange dafür gekämpft – jetzt ist es soweit: Am 1. September 2016 tritt der Beschluss über die Einführung des Neugeborenen-Screenings auf Mukoviszidose in Kraft. Durch notwendige Beratungen im Gemeinsamen Bundesausschuss hatte sich der Start des Screenings verzögert, der eigentlich für das Frühjahr 2016 geplant gewesen war. Die Untersuchung ermöglicht eine frühere Diagnose der unheilbaren Stoffwechselerkrankung, so dass die überlebensnotwendige Therapie früher einsetzen kann. Das wirkt sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus – wie klinische Langzeitstudien aus den USA und Australien gezeigt haben.

Das neu eingeführte Screening wird an bereits bestehende Untersuchungen für Neugeborene auf andere Stoffwechselerkrankungen gekoppelt. Dabei werden den Babys einige Tropfen Blut aus der Ferse entnommen und in einem Screening-Labor untersucht. Ein auffälliges Screening-Ergebnis bedeutet aber nicht, dass das Kind tatsächlich erkrankt ist. Dazu ist anschließend ein weiterer Test nötig, der so genannte Schweißtest. Nur eins von fünf Kindern mit einem auffälligen Screening-Ergebnis hat tatsächlich Mukoviszidose.

„Diese Situation der Ungewissheit – ist mein Kind krank oder gesund – kann für Eltern sehr belastend sein. Damit sie optimal betreut werden, empfehlen wir Eltern, deren Kinder ein auffälliges Screening-Ergebnis aufweisen, sich an ein vom Mukoviszidose e.V. zertifiziertes Mukoviszidose-Zentrum zu wenden“, sagt Prof. Dr. med. Manfred Ballmann, erster stellvertretender Bundesvorsitzender des Mukoviszidose e.V. „Nur dort ist garantiert, dass der Schweißtest nach den von Experten vorgegebenen aktuellen Leitlinien durchgeführt wird“, erläutert Ballmann.

Durch die Früherkennungsuntersuchung bleibt den betroffenen Kindern und ihren Eltern ein kräftezehrender Diagnoseweg erspart. Nach Zahlen des Patientenregisters des Mukoviszidose e. V. werden bisher nur rund 59 Prozent der Mukoviszidose-Fälle im ersten Lebensjahr diagnostiziert. Dabei haben Studien aus den USA und Australien gezeigt, dass sich eine frühe Diagnose der Krankheit positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken wird.

Der Mukoviszidose e.V. hat sich daher für die Einführung der Screening-Untersuchung eingesetzt. Über den Deutschen Behindertenrat war der Verein als themenbezogener Patientenvertreter in die Beratungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dem obersten Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, der Psychotherapeuten, der Krankenhäuser sowie der Krankenkassen, eingebunden. So konnte der Mukoviszidose e.V. Fachinformationen in die G-BA-Gremien einfließen lassen und für die Einführung des Neugeborenen-Screenings werben. „Wir freuen uns jetzt natürlich über diesen Erfolg, an dem auch wir als Vertreter der Patientinnen und Patienten mitgewirkt haben“, sagt Stephan Kruip, Bundesvorsitzender des Mukoviszidose e.V. „Trotzdem können wir uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen weiter dafür kämpfen, dass die Versorgung von Mukoviszidose-Betroffenen verbessert und die Krankheit endlich heilbar wird.“

Das vom Mukoviszidose e.V. getragene bundesweite Mukoviszidose-Register kann für die Evaluierung der Früherkennungsmaßnahme herangezogen werden. Durch Registerdaten können zum Beispiel in Zukunft Aussagen darüber getroffen werden, ob Mukoviszidose-Erkrankungen trotz Screening unerkannt bleiben (falsch-negative Ergebnisse) oder ob sich durch das Screening der Diagnosezeitpunkt erwartungsgemäß nach vorne verlagert. Auf Basis dieser Erkenntnisse kann das Screening-System immer weiter verbessert werden.
In Deutschland sind rund 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Durch eine Störung des Salz- und Wasserhaushalts im Körper bildet sich bei Mukoviszidose-Betroffenen ein zähflüssiges Sekret, das Organe wie die Lunge und die Bauchspeicheldrüse irreparabel schädigt. Jedes Jahr werden etwa 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren.

Weitere Informationen zum Neugeborenen-Screening sowie die Adressen der zertifizierten Mukoviszidose-Zentren gibt es im Internet unter: www.muko.info/screening

Quelle: OTS: Mukoviszidose e.V. vom 18.8.2016
 
18.08.2016

Start Master-Studiengang Kindheitswissenschaften und Kinderrechte

An der Hochschule Magdeburg-Stendal startet am Standort Stendal zum Wintersemester 2016/17 der bundesweit einmalige Master-Studiengang Kindheitswissenschaften und Kinderrechte. Noch bis zum 15.9.2016 sind Bewerbungen möglich. Der neue Studiengang richtet sich an Absolventinnen und Absolventen mit einem akademischen Abschluss in den Fachrichtungen Kindheits-, E...
An der Hochschule Magdeburg-Stendal startet am Standort Stendal zum Wintersemester 2016/17 der bundesweit einmalige Master-Studiengang Kindheitswissenschaften und Kinderrechte. Noch bis zum 15.9.2016 sind Bewerbungen möglich. Der neue Studiengang richtet sich an Absolventinnen und Absolventen mit einem akademischen Abschluss in den Fachrichtungen Kindheits-, Erziehungs-, Sozial- oder Gesundheitswissenschaften sowie Sozial- oder Kindheitspädagogik oder Psychologie. Den Studiengang gibt es als Vollstudium ohne Gebühren und auf dem Bachelor aufbauend in dieser Form nur in Stendal. Ausführliche Informationen gibt es dazu unter:

https://www.hs-magdeburg.de/studium/master/kindheitswissenschaften-und-kinderrechte.html

Quelle: Presseinformation der Hochschule Magdeburg-Stendal vom 15.8.2016
 
18.08.2016

Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen

Im BA-Studiengang „Angewandte Kindheitswissenschaften“ der Hochschule Magdeburg-Stendal haben im Laufe der vergangenen Monate insgesamt 16 Ringvorlesungen stattgefunden zum Thema: „Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen – neue Leitbilder für Bildung, Gesundheits- und Jugendhilfe“. Namhafte Referent/innen aus Wissenschaft ...
Im BA-Studiengang „Angewandte Kindheitswissenschaften“ der Hochschule Magdeburg-Stendal haben im Laufe der vergangenen Monate insgesamt 16 Ringvorlesungen stattgefunden zum Thema: „Gesundheitsförderung und Frühe Hilfen – neue Leitbilder für Bildung, Gesundheits- und Jugendhilfe“. Namhafte Referent/innen aus Wissenschaft und Praxis haben dabei in ihren Vorträgen dargestellt, welche neuen Möglichkeiten sich durch Präventionsgesetz, Frühe Hilfen und Bundeskinderschutzgesetz zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern und Familien ergeben. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere, welche wichtigen Verknüpfungsmöglichkeiten bestehen zwischen Gesundheitsakteuren und Kinder- und Jugendhilfe, aber auch welche Probleme sich aus den rechtlichen Barrieren zwischen den Sozialgesetzbüchern – insb. SGB V (Krankenversicherung) und SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) – ergeben.

Folienvorträge und Skripts zu den Vorlesungen unter: https://www.hs-magdeburg.de/hochschule/fachbereiche/angewandte-humanwissenschaften/ringvorlesung.html

Quelle: Presseinformation der Hochschule Magdeburg-Stendal vom 15.8.2016
 
18.08.2016

Erhebliche Steigerung der Inobhutnahmen

Im Jahr 2015 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, erheblich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2015 rund 42.300 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren fast 30.700 Mind...
Im Jahr 2015 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, erheblich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2015 rund 42.300 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren fast 30.700 Minderjährige oder 263 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 38.700 dieser jungen Menschen (91 Prozent) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 3.600 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein.

Von den 42.300 eingereisten unbegleiteten Minderjährigen haben im Jahr 2015 laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach derzeitigem Stand rund 22.300 (53 Prozent) einen Asylantrag gestellt.
Insgesamt haben im Jahr 2015 die Jugendämter in Deutschland gut 77.600 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren knapp 29.600 Minderjährige beziehungsweise 62 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Inobhutnahmen aufgrund von Überforderung der Eltern, Schul- und Ausbildungsproblemen oder Suchtproblemen des Kindes/Jugendlichen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.100 Fälle beziehungsweise 3 Prozent zurückgegangen.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Quelle: OTS: Statistisches Bundesamt vom 2.8.2016
 
02.08.2016

SOS-Kinderdörfer: Unbegleitete Flüchtlingskinder brauchen besseren Schutz

Rund 2,5 Millionen Menschen werden jedes Jahr Opfer von Menschenhandel. Fast die Hälfte davon sind Kinder, die zur Prostitution oder Verrichtung von teilweise lebensgefährlicher Arbeit in Minen, auf Feldern oder in Fabriken gezwungen werden. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit zum Tag gegen Menschenhandel (30.7.) hin, den die UN 2013 erstmals...
Rund 2,5 Millionen Menschen werden jedes Jahr Opfer von Menschenhandel. Fast die Hälfte davon sind Kinder, die zur Prostitution oder Verrichtung von teilweise lebensgefährlicher Arbeit in Minen, auf Feldern oder in Fabriken gezwungen werden. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer weltweit zum Tag gegen Menschenhandel (30.7.) hin, den die UN 2013 erstmals ausgerufen hatte.

„Die Dunkelziffer der betroffenen Kinder ist wahrscheinlich deutlich höher, da die Verschleppten in der Regel nirgends gemeldet sind und viele sich aus Angst an niemanden wenden“, erklärt Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, in München. Die Flüchtlingskrise lasse die Zahl zusätzlich in die Höhe schießen und vor allem unbegleitete Minderjährige zu leichten Opfern für Menschenhändler werden. Allein in Europa sind laut Europol in den vergangenen zwei Jahren mindestens 10.000 Flüchtlingskinder spurlos verschwunden.
Deshalb fordert die Hilfsorganisation einen besseren Schutz für Flüchtlingskinder: „Unbegleiteten Minderjährigen wird von Schleppern Hilfe und Arbeit versprochen und so landen viele leichtgläubig in den Händen von Menschenhändlern.“ Für Flüchtlinge aus Syrien beispielsweise sollte bereits in Syrien, dem Libanon oder der Türkei eine Aufklärung der Eltern erfolgen, damit diese nicht auf Menschenhändler hereinfallen, die ihnen eine bessere Zukunft für ihr Kind versprechen. Zudem benötigten Flüchtlingskinder und -familien eine sichere Unterbringung, anstatt in Massenunterkünften ihrem Schicksal überlassen zu werden, so der SOS-Sprecher. Das gelte auch für Deutschland.

Quelle: OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit vom 29.7.2016
 
02.08.2016

Save the Children: Kinderflüchtlinge in Italien werden ausgebeutet

In Italien werden Kinderflüchtlinge zu Prostitution und Drogenhandel gezwungen, das geht aus einem aktuellen Bericht von Save the Children hervor, der auf Erlebnisberichten von Betroffenen beruht. Die steigende Anzahl der Kinderflüchtlinge verschärft das Problem und erhöht die Gefährdung für die Mädchen und Jungen massiv. Mehr ...
In Italien werden Kinderflüchtlinge zu Prostitution und Drogenhandel gezwungen, das geht aus einem aktuellen Bericht von Save the Children hervor, der auf Erlebnisberichten von Betroffenen beruht.

Die steigende Anzahl der Kinderflüchtlinge verschärft das Problem und erhöht die Gefährdung für die Mädchen und Jungen massiv. Mehr als 10.500 unbegleitete Kinderflüchtlinge sind bereits 2016 in Italien angekommen. Das sind mehr als doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr. Im aktuellen Report von Save the Children werden die brutalen Methoden der Schlepper beleuchtet, die besonders Mädchen und junge Frauen zur Prostitution und Kinder zu schädlicher Arbeit zwingen, um ihre Schulden von oft bis zu 50.000 Euro für die Flucht abzuarbeiten.
Save the Children deckt auf, dass besonders Mädchen aus Nigeria oder Rumänien – gerade einmal 13 Jahre alt – durch falsche Versprechungen nach Italien gelockt werden, um als Babysitter, Kellnerin oder Friseurin zu arbeiten. Die Schlepper bedienen sich dabei mitunter der Hilfe von Lehrern oder anderen Vertrauenspersonen. Die Mädchen und jungen Frauen werden dann zu Prostitution gezwungen und werden Opfer von körperlicher, sexueller und emotionaler Gewalt.

Viele der Mädchen werden zudem bereits auf ihrer Flucht nach Europa Opfer sexueller Gewalt. Täter sind meist die Menschenschlepper. Manche der Mädchen werden schwanger – und sind in der Folge entweder gezwungen abzutreiben, oder werden früher oder später mit ihren Babys erpresst. Die Menschenhändler bedrohen die Babys oder sogar Familienmitglieder in den Herkunftsländern der Mädchen, um diese gefügig zu machen.

„Es ist erschütternd, was diesen Kindern widerfährt. Auf der Suche nach Sicherheit haben sich diese Mädchen und Jungen auf den Weg nach Europa gemacht. Statt Hoffnung haben sie unvorstellbares Leid erfahren. Kein Kind darf Opfer von Sklaverei und Gewalt werden. Die italienische Regierung hat schon Maßnahmen zum Schutz dieser Kinder verabschiedet. Jetzt muss der Kampf gegen diese kriminellen Organisationen europaweit erfolgen“, betont Claudia Kepp, Sprecherin von Save the Children.

Außerdem werden viele Jungen zu Kinderarbeit und kriminellen Geschäften wie Drogenhandel und Diebstahl genötigt. In Rom müssen unbegleitete Kinderflüchtlinge aus Ägypten jeden Tag zwölf Stunden Autos waschen – für 2 Euro pro Stunde. In Turin arbeiten viele Kinderflüchtlinge auf dem Bau oder in Restaurants, meistens mehr als zehn Stunden täglich. Viele der betroffenen Flüchtlingsjungen berichten, dass ihre Arbeitgeber sie misshandeln – zum Teil auch sexuell.

Zwischen Januar und Juni 2016 sind nach Angaben der italienischen Regierung 70.222 Menschen auf der Flucht in Italien angekommen. 11.608 davon waren Kinder, 10.524 von ihnen kamen allein.

Save the Children arbeitet seit 2008 mit Kinderflüchtlingen in Italien. Unsere Teams sind unter anderem bei jeder Bootsankunft in den süditalienischen Häfen präsent, um die besonders verletzlichen Kinder (z.B. solche, die ohne ihre Eltern auf der Flucht sind) zu identifizieren und zu betreuen. In Rom, Mailand und Turin betreiben wir Tages- und Nachtzentren für Flüchtlinge, wo diese Schutz sowie medizinische, psychosoziale und rechtliche Betreuung erhalten. Wir betreiben außerdem ein mehrsprachiges Nottelefon.

Quelle: OTS: Save the Children Deutschland e.V. vom 29.7.2016
 
02.08.2016

Eurochild präsentiert Erklärung zu Kinderrechten

Anfang Juli hatte die europäischen Kinderrechtsorganisation Eurochild zu einer dreitätigen Konferenz unter dem Titel „Warum Europa in Kinder investieren muss“ nach Brüssel eingeladen. Dort wurde eine Erklärung präsentiert und diskutiert, die zusammenfasst, welchen Handlungsbedarf Eurochild im Bereich der Rechte von Kindern und J...
Anfang Juli hatte die europäischen Kinderrechtsorganisation Eurochild zu einer dreitätigen Konferenz unter dem Titel „Warum Europa in Kinder investieren muss“ nach Brüssel eingeladen. Dort wurde eine Erklärung präsentiert und diskutiert, die zusammenfasst, welchen Handlungsbedarf Eurochild im Bereich der Rechte von Kindern und Jugendlichen sieht.

Besonderes Augenmerk legt sie auf vier Punkte: Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Entscheidungsprozesse in allen EU-Ländern; Überwachung und Berichterstattung darüber, wie öffentliche Mittel für Kinder ausgegeben werden, sowie die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in Haushaltsplanungen; Entwicklung von Trainings für Kinder bezüglich ihrer Rechte; ein Kinderrechtepass für jedes Kind, der über Kinderrechte informiert; Integration von geflüchteten Kindern und Kindern mit Migrationshintergrund; Garantie gleichen Schutzes und gleichen Zugangs zu ihrem Recht auf ein Aufwachsen in einer sicheren Umgebung, idealerweise bei ihrer eigenen Familie.

Zur Erklärung: http://www.eurochild.org/fileadmin/public/02_Events/2016/Eurochild_Conference/Declaration.pdf

Quelle: Aktuelles zur Familienpolitik aus Europa, Juli 2016 der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V.
 
02.08.2016

Elternbriefe du + wir komplett überarbeitet

Die Elternbriefe du + wir sind eine Initiative der katholischen Kirche, die damit junge Familien begleiten und Mütter und Väter bei der Erziehung unterstützen will. Die Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e.V. hat diese Elternbriefe nun komplett überarbeitet. Das Zusammenleben mit Kindern ist oft aufregend, manchmal auch ...
Die Elternbriefe du + wir sind eine Initiative der katholischen Kirche, die damit junge Familien begleiten und Mütter und Väter bei der Erziehung unterstützen will. Die Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e.V. hat diese Elternbriefe nun komplett überarbeitet.

Das Zusammenleben mit Kindern ist oft aufregend, manchmal auch anstrengend – und auf ganz eigene Weise schön! Dabei gibt es fast jeden Tag etwas Neues zu entdecken, so rasant entwickeln sich die Kinder in den ersten beiden Lebensjahren. Um noch näher am Alltag der Kinder und ihrer Eltern „dran“ zu sein, wurden jetzt die Inhalte komplett überarbeitet und dabei die Anzahl der Elternbriefe für die ersten beiden Lebensjahre verdoppelt.

In der Mappe „Mein Kind im 2. Lebensjahr“ sind die Briefe 10 bis 17 zusammengefasst und begleiten die Entwicklung des Kindes im Alter von 13½ Monaten bis 24 Monaten. Die Mappe kann kostenfrei bei der Geschäftsstelle der Elternbriefe bezogen werden, um sie an Mütter und Väter mit Kindern im betreffenden Alter weiterzugeben. Eltern können die Briefe bestellen und erhalten dann die weiteren Briefe 18 bis 44 bis zum 9. Lebensjahr des Kindes kostenlos zugeschickt: per Post zweimal jährlich, per Mail viermal jährlich. Bestellung können gerichtet werden an:

Elternbriefe du + wir, AKF e.V., Mainzer Str. 47, 53179 Bonn, Tel.: 0228-93299795

E-Mail: info@elternbriefe.de, www.elternbriefe.de


Quelle: Presseinformation des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) vom 27.7.2016
 
02.08.2016

Bundesweiter Vorlesetag am 18. November 2016: Jetzt anmelden!

Über 110.000 Menschen haben im letzten Jahr am Bundesweiten Vorlesetag teilgenommen und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Das größte Vorlesefest Deutschlands, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, findet in diesem Jahr am 18. November statt und ist wieder auf Rekordjagd. Vorleserinnen und ...
Über 110.000 Menschen haben im letzten Jahr am Bundesweiten Vorlesetag teilgenommen und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Das größte Vorlesefest Deutschlands, eine Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung, findet in diesem Jahr am 18. November statt und ist wieder auf Rekordjagd. Vorleserinnen und Vorleser, die ihre Lesefreude weitergeben möchten, können sich und ihre Vorleseaktion ab sofort unter www.vorlesetag.de anmelden.

Auf www.vorlesetag.de finden alle Interessierten Tipps zur Organisation einer Vorleseaktion sowie eine Übersicht über bereits angemeldete Lesungen. Außerdem können sich Vorleser, die noch einen Leseort suchen, und Zuhörer, die noch einen Vorleser benötigen, über die Seite vernetzen. Bei der Wahl des Vorleseortes sind dabei keine Grenzen gesetzt: Kindergärten, Schulen und Bibliotheken sind genauso geeignet wie Museen, Züge oder sogar Karussells.

Der Bundesweite Vorlesetag will ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Vorlesen setzen und Freude am Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden. Denn Studien zeigen: Kinder und Jugendliche, denen in ihrer frühen Kindheit durch Vorlesen ein Bezug zum Lesen vermittelt wurde, haben später selbst mehr Freude daran. Sie lesen häufiger und intensiver und haben in vielen Fächern im Schnitt bessere Schulnoten. Zudem prägt regelmäßiges Vorlesen das soziale Empfinden und Verhalten von Kindern positiv.

2015 nahmen über 1.000 Prominente und Politiker am Bundesweiten Vorlesetag teil – darunter Schauspielerin Veronica Ferres und Moderatorin Nazan Eckes sowie Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble und Bundesministerin Andrea Nahles. Sie sorgen als Botschafter für eine noch größere öffentliche Aufmerksamkeit und sind Vorlese-Vorbilder.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 28.7.2016
 
28.07.2016

Kinder mit Fluchterfahrung: KTK weist auf Materialien, Arbeitshilfen und Web-Links hin

Kinder mit Fluchterfahrung sind in erster Linie eines: Sie sind Kinder! Um gerade diesen Kindern nach ihrer oft langwierigen und traumatisierenden Flucht wieder Sicherheit vermitteln zu können und sie nachhaltig zu integrieren, ist der Besuch einer Kindertageseinrichtung von besonderer Bedeutung. Kitas sind sichere Orte, an denen Kinder mit Fluchterfahrung und...
Kinder mit Fluchterfahrung sind in erster Linie eines: Sie sind Kinder! Um gerade diesen Kindern nach ihrer oft langwierigen und traumatisierenden Flucht wieder Sicherheit vermitteln zu können und sie nachhaltig zu integrieren, ist der Besuch einer Kindertageseinrichtung von besonderer Bedeutung. Kitas sind sichere Orte, an denen Kinder mit Fluchterfahrung und ihre Familien zur Ruhe kommen und neue Zuversicht schöpfen können.
Um Kitas und pädagogische Fachkräfte bei dieser Herausforderung zu unterstützen, hat der KTK-Bundesverband auf seiner Website mit Hilfe der Diözesancaritasverbände eine Sammlung von Materialien, Hinweisen auf Arbeitshilfen und Web-Links zum Thema „Kinder mit Fluchterfahrung“ angelegt. Die Informationen sind nach folgenden Kategorien sortiert: Handreichungen für die tägliche Arbeit in der Kita, Allgemeine, rechtliche und politische Informationen, Stichwort: Trauma, Filmmaterial, Weiterführende Literatur, Impulse über die Kita hinaus. Es wurde darauf geachtet, dass das Material überregional einsetzbar ist. Dennoch können einige Informationen diözesanspezifisch sein.

Wir danken allen, die sich an unserer Abfrage beteiligt und so diese Materialsammlung ermöglicht haben. Die Sammlung kann abgerufen werden unter:

http://www.ktk-bundesverband.de/unserangebotunserearbeit/kinder-mit-fluchterfahrung/

Quelle: Presseinformation des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) vom 25.7.2016
28.07.2016

Zähneputzen von Anfang an: Empfehlungen der DAJ zur Prävention frühkindlicher Karies

Babys Zähne sollten strahlen, das tun sie jedoch nicht immer: Ein Teil der Kleinkinder ist an frühkindlicher Karies und dabei häufig an einer besonders schweren Form, der sogenannten Nuckelflaschenkaries, erkrankt. Diese zerstört insbesondere die Frontzähne bereits unmittelbar nach dem Durchbruch, verursacht Entzündungen und Abszesse, ...
Babys Zähne sollten strahlen, das tun sie jedoch nicht immer: Ein Teil der Kleinkinder ist an frühkindlicher Karies und dabei häufig an einer besonders schweren Form, der sogenannten Nuckelflaschenkaries, erkrankt. Diese zerstört insbesondere die Frontzähne bereits unmittelbar nach dem Durchbruch, verursacht Entzündungen und Abszesse, ist schmerzhaft und stigmatisierend für das Kind. Frühkindliche Karies beeinträchtigt Kinder in ihrer gesunden Entwicklung also massiv. Durch eine zahngesunde Ernährung und regelmäßige Mundhygiene vom ersten Milchzahn an ist sie vermeidbar. Dass immer mehr Kleinkinder von Anfang an in Kitas und Tagespflege betreut werden, eröffnet eine Chance früher Prävention: In Deutschland haben alle Kinder unter 12 Jahren Anspruch auf zahnmedizinische Gruppenprophylaxe. Die nun veröffentlichten Empfehlungen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. (DAJ) beschreiben, wie die Gruppenprophylaxe für unter 3-Jährige gestaltet werden sollte.

Gruppenprophylaxe ist in deutschen Kitas seit Jahrzehnten fest etabliert. Die Betreuung von Kleinkindern jedoch stellt sowohl die Einrichtungen als auch das Personal der Gruppenprophylaxe vor neue pädagogische Herausforderungen. Die DAJ hat daher eine kindheitswissenschaftliche Expertise in Auftrag gegeben und nun auf dieser Basis ihre Empfehlungen zur Gestaltung der Gruppenprophylaxe für unter 3-Jährige, die 2012 erstmals veröffentlicht wurden, erweitert und aktualisiert. Im Zentrum stehen dabei wichtige Kernbotschaften zur Mundgesundheit der Kleinsten für die Bezugspersonen wie Eltern und die Kita-Erzieherinnen und -Erzieher.

„Die Förderung der elterlichen Verantwortung für die Gesunderhaltung der Kinderzähne und ein mundgesund gestalteter Kita-Alltag sollten sich idealerweise ergänzen. Die Informationen dazu müssen die Bezugspersonen erreichen und sowohl mundgesunde Ernährung als auch das Zähneputzen von Anfang an – zu Hause und in der Einrichtung – als selbstverständlich entwickeln. Die Mundgesundheit in der frühen Kindheit gilt als prägend für das weitere Kariesrisiko“, erläutert Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Dem Setting Kita kommt eine besondere Bedeutung für die mundgesundheitliche Chancengleichheit aller Kinder zu“, ergänzt Dr. Michael Kleinebrinker, alternierender DAJ-Vorsitzender. „Mit unseren Empfehlungen möchten wir erreichen, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft, die Chance haben, mit gesunden Zähnen groß zu werden. Die Gruppenprophylaxe unterstützt die Kita-Teams hier bundesweit in ihrem gesetzlichen Auftrag zu Gesundheitsbildung und -förderung.“ Kleinebrinker vertritt den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen, die nach § 21 Sozialgesetzbuch V den Auftrag haben, die flächendeckende Umsetzung der Gruppenprophylaxe in Deutschland zu ermöglichen.

Die Publikation „Frühkindliche Karies: zentrale Inhalte der Gruppenprophylaxe für unter 3-jährige Kinder. Erweiterte Empfehlungen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege“ steht ab sofort in zwei Versionen online und in gedruckter Form zur Verfügung: Entweder als Kurzversion ohne oder als Langversion mit der zugrundeliegenden Expertise der Kindheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Christina Jasmund.

Download: http://daj.de/Zaehneputzen-von-Anfang-an-E.102+M5497070dde8.0.html

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e. V. (DAJ) vom 22.7.2016
28.07.2016

Broschüre „Orientierungen für Eltern Frühe Tagesbetreuung“ neu erschienen

Die Broschüre „Orientierungen für Eltern. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihr Kind in eine Krippe, Kita oder Kindertagespflegestelle geben“ wurde inhaltlich überarbeitet und ist nun neu erschienen. Wann ist der beste Zeitpunkt für den Übergang in Tagesbetreuung? Wie viele Stunden täglicher Betreuung sind angemessen?...
Die Broschüre „Orientierungen für Eltern. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihr Kind in eine Krippe, Kita oder Kindertagespflegestelle geben“ wurde inhaltlich überarbeitet und ist nun neu erschienen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Übergang in Tagesbetreuung? Wie viele Stunden täglicher Betreuung sind angemessen? Woran kann ich eine gute Qualität erkennen? Beeinträchtigt frühe Tagesbetreuung die Bindung des Kindes an mich als Mutter oder Vater? Welche Bildungs- und Förderangebote kann ich erwarten? Inwiefern profitiert mein Kind vom Zusammensein mit anderen Kindern? Wann ist es überfordert? Mache ich etwas falsch, wenn ich mich gegen frühe Tagesbetreuung entscheide? Wie sollte eine gute Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Erzieherinnen und Erziehern bzw. Tagespflegepersonen aussehen? Was tun, wenn mein Kind nicht zurechtkommt?

In der Broschüre bekommen Eltern Orientierungen, wie der Übergang in frühe Tagesbetreuung im besten Interesse des Kindes gelingen kann.

Die Broschüre wurde von der Deutschen Liga für das Kind herausgegeben und kann in gedruckter Form bestellt werden unter www.fruehe-kindheit-online.de (Staffelpreise: 1-9 Exemplare für je 2,50 Euro, 10-99 Exemplare für je 2,00 Euro, ab 100 Exemplaren je 1,50 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten).

Auf der Website www.fruehe-tagesbetreuung.de ist ein kostenloser Download möglich.

Quelle: Information der Deutschen Liga für das Kind vom 27.7.2016
25.07.2016

Betreuungszahlen für Kinder unter drei Jahren weiter gestiegen

Zum Stichtag 1. März 2016 wurden 721.000 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder in der öffentlichen Kindertagespflege betreut. Das meldet das Statistische Bundesamt. Dies waren 26 000 Kinder (3,7 Prozent) mehr als im Vorjahr 2015. Blickt man zurück auf die vergangenen zehn Jahre, ist ein enormer Anstieg zu verzeichnen: Im März...
Zum Stichtag 1. März 2016 wurden 721.000 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder in der öffentlichen Kindertagespflege betreut. Das meldet das Statistische Bundesamt. Dies waren 26 000 Kinder (3,7 Prozent) mehr als im Vorjahr 2015. Blickt man zurück auf die vergangenen zehn Jahre, ist ein enormer Anstieg zu verzeichnen: Im März 2006, belief sich die Zahl auf 286.017 betreute Kinder.

Diesen Anstieg um 434.983 Kinder wertet Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Erfolg: "Ich freue mich, dass immer mehr Eltern das Angebot für ihre Kinder in Kita und Kindertagespflege nutzen können. Die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Länder und Kommunen beim Ausbau der Kindertagesbetreuung greifen. Das zeigen die neuesten Zahlen des statistischen Bundesamtes: Dass es ausreichende Plätze und eine qualitativ hochwertige Betreuung gibt, ist die Voraussetzung dafür, dass alle Kinder die gleichen Chancen haben. Darum arbeiten wir weiter daran, dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen", so Schwesig.

Trotzdem: Der Ausbau muss weitergehen, um flächendeckend den Elternwünschen zur Betreuung ihrer Kinder nachzukommen. Die Bundesregierung sieht dazu für die kommenden Jahre deutlich mehr Mittel für die Kindertagesbetreuung vor. Mit einem vierten Investitionsprogramm sollen den Ländern 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden, um weitere Plätze in Kitas und in der Kindertagespflege zu schaffen. Dies sieht der Beschluss des Regierungsentwurfes zum Haushalt 2017 und zum Finanzplan bis 2020 vor. Damit werden die Mittel aus dem dritten Investitionsprogramm, das 550 Mio. Euro umfasst, nochmal deutlich aufgestockt.

Es geht aber nicht nur um die Quantität, sondern auch um die Qualität: Eltern wünschen sich die bestmögliche Betreuung und Bildung für ihre Kinder. Laut der aktuellen Studie "Die Zukunft des Wohlfahrtsstaates" der Friedrich-Ebert-Stiftung, befürworten 87 Prozent der Eltern, dass die Qualität von Betreuung, vor allem für kleine Kinder, erhöht wird.

Deshalb stellt der Bund den Ländern die durch den Wegfall des Betreuungsgeldes frei werdenden Mittel von rund 2 Milliarden Euro bis 2018 zur Verfügung. Neben dem gemeinsam mit den Ländern entwickelten Qualitätsprozess setzt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Verbesserung der Qualität in der Kindertagesbetreuung über seine Bundesprogramme fort.

Weitere Informationen unter www.bmfsfj.de und www.frühe-chancen.de .


Quelle: Presseinfo BMFSJF
10.07.2016

UNICEF-Report 2016 zu Kindern im Krieg und auf der Flucht

Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg haben nach Einschätzung von UNICEF so viele Kinder unter den Folgen von Konflikten, Krisen und Naturkatastrophen gelitten wie heute. Laut UNICEF-Report 2016 wachsen derzeit weltweit rund 250 Millionen Mädchen und Jungen in Konfliktgebieten auf. Noch viel mehr Kinder sind von Naturkatastrophen wie Dürren, Übers...
Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg haben nach Einschätzung von UNICEF so viele Kinder unter den Folgen von Konflikten, Krisen und Naturkatastrophen gelitten wie heute. Laut UNICEF-Report 2016 wachsen derzeit weltweit rund 250 Millionen Mädchen und Jungen in Konfliktgebieten auf. Noch viel mehr Kinder sind von Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen oder Epidemien bedroht. Gleichzeitig haben die Komplexität und die Dauer von Notsituationen zugenommen – ob in Afghanistan, Syrien, Jemen oder Südsudan. Allein in 2015 wurden 16 Millionen Babys in einer Konfliktregion geboren. Mit der Kampagne „Letzte Chance für eine Kindheit“ ruft UNICEF zu politischem Handeln und zu Spenden auf, um Schutz und Bildungschancen für Kinder im Krieg und auf der Flucht zu verbessern. www.unicef.de/kindheit

„In keiner Krisenregion der Welt dürfen wir es zulassen, dass Kinder und Jugendliche zu einer verlorenen Generation werden“, erklärte Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Deshalb haben wir gerade in den Bereichen Schule, berufliche Bildung, Gesundheit und psychosoziale Betreuung unseren Einsatz verstärkt. UNICEF ist hier ein starker Partner. Jeder Euro, den wir in Krisenregionen in den Bau von Schulen, Bildungschancen für Mädchen, Sportprogramme oder in Trauma-Behandlung investieren, erzielt vor Ort ein Vielfaches an Wirkung.“

„Kinderschutz und Bildungsprogramme sind Rettungsanker für Millionen Kinder in Krisenländern“, sagt Cornelius Williams, Leiter der weltweiten Kinderschutzprogramme von UNICEF. „Kinder sind meist erstaunlich widerstandsfähig. Trotz schlimmer Erfahrungen können sie sich entwickeln, wenn sie sichere Zufluchtsorte haben, wo sie spielen und lernen können.“

„Für Kinder im Krieg und auf der Flucht ist Heimatlosigkeit das einzige Zuhause“, erklärte Dr. Jürgen Heraeus, Vorsitzender von UNICEF Deutschland. „Trotzdem ist es möglich, ihnen Erfahrungen zu vermitteln, die alle Kinder brauchen: ein Stück Sicherheit, Vertrauen, die Möglichkeit zu spielen und zu lernen.“

Der UNICEF-Report 2016 dokumentiert Fakten zur Kindheit in Krisengebieten:
Weltweit können rund 75 Millionen Kinder im Alter von drei bis 18 Jahren aufgrund von anhaltenden Krisen oder Katastrophen keinen Kindergarten besuchen, nicht zur Schule gehen oder nur unregelmäßig lernen.
Jeden Tag werden im Durchschnitt vier Schulen oder Krankenhäuser zur Zielscheibe bewaffneter Angriffe. Im Jahr 2014 wurden allein in Afghanistan 164 Angriffe auf Schulen registriert, im Irak waren es im gleichen Zeitraum 67. In Nigeria zerstörte oder beschädigte die Terrorgruppe Boko Haram seit Beginn des Aufstandes mehr als 1.200 Schulen und tötete über 600 Lehrer.
In Syrien hat UNICEF allein im Jahr 2015 mehr als 1.500 schwerste Kinderrechtsverletzungen verifiziert – dies war nur die Spitze eines Eisberges. In 60 Prozent der Fälle wurden Kinder durch Bomben in dicht besiedelten Wohngebieten getötet oder verstümmelt. Ein Drittel der Opfer wurde auf dem Schulweg getötet.
Im Krieg und auf der Flucht wird das Grundvertrauen der Kinder erschüttert. UNICEF schätzt, dass 20 Prozent der vom Konflikt betroffenen Kinder im Nahen Osten gefährdet sind, leichte bis moderate psychische Probleme zu entwickeln, drei bis vier Prozent könnten schwere Probleme entwickeln, wenn ihnen nicht geholfen wird.
Für die UNICEF-Hilfe in Krisenländern ist die Bundesregierung einer der wichtigsten Unterstützer. Allein im Jahr 2015 unterstützte Deutschland das Kinderhilfswerk mit 250 Millionen Euro. Ein Großteil, rund 160 Millionen Euro, wurde im Kontext der Syrienkrise eingesetzt. Im Auftrag der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) organisiert UNICEF beispielsweise in Flüchtlingscamps im Nordirak Fußballturniere, Theaterworkshops und Lesungen, die den Kindern Beschäftigung und Abwechslung bieten. Hunderte Kinder nehmen an Theatergruppen teil, in jedem Lager erstellen Jugendliche eine eigene Zeitung.
Im Jahr 2015 führte UNICEF weltweit 310 Nothilfeeinsätze in 102 Ländern in Konflikten, Krisen und nach Naturkatastrophen durch. Zusammen mit Partnern wurden 25,5 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt und 23 Millionen Kinder gegen Masern geimpft. Zwei Millionen Kinder mit akuter schwerer Mangelernährung wurden behandelt. 7,5 Millionen Mädchen und Jungen erhielten Zugang zu Notschulen und 3,1 Millionen wurden durch psychosoziale Hilfsprogramme erreicht.

UNICEF unterstreicht: Kinder aus Krisengebieten brauchen mehr als Trinkwasser, Nahrung und Medikamente. Humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe müssen ineinander greifen, damit Mädchen und Jungen auch unter schlimmsten Bedingungen Kind sein können – das heißt so gut es geht geschützt und betreut werden und zur Schule gehen.

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 5.7.2016
 
10.07.2016

Kinderkommission: Stellungnahme zur Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland

Die Kinderkommission hat sich in der Vorsitzzeit von Susann Rüthrich im vorigen Jahr schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland befasst und sich hierzu im Rahmen von fünf öffentlichen Expertengesprächen die Expertise von Sachverständigen eingeholt. Die gewonnenen Erkenntnisse haben zu einem umfassenden F...

Die Kinderkommission hat sich in der Vorsitzzeit von Susann Rüthrich im vorigen Jahr schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland befasst und sich hierzu im Rahmen von fünf öffentlichen Expertengesprächen die Expertise von Sachverständigen eingeholt. Die gewonnenen Erkenntnisse haben zu einem umfassenden Forderungskatalog geführt, der in einer Stellungnahme zusammengefasst wurde.
Die Stellungnahme kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.bundestag.de/blob/433634/a3eea52ce794584e49c356d95d2e0bd1/stellungnahme_kinderrechte-data.pdf

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundestages vom 4.7.2016
 
10.07.2016

Bundesverband für Kindertagespflege: Ländermonitor zeigt deutliche Unterschiede auf

Zum neuen „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung erklärte die Bundesvorsitzendes des Bundesverbandes für Kindertagespflege, Inge Losch-Engler: „Der neue Ländermonitor liefert aufschlussreiche Zahlen zur Kinderbetreuung, beschränkt sich aber nur auf die Analyse der Betreuung in Kitas. Di...
Zum neuen „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung erklärte die Bundesvorsitzendes des Bundesverbandes für Kindertagespflege, Inge Losch-Engler: „Der neue Ländermonitor liefert aufschlussreiche Zahlen zur Kinderbetreuung, beschränkt sich aber nur auf die Analyse der Betreuung in Kitas. Die Kindertagespflege wird in dem Bericht nicht erwähnt, obwohl in Deutschland rund 150.000 Kinder in Kindertagespflege betreut werden.

Anders als bei den Kitas ist in der Kindertagespflege der Betreuungsschlüssel vom Gesetzgeber bundesweit auf maximal fünf gleichzeitig anwesende Kinder festgelegt, die einer bestimmten Kindertagespflegeperson zugeordnet sind. Das Problem, dass bei Krankheit oder Vertretung die Gruppen stark wachsen, kann es in der Kindertagespflege deshalb nicht geben. Hier hat die Kindertagespflege ein Alleinstellungsmerkmal.
Der Bundesverband unterstützt die Forderung der Bertelsmann Stiftung nach bundeseinheitlichen Qualitätsstandards für die Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertagespflege und in Kitas. Mögliche verfassungskonforme Wege dazu sind bereits in der Studie von Prof. Joachim Wieland aufgezeigt worden“.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbands für Kindertagespflege e.V. vom 1.7.2016

 
10.07.2016

Paritätischer fordert Qualitätsoffensive bei Kitas und Krippen

Eine Qualitätsoffensive von Bund und Ländern für Kitas und Krippen fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband in Reaktion auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Betreuungssituation im regionalen Vergleich. Der Verband kritisiert, dass Deutschland, was die Qualität und insbesondere den Fachkräfteschlüssel angeht, ein...
Eine Qualitätsoffensive von Bund und Ländern für Kitas und Krippen fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband in Reaktion auf die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung zur Betreuungssituation im regionalen Vergleich.
Der Verband kritisiert, dass Deutschland, was die Qualität und insbesondere den Fachkräfteschlüssel angeht, einem „Flickenteppich“ gleicht. „Es kann nicht sein, dass die Bildungschancen eines Kindes vom Wohnort abhängen und ein Kind in Mecklenburg-Vorpommern in fast doppelt so großen Gruppen betreut wird wie in Baden-Württemberg“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Unter solchen Voraussetzungen kann von gleichwertigen Lebensverhältnissen wie sie das Grundgesetz einfordert, für Kinder im Vorschulalter kaum die Rede sein. Gleichwertige Lebensbedingungen bedeuten für Kinder insbesondere auch gleichwertige Bildungschancen.“

Der Paritätische fordert von Bund und Ländern eine Qualitätsoffensive. „Es muss das Ziel aller politischen Kräfte nun sein, endlich zu vergleichbaren, guten Standards für die Kinder in allen Regionen zu gelangen. Dafür muss zwingend auch mehr Geld ins System“, so Schneider. Der Paritätische sagt dabei Familienministerin Schwesig seine Unterstützung zu, wenn es darum gehe, zu verbindlichen Verabredungen mit den Ländern über gute Qualität und sichere Finanzierung zu gelangen.

Quelle: OTS: Paritätischer Wohlfahrtsverband vom 29.6.2016
 
10.07.2016

Kinderhilfswerk fordert Investitionsprogramm zur Verbesserung der Kita-Qualität

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von Bund, Ländern und Kommunen weitere Kraftanstrengungen zur Verbesserung der Kita-Qualität in Deutschland. Dazu braucht es aus Sicht des Verbandes bundesweite qualitative Mindeststandards, die im Kinder- und Jugendhilfegesetz festgeschrieben werden sollten. „Die von der Bertelsmann Stiftung vorgelegten Zahlen z...
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert von Bund, Ländern und Kommunen weitere Kraftanstrengungen zur Verbesserung der Kita-Qualität in Deutschland. Dazu braucht es aus Sicht des Verbandes bundesweite qualitative Mindeststandards, die im Kinder- und Jugendhilfegesetz festgeschrieben werden sollten. „Die von der Bertelsmann Stiftung vorgelegten Zahlen zeigen, dass wir trotz der leichten Verbesserungen beim Personalschlüssel noch immer weit von den wissenschaftlich empfohlenen Standards entfernt sind. Hier besteht weiterhin dringender Verbesserungsbedarf. Um die Qualität in Kitas zu steigern, spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für ein Investitionsprogramm in Höhe von fünf Milliarden Euro jährlich für die nächsten Jahre aus. Sonst werden wir in unseren Kindertageseinrichtungen den Kindern nicht ausreichend gerecht“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anläs slich der Veröffentlichung des aktuellen „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung.

Mitbestimmung als Qualitätsfaktor
„Aber nicht nur der Personalschlüssel darf im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Auch die Mitbestimmung von Kindern in Kindertageseinrichtungen sollte als Qualitätsfaktor ins Zentrum der Arbeit rücken. So können die Potentiale der Kinder besser gefördert und wichtige Akzente in der dringend notwendigen Weiterentwicklung der Demokratieförderung gesetzt werden. Denn wer die Vorteile von Beteiligung früh kennen lernt, beteiligt sich mit höherer Wahrscheinlichkeit auch im späteren Lebensverlauf an demokratischen Prozessen. Frühe Beteiligung von Kindern durchbricht zudem den Kreislauf der Vererbung von Armut. Der Kinderreport 2012 des Deutschen Kinderhilfswerkes hat gezeigt, dass Kinder durch Mitbestimmung schon in jungem Alter soziale Kompetenzen entwickeln, die sie stark machen. Dadurch können die Kinder erfolgreich mit aversiven Reizen umgehen. Für Kinder in benachteiligten sozialen Lagen ist es also von besonderer Bedeutung, bereits in der Kita Mitbestimmung zu lernen und zu erleben. Wir brauchen daher durchgängige Standards, mit denen Partizipation als Faktor gelingender Entwicklung in der frühkindlichen Erziehung verankert wird. Zudem steigert die Qualifizierung der Fachkräfte zu Mitbestimmung der Kinder die Qualität von Kindertageseinrichtungen. Das Recht, gehört zu werden steht auch schon den Jüngsten zu. Kitas haben einen Bildungsauftrag, dessen Kern auch die Demokratieförderung sein muss. Mitbestimmung sollte ein Grundsatz der Pädagogik in Kindergärten sein“, so Hofmann weiter.

Da die Anforderungen an die Erzieherinnen und Erzieher in den letzten Jahren enorm gestiegen sind, brauchen diese aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes selbst mehr Zeit, um die Entwicklung der Kinder zu dokumentieren, um Fort- und Weiterbildungen zu besuchen, um gute Elternarbeit leisten zu können, und um die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu gestalten, beispielsweise beim Übergang in die Schule. Auch das muss bei der Debatte um die Qualitätsverbesserung berücksichtigt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 29.6.2016

 
07.07.2016

Wachsende Armut Alleinerziehender

50 Prozent der Kinder Alleinerziehender erhalten keinen Unterhalt, 25 Prozent bekommen weniger als ihnen zusteht. Die Folge: Knapp eine Million Kinder Alleinerziehender in Deutschland leben von Hartz IV. Um die Situation dieser Kinder zu verbessern, müsste die Politik Regelungen für den Kindesunterhalt ändern. Gütersloh, 6. Juli 2016. 2,3 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in einer Ein-Eltern-Familie auf – davon 89 Prozent bei der Mutter. Ihnen droht häufige...
50 Prozent der Kinder Alleinerziehender erhalten keinen Unterhalt, 25 Prozent bekommen weniger als ihnen zusteht. Die Folge: Knapp eine Million Kinder Alleinerziehender in Deutschland leben von Hartz IV. Um die Situation dieser Kinder zu verbessern, müsste die Politik Regelungen für den Kindesunterhalt ändern.
Gütersloh, 6. Juli 2016. 2,3 Millionen Kinder in Deutschland wachsen in einer Ein-Eltern-Familie auf – davon 89 Prozent bei der Mutter. Ihnen droht häufiger ein Leben in Armut als Gleichaltrigen, die mit beiden Elternteilen zusammen leben. 37,6 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland bezogen 2015 SGB-II-Leistungen. Damit sind sie fünf Mal so häufig von Grundsicherungsleistungen abhängig wie Paarhaushalte mit minderjährigen Kindern (7,3 Prozent). Insgesamt wachsen 970.000 Kinder in einer Ein-Eltern-Familie auf, die Hartz IV bezieht. Jedes zweite Kind im Hartz IV-Bezug lebt also in einer Familie mit einem Elternteil. Das zeigt eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung. Verfasst haben sie Professorin Anne Lenze (Hochschule Darmstadt) und Antje Funcke (Bertelsmann Stiftung).

Das Armutsrisiko von Alleinerziehenden ist nach wie vor sehr hoch; in den vergangenen 10 Jahren hat sich ihre Situation sogar weiter verschlechtert: 42 Prozent bezogen 2014 ein Einkommen, das weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens entsprach. Das sind 6,6 Prozentpunkte mehr als 2005. Bei Paarfamilien ist das Armutsrisiko im selben Zeitraum um 11,7 Prozentpunkte gesunken. „Kinderarmut ist ganz wesentlich auf die Armut von Alleinerziehenden zurückzuführen. Dagegen brauchen wir gezielte Maßnahmen. Nur so ermöglichen wir mehr Bildungs- und Teilhabechancen für fast eine Million betroffene Kinder“, sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Bei drei von vier Kindern kommt kein oder nur geringer Unterhalt an
Die Hälfte der Alleinerziehenden erhält überhaupt keinen Unterhalt für ihre Kinder. Weitere 25 Prozent bekommen nur unregelmäßig Unterhalt oder weniger als den Mindestanspruch. Die Gründe dafür wurden bislang nicht untersucht. Der ausbleibende Unterhalt für die Kinder ist eine zentrale Ursache dafür, dass viele Ein-Eltern-Familien nicht über die Armutsgrenze kommen. Dabei ist mit 61 Prozent die Mehrheit der alleinerziehenden Mütter erwerbstätig. Aufgrund der häufig allein getragenen Verantwortung für die Fürsorge der Kinder, die Erwerbsarbeit und den Haushalt arbeiten sie oft in Teilzeit (58 Prozent). Ihr durchschnittlicher Stundenumfang ist dabei mit 29,5 Stunden pro Woche allerdings deutlich größer als der von Müttern in Paarhaushalten (24,5 Stunden). Das so erwirtschaftete Erwerbseinkommen reicht dennoch vielfach nicht aus, um den eigenen Unterhalt und auch noch den der Kinder zu decken.

Zahlt der unterhaltspflichtige Elternteil nachweislich nicht, können Alleinerziehende den sogenannten Unterhaltsvorschuss beantragen (145 Euro bis zum Alter von 5 Jahren, 190 Euro im Alter von 6 bis 12 Jahren). 2014 haben 455.000 Kinder diese Leistung in Anspruch genommen. Allerdings erhalten sie Unterhaltsvorschuss höchstens sechs Jahre lang und auch nur, wenn sie jünger als zwölf Jahre sind. „Die Regeln zum Unterhaltsvorschuss gehen häufig an der Lebensrealität der Betroffenen vorbei und haben die Kinder und Jugendlichen nicht im Blick. Alle Kinder haben unabhängig vom Alter und dem Trennungszeitpunkt ihrer Eltern Bedarfe, die gedeckt sein müssen. Deshalb sollten auch alle Kinder und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren Anspruch auf Unterhaltsvorschuss haben“, sagt Jörg Dräger.

Fünf Schritte gegen Kinderarmut in Ein-Eltern-Familien
Die Politik sollte ein Hauptaugenmerk auf Reformen beim Kindesunterhalt legen, um Armut in Ein-Eltern-Familien schnell und wirksam zu bekämpfen. Folgende fünf Schritte sind dafür notwendig.

(1) Vertiefte Analysen: Gründe müssen ermittelt werden, warum Unterhalt regelmäßig nur bei einem Viertel der Alleinerziehenden ankommt.
(2) Bessere Durchsetzung: Bei mangelnder Zahlungsbereitschaft der nicht betreuenden Elternteile muss die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche der Kinder verbessert werden. Ein Modell dafür könnte der britische Child Maintenance Service sein.
(3) Staatliche Unterstützung: Bei fehlender Zahlungsfähigkeit der nicht betreuenden Elternteile muss der Staat für den Unterhalt der Kinder aufkommen, um Kinderarmut zu vermeiden und Bildungs- und Teilhabechancen zu eröffnen. Ein-Eltern-Familien dürfen dadurch nicht von Hartz IV abhängig werden.
(4) Reform Unterhaltsvorschuss: Der Unterhaltsvorschuss muss grundlegend reformiert werden. Die altersgerechten Bedarfe der Kinder müssen gedeckt und Leistungen von 0 bis 18 Jahren gewährt werden. Das Kindergeld sollte nur zur Hälfte auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet werden, wie bei anderen Unterhaltszahlungen auch. Die bisherige komplette Anrechnung benachteiligt alle Kinder, die auf Unterhaltsvorschuss angewiesen sind.
(5) Geteilte Sorge: Die tatsächlich gelebten Betreuungsmodelle in getrennten Familien müssen im Unterhalts- und Sozialrecht stärker berücksichtigt werden. Teilen sich Eltern die Sorge, entstehen dadurch Mehrkosten: Zwei Kinderzimmer, doppelte Kleidung und Spielzeug, Bus- und Bahnfahrten sind teuer und müssen finanziert werden. Auch finanziell schwächeren Familien muss eine geteilte Sorge möglich sein.

Quelle: Presseinfo Bertelsmann-Stiftung

 
02.07.2016

Schlimme Zustände in der Kita

Die Kitachefin kann nicht mehr. Es ist erst Mittag, aber sie geht nach Hause. Dort schreibt sie an ihre Vorgesetzten bei der Diakonie in Frankfurt: "Noch nie habe ich Kinder so wund gesehen und schreien hören, weil sie nicht gewickelt wurden." Erzieherinnen ihrer Krippe schreien Kinder an, zerren sie am Arm durch das...
Die Kitachefin kann nicht mehr. Es ist erst Mittag, aber sie geht nach Hause. Dort schreibt sie an ihre Vorgesetzten bei der Diakonie in Frankfurt: "Noch nie habe ich Kinder so wund gesehen und schreien hören, weil sie nicht gewickelt wurden." Erzieherinnen ihrer Krippe schreien Kinder an, zerren sie am Arm durch das Zimmer. Auch ihre Co-Chefin alarmiert den Träger. "Notsituation" lautet der Betreff der E-Mail. "Wir machen unseren Job sehr gerne und mit gutem Gewissen, aber die Umstände machen die Arbeit einfach untragbar." So steht es in einer Falldokumentation über Mängel in der Kita, die ZEIT ONLINE vorliegt.
Den ganzen Artikel können Sie hier weiterlesen.
30.06.2016

Stiftung Lesen: Mehr Leseclubs für ganz Deutschland

Dank einer Mittelaufstockung im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kann die Stiftung Lesen bundesweit 25 zusätzliche Leseclubs einrichten. Das Konzept unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwick...
Dank einer Mittelaufstockung im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kann die Stiftung Lesen bundesweit 25 zusätzliche Leseclubs einrichten. Das Konzept unter dem Motto „Mit Freu(n)den lesen“ hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt: Mittlerweile besuchen über 7.000 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren regelmäßig die rund 250 Leseclubs, die die Stiftung Lesen mit lokalen Bündnispartnern bisher in allen Bundesländern eingerichtet hat. Die Kinder treffen sich in den außerunterrichtlichen Lernumgebungen, um gemeinsam zu lesen, zu spielen und mit verschiedenen Medien kreativ zu sein.

Mit Hilfe der Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt die Stiftung Lesen die Leseclubs mit einer umfangreichen Medienausstattung und die ehrenamtlichen Leseclub-Betreuer mit Präsenz-Weiterbildungen. Dies trägt entscheidend zum erfolgreichen Aufbau und einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Leseclubs bei, die auf der engagierten Arbeit von deutschlandweit über 800 Ehrenamtlichen basieren. In den Leseclubs können Kinder betreute freizeitorientierte Angebote wahrnehmen, die ohne Notendruck ihre Lesemotivation steigern. Da sie deutschlandweit an ganz unterschiedlichen und auch ungewöhnlichen Orten wie z.B. in einem Zirkus, in einer Moschee oder in einem Fußballstadion angesiedelt sind, eröffnen die Leseclubs besonders niedrigschwellige Zugänge zum Lesen. So erreichen sie auch Kinder aus bildungsbenachteiligten Verhältnissen und mit Migrationshintergrund. Zudem machen die Leseclubs sich den so genannten „Peer-Group-Effekt“ zunutze, da sie Kindern Raum bieten, sich gegenseitig zu unterstützen und so zum regelmäßigen Lesen zu motivieren.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, freut sich über die weitere Förderung der Leseclubs: „Mit der weiteren finanziellen Unterstützung durch das BMBF können wir die bisher erzielten Erfolge ausbauen: Wir streben die Einrichtung von Leseclubs insbesondere an jeder Grundschule mit offenem Ganztagsangebot an. Zudem möchten wir in Zukunft verstärkt Kinder mit Fluchterfahrung erreichen. Dafür setzen wir bei der Medienausstattung einen entsprechenden Schwerpunkt und unterstützen Ehrenamtliche gezielt mit Weiterbildungen zum Thema Mehrsprachigkeit und Interkulturalität, damit sie ihrer anspruchsvollen Aufgabe gerecht werden können.“

Interessierte Einrichtungen wie z. B. Offene Ganztagsschulen, Bibliotheken, Jugendzentren und Mehrgenerationenhäuser können sich im Laufe des Sommers mit einem weiteren Bündnispartner um einen Leseclub bewerben, um im Herbst 2016 in das Projekt zu starten. Weitere Informationen rund um die Bewerbung: www.leseclubs.de

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 22.6.2016
 
30.06.2016

Trend zum „Baby-Pucken“ gefährdet gesunde Entwicklung der Hüfte

Seit 20 Jahren gehört die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte zum allgemeinen Vorsorgeprogramm für Kinder. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) sieht die Erfolge des Screenings jedoch gefährdet: Der Trend, Babys eng in Tücher oder Decken einzuwickeln, um sie zu beruhigen und das Einschlafen zu er...
Seit 20 Jahren gehört die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte zum allgemeinen Vorsorgeprogramm für Kinder. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) sieht die Erfolge des Screenings jedoch gefährdet: Der Trend, Babys eng in Tücher oder Decken einzuwickeln, um sie zu beruhigen und das Einschlafen zu erleichtern, könnte zu einer Zunahme der Hüftfehlstellungen führen, befürchten die Ultraschallexperten.

„Beim klassischen Pucken werden die Beine in Streckstellung aneinander gebunden“, erläutert DEGUM-Expertin Dr. med. Tamara Seidl, Oberärztin der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie am Franziskus Hospital in Bielefeld. Je nach Dauer des Puckens wirken hier Kräfte, die das Wachstum der Hüfte verändern und verlangsamen. Die Hüfte reift nicht normal aus und es kann sich eine sogenannte Hüftdysplasie entwickeln, bei der Gelenkkopf und -pfanne nicht aufeinander passen. „Das geht bis hin zum Ausrenken des Gelenks“, betont Seidl und schildert ein Fallbeispiel aus der eigenen Praxis: „Das Kind war beim Ultraschall nach der Geburt unauffällig, und zunächst konnte sich keiner erklären, warum es im Alter von fünf Wochen plötzlich diese Hüftreifungsstörung gab“, berichtet die Medizinerin. „Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass das Kind gepuckt wurde.“

Problematisch wird es insbesondere dann, wenn die Veränderungen erst nach der dritten Vorsorgeuntersuchung auftreten. Denn bei der sogenannten „U3“ in der vierten bis fünften Lebenswoche untersuchen Kinderärzte regelhaft die Hüften der Babys per Ultraschall und könnten die Schäden noch entdecken. Aktuelle Zahlen aus Australien zeigen eine Verdreifachung der spät diagnostizierten Hüftdysplasie-Fälle nach dem dritten Lebensmonat – trotz eines frühen klinischen Screenings. „Die Ursachen für diese Entwicklung der letzten Jahre sind nicht ganz klar, aber ein Zusammenhang mit dem Pucken ist sehr wahrscheinlich“, so Seidl. In anderen Ländern, etwa der Türkei oder Japan, sollen Aufklärungskampagnen die Eltern von der umstrittenen Wickelmethode abbringen.

Etwa vier Prozent aller Säuglinge kommen mit einer unreifen Hüfte zur Welt. Wird eine ausgerenkte Hüfte, „Hüftluxation“ genannt, nicht behandelt, entwickeln die Kinder einen hinkenden Gang. Seit 1996 ist die Ultraschalluntersuchung der Säuglingshüfte Bestandteil der „U3“ im Alter von vier bis fünf Lebenswochen. Kinder mit einem besonders hohen Risiko werden bereits mit wenigen Tagen im Rahmen der „U2“ geschallt. „Das betrifft etwa Kinder, bei denen in der Familie schon Fälle von Hüftdysplasie aufgetreten sind. Oder auch Babys, die aus Beckenendlage geboren wurden“, erläutert Seidl. Den Erfolg des Screenings untermauern verschiedene Studien. So sank der Anteil der Kinder, die wegen einer Hüftdysplasie in Deutschland operiert werden mussten, nach Einführung des generellen Ultraschallscreenings von 1,26 pro 1.000 Lebendgeburten auf 0,26.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) vom 6.6.2016

 
30.06.2016

Pilotprojekt in Flüchtlingsunterkunft: Kinder und Frauen besser schützen

Am 21. Juni hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eine Notunterkunft in der Marburger Straße in Berlin besucht. Die Einrichtung, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird, gehört zu den Pilotprojekten der Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“, die das Bundesfamilienministerium gemeins...
Am 21. Juni hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eine Notunterkunft in der Marburger Straße in Berlin besucht. Die Einrichtung, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird, gehört zu den Pilotprojekten der Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“, die das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit UNICEF und anderen Partnern ins Leben gerufen hat.

„Wir müssen Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften besser vor Übergriffen schützen. Jeder Fall von Gewalt, Kindesmissbrauch und Vergewaltigung ist einer zu viel. Dafür brauchen wir Schutzkonzepte, die konkret und in der Praxis gut umzusetzen sind. Kinder und Frauen brauchen Rückzugsmöglichkeiten, sie sollen sich sicher fühlen. Ich freue mich sehr, dass wir starke Kooperationspartner wie UNICEF, BAGFW, DRK, den UBSKM, Plan und Save the Children an unserer Seite haben, die uns bei diesem Projekt unterstützen“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Mit zusätzlichen Mitteln des BMFSFJ in Höhe von 1 Mio. Euro wurden in bisher insgesamt 25 BAGFW-Einrichtungen bundesweit zusätzliche Koordinatorenstellen für Gewaltschutz eingerichtet. Die Aufgabe der Koordinatoren besteht darin, in enger Abstimmung mit der Heimleitung, Schutzkonzepte in den Einrichtungen zu erstellen und umzusetzen und sie sollen Ansprechpartner für Jugend-, Sozial- und Arbeitsämter sowie für Beratungsstellen und Frauenhäuser sein.

UNICEFs besonderes Augenmerk gilt der Förderung der Frauen und Kinder gemäß der UN-Kinderrechtskonvention. „Flüchtlingsunterkünfte sind keine kindgerechten Orte, in ihnen sollten sich Mädchen und Jungen nur so kurz wie möglich aufhalten“, sagte Kirsten Di Martino, UNICEF-Flüchtlingskoordinatorin in Deutschland. „Aber auch für relativ kurze Zeiträume ist es notwendig und möglich, ein schützendes und förderndes Umfeld zu schaffen. Dazu gehören neben wirksamen Schutzkonzepten zum Beispiel kinderfreundliche Räume, in denen Kindern und Jugendlichen und strukturierte Lern- und Spielangebote zur Verfügung stehen, die ihnen Halt geben und helfen ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Hier kann UNICEF seine Erfahrung aus der weltweiten Programmarbeit einbringen.“

Das Deutsche Rote Kreuz beteiligt sich mit zwei Pilotunterkünften in Berlin und vier weiteren Unterkünften bundesweit an dem Projekt. „Für uns ist das Thema Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften absolut zentral. Deshalb haben wir uns sofort an der Initiative beteiligt und arbeiten dabei mit dem Familienministerium und UNICEF sehr eng zusammen. Wir wissen auch, wie schwierig es in der Praxis ist, Familien mit Kindern so unterzubringen, dass zum Beispiel angemessene Schlaf- und Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind. Doch wenn wir in Deutschland schon die Situation haben, dass Familien zum Teil über längere Zeit in Notunterkünften leben müssen, dann setzen wir als Deutsches Rotes Kreuz alles daran, die Bedingungen zu verbessern und so sicher und kindgerecht wie möglich zu gestalten“, sagt DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Bundesweit betreut das DRK derzeit etwa 300 F lüchtlingsunterkünfte.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die
Kooperationsvereinbarung mit UNICEF zum „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ geschlossen. Die Umsetzung der Vereinbarung erfolgt mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Ziel ist es, bundesweit in jeder Flüchtlingsunterkunft größtmöglichen Schutz für Kinder und Frauen zu erreichen und zugleich niedrigschwellige Integrationsangebote für Flüchtlinge zu etablieren. Bundesministerin Schwesig sieht hier den Bedarf für eine bundesgesetzliche Regelung. Bund und Länder prüfen derzeit gemeinsam, ob der Bund eine solche gesetzliche Verpflichtung schafft.

Die vom DRK geleitete Notunterkunft Marburger Straße wurde im Oktober 2015 als Familien-Notunterkunft eröffnet und beherbergt 330 Menschen, davon 165 Kinder unter 18 Jahren. Seit rund vier Wochen haben UNICEF-Mitarbeiter die Unterstützung der Heimleitung intensiviert. Sie schulen das Personal und die freiwilligen Helfer, entwickeln Schutzkonzepte für die Unterkunft und strukturierte Spiel- und Lernangebote für die Kinder.
Weitere Informationen: www.bmfsfj.de und www.unicef.de

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 21.6.2016
 
30.06.2016

Jahrestagung der Liga: „WIR SIND DA! Kinder aus Krisenregionen“

Unter dem Titel „WIR SIND DA! Kinder aus Krisenregionen. Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft“ veranstaltet die Deutsche Liga für das Kind in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland ihre diesjährige öffentliche Jahrestagung am 7./8. Oktober 2016 in Oberhausen. Schirmherrin der Tagung ist Hannelore Kraft, Ministerpr&a...
Unter dem Titel „WIR SIND DA! Kinder aus Krisenregionen. Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft“ veranstaltet die Deutsche Liga für das Kind in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland ihre diesjährige öffentliche Jahrestagung am 7./8. Oktober 2016 in Oberhausen. Schirmherrin der Tagung ist Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.


Angesichts der großen Zahl der aus Not und Verzweiflung mit ihren Eltern aus Krisenregionen nach Deutschland geflohenen Kinder soll erörtert werden, wie diese Kinder vor allem in den ersten etwa sechs Lebensjahren bestmöglich aufgefangen und unterstützt werden können und welche Konzepte für Bildung und Integration erfolgreich sind. Außerdem soll diskutiert werden, wie effektive Kinderschutzkonzepte aussehen sollten, was Fachkräfte bei Anzeichen für gesundheitliche Belastungen wie zum Beispiel Traumatisierungen tun können und wo Träger, staatliche Institutionen und die Politik gefordert sind.

Themen und Referent(inn)en u. a.: Otto Schweitzer, Soziologe und Dokumentarfilmer (Präsentation des Films „Ruhe auf der Flucht. Begegnungen mit Flüchtlingskindern“); Christian Schneider, Geschäftsführer des Deutschen Komitees für UNICEF (Sichere Orte für Kinder: Flüchtlinge in Deutschland und weltweit); Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan, Wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung und Professor für Moderne Türkeistudien und Integrationsforschung an der Universität Duisburg-Essen (Flucht und Migration. Was brauchen junge Menschen für eine (neue) Beheimatung?); Dr. med. Kerstin Stellermann-Strehlow, Oberärztin in der Ambulanz für seelisch erkrankte Kinder und Jugendliche, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Seelische Gesundheit von Flüchtlingskindern); Dr. Thomas Meysen, Fachlicher Leiter des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e.V., DIJuF, in Heidelberg (Flüchtlingskinder und der Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe für die Gesellschaft); Petra Wagner, Direktorin des Instituts für den Situationsansatz ISTA/INA Berlin gGmbH und Leiterin der Fachstelle Kinderwelten (Heterogenität als Chance – Herausforderungen für die Kita), Podiumsdiskussion zum Thema „Wie Integration gelingt. Unterstützung für Kinder aus Krisenregionen“ (Moderation: Judith Schulte-Loh).

Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an alle mit Kindern und für Kinder tätigen Fachkräfte u.a. in Kindertageseinrichtungen, an Verantwortliche in Politik und Verwaltung sowie an Studierende, Auszubildende und alle am Thema interessierte.

Sie sind herzlich eingeladen! Die Anmeldung ist ausschließlich online unter folgendem Link möglich: https://ems.lvr.de/tms/frontend/index.cfm?l=06DA988C02CDF402CCF1EF4CEFF67D3E&sp_id=1

Teilnahmegebühr: 70,- EUR für die Teilnahme an beiden Tagen, 30,- EUR für die Teilnahme an der Abendveranstaltung am Freitag (Führung und Buffet)

Tagungsort: Rheinisches Industriemuseum, Hansastraße 20, 46049 Oberhausen

Quelle: Presseinfo Deutsche Liga für das Kind
30.06.2016

nifbe-Konferenzen zu "Kinder und Familien mit Fluchterfahrung"

Ein Drittel aller nach Deutschland einreisender Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Dort, wo Kinder mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung aufgenom¬men werden, stehen die pädagogischen Fachkräfte vor vielfältigen Herausforderungen. Neben der interkulturellen Kompetenz als Grundlage sind hier insbesondere die Zusammenarbeit mit ...
Ein Drittel aller nach Deutschland einreisender Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Dort, wo Kinder mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung aufgenom¬men werden, stehen die pädagogischen Fachkräfte vor vielfältigen Herausforderungen. Neben der interkulturellen Kompetenz als Grundlage sind hier insbesondere die Zusammenarbeit mit den Eltern, die alltagsintegrierte Sprachförderung und der Umgang mit möglicherweise traumatisierten Kindern zu nennen. Grundsätzlich gilt es, den Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen ein sicheres Ankommen in der Kindertagesbetreuung zu ermöglichen.

In diesem und im nächsten Jahr bietet das nifbe im Rahmen der vom Kultusministerium initiierten Qualifizierungsinitiative „Vielfalt fordert. Vielfalt fördert“ in Niedersachsen zehn Regionalkonferenzen zum Thema „Kinder und Familien mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung an“. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen grundsätzlich zu Handlungsanforderungen der Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern mit Fluchterfahrung in der Kinderta-gesbetreuung zu informieren und sie zum fachlichen Austausch sowie zur Netzwerkbildung anzuregen. Die Regionalkonferenzen richten sich insbesondere an KiTa-Leitungskräfte, Fachberatungen in bzw. für Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen sowie an Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe.

Die Regionalkonferenzen starten mit einer grundlegenden Einführung in das Thema Kinder und Familien mit Fluchterfahrung und beleuchten in der Folge in kurzen Impulsvorträgen und zwei Workshop-Panels folgende Themenschwerpunkte näher:
 
  • Lebensrealität von Kindern und Familien mit Flüchtlingshintergrund
    Praktische Handlungsansätze in der Kindertagesbetreuung: Migrationspädagogische Kompetenz und migrationsgesellschaftliche Öffnung in der Kindertagesbetreuung
    Ressourcenorientierte Zusammenarbeit mit Familien mit Fluchterfahrungen
    Flucht als traumatische Erfahrung - eine Herausforderung für die Kindertagesbetreuung
    Umgang mit Mehrsprachigkeit und Deutsch als Zweitsprache
2016 finden die Regionalkonferenzen an folgenden Standorten statt:
 
  • Hannover (07.09.)
    Lüneburg (05.10)
    Emden (20.10.)
    Braunschweig (03.11.)
    Lingen (05.12.)

Zur Veranstaltungsreihe und Online-Buchung:

Kinder und Familien mit Fluchterfahrung in der Kindertagesbetreuung
 
30.06.2016

GEW: KiTa-Qualitätsgesetz jetzt!

„Dass der Geburtsort eines Kindes über dessen Bildungsweg entscheidet, ist ein Skandal. Der Bund muss jetzt handeln und ein Kita-Qualitätsgesetz auf den Weg bringen. Es soll einen Beitrag dazu leisten, für Kinder bundesweit vergleichbare Lebensverhältnisse zu schaffen“, sagte Norbert Hocke, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Jugendhilfe und Sozialarbeit, mit Blick auf den aktuellen Kita-Ländermonitor der Bertelsmann S...
„Dass der Geburtsort eines Kindes über dessen Bildungsweg entscheidet, ist ein Skandal. Der Bund muss jetzt handeln und ein Kita-Qualitätsgesetz auf den Weg bringen. Es soll einen Beitrag dazu leisten, für Kinder bundesweit vergleichbare Lebensverhältnisse zu schaffen“, sagte Norbert Hocke, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für Jugendhilfe und Sozialarbeit, mit Blick auf den aktuellen Kita-Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung (s.a. hier: Kita-Qualität steigt bei großen bundeweiten Unterschieden). Die Studie mache noch einmal deutlich, dass die Bildungschancen der Kinder bereits in der Kita durch die Unterschiedlichkeit der Lebensverhältnisse in den Bundesländern geprägt würden.


„Es ist an der Zeit, dass der Bund seiner Verantwortung mit einem Bundesqualitätsgesetz gerecht wird. Mit Standards, die die Erzieher-Kind-Relation, die Freistellung der Leitungskräfte, die Fachberatung und die Anerkennung mittelbarer pädagogischer Arbeitszeit festschreiben, verbessert sich die Qualität in den Kitas strukturell deutlich“, betonte Hocke. Er verwies auf ein Gutachten des Verwaltungsrechtlers Prof. Joachim Wieland von der Universität Speyer. Dieser hatte festgestellt, dass die im Grundgesetz verbrieften Rechte auf vergleichbare Lebensverhältnisse nicht mehr gewährleistet seien, wenn Eltern keine verlässliche, vergleichbare Kita-Bildung für ihre Kinder bekommen. Rechtlich sei der Weg für ein Bundeskitagesetz also frei. „Und: Wenn der politische Wille da ist, kann ein Bundesqualitätsgesetz auch finanziert werden“, unterstrich das GEW-Vorstandsmitglied. „Was für den Hochschulbereich möglich war – die Lockerung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern – muss auch für die frühkindliche Bildung gelten. Kinder sind nicht nur die Zukunft eines Landes, sondern auch die Gegenwart.“

Info:

Laut der Bertelsmann-Studie liegt der Personalschlüssel in den Ländern im Krippenbereich zwischen 1:3,1 und 1:6,5 (Fachkraft-Kinder). Im Kindergartenbereich für die Drei- bis Sechsjährigen zwischen 1:3 und 1:14,7. Wissenschaftler empfehlen eine Fachkraft-Kind-Relation von 1:3 (Krippe) und 1:7 bzw. 1:8 (Kita). Dabei spiegelt der Personalschlüssel nicht die reale Situation vor Ort wider: Die Erzieher-Kind-Relation in den Einrichtungen ist deutlich schlechter als der Personalschlüssel, den die Länder festlegen.

Nach den Berechnungen der Bertelsmann Stiftung würde die Verbesserung des Personalschlüssels 4,8 Milliarden Euro kosten. Bereits für 2013 hatten sich die Staaten der Europäischen Union darauf verständigt, ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts für frühkindliche Bildung auszugeben. Deutschland liegt zurzeit bei 0,76 Prozent.

Quelle: www.bildungsklick.de
27.06.2016

Guter Ganztag macht Familien stark und fördert Teilhabe

Eltern sind darauf angewiesen, dass ihr Nachwuchs auch nach dem Wechsel von der Kita in die Grundschule optimal betreut und bestmöglich gefördert wird. Um entsprechende Ganztagsangebote zur Verfügung stellen zu können, kooperieren viele Schulen in Deutschland mit Trägern der Jugendhilfe. Die Leistung der vielen pädagogischen Fachkr&aum...
Eltern sind darauf angewiesen, dass ihr Nachwuchs auch nach dem Wechsel von der Kita in die Grundschule optimal betreut und bestmöglich gefördert wird. Um entsprechende Ganztagsangebote zur Verfügung stellen zu können, kooperieren viele Schulen in Deutschland mit Trägern der Jugendhilfe. Die Leistung der vielen pädagogischen Fachkräfte, die sich neben dem Lehrpersonal in der Ganztagsbetreuung engagieren, hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin, Caren Marks, heute Morgen in Berlin gewürdigt: "Guter Ganztag gehört zu einer Familienpolitik, die Familien stark macht und die Teilhabechancen aller Kinder verbessert. Bei diesem Thema bleiben wir weiter am Ball und fördern im Rahmen des Bundesprogramms "Kita Plus" gute und flexible Betreuungsangebote auch für Kinder im Schulalter", sagte Caren Marks in ihrer Eröffnungsrede zur Dialog-Konferenz "Ganztag gemeinsam".


Auf der eintägigen Veranstaltung tauschen sich heute rund 200 Fachleute aus ganz Deutschland über die Vorteile der Zusammenarbeit von Jugendhilfe-Einrichtungen und Grundschulen bei der Ganztagsbetreuung aus. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hat die Konferenz gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Vernetzungsprogramms Qualität vor Ort organisiert. Auf dem Programm steht neben verschiedenen Analysen zu aktuellen Fragen der Ganztagsbetreuung auch die Präsentation gelungener Praxisbeispiele. Behandelt werden Themen wie Betreuungsbedarf in Ferienzeiten, die Integration geflüchteter Kinder oder die Sicherung der pädagogischen Qualität.

"Es ist nicht simpel, die Frage zu beantworten, wie Ganztagsangebote den vielen Bedürfnissen, Talenten und Wünschen der hier betreuten Kinder am besten gerecht werden. Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Grundschule ist dabei zentral. Nur wenn es gelingt, die unterschiedlichen Stärken und Kompetenzen zu bündeln und zu verzahnen, dann steigt auch die Qualität der gemeinsamen Bildungsangebote", sagte DKJS-Geschäftsführerin Dr. Heike Kahl.

Weitere Informationen zum Programm Qualität vor Ort erhalten Interessierte unter www.qualitaet-vor-ort.org und unter 030 257 676 830.

Über Qualität vor Ort

Das Programm Qualität vor Ort ist eine Gemeinschaftsaktion der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Jacobs Foundation. Es zielt darauf ab, die Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung zu unterstützen und das Zusammenspiel wichtiger regionaler Partner zu stärken - damit alle Kinder in Deutschland gleiche Chancen haben und ihre Fähigkeiten und Talente voll entfalten können.
Quelle: Presseinfo BMFSJF
23.06.2016

Kriminalstatistik: Gewalt an Kindern und Jugendlichen sinkt um bis zu 37 Prozent

Die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche stellt sowohl eine gesellschaftliche Belastung als auch Herausforderung dar. Jede Gewalttat ist zu verurteilen. Jedes Kind und jede(r) Jugendliche wird körperlich und psychisch schwer geschädigt. Darum eignen sich die Zahlen des Bundeskriminalamtes nie für eine Erfolgsmeldung. Aber – und das ist für ...
Die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche stellt sowohl eine gesellschaftliche Belastung als auch Herausforderung dar. Jede Gewalttat ist zu verurteilen. Jedes Kind und jede(r) Jugendliche wird körperlich und psychisch schwer geschädigt. Darum eignen sich die Zahlen des Bundeskriminalamtes nie für eine Erfolgsmeldung. Aber – und das ist für den Kinderschutz eine gute Meldung – die Zahlen verbessern sich. Das heißt, im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind viel weniger Kinder und Jugendliche von Gewalt betroffen.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr 2010 die Gewaltkriminalität gegen Kinder um 28 Prozent gesenkt werden konnte. Die gefährliche und schwere Körperverletzung sank im gleichen Zeitraum bei den bis 14-Jährigen um 24,7 Prozent und bei den bis 18-Jährigen um mehr als 37 Prozent.
Eine Entwicklung, die sich für alle Gewaltdelikte beobachten lässt und von der Zuversicht für die nächsten Jahre ausgehen kann. Die Zahlen finden Sie unter: http://www.kinderschutz-zentren.org/Mediengalerie/1465478603_-_Kriminalstatistik_2015.pdf

Gleichzeitig zeigt die Statistik aber auch ein neues Problemfeld auf: Die Zahlen belegen, dass das Internet als Tatmittel zum sexuellen Kindesmissbrauch eine immer größere Relevanz bekommt. Bei der Betrachtung der Fallzahlen fällt auf, dass diese in den letzten Jahren kontinuierlich steigen. Offensichtlich hat der Kinderschutz hier ein Problem. Auf der Seite http://www.chatten-ohne-risiko.net können Kinder und Jugendliche, Eltern und Pädagog(inn)en sich informieren, wie ein besserer Schutz möglich ist.

Quelle: Newsletter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V. vom 15.6.2016

 
23.06.2016

Statistisches Bundesamt: Väterbeteiligung beim Elterngeld steigt weiter an

Für mehr als jedes dritte Kind (34,2 Prozent), das 2014 in Deutschland geboren wurde, bezog nicht allein die Mutter, sondern auch der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte erhöht. Die Beteiligung der Väter ...
Für mehr als jedes dritte Kind (34,2 Prozent), das 2014 in Deutschland geboren wurde, bezog nicht allein die Mutter, sondern auch der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte erhöht. Die Beteiligung der Väter steigt seit Einführung dieser Leistung kontinuierlich an: Beim Geburtsjahrgang 2008 war es noch jedes fünfte Kind (20,8 Prozent) gewesen, für das der Vater Elterngeld in Anspruch nahm, beim Geburtsjahrgang 2010 bereits jedes vierte Kind (25,3 Prozent). Dem gegenüber lag die Mütterbeteiligung 2014 bei 96 Prozent. Insgesamt haben 933.000 Mütter und Väter für ihre im Jahr 2014 geborenen Kinder Elterngeld bezogen.

Sachsen war mit inzwischen 44,2 Prozent schon das dritte Jahr in Folge Spitzenreiter bei der Väterbeteiligung, gefolgt von Bayern mit 41,7 Prozent. Doch auch das Saarland, das in den letzten Jahren durchweg die geringste Väterbeteiligung beim Elterngeld aufwies, holt auf: Dort hat sich die Väterbeteiligung seit dem Geburtsjahrgang 2008 von 12,0 Prozent auf 23,0 Prozent nahezu verdoppelt.

Das im Jahr 2015 neu eingeführte Elterngeld Plus konnte für Kinder des Geburtsjahrgangs 2014 noch nicht in Anspruch genommen werden. Die maximale Bezugsdauer betrug noch zwölf Monate für ein Elternteil beziehungsweise 14 Monate bei Alleinerziehenden oder bei geteilter Inanspruchnahme von beiden Eltern, wobei jeder Elternteil mindestens zwei Monate lang Elterngeld beziehen musste. Ebenso wie in den Vorjahren entschieden sich vier von fünf Vätern (79 Prozent) für die Mindestbezugsdauer von zwei Monaten, während die überwiegende Mehrheit der Mütter (87 Prozent) die maximale Bezugsdauer von zwölf Monaten ausschöpfte.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) mit Tabelle sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 21.6.2016
 
23.06.2016

Deutsches Kinderhilfswerk fordert deutliche Korrekturen beim Integrationsgesetz

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert angesichts der deutlichen Kritik zahlreicher Verbände und im Zuge des UNICEF-Lageberichts zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland die Bundesregierung auf, beim Integrationsgesetz deutliche Korrekturen zum Wohle von Flüchtlingskindern vorzunehmen. „Wir brauchen beim Integrationsgesetz einen gro&szl...
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert angesichts der deutlichen Kritik zahlreicher Verbände und im Zuge des UNICEF-Lageberichts zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland die Bundesregierung auf, beim Integrationsgesetz deutliche Korrekturen zum Wohle von Flüchtlingskindern vorzunehmen. „Wir brauchen beim Integrationsgesetz einen großen Wurf und kein Klein-Klein. Von Misstrauen und Angst geprägte Kompromisslösungen bringen uns angesichts der Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik nicht entscheidend weiter. Stattdessen muss ein Integrationsgesetz, das seinen Namen verdient, die Integration insbesondere von Flüchtlingskindern und ihren Familien sowie ihre Teilhabe und Partizipation an unserer Gesellschaft sicherstellen. Bildungsintegration über einen ungehinderten Zugang zu Kindertageseinrichtungen und eine Schulpflicht für alle Flüchtlingskinder von Anfang an, und zwar unabhängig von der Bleibeperspektiv e, sind hier Schlüsselfaktoren“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sollten zur Integration von Flüchtlingskindern in Deutschland noch folgende Punkte Aufnahme im Integrationsgesetz finden:

Flüchtlingskinder, die noch nicht schulpflichtig sind, sollten ungehinderten Zugang zu Kindertageseinrichtungen haben. Nie wieder lernen Menschen so viel und mit so großem Spaß wie in den ersten Lebensjahren. Dabei kann eine gute Bildung schon für kleine Kinder die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft befördern und herkunftsbedingte sowie soziale Unterschiede am besten ausgleichen. Zur Integration von Flüchtlingskindern in den Kita-Alltag braucht es Erzieherinnen und Erzieher, die interkulturelle Kompetenzen und Diagnosefähigkeiten haben, um die Möglichkeiten und Fähigkeiten von Flüchtlingskindern zu erkennen und zu fördern. Darüber hinaus bietet ein Besuch einer Kindertageseinrichtung auch eine Abwechslung vom oftmals tristen und impulsarmen Alltag der Flüchtlingsheime.

Der Zugang zu Schulen und Ausbildungsstätten muss sichergestellt werden. Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Ausbildung – ganz gleich, wo es lebt und welchen Aufenthaltsstatus es hat. Dies wird am besten durch eine umfassende Schulpflicht von Anfang an, und zwar unabhängig von der Bleibeperspektive, sichergestellt. Schulen, Sprachlerneinrichtungen und Vorbereitungskurse müssen für Kinder aber auch tatsächlich zugänglich sein, d.h. diese müssen örtlich erreichbar und durch entsprechende Verkehrsmittel angebunden sein. Gleichzeitig sollte eine Ausstattung der Kinder mit Fahrtickets und Lernmitteln gewährleistet werden. Es ist nicht hinzunehmen, dass die Zugänge zu Schulen und Ausbildungsstätten in den Bundesländern sehr unterschiedlich ausfallen. Dies betrifft den Zeitpunkt des Schuleintritts, die Schulbesuchsdauer und das Platzkontingent in Berufsschulen.

Flüchtlingskinder brauchen einen vollständigen Zugang zu ärztlicher Versorgung. Deshalb sollte mit Hilfe einer regulären Versicherungskarte Zugang zur ärztlichen Versorgung gewährleistet werden. Das umfasst sowohl die Sicherstellung einer medizinischen Grundversorgung in den Erstaufnahmeeinrichtungen als auch den Zugang zur medizinischen Standardversorgung nach der Erstaufnahme. Insbesondere eine gute Aufklärung der Eltern über die Sinnhaftigkeit von Impfungen ist wichtig, da so der Schutz von Kindern vor krankheitsbedingten Schäden verbessert werden kann.

Die Sicherung der Einheit von Familien mit Kindern muss Ziel der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik sein. Dazu sollten die Beschränkungen und Hindernisse beim Familiennachzug, die insbesondere durch das Asylpaket II eingeführt wurden, zurückgenommen und das Aufenthaltsrecht demgegenüber so umgestaltet werden, dass ein Rechtsanspruch auf Familiennachzug auch dann besteht, wenn bereits in Deutschland lebende Familienmitglieder nicht über genügend Wohnraum verfügen und ihren Lebensunterhalt nicht unabhängig von Sozialleistungen bestreiten können. Die derzeitige Praxis zeigt, dass diese hohen Voraussetzungen zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen führen, die der schnellen Integration entgegenstehen. Zu oft scheitern Familienzusammenführungen, was einen extremen Eingriff in das Recht des Kindes auf ein Leben mit seinen Eltern darstellt.

Flüchtlingskinder müssen den gleichen Anspruch auf Leistungen der bestehenden Sozialsysteme haben wie andere Kinder in Deutschland auch. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes widersprechen die Lebensbedingungen von Kindern, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, Artikel 27 der UN-Kinderrechtskonvention, demzufolge jedes Kind ein Recht auf einen seiner Entwicklung angemessenen Lebensstandard hat. Ebenso wird das in Artikel 26 festgelegte Recht auf soziale Sicherheit für Flüchtlingskinder nicht garantiert. Das gilt beispielsweise dann, wenn lediglich Sachleistungen gewährt werden, die eine kindgerechte Ernährung oft nicht möglich machen, wenn die medizinische Behandlung von Kindern auf akute Erkrankungen und Schmerzzustände reduziert wird oder wenn psychosoziale Hilfen nicht gewährt werden, um seelische Traumata zu behandeln.

Solange Kinder in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind, müssen Vorkehrungen zum Schutz vor sexueller Gewalt getroffen werden. Dafür braucht es die bundesgesetzliche Absicherung von Mindeststandards in den Flüchtlingsunterkünften zum Schutz dieser Kinder. Dadurch soll es potentiellen Täterinnen und Tätern erschwert oder bestenfalls unmöglich gemacht werden, sich den oft traumatisierten und psychisch instabilen Kindern zu nähern und durch den Aufbau von Vertrauen die Grundlage für Übergriffe zu schaffen. Schutzkonzepte müssen sowohl das Personal in den Gemeinschaftsunterkünften als auch Bewohnerinnen und Bewohner in den Blick nehmen, darüber hinaus aber auch Betreuende sowie Patinnen und Paten, die beispielsweise im schulischen Bereich unterstützen oder Freizeitaktivitäten anbieten.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 21.6.2016
 
23.06.2016

UNICEF-Lagebericht zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland

Geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland leben über immer längere Zeiträume in einem nicht kindgerechten Umfeld. Ihre Rechte auf Schutz, Teilhabe, gesundheitliche Versorgung und Bildung werden oft monatelang nur eingeschränkt oder gar nicht gewahrt. Gleichzeitig wächst auch innerhalb der Gruppe der Flüchtlingskinder die U...
Geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland leben über immer längere Zeiträume in einem nicht kindgerechten Umfeld. Ihre Rechte auf Schutz, Teilhabe, gesundheitliche Versorgung und Bildung werden oft monatelang nur eingeschränkt oder gar nicht gewahrt. Gleichzeitig wächst auch innerhalb der Gruppe der Flüchtlingskinder die Ungleichbehandlung – je nach Herkunftsland und angenommener Bleibeperspektive. Das stellt UNICEF Deutschland in einem jetzt veröffentlichten „Lagebericht zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland“ fest. UNICEF fordert, das Wohl der Kinder zum Maßstab aller sie betreffenden Entscheidungen zu machen.

„Alle Kinder haben die gleichen Rechte – ganz egal woher sie kommen, welcher Gemeinschaft sie angehören und welchen Aufenthaltsstatus sie haben. Flüchtlingskinder haben oft Angst und brutale Gewalt erfahren. Sie brauchen besonderen Schutz und besondere Fürsorge“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

Schon 2014 hatte UNICEF die starke Benachteiligung von Flüchtlingskindern und Defizite bei der Umsetzung ihrer Rechte in Deutschland festgestellt. Diese Defizite haben sich mit der so genannten „Flüchtlingskrise“ nochmals verschärft. Die großen Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden und der enorme Einsatz der Zivilgesellschaft sorgen zwar dafür, dass eine Notversorgung sichergestellt ist. Auch ist die Situation je nach Bundesland, Kommune oder Einrichtung verschieden. Trotzdem geben viele Entwicklungen der vergangenen Monate aus Sicht von UNICEF Anlass zur Sorge.

Unterbringung: Die Zeitspanne, die Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in Not- und Erstaufnahmeeinrichtungen verbringen müssen, hat sich deutlich verlängert: von ursprünglich maximal drei auf sechs Monate oder mehr. Dort sind die sanitären Bedingungen und die gesundheitliche Versorgung einschließlich psychosozialer Hilfe oftmals unzureichend. Privatsphäre und Rückzugsräume gibt es kaum. Es fehlen vielerorts Schutzkonzepte und Maßnahmen zur Vorbeugung von Gewalt gegen Frauen und Kinder, ebenso wie strukturierte Spiel- und Lernangebote.

Integration und Bildung: Mit der langen Verweildauer in Not- und Erstaufnahmeeinrichtungen verzögert sich meist auch die Integration der Kinder in Schulen und Kindergärten. Besonderen Anlass zur Sorge mit Blick auf Kinder geben die neu geschaffenen „Sondereinrichtungen“ für Menschen mit „schlechter Bleibeperspektive“. Erste Erfahrungen mit den bisher in Betrieb genommenen Einrichtungen zeigen, dass die Kinder weder zur Schule gehen noch andere strukturierte Bildungsangebote erhalten – trotz eines Aufenthalts von häufig sechs Monaten oder länger.

Feststellung der Schutzbedürftigkeit: Besonders schutzbedürftige Personen wie Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder schwangere Frauen unter Geflüchteten werden nicht systematisch identifiziert. Ob und in welcher Form sie durch geeignete Maßnahmen geschützt und unterstützt werden, hängt oft vom Engagement Einzelner ab und unterliegt somit dem Zufall.

Kindeswohl im Asylverfahren: Schon bisher wurde das Kindeswohl in Asylverfahren nicht ausreichend berücksichtigt – so ist zum Beispiel die Anhörung von Minderjährigen über ihre eigenen Fluchtgründe lediglich optional. Die Feststellung von kinderspezifischen Gründen wie Flucht vor Zwangsrekrutierung, Kinderarbeit und Frühehen wird hierdurch erschwert. Dieser Umstand gilt umso mehr für die neu geschaffenen Asyl-Schnellverfahren. Dort scheint eine gründliche Prüfung des Kindeswohls allein aus Zeitgründen schwer möglich.

UNICEF Deutschland fordert: Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, muss gemäß der UN-Kinderrechtskonvention das Kindeswohl vorrangig berücksichtigt werden.
Flüchtlingskinder müssen so untergebracht sein, dass sie adäquat geschützt und gefördert werden. Um dies überall zu gewährleisten, ist eine bundesgesetzliche Regelung erforderlich. Die Entscheidung darüber wurde gerade erneut vertagt.

Die Bundesregierung und die Bundesländer müssen besonders schutzbedürftige Flüchtlinge systematisch identifizieren und gezielt unterstützen – dazu gehören grundsätzlich Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Auch Flüchtlingskinder haben wie alle anderen Kinder ein Recht auf Bildung, ab dem ersten Tag ihrer Ankunft. Sie brauchen so schnell wie möglich Zugang zu Schulen und zum Beispiel zu ergänzenden Sprachkursen.
Hinter die Erfolge der vergangenen Jahre bei der Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen darf Deutschland nicht durch eine Standardabsenkung oder -aufweichung zurückfallen.

Die Bundesregierung muss die Datenlage zu Flüchtlingskindern verbessern. Länder und Kommunen müssen einen Überblick über die Art der Unterbringung der Kinder schaffen. Das deutsche System erfasst all diese Daten über Kinder bislang nicht oder nur unzureichend.

Um Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften besser zu schützen und zu unterstützen, haben UNICEF und das Bundesfamilienministerium eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit den Wohlfahrtsverbänden und weiteren Partnern umgesetzt. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig besuchte so auch eine vom DRK betriebene Flüchtlingsunterkunft in Berlin, die eine Piloteinrichtung der Initiative ist.

Der Lagebericht entstand unter Verwendung von Recherchen des Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. Er steht zum Download auf www.unicef.de/presse

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 20.6.2016
 
23.06.2016

Ein Jahr ElterngeldPlus

Am 1. Juli wird das ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus ein Jahr alt. Und die neue Regelung kommt gut bei den Familien an: Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Inanspruchnahme des ElterngeldPlus erneut gestiegen. Im ersten Quartal 2016, ein Dreivierteljahr nach Einführung der neuen Leistung,  haben sich insgesamt 17,4 Prozent der Eltern für das ElterngeldPlus entschieden. In Thüringen waren es sogar 28,3 %, gefolgt von Rheinland Pfalz mit 23,2 % und N...
Am 1. Juli wird das ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus ein Jahr alt. Und die neue Regelung kommt gut bei den Familien an: Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Inanspruchnahme des ElterngeldPlus erneut gestiegen. Im ersten Quartal 2016, ein Dreivierteljahr nach Einführung der neuen Leistung,  haben sich insgesamt 17,4 Prozent der Eltern für das ElterngeldPlus entschieden. In Thüringen waren es sogar 28,3 %, gefolgt von Rheinland Pfalz mit 23,2 % und Niedersachsen mit 22,1 %. Im vorangegangenen Quartal waren es bundesweit noch 16 Prozent der Eltern, die sich für das ElterngeldPlus entschieden hatten.
 
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erklärt: "Mütter und Väter von heute wollen beides - Kinder und Erfolg im Job. Mit dem ElterngeldPlus bieten wir Unterstützung für Eltern an, die sich Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich aufteilen möchten. Ich freue mich, dass so viele Eltern dieses neue Angebot aufgreifen."
 
Dass die neue Leistung sich großer Beliebtheit erfreut, zeigen auch neueste demoskopische Daten des ifD Allensbach vom Mai 2016: Rund 1 Jahr nach Einführung des ElterngeldPlus bewerten knapp drei Viertel der Eltern mit minderjährigen Kindern (73%) und zwei Drittel der Bevölkerung (67%) dieses als gute Regelung 
 
"Das zeigt, dass das ElterngeldPlus die Wünsche und Bedarfe der heutigen Eltern trifft. Wir sind auf dem richtigen Weg: Meine Idee, die Partnerschaftlichkeit noch weiter voranzubringen, ist die Familienarbeitszeit Und daran halte ich weiterhin fest", so Ministerin Schwesig.
 
 Quelle: Presseinfo BMFSFS
 
16.06.2016

Dossier zur KiTa-Leitung

Im Zuge der Qualitätsdebatte im Elementarbereich sind Leitungsfragen verstärkt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Neben der Anzahl von Leitungskräften und der Art ihrer Freistellung für Leitungsaufgaben sind Leitungskompetenz und Qualifikation zentrale Themen. Der Deutsche Bildungsserver hat zum Thema KiTa-Leitung nun ein umfassendes Dossier mit Links zu Studien, Expertisen und anderen Fachbeiträgen zusammen gestellt. Zum Dossier  ...
Im Zuge der Qualitätsdebatte im Elementarbereich sind Leitungsfragen verstärkt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Neben der Anzahl von Leitungskräften und der Art ihrer Freistellung für Leitungsaufgaben sind Leitungskompetenz und Qualifikation zentrale Themen. Der Deutsche Bildungsserver hat zum Thema KiTa-Leitung nun ein umfassendes Dossier mit Links zu Studien, Expertisen und anderen Fachbeiträgen zusammen gestellt.

Zum Dossier

 
12.06.2016

Lasset die Kindlein zu mir kommen....

Diese Einstellung hat auch Papst Franziskus. Gläubige Erwachsene beschweren sich immer wieder über Kleinkinder, die den Gottesdienst oder die Ruhe in der Kirche stören. Am Donnerstag, in der Morgenmesse des Vatikans, sagte er: "Die Predigt eines Kindes in der Kirche ist schöner als die eines Priesters, eines Bischofs und des Papstes", ...
Diese Einstellung hat auch Papst Franziskus. Gläubige Erwachsene beschweren sich immer wieder über Kleinkinder, die den Gottesdienst oder die Ruhe in der Kirche stören. Am Donnerstag, in der Morgenmesse des Vatikans, sagte er: "Die Predigt eines Kindes in der Kirche ist schöner als die eines Priesters, eines Bischofs und des Papstes", so Franziskus.
Da erlaube ich mir mal zu fragen: Auch wenn es ein Mädchen ist, das plappert und erzählt?

Das wäre doch mal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Einbeziehung des weiblichen Geschlechts bei den Kindern anfängt....

Die Informationen sind in einer Meldung der SZ vom 10. Juni, S. 12, enthalten.
10.06.2016

Risiken der Mediennutzung von Kindern

Die Mediennutzung im Internetzeitalter bringt für Kinder und Jugendliche offenbar erhebliche Risiken mit sich und führt auch zu Spannungen innerhalb der Familien. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Bericht (18/8604) des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung zum Thema Mediensucht hervor. Die zunehmende Durchdringu...
Die Mediennutzung im Internetzeitalter bringt für Kinder und Jugendliche offenbar erhebliche Risiken mit sich und führt auch zu Spannungen innerhalb der Familien. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Bericht (18/8604) des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung zum Thema Mediensucht hervor.

Die zunehmende Durchdringung des täglichen Lebens mit elektronischen Medien und der individuelle Medienkonsum bringen demnach für die frühkindliche Entwicklung diverse Gefährdungspotenziale mit sich. Als solche gälten etwa ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsverzögerungen, sprachliche Defizite, Aufmerksamkeitsstörungen, verminderte Gedächtnis- und Schulleistungen, Schlafprobleme und eine „niedrige emotionale Reaktivität“, heißt es in dem Bericht.

In Familien und Schulen mangele es häufig an gemeinsamen medienbezogenen Selbst-, Sozial- und Sacherfahrungen. Auch bestehe keine Klarheit darüber, welches Nutzungsverhalten in welchem Alter normal, gesund oder aus medienpädagogischen Gründen ratsam sei. Es mangele zugleich an langfristig ausgerichteten Wirkungsstudien zur Mediennutzungs- und Suchtforschung.

Unter dem Stichwort „Social-Network-Sucht“ heißt es in dem Bericht: „In einigen Studien finden sich Hinweise darauf, dass Jugendliche und darunter insbesondere Mädchen besonders gefährdete Nutzergruppen repräsentieren.“ Im Vordergrund negativer Effekte stehe die Abnahme sozialgesellschaftlicher Kommunikation und Teilhabe. Auch auf zwischenmenschliche Beziehungen könne diese Art der Sucht negativen Einfluss haben.
Als wichtiges Attraktivitätspotenzial sozialer Netze gälten die Befriedigung sozialer Bedürfnisse und die Möglichkeit (und Notwendigkeit) der Selbstoffenbarung. Die eigene Selbstdarstellung sei dabei immer auch eine Suche nach Bestätigung der Identität durch andere. Positive Reaktionen dienten dabei als Gradmesser für die Beliebtheit und trügen zum Selbstbewusstsein bei. Dies könne zu einem regelrechten Konkurrenzkampf im Freundeskreis

Quelle: heute im bundestag vom 6.6.2016
 
10.06.2016

„Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist!“

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zusammen mit mehr als 30 Verbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Kirchen in einem gemeinsamen Aufruf an die Politik, Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen wirksam zu bekämpfen. In ihrem Aufruf „Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gle...
Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zusammen mit mehr als 30 Verbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Kirchen in einem gemeinsamen Aufruf an die Politik, Armut und Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen wirksam zu bekämpfen. In ihrem Aufruf „Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist!“ fordern die Unterzeichner eine eigenständige und einheitliche Geldleistung für alle Kinder und Jugendlichen, die deren finanzielles Existenzminimum und gesellschaftliche Teilhabe wirklich absichert. Neben dem Deutschen Kinderhilfswerk haben u.a. die Arbeiterwohlfahrt, der Bundesverband Deutsche Tafel, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Deutschland und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft den Aufruf unterzeichnet.

Jedes fünfte KInd ist von Armut betroffen
„Jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen. Diese Kinder erleben Armut täglich und unmittelbar. Ihre Kindheit wird maßgeblich davon geprägt. Es fehlt ihnen häufig an Dingen, die für andere Kinder selbstverständlich sind. Sie spüren die Existenzsorgen und den Druck, der auf ihren Eltern lastet, sowie das Anderssein in der Schule. Gleichzeitig bleibt ihnen häufig ein großer Teil an Angeboten und Förderung in ihrer Freizeit verwehrt. Für diese Kinder werden die von der UN-Kinderrechtskonvention jedem Kind zugesicherten Rechte auf soziale Sicherheit und angemessene Lebensbedingungen derzeit nicht eingehalten. Das System aus Kindergeld und Kinderfreibetrag zementiert eine ungleiche Förderung. Vom Kinderfreibetrag profitieren vor allem gut verdienende Eltern. Das Kindergeld für Familien, die ohnehin schon weniger haben, liegt bis zu 100 Euro unter der Steuerersparnis durch den Freibetrag und wird g anz auf Sozialleistungen angerechnet. Das muss sich ändern“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Wörtlich heißt es im Aufruf: Es ist ungerecht, wenn Bezieherinnen und Bezieher höherer Einkommen für ihre Kinder mit ihrem Kindersteuerfreibetrag eine höhere Unterstützung erhalten, als Bezieherinnen und Bezieher normaler und niedriger Einkommen. Auf Grundsicherungsleistungen wie Hartz IV Angewiesene erhalten faktisch gar kein Kindergeld, denn es wird mit den Regelleistungen verrechnet. Auch der bürokratische Kindergeldzuschlag erreicht sehr viele Familien mit Kindern nicht. Wir fordern: Eine eigenständige und einheitliche Geldleistung für alle Kinder und Jugendlichen muss mindestens den grundlegenden finanziellen Bedarf für die Existenz und gesellschaftliche Teilhabe der Kinder und Jugendlichen absichern. Sie soll alle bisherigen kindbezogenen Geldleistungen bzw. steuerlichen Vergünstigungen bündeln.

Mit einer einheitlichen und eigenständigen Geldleistung würden erstens die bisherigen unterschiedlich hohen Förderungen im Kindergeld- und Kinderfreibetragssystem überwunden, zweitens viele Kinder und Jugendliche aus dem diskriminierenden und stigmatisierenden Bezug der Grundsicherungsleistungen herausgeholt werden, drittens das bürokratische Nebeneinander der bestehenden Systeme beseitigt.

Eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist, ermöglicht auch jedem Kind und jedem Jugendlichen den ungehinderten Zugang zu qualitativ hochwertigen Angeboten an Kultur, Bildung und sozialen Dienstleistungen. Der Ausbau dieser Angebote ist dringend notwendig. Außerdem müssen Ansprüche auf Sonderbedarfe der Kinder und Jugendlichen bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Wir wollen eine Gesellschaft, der jedes Kind gleich viel wert ist. Deshalb brauchen wir eine Politik, die Rahmenbedingungen dafür gestaltet.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 31.5.2016
 
09.06.2016

Jungen und Mädchen haben "anderen" Wortschatz

Jungen in der dritten und vierten Klasse haben keinen geringeren Wortschatz als gleichaltrige Mädchen – aber einen zum Teil anderen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) in Dortmund von einem Team um Professorin Nele McElvany in Kooperation mit Professorin Ursula Kessels von der Freien Uni...
Jungen in der dritten und vierten Klasse haben keinen geringeren Wortschatz als gleichaltrige Mädchen – aber einen zum Teil anderen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) in Dortmund von einem Team um Professorin Nele McElvany in Kooperation mit Professorin Ursula Kessels von der Freien Universität Berlin durchgeführt wurde. Der Befund hat praktische Relevanz für Eltern und Lehrkräfte.

In fast allen Ländern, die an der jüngsten PISA-Studie teilnahmen, schneiden 15-jährige Mädchen beim Lesen besser ab als Jungen. Das nährt den Verdacht, dass Jungen generell schlechter mit Sprache umgehen können als Mädchen. Die aktuelle IFS-Studie kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass Mädchen und Jungen in der Grundschule – getestet worden waren Dritt- und Viertklässler, also Neun- und Zehnjährige – sich im Allgemeinen nicht in der Anzahl der Wörter unterscheiden, die sie verstehen können. Wohl aber in der Art der Wörter: Während Mädchen signifikant häufiger Begriffe wie „innig“, „Laune“ oder „Bluse“ kennen, sind Jungen öfter Wörter wie „Disput“, „Kontrahent“ oder „waghalsig“ geläufig.

„Das lässt vermuten, dass Mädchen häufiger weiblich konnotierte Wörter kennen und Jungen häufiger männlich konnotierte. Solche qualitativen Unterschiede könnten unter anderem durch unterschiedliche Sozialisation von Mädchen und Jungen und durch die Entwicklung geschlechtsspezifischer Interessen entstehen. Für die Schulpraxis sind diese Unterschiede relevant, insbesondere wenn man an unterschiedliches Vorwissen bei spezifischen Lerneinheiten denkt“, erklärt Professorin Nele McElvany, Direktorin des IFS. Lehrkräfte sollten sich der möglicherweise unterschiedlichen sprachlichen Kompetenzen von Jungen und Mädchen bewusst sein – und Begriffe, die möglicherweise weiblich oder männlich belegt sind, im Unterricht gezielt erläutern. Und für Eltern sei es ratsam, ihren Söhnen auch mal Geschichten vorzulesen, die sich scheinbar an Mädchen richten – und umgekehrt.

Dass das gut möglich ist, weil das Interesse von Grundschulkindern an Kinderliteratur (noch) gar nicht so geschlechtsspezifisch ausgerichtet ist, hatte vor kurzem eine weitere Studie des IFS ergeben. Dabei waren Mädchen und Jungen Texte unterschiedlicher Genres und mit männlichen und weiblichen Identifikationsfiguren vorgelegt worden – und bei immerhin einem Drittel der Geschichten zeigten sich hinsichtlich des Interesses der Kinder keinerlei signifikante Geschlechtsunterschiede. Deutliche Geschlechtsunterschiede gab es dagegen zum Beispiel bei einer Geschichte mit dem Titel „Der tollpatschige Junge“: Die Story mit einem männlichen Anti-Helden war für Jungen dann doch erkennbar weniger attraktiv als für Mädchen.

Quelle: Presseinfo TU Dortmund

 
08.06.2016

Umfrage: Herausforderungen für Lehrerinnen und Lehrer

Welche Herausforderungen im Schulalltag schätzen Lehrkräfte besonders hoch ein? Welchen Handlungsbedarf sehen sie und welche Art der Unterstützung wünschen sie sich? Der Didacta Verband möchte mit einer Online-Umfrage Antworten auf diese und weitere Fragen finden. Die Ergebnisse dienen dazu, Lehrerinnen und Lehrern eine stärkere St...
Welche Herausforderungen im Schulalltag schätzen Lehrkräfte besonders hoch ein? Welchen Handlungsbedarf sehen sie und welche Art der Unterstützung wünschen sie sich?

Der Didacta Verband möchte mit einer Online-Umfrage Antworten auf diese und weitere Fragen finden.
Die Ergebnisse dienen dazu, Lehrerinnen und Lehrern eine stärkere Stimme in der Öffentlichkeit zu geben. Der Didacta Verband wird sie auf öffentlichen Foren, beispielsweise auf der didacta - die Bildungsmesse, und in seinen Medien vorstellen und diskutieren. Die Datenerhebung wird zudem dazu beitragen, Unterstützungsangebote für Lehrkräfte zu identifizieren, beispielsweise Fortbildungen und Informationen für die tägliche Arbeit.
Die anonyme Umfrage wird in Zusammenarbeit mit dem Lehrerportal 4teachers durchgeführt.

Zur Umfrage

Ansprechpartner
Thorsten Timmerarens
Telefon: 01615 - 3521513
E-Mail: timmerarens@didacta.de
Web: www.didacta.de

Quelle: Bildungsklick.de
 
08.06.2016

Deutscher Schulpreis 2016 für Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf, Niedersachsen

Die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf (NI) gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2016. Vier weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhalten die Schule für Erwachsenenbildung e. V. Berlin (BE), das Humboldt-Gymnasium Potsdam (BB), die Freiherr-vom-Stein-Schule Gemeinschaftsschule der Stadt Neumünster (SH) u...
Die Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf (NI) gewinnt den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2016. Vier weitere Preise in Höhe von je 25.000 Euro erhalten die Schule für Erwachsenenbildung e. V. Berlin (BE), das Humboldt-Gymnasium Potsdam (BB), die Freiherr-vom-Stein-Schule Gemeinschaftsschule der Stadt Neumünster (SH) und die Schule St. Nicolai mit dem Standort Am Nordkamp auf Sylt (SH). Der anlässlich des 10. Jubiläums des Deutschen Schulpreises erstmals ausgeschriebene und ebenfalls mit 25.000 Euro dotierte Sonderpreis für Deutsche Auslandsschulen geht an die Deutsche Internationale Schule Johannesburg in Südafrika. Die Auszeichnung überreichte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier heute im Kosmos Berlin.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier: „Schule ist der Ort, an dem Wissen vermittelt und Talente entdeckt und entwickelt werden. Wir wollen alle Schülerinnen und Schülern unabhängig von Herkunft und Geschlecht  mit dem Rüstzeug versehen, das Beste aus diesen Talenten zu machen. Das gilt besonders im Jahr 2016, nachdem viele Menschen in Deutschland Schutz gesucht und gefunden haben. Schule ist dabei immer auch ein Spiegel unserer Gesellschaft. Wo Mitbestimmung erlebbar und erfahrbar ist, gilt auch Willy Brandts Wort von der „Schule der Nation“. Der Deutsche Schulpreis trägt mit dazu bei, dass mündige Bürgerinnern und Bürger unsere Welt von morgen mitgestalten. Im 10. Jahr seines Bestehens freut mich besonders, dass der Preis auch die Arbeit der deutschen Auslandsschulen in den Blick genommen hat, denen in ihren Gastländern eine wichtige Mittlerrolle zukommt und deren Erfahrung zum „Umgang mit Vielfalt“ auch in das Inland hineinwirken.“ 
Schulpreis feiert 10-jähriges Jubiläum
 
61 Preisträger stellen ihre Erfahrungen anderen Schulen zur Verfügung 
 

Außenminister Steinmeier: „Schule ist der Ort, an dem Wissen vermittelt und Talente entdeckt und entwickelt werden.“
Fürs Lernen begeistern: Eine Grundschule lässt Kinder mitbestimmen
An der Hauptpreisträgerschule, der Grundschule auf dem Süsteresch im niedersächsischen Schüttdorf, erleben 250 Schülerinnen und Schüler täglich, was Mitbestimmung im Schulalltag bedeutet. Auf unterschiedlichen Ebenen übernehmen sie Verantwortung für sich und andere: Das fängt bei den Klassendiensten an, geht über den Klassenrat, bei dem wöchentlich Probleme besprochen werden und der abwechselnd von einem Kind der Klasse geleitet wird, bis hin zur »Selbstlernzeit«. Regelmäßig setzen sich die Lehrer mit den Kindern zusammen und beraten mit ihnen die nächsten Lernschritte. Mit Erfolg: Bei den VERA-Ergebnissen liegt die Grundschule in Deutsch weit über dem Durchschnitt.
„Hier haben sich die Lehrer gemeinsam mit dem Schülerparlament, den Kindern und ihren Eltern auf den Weg gemacht, um das Lernen zu verändern“, sagt Erziehungswissenschaftler Professor Michael Schratz von der Universität Innsbruck, Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises. Wichtiger Teil des Erfolgsrezepts sei der Arbeitskreis „Grundschule im Wandel“, dem nahezu alle Lehrerinnen, Lehrer und pädagogische Mitarbeiter angehören. Fast das gesamte Unterrichtsmaterial hat das Team selbst entwickelt, im Forscherlabor stehen 80 Forscherkisten für die Schülerinnen und Schüler. Besonders beeindruckt hat die Jury das Zusammenspiel von offenen Lernformen, von Lernzeit und Freizeit, Plenumsunterricht und Projektarbeit. „Andere Schulen können von der Grundschule auf dem Süsteresch lernen, wie eine intensive Lernbegleitung und Beratungskultur bemerkenswerte Leistungsergebnisse und eine beeindruckende Schulatmosphäre schaffen“, lobt Schratz.

10 Jahre Deutscher Schulpreis: Eine Bewegung guter Schulen

Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Medienpartner sind der stern und die ARD. Seit dem Start des Programms haben sich über 1.700 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese Kriterien sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt.

„Der Deutsche Schulpreis ist eine große Erfolgsgeschichte, die wir fortschreiben wollen“, sagt Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums. „Wir arbeiten daran, das Wissen und die Erfahrung der Preisträgerschulen noch besser zu erschließen und in die Breite zu tragen. Der erfolgreiche Start der Deutschen Schulakademie im vergangenen Jahr ist ein erster wichtiger Schritt auf diesem Weg.“

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Deutsche Schulpreis zu einer Bewegung guter Schulen entwickelt. Seit Beginn vernetzen sich die ausgezeichneten Schulen miteinander und sorgen dafür, dass auch andere Schulen in Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen von den Erfahrungen und Ideen der Preisträger profitieren. Um die gute Schulpraxis noch stärker in die Breite zu tragen, haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung Anfang 2015 die Deutsche Schulakademie gegründet. Die bundesweit aktive und unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung macht die Erfahrungen der über 60 Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises für andere Schulen und Schulträger verfügbar. Dieser Praxisansatz ist einzigartig in Deutschland. 

Die Ausschreibung für den Deutschen Schulpreis 2017 beginnt heute. Ab dem kommenden Wettbewerbsjahr können Schulen erstmals individuelle Schwerpunkte in der Bewerbung setzen und ihre Arbeit anhand einer zentralen Herausforderungen vorstellen. Grundlage des Wettbewerbs bilden weiterhin die sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises. Zur Bewerbung eingeladen sind alle allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Deutschland sowie alle Deutschen Auslandsschulen. 
www.deutscher-schulpreis.de

Quelle: Bildungsklick.de

 
08.06.2016

Qualitätsoffensive Lehrerbildung – zielgerichtet und nachhaltig?! – Monitor Lehrerbildung

Mit der Qualitätsoffensive Lehrerbildung initiierten Bund und Länder 2013 ein bundesweites Programm, das Projekte der Lehrerbildung an insgesamt 59 Hochschulen fördert. Seit Januar 2016...
Mit der Qualitätsoffensive Lehrerbildung initiierten Bund und Länder 2013 ein bundesweites Programm, das Projekte der Lehrerbildung an insgesamt 59 Hochschulen fördert. Seit Januar 2016 laufen alle 49 Projekte, sechs davon sind Verbundprojekte mehrerer Hochschulen. Ziel der Initiative ist die ganzheitliche Verbesserung der deutschen Lehrerbildung, um diese strukturell und inhaltlich an aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die zunehmende Heterogenität in den Klassenzimmern oder die fortschreitende Digitalisierung des Bildungssystems anzupassen.

Die neue Publikation des Monitor Lehrerbildung „Qualitätsoffensive Lehrerbildung – zielgerichtet und nachhaltig?!” gibt einen Überblick über die thematischen Schwerpunktsetzungen des Förderprogramms und der geförderten Projekte und beleuchtet die Chancen der Initiative, nachhaltige Effekte für die Lehrerbildung hervorzubringen.

Quelle: Newsletter Monitor Lehrerbildung
 
08.06.2016

Jetzt bewerben! Qualität vor Ort unterstützt 150 Netzwerke für frühe Bildung

Berlin, 8. Juni 2016. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann es nur in eine Richtung gehen. Die frühe Bildung, Betreuung und Erziehung ist da keine Ausnahme. Die Sicherung und Verbesserung der Qualität gelingt hier nur, wenn sich alle Beteiligten in einer Kommune zusammenschließen.   Das Bundesprogramm Qualität vor Ort unterstützt d...
Berlin, 8. Juni 2016. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann es nur in eine Richtung gehen. Die frühe Bildung, Betreuung und Erziehung ist da keine Ausnahme. Die Sicherung und Verbesserung der Qualität gelingt hier nur, wenn sich alle Beteiligten in einer Kommune zusammenschließen.
 
Das Bundesprogramm Qualität vor Ort unterstützt deshalb ab sofort 150 lokale Netzwerke für frühe Bildung mit einem breiten Spektrum an kostenlosen Angeboten. Dazu zählt neben einer bedarfsgerechten Analyse der Ausgangslage, Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungen, auch eine professionelle Prozessbegleitung. Dabei greifen Fachleute für Veränderungsprozesse den Netzwerken 18 Monate lang bei der Planung und Moderation ihrer Treffen unter die Arme.
 
Interessierte können sich bis zum 15. August unter www.qualitaet-vor-ort.org/bewerbung bewerben. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein bereits bestehendes oder ein neues Netzwerk in der Gründungsphase handelt. Das Angebot richtet sich an alle Engagierten aus den Bereichen Verwaltung, Politik und Betreuungspraxis. Weitere Informationen zum Programm Qualität vor Ort und zu den Angeboten für lokale Netzwerke gibt es auch unter Tel. 030 257 676 830.
 
 
Über Qualität vor Ort
Das Programm Qualität vor Ort ist eine Gemeinschaftsaktion der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Jacobs Foundation. Es zielt darauf ab, die Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung zu unterstützen und das Zusammenspiel wichtiger regionaler Partner zu stärken – damit alle Kinder in Deutschland gleiche Chancen haben und ihre Fähigkeiten und Talente voll entfalten können.
 
Ihr Kontakt für redaktionelle Rückfragen
 
Mario Weis
Programmkommunikation
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH (DKJS)
Tel.: 030 25 76 76 889
Fax: 030 25 76 76 10
E-Mail: mario.weis@dkjs.de
 
www.qualitaet-vor-ort.org
07.06.2016

tlv und LEV fordern Aussetzung des geplanten inklusiven Schulgesetzes

Mit einer sieben Punkte umfassenden Resolution haben sich der tlv thüringer lehrerverband und die Landeselternvertretung (LEV) am 7. Juni deutlich gegen das geplante inklusive Schulgesetz ausgesp...
Mit einer sieben Punkte umfassenden Resolution haben sich der tlv thüringer lehrerverband und die Landeselternvertretung (LEV) am 7. Juni deutlich gegen das geplante inklusive Schulgesetz ausgesprochen. Die Verabschiedung eines solchen Gesetzes sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt für keinen der Beteiligten von Vorteil, weil es nach wie vor an den notwendigen Bedingungen mangele, so Stefan Nüßle, Landeselternsprecher der Förderschulen. 
Rolf Busch, Landesvorsitzender des tlv, fügt hinzu, dass der zwingend notwendige erste Schritt die Schaffung der Rahmenbedingungen sei. „Ohne konsequente Doppelbesetzungen in allen betroffenen Klassen kann es nicht funktionieren. Ebenso wenig gelingt Inklusion ohne die entsprechenden baulichen und räumlichen Voraussetzungen an den Schulen. Momentan ist für den Gemeinsamen Unterricht nur jeweils eine halbe sonderpädagogische Stelle vorgesehen. Und viele unserer Schulen sind noch nicht einmal barrierefrei.“ Außerdem brauche man eine weitreichende multiprofessionelle Vernetzung der Schulen, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Fort- und Weiterbildung der Lehrer und Sonderpädagogen im Gemeinsamen Unterricht sei ebenfalls noch nicht in ausreichendem Maße sichergestellt. 
Stefan Nüßle liegt vor allem der Erhalt und die Stärkung der Förderzentren am Herzen. „Wenn der jetzige Trend verwirklicht wird, gibt es bald nur noch Förderzentren ohne Schüler. Diese sind dann reine Beratungs- und Kompetenzzentren, die ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr gerecht werden können. Dabei wird vollkommen außer Acht gelassen, dass angesichts der derzeitigen Bedingungen viele Eltern von Schülern mit Förderbedarf ihre Kinder lieber in einem Förderzentrum sähen als in einer regulären Schulklasse. Denn sie wissen, dass dort momentan nicht optimal gearbeitet werden kann.“ 
Aktuelle Zahlen verdeutlichen die Problematik 
Im Jahr 2009 hat sich Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion verpflichtet hat. Seitdem ist der Anteil an Schülern mit Förderbedarf, die an einer Regelschule unterrichtet werden, massiv angestiegen. „Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass dieser Anteil zwischen den Schuljahren 2008/09 und 2013/14 deutschlandweit um 71% angestiegen ist“, erläutert Busch. „Noch extremer ist der Anstieg in Thüringen: 2008/09 waren es noch 16,9%, im Schuljahr 2013/14 bereits 31,4%. Die Schülerzahlen haben sich also fast verdoppelt. Für die Zahl der Sonderpädagogen im Schuldienst trifft das allerdings bei Weitem nicht zu.“ 
Interessant sei, so fügt Nüßle hinzu, dass gleichzeitig die Anzahl der Schüler an den Förderzentren kaum zurückgehe. Die sogenannte Exklusionsquote sei im selben Zeitraum deutschlandweit von 4,9% auf 4,7% gesunken. „Es gibt immer mehr Schüler, bei denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf diagnostiziert wird“, erklärt Nüßle. „Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Kinder mit emotional-sozialen Entwicklungsstörungen mehr in den Fokus gerückt sind. Bei der Inklusion dieser Schüler gibt es jedoch naturgemäß völlig andere Schwerpunkte als bei der Inklusion von Kindern mit körperlichen Handicaps.“ 
Generell warnen tlv und LEV davor, Inklusion allein nach den Wunschquoten auszurichten. „Ein hoher Anteil von Förderschülern an Regelschulen sagt leider noch gar nichts darüber aus, ob das einzelne Kind tatsächlich optimal beschult wird“, stellt Busch fest. „Wir plädieren deswegen dafür, unabhängig von den Quoten für jedes Kind individuell zu prüfen, welche die beste Option ist. Der Übergang an eine Regelschule darf nur dann erfolgen, wenn die Bedingungen rundherum stimmen.“ 
Resolution steckt die Bedingungen ab 
Um ihren Widerstand gegen das neue Gesetz zu fundieren, haben tlv und LEV gemeinsam eine Resolution erarbeitet. Diese listet die aus Sicht der Lehrer und Eltern notwendigen Maßnahmen auf, die umgesetzt werden müssten, bevor Inklusion gelingen kann. Die Liste umfasst neben der konsequenten Doppelbesetzung in allen inklusiven Klassen die entsprechende räumliche Ausstattung der Schulen, ein geeignetes Weiterbildungsangebot für die Lehrer im Gemeinsamen Unterricht und Freiräume in den Stundenpools, die für die Vernetzung aller beteiligten Lehrer, Sonderpädagogen und gegebenenfalls Sozialarbeiter genutzt werden können. 
Experten aus der Praxis zu Rate ziehen 
Der letzte Punkt der Resolution zielt auf die Schaffung einer fundierten Basis aus Fakten ab. „Aus unserer Sicht ist die Erstellung eines wissenschaftlichen Gutachtens zur Evaluation von Gemeinsamem Unterricht und der Förderschullandschaft in Thüringen unbedingt notwendig“, so Busch. „Dieses Gutachten muss von tatsächlich unabhängigen Wissenschaftlern erstellt werden. Unterstützung sollte dabei ein Beraterkreis aus Thüringer Praktikern leisten.“ 
Zum Download: "Gemeinsame Resolution von tlv und LEV zur Inklusion an Thüringens Schulen" 
Außerdem, so Busch weiter, gebe es trotz aller Schwierigkeiten auch Schulen, an denen die Inklusion bereits funktioniert. „Es ist jetzt wichtig zu schauen, worauf sich dieser Erfolg begründet. Diese Erkenntnisse können uns dabei helfen zu erreichen, dass auch landesweit alle Beteiligten von Inklusion profitieren.
Vorher sehen weder der tlv noch die LEV einen Sinn in der geplanten Gesetzgebung. Nüßle betont, dass momentan auch kein zwingender Grund für eine grundlegende Überarbeitung von Schul- und Förderschulgesetz bestünde: „Der Gemeinsame Unterricht und der Betrieb von Förderzentren sind auch auf der Basis der bestehenden Gesetzgebung sichergestellt.“ Was die Schulen jetzt am meisten bräuchten sei Ruhe – insbesondere angesichts der schwierigen Personalsituation und neuer Herausforderungen bei der Beschulung von Flüchtlingskindern. 
Ansprechpartner
thüringer lehrerverband

Quelle: bildungsklick.de
07.06.2016

VEB begrüßt Urteil gegen Cybermobbing

„Das ist ein Signal in die richtige Richtung“, kommentiert der VBE-Bundesvorsitzende, Udo Beckmann, das Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf gegen eine 14-jährige Schülerin. ...
„Das ist ein Signal in die richtige Richtung“, kommentiert der VBE-Bundesvorsitzende, Udo Beckmann, das Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf gegen eine 14-jährige Schülerin.

Diese hatte ihren Lehrer fotografiert und das Bild mit einem beleidigenden Kommentar („behinderter Lehrer ever“) auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht. „Wir finden es richtig, dass ein solch schwerwiegender Fall gerichtlich geklärt wird, denn diese Ereignisse nehmen zu. Viele Lehrkräfte stehen durch Schule bzw. Schulaufsicht unter Druck, in der Öffentlichkeit nicht darüber zu sprechen, weil das ein schlechtes Licht auf die Schule werfen könnte. Daher haben wir großen Respekt für den Kollegen, der jetzt vor Gericht gezogen ist. „Das erfordert Mut“, stellt Beckmann fest.
Der VBE-Bundesvorsitzende setzt sich dafür ein, dass die Schulen intern klare Reglungen verabschieden, in denen festgelegt ist, wie mit sozialen Medien und dem damit verbundenen Mobbing umzugehen ist. Dieser Schulkodex sei von der Schulkonferenz zu beschließen. „Jeder, der an der Schule arbeitet oder lernt, hat damit ein stabiles Fundament, um sich gegen solcherlei Angriffe zu wehren.“ Der VBE hatte bereits vor einiger Zeit einen Leitfaden zum Umgang mit Social Media herausgebracht, um Schulen den Umgang damit zu erleichtern.
Beckmann bekräftigt: „Der VBE erwartet, dass Lehrkräfte in Konfliktfällen Rückendeckung durch den Arbeitgeber bekommen und der es nicht zu ihrem Privatproblem erklärt, was leider oft der Fall ist. Gewalt, in welcher Form auch immer, muss so genannt und je nach Schwere, Alter und Strafmündigkeit geahndet werden.“ 

Quelle: bildungsklick.de
02.06.2016

Integration durch Spiel

Im Rahmen des Projekts "Willkommenskultur durch Spiel - Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften" haben am 2. Juni 2016 erstmals zwei der bundesweit über 350 rollenden Spielplätze an einer Notunterkunft in der Smetanastraße 31 in Berlin-Weißensee Halt gemacht. Die Kinder freuten sich über die bunte Ablenkung und hatten sichtlich Spaß am Spielen. "Spielen ist für Kinder der Schlüssel zur Welt", sagte Staatssekretär Dr....
Im Rahmen des Projekts "Willkommenskultur durch Spiel - Spielmobile an Flüchtlingsunterkünften" haben am 2. Juni 2016 erstmals zwei der bundesweit über 350 rollenden Spielplätze an einer Notunterkunft in der Smetanastraße 31 in Berlin-Weißensee Halt gemacht. Die Kinder freuten sich über die bunte Ablenkung und hatten sichtlich Spaß am Spielen.

"Spielen ist für Kinder der Schlüssel zur Welt", sagte Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek, der den Startschuss für die bundesweite Aktion gab. "Spielen bildet und hilft Kindern, sich zu entfalten und Grenzen zu überwinden. Alle Kinder haben das Recht, zu spielen. Sie brauchen geschützte Freiräume, in denen sie dieses Recht wahrnehmen können - auch und ganz besonders die Kinder in Flüchtlingsunterkünften."

Ziel des Projektes ist es, Flüchtlingskinder an ihrem Wohnort aufzusuchen und sie durch kindgerechte Angebote für eine aktive Teilnahme an den spielerischen
Bildungs- und Integrationsmaßnahmen zu gewinnen. Das Projekt soll sie mit den Lebensverhältnissen in Deutschland vertraut machen und sie mit Kindern aus der Nachbarschaft zusammenbringen. Das gemeine Spiel soll zugleich den Spracherwerb fördern.

"Mein Dank gilt den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spielmobile", betonte Dr. Kleindiek. "Mit dem Einsatz von Spielmobilen in Flüchtlingsunterkünften leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur und zur gesellschaftlichen Teilhabe der Flüchtlingskinder, die in Deutschland gut aufwachsen und sich hier wohl fühlen sollen." Der Staatssekretär appellierte an jene Spielmobile-Anbieter, die sich bisher noch nicht an dem Projekt beteiligen, das laufende Interessenbekundungsverfahren für eine Bewerbung zu nutzen.

An dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der mobilen spielkulturellen Projekte (BAG Spielmobile) können sich alle der bundesweit rd. 350 Spielmobile beteiligen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2016 - 2018). Insgesamt stehen 3 Millionen Euro zur Verfügung. An der Eröffnungsveranstaltung an der Notunterkunft in der Smetanastraße 31 in Berlin-Weißensee, der Turnhalle der Pablo-Picasso-Grundschule, haben sich die Spielmobile "Spielwagen Berlin 1035 e.V." aus Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg und "Der Spielwagen" aus Berlin-Buch beteiligt.

Ergänzende Informationen über das Projekt und das Konzept der Spielmobile sind auf der Internetseite der BAG Spielmobile unter www.spielmobile.de zu finden.

Quelle: Presseinfo BMFSFJ
01.06.2016

Ratgeber für traumatisierte Flüchtlinge

Die BundesPsychotherapeutenKammer (BPtK) bietet zwei kostenlose Broschüren für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen an. Die eine Broschüre widmet sich an an haupt- und ehrenamtliche Helfer, die wissen möchten, wie sich traumatische Erkrankungen bemerkbar machen und wie sie mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen u...
Die BundesPsychotherapeutenKammer (BPtK) bietet zwei kostenlose Broschüren für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen an. Die eine Broschüre widmet sich an an haupt- und ehrenamtliche Helfer, die wissen möchten, wie sich traumatische Erkrankungen bemerkbar machen und wie sie mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgehen können, die Schreckliches erlebt haben. Die andere Broschüre wendet sich an Eltern von Flüchtlingskindern, die wissen möchten, wie sie ihrem Kind helfen können, wenn es Schreckliches erlebt hat. Der Ratgeber enthält Informationen darüber, wie sich traumatisierte Kinder je nach Alter verhalten und zeigt an vielen konkreten Situationen, wie Eltern richtig reagieren können. Diee BPtK hat ihren Ratgeber „Ratgeber für Flüchtlingseltern“ auch ins Arabische übersetzen lassen. Außerdem liegt eine englischsprachige Version vor.

Zum Download

Quelle: BPtK

 
26.05.2016

Bund verlängert Finanzierung von Kinderbetreuung

Berlin (dpa) - Weil die beschlossenen 550 Millionen Euro für Kinderbetreuungsplätze bisher nur gut zur Hälfte in Anspruch genommen worden sind, will der Bund die Fristen verlängern. Das Kabinett entschied am 18. Mai, den Kommunen bis zum 30. Juni 2017 Zeit zu geben, die Mittel für die Betreuung unter dreijähriger Kinder abzurufen, also...
Berlin (dpa) - Weil die beschlossenen 550 Millionen Euro für Kinderbetreuungsplätze bisher nur gut zur Hälfte in Anspruch genommen worden sind, will der Bund die Fristen verlängern. Das Kabinett entschied am 18. Mai, den Kommunen bis zum 30. Juni 2017 Zeit zu geben, die Mittel für die Betreuung unter dreijähriger Kinder abzurufen, also ein Jahr länger als zunächst vorgesehen. Schuld an der Verzögerung sei die Belastung der Länder und Kommunen durch die Flüchtlingskrise. Bisher sind 56 Prozent der Gelder ausgegeben worden. Die Länder hatten um die Fristverlängerung gebeten. Bundestag und Bundesrat müssen der notwendigen Gesetzesänderung noch zustimmen. 

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25.05.2016

Warnung vor Verlust von Spielflächen für Kinder

Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt vor einem unwiederbringlichen Verlust von Spielflächen für Kinder in vielen deutschen Städten und Gemeinden. Denn derzeit verstärkt sich in zahlreichen Kommunen der Trend, dass seit Jahrzehnten bewirtschaftete Spielplätze teilweise oder vollständig rückgebaut oder gar in Bebauungsplänen fest...
Das Deutsche Kinderhilfswerk warnt vor einem unwiederbringlichen Verlust von Spielflächen für Kinder in vielen deutschen Städten und Gemeinden. Denn derzeit verstärkt sich in zahlreichen Kommunen der Trend, dass seit Jahrzehnten bewirtschaftete Spielplätze teilweise oder vollständig rückgebaut oder gar in Bebauungsplänen festgesetzte Spielflächen zu Bauland erklärt und veräußert werden. Zudem werden viele informelle Spielräume, wie zum Beispiel Brachflächen trotz hohem Spielwert zunehmend dem Neubau von Gebäuden und Straßenverkehrsmaßnahmen geopfert. Die Rechte und Bedürfnisse von Kindern werden im Zuge von Stadtplanungsprozessen heute regelmäßig schlichtweg ignoriert. In einer gemeinsamen Resolution fordert deshalb das Deutsche Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen Partnern im Beirat für das „Bündnis Recht auf Spiel“ und der Deutschen Gartenamtsleiterkonfer enz die Kommunen auf, Kindern weiterhin in ausreichendem Maße sichere, gut vernetzte und erreichbare Spielräume zur Verfügung zu stellen.

„Wir müssen die weitere Verdichtung und Versiegelung unserer Städte vermeiden, soweit dabei für Kinder und Jugendliche wichtige Freiflächen und Spielmöglichkeiten verloren gehen. Auch die Stadtplanung hat sich laut UN-Kinderrechtskonvention am Vorrang des Kindeswohls zu orientieren. Das macht zuvorderst die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und die Herstellung kindgerechter Lebensbedingungen als Leitlinien in der Stadtgestaltung notwendig. Nur so kann eine ganzheitliche und vor allem nachhaltige Entwicklung der Städte und Gemeinden gewährleistet werden, in denen sich Kinder und Jugendliche wohl fühlen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

„Spielflächen haben auch eine nicht zu unterschätzende soziale Bedeutung. Sie sind die Orte, wo zwischen Kindern und deren Eltern die ersten Kontakte in den Quartieren geknüpft werden. Dies gilt ganz besonders auch für unsere Migranten“, sagt Hans-Peter Barz vom Arbeitskreis „Spielen in der Stadt“ der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz.

In ihrer gemeinsamen Resolution sprechen sich das Deutsche Kinderhilfswerk, der Beirat des „Bündnis Recht auf Spiel“ und die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz dafür aus, in allen Kommunen ein Spielflächenentwicklungskonzept und eine Spielleitplanung zu entwickeln und zu beschließen. Daran müssen Kinder und Jugendliche mit geeigneten Methoden beteiligt werden.

Neben ihrer Bedeutung als wichtige Flächen für Spiel und Bewegung sind Spielflächen auch für das Stadtklima, die Biodiversität, die Gesundheitsvorsorge im Sinne der Bewegungsförderung und für einen sozialen Ausgleich im Quartier von besonderer Bedeutung. Denn im Rahmen stadträumlicher Segregationsprozesse konzentrieren sich in vielen Kommunen einkommensschwache Bevölkerungsschichten in Quartieren mit städtebaulichen Missständen. Zur Kompensierung von Mehrfachbelastungen der in diesen Quartieren lebenden Kinder und Jugendlichen müssen Maßnahmen zur Sicherung, Weiterentwicklung und Neuschaffung von Spielräumen in den benachteiligten Quartieren deshalb schwerpunktmäßig gebündelt werden. Die Bundesländer sind aufgefordert, gesetzliche Regelungen zur Erstellung von beteiligungsorientierten Spielflächenkonzepten zu verabschieden, die eine Versorgung mit ausreichenden und qualitätvollen Spi el-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen sicherstellen.
Die Resolution „Kein Rückbau von Spielflächen“ und ergänzende Handlungsempfehlungen zum Thema „Sanierungsstau auf kommunalen Spielplätzen – Rückbau als Ausweg aus der Krise?“ finden sich unter www.dkhw.de/kein-Rueckbau-von-Spielflaechen


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 18.5.2016
 
25.05.2016

Verbesserte zahnärztliche Früherkennung

Die vertragszahnärztliche Vorsorge für Kinder bis zum 6. Lebensjahr wird ab Juli 2016 nachhaltig gefördert. Das sogenannte Gelbe Heft (Kinderuntersuchungsheft) enthält künftig sechs rechtsverbindliche Verweise vom Kinderarzt (Pädiater) zum Zahnarzt für Kinder vom 6. bis zum 64. Lebensmonat in Form von Ankreuzfeldern. Einen entspr...
Die vertragszahnärztliche Vorsorge für Kinder bis zum 6. Lebensjahr wird ab Juli 2016 nachhaltig gefördert. Das sogenannte Gelbe Heft (Kinderuntersuchungsheft) enthält künftig sechs rechtsverbindliche Verweise vom Kinderarzt (Pädiater) zum Zahnarzt für Kinder vom 6. bis zum 64. Lebensmonat in Form von Ankreuzfeldern.
Einen entsprechenden Beschluss hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) am 19. Mai im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erwirkt, dem wichtigsten Beschlussgremium der Gesetzlichen Krankenversicherung.

Eltern erhalten das Gelbe Heft in der Regel auf der Entbindungsstation oder vom Kinderarzt. Bereits im vergangenen Jahr hatte der G-BA in der neugefassten Kinderrichtlinie auf Initiative der KZBV eine stärkere Vernetzung von Kinder- und Zahnärzten verankert und damit die Voraussetzung für die Entscheidung und für die Verbesserung zahnärztlicher Prävention bei Kleinkindern geschaffen. Das Gelbe Heft ist Bestandteil der Kinderrichtlinie.

„So manche Erkrankung, wie etwa frühkindliche Karies wird häufig noch zu spät entdeckt. Das kann zu erheblichen Folgeschäden für das bleibende Gebiss führen. Wenn hingegen frühzeitig und zielgerichtet behandelt wird, lässt sich die Krankheit eindämmen oder sogar völlig vermeiden“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV. Milchzahnkaries sei in Deutschland auf dem Vormarsch, betonte Eßer. „Die Häufigkeit liegt bei 10 bis 15 Prozent, in sozialen Brennpunkten steigen die Prävalenzen bis auf 40 Prozent. Betroffen ist damit etwa jedes zehnte Kleinkind im Alter von 0 bis 3 Jahren.“

Die jetzt beschlossenen Verweise im Gelben Heft stehen in Einklang mit der Intention des Präventionsgesetzes und dem darin enthaltenen Auftrag an den G-BA, früher als bisher im Kleinkindalter zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen umzusetzen.

Im Kinderuntersuchungsheft sind ab Juli folgende Verweise zu vertragszahnärztlichen Untersuchungen durch Ankreuzfelder vorgesehen und zu dokumentieren:
Im Zeitraum der U5 (6.-7. Lebensmonat) zur Abklärung von Auffälligkeiten an Zähnen und Schleimhaut, im Zeitraum der U6 (10.-12. Lebensmonat) zur Abklärung von Auffälligkeiten an Zähnen und Schleimhaut, im Zeitraum der U7 (21.-24. Lebensmonat) zur Abklärung von Auffälligkeiten im Kieferwachstum und an Zähnen und Schleimhaut, im Zeitraum der U7a (34.-36. Lebensmonat) zur zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung, im Zeitraum der U8 (46.-48. Lebensmonat) zur zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung, im Zeitraum der U9 (60.-64. Lebensmonat) zur zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung.

Die Umsetzung einer engeren und systematischeren Zusammenarbeit von Kinder- und Zahnärzten ist eine der Kernforderungen des Versorgungskonzeptes „Frühkindliche Karies vermeiden“, das von KZBV und Bundeszahnärztekammer erarbeitet wurde. Als stimmberechtigte Trägerorganisation des G-BA hatte die KZBV Elemente des Konzeptes in den G-BA eingebracht. Der Beschluss vom 19. Mai des G-BA ist in Kürze im Internet abrufbar unter www.g-ba.de.

Quelle: OTS: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung vom 19.5.2016

 
 
25.05.2016

Kinderschutzbund kritisiert geplantes Integrationsgesetz

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) kritisiert das von der Bundesregierung geplante Integrationsgesetz scharf und fordert, die Kinder und Jugendlichen anzuhören und ihren Schutz zu gewährleisten. „Der Titel Integrationsgesetz ist reiner Etikettenschwindel. In der Fassung des Referentenentwurfes erweist sich das geplante Gesetz als Integrationsve...
Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) kritisiert das von der Bundesregierung geplante Integrationsgesetz scharf und fordert, die Kinder und Jugendlichen anzuhören und ihren Schutz zu gewährleisten.

„Der Titel Integrationsgesetz ist reiner Etikettenschwindel. In der Fassung des Referentenentwurfes erweist sich das geplante Gesetz als Integrationsverhinderungsgesetz“, kritisiert DKSB-Präsident Heinz Hilgers. „Zusammen mit den bereits vorgenommenen Gesetzesänderungen der Asylpakete I und II werde es die Rechte von geflüchteten Menschen in Deutschland weiter abbauen und ihre Lebensbedingungen drastisch verschlechtern“, so Hilgers weiter.

Die Erfahrungen des DKSB aus seiner Arbeit mit Kindern und ihren Familien nach der Flucht zeigen, dass es ihnen keinesfalls an der Integrations- und Mitwirkungsbereitschaft fehlt. „Wir brauchen also weder Gesetzesverschärfungen noch Sanktionierungen, die teilweise sogar gegen die UN-Kinderrechtskonvention, die Europäische Menschenrechtskonvention und das Grundgesetz verstoßen“, betont der DKSB-Präsident. Vielmehr müssen mehr Integrationsangebote geschaffen und die Hürden zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt abgebaut werden. Auch die geplanten Wohnsitzzuweisungen sind nicht geeignet, um eine nachhaltige Integration sicherzustellen.

Belange geflüchteter Kinder werden nicht berücksichtigt

„Die nach Deutschland kommenden Menschen müssen die Chance haben, hier anzukommen und ein Teil unserer Gesellschaft zu werden. Dazu gehört die schnellstmögliche Familienzusammenführung, aber auch der Familiennachzug“, ergänzt DKSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Sabine Andresen. Wissenschaftliche Untersuchungen wie die im März erschienene Studie 'Angekommen in Deutschland' (http://ots.de/18Dex) belegen, dass die Belange der geflüchteten Kinder nicht berücksichtigt werden, so Mitautorin Sabine Andresen weiter. „Diese Kinder haben viel erlebt und sie sind sehr gut in der Lage, Aussagen über ihr Wohlbefinden zu treffen. Sie brauchen Perspektiven und Bildungszugänge, unabhängig davon, wie lange sie in Deutschland bleiben. Vor allem muss ihr Schutz in den Einrichtungen und Unterkünften gewährleistet sein. Da müssen wir uns noch mehr anstrengen.“

Der DKSB bietet konkrete praktische Hilfe und Unterstützung für Kinder und ihre Familien nach der Flucht. Das Spektrum reicht von Sprachkursen, allgemeiner Beratung für Familien sowie der Vermittlung von Paten- und Vormundschaften für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge über Spiel-, Sport- bzw. Freizeitangebote in Gemeinschaftsunterkünften bis hin zu Eltern-Kind-Cafés, in denen Familien Informationen über die medizinische Versorgung sowie Bildungsleistungen und Betreuungsangebote erhalten.


Quelle: OTS: Deutscher Kinderschutzbund e.V. vom 20.5.2016
 
24.05.2016

Kulturelle Vielfalt als Chance und Herausforderung für Schulen

„Die Integration junger Flüchtlinge in Schule und Unterricht hat für die Kultusministerinnen und Kultusminister in Deutschland derzeit besonders hohe Priorität. Die kulturelle Vielfalt, die in unsere Klassenzimmer kommt, ist dabei Herausforderung und Chance zugleich.“ Das betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer...
„Die Integration junger Flüchtlinge in Schule und Unterricht hat für die Kultusministerinnen und Kultusminister in Deutschland derzeit besonders hohe Priorität. Die kulturelle Vielfalt, die in unsere Klassenzimmer kommt, ist dabei Herausforderung und Chance zugleich.“ Das betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Claudia Bogedan, zur Eröffnung einer internationalen Fachtagung der Kultusministerkonferenz am Montag, den 23. Mai 2016 in Bonn. „Junge Zuwanderer werden umso besser in unsere Schulen und in unsere Gesellschaft integriert, je schneller sie die Sprache ihrer neuen Heimat lernen. Damit Integration gelingt, sind in der Schule jedoch auch die sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen zu schaffen. Es ist deshalb wichtig, Toleranz, demokratische Bildung und interkulturelle Kompetenzen zu fördern. Gerade internationale Austauschprogramme und Projekte können dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Die zweitägige Fachtagung steht unter dem Titel „Migration ‒ Integration: Schule gestaltet Vielfalt“. An ihr nehmen rund 380 Lehrkräfte und Bildungsfachleute aus Deutschland und aus dem europäischen Ausland teil. Pädagogische Konzepte für eine Schule der Vielfalt, die Integration, Spracherwerb und Berufsvorbereitung fördert, stehen im Mittelpunkt. Neben der Präsidentin der Kultusministerkonferenz sprechen zum Auftakt Jens Nymand-Christensen, Stellvertretender Generaldirektor für Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, und Professor Nihad Bunar, Universität Stockholm. Zudem werden Beispiele guter Praxis aus Schule, Lehrerbildung und dem internationalen Schulaustausch vorgestellt, wie sie der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ Schulbildung fördert. An der Abschlussdiskussion am 24. Mai ab 11:45 Uhr zum Thema „Schule gestaltet Vielfalt und vermittelt Werte: Wie gelingt es, junge Menschen vor politischer und religiöser Radikalisierung zu bewahren?“ nimmt unter anderem Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, teil.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz verwies zur Eröffnung der Tagung auch auf die gemeinsamen Anstrengungen der Länder in den vergangenen Monaten: „In Ministerien, Schulämtern und Schulen wird mit Hochdruck, Engagement und hoher Kompetenz daran gearbeitet, jedes Kind so rasch wie möglich zu beschulen und dafür genügend Lehrkräfte bereitzustellen. Wir legen großen Wert darauf, dass Bildung von Anfang an unabhängig von Aufenthaltsstatus und -dauer organisiert wird. Kinder von Asylsuchenden im schulpflichtigen Alter unterliegen in allen Ländern der Schulpflicht. Die Bildungspolitik, die Länder, die Schulen und die Lehrkräfte leisten ihren Beitrag dazu, dass wir ohne Verzögerung direkt ansetzen können und Kinder schnell unterrichtet werden.“

Quelle: www.bildungsklick.de
 
24.05.2016

Millionen Kinderflüchtlinge gehen nicht zur Schule

Die weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation Save the Children macht sich anlässlich des World Humanitarian Summit in Istanbul für ein neues Abkommen für Kinderflüchtlinge stark. 50% der Kinderflüchtlinge im Grundschulalter und 75% derjenigen im weiterführenden Schulalter sind komplett vom Bildungssystem ...
Die weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation Save the Children macht sich anlässlich des World Humanitarian Summit in Istanbul für ein neues Abkommen für Kinderflüchtlinge stark.

50% der Kinderflüchtlinge im Grundschulalter und 75% derjenigen im weiterführenden Schulalter sind komplett vom Bildungssystem ausgeschlossen. Allein im Jahr 2015 wurde die Schullaufbahn von 80 Millionen Kindern durch humanitäre Krisen unterbrochen. Die Gründe dafür sind: Fehlendes Geld und Sprachkenntnisse; informelle Arbeit zur finanziellen Unterstützung der Familie; langwierige bürokratische Prozesse und fehlende Dokumente; zu wenige Schulplätze; und die Tatsache, dass die Entwicklungsländer, die 86% der Flüchtlinge weltweit aufgenommen haben, keine Kapazitäten haben, die Flüchtlinge angemessen zu versorgen.

„Ohne Bildung gibt es für Kinder keine Zukunft. Es ist ein Skandal, dass die Weltgemeinschaft genau das zulässt. Denn Kinder ohne Perspektive begeben sich häufiger auf die  gefährliche Reise nach Europa oder in andere Teile der Welt, werden sehr viel früher verheiratet, verschleppt oder zu ausbeuterischer Arbeit gezwungen“, sagt Helle Thorning-Schmidt, Geschäftsführerin von Save the Children International. „Deswegen fordern wir beim World Humanitarian Summit, dass kein Flüchtlingskind länger als 30 Tage von Schulbildung ausgeschlossen bleibt. Flüchtlinge bleiben im Durchschnitt 17 Jahre lang auf der Flucht. Dadurch versäumen Millionen Kinder und Jugendliche Teile, wenn nicht sogar ihre gesamte Bildung“, fügt Thorning-Schmidt hinzu. „Bildung legt aber den Grundstein für Erfolg und ist auch deshalb wichtig, weil sie dem Alltag von Kindern, die Traumatisches erlebt haben, Stabilität verleiht.“

„Bildung in Notsituationen und langfristigen Krisen ist chronisch unterfinanziert, derzeit um 4,3 Milliarden Euro. Wenn wir nicht zusammen arbeiten, um auch den Millionen Kinderflüchtlingen wenigstens eine Grundschulbildung zu garantieren, werden wir bis zum Jahr 2030 die Nachhaltigen Entwicklungsziele nicht erreichen. Deshalb fordern wir beim World Humanitarian Summit und darüber hinaus, dass Geber und Mitgliedstaaten den Aufnahmeländern bessere finanzielle, gesetzliche und politische Unterstützung anbieten, damit Kinderflüchtlinge dort zur Schule gehen können“, fordert Thorning-Schmidt.

Zusatzinformationen:
  • Die Hauptaufnahmeländer für Flüchtlinge sind die Türkei (11%), Pakistan (10,5%), Libanon (8%), Iran (6,8%), Äthiopien (4,6%) und Jordanien (4,5%).
    Die Hälfte aller Flüchtlinge stammt aus Syrien, Afghanistan und Somalia.
    In Afrika und im Pazifischen Raum gibt es mehr Flüchtlinge als im Mittleren Osten (ausgenommen 5 Mio. langfristig vertriebene Palästinenser).
    In einer globalen Umfrage im Rahmen der Save the Children Kampagne „Jedes Kind zählt“ haben sich 76% der Befragten besorgt über Diskriminierung gegenüber flüchtenden und Konflikt-vertriebenen Kindern geäußert. 77% der Menschen denken, dass Kinderflüchtlingen dasselbe Recht auf Bildung zusteht wie jedem anderen Kind auch. 41% sprechen sich dafür aus, mehr Kinderflüchtlinge in ihrem Land aufzunehmen, 28% dagegen.
Ansprechpartner
Save the Children Deutschland e.V.

Quelle: www.bildungsklick.de


 
23.05.2016

Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind?

Viele Flüchtlingskinder haben in ihrer Heimat Krieg und Gewalt oder auf der Flucht schreckliche Ohnmacht und Ausgeliefertsein erlebt. Sie leiden oft noch lange an ihren traumatischen Erlebnissen und verhalten sich anders als die Eltern sie kennen. Rund jedes fünfte Flüchtlingskind leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Eltern w...
Viele Flüchtlingskinder haben in ihrer Heimat Krieg und Gewalt oder auf der Flucht schreckliche Ohnmacht und Ausgeliefertsein erlebt. Sie leiden oft noch lange an ihren traumatischen Erlebnissen und verhalten sich anders als die Eltern sie kennen. Rund jedes fünfte Flüchtlingskind leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.
Eltern wissen nicht immer, wie sie ihren psychisch belasteten oder erkrankten Kindern hel-fen können. Deshalb hat die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) einen Ratgeber für Flüchtlingseltern veröffentlicht.

Die BPtK informiert darüber, wie sich traumatisierte Kinder und Jugendliche je nach Alter verhalten können. Der Ratgeber zeigt an vielen konkreten Situationen, wie Eltern angemessen reagieren können. Er möchte den Eltern helfen, ihre Kinder besser zu verstehen. „Traumatisierte Kinder brauchen vor allem das Gefühl, sicher und aufgehoben zu sein“, erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. „Eltern können ihren Kindern entscheidend dabei helfen, die schrecklichen Erlebnisse besser zu verarbeiten. Verhält sich ein Kind oder Jugendlicher jedoch dauerhaft anders, sollte professionelle Hilfe gesucht werden.“

Der Ratgeber liegt in Deutsch, Englisch und Arabisch vor. Er kann auf der Homepage der BPtK heruntergeladen werden: http://www.bptk.de/publikationen/bptk-infomaterial.html

Quelle: Presseinfo BPtK

 
20.05.2016

Unzufriedenheit mit Inklusion in NRW

Die schulische Inklusion ist, auch zwei Jahre nach Inkrafttreten des 9. Schulrechtsänderungsgesetz, personell mangelhaft ausgestattet, das Personal ist schlecht vorbereitet und wird unzureichend unterstützt. Das sind die zentralen Ergebnisse der repräsentativen VBE-Umfrage zur inklusiven Praxis in NRW. Seit dem Schuljahr 2014/2015 haben Kinder mit...
Die schulische Inklusion ist, auch zwei Jahre nach Inkrafttreten des 9. Schulrechtsänderungsgesetz, personell mangelhaft ausgestattet, das Personal ist schlecht vorbereitet und wird unzureichend unterstützt. Das sind die zentralen Ergebnisse der repräsentativen VBE-Umfrage zur inklusiven Praxis in NRW.

Seit dem Schuljahr 2014/2015 haben Kinder mit einer Behinderung grundsätzlich das Recht, gemeinsam mit anderen Kindern an einer allgemeinbildenden Schule unterrichtet zu werden. Vor diesem Hintergrund hat der Verband Bildung und Erziehung NRW jetzt zum zweiten Mal das Institut Forsa Lehrerinnen und Lehrer zu ihren Erfahrungen mit der Inklusion befragen lassen. Udo Beckmann, der Vorsitzende des VBE NRW sagt: „Die schon in der ersten Forsa-Umfrage 2015 aufgedeckten Mängel, zu große Lerngruppen, zu geringe sonderpädagogische Unterstützung und keine Vorbereitung auf die neuen Herausforderungen bestehen leider fast unverändert. Das sollte der Landesregierung, die unter dem Motto „Kein Kind zurücklassen, angetreten ist, die Schamesröte ins Gesicht treiben.“

Grundsätzliche Doppelbesetzung Lehrer und Sonderpädagoge notwendig

Praktisch alle Lehrer (94 Prozent) sind der Auffassung, dass es in inklusiven Schulklassen eine Doppelbesetzung aus Lehrer und Sonderpädagoge geben sollte. Fast niemand (4 Prozent) hält dies für überflüssig. Wunsch und Wirklichkeit klaffen dabei weit auseinander. 61 Prozent der Lehrer, die in Schulen mit inklusiven Lerngruppen unterrichten, geben an, dass die Lerngruppe für gewöhnlich von einer Person unterrichtet wird.

Während 85 Prozent der Lehrer (im Vorjahr 80 Prozent) angeben, dass sie an ihrer Schule bereits Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichten, hat sich die Klassengröße für jeden Zweiten mit dem inklusiven Unterricht nicht verändert. Nach Angaben von zwei Prozent (im Vorjahr vier Prozent) der Lehrer wurde die Klasse sogar vergrößert.

Gut eingearbeitet fühlen sich die wenigsten. Dass die inklusiv unterrichtenden Lehrkräfte an ihrer Schule über keine sonderpädagogische Kenntnisse verfügen, sagen 54 Prozent der Lehrer. Ebenso viele bewerten das Fortbildungsangebot als mangelhaft oder schlechter. Insgesamt bekommt es die Durchschnittsnote 4,5. Nur zwei von drei Befragten haben an ihrer Schule die Unterstützung durch einen Sozialpädagogen oder Sonderpädagogen. Mehr als die Hälfte der Befragten hatte nur wenige Wochen Zeit, sich auf inklusives Unterrichten vorzubereiten.

„Es ist fast so, als würde ein Hausarzt plötzlich am Operationstisch stehen. Die Grundkenntnisse sind zwar vorhanden, aber es fehlt die fachliche Übung und Vorbereitung“, sagt Beckmann. So vergeben die Lehrer für die personelle Ausstattung die Durchschnittsnote 4,8. Beckmann kommentiert: „Wir erkennen an, dass die Landesregierung zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt hat. Aber es reicht nach wie vor bei weitem nicht, um Kinder mit und ohne Handicap die qualitative Förderung zukommen zu lassen, die erforderlich ist.“ Ein Beleg dafür ist aus Sicht des VBE, dass fast 1.000 der 3.000 Grundschulen keinen Sonderpädagogen haben, aber verpflichtet sind, sonderpädagogisch zu fördern.

Trotz der Kritik, die Akzeptanz für Inklusion generell ist seit der letzten Befragung 2015 um sechs Prozent angestiegen. Unter der Voraussetzung, dass die finanzielle und personelle Ausstattung für einen inklusiven Unterricht sichergestellt wäre, halten aktuell 60 Prozent der befragten Lehrer eine gemeinsame Unterrichtung grundsätzlich für sinnvoll. Aber nahezu alle Lehrer (95 Prozent) sind dafür, dass auch bei Errichtung eines inklusiven Schulsystems die bisherigen Förder- und Sonderschulen alle (54 Prozent) bzw. teilweise (41 Prozent) erhalten werden sollten.



Auf der Basis der aktuellen Umfrage stellt der VBE folgende Forderungen an die Landesregierung:

- Sicherstellung einer weitgehenden Doppelbesetzung aus Sonderpädagoge und Regelschullehrkraft in inklusiven Lerngruppen (+7000 Stellen).
- Qualitative und quantitative Verbesserung des Fortbildungsangebots.
- Deutlich kleinere Lerngruppen.
- Hinreichend Zeit zur Vorbereitung auf das Arbeiten in inklusiven Klassen und Zeitressourcen für die Arbeit im Klassenteam.
- Bereitstellung der räumlichen und sächlichen Voraussetzung durch die Schulträger.


Quelle: www.bildungsklick.de
18.05.2016

Erhebliche Exklusionrisiken im Schulsystem

Obwohl sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen seit 2009 zur Inklusion verpflichtet hat, gibt es im "deutschen Bildungssystem erhebliche Exklusionsrisiken". Das schreibt die Fraktion Die Linke in einem Bundestags-Antrag (18/8420). Sie würden von unt...
Obwohl sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen seit 2009 zur Inklusion verpflichtet hat, gibt es im "deutschen Bildungssystem erhebliche Exklusionsrisiken".

Das schreibt die Fraktion Die Linke in einem Bundestags-Antrag (18/8420). Sie würden von unterschiedlichen körperlichen, geistigen, seelischen und Sinnesbehinderungen über soziale Benachteiligungen, Geschlecht bis zur Herkunft reichen. So hätten zum Beispiel auch junge Menschen mit Migrationshintergrund trotz großer individueller Potenziale immer noch deutlich schlechtere Bildungschancen. 

In ihrem Antrag unterstreicht die Linksfraktion, dass das Schulsystem tiefgreifend verändert werden müsse. Inklusion dürfe nicht zum Sparangebot deutscher Bildungspolitik werden. Die Linke fordert die Bundesregierung auf, Inklusion als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen, das grundgesetzliche Verbot der Bildungszusammenarbeit zwischen Bund und Ländern (Kooperationsverbot) aufzuheben sowie eine Gemeinschaftsaufgabe Bildung im Grundgesetz zu verankern.

Quelle: www.bildungsklick.de

 
13.05.2016

Familien brauchen Erholung

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. fordert am Internationalen Tag der Familie, der unter dem Motto „Wohlbefinden und Gesundheit“ steht, dazu auf, Familien mit zeitgemäßen Angeboten zur Familienerholung zu unterstützen.    „Familien erbringen Leistungen, die nicht nur den Familienmitgliedern selbst, sondern der gesamten Gesellschaft zugutekommen“, sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins f...
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. fordert am Internationalen Tag der Familie, der unter dem Motto „Wohlbefinden und Gesundheit“ steht, dazu auf, Familien mit zeitgemäßen Angeboten zur Familienerholung zu unterstützen. 
 
„Familien erbringen Leistungen, die nicht nur den Familienmitgliedern selbst, sondern der gesamten Gesellschaft zugutekommen“, sagt Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. „Dafür brauchen sie ein an der Vielfalt von Familienleben orientiertes, ganzheitliches Unterstützungssystem - um nicht zuletzt auch die Gesundheit und das Wohlergehen aller Familienmitglieder sicherzustellen und Risiken zu vermeiden.“
 
Ein wichtiger Baustein hierfür ist die Familienerholung als gesetzlich verankerte Leistung der Kinder- und Jugendhilfe. Sie entlastet die Familien und festigt durch gemeinsame Aktivitäten den familiären Zusammenhalt. Zudem fördert sie das Wohlergehen und die Gesundheitskompetenz aller Familienmitglieder. „Familienerholung muss stärker als Leistungssegment wahrgenommen und aktiv in die Kinder- und Jugendhilfe eingebunden werden“, fordert Löher. „Dafür brauchen wir aber auch zeitgemäße und attraktive Angebote, die der Lebenswelt und den Bedarfen von Familien entsprechen.“
 
Mit seinen Empfehlungen zu Angeboten der Familienerholung hat der Deutsche Verein konkrete Handlungsschritte zur Weiterentwicklung benannt. Aktuell führt er den Vorsitz des Projektbeirats „Werkstatt Familienerholung“, der das vom Familienministerium geförderte Projekt „Zukunftswerkstatt Familienerholung und Qualitätsentwicklung in gemeinnützigen Familienferienstätten“ bis zu dessen Abschluss im Jahr 2017 fachlich beraten und begleiten wird.

Quelle: Presseinfo Deutscher Verein

 
12.05.2016

Save the Children veröffentlicht Fortsetzung von „Most Shocking Second a Day“

Save the Children, die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation weltweit, veröffentlicht die Fortsetzung des Social-Media-Erfolgs „Most Shocking Second a Day“. Der Kurzfilm wurde 2014 innerhalb von 24 Stunden mehrere Millionen Mal geklickt und hat bis heute eine Reichweite von über 50 Millionen erzielt. Das Video erzä...
Save the Children, die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation weltweit, veröffentlicht die Fortsetzung des Social-Media-Erfolgs „Most Shocking Second a Day“. Der Kurzfilm wurde 2014 innerhalb von 24 Stunden mehrere Millionen Mal geklickt und hat bis heute eine Reichweite von über 50 Millionen erzielt.

Das Video erzählt die Geschichte der 11-jährigen Lily, der dieselben Dinge widerfahren wie einem Mädchen im Kriegsgebiet. Der Alptraum der ersten Version – heute noch genau so aktuell wie vor zwei Jahren – findet im jetzigen Video seine Fortsetzung in der Flucht aufs europäische Festland. Das Mädchen erlebt die traurige Realität unzähliger Kinder ihres Alters.

„Die Situation der Kinderflüchtlinge erfordert sofortiges Umdenken und Handeln. Vor wenigen Tagen habe ich mit eigenen Augen in Griechenland gesehen, wie verheerend die Situation vor allem für Kinder ist. Und immer mehr Krisen und Konflikte werden unzählige weitere Kinder zwingen, ihre Heimat auf der Suche nach Schutz und Sicherheit zu verlassen – allein oder gemeinsam mit ihren Familien. Die beiden Videos zeigen die aktuelle humanitäre Notlage. Wir dürfen diese Kinder nicht allein lassen“, betont Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland.

2015 war das Jahr der traurigen Höhepunkte: 60 Millionen Menschen waren auf der Flucht, die Hälfte davon Kinder. Noch nie zuvor haben so viele Menschen bei der Suche nach Sicherheit und Schutz ihr Leben verloren. Weit über 3.500 Menschen sind im vergangenen Jahr ertrunken, seit September 2015 sind im Durchschnitt zwei Kinder pro Tag auf dem Meer ums Leben gekommen.

„Wenn Eltern versuchen, sich mit ihren Kindern über das Meer in Sicherheit zu bringen, obwohl sie nicht schwimmen können, ist das Ausdruck vollkommener Verzweiflung und Ausweglosigkeit. Es ist unsere moralische Pflicht, die Situation in den Herkunfts-, Transit- und Aufnahmeländern zum Wohl der Kinder zu verändern. Wir brauchen ein neues Abkommen, damit Kinderflüchtlinge besser geschützt sind und diese Mädchen und Jungen nicht zu einer verlorenen Generation werden“, so Susanna Krüger. „Solange es keine legalen Fluchtrouten nach Europa gibt, werden sich Kinder weiter auf gefährlichen Routen durchschlagen.“

Das Video „Still the most shocking Second a Day“ steht unter folgendem Link zur Verfügung:
https://www.youtube.com/channel/UC7RCGWVd4j_WxIGalDkVi0w

Erlebnisberichte und Fotos von Kindern auf der Flucht:
http://storycentral.savethechildren.org.uk/?c=36399&k=c52eba1a06

Quelle: OTS: Save the Children Deutschland e.V. vom 10.5.2016
 
12.05.2016

Mehr Schutz und Stärkung von Familien gefordert

Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai nehmen Peter Maffay, diesjähriger Karl Kübel Preisträger, und die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie Stellung zur steigenden Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von Überforderung der Eltern. Die meisten Eltern kennen es aus eigener Erfahrung: Kinder bringe...
Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai nehmen Peter Maffay, diesjähriger Karl Kübel Preisträger, und die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie Stellung zur steigenden Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von Überforderung der Eltern.

Die meisten Eltern kennen es aus eigener Erfahrung: Kinder bringen einen manchmal an bisher nicht gekannte Grenzen. Und wenn der berühmte Geduldsfaden reißt, dann überschreiten manche Eltern auch mal ihre Grenzen. Oder sie kapitulieren vor den Herausforderungen des gemeinsamen Alltags. Den aktuellen Statistiken nach kommt es immer häufiger vor, dass der Staat hier zum Schutz der Kinder eingreifen muss. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2014 48.059 Kinder und Jugendliche in Deutschland in Obhut genommen, 2010 waren es noch 36.343 Kinder. Der häufigste Anlass für die Inobhutnahme von Minderjährigen war die

Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils, mit einem Anteil von 40 Prozent.
„Dies ist eine dramatische Entwicklung“, sagen Peter Maffay, Gründer der Maffay-Stiftung und Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, einstimmig. Sie nehmen den Internationalen Tag der Familie zum Anlass, für mehr Schutz und Stärkung von Familien zu werben.

Kinder brauchen Schutzräume. Familie ist dabei der erste und ursprünglichste Schutzraum, den sie als solchen erleben sollten. Dass das nicht selbstverständlich ist und immer mehr Eltern aufgrund von Überforderung nicht in der Lage sind, diesen Schutz zu bieten, stellen Maffay und Kobelt Neuhaus in ihrer täglichen Stiftungsarbeit fest.

„Zu uns kommen Kinder und Familien, die eine Auszeit von ihren oft schwierigen Situationen brauchen. Sie sind traumatisiert und müssen neue Kräfte sammeln, um weitergehen zu können. In unseren Häusern geben wir ihnen eine Pause, einen Schutzraum, inmitten einer herrlichen Natur, die wir auch als Therapeuten erachten“, erklärt Maffay. „Es gibt die unterschiedlichsten Schutzräume: Familie, Verein, Schule… Familie ist dabei der erste und wichtigste Raum. In unserer Vorstellung ist es ideal, wenn die Vernetzung der einzelnen Räume so eng wie möglich ist, damit die Gefahr durchzufallen geringer wird. Unerlässlich ist es daher, die Familien als solche zu stärken und zu schützen.“

Damit Familien erst gar nicht in die Schieflage einer dauerhaften Überforderung kommen, brauchen sie Netzwerke in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Orte, an denen sie Unterstützung aus einer Hand bekommen. Von Menschen, zu denen sie Vertrauen haben, die um ihre Bedürfnisse wissen und das anbieten, was auch wirklich gebraucht wird. „Mit unserem bundesweit verbreiteten Ansatz Ganzheitliche Bildung im Sozialraum (GaBi) setzen wir darauf, Familienzentren als Orte zu entwickeln, die für Familien die Angebote bündeln, die es für ein gelingendes Miteinander von Eltern und Kindern braucht. Familien finden dort neben Betreuungsangeboten auch Schuldner- und Erziehungsberatung, Beratungen zu schwierigen Lebenssituationen, Sprachkurse, Qualifizierungsangebote, aber auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden“, erklärt Kobelt Neuhaus.
Bundesweit begleitet die Karl Kübel Stiftung derzeit neun dieser Zentren in acht Bundesländern. „Unser Ziel ist es, in jedem Bundesland einen Standort zu begleiten, der exemplarisch zeigt, wie die Unterstützung von Familien durch eine Vernetzung im direkten Lebensumfeld gelingen kann. So werden Familien gestärkt, damit sie selbst Schutzraum sein können und die Zahl der Inobhutnahmen durch Überforderung der Eltern abnimmt“, so Kobelt Neuhaus weiter.

Mit ihrer Arbeit leisten beide Stiftungen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen von Familie und für den Schutz von Kindern. „Nur wenn unsere Gesellschaft die Schwächsten im Blick hat und ihnen Hilfe und Unterstützung anbietet“, erklären Maffay und Kobelt Neuhaus abschließend, „wird es gelingen, die großen Herausforderungen der Zukunft von Kindern und Familien zu meistern und Familie zu ermöglichen.“

Quelle: Presseinformation der Karl Kübel Stiftung und der Peter-Maffay-Stiftung vom 11.5.2016

 
12.05.2016

Knapp ein Viertel der Betreuungszeit begleiten Eltern ihre Kinder

24 Prozent der Betreuungszeit verbrachten Eltern im Jahr 2012/2013 durchschnittlich mit der Begleitung ihrer Kinder zu Terminen. Das waren rund 2 Stunden 13 Minuten pro Woche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai weiter mitteilt, waren Mütter mit 25 Prozent hier etwas stärker eingebunde...
24 Prozent der Betreuungszeit verbrachten Eltern im Jahr 2012/2013 durchschnittlich mit der Begleitung ihrer Kinder zu Terminen. Das waren rund 2 Stunden 13 Minuten pro Woche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai weiter mitteilt, waren Mütter mit 25 Prozent hier etwas stärker eingebunden als Väter (22 Prozent). Zur Begleitung der Kinder gehören sowohl die Wegezeiten zu Terminen als auch die Anwesenheit während dieser Termine wie zum Beispiel während des Arztbesuchs oder des Fußballtrainings.

Der Umfang der Begleitung variiert mit dem Alter der Kinder: Bei Kindern unter 6 Jahren machte die Begleitung 19 Prozent der Betreuungszeit aus. Hier war der Zeitanteil für Beaufsichtigung, Körperpflege, Spielen und Sport mit 73 Prozent deutlich höher. Bei Kindern von 6 bis 18 Jahren investierten die Eltern 35 Prozent in die Begleitung ihrer Kinder.

Der Zeitanteil für Beaufsichtigung, Körperpflege, Spielen und Sport lag ebenfalls bei 35 Prozent. Insgesamt verbrachten Väter und Mütter im Jahr 2012/2013 täglich 1 Stunde 20 Minuten mit der Betreuung von Kindern unter 18 Jahren als Hauptaktivität. Mütter leisteten mit 1 Stunde 45 Minuten etwa doppelt so viel wie Väter (51 Minuten).

Die vollständige Zahl der Woche (inklusive PDF-Version) sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell
zu finden.

Quelle: OTS: Statistisches Bundesamt vom 10.5.2016
 
09.05.2016

40 % aller Grundschüler wechseln auf das Gymnasium

Das Gymnasium ist beim Übergang in die fünfte Klasse die Nummer eins unter den weiterführenden Schulen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wechselten zum Schuljahr 2014/2015 von den 661 600 Grundschülerinnen und Grundschülern 40 % nach der vierten Klasse an ein Gymnasium, 17 % an eine Realschule, 15 % an eine Inte...
Das Gymnasium ist beim Übergang in die fünfte Klasse die Nummer eins unter den weiterführenden Schulen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wechselten zum Schuljahr 2014/2015 von den 661 600 Grundschülerinnen und Grundschülern 40 % nach der vierten Klasse an ein Gymnasium, 17 % an eine Realschule, 15 % an eine Integrierte Gesamtschule und 12 % an eine Schulart mit mehreren Bildungsgängen. 8 % besuchten im Anschluss an die vierte Grundschulklasse eine Hauptschule, 7 % eine schulartunabhängige Orientierungsstufe, 0,4 % eine Förderschule und 0,1 % eine Freie Waldorfschule. 
Der Anteil der Schulwechsel ans Gymnasium ist in den letzten Jahren gewachsen. Im Schuljahr 2004/2005 hatte die Übergangsquote in die fünfte Klasse des Gymnasiums bei 36 % gelegen. Noch deutlicher zeigen sich die gewandelten Schulstrukturen im 10-Jahres-Vergleich bei den Übergängen auf die Integrierte Gesamtschule sowie auf die Hauptschule. Verbunden mit einem starken Ausbau der Integrierten Gesamtschulen hat sich die Übergangsquote von der Grundschule zwischen den Schuljahren 2004/2005 sowie 2014/2015 um 8 Prozentpunkte (von 7 % auf 15 %) erhöht. Im gleichen Zeitraum ging die Übergangsquote in die fünfte Klasse der Hauptschule um 12 Prozentpunkte (von 20 % auf 8 %) zurück. 

Diese und weitere aktuelle statistische Kennzahlen sowie deren Entwicklung im Zeitverlauf werden in der Broschüre „Schulen auf einen Blick“ zusammengefasst dargestellt und anschaulich beschrieben.

Quelle: Statistisches Bundesamt
03.05.2016

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2016 ausgeschrieben

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom den „Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2016“ ausgeschrieben. Gesucht werden zukunftsfähige Konzepte, mit denen die Integration von Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund nachhaltig unterstüt...

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom den „Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2016“ ausgeschrieben. Gesucht werden zukunftsfähige Konzepte, mit denen die Integration von Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund nachhaltig unterstützt und Vielfalt gefördert wird.

Bildungseinrichtungen können sich bis zum 15. August 2016 in einer von vier Kategorien bewerben: frühkindliche Bildung, schulische Bildung, berufliche Bildung oder hochschulische Bildung. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury von Bildungsexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungen und Politik.

BDA-Vizepräsident Dr. Gerhard F. Braun erklärt: „Durch die steigende Mobilität und die Aufnahme von Flüchtlingen wird Deutschland vielfältiger und internationaler. Das ist für uns Herausforderung und Chance zugleich. Voraussetzung dafür, dass Zugewanderte ihre Talente und Potenziale entfalten können, ist eine gelingende Integration in unser Werte- und Bildungssystem. Dies gilt in besonderem Maße für junge Menschen.“


"Vielfalt ist ein Innovationstreiber"

Der Personalvorstand der Deutschen Telekom, Dr. Christian P. Illek, betont: „Vielfalt ist ein Innovationstreiber. Unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen fördern neues Denken und Handeln. Hier liegt für unseren Wirtschaftsstandort eine große Chance. Wir brauchen darum Bildungseinrichtungen, die Integration fördern und gleichzeitig Diversität und individuelle Fähigkeiten stärken. Davon profitieren alle. Unabhängig von der Herkunft der Lernenden fördern integrative Ansätze fachliche, methodische, soziale und individuelle Kompetenzen.“

Ulrich Weber, Personalvorstand der Deutschen Bahn, hebt hervor: „Für die vielen, die aktuell als Flüchtlinge zu uns kommen, liegt die erste große Hürde beim Spracherwerb. Die Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wir brauchen auf allen Bildungsstufen besonderes Engagement, damit jungen Menschen später der Übergang in Ausbildung und Beruf gelingt. Mit unserer diesjährigen Ausschreibung suchen wir Best-Practice-Beispiele, die zeigen, wie Integration erfolgreich gestaltet werden kann.“

Der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung wird zum 17. Mal vergeben und ist in jeder Kategorie mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden im Rahmen des Deutschen Arbeitgebertages am 15. November 2016 in Berlin ausgezeichnet.

Die Bewerbungsfrist endet am 15. August 2016 (Poststempel).

Ausschreibungstext und Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter www.arbeitgeberpreis-fuer-bildung.de  abrufbar.

Quelle: Presseinfo Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber
28.04.2016

Armut und Diskriminierung zerstören Zukunft von Millionen Kindern

400 Millionen Kinder sind weltweit von Diskriminierung betroffen und leben in extremer Armut, das geht aus dem am 26. April veröffentlichten Report „Every Last Child“ von Save the Children hervor. Gerade die besonders benachteiligten Mädchen und Jungen profitieren am wenigsten von den Fortschritten in der Armutsbekämpfung. Das liegt an ge...
400 Millionen Kinder sind weltweit von Diskriminierung betroffen und leben in extremer Armut, das geht aus dem am 26. April veröffentlichten Report „Every Last Child“ von Save the Children hervor. Gerade die besonders benachteiligten Mädchen und Jungen profitieren am wenigsten von den Fortschritten in der Armutsbekämpfung. Das liegt an geografischen, geschlechterspezifischen oder ethnischen Ursachen, an einer Behinderung oder an der Tatsache, dass sie in einem Konfliktgebiet leben müssen. Von den 16.000 Kindern, die weltweit jeden Tag an vermeidbaren Ursachen sterben, gehört eine überproportional große Zahl zu den ausgegrenzten Gruppen.

„Es ist kein Versehen, dass gerade diese Kinder von einer überlebenswichtigen Grundversorgung ausgeschlossen werden: Das geschieht systematisch. Armut und Diskriminierung führen zu Ausgrenzung – in armen wie in reichen Ländern. Öffentliche und staatliche Einrichtungen müssen sich genauso verändern wie bestimmte Gesetze und Regelungen. Ausgegrenzten Gruppen muss es möglich gemacht werden, Entscheidungen auf lokaler, staatlicher und internationaler Ebene mit zu gestalten. Vor allem müssen die betroffenen Mädchen und Jungen Zugang zu Gesundheit, Bildung und Ernährung bekommen“, betont Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Sonst können die Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2030 nicht erreicht werden.“

Momentan spitzt sich die Lage weiter zu. Im schlimmsten Fall können die Folgen von Ausgrenzung tödlich sein. Mangelnde Gesundheitsversorgung, Gewalt und Kinderschwangerschaften führen zu Mütter- und Kindersterblichkeit. Ein Beispiel ist Sierra Leone: Das Land hat weltweit eine der höchsten Raten bei Teenager-Schwangerschaften und 40 Prozent aller Mütter, die aufgrund von Schwangerschafts- oder Geburtskomplikationen sterben, sind minderjährige Mädchen. Schwangere Mädchen dürfen auch nicht zur Schule gehen und keine Abschlussprüfungen ablegen.

Auch Frühverheiratung ist hauptsächlich ein Problem für die ärmsten Mädchen der Welt. In Tansania sind 61 Prozent der Mädchen, die keine Schulbildung haben, beim Erreichen ihres 18. Lebensjahrs verheiratet. Bei denen, die über eine Sekundärschulausbildung oder sogar darüber hinaus verfügen, sind es nur 5 Prozent. Eine weitere sehr große Gruppe unter den besonders benachteiligten Kindern sind diejenigen, die mit einer Behinderung leben müssen. Sie sind drei bis vier Mal häufiger Opfer von physischer oder sexueller Gewalt und Vernachlässigung als ihre nicht-behinderten Altersgenossen. Außerdem führen Konflikte dazu, dass neue Gruppen ausgegrenzter Kinder entstehen: Flüchtlinge und Binnenvertriebene. Im Durchschnitt sterben Kinder, wenn sie in Konfliktregionen geboren wurden, doppelt so häufig vor ihrem fünften Geburtstag wie die in friedlichen Ländern.

Das Problem der Ausgrenzung betrifft auch reiche Länder. Während Australien eines der höchsten Bildungsniveaus weltweit vorweisen kann, haben Kinder, die zu der Gruppe der Aborigines oder Torres Strait Insulaner gehören, seit 2008 keine Lese- oder Mathematikfortschritte mehr gemacht. Auch Kanadas indigene Kinder bleiben hinter den Gleichaltrigen ihres Landes zurück. Diese Gruppe weist sich aus durch geringere Familieneinkommen, geringere Bildungserfolge, hohe Kindersterblichkeit und eine hohe Selbstmordrate.
„Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Wenn wir nicht endlich mehr für die ausgegrenzten Kinder dieser Welt unternehmen, werden selbst die reichsten Länder dabei versagen, die selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Jedes Kind muss ausnahmslos die gleichen Chancen haben!“, fordert Susanna Krüger.

Neben dem Report startet Save the Children mit der weltweiten Kampagne „Every Last Child“, um dem Problem der Ausgrenzung nachdrücklich und umfassend zu begegnen. Die Organisation fordert für jedes Kind die gleichen Rechte und Überlebenschancen sowie Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Ernährung.

Den Bericht finden Sie hier: http://ots.de/Q1TYI (deutsche Kurzversion) http://ots.de/gp1Gl (englische Version)


Quelle: OTS: Save the Children Deutschland e.V. vom 26.4.2016

 
28.04.2016

Gesundheits-Infos für geflüchtete Famililien

Die gesundheitliche Aufklärung und Versorgung von Flüchtlingsfamilien stellt Fachkräfte und Ehrenamtliche vor neue Herausforderungen. Insbesondere die sprachlichen Hürden gilt es mit reich bebildertem und mehrsprachigem Material rasch zu überwinden. Auf dem Internetportal kindergesundheit-info.de bietet die Bundeszentrale für gesundhei...
Die gesundheitliche Aufklärung und Versorgung von Flüchtlingsfamilien stellt Fachkräfte und Ehrenamtliche vor neue Herausforderungen. Insbesondere die sprachlichen Hürden gilt es mit reich bebildertem und mehrsprachigem Material rasch zu überwinden. Auf dem Internetportal kindergesundheit-info.de bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nun speziell für die gesundheitliche Information und Aufklärung von geflüchteten Familien zugeschnittene Materialübersichten an.

Die leicht verständlichen Filme, Broschüren, Infoblätter und Internetseiten in vielen Sprachen sind unmittelbar einsetzbar in der Arbeit von ärztlichen Praxen, Familien-/Hebammen, Kita-Fachkräften und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Viele der Infoblätter und Flyer sind zur direkten Weitergabe an Eltern geeignet. In aller Regel stehen die Medien zum kostenlosen Download auf den jeweiligen Internetseiten der verschiedenen Anbieter bereit.

Die Medien behandeln in verschiedenen Sprachen Themen wie die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern, Erkrankungen im Kindesalter, Früherkennung und Impfungen, Zahngesundheit, Aspekte der kindlichen Entwicklung oder den Unfallschutz. Außerdem wurde Material zum Erlernen der deutschen Sprache für Kinder zusammengestellt. Für ärztliche Praxen und Kindertagesstätten sind Informationen zu rechtlichen Grundlagen und mehrsprachige Formulare gelistet.

Ergänzt werden die Themen-Angebote durch Hinweise auf die bildreichen Infografiken und mehrsprachigen Kurzfilme von kindergesundheit-info.de.

Die BZgA möchte mit diesem Angebot alle in der Begleitung von geflüchteten Familien engagierten Professionellen und Ehrenamtlichen unterstützen und ihnen die Suche nach geeignetem Aufklärungsmaterial erleichtern.

www.kindergesundheit-info.de

Quelle: Presseinformation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 20.4.2016
24.04.2016

Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten

Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen Kinder und ihre Eltern aus ganz Deutschland zur Teilnahme an den 10. Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten“ auf. Zu Beginn des nächsten Schuljahres, zwischen dem 19. und 30. September 2016, sollen konkrete Laufaktionen umgesetzt werden. Anmelden k&o...
Das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub VCD rufen Kinder und ihre Eltern aus ganz Deutschland zur Teilnahme an den 10. Aktionstagen „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten“ auf. Zu Beginn des nächsten Schuljahres, zwischen dem 19. und 30. September 2016, sollen konkrete Laufaktionen umgesetzt werden. Anmelden können und sollten sich Schulklassen sowie Kindertageseinrichtungen bereits jetzt, auf der Webseite www.zu-fuss-zur-schule.de.

„Der Trend zum Elterntaxi ist ungebremst. Deshalb möchten wir mit den Aktionstagen Kindern und Eltern spielerisch die positiven Auswirkungen des Laufens aufzeigen und sie motivieren, langfristig zu Fuß zur Schule oder in die Kita zu gehen. So lernen Kinder das eigenständige Erkunden ihrer Wohnumgebung, entdecken neue Spielmöglichkeiten im Umfeld ihrer Schule oder Kita und gewinnen Sicherheit im Straßenverkehr. Da in diesem Zusammenhang eine kinderfreundliche Stadtgestaltung eine wichtige Rolle spielt, ist es in diesem Jahr auch unser Ziel, auf den bestehenden Handlungsbedarf in diesem Bereich hinzuweisen“, so Claudia Neumann, Spielraumexpertin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Wer sich jetzt anmeldet, kann sofort in die Vorbereitung einer Projektidee einsteigen, und es bleibt genug Zeit, um gemeinsam mit den Kindern und Eltern die Laufaktion zu erarbeiten. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums loben die Verbände außerdem einen Wettbewerb aus. Die besten und kreativsten Projektideen, die bis zum 31. August eingereicht werden, können Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro gewinnen.

Marion Laube, Mitglied des VCD-Bundesvorstand, betont: „Die Aktion richtet sich an Schulen und Kitas in ganz Deutschland – auch im ländlichen Raum. Denn egal ob die Grundschule um die Ecke ist oder nicht, Kinder müssen nicht mit dem Auto bis vor die Schule gefahren werden. Überall wo es möglich ist, sollten sie zumindest das letzte Stück Weg zu Fuß zurücklegen. Das verringert das Verkehrschaos vor den Schulen und schützt die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen. Außerdem können sich die Kinder vor dem Unterricht auszappeln und ihre Freunde treffen.“

Die Aktionstage die parallel zum internationalen „Zu Fuß zur Schule-Tag“ stattfinden, richten sich bewusst an Eltern und Kinder. Während die Kinder lernen, Sicherheit im Straßenverkehr zu gewinnen, können die Eltern sich davon überzeugen, dass sie keine Angst um ihre Kinder haben müssen, wenn sie eigenständig zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. An Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher wird zusätzlich appelliert, zumindest während der Aktionstage auf das Auto zu verzichten.

Ein Poster mit unterschiedlichsten Aktionsideen sowie weitere Materialien können auf der Projektwebseite des ökologischen Verkehrsclubs VCD und des Deutschen Kinderhilfswerkes bestellt werden. Anmeldung ab sofort unter www.zu-fuss-zur-schule.de

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 15.3.2016
 
24.04.2016

terre des hommes zu Flüchtlingskindern: Deutschland missachtet UN-Vorgaben

Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April hat das Kinderhilfswerk terre des hommes die Bundesregierung aufgefordert, Flüchtlingskindern die volle medizinische Versorgung nicht weiter vorzuenthalten. Geflüchtete Kinder bekommen in den ersten 15 Monaten nur eingeschränkt ärztliche Leistungen. Das hat der Kinderrechtsausschuss der Verein...
Anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April hat das Kinderhilfswerk terre des hommes die Bundesregierung aufgefordert, Flüchtlingskindern die volle medizinische Versorgung nicht weiter vorzuenthalten. Geflüchtete Kinder bekommen in den ersten 15 Monaten nur eingeschränkt ärztliche Leistungen. Das hat der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen bereits 2014 in seinen abschließenden Bemerkungen zum Staatenbericht Deutschlands bemängelt.

„Akute Erkrankungen und Schmerzen werden behandelt“, sagte Tanja Funkenberg, terre des hommes-Expertin zum Thema Flüchtlinge. „Doch bei chronischen oder psychischen Erkrankungen gibt es laut dem geltenden Asylbewerberleistungsgesetz keinen Anspruch auf eine Behandlung. Mit dieser Praxis verstößt Deutschland gegen die UN-Kinderrechtskonvention.“ Diese gilt in Deutschland für alle Kinder unter 18 Jahren und besagt, dass der Staat für alle Kinder das Höchstmaß an Gesundheit gewährleisten muss.

Auch die im Herbst 2015 beschlossene elektronische Gesundheitskarte bietet bislang kaum eine Verbesserung. Zwar müssen Eltern, die mit ihren Kindern zum Arzt möchten, nicht mehr den bürokratischen Umweg über das Sozialamt nehmen. „Doch die Kommunen entscheiden eigenständig darüber, ob sie die Gesundheitskarte einführen“, sagte Tanja Funkenberg. „Von einer flächendeckenden Versorgung sind wir noch weit entfernt. Wir fordern, dass alle Bundesländer die elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge möglichst schnell einführen und eine medizinische Versorgung nach kinderärztlichen Richtlinien gewährleisten.“

terre des hommes schützt und betreut gemeinsam mit den europäischen terre des hommes-Schwesterorganisationen weltweit 400.000 Flüchtlingskinder. In Deutschland unterstützt terre des hommes Flüchtlingskinder in Erstaufnahmeeinrichtungen und finanziert Traumatherapien, Sprachkurse und Integrationshilfe in Schulen und Kindergärten. Darüber hinaus sind in 30 Städten und Gemeinden ehrenamtliche terre des hommes-Mitglieder in der Flüchtlingshilfe aktiv.

Quelle: OTS: terre des hommes Deutschland e.V. vom 6.4.2016

 
23.04.2016

Eckpunktepapier zu „Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen"

Ein neues Eckpunktepapier gibt einen Überblick über die aktuelle (Versorgungs-)Situation von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, im Kontext der Frühen Hilfen. Beschrieben werden die Risikokonstellationen für die Kinder, die Hilfe- und Unterstützungsbedürfnisse der betroffenen Familien sowie der dringende Bedarf an interdiszi...
Ein neues Eckpunktepapier gibt einen Überblick über die aktuelle (Versorgungs-)Situation von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, im Kontext der Frühen Hilfen. Beschrieben werden die Risikokonstellationen für die Kinder, die Hilfe- und Unterstützungsbedürfnisse der betroffenen Familien sowie der dringende Bedarf an interdisziplinär und systematisch gestalteten Hilfen. Erläutert wird in diesem Zusammenhang die Bedeutung des breiten Zugangs über die beteiligten Disziplinen. Das Eckpunktepapier beinhaltet Empfehlungen zu einer besseren Vernetzung der psychiatrischen Versorgungssysteme mit den präventiven, niedrigschwelligen Angeboten der Frühen Hilfen.

Hintergrund
Das Eckpunktepapier entstand auf der Grundlage eines Workshops mit Expertinnen und Experten aus Fachpraxis und Wissenschaft. Sie diskutierten im Kontext der Frühen Hilfen die Möglichkeiten der Versorgung von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind. Praxisbeobachtungen und wissenschaftliche Erhebungen weisen darauf hin, dass die Versorgungslage für diese Kinder derzeit unzureichend ist. Sowohl fallbezogene als auch fallübergreifende Kooperationsstrukturen zwischen den unterschiedlichen professionellen Akteuren und Systemen fehlen oder sind wenig verbindlich. Die im Workshop diskutierten Vorschläge und Thesen werden mit der Publikation zusammengefasst. Das Papier wird von zahlreichen Fachgesellschaften und -verbänden unterstützt, deren Rückmeldungen und Hinweise im Rahmen eines intensiven Abstimmungsprozesses von den Autorinnen und Autoren aufgenommen wurden.

Die Publikation im DIN A4-Format umfasst 28 Seiten und kann hier kostenlos online gelesen oder bestellt werden.

Quelle: Bundesinitiative Frühe Hilfen
23.04.2016

Wettbewerb "Digitales Lernen in der Praxis"

"Medien in die Schule" sucht die besten und kreativsten Medienprojekte an deutschen Schulen. Bis zum 30. Juni 2016 können Lehrerinnen und Lehrer ihre Ideen einreichen und attraktive Preise gewinnen. Mit dem Wettbewerb "Digitales Lernen in der Praxis - Ideen für den Unterricht" zeichnet die Initiative "Medien in die Schule" k...
"Medien in die Schule" sucht die besten und kreativsten Medienprojekte an deutschen Schulen. Bis zum 30. Juni 2016 können Lehrerinnen und Lehrer ihre Ideen einreichen und attraktive Preise gewinnen.
Mit dem Wettbewerb "Digitales Lernen in der Praxis - Ideen für den Unterricht" zeichnet die Initiative "Medien in die Schule" kreative und innovative Medienprojekte aus. Sie sollen zeigen, wie der Einsatz und die Thematisierung von Medien gelingen können. Von der Videodokumentation von Unterrichtsexperimenten, dem Blog zum Literaturunterricht bis hin zum Einsatz fachspezifischer Apps, 3D-Druckern, Programmierkits und Co. - die gesuchten Projekte können so vielfältig sein, wie Schule selbst ist.

Potentiale von Medienbildung aufzeigen
Mit dem Wettbewerb sollen die zahlreichen Potentiale von Medienbildung im Lernraum Schule aufgezeigt und sichtbargemacht werden. Gesucht werden textliche, bildliche und audiovisuelle Projektbeschreibungen und Unterrichtsverläufe, die im Sinne von Open Educational Ressources allen an Bildung Beteiligten zur Verfügung gestellt werden. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2016.

Das gibt es zu gewinnen
Die besten Projekte, die durch eine fachkundige Jury ausgewählt werden, erhalten Sachpreise aus dem Bereich "Making und do it yourself Kultur" im Gesamtwert von 8.000 Euro - darunter zum Beispiel 3D-Drucker, 3D-Stifte, Roberta Roboter Kits oder Makey Makeys.
 
Kontakt
info@medien-in-die-schule.de, 030 / 24 04 84 48 (Björn Schreiber, FSM e.V.)

Internetadresse
medien-in-die-schule.de/wettbewerb

 
Quelle: Presseinfo Medien in der Schule
23.04.2016

Bewegungsdetektive auf dem Schulhof

DGUV Lernen und Gesundheit: Neue Unterrichtsmaterialien für die Primarstufe Die Ausstattung von Schulhöfen zeichnet sich häufig durch anspruchslose Geräte ohne nennenswerten Vergnügungs- und Aufforderungscharakter aus. Zudem werden die räumlichen Möglichkeiten für diesen wichtigen Betätigungsraum in vielen Fällen...
DGUV Lernen und Gesundheit: Neue Unterrichtsmaterialien für die Primarstufe

Die Ausstattung von Schulhöfen zeichnet sich häufig durch anspruchslose Geräte ohne nennenswerten Vergnügungs- und Aufforderungscharakter aus. Zudem werden die räumlichen Möglichkeiten für diesen wichtigen Betätigungsraum in vielen Fällen nicht optimal genutzt. Dadurch werden positive Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern verhindert. Kindgerechte, herausfordernde Bewegungs- und
Behauptungssituationen bleiben aus.

Die Unterrichtsmaterialien Bewegungsdetektive auf dem Schulhof möchten die Möglichkeiten räumlicher Umgestaltung aufzeigen sowie zur Schaffung neuer Bewegungsräume auf dem Schulhof anregen. Die Schülerinnen und Schüler
• lernen explorativ allgemeine Bewegungsformen und Bewegungs-arrangements im Erholungs- und Betätigungsraum Schulhof kennen
• nutzen Bewegungsgeräte sicherheitsorientiert und können Risikofaktoren einschätzen
• prüfen und bewerten den Schulhof und seine vorhandenen Gegebenheiten, um daraus neue Ideen für Veränderungen und Verbesserungen von Bewegungsgeräten abzuleiten
• entwickeln aus ihren Ideen konkrete Vorschläge, um den Schulhof aktivierender, ansprechender und anspruchsvoller zu gestalten

Die Unterrichtsmaterialien finden Sie hier

Quelle: Presseinfo GUV

 
07.04.2016

Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen benötigen adäquate Unterstützung

In Deutschland leben etwa 570.000 Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren mit Entwicklungsrisiken, weil ihre Eltern psychisch erkrankt sind. Notwendige Unterstützungsangebote sind meist unzureichend und lückenhaft. Das neue Eckpunktepapier, das vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) herausgegeben und von 25 Fachgesellschaften und Insti...

In Deutschland leben etwa 570.000 Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren mit Entwicklungsrisiken, weil ihre Eltern psychisch erkrankt sind. Notwendige Unterstützungsangebote sind meist unzureichend und lückenhaft. Das neue Eckpunktepapier, das vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) herausgegeben und von 25 Fachgesellschaften und Institutionen unterstützt wird, beschreibt die aktuelle Situation und gibt Empfehlungen.

Kinder, die Eltern mit einer psychischen Erkrankung haben, sind oftmals vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Sie reichen von entwicklungsbeeinträchtigendem Verhalten der Eltern bis zu psychosozialen Belastungen für die Kinder. Dazu können beispielsweise eine unzureichende Versorgung der Kinder oder eine unsichere Bindung zwischen Eltern und Kind gehören. Das neue Eckpunktepapier stellt die möglichen Auswirkungen sowie die Unterstützungsbedarfe und die Versorgungssituation von betroffenen Familien dar. Auf dieser Basis formulieren Expertinnen und Experten fünf Empfehlungen für die Entwicklung einer bedarfsgerechten Versorgung, die frühzeitige und passgenaue Hilfen bieten. Wichtig bei diesem Prozess ist die interdisziplinäre Vernetzung von Angeboten des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Modell der Frühen Hilfen. Mit ihren systematisch ausgebauten niedrigschwelligen Zugängen können die Frühen Hilfen einen wichtigen Anknüpfungspunkt für eine verbesserte Versorgung von Kindern mit Eltern, die psychisch erkrankt sind, bieten.
Das Eckpunktepapier „Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Kontext der Frühen Hilfen“ entstand in Zusammenarbeit mit anerkannten Expertinnen und Experten aus Fachpraxis und Wissenschaft: Dr. Christiane Hornstein (Psychiatrisches Zentrum Nordbaden), Prof. Dr. Albert Lenz (Katholische Hochschule NRW) und Prof. Dr. Ute Ziegenhain (Universitätsklinikum Ulm).

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen ist ein Kooperationsprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es unterstützt seit 2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen früher zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern. Außerdem koordiniert das NZFH die Bundesinitiative Frühe Hilfen auf Bundesebene.

Das Eckpunktepapier „Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Kontext der Frühen Hilfen“ steht zum Herunterladen unter www.fruehehilfen.de und kann dort unter der Bestellnummer 16000172 oder per E-Mail an order@bzga.de kostenfrei angefordert werden.

Quelle: Pressemeldung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) vom 16.3.2016
 
07.04.2016

Leipziger Lesekompass 2016: Auszeichnung von 30 aktuellen Kinder- und Jugendbüchern

Von Tier- und Wimmelbüchern für die Kleinsten über liebevoll illustrierte Titel für Erstleser bis hin zu auch ernstem Lesestoff für junge Teenager – die Leipziger Buchmesse und die Stiftung Lesen haben am 17. März 30 herausragende Kinder- und Jugendbuchtitel mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet und auf der Leipziger Buchme...
Von Tier- und Wimmelbüchern für die Kleinsten über liebevoll illustrierte Titel für Erstleser bis hin zu auch ernstem Lesestoff für junge Teenager – die Leipziger Buchmesse und die Stiftung Lesen haben am 17. März 30 herausragende Kinder- und Jugendbuchtitel mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet und auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Die Titel weisen nach Auffassung der interdisziplinären Jury eine große Nähe zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen auf und fördern dadurch in besonderem Maße Lesefreude und Lesekompetenz. Schwerpunkt waren dieses Jahr die Themen Miteinander, Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Unter den Gewinnern sind auch drei Hörbücher. Ein rein digitaler Titel wurde 2016 nicht ausgezeichnet, aber die Welt der Apps ist dennoch vertreten: mit einem virtuellen Helden, der erstmals in einem Bilderbuch erscheint.
„Der Buch- und Medienmarkt ist für Eltern, Lehrer und Erzieher oft schwer überschaubar. Mit dem Leipziger Lesekompass schaffen wir Orientierung und senden das Signal: Lesen ist für alle da. Denn wir prämieren die Bücher, die Kinder und Jugendliche in ihrer Welt abholen“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

„Der Leipziger Lesekompass zeigt, wie lebendig Kinder- und Jugendliteratur heute ist. Prämiert werden unterhaltsame und nachdenkliche Titel aus großen und kleinen Verlagen, von deutschen und internationalen Autoren, in jeder erdenklichen Ausstattung und Aufmachung. Wir freuen uns, den Lesekompass bei uns etabliert zu haben“, ergänzt Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Der Leipziger Lesekompass prämiert seit 2012 jedes Jahr neue Titel für die Altersgruppen 2 bis 6, 6 bis 10 und 10 bis 14 Jahre. Eine Jury aus Buchhandel, Bibliothek, Pädagogik, Medien und Jugendlichen trifft die Auswahl. Die Stiftung Lesen bereitet diese auf und ergänzt sie um Rezensionen und Ideen für Kita und Schule. Auf der Leipziger Buchmesse finden zudem Workshops für Eltern, Fachkräfte und alle Interessierten statt.

Weitere Informationen unter www.stiftunglesen.de/leipziger-lesekompass

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Lesen vom 17.3.2016
 
07.04.2016

Plan International: Modellprojekt zum Schutz von Flüchtlingskindern gestartet

Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu werden. Das gilt auch für Mädchen und Jungen in Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland. „Kinder, für die alles Vertraute und alle Strukturen zusammengebrochen sind, brauchen unseren besonderen Schutz“, sagt Maike Röttger, Gesch&...
Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch zu werden. Das gilt auch für Mädchen und Jungen in Flüchtlingseinrichtungen in Deutschland. „Kinder, für die alles Vertraute und alle Strukturen zusammengebrochen sind, brauchen unseren besonderen Schutz“, sagt Maike Röttger, Geschäftsführerin vom Kinderhilfswerk Plan International Deutschland. Um die internationalen Standards der humanitären Hilfe auch in Unterkünften in Deutschland zu einem festen Bestandteil zu machen, hat Plan International in Hamburg in Kooperation mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ein Modellprojekt gestartet. Das Programm mit dem Titel „Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit 500.000 Euro gefördert.

„Leider wissen wir, dass Kinder und Frauen in den Aufnahmeeinrichtungen nicht sicher vor Misshandlungen und sexuellen Übergriffen sind“, sagt Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass sie in den Einrichtungen geschützt sind. Wir brauchen konkrete und praktikable Schutzkonzepte, außerdem eine gesetzliche Regelung, die den Schutz von Kindern und Frauen in den Einrichtungen gewährleistet. Hier in Hamburg fördern wir deshalb Plans Programm „Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften.“

„Unsere Standards für Kinder in Krisenregionen werden weltweit umgesetzt. Wir fühlen uns ihnen verpflichtet und bringen unsere globale Expertise in der humanitären Hilfe gerne auch in Deutschland und in die Kooperation des Familienministeriums mit UNICEF und weiteren Partnern ein“, bekräftigt Plan-Geschäftsführerin Maike Röttger. „Die Initiative des Familienministeriums für eine gesetzliche Verankerung von Schutzkonzepten begrüßen wir sehr. Unser Ziel ist es, die reellen Risiken für Kinder in den Einrichtungen zu reduzieren und ein bundesweit übertragbares Schutzkonzept für Flüchtlingsunterkünfte zu entwickeln. Seit Januar setzen wir unser Konzept in Zusammenarbeit mit den Johannitern in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Stellingen durch, im Mai starten wir in einer weiteren Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Bergedorf.“

Mit seinem Projekt schafft Plan International gemeinsam mit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. die Voraussetzungen für ein sicheres Umfeld in den von den Johannitern betriebenen Zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen (ZEA) in Hamburg. „Das Konzept von Plan funktioniert“, bestätigt Harald Halpick, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Hamburg. „Für uns als Betreiber von Flüchtlingseinrichtungen ist es enorm wichtig, dass der Schutz der Kinder gewährleistet ist.“

Quelle: OTS: Plan International Deutschland e.V. vom 22.3.2016
 
07.04.2016

Buch-Gutscheine zum Welltag des Buches

Seit 1996 wird der „Welttag des Buches“ auch in Deutschland gefeiert. Rund um diesen Tag erhalten über 800.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“. In diesem Jahr erscheint das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ bereits zum 20. Mal. Zusätzlich zum Volltext...
Seit 1996 wird der „Welttag des Buches“ auch in Deutschland gefeiert. Rund um diesen Tag erhalten über 800.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“. In diesem Jahr erscheint das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ bereits zum 20. Mal. Zusätzlich zum Volltext wird Annette Langens Titel „Im Bann des Tornados“ durch einen eigenständigen, mehr als 30-seitigen Bilder-Teil in einer Art Comicversion erweitert. Das Buch ist damit auch für Integrations- und Willkommens-Klassen geeignet. Ziel ist es, insbesondere nicht-deutschsprachigen Kindern einen Einstieg in die Welt der Literatur zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Inklusion zu leisten.

Die Buch-Gutschein-Aktion ist eine deutschlandweite Kampagne zur Leseförderung. Mit dem Welttagsbuch soll den Kindern der 4. und 5. Klassen bundesweit die Freude am Lesen vermittelt werden.
 
06.04.2016

Anteil an Teilzeitstellen in Kitas steigt

Teilzeitbeschäftigung hat in Kitas einen hohen Stellenwert: Nahezu zwei Drittel des Personals arbeitete 2015 weniger als 38,5 Stunden pro Woche. 1998 war es nur knapp die Hälfte. 2015 gingen rund 26% einer Tätigkeit im Umfang von 21 bis unter 32 Stunden nach, rund 18% hatten sogenannte vollzeitnahe Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden und rund 16% s...
Teilzeitbeschäftigung hat in Kitas einen hohen Stellenwert: Nahezu zwei Drittel des Personals arbeitete 2015 weniger als 38,5 Stunden pro Woche. 1998 war es nur knapp die Hälfte. 2015 gingen rund 26% einer Tätigkeit im Umfang von 21 bis unter 32 Stunden nach, rund 18% hatten sogenannte vollzeitnahe Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden und rund 16% solche mit unter 21 Stunden. Der vollzeitnahe Bereich ist in Ostdeutschland deutlich stärker ausgeprägt, während in den westdeutschen Ländern mehr Beschäftigte unter 21 Stunden in Kitas tätig sind. Das zeigen neue Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).

Im Zuge des Personalausbaus kamen mehr Teilzeitarbeitsplätze hinzu
Die Zunahme von Teilzeit ist nicht zu Lasten von Vollzeitverträgen gegangen. Sie ist vielmehr auf einen Personalausbau zurückzuführen, der mehr Teilzeit- als Vollzeitstellen umfasst: Während zwischen 1998 und 2015 die Anzahl der Vollzeitjobs um +28% auf rund 223.000 gestiegen ist, haben sich die Teilzeitarbeitsplätze zeitgleich mehr als verdoppelt (+109%) auf rund 332.000. Der überproportionale Anstieg lässt sich für alle Formen der Teilzeit beobachten, insbesondere für Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden (+183%). Den zweitgrößten Zuwachs hatten Stellen mit einer Wochenarbeitszeit von unter 21 Stunden (+139%), aber auch solche mit 21 bis unter 32 Stunden wurden ausgebaut (+65%).

Teilzeit wird gewünscht, um Beruf und Familie zu vereinbaren
Die große Bedeutung der Teilzeit hängt mit dem hohen Anteil an Frauen im Arbeitsfeld Kita zusammen (95%). Sie entscheiden sich für einen reduzierten Stellenumfang, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Dies legt der Mikrozensus für das Jahr 2013 nahe: Nur rund 14% der Erwerbstätigen in der Frühen Bildung, die weniger als 32 Stunden arbeiteten, gaben an, keine Vollzeitstelle zu finden. Die meisten Befragten nannten als Gründe für die Teilzeit die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen bzw. Menschen mit Behinderung (31%) sowie sonstige persönliche und familiäre Verpflichtungen (24%) – eine Aufgabe, die immer noch überwiegend von Frauen übernommen wird.

Quelle: Presseinfo WiFF
04.04.2016

Kindergarten plus: Förderung für Kitas aus Sozialräumen mit besonderem Entwicklungsbedarf

Kitas aus Sozialräumen mit besonderem Entwicklungsbedarf (z. B. mit einem hohen Anteil von Familien, die von Transferleistungen leben) können sich bei der Deutschen Liga für das Kind für die Durchführung von Kindergarten plus bewerben. Kindergarten plus ist ein Präventions- und Bildungsprogramm zur Stärkung der sozial-emotionalen ...
Kitas aus Sozialräumen mit besonderem Entwicklungsbedarf (z. B. mit einem hohen Anteil von Familien, die von Transferleistungen leben) können sich bei der Deutschen Liga für das Kind für die Durchführung von Kindergarten plus bewerben. Kindergarten plus ist ein Präventions- und Bildungsprogramm zur Stärkung der sozial-emotionalen Kompetenzen vier- und fünfjähriger Kinder in Kindertageseinrichtungen. Die Implementierung an 15 neuen Standorten deutschlandweit wird durch DEUTSCHLAND RUNDET AUF ermöglicht. Die Programmdurchführung beinhaltet das Einführungsseminar, die Arbeit mit einem Themenleitfaden, umfangreiche pädagogische Materialien, Elternmaterialien, einen Reflexionstag sowie einen Fachtag. Methoden und Materialien von Kindergarten plus können in das Konzept integriert und im Alltag eingesetzt werden. Pro Kita wird eine Eigenbeteiligung in Höhe von 100,- € erhoben.

Beitrag zur Chacengerechtigkeit

Zum Hintergrund: Zahlreiche Kinder aus bildungsfernen und sozial belasteten Familien in Deutschland können ihre vorhandenen geistigen Potentiale nicht entfalten, da sie im Umgang mit sich selbst und anderen Menschen Schwierigkeiten haben. Probleme zeigen sich häufig bereits im Kindergarten, u. a. durch ein schwaches Selbstwertgefühl, mangelnde Regulationsfähigkeit im Umgang mit Gefühlen, geringe Frustrationstoleranz, Konzentrationsmängel und Probleme bei der Lösung von Konflikten. Kindertageseinrichtungen nehmen eine wichtige familienergänzende Rolle ein, die es für die Verbesserung der Chancengerechtigkeit für alle Kinder zu nutzen gilt.

Die Wirksamkeit von Kindergarten plus ist wissenschaftlich nachgewiesen. Besonders Kinder mit hohem Kompensationsbedarf profitieren von dem Programm. Kindergarten plus ist Träger des PHINEO Wirkt-Siegels und wird in der Grünen Liste Prävention – CTC-Datenbank empfohlener Präventionsprogramme mit „Effektivität nachgewiesen“ aufgeführt.

Information und Bewerbung:

Deutsche Liga für das Kind – Kindergarten plus
Stella Valentien (Programmkoordinatorin)
Charlottenstr. 65, 10117 Berlin, Tel 0157-54 22 53 77
E-Mail: info@kindergartenplus.de
www.kindergartenplus.de

Quelle: Presseinformation der Deutschen Liga für das Kind vom 4.4.2016
 
04.04.2016

Nominierungen für den Deutschen Schulpreis 2016

14 hervorragende Schulen haben es in die Endausscheidung des Deutschen Schulpreises 2016 geschafft. Er wird am 8. Juni in Berlin verliehen. Eine Experten-Jury hat die Schulen auf ihrer Sitzung Ende März nominiert. Sie kommen aus Bayern (1), Berlin (2), Brandenburg (2), Niedersachsen (1), Nordrhein-Westfalen (2), Rheinland-Pfalz (1), Sachsen (1) und Schleswig-H...
14 hervorragende Schulen haben es in die Endausscheidung des Deutschen Schulpreises 2016 geschafft. Er wird am 8. Juni in Berlin verliehen. Eine Experten-Jury hat die Schulen auf ihrer Sitzung Ende März nominiert. Sie kommen aus Bayern (1), Berlin (2), Brandenburg (2), Niedersachsen (1), Nordrhein-Westfalen (2), Rheinland-Pfalz (1), Sachsen (1) und Schleswig-Holstein (2). In diesem Jahr sind außerdem zwei deutsche Auslandsschulen aus Peru und Südafrika unter den Nominierten. Im zehnten Jahr des Wettbewerbs um die besten Schulen Deutschlands konnten sie sich erstmals für einen Sonderpreis bewerben, der von Außenminister Frank-Walter Steinmeier verliehen wird.

Eine Delegation aus Schülern und Lehrern der nominierten Schulen nimmt am 8. Juni 2016 an der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin teil. Dann entscheidet sich, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen wird. Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100.000 Euro, die weiteren fünf Preisträger zusammen nochmals insgesamt über 100.000 Euro. Damit ist der Deutsche Schulpreis der höchstdotierte Wettbewerb für Schulen in Deutschland. Viele Schulen haben jahrelang an ihrer Qualität gearbeitet, um sich darauf vorzubereiten.

Aufwändiges Bewerbungsverfahren

Alle nominierten Schulen haben zuvor ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen. Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hatte zunächst auf Basis der Bewerbungsunterlagen 17 Schulen in Deutschland und drei Schulen im Ausland ausgewählt, die Anfang des Jahres von Juryteams besucht und begutachtet wurden. Im Anschluss hat die Jury 14 Schulen für die Endrunde des Deutschen Schulpreises nominiert.

Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Medienpartner sind der stern und die ARD. Seit dem Start des Programms haben sich über 1.700 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese sechs Kriterien sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannt.

Der Deutsche Schulpreis hat sich zu einer Bewegung guter Schulen entwickelt. Seit Beginn vernetzen sich die ausgezeichneten Schulen miteinander und sorgen dafür, dass auch andere Schulen in Workshops, Seminaren und Hospitationsprogrammen von den Erfahrungen und Ideen der Preisträger profitieren. Anfang 2015 haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung die Deutsche Schulakademie gegründet, um die gute Schulpraxis in die Breite zu tragen. Die bundesweit aktive und unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung macht die Erfahrungen der mittlerweile 55 Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises für andere Schulen und Schulträger verfügbar. Dieser Praxisansatz ist einzigartig in Deutschland.

Quelle: www.bildungsklick.de
 
02.04.2016

Streaming & Downloads: Kinder für Urheberrechte sensibilisieren

Immer mehr Kinder und Jugendliche streamen Filme, laden Musik oder tauschen Dateien, oft ohne die Rechtslage zu kennen. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, rät Eltern sich genau zu informieren, was ihr Kind herunterlädt oder streamt, es für Urheberrechte zu sensibilisieren und legale Alternat...
Immer mehr Kinder und Jugendliche streamen Filme, laden Musik oder tauschen Dateien, oft ohne die Rechtslage zu kennen. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien, rät Eltern sich genau zu informieren, was ihr Kind herunterlädt oder streamt, es für Urheberrechte zu sensibilisieren und legale Alternativen anzubieten.
 
„Kinder sind sich oft nicht im Klaren darüber, dass mit den meisten Filmen und Musikdateien Urheberrechte verbunden sind“, sagt SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Auch viele Eltern sind sich da nicht immer sicher. Da sie aber für ihr minderjähriges Kind haften, ist es wichtig, dass sie sich über die Rechtslage informieren und mit ihrem Kind besprechen, was im Netz legal ist und was zu rechtlichen Folgen wie Abmahnungen führen kann. 

Über Urheberrechte im Netz aufklären
Es ist ratsam, dass Eltern ihr Kind früh beim Surfen begleiten sowie über Urheberrechte und rechtliche Risiken aufklären. Informationen dazu bieten internet-abc.de für Kinder, watchyourweb.de für Jugendliche sowie klicksafe.de und irights.info für Eltern. Am besten schließen Eltern mit ihrem Kind eine Vereinbarung (mediennutzungsvertrag.de oder surfen-ohne-risiko.net/netzregeln) ab, um zu belegen, dass sie ihrer Unterweisungspflicht nachgekommen sind.

5 Tipps für den kindgerechten Umgang mit Streaming und Downloads
 
  1. Über Urheberrechte sprechen und kindgerecht erklären.
    Vor allem unseriös wirkende Seiten genau prüfen.
    Sicherheitseinstellungen aktivieren und Filter verwenden.
    Legale Alternativen anbieten und gemeinsam ausprobieren.
    Bei rechtlichen Fragen an die Verbraucherzentrale wenden.

Seiten genau prüfen
Wichtig ist auch im Auge zu haben, welche Inhalte der Nachwuchs wo und wie nutzt. Während das Hoch- und Herunterladen urheberrechtlich geschützter Inhalte auf Tauschbörsen wie Bearshare illegal ist, liegt das Streamen in einem rechtlichen Graubereich, da die Inhalte nur zwischengespeichert werden. Seiten wie kinox.to oder movie4k.to verweisen oft zu Raubkopien und sind meist in kleinen Staaten wie Tonga (.to) registriert, wo die Besitzer der Domain anonym bleiben und sich leichter vor Strafverfolgung schützen können. Auf solchen unseriösen Seiten lauern besonders ungeeignete Inhalte, Kosten- und Datenfallen sowie Sicherheitsrisiken, beispielsweise Viren und andere Schadsoftware, die sich auch ohne Installation übertragen können. 

Sicherheitseinstellungen und Filter verwenden
Hilfreich ist auch, Sicherheitseinstellungen bei internetfähigen Geräten zu aktivieren sowie eine technische Schutzmöglichkeit zu Nutzen. Für jüngere Kinder eignet sich z.B. der Kinderserver (kinderserver-info.de). Ein Jugendschutzprogramm ist für Jugendliche geeignet (jusprog.de, surf-sitter.de, sicherheitspaket.t-home.de/kinderschutz). Diese Systeme ersetzen jedoch nicht die aktive Medienerziehung durch die Eltern. Vor allem ältere Jugendliche können diese Sperren oft umgehen. Zudem funktionieren vom Browser unabhängige Tauschprogramme in der Regel weiter.

Legale Alternativen und kreative Seiten anbieten 
Als Alternative können Eltern gemeinsam mit den Kindern legale Angebote ausprobieren, etwa die Mediatheken der TV-Sender, Youtube oder kostenpflichtige Dienste wie Watchever, Maxdome, Amazon Prime Instant Video, Netflix oder iTunes. Bei Streamingportalen ist wo möglich ein Jugendschutz zu aktivieren, damit Kinder nur altersgerechte Filme und Sendungen ansehen können. 
Möchten Kinder Medien selbst erstellen, können sie altersgerechte, werbefreie Seiten wie auditorix.de und juki.de nutzen. Bei selbsterstellen Inhalten wie Bild-Collagen oder Clips mit Musik sind auch die Urheberrechte zu achten. Empfehlenswert sind Medien mit einer Creative-Commons-Lizenz, die Nutzern die Verwendung etwa zu privaten Zwecken gestattet. Eine Übersicht bietet medienpaedagogik-praxis.de/kostenlose-medien. Weitere Ideen zur kreativen Mediennutzung und kindgerechte Bild-, Video- und Musikportale finden Eltern auf schau-hin.info. 

An die Verbraucherzentrale wenden
Bei rechtlichen Fragen ist es ratsam sich an die örtliche Verbraucherzentrale zu wenden und den Sachverhalt zu schildern. Informieren können sich Eltern auch über surfer-haben-rechte.de. Das Projekt dazu endete jedoch am 31.12.2015, so dass diese Site nicht weiter aktualisiert wird. 
„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Pressemeldung Bundesweit SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht
Quelle: Bildungsklick.de

 
31.03.2016

Mehr Sicherheit für Frauen und Kinder in Flüchtlingsunterkünften

 Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen. Doch auch in vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften sind Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch nicht ausreichend geschützt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die KfW unterstützen deshalb die Kommunen bei der Finanzierung entsp...
 Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen. Doch auch in vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften sind Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch nicht ausreichend geschützt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die KfW unterstützen deshalb die Kommunen bei der Finanzierung entsprechender baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften.
Ab sofort stehen Städten und Gemeinden Darlehen für Investitionen in den Neu- und Umbau sowie für den Erwerb von Flüchtlingsunterkünften zur ausschließlichen Nutzung durch Frauen und Kinder zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Umsetzung baulicher Schutzmaßnahmen in Flüchtlingsunterkünften mit gemischter Belegung gefördert. Für diese Sonderförderung nutzt die KfW ihr bestehendes Programm Investitionskredit Kommunen (IKK). Kreditlaufzeit und Zinsbindung betragen 10 Jahre bei einem Zinssatz von aktuell einheitlich 0,0 % p.a. Insgesamt stehen bis zu 200 Millionen EUR zur Verfügung.
Der Staatssekretär im BMFSFJ, Dr. Ralf Kleindiek, betont: "Dort, wo sich Frauen und Kinder aufhalten, müssen besondere Vorkehrungen zum Schutz vor Übergriffen und geschlechtsbezogener Gewalt getroffen werden. Nicht nur personelle, sondern auch bauliche Maßnahmen sind nötig, wie z.B. abschließbare Wohneinheiten und nach Geschlechtern getrennte Sanitäranlagen. Und für die Kinder und Jugendlichen brauchen wir spezielle Räume, um ihnen den Zugang zu Spiel- und Lernangeboten zu ermöglichen", so Staatssekretär Dr. Kleindiek weiter.
Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstands der KfW, sagte: "Bereits im September 2015 hat die KfW begonnen, die Kommunen mit zinslosen Darlehen bei der Finanzierung von Unterkünften für Flüchtlinge zu unterstützen. Nun werden wir in einem zweiten Schritt gemeinsam mit dem BMFSFJ gezielt die Sicherheit von besonders schutzbedürftigen Gruppen wie Frauen und Kinder in den Flüchtlingseinrichtungen fördern."
Die Kredite für die Städte und Gemeinden werden in der Reihenfolge der Antragseingänge zugesagt. Hinweise zu den Einzelheiten des Programms finden Kommunen auf www.kfw.de/flüchtlingshilfe <http://www.kfw.de/fl%FCchtlingshilfe>. Für das BMFSFJ gehört die KfW zu den zentralen Kooperationspartnern im Bestreben, die Situation geflüchteter Frauen und Kinder in Deutschland zu verbessern. So gibt es unter anderem eine Zusammenarbeit mit UNICEF, mit zahlreichen Wohlfahrtsverbänden sowie mit den Trauma- und Folteropferzentren in Deutschland. Weitere Informationen: www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de/>

Quelle: Presseerklärung des BMFSFJ
 
25.03.2016

Fernsehen zu Ostern

Special zum Fernsehprogramm an Ostern auf www.flimmo.tv Welche Filme eignen sich für welche Altersgruppe? Was ist nichts für Kinder? München, 21. März 2016 – Rund um die Feiertage werden im Fernsehen immer besonders viele Filme gezeigt. Dabei ist nicht alles für jede Altersgruppe geeignet und manches sollten Kinder überhaupt nicht sehen. Damit Eltern die Auswahl leichter fällt und Fernsehhighlights rechtzeitig aufgezeichnet werden können, gibt FLIM...
Special zum Fernsehprogramm an Ostern auf www.flimmo.tv
Welche Filme eignen sich für welche Altersgruppe? Was ist nichts für Kinder?

München, 21. März 2016 – Rund um die Feiertage werden im Fernsehen immer besonders viele Filme gezeigt. Dabei ist nicht alles für jede Altersgruppe geeignet und manches sollten Kinder überhaupt nicht sehen. Damit Eltern die Auswahl leichter fällt und Fernsehhighlights rechtzeitig aufgezeichnet werden können, gibt FLIMMO einen Überblick über das Fernsehprogramm an Ostern. Für jede Altersgruppe ist wieder etwas dabei. Auf Fallen und Schocker wird gesondert hingewiesen, ebenso wie auf Filme für die ganze Familie. Die komplette Übersicht gibt es auf www.flimmo.tv
  • Für 3- bis 6-Jährige: Kurze, unkomplizierte Geschichten, die immer ein gutes Ende nehmen. Zusammenhalt und Freundschaft spielen eine große Rolle.
    Für 7- bis 10-Jährige: Hier darf es auch schon richtig spannend werden. Außergewöhnliche Helden wachsen über sich hinaus und erleben Abenteuer.
    Für 11- bis 13-Jährige: Die Ältesten finden Gefallen an starken Figuren und einem mitreißenden Erzähltempo. Themen wie das Streben nach Unabhängigkeit und abenteuerliche Bewährungsproben sprechen sie besonders an.
    Für die ganze Familie: Diese Filme gefallen jüngeren und älteren Kindern. Selbst Erwachsene können an der einen oder anderen Stelle schmunzeln.
<>·Fallen und Schocker: Filme, die Kinder nicht sehen sollten. Gewalt, blutige Gefechte und permanente Bedrohung können Kindern Angst machen und sie überfordern.
22.03.2016

Berlin sucht Pflegefamilien mit Migrationshintergrund

Berlin sucht immer neue Pflegefamilien für Kinder, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Etwa 2.800 Kinder und Jugendliche leben zurz...
Berlin sucht immer neue Pflegefamilien für Kinder, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Etwa 2.800 Kinder und Jugendliche leben zurzeit in Berlin in einer Pflegefamilie, viel mehr Kinder und Jugendliche leben jedoch in Einrichtungen.  Um mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, in einer Familie aufzuwachsen, werden mehr Pflegefamilien in Berlin gebraucht.
Auch für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA), die aktuell nach Berlin kommen, können Pflegefamilien, mit einem passenden kulturellen und sprachlichen Hintergrund, eine gute Alternative in der Betreuung und Unterbringung sein.
Um mehr Pflegefamilien mit Migrationshintergrund zu gewinnen, startet Jugendsenatorin Sandra Scheeres am Montag, dem 14. März um 09:30 Uhr an der Plakatwand vor der Mansteinstraße 10 in Schöneberg, eine stadtweite, mehrsprachige Plakatkampagne. „Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“ lautet das Motto. Dieses steht nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Englisch auf den Plakatwänden.
Sandra Scheeres: „Ich wünsche mir eine große Resonanz auf diese Kampagne, damit noch mehr Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, ein neues Zuhause in einer neuen Familie finden.“
Für Familien mit Migrationshintergrund, die nähere Informationen zum Thema Pflegekinder suchen, stehen übrigens seit kurzem auch mehrsprachige Internetseiten zur Verfügung, in Türkisch, Polnisch, Russisch und Englisch: www.pflegekinder-berlin.de
Für weitere Informationen rund um das Thema Pflegekinderhilfe sowie ausführliche Pressematerialien stehen Ihnen die Experten und Expertinnen der Familien für Kinder gGmbH gerne zur Verfügung.
Quelle: Pressemitteilung der Familien für Kinder gGmbH vom 09.03.2016
22.03.2016

Anträge an den Fonds „Sexueller Missbrauch“ noch bis zum 30.04. möglich

Die Antragsfrist zur Erlangung von Mitteln aus dem “Fonds Sexueller Missbrauch” endet zum 30. April 2016. Diese Hilfen können auch für Pflegekinder, die sexuellen Missbrauch im familiären Kontext erlebt haben, beantragt werden. (Menschen, die sexuellen Missbrauch im institutionellen Kontext erlebt haben, können ihre Anträge noch...
Die Antragsfrist zur Erlangung von Mitteln aus dem “Fonds Sexueller Missbrauch” endet zum 30. April 2016. Diese Hilfen können auch für Pflegekinder, die sexuellen Missbrauch im familiären Kontext erlebt haben, beantragt werden. (Menschen, die sexuellen Missbrauch im institutionellen Kontext erlebt haben, können ihre Anträge noch bis zum 31. August 2016 stellen.)
Im Zuge der Einrichtung eines Ergänzenden Hilfesystems für die Betroffenen von sexuellem Kindesmissbrauch wurde zum 1. Mai 2013 der Fonds „Sexueller Missbrauch im familiären Bereich“ eingerichtet. Er will Betroffenen helfen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuellen Missbrauch in der Familie oder im familiennahen Umfeld erlitten haben und noch heute unter dessen Folgewirkungen leiden.
Voraussetzung für Hilfemaßnahmen ist immer, dass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen dem sexuellen Missbrauch und den heute noch vorhandenen Folgen zu erkennen ist und dass die Tat vor Mai 2013 und auf dem Gebiet der BRD bzw. der ehemaligen DDR begangen wurde. Zudem müssen die vom Sorgerechtsinhaber zu beantragenden Hilfen dazu geeignet sein, die noch andauernden Folgen des Missbrauchs zumindest zu mindern.
Es können Sachleistungen wie z.B. Therapien, aber auch Kostenerstattung im Zusammenhang mit der Aufarbeitung des Missbrauchs beantragt werden. Auch wenn Hilfeleistungen aus dem bestehenden Sozialrechtssystem unangemessen verzögert gewährt werden, kann der Fonds in Vorleistung treten, solange eine Übernahme der Kosten durch den betroffenen Kostenträger zu erwarten ist.
Der Aktivverbund e.V. ist in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI) bundesweite Beratungstelle für berufliche und ehrenamtliche Vormünder, wenn es um die Antragstellung für ihre Mündel geht.
Weitere Informationen zu den Regelungen des Fonds und zum Ergänzenden Hilfesystem sowie über Beratungsstellen in allen Bundesländern erhalten Sie unter der kostenlosen, anonymisierten Telefonnummer 0800 400 105 0 oder auf www.fonds-missbrauch.de

Quelle: Newsletter Pfad Bundesverband

 
22.03.2016

Tarifverhandlungen für ErzieherInnen haben begonnen

Nach der ersten Verhandlungsrunde haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes erste Warnstreiks beim Bund und in den Kommunen angekündigt. Die Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaften lagen weit auseinander. Die Arbeitgeber wollen die tariflich zugesagten Renten aus der Zusatzversorgung kürzen. Das lehnten die Gewerkschaften strikt ab. S...
Nach der ersten Verhandlungsrunde haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes erste Warnstreiks beim Bund und in den Kommunen angekündigt. Die Positionen von Arbeitgebern und Gewerkschaften lagen weit auseinander. Die Arbeitgeber wollen die tariflich zugesagten Renten aus der Zusatzversorgung kürzen. Das lehnten die Gewerkschaften strikt ab. Sie bekräftigten ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt.

Gerade Erzieherinnen und Erzieher können auf die Betriebsrente nicht verzichten. Ihre Ausbildungsjahre zählen bei der Berechnung der gesetzlichen Rente nicht mit, zudem müssen viele in Teilzeit arbeiten. Beide Entwicklungen tragen dazu bei, dass die Leistungen aus die gesetzliche Rente nicht sehr üppig ausfallen werden.

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben insbesondere in den vergangenen Monaten gerade mit Blick auf die Flüchtlingsfrage sehr gute Arbeit geleistet. Die Steuereinnahmen übertreffen die Vorausberechnungen so stark, dass der Finanzminister erheblichen Spielraum hat. Jetzt müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Anteil an dieser Entwicklung erhalten“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe nach der Verhandlungsrunde am Montag in Potsdam. Sie wies darauf hin, dass die Konjunktur gut laufe und immer stark vom privaten Konsum getragen werde. „Eine ordentliche Gehaltssteigerung soll diese Entwicklung stabilisieren und die Kaufkraft der Beschäftigten stärken.“ Tepe machte noch einmal deutlich, dass der öffentliche Dienst bei der Gehaltsentwicklung gegenüber der Wirtschaft immer noch Nachholbedarf habe. „Außerdem muss die Arbeit bei Bund und Kommunen attraktiv bleiben: Nur so können gute Nachwuchs- und qualifizierte Fachkräfte gewonnen werden.“

Die Gewerkschaften fordern, das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen.

Die Verhandlungen für die rund 2,1 Millionen Beschäftigen werden am 11. und 12. April in Potsdam fortgesetzt. Alle Infos zur Tarifrunde finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew.de/troed2016/


Quelle: Presseinfo GEW

 
21.03.2016

"Bezahlung der Grundschullehrerinnen nach Schuhgröße"

"Grundschullehrerinnen werden noch immer strukturell benachteiligt und durch die Bezahlung nach Schuhgröße der unterrichteten Kinder finanziell schlechter gestellt", kritisierten anlässlich des Equal Pay Day der Bundesvorsitzende des Vereins für Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, und die Vorsitzende der VBE-Bundesfrauenvertret...
"Grundschullehrerinnen werden noch immer strukturell benachteiligt und durch die Bezahlung nach Schuhgröße der unterrichteten Kinder finanziell schlechter gestellt", kritisierten anlässlich des Equal Pay Day der Bundesvorsitzende des Vereins für Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, und die Vorsitzende der VBE-Bundesfrauenvertretung, Jutta Endrusch. Das Motto des diesjährigen Equal Pay Day lautet "Was ist meine Arbeit wert?".

"Mit der im August 2015 in Kraft getretenen Entgeltordnung für Lehrkräfte ist durch die Angleichszulagen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan worden. Doch noch immer bestehen Ungerechtigkeiten bei der Bezahlung von Lehrerinnen", konstatiert der VBE-Bundesvorsitzende. Knapp 90 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen seien Frauen. Die Eingruppierung von Lehrkräften an Grundschulen erfolge in eine niedrigere Besoldungsgruppe als für Lehrkräfte anderer Schultypen. Dies mache Einkommensunterschiede von bis zu 500 Euro aus. Beckmann stellt klar: "Diese strukturelle Benachteiligung manifestiert ungerechtfertigte Unterschiede. Wir fordern weiterhin und mit Nachdruck gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit."

Ein weiteres strukturelles Problem benennt Jutta Endrusch: "37,5 Prozent der Lehrkräfte an Grundschulen sind teilzeitbeschäftigt, davon sind 87,3 Prozent Frauen. Auch aufgrund fehlender Betreuungsmöglichkeiten werden ihnen kurz- und langfristig Einbußen bei Einkommen und Rente oder Pension zugemutet." Die Vorsitzende der VBE-Bundesfrauenvertretung fordert daher: "In den Haushalten von Bund, Ländern und Kommunen muss ein Titel für die Kinderbetreuung eingerichtet werden, damit vielfältige und flexible Betreuungsmöglichkeiten angeboten werden können. Außerdem darf Teilzeitbeschäftigung nicht länger zur Kürzung von Anrechnungszeiten bei der Berechnung von Renten und Pensionen führen."

Hintergrund:
Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21,6 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 79 Tage, die Frauen zum Jahresanfang arbeiten müssen, um das Jahreseinkommen 2015 der Männer zu erreichen. Der Equal Pay Day findet am 19. März 2016 statt.

Quelle: www.bildungsklick.de

 
21.03.2016

Schulbücher des Jahres 2016 gekürt

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurden jetzt die Preisträger des "Schulbuch des Jahres 2016" bekannt gegeben. In diesem Jahr zeichnet die Experten-Jury aus Wissenschaft, Schulpraxis und Verlagen Schulbücher für die Sekundarstufe II aus: "philo" ist das Schulbuch des Jahres 2016 in der Kategorie "Geschichte und Gesellschaft&...
Im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurden jetzt die Preisträger des "Schulbuch des Jahres 2016" bekannt gegeben. In diesem Jahr zeichnet die Experten-Jury aus Wissenschaft, Schulpraxis und Verlagen Schulbücher für die Sekundarstufe II aus: "philo" ist das Schulbuch des Jahres 2016 in der Kategorie "Geschichte und Gesellschaft". Der Preis im Bereich "Sprachen" geht an "Green Line Oberstufe". In der Kategorie "MINT" gab es in diesem Jahr keinen Sieger, dafür entschied sich die Jury aber für einen Sonderpreis für digitale Bildungsmedien, der an das "mbook" ging.

Das Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung verleiht bereits zum fünften Mal den Preis für die besten Schulbücher. Neuer Partner ist die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. "Die bpb will mit der Kooperation im Rahmen des Schulbuchpreises deutlich machen, wie wichtig gute Schulbücher und guter Unterricht sind, um junge Menschen zu kritischem Denken, einer sachlich fundierten Meinungsbildung sowie zu politischem und gesellschaftlichem Engagement zu befähigen", erklärt Thomas Krüger, Präsident der bpb.

"Wir haben in diesem Jahr herausragende Schulbücher in den Kategorien Geschichte / Gesellschaft und Sprachen. Alle ausgezeichneten Preisträger zeigen aufgrund ihrer innovativen Konzepte beispielgebend, welchen großen Nutzen Bildungsmedien für das Lehren und Lernen in allen Lebensbereichen bieten können. Allerdings konnte die Jury in diesem Jahr keinen Preis in der Kategorie MINT vergeben, da die wenigen eingereichten Lehrwerke aus unserer Sicht zu wenig neue Ansätze aufwiesen", betont Eckhard Fuchs, Direktor des Instituts und Juryvorsitzender.

Schirmherrin des Preises "Schulbuch des Jahres" ist die Kultusministerkonferenz. "Die nominierten Titel führen eindrucksvoll vor, wie anspruchsvolle Lehrbücher für den Fremdsprachenunterricht und das geisteswissenschaftliche Themenfeld in der Sekundarstufe II konzipiert und gestaltet sein können. Allerdings liegt die besondere Stärke der ausgezeichneten Bücher darin, dass sie mehr können, nämlich zum kreativen, problemorientierten und fächerübergreifenden Denken anregen", ergänzt Brunhild Kurth, Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz und Staatsministerin für Kultus des Freistaates Sachsen.

Impulse zum selbstständigen Denken, die ausdifferenzierte Förderung von Kompetenzen und vielfältiges, anregendes Material- all das bieten die Sieger. Zu den Auswahlkriterien zählten das didaktische Konzept, der fachwissenschaftliche Bezug, Schülerorientierung, Aufgabenkultur, Verständlichkeit und Gestaltung.
Weitere Informationen unter: www.schulbuch-des-jahres.de

Sieger in der Kategorie Sprachen

Green Line
Oberstufe
Grund- und Leistungskurs
Nordrhein-Westfalen, Klett Verlag, 2015

AutorInnen: Ellen Butzko, Louise Carleton-Gertsch, Paul Dennis, Krista Eichler, Cornelia Kaminski, Nilgül Karabulut, Hartmut Klose, Silke Krieger, Gerda Piotrowiak, Michael Rogge, Thomas Tepe

Green Line beeindruckt mit der Fülle an Materialien und dem breiten Spektrum an Textsorten zu hochaktuellen Themen wie globalisation, migration and diversity sowie science and utopia. Mit einer aus differenzierten Kompetenzschulung leistet Green Line Hilfestellung für alle Lernenden und spornt mit spannenden Themen und Aufgaben zu Höchstleistungen an.

Sieger in der Kategorie Geschichte & Gesellschaft

philo
Einführungsphase
Nordrhein-Westfalen, C.C. Buchner 2014

Herausgeber: Bernd Rolf, Jörg Peters
AutorInnen: Klaus Draken, Matthias Gillessen, Martina Peters

philo entfaltet die klassischen Fragen der Philosophie anhand aktueller Kontroversen, beispielsweise um den NSA-Abhörskandal oder Steuerhinterziehung. Mit anregenden Arrangements klassischer und moderner Texte sowie visuellen Impulsen gelingt philo ein schülernaher Ansatz und präsentiert Philosophie als modernes Denkfach.

Sonderpreis für digitale Bildungsmedien

mBook
Das lange 19. Jahrhundert

HerausgeberInnen: Waltraud Schreiber, Florian Sochatzy, Marcus VentzkeAutoren: Marcus Raasch, Lukas Kneser, Stefan Sipl, Carlo Lejeune

Das mBook öffnet den Geschichtsunterricht hin zur digitalen Welt und findet neue Ansätze für das historische Lernen: In kurzen Videos erklären die Autoren ihren Zugang und machen auf diese Weise die Perspektivität von Geschichte für Schülerinnen und Schüler verständlich. Die Materialauswahl bezieht auch Beiträge im Netz ein und schließt so an aktuelle Debatten an.

Quelle: www.bildungsklick.de
 
20.03.2016

Kitas im Bergischen sind von Schließung bedroht

Seit Januar schwelt die Auseinandersetzung mehrerer Träger mit der Landesregierung NRW, die zwar neue Tarifverträge abgeschlossen, die Kind-Pauschalen jedoch nicht entsprechend erhöht hat. Damit kommen die Träger in eine finanziell nicht zu meisternde Situation. Nun haben am Donnerstag 600 Menschen vor dem Düsseldorfer Landtag gegen die ...
Seit Januar schwelt die Auseinandersetzung mehrerer Träger mit der Landesregierung NRW, die zwar neue Tarifverträge abgeschlossen, die Kind-Pauschalen jedoch nicht entsprechend erhöht hat. Damit kommen die Träger in eine finanziell nicht zu meisternde Situation.

Nun haben am Donnerstag 600 Menschen vor dem Düsseldorfer Landtag gegen die drohenden Schließungen protestiert,

Außerdem haben mehrere Kita-Leitungen von DRK-Kitas des Oberbergischen Kreises  einen Aufruf zur Erhöhung der Kind-Pauschalen gestartet. Diesen Aufruf veröffentlichen wir im Folgenden:

Wir wollen nicht abgegeben werden! DRK-Erzieherinnen bekennen sich zu ihrem Träger.

Uns, die Angestellten der DRK-Kindergärten, beschäftigt seit Wochen ein Thema: Wie die von der
Gewerkschaft Verdi und den kommunalen Arbeitgebern ausgehandelte tarifliche Erhöhung von unserem Arbeitgeber, dem DRK-Kreisverband Oberberg e.V., geschultert werden kann. Es lagen bis vor zwei Wochen jedoch noch keine belastbaren Zahlen vor, so dass noch nicht klar war, wie hoch die Belastung letztendlich sein würde. In offener und transparenter Weise hat der Kreisgeschäftsführer Rolf Braun von Beginn an die Beschäftigten über die Problemlage informiert. Nun steht die Höhe der zusätzlichen Gehaltszahlungen einschließlich der Nachzahlungen für die zurückliegenden Monate fest und der Kreisverband sieht seine Befürchtungen bestätigt.

Wir als die unmittelbar Betroffenen möchten an dieser Stelle einmal unsere Sichtweise darlegen.
Die Bundesregierung schuf den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für Kinder unter Drei, den das Land NRW umsetzte. Das Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (GTK) wurde vom Kinderbildungsgesetz (KIBIZ) abgelöst, das die Zuweisung von Personalstunden von dem Buchungsverhalten der Eltern abhängig macht. Die Finanzierung wurde ebenfalls neu geregelt: als Kopfpauschale pro Kind, in unterschiedlicher Höhe für die Betreuung von u3 oder ü3-Kindern. Seitdem werden in jedem Jahr die Personalstundenkontingente in den Einrichtungen neu festgelegt. Die Mitarbeiterinnen müssen jährlich damit rechnen, dass ihre Arbeitszeiten gekürzt oder verlängert werden – je nach Bedarf.
Als wir Kindertagesstätten mit der Betreuung der u3-Kinder begannen und die neuen Personalstun
denkontingente kennenlernten, stellten wir sehr schnell fest, dass es nichts nützt, die Arbeitszeiten von teilzeitbeschäftigten Kolleginnen zu erhöhen. In einer Gruppe von 20 Kindern mit fünf Zweijährigen besteht ein deutlich höherer Betreuungsbedarf und trotzdem dürfen die älteren Kinder nicht zu kurz kommen. Außerdem haben auch Erzieherinnen einen Dienstplan, der Pausen vorsieht, Urlaubstage enthält und sie sind deutlich mehr als andere Berufsgruppen mit Krankheiten konfrontiert – denen der Kinder und eigenen, berufsbedingten Krankheiten. Wir brauchten also mehr Personen, mehr Hände und mehr Köpfe.

Unser Träger, der DRK-Kreisverband Oberberg, vertreten durch Herrn Braun und Herrn Kreimendahl, haben von Anfang an die Problemlage erkannt und auf die Erkenntnisse der wahren Fachleute - nämlich der Erzieherinnen und nicht der älteren Herren am grünen Tisch – gehört. Die Personalstundenbudgets wurden so aufgeteilt, dass in den u3-Gruppen zumindest für einen Teil des Kindergartentages regelmäßig drei Kräfte eingesetzt werden konnten. Die teilweise Freistellung der Leitungskräfte von der Gruppenarbeit erleichterte allen Kolleginnen die Arbeit, da dadurch viele organisatorischen und administrativen Aufgaben aus den Gruppen genommen werden konnten.

Die Ausstattung mit genügend Personal hat zur Folge, dass – wie von unserer Ministerpräsidentin
Frau Kraft gefordert – kein Kind zurückgelassen wird.

Erziehung geht nur über Beziehung.
Dafür ist Kontinuität in der personellen Besetzung unerlässlich. Eltern und Kinder brauchen und finden bei uns verlässliche Ansprechpartner. Beratungsgespräche, Problemlösung in besonderen Lebenslagen, Planung, Beobachtung und Dokumentation, Sprachförderung, Inklusion, Zusammenarbeit mit Schulen, Ärzten, Therapeuten, Jugendämtern usw. gehören wie selbstverständlich zu den Aufgaben der Erzieherinnen (die ja sonst „immer nur spielen“). Das braucht Menschen und dafür hat unser Träger gesorgt. Die vom DRK-Kreisverband Oberberg geschaffenen Rahmenbedingungen ermöglichen hohe Qualtität in der täglichen Arbeit. Zufriedene Eltern, glückliche Kinder, die gerne unsere Kitas besuchen und gut vorbereitet in die Schulen gehen, sind die Folge.
Zufriedene, sehr engagiert Erzieherinnen, die diesem Arbeitgeber aufgrund der Arbeitsbedingungen
und des Arbeitsklimas lange treu bleiben, sind eine weitere, nicht unerhebliche Folge dieser Personalpolitik. Das führt dazu, dass in vielen unserer Kitas viele Kolleginnen mit langen Dienstzeiten arbeiten. Personen, die trotz etlicher Möglichkeiten, in andere Kitas zu wechseln, diesem Arbeitgeber
treu geblieben sind. 
Dass diese an sich erfreuliche Tatsache nun dazu führt, dass die tariflichen Vereinbarungen so hoch
zu Buche schlagen, dass der Kreisverband seine Kindertagesstätten nicht mehr halten kann, ist eine
bittere Pille.
Die Diskussion, wie diese finanzielle Belastung zu schultern ist, gehen unausweichlich in die Richtung,
Personal einzusparen, Stundenkontingente zu kürzen, Leitungsfreistellungen aufzuheben und zum Verzicht auf Teile des Gehaltes aufzurufen.
Ein solcher Verzicht ist für viele Kolleginnen nur schwer zu leisten und hat darüber hinaus Langzeitwirkung: Er schmälert nicht nur das aktuelle Einkommen sondern auch den späteren Rentenanspruch. Das trifft genau diejenigen, die am unschuldigsten am ganzen Geschehen sind und denen mit diesem Tarifabschluss Wertschätzung durch erhöhtes Einkommen gezeigt werden sollte (so „Verdi“).
Welch ein Widerspruch! Eine Schande, dass dadurch diese tariflichen Errungenschaften genau ins
Gegenteil verkehrt werden!
Darüber hinaus ist zu befürchten, dass selbst der Gehaltsverzicht und die o.g. Personal-Einsparungen
nicht ausreichen, um die Finanzlücke zu schließen. Die Rückgabe einzelner oder aller Kitas an die
kommunalen Träger ist eine konkrete Überlegung. Das heißt für uns Beschäftigten, dass wir uns mit
dem neuen Träger auch auf neue Rahmenbedingungen einstellen müssen. Auch der neue Arbeitgeber hat keinen Goldesel. Wir werden eine erhebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen erleben sowie den Unmut der Eltern abbekommen, da die gewohnte Qualität der Bildung, Erziehung und
Betreuung nicht aufrecht erhalten werden kann.
Wir alle – Arbeitgeber wie Arbeitnehmer – fühlen uns im Stich gelassen von der Landesregierung, die Gesetze schafft und Standards vorgibt, ohne für die notwendige finanzielle Ausstattung zu sorgen. Wir sind sehr bewusst Angestellte des DRK-Kreisverbandes Oberberg. Das Bild vom Menschen, das Bild vom Kind, das vom DRK postuliert und vertreten wird, ist das Leitbild für unsere Arbeit.
Wir wollen beim DRK-Kreisverband bleiben und nicht „abgegeben“ werden!
Die Leitungen der DRK-Kindertagesstätten
Lichtenberg, Hermesdorf, Denklingen, Harscheid, Drabenderhöhe, Lindlar, Lindlar-Klause, Rebbelroth, Bernberg, Wiedenest, Hackenberg, Loope, Marienheide und Wipperfürth.
 
18.03.2016

Deutscher Lehrertag: Praxisblick statt Elfenbeiturm

Zum dritten Mal findet der Deutsche Lehrertag im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Zur Frühjahrstagung unter dem Motto: "Macht Inklusion Schule?" sind 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern gekommen. Veranstalter des größten bundesweiten Weiterbildungstages für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen si...
Zum dritten Mal findet der Deutsche Lehrertag im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Zur Frühjahrstagung unter dem Motto: "Macht Inklusion Schule?" sind 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern gekommen. Veranstalter des größten bundesweiten Weiterbildungstages für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen sind VBE Bundesverband und Verband Bildungsmedien e. V. in Kooperation mit SLV – Sächsischer Lehrerverband im VBE, VBE Landesverband Sachsen-Anhalt und tlv thüringer lehrerverband.
Zur Eröffnung der Frühjahrstagung im Congress Center Leipzig diskutierte MdL Iris Firmenich (CDU), Mitglied der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtags und Mitglied des Ausschusses für Schule und Sport, der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann und der stellvertretende Vorsitzende des Verband Bildungsmedien e. V., Wolf-Rüdiger Feldmann, zum Thema Inklusion.

Beckmann mahnte: "Die Politik darf die Schulen weder mit leeren Versprechungen hinhalten noch mit überstürzten Forderungen belasten. Gelingende Inklusion braucht Praxisorientierung. Entscheidungen aus dem Elfenbeinturm helfen niemandem." Erst im Februar veröffentlichte der VBE eine Forsa-Studie zur Berufszufriedenheit von Lehrern. 85 Prozent der Befragten gaben als besonders belastend an, dass Politiker bei ihren Entscheidungen den tatsächlichen Schulalltag nicht beachten. Der Bundesvorsitzende des VBE fordert daher: "Schulische Inklusion muss endlich unter Qualitätsgesichtspunkten diskutiert werden. Daher gehört in jede inklusive Lerngruppe eine Doppelbesetzung aus Regelschullehrkraft und Sonderpädagoge. Zudem benötigen alle Schulen Unterstützung durch multiprofessionelle Teams. Nur so kann jedes Kind bestmöglich und individuell gefördert werden."

Auch der Schulbau und die Schulsanierung dürfe nicht vernachlässigt werden. Im Mai letzten Jahres hatte der VBE eine, ebenfalls von Forsa durchgeführte, Befragung zu Inklusion veröffentlicht. 52 Prozent der befragten Lehrkräfte hatten angegeben, dass ihre Schule überhaupt nicht barrierefrei ist. Und das, obwohl schon an der Hälfte der Schulen dieser Lehrkräfte inklusiv beschult wird. Zudem bewerteten 77 Prozent der Befragten das Fortbildungsangebot zur Vorbereitung auf die inklusive Beschulung als wenig bis gar nicht gut. Der VBE-Bundesvorsitzende Beckmann fasste zusammen: "Die Überforderung der Lehrerinnen und Lehrer wird mit zu großen Klassen, zu kleinen Räumen, mangelhafter Weiterbildung und fehlender Unterstützung geradezu provoziert." Er appellierte: "Es ist an der Zeit zu handeln. Beides ist möglich: Inklusion und gesunde Lehrer. Für das Gelingen sind aber Ressourcen notwendig, die von der Politik bereitgestellt werden müssen."
Wolf-Rüdiger Feldmann, stellvertretender Vorsitzender des Verband Bildungsmedien e. V., stellte bei der Diskussion fest: "Inklusion ist ohne Zweifel noch immer das Bildungsthema in Deutschland. Denn obwohl sie als gesetzliche Vorgabe natürlich in allen Schulgesetzen verankert ist, gehen die praktischen Erwartungen von Lehrkräften und Eltern, Schüler/-innen und Schulpolitik deutlich auseinander. Insofern ist weiter an den verschiedenen Aspekten zu arbeiten." Er betonte das Potenzial der Frühjahrstagung als größtem bundesweitem Fortbildungstag für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulstufen. Feldmann bekräftigt: "Der Deutsche Lehrertag 2016 in Leipzig mit seinen mehr als 25 Workshops und Vorträgen ermöglicht es Lehrkräften, sich zum Thema nicht nur fachlich fortzubilden, sondern sich auch untereinander und mit den Vertreter/-innen von Wissenschaft, Bildungspolitik und -wirtschaft auszutauschen."

Weitere Infos:
www.deutscher-lehrertag.de


Quelle: Presseinfo VBE



 
18.03.2016

Kinder entdecken Nachhaltigkeit

Wenn Kinder im Sandkasten mit Wasser spielen, sehen sie, dass es schmutzig wird. Kann es auch wieder sauber werden? Beim Spielen ist eine Jacke aufgerissen. Kann sie geflickt werden? Was bedeutet es, sie wegzuwerfen und eine neue zu kaufen? Im Frühjahr werden Samen in die Erde gesetzt. Warum gedeihen die einen gut, die anderen nicht? Das sind Fragen der Nachhaltigkeit und sie tauchen im Alltag häufig auf. Das Bundesbildungsministerium unterstützt deshalb die Stiftung "Haus...
Wenn Kinder im Sandkasten mit Wasser spielen, sehen sie, dass es schmutzig wird. Kann es auch wieder sauber werden? Beim Spielen ist eine Jacke aufgerissen. Kann sie geflickt werden? Was bedeutet es, sie wegzuwerfen und eine neue zu kaufen? Im Frühjahr werden Samen in die Erde gesetzt. Warum gedeihen die einen gut, die anderen nicht? Das sind Fragen der Nachhaltigkeit und sie tauchen im Alltag häufig auf.

Das Bundesbildungsministerium unterstützt deshalb die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" dabei, ihr Angebot um Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erweitern. "Nachhaltige Entwicklung muss Bestandteil von Bildung sein - von Anfang an", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. "Gute Antworten auf spannende Fragen ergeben sich nicht von selbst. Der respektvolle Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen will gelernt sein."

Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", sagte: "Unsere Fortbildungen zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen berühren heute schon häufig Aspekte nachhaltiger Entwicklung wie zum Beispiel Energieerzeugung oder Ressourcenverteilung. Zudem entsprechen unsere pädagogische Herangehensweise und unser Anspruch in vielerlei Hinsicht der Nachhaltigkeitsidee. Aus unserer naturwissenschaftlich-technischen Wurzel heraus wollen wir nun explizit Bildung für nachhaltige Entwicklung in unser Angebot aufnehmen."

Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" erreicht derzeit über ihre 232 lokalen Netzwerkpartner mehr als 26.500 Kitas, Horte und Grundschulen in Deutschland. Seit 2006 konnte die Stiftung mit vielen engagierten Partnern vor Ort ihre bundesweite Netzwerkstruktur aufbauen.

Zusätzlich zu Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus dem Kindergarten- und Grundschulbereich werden erstmals auch Workshops für Kita-Leitungen entwickelt. Die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" will die Leiterinnen und Leiter der Kitas dabei unterstützen, ihre Einrichtung als Ganzes nachhaltig zu gestalten - vom inhaltlichen Angebot über das regionale Essen bis hin zum Ressourcenverbrauch. Dabei greift sie auf die Erfahrungen und das breite Unterstützernetz der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung zurück.

Die Förderung des Nachhaltigkeitsangebotes des "Hauses der kleinen Forscher" mit Nutzung eines derartig großen Netzwerks an Multiplikatoren ist ein wichtiger Baustein im nationalen Prozess Bildung für nachhaltige Entwicklung. Diesen hat das Bundesbildungsministerium im September 2015 im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramms mit der Einrichtung einer Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung gestartet, die bis Frühjahr 2017 einen Aktionsplan erarbeitet.

Weitere Informationen:
www.bmbf.de/de/haus-der-kleinen-forscher-79.html
www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/


Quelle: Presseinfo BMBF
17.03.2016

UNICEF-Bericht: Jedes dritte syrische Kind im Krieg geboren

Jedes dritte syrische Kind kennt laut eines aktuellen UNICEF-Berichts nur Krieg und Flüchtlingsleben. Danach wurden seit Beginn des Syrien Konflikts vor fünf Jahren rund 3,7 Millionen Mädchen und Jungen geboren – das ist jedes dritte syrische Kind. Über 151.000 von ihnen sind als Flüchtling in einem der syrischen Nachbarländer zu...
Jedes dritte syrische Kind kennt laut eines aktuellen UNICEF-Berichts nur Krieg und Flüchtlingsleben. Danach wurden seit Beginn des Syrien Konflikts vor fünf Jahren rund 3,7 Millionen Mädchen und Jungen geboren – das ist jedes dritte syrische Kind. Über 151.000 von ihnen sind als Flüchtling in einem der syrischen Nachbarländer zur Welt gekommen und haben ihre Heimat noch nie gesehen. UNICEF schätzt, dass heute 8,4 Millionen Kinder und Jugendliche – mehr als 80 Prozent der Minderjährigen – in Syrien und seinen Nachbarländern direkt von dem Konflikt betroffen sind.

„Fünf Jahre Syrienkrieg, das bedeutet: Millionen syrische Mädchen und Jungen unter fünf Jahren kennen nichts als Krieg und Flucht“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Krasse Gewalt gegenüber Kindern ist an der Tagesordnung. Dazu gehören Bombenattacken und gezielte Angriffe von Heckenschützen genauso wie die Rekrutierung von Kindern. Gleichzeitig werden Aushungern und das Unterbrechen der Wasserversorgung als Kriegswaffe genutzt.“

Immer jüngere Kinder werden als Kämpfer rekrutiert
Laut dem am 14. März veröffentlichten Bericht „No Place for Children. The impact of five years of war on Syria’s children and their childhoods” hat UNICEF allein 2015 fast 1.500 schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder verifiziert – darunter Tötung und Verstümmelung, die Rekrutierung von Kindersoldaten, Entführung, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser und die Verweigerung von Zugang zu humanitärer Hilfe. 60 Prozent dieser Fälle betrafen die Tötung und Verstümmelung durch den Einsatz von schweren Waffen in Wohngebieten. 150 Kinder wurden getötet oder verletzt, als sie in der Schule oder auf dem Schulweg waren.

Zu Beginn des Konflikts haben bewaffnete Gruppierungen hauptsächlich Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren für unterstützende Rollen wie Träger oder Koch eingesetzt. UNICEF berichtet jedoch, dass die Konfliktparteien seit 2014 immer jüngere Kinder als Kämpfer rekrutieren – manche von ihnen sind erst sieben Jahre alt. Sie erhalten ein militärisches Training und nehmen an Kampfhandlungen teil oder übernehmen lebensgefährliche Aufgaben an der Front wie die Bewachung von Checkpoints und die Versorgung von Verwundeten.

„Wir können nicht hinnehmen, dass Syriens Kinder in einem Krieg gefangen bleiben, mit dem sie nichts zu tun haben“, sagt Genevieve Boutin, UNICEF-Koordinatorin für die Syrien-Nothilfe. „Trotz allem haben sie den Traum, in ihre Heimat zurückzukehren und ihr Land wieder aufzubauen. Ob innerhalb Syriens oder in seinen Nachbarländern – wir müssen alles daran setzen, um all diese Kinder zu schützen und ihnen Zugang zu Bildung zu verschaffen.“

Zerstörung des Bildungssystems
Die Zahl der Menschen, die nach Jordanien, Libanon, Irak, die Türkei und Ägypten geflohen sind, hat sich seit 2012 auf 4,8 Millionen verzehnfacht. Die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.
Eine schwere Hypothek für die Zukunftsfähigkeit des Landes ist die Zerstörung des einst guten syrischen Bildungssystems. UNICEF schätzt, dass über zwei Millionen Mädchen und Jungen in Syrien und 700.000 in den Nachbarländern nicht zur Schule gehen. Um den Kindern trotz Krieg und Flucht Zugang zu Bildung zu ermöglichen und das Heranwachsen einer verlorenen Generation zu verhindern, haben UNICEF und Partner die Initiative „No Lost Generation“ ins Leben gerufen.

UNICEF hat in Syrien vergangenes Jahr für über eine Million Kinder Schulbücher gedruckt und verteilt, nachdem die Produktion in den lokalen Druckereien zusammengebrochen war. In den Nachbarländern hat UNICEF Schulen in den Flüchtlingscamps eingerichtet und dafür gesorgt, dass Flüchtlingskinder in den Städten öffentliche Schulen besuchen können. UNICEF unterstützt außerdem die Wasserversorgung, Impfungen, psychosoziale Hilfen in Schulen und Kinderzentren sowie Ausbildungen für Jugendliche.

UNICEF hat in seinem Bericht die wichtigsten Forderungen in fünf Punkten zusammengefasst:
Schutz der Kinder: UNICEF ruft alle Konfliktparteien dazu auf, die Grundlagen internationaler humanitärer Arbeit und die Menschenrechte zu respektieren und sofort das Töten, die Entführung, die Folter, die Verhaftung, die sexuelle Gewalt gegen und Rekrutierung von Kindern zu beenden.
Zugang für humanitäre Hilfe: Der Zugang darf keine vereinzelte Geste oder ein Zeichen guten Willens sein. Alle Konfliktparteien müssen sofortigen, ungehinderten und dauerhaften Zugang zu belagerten oder von Hilfe abgeschnittenen Gemeinden gewährleisten.
Investitionen in Bildung: UNICEF und seine Partner in der Initiative „No Lost Generation“ benötigen in diesem Jahr dringend 1,4 Milliarden US-Dollar, um insgesamt etwa vier Millionen Kindern in Syrien und den Nachbarländern Zugang zu Schulen oder außerschulischen Bildungsangeboten zu bieten.
Die Würde wiederherstellen: Zu viele Kinder sind ihrer Würde beraubt worden, durch Gewalt, unmenschliche Lebensbedingungen auf der Flucht, Ausbeutung, zunehmende Armut. UNICEF ruft dazu auf, bessere Schutzmechanismen für diese Kinder zu schaffen, sowie psychosoziale Angebote, die den Kindern helfen, mit ihren extremen Erfahrungen umzugehen.
Finanzielle Versprechen halten: Auch nach der Geberkonferenz in London vor einigen Wochen ist die Hilfe in Syrien längst nicht ausreichend abgesichert. UNICEF braucht über eine Milliarde US-Dollar, um 2016 die Kinder und ihre Familien in Syrien und der Region zu versorgen. Bis Anfang März waren dafür erst 74 Millionen Dollar eingegangen.

UNICEF ruft weiter zu Spenden für die Kinder in Syrien auf: www.unicef.de/syrien.

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF
 
17.03.2016

Betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung steigert Zufriedenheit der Mütter

Hilft der Arbeitgeber bei der Kinderbetreuung, steigen die Arbeits- und die allgemeine Lebenszufriedenheit der im Unternehmen tätigen Mütter. Die Zufriedenheit der Väter hingegen bleibt weitestgehend unberührt. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im aktuellen Wochenbericht 10/2016 ver&oum...
Hilft der Arbeitgeber bei der Kinderbetreuung, steigen die Arbeits- und die allgemeine Lebenszufriedenheit der im Unternehmen tätigen Mütter. Die Zufriedenheit der Väter hingegen bleibt weitestgehend unberührt. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im aktuellen Wochenbericht 10/2016 veröffentlicht wurde. Die DIW-Expertin Johanna Storck hat gemeinsam mit Verena Lauber von der Universität Heidelberg untersucht, wie sich die Zufriedenheit arbeitender Eltern ändert, wenn ihr Unternehmen eine betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung einführt, etwa indem es Kita-Plätze zur Verfügung stellt oder finanzielle Unterstützung zur Kinderbetreuung leistet. Wie Daten der SOEP-Zusatz-Stichprobe „Familien in Deutschland“ zeigen, wirkt sich dies nur auf die Mütter aus. „Möglich ist, dass Väter von dem Problem der Vereinbarkeit weniger belastet sind oder dass für Väter eher Maßnahmen wichtig wären, die ihnen erlauben, mehr Zeit mit Familie und Kindern zu verbringen“, urteilen die Autorinnen.

Immer mehr Arbeitgeber investieren
Immer mehr Arbeitgeber investieren in Deutschland in Maßnahmen zur Verbesserung von Beruf und Familie. Und das aus guten Gründen: Zwar gehen hierzulande immer mehr Mütter einer Beschäftigung nach (die Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern stieg von 59 Prozent im Jahr 2000 auf 66 Prozent im Jahr 2012), viele von ihnen arbeiten jedoch weiterhin nur in Teilzeit. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland in puncto Vereinbarkeit schlecht ab. Während in den G20-Staaten insgesamt 47 Prozent der Frauen glauben, Kinder haben zu können, ohne ihrer Karriere zu schaden, sind es in Deutschland nur 21 Prozent. Von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf können auch die Arbeitgeber profitieren, etwa wenn sich dadurch die Erwerbsbeteiligung von Müttern erhöht oder über eine höhere Zufriedenheit die Produktivität steigt und die Fehlzeiten sinken.

Verdoppelung der Zahl der Betriebskindergärten
Während die Unternehmen bislang meist auf flexible Arbeitszeiten oder Möglichkeiten zur Heimarbeit setzen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern zu verbessern, ist in den letzten Jahren zunehmend auch die Kinderbetreuung in den Fokus gerückt. Die Anzahl der Betriebskindergärten hat sich in Deutschland von 307 im Jahr 2006 auf 668 im Jahr 2014 mehr als verdoppelt. Weitere Unternehmen halten Belegplätze für die Kinder ihrer Beschäftigten in öffentlichen Einrichtungen vor, helfen bei der Suche nach einer geeigneten Kita oder bieten finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung an. Führt ein Unternehmen solche Maßnahmen ein, das zeigen Lauber und Storck anhand der Studie „Familien in Deutschland“, die seit 2014 Teil des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ist, steigt wie zu vermuten die Zufriedenheit der Mütter mit der Arbeit und den Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Darüber hinaus wird auch die allgemeine Zufriedenheit der Mütter statistisch signifikant gesteigert. Die Zufriedenheit der Väter ändert sich jedoch in keinem der Bereiche.

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine Multi-Kohortenbefragung, die seit 1984 durchgeführt wird. Für die unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft am DIW Berlin geleitete Studie werden zur Zeit jedes Jahr in Deutschland etwa 30.000 Personen in fast 15.000 Haushalten von TNS Infratest Sozialforschung (München) in persönlichen Interviews befragt. Beispielsweise geben diese Auskunft zu persönlichen Einstellungen und politischen Ansichten, Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung oder Gesundheit. Da jedes Jahr in etwa dieselben Personen befragt werden, können langfristige psychologische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Entwicklungen aufgezeigt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
 
17.03.2016

Kinderhilfswerk begrüßt Neugestaltung der EU-Programme für Schulobst und -milch

Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft die Bundesländer dazu auf, die Zusammenlegung der EU-Programme für Schulobst und Schulmilch zu einem Ausbau der Förderung zu nutzen. Mit dieser Vereinfachung und dem gleichzeitigen Wegfall des Eigenanteils der Länder zur Kofinanzierung bietet sich die Chance, beide Programme Kindern in allen Bundesländern z...
Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft die Bundesländer dazu auf, die Zusammenlegung der EU-Programme für Schulobst und Schulmilch zu einem Ausbau der Förderung zu nutzen. Mit dieser Vereinfachung und dem gleichzeitigen Wegfall des Eigenanteils der Länder zur Kofinanzierung bietet sich die Chance, beide Programme Kindern in allen Bundesländern zugänglich zu machen. Während vom bisherigen Schulmilchprogramm Schülerinnen und Schüler bundesweit profitieren können, nehmen am derzeitigen Schulobstprogramm bisher nur neun Bundesländer teil. Das Deutsche Kinderhilfswerk begrüßt zudem, dass im Zuge der Neugestaltung der Programme die Vermittlung von Kenntnissen über gesunde Ernährung in den Vordergrund gerückt wird. Nach der Zustimmung im Europaparlament am 8. März muss die Neugestaltung noch vom Rat der Europäischen Union formell bestätigt werden, das Inkrafttreten ist zum 1. August 2017 geplant.

Kinder in Kitas und Grundschulen profitieren
„Von den Programmen können sowohl Kinder in Grundschulen als auch in Kitas in besonderem Maße profitieren. Eine gesunde Ernährung und Bewegung sind die Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Dabei ist das Ernährungsverhalten ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Dieser wird wesentlich im Kindesalter erlernt und gebildet. Die hier erworbenen Ernährungsmuster behalten Kinder und Jugendliche oft ein Leben lang“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Es ist beim bisherigen Schulobstprogramm schon verwunderlich, dass einige Bundesländer den großen Erfolg betonen, während vergleichbare Bundesländer das ganz anders sehen. Das Argument hinsichtlich der großen bürokratischen Hürden, das von einigen der bisher nicht teilnehmenden Bundesländer immer wieder angeführt wurde, ist für uns nicht stichhalt ig. Die Zusammenlegung der EU-Förderprogramme für Schulobst und Schulmilch muss jetzt dazu führen, dass Kinder in allen Bundesländern davon profitieren können“, so Hofmann weiter.

Gesundheitsbewusstsein steigt bei Kinder an
Die Evaluationen sowohl des Schulmilch- als auch des Schulobstprogramms haben eine deutliche Zunahme der Beliebtheit und Akzeptanz von Milch sowie Obst und Gemüse ergeben. Zudem stieg das Bewusstsein der Kinder um die Wichtigkeit von Milch und Obst und Gemüse als Bestandteil einer gesunden Ernährung. Die letzte Evaluation des Schulobstprogramms stellt fest, dass die Kinder insgesamt mehr Obst und Gemüse verzehrten: Besonders signifikant war der Anstieg bei den Kindern, die vor Beginn des Programms wenig Obst und Gemüse aßen. Länderübergreifend wird bei Schulen in sozialen Brennpunktlagen eine besondere Wirksamkeit des Programms festgestellt: Bei Schülerinnen und Schülern mit einem niedrigen sozioökonomischen Status stiegen Konsum und Wissen am meisten.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks
 
17.03.2016

Jeder dritte Asylbewerber ist minderjährig

Die Zahl minderjähriger Asylbewerber in Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7621) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7470) hervor. Im Jahr 2015 hätten 137.479 Minderjährige einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Dies entsprich...
Die Zahl minderjähriger Asylbewerber in Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7621) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7470) hervor. Im Jahr 2015 hätten 137.479 Minderjährige einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Dies entspricht einem Anteil von 31,1 Prozent an allen Erstanträgen auf Asyl (441.899). Rund zehn Prozent der minderjährigen Asylbewerber (14.439) seien ohne Begleitung nach Deutschland gekommen. 2013 hätten 38.790 Minderjährige (2.485 Unbegleitete) und im Jahr darauf 54.988 Minderjährige (4.399 Unbegleitete) erstmals einen Asylantrag gestellt. Die meisten der minderjährigen Asylbewerber im vergangenen Jahr stammen nach Regierungsangaben aus Syrien (42.097), Albanien (18.918), Afghanistan (13.772), dem Kosovo (12.174), dem Irak (9.247) und Serbien (8.377).

Quelle: heute im bundestag vom 1.3.2016
 
17.03.2016

Katholische Eltern fordern Männerquote an Schulen und Kitas

Die Katholische Elternschaft Deutschlands e.V. (KED) fordert eine Männerquote von 40 Prozent bis zum Jahr 2025 in den Lehr- und Erziehungsberufen in allen Stufen und Einrichtungen. Das ist eines der Ergebnisse des Bundeskongresses der KED in Berlin. Die Teilnehmer befassten sich bei einem Thementag unter der Überschrift „Mädchen 'Hopp',...
Die Katholische Elternschaft Deutschlands e.V. (KED) fordert eine Männerquote von 40 Prozent bis zum Jahr 2025 in den Lehr- und Erziehungsberufen in allen Stufen und Einrichtungen. Das ist eines der Ergebnisse des Bundeskongresses der KED in Berlin. Die Teilnehmer befassten sich bei einem Thementag unter der Überschrift „Mädchen 'Hopp', Jungen 'Flopp' – Warum läuft es schief bei den Jungen?“ mit der Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem. Jungen benötigten beim Heranwachsen auch erwachsene Bezugspersonen des eigenen Geschlechts. Sie reagierten auf Männer häufig anders als auf Frauen. In Vorträgen und Workshops diskutierten die rund 100 Teilnehmer wie Nachteile von Jungen in der Schulbildung vermieden und ausgeglichen werden können. Neben der Männerquote fordern die Katholischen Eltern zudem auch mehr Schulen für Jungen, mehr Möglichkeiten der Geschlechtertrennung in den Schulen, mehr gesellschaftli che Anerkennung für Lehrerinnen und Lehrer, mehr Flexibilität bei der Einschulung und die Einrichtung von Forschungsschwerpunkten an den Hochschulen.
Bei dem Kongress wurde auch bekanntgegeben, dass Pater Klaus Mertes (SJ) neuer geistlicher Berater des Elternverbandes ist. Der 61-Jährige folgt auf Heinz Witthake, der das Amt zehn Jahre lang innehatte.

Das Resümée-Papier mit den Forderungen der Katholischen Eltern finden Sie unter: http://www.katholische-elternschaft.de/fileadmin/pdf/Bundeskongress_2016/KED_Bundeskongress_2016_Resuemee-Papier.pdf

Quelle: Presseinformation der Katholischen Elternschaft Deutschlands e.V. vom 7.3.2016
 
17.03.2016

Deutscher Familienverband: Gerechtigkeit für Familien – für eine moderne Familienpolitik

Anlässlich der Anhörung des Familienausschusses im Bundestag am 14. März fordert der Deutsche Familienverband (DFV) eine moderne Familienpolitik für alle Familien: Eine Politik, die verfassungskonform, sozial, familienformneutral und gendergerecht ist. Der wachsenden Familienarmut kann nach Auffassung des Verbandes nur mit einer familienorientie...
Anlässlich der Anhörung des Familienausschusses im Bundestag am 14. März fordert der Deutsche Familienverband (DFV) eine moderne Familienpolitik für alle Familien: Eine Politik, die verfassungskonform, sozial, familienformneutral und gendergerecht ist. Der wachsenden Familienarmut kann nach Auffassung des Verbandes nur mit einer familienorientierten Erwerbsarbeitswelt, statt mit der arbeitsweltorientierten Familie begegnet werden. In den ersten drei Lebensjahren des Kindes muss die gesetzlich gesicherte Elternzeit durch eine echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter abgesichert werden. Eltern wissen am besten, was ihr Kind braucht. Das kann die Betreuung des Kindes innerhalb der Familie oder eine zeitweise Betreuung außerhalb der Familie in einer qualitativ hochwertigen KiTa oder Tagespflege sein. Eine solche Wahlfreiheit besteht nur dann, wenn die entsprechende Infrastruktur vorhanden ist und die Art der Betreuung gleichwertig gefördert wird.

Doch auch bei Vollzeiterwerbstätigkeit stehen Familien zunehmend vor dem Problem, vom Brutto nicht einmal das behalten zu können, was zur Teilhabe der Familie an dieser Gesellschaft nach amtlichen Berechnungen (Existenzminimumbericht) erforderlich ist. Das Problem liegt nur zum Teil in zu geringen Steuerfreibeiträgen, sondern vielmehr in familienblinden Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung. Es widerspricht dem allgemeinen Gleichheitssatz des Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes, wenn bei der Beitragshöhe nicht danach differenziert wird, ob Kinder betreut und erzogen werden, stellte das Bundesverfassungsgericht bereits 2001 klar.

Zusammen mit dem Familienbund der Katholiken will der Verband endlich Kinderfreibeträge in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, und Rentenversicherung durchsetzen. Rund 2.000 Familien haben sich unter dem Motto „Wir jammern nicht – wir klagen“ auf den Weg durch die Instanzen gemacht. Diese Forderung ist der „Prototyp einer modernen Familienpolitik“ (Prof. Anne Lenze, Sachverständige im Familienausschuss, am 18.02.2016). Diese Politik ist familienformneutral, sie knüpft nicht an die Ehe an und entlastet Haushalte von Alleinverdienern, berufstätigen Eltern, Alleinerziehenden und Mehrkindfamilien in der gleichen Weise. Sie ist sozial, da nach Abzug von Freibeträgen in allen Fällen der gleiche Betrag vom Einkommen abgezogen wird. Bei einem linearen Beitragssatz würde – im Gegensatz zum progressiven Steuertarif – pro Kind für jeden Versicherten die gleiche Wirkung eintreten. Die Beitragsgerechtigkeit ist ein wesentlicher Baustein im Kampf gegen die Kinderarmut und verwirklicht in besonderem Maße das Sozialstaatsgebot. Die Beitragsgerechtigkeit ist außerdem gendergerecht. Die Aufteilung der Entlastungswirkung erzielt bei allen berufstätigen Eltern die gleiche Wirkung, anders als im Steuerrecht. Auch Müttern bleibt in allen Fällen mehr Netto vom Brutto – was zu einem Erwerbsanreiz und damit zu einer eigenständigen Sicherung führen müsste. Eine solche Politik des „belassenden Staates“ würde Art. 3 (1) GG entsprechen. Der „gewährende Staat“ könnte dann, im Rahmen des Schutzgebots Art. 6 GG, seine Gestaltungsfreiheit nutzen und deutlich machen: Jedes Kind ist uns gleich viel wert. Das schließt die besondere Berücksichtigung von Familien in besonderen Lebenslagen nicht aus. Eine „Kindergrundsicherung“ würde über Eltern sichergestellt, die nicht als Bittsteller auftreten müssen, sondern die Gerechtigkeit erfahren.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes vom 14.3.2016

 
17.03.2016

Deutsches Kinderhilfswerk: Alleinerziehende und ihre Kinder stärker in den Fokus rücken

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert Bundesregierung und Bundestag auf, Alleinerziehende und ihre Kinder stärker in den Fokus der Familienförderung zu rücken. „Alleinerziehen ist längst eine gesellschaftliche Realität. Rund 2,3 Millionen Kinder wachsen in Deutschland heute in alleinerziehenden Familien auf. Der Armutsbericht 2016, d...

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert Bundesregierung und Bundestag auf, Alleinerziehende und ihre Kinder stärker in den Fokus der Familienförderung zu rücken. „Alleinerziehen ist längst eine gesellschaftliche Realität. Rund 2,3 Millionen Kinder wachsen in Deutschland heute in alleinerziehenden Familien auf. Der Armutsbericht 2016, den der Paritätische Gesamtverband gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und anderen Organisationen herausgegeben hat, zeigt auf, dass Alleinerziehende besonders stark von Armut betroffen sind - mit steigender Tendenz. Die Leidtragenden sind vor allem die Kinder. Das muss sich dringend ändern“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, in einer schriftlichen Stellungnahme zur heutigen Anhörung des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema „Verbesserung der Situation Alleinerziehender“.

Hohes Armutsrisiko für Alleinerziehende
Der überwiegende Anteil der Alleinerziehenden sind Frauen. Hauptursache für ihre hohe Armutsrisikoquote sind insbesondere instabile und befristete Arbeitsverhältnisse und die oft mit frauentypischen Branchen einhergehenden geringen Stundenlöhne. Dazu kommen die steigenden Kosten nach einer Trennung oder Scheidung, mangelhafte Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie die unzureichende Ausgestaltung monetärer familienpolitischer Leistungen. Die Hälfte aller im Hartz IV-Bezug lebenden Kinder wächst bei Alleinerziehenden auf. Diese Kinder sind häufig Versorgungsdefiziten ausgesetzt, die sich auf ihre Gesundheit, ihre kognitiven Fähigkeiten und Chancen im Bildungssystem sowie auf ihr späteres Berufsleben auswirken können.
„Um Kindern eine gerechtere Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, muss das Recht auf ihr soziokulturelles Existenzminimum gesichert sein. So gibt es auch die UN-Kinderrechtskonvention in den Artikeln 26 und 27 vor. Durch die derzeitigen Hartz IV-Regelsätze und die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket wird die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus armen Familien jedoch nicht ausreichend gewährleistet. Deshalb ist es in einem ersten Schritt notwendig, die Regelsätze für Kinder und deren Eltern durch eine deutliche Anhebung armutsfest zu machen“, so Hofmann weiter.

Außerdem plädiert das Deutsche Kinderhilfswerk für eine Reform des Unterhaltsvorschusses und des Kinderzuschlags. Der Unterhaltsvorschuss kann, wie zahlreiche Studien zeigen, für Kinder von Alleinerziehenden ein wirksamer Schutz vor Armut sein. Mit zunehmendem Alter der Kinder steigen die Aufwendungen für Bildung, Freizeit, kulturelle Aktivitäten und Persönlichkeitsentwicklung. Gerade dann wird aber kein Unterhaltsvorschuss mehr gezahlt. Daher sollte dieser auch über das 12. Lebensjahr und die maximale Bezugsdauer von sechs Jahren hinaus bezogen werden können. Auch die volle Anrechnung des Kindergeldes bei Unterhaltsvorschussleistungen ist vor dem Hintergrund der hälftigen Anrechnung im Unterhaltsrecht nicht nachvollziehbar. Der Kinderzuschlag erreicht nur einen kleinen Teil der anspruchsberechtigen Kinder und Jugendlichen. Zu den komplizierten Beantragungsprozeduren kommen komplizierte Anrechnungsreglungen und die Höchsteinkomm ensgrenze, die dazu führen, dass Eltern zwischen Ämtern hin- und hergeschoben werden sowie bei mehr Erwerbsarbeit der Bezug abrupt endet und der Familie weniger Geld zur Verfügung steht.

Bildung als Schlüssel
Um den Armutskreislauf zu durchbrechen, braucht es neben der materiellen Absicherung, aber auch die entsprechende Infrastruktur für Alleinerziehende und ihre Kinder. Der vom Deutschen Kinderhilfswerk veröffentlichte Kinderreport 2016 zeigt: Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung. In Deutschland hängt der Bildungserfolg von Kindern jedoch nach wie vor sehr stark von den Eltern und ihren Möglichkeiten ab. Bildung beginnt dabei nicht erst in der Schule. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes muss bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung ein wesentlicher Fokus liegen. Neben einem Ganztagsangebot und flexiblen Öffnungszeiten, die insbesondere für Alleinerziehende von zentraler Bedeutung sind, brauchen wir für die Sicherung der Rechte von allen Kindern – gleich welcher Herkunft – eine qualitativ hochwertige Bildung , Erziehung und Betreuung sowie ein Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, das auch den gestiegenen Anforderungen und Erwartungen an das Fachpersonal Rechnung trägt.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 14.3.2016

 
14.03.2016

Selbstvertrauen, Mut und seelische Widerstandskraft

Resilienz bei Kindern und Erzieherinnen. BeltzForum Kongress für frühkindliche Bildung, 20./21.Mai in Wolfsburg.   Der Kongress für frühkindliche Bildung »Selbstvertrauen, Mut und seelische Widerstandskraft«, der am 20. und 21. Mai in Wolfsburg stattfindet, bietet Erzieherinnen und Erziehern Hintergrundinformationen zum Them...

Resilienz bei Kindern und Erzieherinnen. BeltzForum Kongress für frühkindliche Bildung, 20./21.Mai in Wolfsburg.
 
Der Kongress für frühkindliche Bildung »Selbstvertrauen, Mut und seelische Widerstandskraft«, der am 20. und 21. Mai in Wolfsburg stattfindet, bietet Erzieherinnen und Erziehern Hintergrundinformationen zum Themenfeld und zeigt, wie sie in ihrer praktischen Arbeit dazu beitragen, dass Kinder gegenüber elementaren biologischen und psychosozialen Risiken seelische Widerstandsfähigkeit ausbilden und mit schmerzhaften Erfahrungen umgehen lernen.
 
Viele Kinder sind im Verlauf ihrer Entwicklung großen Risikobelastungen ausgesetzt. Zum Beispiel, wenn sie in chronischer Armut leben, wenn ihre Eltern psychisch erkrankt sind oder wenn das Leben in der Familie von dauerhaftem Streit und Disharmonien geprägt ist. Manche Kinder sind durch Krieg und Flucht traumatisiert.
 
In 27 Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops wird gezeigt, wie in der Kita die Grundlagen von Resilienz gelegt und ausgebaut werden, und sich Erzieherinnen und Erzieher selbst vor übermäßigen Belastungen schützen können. Weitere Themen des Kongresses sind: Persönlichkeitsentwicklung und  Achtsamkeit, Geborgenheit fördern und Freundschaft gestalten oder Philosophieren mit Kindern. Es referieren u.a. Renate Zimmer, Udo Baer, Tanja Pütz, Vera Kaltwasser, Susanne Viernickel und Timm Albers. Der Kongress wird geleitet und moderiert von Karl Gebauer. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.beltzforum.de
 
Quelle: Presseinfo Beltz

 
10.03.2016

Starke Schulen gesucht: Deutschlands größter Schulwettbewerb ausgeschrieben

Angesichts des kommenden Fachkräftemangels wächst die Verantwortung der Schulen, allen Jugendlichen eine gute schulische Basis für ihre berufliche Entwicklung zu vermitteln. Viele Schulen tun dies, oft trotz widriger Umstände, bereits auf herausragende Weise. Um ihre Erfolge bekannt zu machen und ihre guten Konzepte zu verbreiten, zeichnet "...
Angesichts des kommenden Fachkräftemangels wächst die Verantwortung der Schulen, allen Jugendlichen eine gute schulische Basis für ihre berufliche Entwicklung zu vermitteln. Viele Schulen tun dies, oft trotz widriger Umstände, bereits auf herausragende Weise. Um ihre Erfolge bekannt zu machen und ihre guten Konzepte zu verbreiten, zeichnet "Starke Schule" alle zwei Jahre solche Schulen aus. Deshalb sind ab sofort bundesweit rund 8.500 Schulen eingeladen, sich bei Deutschlands größtem Schulwettbewerb zu beteiligen.

Alle Gesamtschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen etc. können sich bewerben. „Starke Schule“ wird von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung realisiert; alle Kultusministerien unterstützen das Programm. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 220.000 € vergeben. Die ausgezeichneten Schulen profitieren außerdem von der Aufnahme in das Netzwerk mit Fortbildungsangeboten zu Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Bis zum 4. Mai 2016 können sich Schulen unter www.starkeschule.de bewerben.

Eine unabhängige Jury mit Vertretern der Programmpartner und weiteren Experten aus Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft ermittelt die Sieger. Bewertet wird das gesamte Schulkonzept. Die Erfolge jeder Schule werden danach beurteilt, unter welchen Rahmenbedingungen sie arbeitet und welche Ressourcen zur Verfügung stehen. Alle Schulen, die eine Bewerbung einreichen, erhalten einen Teilnahmepreis und können an ausgewählten Netzwerk-Angeboten teilnehmen. Pro Bundesland werden bis zu zehn Preise vergeben (1. Preis: 5.000 €, 2. Preis: 3.500 €, 3. Preis: 2.000 €). Unter den Landessiegern werden anschließend die Bundessieger ermittelt. Die Bundespreise sind mit 15.000 €, 10.000 € und 5.000 € dotiert.

„Die Teilnahme am Wettbewerb lohnt sich für jede Schule“, sagt John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Programmpartner. „Durch die Bewerbung vergewissern sich die Schulen, wie sie aufgestellt sind und wo sie vielleicht noch Entwicklungspotential haben. Und wenn sie eine gute Platzierung erreichen, hat das große Auswirkungen auf das Schulklima, die Unterstützung in ihrer Region und den Mut zu weiteren Veränderungen. Für Schulen, die keinen der vorderen Plätze erreichen, haben wir neue Angebote in unserem Netzwerk geschaffen.“

Das Netzwerk ist der Hauptgewinn

Unabhängig von der Platzierung werden alle ausgezeichneten Schulen in das Netzwerk von „Starke Schule“ aufgenommen. Hier haben sie Zugang zu rund 30 länderübergreifenden Fortbildungen zur Unterrichts-, Organisations- und Personalentwicklung. Neu ist die Öffnung von Angeboten über das Netzwerk hinaus: Um auch Schulen zu unterstützen, die keine Auszeichnung erhalten, werden „Entwicklungspartnerschaften“ angeboten, bei der die Schule in einem Tandem mit einer „Starken Schule“ an konkreten Handlungsfeldern arbeiten kann. Auch die neue „Kooperations-Werkstatt“ steht allen Schulen offen: Hierbei geht es um die Verbesserung der Zusammenarbeit am Übergang Schule/Beruf. Lehrkräfte arbeiten mit ihrem Berufsberater sowie ihren Sozialpädagogen, Ausbildern und weiteren Partnern daran, den Übergang für die Jugendlichen in eine Ausbildung noch besser abzustimmen.

Quelle: Presseinfo Hertie-Stiftung
 
10.03.2016

63 Millionen Mädchen gehen nicht zur Schule

Neuen Zahlen des UNESCO-Statistikinstituts zufolge können 63 Millionen Mädchen in mehr als 200 Ländern nicht zur Schule gehen. Fast 16 Millionen Mädchen zwischen elf und 16 Jahren werden niemals die Chance haben, Lesen oder Schreiben zu lernen, wenn sich der Trend fortsetzt. Das sind etwa doppelt so viele betroffene Mädchen wie Jungen (acht...
Neuen Zahlen des UNESCO-Statistikinstituts zufolge können 63 Millionen Mädchen in mehr als 200 Ländern nicht zur Schule gehen. Fast 16 Millionen Mädchen zwischen elf und 16 Jahren werden niemals die Chance haben, Lesen oder Schreiben zu lernen, wenn sich der Trend fortsetzt. Das sind etwa doppelt so viele betroffene Mädchen wie Jungen (acht Millionen).

Dazu erklärt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung:"Dass die Chance auf Bildung auch heute noch Millionen Mädchen vor allem in den ärmsten Ländern der Welt vorenthalten wird, ist ein Skandal. Bildung ist ein Menschenrecht und muss allen Menschen – egal ob Mädchen oder Jungen – ermöglicht werden. Dass Mädchen dabei noch immer derart benachteiligt werden, dürfen wir nicht länger hinnehmen. Nur wenn Mädchen Zugang zu einer guten Primar- und Sekundarbildung haben, können sie sich selbst aus der Armut befreien und auch zur Entwicklung ihrer Länder beitragen. Vor allem Sekundarbildung trägt zugleich dazu bei, dass Mädchen ihre Rechte besser wahrnehmen und ungewollte Schwangerschaften vermeiden können. In Entwicklungsländern bekommt jedes fünfte Mädchen vor seinem 18. Geburtstag ein Kind – Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt bedeuten für Tausende den Tod."

Quelle: www.bildungsklick.de
09.03.2016

AGJ positioniert sich zum Reformprozess SGB VIII

Nach Planung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend soll das SGB VIII weitreichend novelliert werden. Die Reform soll das Leitmotiv "Kinderrechte stärken!" zum Ausgangspunkt haben. Als Themen werden die Große bzw. Inklusive Lösung, die Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung, Änderunge...
Nach Planung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend soll das SGB VIII weitreichend
novelliert werden. Die Reform soll das Leitmotiv "Kinderrechte stärken!" zum Ausgangspunkt haben. Als Themen
werden die Große bzw. Inklusive Lösung, die Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung,
Änderungen bei der Betriebserlaubnis/Heimaufsicht, die Absicherung der Rechte von Pflegekindern in
Dauerpflegeverhältnissen sowie die Änderungen aufgrund der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes
benannt. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat sich zu den diversen Einzelthemen/
-fragen intensiv ausgetauscht. In den vorliegenden AGJ-Empfehlungen "Vielfalt gestalten, Rechte für alle Kinder
und Jugendlichen stärken!" sind Forderungen und Vorschläge gebündelt, mit denen sich die AGJ in dem
laufenden Reformprozess SGB VIII positioniert. Die Empfehlungen wurden am 25./26. Februar d. J,
vom Vorstand der AGJ verabschiedet.
 
https://www.agj.de/fileadmin/files/positionen/2016/Empfehlungen_Reformprozess_SGB_VIII.pdf
08.03.2016

Neues Institut für frühkindliche Bildung

An der Hochschule Koblenz hat das neue Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) Anfang Januar 2016 seine Arbeit aufgenommen. Das Institut wurde vom Kinder- und Jugendministerium initiiert und von diesem gemeinsam mit dem Wissenschaftsministe-rium und der Hochschule Koblenz entwickelt. Während der Eröffnun...
An der Hochschule Koblenz hat das neue Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB) Anfang Januar 2016 seine Arbeit aufgenommen. Das Institut wurde vom Kinder- und Jugendministerium initiiert und von diesem gemeinsam mit dem Wissenschaftsministe-rium und der Hochschule Koblenz entwickelt. Während der Eröffnungsfeier, an der 150 Personen teilnahmen, wurden der Transfer und der Diskurs als zentrale Themen und Aufgaben des Instituts deutlich. Eingeladen waren Praktiker aus den Kindertageseinrichtungen, Vertreter der Fachschulen, der Träger und Trägerverbände, der Eltern, aus Politik, Verwaltung und Institutionen.

So umfassen die Leitlinien des IBEB neben dem Transfer und dem Diskurs, auch die Initiierung, Gestaltung, Förderung und Entwicklung von Qualität, Forschung und Kompetenz für ein kompetentes System von Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit in Rheinland-Pfalz.

Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule, wies bei seiner Begrüßung auf die Bedeutung der Pädagogik der frühen Kindheit hin, heute werde verstärkt wahrnehmbar, dass in dieses Feld investiert werden müsse.

Kinder- und Jugendministerin Irene Alt betonte in ihrem Grußwort: „Von dem Wissenstransfer über sehr kurze Wege verspreche ich mir eine Stärkung der Qualität für das gesamte System der Kinderta-gesbetreuung: Denn hierdurch werden die Kitafachkräfte und Einrichtungsleitungen gleichermaßen unterstützt wie auch die Träger der Kitas“.

Wissenschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Thomas Deufel nahm in seinem Grußwort Bezug auf die Bedeutung der Hochschule Koblenz, die bundesweit ein einzigartiges Angebot an frühpädagogischen berufsbegleitenden Studiengänge biete und dadurch im Wettbewerb gut aufgestellt sei: „Das IBEB wird sich zu einem wichtigen Impulsgeber und Ansprechpartner entwickeln, der den Akteuren im Bereich der frühkindlichen Pädagogik helfen kann, ihre anspruchsvollen Aufgaben gut zu bewältigen“.

In der Festrede wies Prof. Dr. Fabienne Becker-Stoll, Direktorin des bayerischen Staatsinstitutes für Frühpädagogik, auf die Bedeutung und die sehr gute Einbindung des Institutes in die Hochschule und deren Kompetenz hin. Angesichts der Personalausstattung sei das IBEB ein bescheidenes Institut mit großem Potential. Eine solche Einrichtung müsste es in jedem Bundesland geben, bisher gibt es au-ßer dem neuen Koblenzer Institut solche Institute nur in Bayern und Niedersachsen.

In einer Podiumsrunde, die vom Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Günter J. Friesenhahn, moderiert wurde, tauschten sich verschiedene Beteiligte des Systems „Kindertagesbetreuung in Rheinland-Pfalz“ aus: Prof. Dr. Armin Schneider (Direktor des IBEB), Xenia Roth (Leiterin des Referates „Kindertagesbetreu-ung“ im Kinder- und Jugendministerium), Ordinariatsdirektor Dieter Skala (Leiter des katholischen Büros), Bernhard Busch (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ruwer) und Sandra Wehrle (Referen-tin im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz). Ihre Erwartungen an das IBEB machten erkennbar, dass es eines konstruktiven Diskurses bedarf, der die Qualität erkennbar vorantreibe und zwar zum Wohl der Kinder und weniger in einem ausufernden bürokratischen Regelwerk.

Nach dem letzten musikalischen Beitrag von Carolin Schwaderlapp und Desiree Benner erläuterte Prof. Dr. Armin Schneider das Logo des Instituts, in dem sowohl der Transfer als auch der Diskurs der verschiedenen Beteiligten aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Trägern zum Ausdruck kommt. Er betonte, dass das IBEB offen sei für alle Akteure und Akteurskreise im Feld der Kinderbetreuung. Die Feierlichkeiten im Koblenz endeten mit einer „Vernetzungspause“, in der der an diesem Tag vielzitierte Diskurs zwischen den unterschiedlichsten Personen umgesetzt wurde.

Quelle: Presseinfo IBEB
 
07.03.2016

„Vielfalt macht Schule“

Eine Schule für alle zu werden, ist die Aufgabe seit Einführung der inklusiven Schule. Jetzt gehört jedes Kind dazu. Das stellt Schulen vor eine große Herausforderung. Ein Inklusions-Film von Mittendrin Hannover e.V. zeigt Möglichkeiten auf, wie sich Schulen in kleinen und zu ihrem Konzept passenden Schritten zur inklusiven Schule entwickeln können. Der Film begibt sich auf einen Streifzug durch fünf Schulen in Hannover und Umgebung. Drei Grundschulen und zwei...
Eine Schule für alle zu werden, ist die Aufgabe seit Einführung der inklusiven Schule. Jetzt gehört jedes Kind dazu. Das stellt Schulen vor eine große Herausforderung. Ein Inklusions-Film von Mittendrin Hannover e.V. zeigt Möglichkeiten auf, wie sich Schulen in kleinen und zu ihrem Konzept passenden Schritten zur inklusiven Schule entwickeln können. Der Film begibt sich auf einen Streifzug durch fünf Schulen in Hannover und Umgebung. Drei Grundschulen und zwei Integrierte Gesamtschulen zeigen, wie sie Inklusion in ihrem Schulalltag leben.
 
Sie liefern Ideen aus der Praxis zu den Fragen:
  • - Wie kann es gelingen, alle Menschen in einer Schule willkommen zu heißen?
    - Wie können Schulen sich so organisieren,dass sie mit den vorhandenen Ressourcen einen Rahmen für Vielfalt gestalten?
    - Wie können Lehrkräfte alleine oder im Team so unterrichten, dass alle Kinder individuell gefördert und gefordert werden?
 
Inklusion – ein Prozess
 
Die Leitidee des Films ergibt sich aus dem „Index für Inklusion“ von Tony Booth und Mel Ainscow aus England. Er bildet das Gerüst für den Film. Ines Boban und Andreas Hinz haben den Index für Inklusion ins Deutsche übersetzt. Im Index geht es um die Entwicklung von „inklusiver Kultur“, einem wertschätzenden Miteinander in Schulen. Er zeigt auf, welche „Inklusiven Strukturen“ notwendig sind, damit eine Schule der Vielfalt ihrer Schülerschaft gerecht werden kann. Außerdem sind „Inklusive Praktiken“, eine inklusive Didaktik erforderlich, um in heterogenen Lerngruppen erfolgreich zu unterrichten.
 
Der Film richtet sich insbesondere anfolgende Personenkreise:
  • - Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und alle anderen Mitarbeiter in Schulen
    - Studierende und Auszubildende im Kontext von Schule
    - interessierte Eltern und alle Menschen, die sich mit der Entwicklung von Inklusion in Schulen beschäftigen

Quelle: Presseinfo Mittendrin e.V.
07.03.2016

„Lehrerfortbildung auf dem aktuellen Stand der Forschung“

Das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) wurde jetzt positiv evaluiert. Professor Eckhard Klieme vom DIPF, der Vorsitzende der achtköpfigen Evaluierungskommission, erläutert im Interview mit der „Deutsche Telekom Stiftung“, die das Zentrum fördert, die Ergebnisse. Dabei skizziert Eckhard Klieme insbesondere die nach s...
Das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) wurde jetzt positiv evaluiert. Professor Eckhard Klieme vom DIPF, der Vorsitzende der achtköpfigen Evaluierungskommission, erläutert im Interview mit der „Deutsche Telekom Stiftung“, die das Zentrum fördert, die Ergebnisse. Dabei skizziert Eckhard Klieme insbesondere die nach seinen Worten in Deutschland einmalige Verknüpfung von Wissenschaft und Lehrerfortbildung Rahmen des DZLM. Er geht außerdem auf die von dem Zentrum in allen Bundesländern durchgeführten Modellprojekte, die Verbesserung von Fortbildungen anhand der Ergebnisse von begleitenden Evaluationen und den Austausch mit den Lehrkräften ein.

Das komplette Interview mit der Telekom Stiftung
Pressemitteilung des DZLM zur verlängerten Förderung des Zentrums

Quelle: Presseinfo DIPF
 
07.03.2016

Hochschulangebote zu Kindern mit Fluchterfahrungen im Bildungssystem

Als Reaktion auf die zunehmende Zahl von Kindern mit Fluchterfahrungen haben eine Reihe von Hochschulen jetzt aktuelle Angebote zu diesem Thema aufgelegt: Interkulturelle Kompetenz in der universitären Lehrerbildung – Justus-Liebig-Universität Gießen Eine neue Workshop-Reihe für Dozentinnen und Dozenten in der universitären Lehre...
Als Reaktion auf die zunehmende Zahl von Kindern mit Fluchterfahrungen haben eine Reihe von Hochschulen jetzt aktuelle Angebote zu diesem Thema aufgelegt:

Interkulturelle Kompetenz in der universitären Lehrerbildung – Justus-Liebig-Universität Gießen
Eine neue Workshop-Reihe für Dozentinnen und Dozenten in der universitären Lehrerbildung soll dazu beitragen, Studierende auf die Flüchtlingskinder in der Schule vorzubereiten.
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Hilfe für Schulen: Startschuss für Netzwerk „Migration und Mehrsprachigkeit” – Universität Koblenz-Landau
Schulen sind mit der Zunahme von Schülerinnen und Schülern ohne Deutschkenntnisse aufgrund des Flüchtlingszustroms aktuell sehr gefordert. Das Zentrum für Lehrerbildung am Campus Landau der Universität Koblenz-Landau will von universitärer Seite Unterstützung bieten und hat das Netzwerk „Migration und Mehrsprachigkeit” ins Leben gerufen.
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Lehramtsstudierende engagieren sich ehrenamtlich in Sprachlernklassen für Geflüchtete – Universität Osnabrück
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert nun Programme zur Sprachförderung in der Lehrerausbildung der niedersächsischen Universitäten. In Rahmen dieser Förderung unterstützen Lehramtsstudierende mit einer Grundqualifikation im Bereich Deutsch als Zweitsprache den Unterricht in Sprachlernklassen in Osnabrück.
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Universität qualifiziert geflüchtete Lehrkräfte für den Einsatz im deutschen Schulsystem – Universität Potsdam
Die Bildungswissenschaften an der Universität Potsdam starten im April das deutschlandweit erste Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer. Zunächst erhalten die Teilnehmenden einen intensiven Deutschkurs am Sprachenzentrum der Universität. Ab dem Herbst beginnt dann ein Kurs, in dem die Lehrkräfte das deutsche Schulsystem kennenlernen und an Schulen hospitieren können.
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07.03.2016

Umfrage zum Spielen von Kindern und Jugendlichen

Das Deutsche Kinderhilfswerk möchte im Vorfeld des Weltspieltags am 28. Mai 2016 herausfinden, welche Spielangebote Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld am liebsten nutzen. Ziel ist es herauszufinden, wie häufig und mit wem die Kinder draußen spielen, welche Grenzen sie beim gemeinsamen Spiel überwinden und welche Grenzen das gemeinsame Drau&...
Das Deutsche Kinderhilfswerk möchte im Vorfeld des Weltspieltags am 28. Mai 2016 herausfinden, welche Spielangebote Kinder und Jugendliche in ihrem Umfeld am liebsten nutzen. Ziel ist es herauszufinden, wie häufig und mit wem die Kinder draußen spielen, welche Grenzen sie beim gemeinsamen Spiel überwinden und welche Grenzen das gemeinsame Draußenspiel behindern. Die Umfrage läuft bis Ende April, die Ergebnisse werden am Weltspieltag veröffentlicht. Unter allen teilnehmenden Kindern werden insgesamt 20 Exemplare des Spiels "Twister" verlost..

Zur Umfrage
 
02.03.2016

Tagung zu früher Kindheit und Kinderpsychotherapie

Viele seelische und auch körperliche Störungen beginnen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Säuglings- und Kleinkindalter. Deshalb entwickeln Therapeuten bereits sehr früh wirksame Hilfsangebote für problematisch verlaufende Eltern-Kind-Beziehungsentwicklungen, wenn beispielsweise der Säugling scheinbar unstillbar schrei...
Viele seelische und auch körperliche Störungen beginnen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Säuglings- und Kleinkindalter. Deshalb entwickeln Therapeuten bereits sehr früh wirksame Hilfsangebote für problematisch verlaufende Eltern-Kind-Beziehungsentwicklungen, wenn beispielsweise der Säugling scheinbar unstillbar schreit oder sich die Mutter depressiv fühlt. Diese Therapien werden mit der Mutter und dem Säugling, oft auch mit dem Vater zusammen durchgeführt und haben sich in wissenschaftlichen Studien als sehr erfolgreich erwiesen.

Mit dieser Problematik befassen sich vom 3. bis 5. März 2016 zwei Tagungen auf dem Campus Augustusplatz der Universität Leipzig mit den Titeln "Baby werden - Baby sein. Wege ins Leben, Lebenswege" und "Sprache in der psychoanalytischen Arbeit mit Kindern und Adoleszenten". Veranstaltet werden die Tagungen, zu denen insgesamt rund 600 Teilnehmer aus den verschiedensten Berufssparten wie Medizin, Psychologie, Geburtshilfe, Sozialarbeit und Pädagogik erwartet werden, von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig zusammen mit der deutschsprachigen Gesellschaft für seelische Gesundheit in der frühen Kindheit und dem Sächsischen Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie. Den Vorsitz der beiden Tagungen haben Prof. Dr. Kai von Klitzing, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universitätsklinik Leipzig sowie Dr. Edelhard Thoms, ehemaliger Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Parkkrankenhaus.

Den öffentlichen Eröffnungsvortrag "Psychoanalytisches Sprechen mit Säuglingen und Eltern: was, warum und wann?" im Audimax der Universität Leipzig am 3. März um 18 Uhr wird Dr. phil. Björn Salomonsson aus Stockholm über seine psychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen und ihren Eltern halten. Er ist einer der Pioniere dieses relativ neuen psychotherapeutischen Feldes.

Die Gesellschaft für seelische Gesundheit in der frühen Kindheit ist die deutschsprachige Tochtergesellschaft der World Association for Infant Mentel Health, deren Präsidentschaft Kai von Klitzing in diesem Jahr übernimmt. Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen biologischen, psychischen und sozialen Bedingungen von Schwangerschaft, Geburt und den ersten Lebensmonaten des Kindes - einer Lebensphase also, in der die Basis für den Weg in das Leben gelegt wird.

Fachleute aus den verschiedensten Disziplinen erörtern bedarfsgerechte frühzeitige Begleitung, Beratung und Therapie, um Entwicklungschancen im Lebensweg zu verbessern. "Wenn wir doch täglich unmittelbar vor unseren Augen sehen, wie die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft in unbefriedigenden oder gar schädigenden Lebensbedingungen aufwachsen, warum wundern wir uns dann, dass die Lebenswege vieler Menschen von Depressionen, Arbeitsstörungen und psychosomatischen Beeinträchtigungen geprägt ist? Es ist längst bewiesen: Jede Verbesserung der psychosozialen Lebensumstände eines Säuglings oder Kleinkindes ist um das Vielfache effektiver als die Begrenzung und Behandlung früh entstandener Störungen im weiteren Lebensverlauf", sagt von Klitzing.

"Schutz-Förderung-Beteiligung junger Flüchtlingskinder"

Daher wird sich Prof. Dr. Jörg Maywald von der Deutschen Liga für das Kind in seinem Vortrag mit dem Thema "Schutz-Förderung-Beteiligung junger Flüchtlingskinder" beschäftigen. Überhaupt werden die Folgen der europäischen Flüchtlingskrise für kleine Kinder die gesamte Tagung als Thema begleiten. Weitere Themen der Jahrestagung der German Speaking Association of Infant Mental Health (GAIMH) sind: Psychische Störungen in der frühen Kindheit, vorgeburtliche und nachgeburtliche Hirnentwicklung, psychische Aspekte von Schwangerschaft und Geburt sowie Angst und Depression in der frühen Kindheit. In der parallel stattfindenden Tagung der psychoanalytischen Kindertherapeuten wird es um die Bedeutung der Sprache in der seelischen Entwicklung des Kindes gehen. Fachleute werden über psychotherapeutische Möglichkeiten bei frühen Fütterstörungen, Problemen der Migration sowie dem Umgang mit der Jugendsprache in der Psychotherapie diskutieren.

Quelle: Presseinfo Universität Leipzig

 
01.03.2016

Konferenz zur Mehrsprachigkeit

Die Konferenz „Zukunft der Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem: Russisch und Türkisch im Fokus“ findet am 3./4. März in den Räumen der Botschaft der Republik Türkei und des Zentrums für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin statt. Zusammen mit anderen Partnern wird die Konferenz von beiden Organisationen gemeinsam ausgerichtet. Rund 20% der Einwohner Deutschlands sprechen in ihrer Familie neben Deutsch noch eine weitere Familiensprache. In Deut...
Die Konferenz „Zukunft der Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem: Russisch und Türkisch im Fokus“ findet am 3./4. März in den Räumen der Botschaft der Republik Türkei und des Zentrums für Allgemeine Sprachwissenschaft in Berlin statt. Zusammen mit anderen Partnern wird die Konferenz von beiden Organisationen gemeinsam ausgerichtet.

Rund 20% der Einwohner Deutschlands sprechen in ihrer Familie neben Deutsch noch eine weitere Familiensprache. In Deutschland wachsen hunderttausende Kinder mehrsprachig auf. Russisch und Türkisch sind dabei die am häufigsten verwendeten Sprachen. Im deutschen Bildungssystem wird dies faktisch kaum berücksichtigt und bisherige Sprachförderprogramme haben trotz hoher Investitionen kaum Erfolg.

„Sprach- und erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse werden viel zu selten in Entscheidungen über das deutsche Bildungssystem und in gesellschaftspolitischen Debatten berücksichtigt – häufig mit schwerwiegenden Folgen. Zusammen mit der Botschaft der Republik Türkei wollen wir den Austausch zwischen Theorie und Praxis
und den Entscheidungsträgern anregen“, so Prof. Manfred Krifka, Institutsdirektor des Zentrums für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) in Berlin.

Am 03. und 04. März werden ca. 300 Experten aus der Mehrsprachigkeitsforschung, aus Bildungseinrichtungen, Bildungspolitik und Migrantenverbänden in den Räumen der Botschaft und des ZAS erwartet. Unter ihnen Aydan Özoğuz, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und internationale Bildungsexperten wie Prof. Dr. Jim Cummins von der University of Toronto, Prof. Dr. Hans Reich von der Universität Koblenz-Landau und Prof. Dr. Mehmet-Ali Akıncı von der Université de Rouen.

„Bei dieser Konferenz arbeiten viele Partner – darunter vier Universitäten, zwei Forschungszentren und zwei Sprachzentren – zum ersten Mal zusammen an einem gemeinsamen Ziel. Das ist ein Zeichen dafür, wie wichtig die Bildungsfrage für die Gesellschaft ist“, so der türkische Botschafter Hüseyin Avni Karslıoglu.

In Workshops tauschen sich Theoretiker und Praktiker in kleineren Gruppen aus – die Themen reichen von „Erfahrung mit Türkisch- und Russischunterricht in unterschiedlichen Bundesländern“ bis hin zu „Zweisprachige Alphabetisierung und zweisprachiger Schriftspracherwerb“.

Im Vorfeld der Konferenz hat eine Gruppe von Wissenschaftlern und Bildungsexperten aus der Praxis ein Thesenpapier „Mehrsprachigkeit im deutschen Bildungssystem“ mit vier Thesen verfasst. Hierbei geht es um die Repräsentation der Sprachen der Zuwanderer im deutschen Bildungssystem und den Einfluss von Spracheinstellungen auf die gesellschaftliche Debatte um Mehrsprachigkeit. Die Autoren fordern dringend eine Aufwertung der Sprachen von Zuwanderern im Bildungssystem und eine gesellschaftliche Reflexion über Zuschreibungen aufgrund von gesprochener Sprache und Herkunft, bzw. Mehrsprachigkeit.

Quelle: Presseinfo Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)
 
26.02.2016

UN-Organisationen: Wachsende Zahl von Todesfällen von Kindern im Meer

Jeden Tag sind seit September 2015 durchschnittlich zwei Flüchtlingskinder, die mit ihren Angehörigen auf dem Weg nach Europa waren, im östlichen Mittelmeer ertrunken. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) warnen, dass diese Zahl weiter ...
Jeden Tag sind seit September 2015 durchschnittlich zwei Flüchtlingskinder, die mit ihren Angehörigen auf dem Weg nach Europa waren, im östlichen Mittelmeer ertrunken. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) warnen, dass diese Zahl weiter ansteigt. Sie rufen dazu auf, die Sicherheit für Menschen, die vor Krieg und Verzweiflung fliehen, zu verbessern.

Seit letztem September, als der Tod des kleinen Aylan Kurdi überall auf der Welt Bestürzung auslöste, sind mehr als 340 Kinder im östlichen Mittelmeer ertrunken, darunter viele Babys und Kleinkinder. Die tatsächliche Zahl ist vermutlich höher, da viele Körper nie gefunden werden, erklärten die Organisationen.

„Wir können uns angesichts der Tragödie so vieler verlorener, unschuldiger junger Leben nicht abwenden oder nichts gegen die Gefahren tun, denen noch viel mehr Kinder ausgesetzt sind“, erklärte UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake. „Wir können vielleicht nicht die Verzweiflung beenden, die so viele Menschen versuchen lässt, über das Meer zu fliehen. Aber die Länder können und müssen enger zusammenarbeiten, um diese gefährlichen Fahrten sicherer zu machen. Niemand gibt ein Kind in ein Boot, wenn es eine sicherere Möglichkeit gibt.“
Der Teil der Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Im rauen Seegang im Winter ist das Risiko besonders hoch, dass die überladenen und instabilen Boote ohne Rettungsausrüstung kentern.

"Todesfälle sind unerträglich"
„Diese tragischen Todesfälle im Mittelmeer sind unerträglich und müssen aufhören“, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge Filippo Grandi. „Anstrengungen gegen Schmuggler und Menschenhandel müssen verstärkt werden. Viele Kinder, die ihr Leben verloren haben, versuchten zu Angehörigen nach Europa zu gelangen. Deshalb muss die Organisation von legalen und sicheren Wegen – zum Beispiel in Form von Umsiedlungsprogrammen und Programmen zur Familienzusammenführung absolute Priorität haben, wenn wir die Todeszahlen verringern wollen.“

Der UN-Generalsekretär hat zu einer hochrangigen Konferenz über legale Zugangsmöglichkeiten für syrische Flüchtlinge im Rahmen der globalen Verteilung von Verantwortung eingeladen. Sie findet am 30. Mai in Genf statt.

Anteil der Kinder liegt bei 36 Prozent
Der Anteil der Kinder unter den Flüchtlingen liegt jetzt bei 36 Prozent. Die Gefahr, dass sie in der Ägäis zwischen der Türkei und Griechenland ertrinken, ist überproportional gestiegen. In den ersten sechs Wochen dieses Jahres ertranken im östlichen Mittelmeer 410 der rund 80.000 Menschen, die das Meer überquerten. Dies sind 35-mal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Es reicht nicht, Leben zu zählen. Wir müssen handeln“, sagt William Lacy Swing, Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration in Genf. „Dies ist nicht nur ein Problem des Mittelmeerraums oder eines von Europa. Es ist eine menschliche Katastrophe, die immer schlimmer wird und die den Einsatz der ganzen Welt erfordert. Das Erdbeben in Haiti in 2010 ging nicht nur eine Weltregion an, genauso wenig wie der Tsunami in Südostasien in 2004. Diese Katastrophen wurden durch umfassende humanitäre Hilfe bewältigt. Dies muss jetzt genauso sein.“

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 19.2.2016
 
26.02.2016

Deutsches Kinderhilfswerk fordert Integrationskonzept für Flüchtlingskinder

Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt angesichts der Asyl-Debatte ein langfristig ausgerichtetes Integrationskonzept für Flüchtlingskinder in Deutschland an. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur im Zusammenspiel der professionellen Kräfte der Kinder- und Jugendhilfe und der vielen Hunderttausend Ehrenam...
Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt angesichts der Asyl-Debatte ein langfristig ausgerichtetes Integrationskonzept für Flüchtlingskinder in Deutschland an. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes nur im Zusammenspiel der professionellen Kräfte der Kinder- und Jugendhilfe und der vielen Hunderttausend Ehrenamtlichen, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, zu bewältigen. Leitlinie eines solchen Integrationskonzeptes sollte ein respektvolles und an den Kinderrechten ausgerichtetes Miteinander sein.
„Die derzeitigen Debatten konzentrieren sich zu sehr auf Schlagwörter wie Grenzsicherung, Flüchtlingskontingente oder Obergrenzen und verlieren dabei die Menschen aus dem Blick. Für Flüchtlingskinder gelten die Vorschriften der UN-Kinderrechtskonvention und es ist traurig, dass wir als Kinderrechtsorganisation immer wieder an die Einhaltung dieser von Deutschland ratifizierten Konvention erinnern müssen. Aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes sind bei den Debatten insbesondere drei Aspekte zu beachten: Der Familiennachzug für Flüchtlingskinder darf nicht eingeschränkt werden, der Schutz von Flüchtlingskindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften bedarf dringend der gesetzlichen Verankerung und der vollständige Zugang zu ärztlicher und psychosozialer Versorgung muss sichergestellt werden“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Rechte von Kindern werden unzulässig eingeschränkt
Die im Asylpaket II vorgesehenen Verschärfungen beim Familiennachzug schränken die Rechte von Flüchtlingskindern unzulässig ein. Das gilt insbesondere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in besonderem Maße schutzbedürftig sind. Für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingskindern gelten die Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention, der Europäischen Grundrechtecharta und des Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Darin sind eindeutig die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Entscheidungen von Staat und Gesellschaft sowie das Recht der Kinder auf Förderung, Schutz und Beteiligung normiert. Eine Aussetzung des Familiennachzugs für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus widerspricht geltendem internationalem Recht und muss vom Tisch. Unbegleitete Flüchtlingskinder, die bei uns Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, brauchen für ihre Integration einen Rechtsanspruch auf Familienzusammenführung und keine unkalkulierbaren Ermessensentscheidungen.

Besserer Schutz von Kindern in Flüchtlingseinrichtungen
Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zudem an den Bundestag, endlich wirksame Maßnahmen für einen besseren Schutz von Flüchtlingskindern in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften gesetzlich zu verankern. Ein wirksamer Kinderschutz in diesen Unterkünften sollte betreute Schutzräume für Kinder, geschlechtergetrennte Sanitäranlagen, Maßnahmen zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Grenzverletzungen, Ansprechpersonen und Notfallpläne für Verdachtsfälle sowie die Pflicht zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses für das gesamte Personal in Aufnahmeeinrichtungen einschließlich der Sicherheitsangestellten als Standards umfassen. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sollten bei der Einrichtung der Schutzmaßnahmen beteiligt werden, denn diese kennen ihre Verletzlichkeiten am besten und können somit auch am besten ihre Schutzbedarfe kenntlich machen. Dabei brau cht es Schutzkonzepte, die sowohl das Personal in den Gemeinschaftsunterkünften als auch Bewohnerinnen und Bewohner in den Blick nehmen, und die darüber hinaus auch auf Betreuende sowie Patinnen und Paten abzielen, die beispielsweise im schulischen Bereich unterstützen oder Freizeitaktivitäten anbieten. Mittelfristig sollte für Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünfte, in denen Kinder leben, die Betriebserlaubnispflicht nach § 45 Kinder- und Jugendhilfegesetz zur Grundlage für den Kinderschutz gemacht werden.
Außerdem fordert das Deutsche Kinderhilfswerk den Bundestag auf, für Flüchtlingskinder den vollständigen Zugang zu ärztlicher und psychosozialer Versorgung sicherzustellen. Nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes widersprechen die bisherigen Regelungen Artikel 24 UN-Kinderrechtskonvention. Demnach haben alle Kinder das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit. Die medizinische Behandlung von Kindern darf nicht auf akute Erkrankungen und Schmerzzustände reduziert werden. Außerdem muss die psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung von Flüchtlingskindern verbessert werden.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 24.2.2016

 
26.02.2016

Missbrauchsbeauftragter: Expertise zeigt enorme Dimension von sexueller Gewalt

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat jetzt in Berlin die Expertise „Häufigkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch – Internationale Einordnung, Bewertung der Kenntnislage in Deutschland, Beschreibung des Entwicklungsbedarfs“ und einen „Forderungskatalog Forschung...
Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, hat jetzt in Berlin die Expertise „Häufigkeitsangaben zum sexuellen Missbrauch – Internationale Einordnung, Bewertung der Kenntnislage in Deutschland, Beschreibung des Entwicklungsbedarfs“ und einen „Forderungskatalog Forschung“ vorgestellt.
Bisher fehlt es in Deutschland an validen Zahlen zur Häufigkeit von sexuellem Missbrauch oder zur Differenzierung nach Geschlecht. Ein Vergleich der vorliegenden Hell- und Dunkelfeldstudien ist aufgrund unterschiedlicher Definitionen und Studiendesigns kaum möglich, Entwicklungen und Tendenzen, ob Missbrauch zu- oder abnimmt und welche Faktoren hier möglicherweise eine Rolle spielen, sind so kaum zu benennen. Rörig hat deshalb Prof. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm, und sein Team beauftragt, die aktuelle Datenlage für Deutschland im internationalen Vergleich darzustellen und Empfehlungen auszusprechen, wie eine verlässlichere Datenlage in Deutschland hergestellt werden kann. Hauptautor der Expertise ist Dr. Andreas Jud, Dozent und Projektleiter an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Team von Prof. Fegert.

Missbrauch findet überall statt
Rörig: „Die Expertise zeigt die enorme Dimension von sexueller Gewalt an Kindern. Es ist wichtig, dass Politik und Gesellschaft dieses Ausmaß verstehen lernen, um entsprechende Schutz- und Hilfsmaßnahmen endlich flächendeckend zum gelebten Alltag werden zu lassen. Missbrauch findet überall statt, in der Familie; in Institutionen, durch digitale Medien, in Flüchtlingsunterkünften oder durch organisierte Kriminalität, seine Formen reichen von sexualisierter Sprache bis zu Vergewaltigungen, auch von Babys und Kleinstkindern. Skandale machen die Dimension des Leids von sexuellem Missbrauch immer wieder erkennbar, oft werden daraus aber nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen. Um das Ausmaß und die gesellschaftliche Dimension von sexuellem Missbrauch insgesamt greifbarer zu machen, brauchen wir mehr Aufarbeitung, mehr Forschung und dringend eine verlässlichere Datenlage.“

Rörig mahnte angesichts der aktuellen Debatte zum Asylpaket II nochmals eindringlich, Schutzstandards in Flüchtlingsunterkünften einzuführen: „Weiten Teilen von Politik ist die riesige Dimension sexueller Gewalt an Kindern offenbar bis heute nicht bewusst. Das im Asylpaket II vorgesehene erweiterte Führungszeugnis alleine reicht nicht aus, um Flüchtlingskinder in den Unterkünften wirksam vor sexueller Gewalt zu schützen. Es bedarf dringend weiterer Schutzmaßnahmen! Kinder haben ein Recht auf unseren Schutz, unabhängig von Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Aufenthaltsstatus.“

Immens hohe Zahlen von Betroffenen
Dr. Jud: „Nur wer Umfang und Verbreitung sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen kennt, kann auch entscheidende Antworten zu ihrer Eindämmung finden. Ein Blick auf nationale und internationale Hell- und Dunkelfeldstudien zeigt eine immens hohe Zahl an Betroffenen. Leider weichen die verschiedenen Daten zur Häufigkeit aber mitunter deutlich voneinander ab, sodass genaue Einordnungen kaum vorgenommen werden können. Wir brauchen daher dringend einheitliche Definitionen und Standards in Forschung und Praxis.“

Im Sommer 2015 hat Rörig gemeinsam mit seinem Beirat unter Federführung von Prof. Barbara Kavemann und Prof. Fegert ein Forschungshearing veranstaltet. Ziel war es, mit Betroffenen sowie weiteren Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis Wege zu erörtern, wie Forschung zu sexuellem Missbrauch zur Selbstverständlichkeit und stärker mit anderen Disziplinen und der Praxis vernetzt werden kann. Ein entsprechender Forderungskatalog „Forschung zu sexuellem Missbrauch – Vom Tabu zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe“ wird jetzt den mit Forschung befassten Akteurinnen und Akteuren zugesendet.

Nachhaltige Forschung notwendig
Prof. Fegert: „Noch immer wird Missbrauch häufig als Randerscheinung und nicht als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen. Es braucht deshalb eine nachhaltige Forschungsagenda und regelmäßiges Monitoring. Hierfür ist interdisziplinäre Zusammenarbeit erforderlich. Neben der Verlängerung von Förderschwerpunkten, braucht es die Verstetigung neu geschaffener Schwerpunkte und breite Förderinitiativen aus verschiedenen Bereichen.“
Die Expertinnen und Experten betonten, dass Forschungsergebnisse konsequenter in Aus-, Fort- und Weiterbildung einfließen und die Partizipation von Betroffenen gewährleistet sein müssen.
Alex Stern, Mitglied Betroffenenrat und Mitglied Konzeptgruppe Forschung des Beirats des Unabhängigen Beauftragten: „Im Sinne der Betroffenen ist wichtig, dass mit und nicht an ihnen geforscht wird. Betroffene sexualisierter Gewalt haben bereits die Erfahrung machen müssen, von anderen Menschen zum Objekt degradiert zu werden. Um eine solche Erfahrung nicht zu wiederholen, müssen für die Forschung mit Betroffenen neue Wege gefunden werden, den Betroffenen größere Partizipationsmöglichkeiten als bisher einzuräumen.“

Fact Sheets zu den Ergebnissen der Expertise und den Forderungen des Forschungshearings sowie die „Expertise Häufigkeitsangaben“ und den „Forderungskatalog Forschung“ (auch in englischer Sprache) zum Download unter www.beauftragter-missbrauch.de / Presse & Service.

Quelle: Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 22.2.2016
 
26.02.2016

In jeder 5. Familie leben Kinder nur mit Mutter oder Vater

Im Jahr 2014 waren 20 Prozent der 8,1 Millionen in Deutschland lebenden Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Familien von Alleinerziehenden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage des Mikrozensus weiter mitteilt, ist dieser Anteil seit 1996 um 6 Prozentpunkte gestiegen. Damals hatte er 14 Prozent betragen. Die Zahl der Alleiner...

Im Jahr 2014 waren 20 Prozent der 8,1 Millionen in Deutschland lebenden Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Familien von Alleinerziehenden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage des Mikrozensus weiter mitteilt, ist dieser Anteil seit 1996 um 6 Prozentpunkte gestiegen. Damals hatte er 14 Prozent betragen.
Die Zahl der Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern hat sich zwischen 1996 und 2014 von 1,3 Millionen auf gut 1,6 Millionen erhöht (+ 335.000). Dabei hat sich der Anteil der alleinerziehenden Mütter an allen Alleinerziehenden nur geringfügig verändert. 1996 hatte er bei 87 Prozent gelegen. Im Jahr 2014 waren es 89 Prozent.

Quelle: Zahl der Woche des Statistischen Bundesamtes vom 23.2.2016
 
26.02.2016

Kinderarmut in Einelternfamilien sinkt nicht

Der Verband Alleinererziehender Mütter und Väter (VAMV) äußert sich zu dem in dieser Woche erschienenen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wie folgt: Die Hälfte aller Kinder in Armut lebt bei Alleinerziehenden, zu 90 Prozent Mütter. Einelternfamilien haben mit rund 42 Prozent das größte Armutsrisiko al...
Der Verband Alleinererziehender Mütter und Väter (VAMV) äußert sich zu dem in dieser Woche erschienenen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes wie folgt: Die Hälfte aller Kinder in Armut lebt bei Alleinerziehenden, zu 90 Prozent Mütter. Einelternfamilien haben mit rund 42 Prozent das größte Armutsrisiko aller Familienformen und das, obwohl die Erwerbstätigkeit alleinerziehender Frauen hoch ist und weiter ansteigt. Arbeit allein schützt sie und ihre Kinder also nicht per se vor Armut. Das ist seit langem bekannt und doch: Seit Jahren tut sich nichts – Kinderarmut in Einelternfamilien sinkt nicht. Warum sind Alleinerziehende und ihre Kinder so oft arm?
Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von der Situation Alleinerziehender als Frauen und Mütter auf dem Arbeitsmarkt mit einem Betreuungsangebot, welches nicht zu den Arbeitszeiten passt, über nicht gezahlten Kindesunterhalt bis hin zu familien- und ehepolitischen Leistungen, die bei ihnen nicht ankommen, weil Teile des Sozial-, Steuer- und Unterhaltsrechts nicht gut aufeinander abgestimmt sind oder sich widersprechen. Sie fallen durchs Raster. „Sie“, das sind 1,6 Millionen Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern im Haushalt – jede fünfte Familie.

Kindergrundsicherung gefordert
Etwa beim Kinderzuschlag, einer Leistung die explizit verhindern soll, dass Familien auf Hartz IV angewiesen sind: Diese Leistung schließt Alleinerziehende fast vollständig aus, da Kindesunterhalt und/oder Unterhaltsvorschuss darauf angerechnet werden. Statt dem Nebeneinander vieler kindbezogener Leistungen setzt der VAMV daher auf eine Kindergrundsicherung als armutsvermeidendes Instrument.
Es gibt weitere Beispiele, die Alleinerziehende benachteiligen oder sie ausbremsen: Wie das Ehegattensplitting und die Steuerklasse II: Während der Trauschein eine bis zu 15.700 Euro hohe Entlastung im Jahr bewirkt, werden Alleinerziehende in der Steuer mit einem Entlastungsbetrag von 1.908 Euro abgespeist.

Betreuungszeiten zu Randzeiten notwendig
Wie die Kinderbetreuung: Alleinerziehende arbeiten in allen Branchen, auch im Gesundheitssystem, im Einzelhandel oder in der Gastronomie. Da ist Schichtdienst, Wochenendarbeit auch in den Ferienzeiten angesagt. Es fehlen die passenden Betreuungsangebote zu Randzeiten, am Wochenende und in den Ferien. In der Kita, aber auch in der Schule. Das bedeutet: Ohne Kita kein existenzsichernder Job, ohne genug Einkommen Armut und Hartz IV. Ohne Beiträge in die Rentenversicherung und private Vorsorge Armut im Alter.
Wie das SGB II: Aktuell stehen dafür Neuregelungen an, und wir fordern zusammen mit anderen Verbänden die Einführung eines pauschalisierten Mehrbedarf für Umgangskinder im SGB II. Derzeitig wird bei den Alleinerziehenden tageweise das vollständige Sozialgeld gekürzt, sobald das Kind Umgang mit dem anderen Elternteil hat. Um einem Kind mit Aufenthalten in zwei Haushalten alles Notwendige, wie Kleidung und Alltagsutensilien bereitstellen zu können, bedarf es aber doppelter Anschaffungen. Fixkosten wie Telefon und Strom fallen bei der Alleinerziehenden weiter an und werden auch bei Abwesenheiten des Kindes nicht eingespart. Eine Existenzsicherung, die unterste Stufe der Armutsvermeidung, wird für diese Kinder erst durch einen solchen Umgangsmehrbedarf gewährleistet.

Quelle: Pressestatement des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vom 23.2.2016


 
23.02.2016

Kooperationsprojekt "Schulen stärken - Vielfalt fördern"

Die Klassenzimmer werden immer bunter: Zuwanderung, Inklusion, jahrgangsübergreifender Unterricht im ländlichen Raum, leistungsstarke und leistungsschwächere Schüler – Lehrer stellt das vor große Herausforderungen. Sachsen startet deshalb das Fortbildungsprojekt "Schulen stärken – Vielfalt fördern", das sich...
Die Klassenzimmer werden immer bunter: Zuwanderung, Inklusion, jahrgangsübergreifender Unterricht im ländlichen Raum, leistungsstarke und leistungsschwächere Schüler – Lehrer stellt das vor große Herausforderungen. Sachsen startet deshalb das Fortbildungsprojekt "Schulen stärken – Vielfalt fördern", das sich bereits in Nordrhein-Westfalen bewährt hat.
Der Freistaat Sachsen bietet künftig seinen Schulen eine neue Lehrerfortbildung an, die die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen entwickelt hat. Einen entsprechender Kooperationsvertrag unterzeichneten die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth, die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, und Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.
Die Fortbildung soll Lehrkräfte darin unterstützen, in immer heterogener werdenden Klassen alle Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern. Das Besondere an dem Projekt: Es richtet sich an das komplette Lehrerkollegium der Oberschulen und Gymnasien, die in den vergangenen Jahren am ESF-QM-Projekt teilgenommen haben. Ziel ist, nicht nur die einzelne Lehrkraft weiterzubilden, sondern die Lernkultur in der gesamten Schule zu reflektieren und das gemeinsame Selbstverständnis von gutem Unterricht weiterzuentwickeln. Das Fortbildungsprojekt erstreckt sich jeweils über zwei Jahre und ist unterteilt in verschiedene Themenschwerpunkte. Im Wechsel mit Praxisphasen, in denen das Gelernte erprobt und im Unterricht umgesetzt wird, vermitteln jeweils zwei Trainer Kompetenzen in Teamentwicklung, pädagogischer Diagnostik und Didaktik.
Die ersten Schulen starten im nächsten Sommer "Wir wollen unsere Lehrer für die zunehmenden Herausforderungen in den Klassen stärken", sagte Brunhild Kurth und betonte, dass sich ein Schulsystem daran messen lassen müsse, wie es die zunehmende Heterogenität meistere. "Jeder Schüler zählt und muss entsprechend seiner Talente und Fähigkeiten individuell gefördert werden. Das neue Fortbildungsangebot gibt den Lehrern wichtiges Rüstzeug an die Hand, um diesem Grundsatz auch in Zukunft gerecht werden zu können."
Das Projekt startet zum kommenden Schuljahr an ausgewählten Schulen. Das Sächsische Bildungsinstitut (SBI) übernimmt die Federführung des Projekts. Gemeinsam mit Unterstützung durch Mitglieder der nordrhein-westfälischen Projektgruppe werden Materialien und Konzepte an sächsische Anforderungen angepasst. Daran schließt sich die Qualifizierung von Trainern an, die die Schulen in der Fortbildung begleiten sollen. In der ersten Projektphase, die bis Sommer 2018 läuft, können bis zu 60 Schulen fortgebildet werden. Danach besteht die Möglichkeit einer Ausweitung auf weitere Schulen.

Erfolgreiche Erprobungsphase in Nordrhein-Westfalen
In Nordrhein-Westfalen wird das Fortbildungsangebot "Vielfalt fördern" seit dem Schuljahr 2012/13 Schritt für Schritt ausgebaut. Rund 100 Schulen mit mehr als 3.000 Lehrerinnen und Lehrern nehmen derzeit daran teil oder haben die Fortbildung bereits abgeschlossen. Eine erste Evaluation zeigte, dass sich die Teamkultur in den Schulen verbessert hat und Lehrkräfte enger kooperieren. Eine Ausweitung auf alle Regionen des Landes ist geplant. Schulministerin Sylvia Löhrmann: "Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen unterstützt die Schulen mit umfangreichen Fortbildungsangeboten für eine neue Lehr- und Lernkultur. Das Programm ´Vielfalt fördern` ist ein zentraler Baustein. Es richtet sich an Kollegien, die ihre Kompetenzen für die Umsetzung des Gemeinsamen Lernens und für den Umgang mit Heterogenität stärken wollen. Das kommt allen Schülerinnen und Schülern zugute, den leistungsschwächeren ebenso wie den leistungsstärkeren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg." Die Bertelsmann Stiftung hatte das Projekt unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Münster gemeinsam mit dem Land NRW konzipiert, um einen Beitrag zur Verbesserung von Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit des Schulsystems zu leisten. Seit dem 1. Februar 2016 liegt die landesseitige Projektleitung von "Vielfalt fördern" bei der Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule in Soest.

Zusatzinformationen
Über das Projekt "Vielfalt fördern" in Nordrhein-Westfalen informiert auch das Bildungsportal des Landes NRW.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bertelsmann-stiftung.de.

Quelle: www.bildungsklick.de
 
22.02.2016

Themenspezial zu Flüchtlingskindern

Auf Kita-aktuell.de finden Sie kostenlose  Fachbeiträge und Praxishilfen für die Arbeit mit Flüchtlingskindern. Die Inhalte stellen wertvolle Arbeitshilfen für ErzieherInne...
Auf Kita-aktuell.de finden Sie kostenlose  Fachbeiträge und Praxishilfen für die Arbeit mit Flüchtlingskindern.

Die Inhalte stellen wertvolle Arbeitshilfen für ErzieherInnen und Lehrkräfte dar.
20.02.2016

10. Kongress Bewegte Kindheit erwartet 3.000 BesucherInnen

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Bundespräsident a.D. Christian Wulff als Ehrengäste Zum 10. Mal findet vom 3. - 5. März 2016 der Kongress „Bewegte Kindheit“ in Osnabrück statt. Bereits drei Monate vor Beginn war der bundesweit größte Kongress zur frühkindlichen Bildung mit 3.000 TeilnehmerInnen ...
Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und Bundespräsident a.D. Christian Wulff als Ehrengäste

Zum 10. Mal findet vom 3. - 5. März 2016 der Kongress „Bewegte Kindheit“ in Osnabrück statt. Bereits drei Monate vor Beginn war der bundesweit größte Kongress zur frühkindlichen Bildung mit 3.000 TeilnehmerInnen bereits restlos ausgebucht. 22 Hauptvorträge und über 150 Seminare, Workshops und Foren warten auf die Pädägogischen Fachkräfte aus KiTa, Grundschule, Tagespflege sowie Aus- und Weiterbildung.

Kongressleiterin Prof. Dr. Renate Zimmer erklärt die große Resonanz des Kongresses mit der gelungenen Mischung aus Theorie und Praxis: „Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die in Vorträgen und Seminaren vorgestellt werden, können in jeweils 40 parallel angebotenen Workshops konkrete Beispiele für die Umsetzung in die Praxis mitgenommen werden“.

Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, wie durch Bewegung, Spiel und Sport die soziale Teilhabe und Inklusion von Kindern gefördert werden kann. Ein eigenes Forum wird dabei auch beleuchten, wie Kinder aus geflüchteten Familien von Anfang an pädagogisch begleitet, im Hier und Jetzt ankommen und dabei auch die deutsche Sprache lernen können. Darüber hinaus werden renommierte ExpertInnen der Frühkindlichen Bildung wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis oder Dr. Ilse Wehrmann das System KiTa kritisch in den Blick nehmen und aktuelle bildungspolitische Herausforderungen benennen.

Im Eröffnungsvortrag wird der Neurobiologe und Mediziner Prof. Dr. Joachim Bauer die „Bedeutung kindlicher Beziehungserfahrungen aus neurobiologischer Sicht“ beleuchten.

Zum Jubiläums-Kongress wird auch politische Prominenz erwartet: Nach der Kongresseröffnung durch Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Familienministerium, wird Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka die 3.000 TeilnehmerInnen am 2. Kongresstag begrüßen. Zum Abschluss des Kongresses am Samstag wird Bundespräsident a.D. Christian Wulff einen Vortrag unter dem Titel „Kinder sind der Schlüssel zu einer besseren Welt“ halten.

Der Kongress „Bewegte Kindheit“ wird gemeinsam von der Universität Osnabrück und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) veranstaltet.

Zur Kongress-Homepage
 
16.02.2016

GEW: Nicht-ErzieherInnen für KiTas?

Die wachsende Zahl an Flüchtlingen stellt Kindertagesstätten vor große Herausforderungen. Im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sprach sich nun Marlis Tepe, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dafür aus, dass neben ErzieherInnen auch fachfremde Personen in Kindertagesstätten eingesetzt werden...
Die wachsende Zahl an Flüchtlingen stellt Kindertagesstätten vor große Herausforderungen. Im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung sprach sich nun Marlis Tepe, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dafür aus, dass neben ErzieherInnen auch fachfremde Personen in Kindertagesstätten eingesetzt werden sollten, um die Betreuung der wachsenden Zahl von Flüchtlingskindern zu ermöglichen. „Man kann Nicht-Erzieher einstellen. Diese brauchen dann eine berufsbegleitende Ausbildung.“ Sagte sie. Gewisse Voraussetzungen müssten die Nicht-Erzieher aber mitbringen. Dazu zählen laut Tepe die Mittlere Reife, eine dreijährige Ausbildung und mindestens drei Jahre Berufserfahrung.


Um den wachsenden Bedarf an Erziehern zu decken, sei es eine denkbare Option, auch Flüchtlinge in Kitas einzusetzen. „Man sollte gucken, ob es unter den Asylbewerbern Menschen gibt, die in ihrem Herkunftsland eine pädagogische Ausbildung hatten. Die muss man finden“, so Tepe gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Um zusätzliche KiTa-Plätze für die Flüchtlingskinder zu schaffen, müsse der Beruf der Erzieherin grundsätzlich attraktiver gemacht werden. „Man muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Erzieher länger in dem Beruf arbeiten als bisher“, so Tepe. Grundsätzlich bemängelte sie die bundesweit, aber insbesondere in Ostdeutschland schlechte Erzieher-Kind-Relation. Idealerweise sollte das das Verhältnis 1:7 betragen.

Darüber hinaus lehnte es die GEW-Vorsitzende gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung ab, Kita-Gruppen rein aus Flüchtlingskindern zu bilden. Eine Integration in frühen Jahren werde vor allem durch den Kontakt mit deutschen Kindern ermöglicht. „Es ist gut, wenn die Flüchtlingskinder auf verschiedene Gruppen verteilt werden. Von wem sollen sie sonst Deutsch lernen? Kindern lernen vor allem durch das Vorbild der anderen“, sagte Tepe. Das hieße aber nicht, dass sie ihre eigenen Wurzeln vergessen sollen. „Es wäre falsch, zu fordern, dass sie nur Deutsch sprechen sollen. Sie müssen auch ihre eigene Kultur leben dürfen.“

Wie viele Flüchtlingskinder pro Gruppe?
Auf eine konkrete Zahl, aus wie vielen Flüchtlingen eine Kita-Gruppe idealerweise bestehen solle, mochte sie sich nicht festlegen. Dennoch betonte sie, dass eins bis zwei Kinder pro Gruppe „gut lösbar sind. Bei deutlich größeren Gruppen wird es schwierig.“

Zum kompletten Bericht in der Neuen Osnabrücker Zeitung
 
14.02.2016

Bundesweite Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien startet in diesem Jahr mit einem Beteiligungsrekord:  111 Veranstaltungen und 27 Aktionen in 68 deutschen Städten machen zwischen dem Valentinstag am 14.2. und dem 20.2. auf die Situation der ca. 2,65 Millionen betroffenen Kinder in Deutschland aufmerksam. Geboten werden Information und Beratung rund um...

Die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien startet in diesem Jahr mit einem Beteiligungsrekord:  111 Veranstaltungen und 27 Aktionen in 68 deutschen Städten machen zwischen dem Valentinstag am 14.2. und dem 20.2. auf die Situation der ca. 2,65 Millionen betroffenen Kinder in Deutschland aufmerksam. Geboten werden Information und Beratung rund um das Thema Sucht in der Familie. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen richten sich an Fachkräfte, die professionell mit Kindern arbeiten. Für Kinder gibt es Spiel- und Bastelangebote, Theaterworkshops sowie Vorlesestunden. In Dresden zeigt das Haus der Kirche die Ausstellung "Alltägliche Geschichten - Einblicke in die Welt der kindlichen Liebe.“ Das vollständige Verzeichnis aller Veranstaltungen gibt es auf der Website www.coa-aktionswoche.de
 
Ca. jedes sechste Kind in Deutschland wächst mit suchtkranken Eltern auf. Sie sind die größte bekannte Risikogruppe für eine eigene Suchterkrankung und lebenslang hoch­ge­fähr­det für psychische Krankheiten sowie soziale Störungen. Kinder aus Suchtfamilien sind noch immer vergessene Kinder, die durch die Maschen der bestehenden Hilfesysteme allzu oft hindurchrutschen.
 
 
15 Maßnahmen, die Kindern aus Suchtfamilien bessere Chancen gäben
Neben der Sensibilisierung vor Ort in den Städten und Landkreisen verfolgt die Aktionswoche auch in diesem Jahr eine bundespolitische Zielsetzung: Das im vergangenen Jahr veröffentlichte nationale Gesundheitsziel „Alkoholkonsum reduzieren“ beinhaltet endlich auch die Unterstützung suchtbelasteter Familien und ihrer Kinder. Um dieses Gesundheitsziel mit Leben zu erfüllen, wird der Öffentlichkeit zur Aktionswoche ein Papier mit 15 Maßnahmen für die Verbesserung der Si­tua­tion der Kinder vorgestellt. Es soll in Deutschland die Diskussion anregen, was nötig und was möglich ist, damit die Kinder von heute nicht die Süchtigen von morgen werden. Das Maßnahmenpapier kann unter www.coa-aktionswoche.de (unter dem Button „aktuell“)  heruntergeladen werden.
Die Aktionswoche läuft zeitgleich mit der „Children of Alcoholics Week“ in den USA und in Großbri­tannien. Sie steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Schau­spielerin Katrin Sass. Die Aktionswoche wird gefördert von der BARMER GEK.

Quelle: Presseinfo Bündnis Aktionswoche



 
12.02.2016

Auf gute Lehrerinnen und Lehrer kommt es an

Wissenschaftsministerium fördert sieben innovative Lehrerbildungsprojekte in Baden-Württemberg mit insgesamt 8,8 Mio. Euro. Ziel der Projekte ist eine starke Berufsbezogenheit der Lehrerausbildung - vor allem durch die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Deutsch als Zweitsprache und beim Umgang mit Heterogenität. Wissenschaftsministerin Bauer: Wir...
Wissenschaftsministerium fördert sieben innovative Lehrerbildungsprojekte in Baden-Württemberg mit insgesamt 8,8 Mio. Euro. Ziel der Projekte ist eine starke Berufsbezogenheit der Lehrerausbildung - vor allem durch die Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Deutsch als Zweitsprache und beim Umgang mit Heterogenität. Wissenschaftsministerin Bauer: Wir möchten Lehrerinnen und Lehrern das Rüstzeug mitgeben, das sie für einen guten Unterricht unter den praktischen Bedingungen von heute benötigen.

Im Rahmen der im Oktober ausgeschriebenen Förderlinie "Leuchttürme der Lehrerbildung ausbauen" werden auf Vorschlag einer unabhängigen Gutachterjury Vorhaben an den Standorten Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Mannheim und Tübingen für fünf Jahre gefördert. Die Förderlinie ist Teil des Programms "Lehrerbildung in Baden-Württemberg", das die Hochschulen dabei unterstützt, die Spielräume zu nutzen, die die Landesregierung durch die im Wintersemester 2015/2016 in Kraft getretene Reform der Lehrerbildung eröffnet hat.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: "Ziel der Lehrerbildungsreform ist es, künftige Lehrkräfte auf die gestiegenen Anforderungen des Schulalltags vorzubereiten. Dazu gestalten wir das Studium praxisorientierter, stärken die Zusammenarbeit von Universitäten und Pädagogischen Hochschulen und werten Bedeutung der Lehrerbildung insgesamt auf".

Mit der nun gestarteten Förderlinie habe die Landesregierung zudem schnell auf aktuelle Entwicklungen reagiert. Ministerin Bauer: "In der Ausschreibung hat die Landesregierung einen Schwerpunkt auf Deutsch als Zweitsprache gesetzt. Wir leisten damit einen Beitrag, um künftige Lehrkräfte bereits im Studium auf mehrsprachige Klassenzimmer vorzubereiten".

Im Rahmen der Förderlinie werden zudem Vorhaben gefördert, die sich mit der Stärkung der Fachdidaktik und ihrer Verschränkung mit den Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften einschließlich der Stärkung der schulpraktischen Studien beschäftigen. Auch das Thema Medienkompetenz von künftigen Lehrerinnen und Lehrern wird angesichts seiner steigenden Bedeutung im Schulunterricht aufgegriffen. Inhaltlich widmen sich Projekte unter anderem der Musiklehrerausbildung und den MINT-Fächern.

Neben Einzelanträgen der Universitäten Mannheim, Konstanz und Tübingen sowie der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg kommen auch zwei Hochschulverbünde - der Verbund der Pädagogischen Hochschule, Musikhochschule und Universität Freiburg sowie der Verbund des KIT und der PH Karlsruhe - zum Zuge.

Liste der geförderten Projekte (Hochschule/Hochschulverbund , Projekttitel, Fördersumme über 5 Jahre):
  • Universität Konstanz "Bildungssprache fördern: neue Perspektiven auf Deutsch als Zweitsprache (DaZ) im Fachunterricht" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
    Mit dem Vorhaben sollen Lehrpersonen für verschiedene sprachliche Hintergründe der Schülerinnen und Schüler sensibilisiert werden, fachspezifische Förderkompetenzen aufgebaut und in Aus- und Fortbildung von Lehrkräften implementiert werden.
  • PH Ludwigsburg "Deutsch als Zweitsprache für alle Fächer" (bis zu rd. 0,8 Mio. Euro)
    Vor dem Hintergrund der Anforderung, "Deutsch als Zweitsprache (DaZ)" und "Sprachsensiblen Unterricht in allen Fächern" in der Lehrerbildung zu verankern, werden an der PH Ludwigsburg, in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart, verschiedene DaZ-Veranstaltungen und spezifische Aktivitäten für Lehramtsstudierende aller Fächern konzipiert, durchgeführt und evaluiert.
  • Universität Mannheim "Kompetent Lehren und Lernen im mehrsprachigen Klassenzimmer: Verzahnung von Fachwissenschaften, Fachdidaktik und Schulpraxis in der Lehrerbildung" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
    Das Vorhaben dient dazu, die zukünftigen Lehrkräfte bestmöglich auf Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Erstsprachen vorzubereiten. Dazu werden entsprechende Lehrveranstaltungen konzipiert, deren Inhalte in den Praxisphasen des Studiums umgesetzt werden.
  • Universität Mannheim "Herausforderung Heterogenität - Theorie-Praxis-Kooperation zur evidenzbasierten und praxisorientierten Professionalisierung von (angehenden) Lehrkräften an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
    Den Herausforderungen im Umgang mit der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler soll praxisnah auf Basis von innovativen universitären Lehrveranstaltungen und durch die Unterstützung von Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozessen an den Kooperationsschulen begegnet werden.
  • Universität Tübingen "Professionswissen stärken im Kontext eines digitalen Unterrichtslabors (TüDiLab)" (bis zu rd. 1 Mio. Euro)
    Das Tübingen Digital Teaching Lab (TüDiLab) werden zwei Ziele verfolgt, nämlich die praxisorientierte Professionalisierung von Lehrkräften hinsichtlich ihrer Kompetenzen für die Gestaltung medienbasierten Unterrichts sowie die Durchführung von Forschung zu den Wirkungen von Unterricht unter Berücksichtigung digitaler Medien.
  • PH/MH/Universität Freiburg "Kooperative Musiklehrer/-innenbildung Freiburg (KoMuF)" (bis zu rd. 2 Mio. Euro)
    Die beteiligten Hochschulen wollen im Rahmen des Verbundprojektes der Musiklehrer/‐innen-bildung ein neues, bundesweit richtungsweisendes Profil geben und dabei insbesondere die Professionsorientierung nachhaltig voranbringen.
  • KIT/PH Karlsruhe "MINT²KA - Lehr-Lern-Labore in den MINT-Fächern als Innovations- und Vernetzungsfeld in der Lehrerbildung am KIT und an der PH Karlsruhe" (bis zu rd. 2 Mio. Euro)
    Im Verbundprojekt MINT²KA werden curricular verankerte Lehre-Forschung-Praxis-Verbindungen in Form von kooperierenden Lehr-Lern-Laboren als starke Orte der Lehrerbildung für die MINT-Fächer etabliert.

    Quelle: Ministerim für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg

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12.02.2016

Genitalverstümmelung: Rund 6.000 Mädchen in Deutschland bedroht

Weibliche Genitalverstümmelung ist auch in Europa ein Problem. Darauf macht das Kinderhilfswerk Plan International zum UN-Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar aufmerksam. Rund 180.000 Frauen sind nach Schätzungen einer Studie des Europäischen Parlaments in der EU von dieser schweren Menschenrechtsverletzung bedroht. In Deuts...

Weibliche Genitalverstümmelung ist auch in Europa ein Problem. Darauf macht das Kinderhilfswerk Plan International zum UN-Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar aufmerksam.
Rund 180.000 Frauen sind nach Schätzungen einer Studie des Europäischen Parlaments in der EU von dieser schweren Menschenrechtsverletzung bedroht. In Deutschland wird von etwa 6.000 gefährdeten Mädchen und jungen Frauen ausgegangen. Plan weitet sein Hamburger „Change“-Projekt gegen weibliche Genitalverstümmelung nun aus. Mit „Change Plus“ werden weitere Schlüsselfiguren aus afrikanischen Communities zu Multiplikator/Innen ausgebildet, damit sie sich in ihren Gemeinden gezielt gegen die Praktik einsetzen.
„Nur wenn wir den sozialen Druck abbauen, unter dem viele Familien stehen, können wir die Männer und Frauen zu einer Abkehr von dieser menschenrechtsverletzenden Praktik bewegen“, sagt Gwladys Awo, Leiterin des „Change Plus“-Projekts in Hamburg. „Um herauszufinden, wie stark einzelne Communities noch an weiblicher Genitalverstümmelung festhalten, starten wir in der zweiten Phase mit einer Analyse in den einzelnen Gemeinden. Gezielt sprechen wir auch jüngere Frauen an. Gerade sie können es schaffen, über Musik, Rollenspiele und Lesungen in ihren Gemeinden einen guten Zugang zu diesem sensiblen Thema zu bereiten. Zusätzlich bilden wir so genannte „Change Champions“ für den Umgang mit politischen Entscheidungsträgern in Hamburg und mit der Bundesregierung aus.“
Im Rahmen des Projektes suchen die gut vernetzten Multiplikator/Innen den Dialog mit Mitgliedern ihrer afrikanischen Communities und nutzen private Zusammenkünfte, Veranstaltungen und Internetradiosendungen, um über das Thema aufzuklären. Seit über zwei Jahren begleitet die Kinderhilfsorganisation Plan International das Projekt „Change“ in Hamburg. Sozialpädagogin Gwladys Awo, die in Benin geboren ist, treibt das Projekt in der Hansestadt mit großem Erfolg voran und wurde erst im Oktober 2015 in den Hamburger Integrationsbeirat gewählt. Das von der EU finanzierte „Change Plus“-Projekt wird in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt und wie auch schon in der ersten Phase von Terres des Femmes koordiniert. Ausführender Partner für Hamburg ist die Stiftung Hilfe mit Plan des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland.

Quelle: OTS: Plan International Deutschland e.V. vom 3.2.2016
12.02.2016

Mitmach-Aktion im Kinder-Ministerium: Sag’ deine Meinung

Mädchen spielen gerne mit Puppen und Jungen stehen auf Computerspiele. Ist das wirklich so? Oft gibt es ganz feste Meinungen darüber, was typisch für Mädchen und was typisch für Jungen ist. Die Realität sieht aber meistens ganz anders aus. Viele Mädchen klettern gerne auf Bäume und viele Jungen malen gerne. Oftmals werden M...

Mädchen spielen gerne mit Puppen und Jungen stehen auf Computerspiele. Ist das wirklich so? Oft gibt es ganz feste Meinungen darüber, was typisch für Mädchen und was typisch für Jungen ist. Die Realität sieht aber meistens ganz anders aus. Viele Mädchen klettern gerne auf Bäume und viele Jungen malen gerne. Oftmals werden Mädchen und Jungen jedoch nicht die gleichen Chancen eingeräumt. Laut der Kinderrechtskonvention haben Mädchen und Jungen aber das Recht auf die gleichen Chancen, auf Gleichbehandlung.
Im Kinder-Ministerium, der Kinderwebsite des Bundesfamilienministeriums, dreht sich deshalb in den kommenden Wochen alles um das Kinderrecht auf Gleichbehandlung. Kinder können ihre Meinung sagen und auf einer digitalen Pinnwand festhalten, warum sie es wichtig finden, dass Mädchen und Jungen gleiche Rechte haben. Zudem klärt ein kindgerechter Erklärtext die Kinder über ihr Recht auf Gleichbehandlung auf. Weitere Elemente im Laufe des Schwerpunktes werden eine Bildgeschichte sowie ein Kinderinterview in der Reihe „Die KIMIs fragen nach“ sein. Dabei werden die klassischen Rollenbilder von Mädchen und Jungen hinterfragt.
Eingebettet ist das Recht auf Gleichbehandlung in den großen Kinder-Ministerium Schwerpunkt über die Kinderrechte. In dieser Rubrik „Kinderrechte“ steht in wechselnden Schwerpunkten immer ein Kinderrecht im Fokus und wird mit interaktiven Elementen, Mitmach-Aktionen und Infotexten veranschaulicht. So wurden schon das Recht auf Bildung oder das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung vertieft.
Das Kinder-Ministerium ist ein Online-Angebot des Bundesfamilienministeriums, das sich an Kinder zwischen sieben und elf Jahren richtet. Spielerisch können Kinder auf der Website mehr über die Themen Politik und Kinderrechte erfahren. Bundesfamilienministerin Schwesig kann man einen virtuellen Besuch in ihrem Büro abstatten. Außerdem gibt es wechselnde Quizze und Umfragen.

www.kinder-ministerium.de/

Quelle: Pressemitteilung des Kinder-Ministeriums vom 10.2.2016
12.02.2016

Deutsches Institut für Menschenrechte: Asylpaket II verstößt gegen Kinderrechtskonvention

Angesichts der Debatte über den Familiennachzug für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im „Asylpaket II“ erklärt Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte: „Eine Aussetzung des Familiennachzugs für zwei Jahre für unbegleitete mind...

Angesichts der Debatte über den Familiennachzug für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im „Asylpaket II“ erklärt Claudia Kittel, Leiterin der Monitoring-Stelle UN-Kinderechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte: „Eine Aussetzung des Familiennachzugs für zwei Jahre für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die als subsidiär Schutzberechtigte anerkannt werden, verstößt gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Faktisch würden die Kinder damit sogar weit länger als zwei Jahre von ihren Eltern getrennt. In der Praxis ist davon auszugehen, dass Familienzusammenführungen wegen langer Verfahren tatsächlich erst nach vier Jahren stattfinden könnten.
Die UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten dazu, dass ein Kind nicht von seinen Eltern getrennt werden darf, es sei denn, dass diese Trennung für das Wohl des Kindes notwendig ist. Demensprechend muss Deutschland als Vertragsstaat Anträge auf Familienzusammenführung nach Artikel 10 der Konvention „wohlwollend, human und beschleunigt bearbeiten“. Eine pauschale Aussetzung der Familienzusammenführung über Jahre ist damit ganz offensichtlich nicht vereinbar.“
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat die Aufgabe, die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland unabhängig zu beobachten und zu überwachen. Hierfür hat es die „Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention“ eingerichtet.

Weitere Informationen: http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/monitoring-stelle-un-krk/

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte vom 9.2.2016
12.02.2016

Multiprofessionalität in Kitas bietet Chance für Qualitätsentwicklung

Studie aus Baden Württemberg mit ersten Erkenntnissen zu multiprofessionellen Teams: "Kitas stehen heute vor der Herausforderung, zunehmend unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Hierfür brauchen sie qualifiziertes Personal auch außerhalb der klassischen Erzieherberufe", sagt Baden Württembergs Staatssekretärin Marion v. W...
Studie aus Baden Württemberg mit ersten Erkenntnissen zu multiprofessionellen Teams: "Kitas stehen heute vor der Herausforderung, zunehmend unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Hierfür brauchen sie qualifiziertes Personal auch außerhalb der klassischen Erzieherberufe", sagt Baden Württembergs Staatssekretärin Marion v. Wartenberg angesichts der Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der Evangelischen Hochschule Freiburg zu Arbeitsprozessen und Arbeitszufriedenheit in multiprofessionellen Kindertageseinrichtungen.

"Multiprofessionalität ist eine große Chance für die Kitas, sie ist aber kein Selbstläufer, sondern erfordert gute Personalentwicklungskonzepte und große Veränderungsbereitschaft der Kita und des Trägers", betont die Staatsekretärin. Die Arbeitssituation multiprofessioneller Teams in Kitas und mögliche Auswirkungen auf die pädagogische Arbeit seien bislang kaum wissenschaftlich untersucht worden.

Hintergrund der Studie ist der neue Fachkräftekatalog im Kindertagesbetreuungsgesetz (KiTaG), der durch eine Gesetzesänderung am 8. Mai 2013 einstimmig vom Landtag verabschiedet wurde. Der Fachkräftekatalog wurde dabei um Berufe wie Kindheitspädagogen, Sozialarbeiter, Kinderkrankenpfleger, Physiotherapeuten, Logopäden, Grund-, Haupt- und Sonderschullehrkräfte sowie Hebammen ergänzt. Das Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dörte Weltzien hat im Auftrag des Kultusministeriums überprüft, wie sich der neue Fachkräftekatalog in der Praxis bewährt. "Diese Studie war aus unserer Sicht ein erster wichtiger Schritt, um die Besonderheiten multiprofessioneller Teams in Kindertageseinrichtungen in den Blick zu nehmen. Unsere umfangreichen Analysen stellen eine gute empirische Basis dar, Potenziale, aber auch besondere Herausforderungen dieser Teams zu erkennen", so Prof. Dr. Dörte Weltzien, "natürlich hoffen wir, dass diese Studie nicht nur für den wissenschaftlichen Diskurs genutzt wird, sondern dass die abgeleiteten Empfehlungen von Politik und Trägern aufgegriffen werden, um diese Teams nachhaltig zu stärken."

Die wissenschaftliche Untersuchung bestand aus zwei Teilen. In einer schriftlichen Befragung, an der sich 768 Einrichtungsleitungen und 159 Trägervertreter beteiligt haben, wurde die Bereitschaft zur Einstellung von multiprofessionellen Fachkräften erhoben. In einem zweiten Schritt wurde untersucht, in welcher Weise multiprofessionelle Teams zusammenarbeiten und wie sich die Qualität ihrer tatsächlichen Handlungspraxis darstellt. Dazu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung der Evangelischen Hochschule über einen Zeitraum von 18 Monaten (Januar 2014 bis Juni 2015) 25 multiprofessionelle Teams in Kindertageseinrichtungen begleitet. Im Folgenden die zentralen Ergebnisse der Studie:

Die neuen Fachkräfte sind in der Praxis angekommen
Insgesamt zeigten sich die Einrichtungen aufgeschlossen für multiprofessionelle Teams. Rund ein Viertel der Neuanstellungen im Untersuchungszeitraum waren Fachkräfte aus den neuen Bereichen im erweiterten Fachkräftekatalog.

Kitas und Träger sind offen für multiprofessionelle Teams
Multiprofessionelle Teams werden von Kitas und Trägern als Bereicherung gesehen. Die subjektive Arbeitszufriedenheit sowie die Wahrnehmung der Teamsituation sind dabei entscheidend. Je wertschätzender und konstruktiver die Situation im Team empfunden wurde, desto größer war die Zustimmung. Dagegen trug eine als hoch empfundene Arbeitsbelastung dazu bei, dass multiprofessionelle Teams eher abgelehnt wurden.
Gemischte Teams erfordern unterschiedliche Entwicklungsperspektiven

Entsprechend den Veränderungen des Fachkräftekatalogs verfügt die Gruppe der neuen Fachkräfte über eine große Breite an Ausgangsqualifikationen. Diese konnten allerdings noch nicht genügend ausgeschöpft werden. Positiv hebt die Studie in diesem Kontext die praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA) hervor. Die meisten der untersuchten Einrichtungen bieten PIA-Stellen an und äußern diesbezüglich eine hohe Zufriedenheit. Diese Gruppe sei aufgrund der engeren Anbindung an Ausbildungsstrukturen und die Perspektive des Abschlusses gut ins Team integrierbar und verfügt über eine hohe Arbeitsmotivation und Zufriedenheit.
Integration neuer Fachkräfte erfordert Teamentwicklung, wenn sie gelingen soll

Die Studie macht deutlich, dass eine gute Arbeitsatmosphäre und ein erfolgreiches Miteinander das Engagement der Leitung und des gesamten Teams erfordern. Wichtig seien spezifische Einarbeitungs- und Personalentwicklungskonzepte in den Einrichtungen, die zu einer schnellen Anschlussfähigkeit ohne Aufgabe der originären Qualifikation führen. Die Träger sind gefordert, den Rahmen hierfür zu schaffen und Unterstützungsstrukturen durch Fachberatungen bereit zu stellen.

"In Zukunft werden immer mehr Teams in Kindertageseinrichtungen multiprofessionell zusammengesetzt sein. Immer mehr Kitas werden sich zu Kinder- und Familienzentren entwickeln, Inklusion wird eine stärkere Rolle spielen, die Integration von Flüchtlingskindern eine größere Aufgabe werden. Die Zukunft sehe ich in einem guten Personalmix in der Kita", so v. Wartenberg. Jeder in seinem Verantwortungsbereich müsse diese Zukunftsaufgabe in den Blick nehmen. "Auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen", so v. Wartenberg, "deshalb setze ich mich für einen zweiten Pakt für Familien mit Kindern ein, auch um das hohe Qualitätsniveau der frühkindlichen Bildung im Land zu halten."

Die Ergebnisse der Studie zeigten die Notwendigkeit, das Thema Leitungszeit in der neuen Legislaturperiode aufzunehmen. Mit der Förderung von Kinder- und Familienzentren ist das Land hier bereits eingestiegen. Das Land unterstützt die Weiterentwicklung von bis zu 100 Kindertageseinrichtungen zu Kinder- und Familienzentren mit einer Million Euro im Jahr 2016 – darin enthalten ist eine Pauschale von jeweils 5.000 Euro pro Einrichtung, auch um mehr Leitungszeit zu ermöglichen.

Quelle: Presseinfo Kultusministerium Baden Württemberg
 
10.02.2016

150.000 Kinder in Tagespflege

44.107 Personen arbeiteten 2015 in der Kindertagespflege. Seitdem diese Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren ausgebaut wurde, hat die Zahl der dort Tätigen im Vergleich zum Vorjahr erstmals geringfügig abgenommen (-1,7%). Die Anzahl der betreuten Kinder nahm dagegen weiter zu (+1,1%). 2015 kümmerte sich eine Tagespflegeperson im Schnitt um 3,4 Kinder. Das zeigt fachkraeftebarometer.de, ein Angebot der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte ...
44.107 Personen arbeiteten 2015 in der Kindertagespflege. Seitdem diese Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren ausgebaut wurde, hat die Zahl der dort Tätigen im Vergleich zum Vorjahr erstmals geringfügig abgenommen (-1,7%). Die Anzahl der betreuten Kinder nahm dagegen weiter zu (+1,1%). 2015 kümmerte sich eine Tagespflegeperson im Schnitt um 3,4 Kinder. Das zeigt fachkraeftebarometer.de, ein Angebot der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Bundesweit erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten zwischen 2006 und 2015 um 45%. Die Anzahl der betreuten Kinder stieg im gleichen Zeitraum um 137% auf knapp 150.000. In Deutschland sind rund 14% der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater.

Unterschiedliche Situation in den Ländern
In den Bundesländern wurde die Kindertagespflege zwischen 2006 und 2015 in unterschiedlichem Maße ausgebaut. Bezogen auf 1.000 Kinder unter drei Jahren stieg in Niedersachsen die Anzahl der Kindertagespflegepersonen von 11 auf 33 und in Nordrhein-Westfalen von 13 auf 29. Deutschlandweit ist dies das stärkste Wachstum. In Bayern und Berlin sind es mit 9 bzw. 16 Tagespflegepersonen pro 1.000 Kinder gleichbleibend viele. Gesunken ist die Anzahl in Bremen (von 27 auf 18), Hamburg (von 51 auf 20) und Mecklenburg-Vorpommern (von 37 auf 34). Auch die Betreuungskapazitäten variieren pro Bundesland: Während sich beispielsweise in Sachsen-Anhalt und Sachsen eine Tagespflegeperson im Schnitt um 4,3 Kinder bzw. 4,4 Kinder kümmert, sind es in Rheinland-Pfalz und im Saarland durchschnittlich 2,5 bzw. 2,7 Kinder.

Trotz Verbesserung niedriges Qualifikationsniveau
Mit dem Ausbau der Kindertagespflege hat sich die Qualifizierung der Beschäftigten verbessert: Der Anteil der Kräfte mit einer Grundqualifizierung im Umfang von mindestens 160 Stunden ist von 5% im Jahr 2006 auf 49% 2015 angestiegen. Ebenso verfügten 30% über eine pädagogische Berufs-ausbildung. Verglichen mit Erzieherinnen und Erziehern in Kitas, die eine mehrjährige Fachschulausbildung abgeschlossen haben, handelt es sich dabei dennoch um ein niedriges Qualifikationsniveau. Gut ein Fünftel (21%) der Kindertagespflegepersonen hatte 2015 keine oder eine geringe Qualifikation mit weniger als 160 Stunden.

"Bei der Qualifizierung der Beschäftigten in der Kindertagespflege wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt", sagt Karin Beher, Mitglied der Autorengruppe Fachkräftebarometer. "Es bleibt allerdings noch viel zu tun, damit der Abstand zum Qualifikationsniveau in den Kitas abnimmt."

Weitere Informationen zur Kindertagespflege

Quelle: WiFF
 
09.02.2016

100. Grundschule erhält Zertifikat "Haus der Kleinen Forscher"

In der Grundschule Obermässing aus Greding ist das Forschen rund um Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fester Bestandteil des Alltags. Dafür erhält die Schule von der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ das gleichnamige Zertifikat. Vor Ort bringt die IHK Nürnberg für Mittelfranken als engagierter Pa...
In der Grundschule Obermässing aus Greding ist das Forschen rund um Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fester Bestandteil des Alltags. Dafür erhält die Schule von der gemeinnützigen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ das gleichnamige Zertifikat. Vor Ort bringt die IHK Nürnberg für Mittelfranken als engagierter Partner das Bildungsangebot des „Hauses der kleinen Forscher“ in die Region.

 „Wie entsteht Regen?“ „Wie schafft man es, das Wetter vorherzusagen?“ Diese Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Obermässing aus Greding und erforschten in ihrem umfangreichen Projekt „Wetterwerkstatt“ verschiedene Aspekte des Wetters. Sie bauten eigene Messgeräte, werteten die Daten aus, beobachteten und dokumentierten Wetterphänomene. Das Erforschen dieser und anderer Phänomene gehört in der Gredinger Schule fest zum Alltag. Dafür nimmt sie am 21. Januar im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Nürnberg das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ entgegen – als insgesamt 100. Grundschule deutschlandweit.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ermöglicht als Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ allen Kitas, Horten und Grundschulen in der Region die Teilnahme an der Bildungsinitiative. In verschiedenen Fortbildungen lernen die Pädagoginnen und Pädagogen, wie sie Kinder beim Entdecken von Phänomenen und Fragen aus Natur, Mathematik und Technik kompetent begleiten können.

„Immer mehr Grundschulen machen beim ‚Haus der kleinen Forscher‘ mit, das zeigt den Bedarf und den Stellenwert guter früher MINT-Bildung in unserer Gesellschaft. Kinder haben ein natürliches Interesse an Phänomenen des Alltags. Wir unterstützen die Pädagoginnen und Pädagogen dabei, sie beim Entdecken ihrer Umwelt kompetent zu begleiten“, so Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.

Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführer der IHK Nürnberg für Mittelfranken fügt hinzu: „Man kann nicht früh genug beginnen, Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken. Ein grundlegendes Fundament für berufliche Bildung wird bereits im Kindergarten und in der Grundschule gelegt. Experimentieren fördert sowohl das technische Verständnis als auch das Selbstbewusstsein der Kinder. Mit dem Einsatz für die frühkindliche Bildung leisten wir schon heute einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.“
Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist seit 2011 als lokaler Partner der Bildungsinitiative in Mittelfranken aktiv. Rund 1.300 pädagogische Fach- und Lehrkräfte besuchten seither die Fortbildungen. Kontakt und Fortbildungstermine: Netzwerk „IHK Nürnberg für Mittelfranken forscht!“

Quelle: Presseinfo Haus der Kleinen Forscher


 
09.02.2016

Wettbewerb KitaStar 2016 ausgelobt

Ganztagsbetreuung wird in Krippen und Kitas zunehmend zum Standard. „Ist das nur positiv? Welche Erfahrungen und Möglichkeiten bleiben Kindern dabei vorenthalten?“, fragt die element-i-Bildungsstiftung. Für den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar 2016 zum Thema „Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig“ sucht s...
Ganztagsbetreuung wird in Krippen und Kitas zunehmend zum Standard. „Ist das nur positiv? Welche Erfahrungen und Möglichkeiten bleiben Kindern dabei vorenthalten?“, fragt die element-i-Bildungsstiftung. Für den Pädagogik-Innovationspreis KitaStar 2016 zum Thema „Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig“ sucht sie Kindertagesstätten mit Ganztagsbetreuungskonzepten, die bewusst Qualitäten aus anderen kindlichen Lebenswelten integrieren. Der KitaStar ist mit 5.000 Euro sowie Sachpreisen dotiert.


Immer mehr Kinder verbringen einen großen Teil ihrer wachen Zeit in Krippen oder Kindertagesstätten. Sie leben zunehmend in einer institutionalisierten und pädagogisierten Welt. Dort finden sie idealerweise eine kindgerechte, bildungsfördernde Umgebung vor. Sie spielen in einer vertrauten Kindergruppe und treffen auf Erzieherinnen sowie Erzieher, die sie genau beobachten, ihre Bedürfnisse wahrnehmen und sie feinfühlig in ihren Lernprozessen begleiten. Das hört sich ideal an. Doch hat der familiäre und nachbarschaftliche Alltag nicht ebenfalls Qualitäten? Bleiben diese Möglichkeiten nicht zumindest teilweise auf der Strecke? Denn wie geht in der Kita „die Tür hinter sich zumachen und einfach mal gammeln“? Muss „mit den Nachbarskindern draußen spielen“ ausfallen? Was passiert mit Sportunterricht im Verein oder individuellen Flöten- und Geigenstunden? Wo treffen Kinder noch Erwachsene, die die Welt mit nicht-pädagogischen Augen sehen?

Ganztagsbetreuung neu denken

Die element-i-Bildungsstiftung sucht Kita-Träger bzw. -Teams, die sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt und die Konzeption für ihre Ganztagsbetreuung entsprechend gestaltet haben. „Wir sind neugierig auf Konzepte, die Qualitäten anderer kindlicher Lebenswelten integrieren, so dass sie in einer Ganztagskita-Kindheit nicht verloren gehen“, sagt Patricia Beißwinger von der element-i-Bildungsstiftung. „Der Kita-Innovationspreis KitaStar steht 2016 daher unter dem Motto ‚Ganztagsbetreuung – ausgewogen und vielfältig’.“

Bis 30. April 2016 bewerben

Die Projektkoordinatorin stellt klar: „Wir wissen, dass dieses Thema herausfordernd ist und es in der Fachwelt bislang wenig diskutiert wird. Der Fokus der Aufgabenstellung liegt daher auf der Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten. Eine Umsetzung muss noch nicht erfolgt sein.“ Beteiligen können sich alle Einrichtungen, die Kinder bis zu zehn Jahren betreuen. Den Bewerbungsbogen finden Interessierte unter: www.element-i-bildungsstiftung.de. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2016.

Mitmachen lohnt sich

Der KitaStar in Gold ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Auszeichnungen in Silber und Bronze können sich über attraktive Sachpreise im Wert von 1.000 bzw. 500 Euro freuen. Die Stiftung verleiht die Preise im Rahmen des Zukunftskongresses für Bildung und Betreuung „Invest in Future“ (18./19. Oktober 2016) in Stuttgart. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten dort die Möglichkeit, ihre Konzepte einem Fachpublikum zu präsentieren.

Weitere Informationen
Weitere Informationen zum KitaStar gibt es unter www.element-i-bildungsstiftung.de  oder www.invest-in-future.de. Patricia Beißwinger vom Projekt KitaStar ist unter 0711 – 656960-6922 oder patricia.beisswinger(at)element-i.de erreichbar.

Quelle: element-i-bildungsstiftung
05.02.2016

Musik als Zugang zu Sprache

  Pilotprojekt „Musik, Sprache, Teilhabe" soll Flüchtlingskinder beim Spracherwerb unterstützen Kinder und Jugendliche mit Fluchtgeschichte sollen mit musikalischen Elementen beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt werden. Das sieht das Pilotprojekt „Musik, Sprache, Teilhabe" vor, das Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gemeinsam mit der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, und der Landesb...
 
Pilotprojekt „Musik, Sprache, Teilhabe" soll Flüchtlingskinder beim Spracherwerb unterstützen

Kinder und Jugendliche mit Fluchtgeschichte sollen mit musikalischen Elementen beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt werden. Das sieht das Pilotprojekt „Musik, Sprache, Teilhabe" vor, das Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gemeinsam mit der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, und der Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, heute bei einem Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung des Grenzdurchgangslagers Friedland vorgestellt hat.


Aufbauend auf den positiven Erfahrungen der „Musikalischen Grundschule" sollten Lehrkräfte über Fortbildungen in die Lage versetzt werden, den Spracherwerb von Flüchtlingskindern über das Medium der Musik zu fördern, sagte Kultusministerin Heiligenstadt. „Musik kann den Zugang zur Sprache erleichtern, es gibt zwischen beiden deutliche Parallelen und Zusammenhänge. Rhythmus, Takt und Melodie gehören zur Musik und zur Sprache. Wir wissen, dass sich niedrigschwellige Lernmethoden und spielerisch-musikalische Elemente grade in der ersten Phase des Erlernens einer neuen Sprache überaus positiv auswirken. Daher möchten wir Lehrkräften, die sich in der Sprachförderung engagieren, zusätzliches didaktisches Handwerkszeug aus diesem Bereich mitgeben." Sowohl in Sprachlernklassen als auch in den Förderkursen Deutsch als Zweitsprache oder dem Sprachförderunterricht in Fördergruppen könnten die Inhalte von „Musik, Sprache, Teilhabe" eingesetzt werden, so die Kultusministerin.


Für das Pilotprojekt „Musik, Sprache, Teilhabe" wird das erprobte Konzept der in Niedersachsen seit 2012 laufenden „Musikalischen Grundschule" im Hinblick auf eine durchgängige Sprachbildung weiterentwickelt und mit den zahlreichen und vielfältigen Bildungsinitiativen für Kinder und Jugendliche mit Fluchtgeschichte in Niedersachsen verknüpft. An dem Schulentwicklungsprojekt „Musikalische Grundschule" der Bertelsmann Stiftung nehmen seit 2012 in Niedersachsen 120 Schulen teil.


"Musik ist eine Sprache ohne Worte und verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg"

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung Liz Mohn betonte, dass Bildung eine zentrale Voraussetzung für soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe sei. „Der Schlüssel für erfolgreiche Bildungswege unabhängig von kultureller, sprachlicher, religiöser und sozialer Herkunft ist die Sprache. Musik ist eine Sprache ohne Worte und verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg. Das gemeinsame Pilotprojekt kann daher einen wichtigen Beitrag leisten, um sowohl das Potenzial und die Persönlichkeit jedes Einzelnen zu fördern, als auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken." Die Bertelsmann Stiftung, so Liz Mohn weiter, wolle dazu beitragen, das Recht von Flüchtlingskindern auf Bildung umzusetzen. Mit „Musik, Sprache, Teilhabe" werde in diesem Sinne ein weiterer wichtiger Baustein zur Bildungsteilhabe realisiert.

Bei „Musik, Sprache, Teilhabe" sollen bestehende Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte aller Schulformen intensiviert und um den Aspekt der Musik im Kontext besonders der Sprachbildung und der kulturellen Teilhabe ergänzt werden. Die musikalische Erweiterung der laufenden Basisqualifizierung „Deutsch als Zweitsprache" für Lehrkräfte in Sprachlernklassen und Förderkursen des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) stieß bereits auf positive Resonanz bei den teilnehmenden Lehrkräften. Für die geplante Ausweitung dieser Fortbildungsangebote im Rahmen von „Musik, Sprache, Teilhabe" werden die Sprachbildungszentren im Zusammenspiel mit den niedersächsischen Kompetenzzentren für regionale Lehrerfortbildung eine entscheidende Rolle spielen.


Musik ermöglicht Austausch und Teilhabe

Für die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe Doris Schröder-Köpf spielt Musik bei Fragen der Integration und Teilhabe eine wichtige Rolle: „Für die Kinder und Jugendlichen, die zu uns kommen, ist vieles neu. Sie haben ihre vertraute Umgebung, Freunde und Familienangehörige zurück lassen müssen. Über die Musik können sie spielerisch einen Zugang zu ihrem neuen Umfeld entwickeln. Dabei eröffnet die Musik ihnen vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe und des Austauschs. Viele Kinder und Jugendliche kennen Melodien und Liedtexte aus ihrem Herkunftsland - über die Musik können sie somit auch etwas aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz mitteilen. Musik ist gleichzeitig auch eine Brücke zu ihrer neuen Umwelt: Sie können vieles über ihre neue Heimat erfahren, den Klang der für sie neuen Sprache und Begriffe kennenlernen. „Musik, Sprache, Teilhabe" ist ein tolles Projekt, das vielen Kindern und Jugendlichen eine wichtige Grundlage bietet, um sich in ihrer neuen Gesellschaft zurechtzufinden."

Auch die Leiterin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen Dr. Susanne Graf begrüßt die Umsetzung von „Musik, Sprache, Teilhabe". „Rhythmus kommt in jeder Kultur vor. Kinder werden durch das neue Projekt spielerisch an die deutsche Sprache herangeführt, wobei die Musik ihnen das Erlernen der Sprachmelodie erleichtert." Im Rahmen der Beschulung von Kindern und Jugendlichen am Standort der Erstaufnahmeeinrichtung Friedland bringe das Projekt noch einmal einen deutlichen Mehrwert für die Unterrichtsqualität, so Frau Dr. Graf.

Der Projektzeitraum für „Musik, Sprache, Teilhabe" soll drei Jahre betragen. Das Niedersächsische Kultusministerium und die Bertelsmann Stiftung streben die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung noch im Frühjahr 2016 an.

Eine nähere Projektbeschreibung finden Sie hier


Quelle: Presseinfo Niedersächsisches Kultusministerium
03.02.2016

WiFF-Studie zur berufsbegleitenden Teilzeit-Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

Bei der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gewinnen berufsbegleitende Teilzeit-Modelle an Bedeutung. Mit diesen Formaten gelingt es, neue Personenkreise für die Arbeit in der Kita zu gewinnen. Gleichzeitig lastet auf den Studierenden ein hoher Erwartungsdruck, da sie ab dem ersten Ausbildungstag in einer Einrichtung als Fachkraft angestellt sind und h&...
Bei der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gewinnen berufsbegleitende Teilzeit-Modelle an Bedeutung. Mit diesen Formaten gelingt es, neue Personenkreise für die Arbeit in der Kita zu gewinnen. Gleichzeitig lastet auf den Studierenden ein hoher Erwartungsdruck, da sie ab dem ersten Ausbildungstag in einer Einrichtung als Fachkraft angestellt sind und häufig auf den Personalschlüssel angerechnet werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Sie basiert auf einer Befragung von Lehrkräften, Studierenden und Praxismentorinnen und -mentoren in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Studierende, die sich für eine berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildung entscheiden, stehen von Beginn an in einem Angestelltenverhältnis und arbeiten durchschnittlich 24 Stunden pro Woche. Der Unterricht an den Fachschulen für Sozialpädagogik findet in durchschnittlich 16 Wochenstunden statt. Für ihre Tätigkeit erhalten sie ein reguläres Gehalt. Der Verdienst ist häufig ausschlaggebend für die Wahl dieser Ausbildungsform. Aber auch der regelmäßige Wechsel zwischen den schulischen und praktischen Ausbildungsphasen wird von den Befragten begrüßt.

Die neuen Ausbildungsformate sprechen Personen mit vielfältigen schulischen, beruflichen und kulturellen Hintergründen an. Die Studierenden in den untersuchten berufsbegleitenden Teilzeit-Ausbildungsgängen sind im Durchschnitt 34 Jahre alt, 56 Prozent haben Kinder. Damit sind sie knapp zehn Jahre älter als die Studierenden in Vollzeit-Ausbildung, von denen nur 18 Prozent Eltern sind. Die Teilzeit-Studierenden kommen überwiegend aus fachfremden Bereichen: 65 Prozent gaben an, bereits eine nicht-pädagogische Ausbildung oder ein Studium absolviert zu haben. 12 Prozent sind außerhalb der Bundesrepublik geboren und 13 Prozent haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Diese Merkmale treffen jeweils nur auf 6 Prozent der Vollzeit-Studierenden zu.
Mehr als zwei Drittel der befragten Studierenden wurden bereits im ersten Ausbildungsjahr als Fachkraft auf den Personalschlüssel der Einrichtung angerechnet. Im letzten Ausbildungsjahr waren es sogar 80 Prozent. Die Studie deutet darauf hin, dass dieser Status mit einer schlechteren Betreuung verbunden ist: Mehr als 20 Prozent der Teilzeit-Studierenden – gegenüber 2 Prozent der Vollzeit-Studierenden – steht in der Einrichtung keine Mentorin bzw. kein Mentor zur Seite. Eine Begleitung ist aufgrund der Anstellung oftmals nicht vorgesehen. Auch die Anzahl und Regelmäßigkeit der Reflexionsgespräche wird von den Studierenden in der berufsbegleitenden Ausbildung kritischer bewertet. Auf der anderen Seite sehen sich die Befragten einem hohen Druck ausgesetzt, durch die Anrechnung auf den Personalschlüssel den Erwartungen des Teams zu entsprechen.

„Das Potenzial der berufsbegleitenden Ausbildungsmodelle liegt in der starken Berufsorientierung“, so die Autorinnen Joanna Kratz und Katharina Stadler von der Weiterbildungsinitiative. „Damit es ausgeschöpft werden kann, müssen bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Vor allem die Anrechnung der Studierenden auf den Personalschlüssel führt dazu, dass die Ausbildung zur Nebensache wird.“

Die Studie „24 Teilzeitmodelle in der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher“ von Joanna Kratz und Katharina Stadler kann kostenlos auf dem Webportal der WiFF bestellt oder als PDF heruntergeladen werden:

http://www.weiterbildungsinitiative.de/publikationen/details/data/teilzeitmodelle-in-der-ausbildung-zur-erzieherin-und-zum-erzieher/

Quelle: Pressemitteilung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) vom 25.1.2016
 
03.02.2016

djo: in Deutschland aufgewachsene Kinder und Jugendliche vor Abschiebung schützen!

Nach den Verschärfungen des Asylrechts in den letzten Jahren und der Erklärung mehrerer westlicher Balkanländer zu „sicheren Herkunftsstaaten“, müssen Familien aus diesen Ländern Abschiebungen befürchten. Davon betroffen sind auch Kinder und Jugendliche, die in Deutschland geboren und/oder aufgewachsen sind. Besonders Minde...
Nach den Verschärfungen des Asylrechts in den letzten Jahren und der Erklärung mehrerer westlicher Balkanländer zu „sicheren Herkunftsstaaten“, müssen Familien aus diesen Ländern Abschiebungen befürchten. Davon betroffen sind auch Kinder und Jugendliche, die in Deutschland geboren und/oder aufgewachsen sind. Besonders Minderheiten wie Roma und Sinti drohen Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit sowie rassistische Anfeindungen und Diskriminierung.

Auch für Jugendverbände Realität: Sozial engagierte und integrierte Jugendliche werden aus ihrem Umfeld gerissen und in ihnen fremde Länder abgeschoben. Die in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Brüder Gzim (15) und Ramis (12) mussten mit ihrer Familie kurz vor Weihnachten in den Kosovo ausreisen und leben nun bei Temperaturen um 0 Grad in einer Wohnung ohne Betten und ohne finanzielle Mittel für die nötigsten Dinge des Alltags. Die beiden Brüder engagierten sich unter anderem im Projekt „Dikhen amen! Seht uns!“ der djo-Mitgliedsorganisation Amaro Drom e.V. Dort strebten sie die Ausbildung zu Multiplikator_innen der Jugendarbeit an, um später Workshops zur Stärkung junger Roma und Sinti sowie zur Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft durchführen zu können.

Im letzten Jahr bangten drei Mitglieder der Breaking-Gruppe Break Chance, Preisträger des Integrationspreises Sachsen-Anhalt in der Kategorie „Willkommenskultur“, um eine Abschiebung nach Serbien. Die Brüder Yosif (7 Jahre), Emanuel (8 Jahre) und Nesa (11 Jahre) dürfen mit ihren Eltern und Geschwistern zunächst ein weiteres Jahr in Deutschland bleiben. In einigen Monaten fürchten sie aber erneut eine Abschiebung in ein für sie fremdes Land.

Beide Familien gehören der Minderheit der Roma an, deren Lebenssituation durch einen historisch gewachsenen Rassismus in vielen ihrer Herkunftsländer besonders fatal ist. „Mit Gzim und Ramis fehlen uns nun zwei engagierte Jugendliche, die ein Vorbild für viele andere junge Roma waren. Ihre unerwartete Abschiebung hat uns alle fassungslos gemacht. Jugendliche, die bei uns aktiv sind und sich in einer ähnlichen Situation wie Gzim und Ramis befinden, wurden nun in Angst versetzt, „ heißt es in der Stellungnahme von Amaro Drom e.V.
Wir fordern politische Entscheidungsträger_innen dazu auf, Wege zu schaffen, um in Deutschland verwurzelte Jugendliche vor einer Abschiebung zu schützen. Die Bedürfnisse von Kindern- und Jugendlichen müssen bei Entscheidungen über den Aufenthaltsstatus ihrer Eltern mit berücksichtigt werden.

Quelle: Pressemitteilung der djo-Deutsche Jugend in Europa vom 26.1.2016
 
03.02.2016

Deutsches Kinderhilfswerk: Bei Kinderrechten endlich Nägel mit Köpfen machen

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert nachdrücklich an Bund, Länder und Kommunen, bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben. „Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit fast 25 Jahren geltendes Recht in Deutschland und hat an vielen Stellen zu einer Verbesserung der Lebenssituation von Kind...

Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert nachdrücklich an Bund, Länder und Kommunen, bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland nicht auf halbem Weg stehen zu bleiben. „Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit fast 25 Jahren geltendes Recht in Deutschland und hat an vielen Stellen zu einer Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen beigetragen. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, sondern müssen uns die mahnenden Worte der Vereinten Nationen zu Herzen nehmen, die immer wieder Fortschritte bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland anmahnen. Kinderrechtliche Baustellen gibt es genug: Es fehlt ein funktionsfähiges, flächendeckendes Beschwerdesystem für Kinder und Jugendliche und bei der Beteiligung stehen wir in Deutschland noch vor einem Flickenteppich. Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland von Armut betroffen. Und von der vorrangigen Berücks! ichtigung des Kindeswohls im Sinne des Artikels 3 der UN-Kinderrechtskonvention sind wir nach wie vor meilenweit entfernt“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, anlässlich der Anhörung zu Kinderrechten im Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 25. Januar.

Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt nachdrücklich die Forderung der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention beim Deutschen Institut für Menschenrechte, wonach alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland in ihrem direkten Lebensumfeld ein niedrigschwelliges, unabhängiges Angebot vorfinden sollten, an das sie sich wenden können, wenn sie ihre Rechte verletzt sehen. Darüber hinaus spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk dafür aus, baldmöglichst einen Bundesbeauftragten für Kinderrechte einzusetzen. Dieser soll sich gezielt und differenziert der Wahrung und Erweiterung von Kinderrechten in allen gesellschaftlichen Bereichen widmen. Dementsprechend sollte zu den Aufgaben des Bundeskinderrechtsbeauftragten auch gehören, die Maßnahmen des Bundes und der Länder zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zu beobachten und auf die vorrangige Berücksichtigung des Kindeswohls im Sinne des Artikels 3 der UN! -Kinderre chtskonvention hinzuwirken.

Zur Stärkung der Kinderrechte in Deutschland gehört aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes neben einer generellen Absenkung des Wahlalters auf zunächst 16 und in einem zweiten Schritt auf 14 Jahre, auch die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Ein neuer Artikel 2a im Grundgesetz würde die Position der Kinder im deutschen Rechtssystem stärken und ein längst überfälliges klares Signal für mehr Kinderfreundlichkeit in Deutschland geben. Förderung, Schutz und Beteiligung sowie die Vorrangstellung des Kindeswohls als grundlegende Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention müssen sich auch im Grundgesetz wiederfinden.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 25.1.2016
 
03.02.2016

Anhörung des Familienausschusses zu Kinderrechten

Die Forderung der Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen nach Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz und einem Bundeskinderbeauftragten beziehungsweise einer Ombudsstelle für Kinderrechte stößt bei Experten auf ein geteiltes Echo. In einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses zu den entsprechende...

Die Forderung der Oppositionsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen nach Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz und einem Bundeskinderbeauftragten beziehungsweise einer Ombudsstelle für Kinderrechte stößt bei Experten auf ein geteiltes Echo. In einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses zu den entsprechenden Anträgen der Fraktionen (18/6042, 18/5103) am 25. Januar sprachen sich die geladenen Sachverständigen jedoch mehrheitlich für größere Anstrengungen zur Gewährleistungen von Kinderrechten in der Praxis und die Schaffung von niedrigschwelligen Beschwerdemöglichkeiten auf kommunaler Ebene aus.
Die Rechtswissenschaftler Friederike Wapler von der Humboldt-Universität Berlin und Reinhard Wiesner von der Freien Universität Berlin argumentierten, dass die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz verfassungsrechtlich wenig Sinn mache. Kinder seien bereits jetzt Träger aller Grundrechte, dies sei auch der Tenor der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes, führten Wapler und Wiesner aus. Eine Grundgesetzänderung habe lediglich symbolischen Charakter und könne dem Thema politisch mehr Gewicht verleihen.

Für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz plädierten hingegen Immanuel Benz vom Deutschen Bundesjugendring, der Soziologe Manfred Liebel von der Freien Universität Berlin und Sebastian Sedlmayr vom Deutschen Komitee für UNICEF. Dies wäre ein zentraler Bestandteil der Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen in deutsches Recht, sagte Sedlmayr. Benz argumentierte, Kinder seien zwar laut Bundesverfassungsgericht Grundrechtsträger, könnten die ihnen zustehenden Rechte in der Praxis nur über ihre Eltern ausüben.
Der Forderung nach einem Bundeskinderbeauftragten beziehungsweise einer Ombudsstelle beurteilte Benz jedoch kritisch. Die vorhandenen Strukturen und Instrumente würden nicht ausreichend genutzt, um den Kinderrechten Geltung zu verschaffen. Diese Defizite ließen sich jedoch nicht durch zusätzliche Strukturen beseitigen. Friederike Wapler bezeichnete die Vorstellung, dass ein Bundeskinderbeauftragter ein Ansprechpartner für Minderjährige wäre, als „lebensfremd“. Kinder und Jugendliche würden sich Hilfe vor allem in ihrem näheren sozialen Umfeld oder bei niedrigschwelligen örtlichen Einrichtungen suchen.

Manfred Liebel und Sebastian Sedlmayr hingegen sprachen sich dezidiert für eine Bundeskinderbeauftragten aus. Viele kinder- und jugendpolitische Entscheidungen würden auf Bundesebene getroffen, deshalb müsse auch auf Bundesebene eine entsprechende Institution geschaffen werden, führten Liebel und Sedlmayr an. Innerhalb der Europäischen Union gebe es nur vier Staaten, die nicht über eine solche Institution verfügten. Allerdings, so räumte Sedlmayer ein, seien die hinsichtlich ihrer Aufgabenstellung und ihrer rechtlichen Möglichkeiten sehr unterschiedlich gestaltet.

Weitestgehend einig waren sich die Sachverständigen allerdings darin, dass die Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in allen Bereichen, die sie betreffen, verbessert werden müssen. Der „Zugang zum Recht“ sei ein zentrales Menschenrecht, sagte Claudia Kittel von der Monitoring-Stelle zur UN-Kinderrechtskonvention am Deutschen Institut für Menschrechte. Eine solche Beschwerdestelle fehle in Deutschland bislang. In diesem Sinne äußerte sich auch die Sozialpädagogin Ulrike Urban-Stahl von der Freien Universität Berlin. Derzeit gebe es lediglich in Sachsen-Anhalt einen Landeskinderbeauftragten sowie etwa 100 Kinderbeauftragte auf kommunaler Ebene bei insgesamt 11.000 Kommunen. Urban -Stahl verwies in diesem Zusammenhang auf die guten Erfahrungen mit den Ombudsstellen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe nach dem Achten Sozialgesetzbuch.

Quelle: heute im bundestag vom 25.1.2016
 
03.02.2016

Online-Befragung zur Qualität in Kitas und der Kindertagespflege

Veröffentlicht: 03. Februar 2016 Wie beurteilen Kita-Fachkräfte die Betreuungssituation in ihrer Region? / Programm Qualität vor Ort will regionale Unterschiede identifizieren. Für die optimale Betreuung ihrer Schützlinge legen sich Deutschlands frühpädagogische Fachkräfte mächtig ins Zeug: Pro Woche arbeitet eine ...

Veröffentlicht: 03. Februar 2016
Wie beurteilen Kita-Fachkräfte die Betreuungssituation in ihrer Region? / Programm Qualität vor Ort will regionale Unterschiede identifizieren.

Für die optimale Betreuung ihrer Schützlinge legen sich Deutschlands frühpädagogische Fachkräfte mächtig ins Zeug: Pro Woche arbeitet eine Kita-Leitung im Durchschnitt rund vier Stunden länger als sie eigentlich müsste, beim übrigen Personal fallen gut zwei Überstunden an, so eine Studie des Forschungsprojekts AQUA.

Wie Kita-Fachkräfte und Tageseltern die Betreuungssituation in ihrer Region beurteilen, will das Programm Qualität vor Ort jetzt mit einer Online-Erhebung herausfinden. Die Teilnehmer können im Rahmen der Befragung angeben, was an ihrem Arbeitsort bereits vorbildlich läuft und wo sie Handlungsbedarf sehen. Die Initiative wird die Ergebnisse der Befragung regelmäßig auf ihrer Programm-Website veröffentlichen. Darüber hinaus werden die Resultate dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Verfügung gestellt.

Interessierte finden die Umfrage unter www.qualität-vor-ort.de/umfrage


Über Qualität vor Ort
Das Programm Qualität vor Ort ist eine Gemeinschaftsaktion der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Jacobs Foundation. Es zielt darauf ab, die Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung zu unterstützen und das Zusammenspiel wichtiger regionaler Partner zu stärken – damit alle Kinder in Deutschland gleiche Chancen haben und ihre Fähigkeiten und Talente voll entfalten können.

Quelle: Presseinfo DKJS
 
29.01.2016

​Zählen á la Büroklammer

Diese Woche habe ich den Kindern einen neuen Verwendungszweck für die bunten Büroklammern gebastelt. Ich habe in den Ferben der Klammern Kreise aus Tonpapier ausgeschnitten und laminiert, und dazu Aufgabenkärtchen gebastelt, auf denen die Kinder nun ablesen können, wieviele Klammern sie an dem jeweiligen Kreis befestigen sollen. Mit dabei sogar einige leichte Rechenaufgaben, da das unsere Großen gerade sehr interessiert. Alles im Zahlenraum von 1-10, damit die Finger zu...
Diese Woche habe ich den Kindern einen neuen Verwendungszweck für die bunten Büroklammern gebastelt. Ich habe in den Ferben der Klammern Kreise aus Tonpapier ausgeschnitten und laminiert, und dazu Aufgabenkärtchen gebastelt, auf denen die Kinder nun ablesen können, wieviele Klammern sie an dem jeweiligen Kreis befestigen sollen. Mit dabei sogar einige leichte Rechenaufgaben, da das unsere Großen gerade sehr interessiert. Alles im Zahlenraum von 1-10, damit die Finger zum Zählen ausreichen ;-) von Franziska Binder
22.01.2016

Precht provoziert

Richard David Precht fordert eine Revolution für das deutsche Bildungssystem. Der Philosoph und Bestsellerautor bemängelt,  dass Schüler nicht das lernen, was sie für die Zukunft brauchen. Lesen Sie weiter auf News4teachers....
Richard David Precht fordert eine Revolution für das deutsche Bildungssystem. Der Philosoph und Bestsellerautor bemängelt,  dass Schüler nicht das lernen, was sie für die Zukunft brauchen.
Lesen Sie weiter auf News4teachers.
19.01.2016

Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen"

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 19. Januar (heute) das neue Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen" in Berlin vorgestellt. Ziel des Programms ist, Patenschaften zwis...
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 19. Januar (heute) das neue Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen" in Berlin vorgestellt. Ziel des Programms ist, Patenschaften zwischen geflüchteten Menschen und hier lebenden Menschen zu fördern und zu unterstützen.

Für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sollen über die Patenschaften hinaus Gastfamilien und Vormundschaften gewonnen werden. Mit Blick auf das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer soll das Programm dazu beitragen die Rahmenbedingungen für die Helfer zu verbessern und die oft spontane Hilfsbereitschaft in ein möglichst dauerhaftes Engagement zu übertragen.

"Mit 'Menschen stärken Menschen' wollen wir die zu uns geflüchteten Familien, Frauen, Männer und Kinder dabei unterstützen, in unserer Gesellschaft anzukommen und sich hier eine neue Zukunft aufzubauen. Integration ist mehr als der Gang zum Sprachkurs oder Arbeitsamt. Mit diesem Patenschaftsprogramm schaffen wir die Basis für viele dauerhafte persönliche Begegnungen. Davon profitieren nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern auch die Patinnen und Paten und damit unsere gesamte Gesellschaft", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Ein Wegweiser-Telefon informiert über die Möglichkeiten im Bereich Patenschaft, Gastfamilie und Vormundschaft. Die Leitung wurde heute beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben freigeschaltet. Das Wegweiser-Telefon ist unter der Nr. 0 800 200 50 70 von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:30 bis 16:00 Uhr erreichbar.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) möchte mit dem Programm rund 25.000 neue Patenschafts-Tandems in diesem Jahr initiieren. Gefördert werden überwiegend Programmträger, die die Engagement-Infrastruktur auf lokaler Ebene durch finanzielle Mittel oder Expertise unterstützen. Programmträger sind unter anderem die freien Wohlfahrtsverbände, muslimische Verbände, Migrantenorganisationen, der Stiftungssektor und Freiwilligenagenturen. Zudem sieht das Programm den Aufbau eines systematischen Wissenstransfers vor, um Erfahrungen aus dem Bereich Patenschafts- und Mentoringprogrammen zu nutzen und auch weiter zu entwickeln.

Insgesamt stehen für das Programm "Menschen stärken Menschen" Mittel in Höhe von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Der weitaus größte Teil des Geldes kommt dem Aufbau, der Qualifizierung und der Begleitung der Paten-Tandems zu gute.

Hinsichtlich der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge unterstützt das BMFSFJ die Qualifizierung von Fachkräften, damit diese Gastfamilien, Vormünder sowie Patinnen und Paten professionell begleiten können. Es ist wichtig, dass die Gastfamilien qualifiziert auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet werden und eine enge Betreuung gewährleistet wird. Dies gilt insbesondere für Vormünder und Patinnen und Paten, die sich für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge engagieren.

An zahlreichen Standorten werden Modellprojekte durchgeführt, um Konzepte zur Gewinnung und Begleitung von Gastfamilien, Vormündern und Patinnen bzw. Paten zu erproben. Die Ergebnisse sollen auf Regionalkonferenzen präsentiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter: www.menschen-staerken-menschen.de <http://www.menschen-staerken-menschen.de/>
06.01.2016

"Draußen war viel Peng!"

Aufregende Tage liegen hinter den Kindern. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Erlebnisse und Eindrücke in der Kita zu ver-und bearbeiten. Farbige Kunstwerke sind in der Einrichtung von Franziska Binder dabei entstanden.  Gestern war unser erster Kindergartentag nach den Weihnachtsferien, und neben den Berichten ...
Aufregende Tage liegen hinter den Kindern. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Erlebnisse und Eindrücke in der Kita zu ver-und bearbeiten. Farbige Kunstwerke sind in der Einrichtung von Franziska Binder dabei entstanden. 

Gestern war unser erster Kindergartentag nach den Weihnachtsferien, und neben den Berichten wer was vom Christkind bekommen hat, war ein großes Thema „Silvester“ und das dazugehörige Feuerwerk. Wir haben darüber gesprochen, wer wo und mit wem gefeiert hat, wie lange die Kinder wach bleiben durften, und natürlich wie das Feuerwerk war, ob es laut war, welche Farben am Himmel erschienen, usw.
Und weil den Kindern das Thema so gut gefallen hat, haben wir kurzerhand aus unterschiedlich dicken Papprollen „Raketen“ geschnitten, und diese dann auf einem dunklen Nachthimmel explodieren lassen.
(Papprollen ein Stück weit in schmalen Streifen einschneiden, in Farbe tunken, stempeln)
Besonders lustig war, dass manche Kinder dabei sogar Feuerwerksgeräusche nachgeahmt haben... :-D
 
31.12.2015

Inklusion in Kinder- und Jugendhilfe weiterentwickeln

Gemeinsam für alle Kinder und Jugendlichen Verantwortung übernehmen, so könnte man die „Inklusive Lösung“ im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII beschreiben. Bundesfamilienmini...
Gemeinsam für alle Kinder und Jugendlichen Verantwortung übernehmen, so könnte man die „Inklusive Lösung“ im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII beschreiben. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erarbeitet aktuell mit ihrem Ministerium eine Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Ihr Ziel ist, alle Kinder und Jugendlichen in gleicher Weise zu fördern und zu stärken – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne Behinderung leben. Daher sollen sämtliche Leistungen für junge Menschen in einem neuen SGB VIII geregelt und inklusiv ausgestaltet werden. Welche Veränderungen hierfür nötig sind, diskutierten am 16. Dezember in Berlin Experten der Lebenshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe. Ulla Schmidt, MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, betont als Bundesvorsitzende der Lebenshilfe: „Unser gemeinsames Ziel ist deshalb, unterschiedliche und flexible Angebote zu schaffen, mit denen die Bedarfe aller Kinder und Jugendlichen gedeckt werden. Die Vielfalt der Kinder und Jugendlichen in unserer heutigen Gesellschaft muss zu einer anerkannten Normalität werden.“

Der Referentenentwurf für die Reform der Kinder- und Jugendhilfe ist für den Frühsommer angekündigt und soll die Leistungen für alle Kinder mit Behinderung umfassen. Dann sollen auch Angebote der Kinder- und Jugendhilfe wie zum Beispiel Hortbetreuung, Jugendarbeit oder Erziehungsberatung für alle Kinder und Familien, also inklusiv ausgestaltet sein. „In unserer vielfältigen Gesellschaft ist Inklusion die Antwort auf drängende Herausforderungen: Beispielsweise gelingt nur in einer inklusiven Gesellschaft, in einem inklusiven Schulsystem die Integration von Flüchtlingskindern“, ergänzt Ulla Schmidt.

Bei der schon lange diskutierten Reform sind weitreichende Veränderung in der Umsetzung vor Ort erforderlich, gleichzeitig soll die Förderung von Kindern mit Behinderung und Unterstützung ihrer Familien nicht schlechter werden. Damit sind Fragen angesprochen, für die Lösungen und Verfahren gefunden werden müssen, die den Erfolg der Reform sicherstellen. Hierfür ist das Familienministerium schon im Gespräch mit Verbänden und Ländern, die in den kommenden Monaten noch weit stärker einzubeziehen sind.
Quelle: Pressemitteilung der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. vom 16.12.2015
31.12.2015

Evaluation des Kinderschutzgesetzes beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 16. Dezember den Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes beschlossen. Insgesamt zeigt die Evaluierung, dass seit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2012 vi...
Das Bundeskabinett hat am 16. Dezember den Bericht zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes beschlossen. Insgesamt zeigt die Evaluierung, dass seit Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 2012 viel für den Schutz von Kindern erreicht wurde. Gleichzeitig wird deutlich, dass weitere Verbesserungen im Kinderschutz notwendig sind.

„Jedes Kind hat ein Recht darauf, gut und sicher aufzuwachsen. Leider sieht die Realität auch in Deutschland manchmal anders aus“, sagt Bundesjugendministerin Manuela Schwesig. „Das Bundeskinderschutzgesetz war ein sehr wichtiger Schritt für die Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland. Durch das Gesetz wurden die Rechte von Kindern und Jugendlichen insgesamt gestärkt.“
Folgende Evaluationsergebnisse zeigen, dass der Kinderschutz in Deutschland grundsätzlich wirksam und verlässlich ist: Die Vernetzung der wichtigen Akteure im Kinderschutz funktioniert gut. Hausbesuche werden flächendeckend zur Einschätzung von Gefährdungslagen durchgeführt. Jugendämter informieren sich gegenseitig verstärkt über Hinweise zu Kindeswohlgefährdungen. Aufgrund von einschlägigen Eintragungen im Führungszeugnis werden schätzungsweise jährlich ca. 100 Personen von Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe ausgeschlossen. Eltern, schwangere Frauen und werdende Väter werden verstärkt über Hilfs- und Beratungsangebote informiert. Werdende und junge Eltern werden von den Angeboten der Frühen Hilfen erreicht – z.B. durch den Einsatz von Familienhebammen oder durch Elternbegleiter.

„Mit den Angeboten der Frühen Hilfen finden Familien, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden und sich im Alltag überfordert fühlen, einfach Hilfe. Deshalb werden wir die Kommunen in Zukunft dauerhaft mit 51 Millionen Euro jährlich finanziell unterstützen. Kinderschutz darf nicht von der Kassenlage der Kommunen abhängen“, so die Ministerin.

Das Bundesfamilienministerium stärkt mit der „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen“ seit 2012 den Auf- und Ausbau von Netzwerken Früher Hilfen und den Einsatz von Familienhebammen. Hierfür stellte der Bund im Jahr 2012 30 Millionen Euro, im Jahr 2013 45 Millionen Euro und in den Jahren 2014 und 2015 jeweils 51 Millionen Euro zur Verfügung. Ab 2016 werden die Frühen Hilfen dauerhaft in Höhe von 51 Millionen Euro jährlich durch einen Fonds gefördert.

„Die Evaluationsergebnisse zeigen aber auch, dass an einigen Stellen nachgebessert werden muss. Das Gesetz hat wesentliche Schwachstellen im Kinderschutz beseitigt, für einen umfassenden Kinderschutz gibt es aber noch viel zu tun“, erklärt Manuela Schwesig.

Verbesserungsbedarf besteht an folgenden Stellen: Die Befugnisnorm, die es Berufsgeheimnisträgern erlaubt, das Jugendamt unter bestimmten Bedingungen über Gefährdungen des Wohls eines Kindes zu informieren, müssen verständlicher formuliert werden. Damit zum Beispiel Ärztinnen und Ärzte sie besser anwenden können. Ärztinnen und Ärzte, die dem Jugendamt in Verdachtsfällen Daten übermitteln, wollen auch ein „Feedback“, wie es mit dem Kind weitergeht. Das soll ermöglicht werden. Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten für Kinder und Jugendliche müssen weiter gestärkt werden.

Daher soll geprüft werden, in welcher Form externe und unabhängige Stellen – Ombudsstellen – geschaffen werden können. Es reicht nicht aus, nur die Jugendämter und ihre Einrichtungen zur Qualitätsentwicklung zu verpflichten – auch die freien Träger werden daher in diese Aufgabe mit eingebunden. Pflegekinder und ihre Familien müssen gestärkt werden. Vor allem bei Dauerpflegeverhältnissen gilt es zu prüfen, wie in den gesetzlichen Regelungen mehr Stabilität der Familiensituation sichergestellt werden kann. Jugendämtern und Trägern sollte die Dokumentation der Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis ermöglicht werden, um die Handhabung in der Praxis zu erleichtern. Die Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen sollte weiter verbessert werden.

Das Bundeskinderschutzgesetz geht von einem weiten Verständnis von Kinderschutz aus. Notwendige Verbesserungen können sich daher nicht nur auf punktuelle Veränderungen beschränken. Es geht darum, Kinder und Jugendliche insgesamt zu stärken und den Blick auf die Kinder- und Jugendhilfe zu richten. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig kündigt an: „Ich werde mit einer Gesamtreform der Kinder- und Jugendhilfe das Kind und seine Bedürfnisse noch stärker in den Fokus rücken.“

Bundesjugendministerin Schwesig wird 2016 das Gesetzesvorhaben zur Gesamtreform der Kinder- und Jugendhilfe auf den Weg bringen. Ziel ist es, die Kinder- und Jugendhilfe zu einem inklusiven, effizienten und dauerhaft tragfähigen und belastbaren Leistungssystem weiterzuentwickeln, das Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung unter einem Dach zusammenführt.

Weitere Informationen und den Bericht über die Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes finden Sie unter: www.bmfsfj.de

Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB) begrüßt, dass durch das Gesetz die Rechte des Kindes auf Beratung, Beteiligung und Beschwerde gestärkt werden. Dennoch sieht er keine Anzeichen dafür, dass Kinder weniger von Gewalt und Vernachlässigung betroffen sind. „Positiv ist, dass das Bundeskinderschutzgesetz die präventiven Hilfen in den Blick nimmt, ohne dabei den Schutz von Kindern in Institutionen außer Acht zu lassen“, sagte Cordula Lasner-Tietze, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin. Als gute Beispiele in den Kommunen und Landkreisen nannte sie den Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen und die konsequente Umsetzung der Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen in Einrichtungen.

„Dennoch befinden sich ärmere Kommunen in einem Teufelskreis. Sie haben weniger finanzielle Kraft, die Präventionsangebote vor Ort auszubauen, und müssen gleichzeitig immer mehr Geld für intensive Hilfen für Kinder und Familien ausgeben. Hier ist dringend Unterstützung mitzudenken“, mahnte Lasner-Tietze.

Insgesamt sieht der DKSB keine Anzeichen dafür, dass Kinder weniger von Gewalt und Vernachlässigung betroffen sind. „Die statistischen Daten sind konstant auf hohem Niveau“, so Lasner-Tietze weiter. „Eine positive Veränderung gelingt nur, wenn der präventive Kinderschutz konsequent in Rechtsansprüche auf Frühe Hilfen und die unabhängige Beratung aller Kinder, bedingungslos, mündet“, betonte sie. DKSB-Präsident Heinz Hilgers: „Ich begrüße, dass die Bundesfamilienministerin eine umfangreiche Reform der Kinder- und Jugendhilfe angekündigt und auch die richtigen Eckpunkte benannt hat. Der DKSB wird sich engagiert in den Reformprozess einmischen.“

Quellen: Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes vom 16.12.2015
Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 16.12.2015
30.12.2015

Genau Hinschauen!

"Genau hinschauen!" von Franziska Binder Schneeflöckchen, Weißröckchen... Diese Woche habe ich für die Kinder ein Spiel zum genauen Hinschauen gebastelt. Dafür habe ich ca 40 verschiedene Schneeflocken ausgedruckt, einmal in groß (ca 5cm), und einmal in ganz klein (ca 0,75cm). Diese Schne...
"Genau hinschauen!"
von Franziska Binder
Schneeflöckchen, Weißröckchen... Diese Woche habe ich für die Kinder ein Spiel zum genauen Hinschauen gebastelt. Dafür habe ich ca 40 verschiedene Schneeflocken ausgedruckt, einmal in groß (ca 5cm), und einmal in ganz klein (ca 0,75cm). Diese Schneeflocken habe ich dann ausgeschnitten, auf Kärtchen geklebt und zur Selbstkontrolle auf die Rückseite jedes Paares einen Aufkleber so aufgeklebt und auseinandergeschnitten, dass die beiden Karten eines Paares aneinandergelegt wieder ein komplettes Bild ergaben (die Aufkleber sind aus diversen Prämienaktionen von Rewe, Aldi & Co). Das ganze habe ich aus Gründen der Haltbarkeit noch laminiert und erneut ausgeschnitten. (Ja, ich hatte danach Blasen an den Fingern.))
Von meinem Vater habe ich zwei sehr schöne alte Lupen ausgeliehen, eine kleine Handlupe und eine große Standlupe.
Die Kinder dürfen nun (ob mit bloßem Auge oder mit einer der Lupen) die Schneeflockenpaare zusammenfinden. Dabei müssen sie sehr genau hinschauen und auch auf winzige Details achten. Haben sie (vermeintlich) ein Paar gefunden, können sie anhand des Bildes auf der Rückseite kontrollieren, ob sie richtig lagen, oder ob sie nochmal suchen müssen.

Wie ich schon vermutet hatte, waren für einige Kinder die Bilder auf den Rückseiten deutlich interessanter, und so kam es, dass einige lieber diese Paare zusammensuchten, als sich dem schwierigeren Unterfangen zu widmen, die Schneeflockenpaare zu finden. Ist aber auch in Ordnung, so habe ich eben – ohne es geplant zu haben – gleich zwei Spiele gebastelt.

Die Lupen sind erwartungsgemäß der absolute Renner, die Kinder untersuchen alles damit, von Haut über Bücher bis Bügelperlenbilder usw.. Manche würden am liebsten keine Arbeit mehr ohne Lupe erledigen, es entstanden regelrechte Warteschlangen!
Dabei haben beide Lupen ihre Vor- und Nachteile. Ich fürchte, die bekommt mein Vater nicht so schnell wieder zurück ;)
weiter Fotos unter Kita Pädagogische Praxis
20.12.2015

Institut für Menschenrechte: Familiennachzug für unbegleitete minderjährigen Flüchtlinge

Mit Blick auf die fortgesetzten Gespräche der Regierungskoalition über den Entwurf eines „zweiten Asylpaketes“ erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte: „...
Mit Blick auf die fortgesetzten Gespräche der Regierungskoalition über den Entwurf eines „zweiten Asylpaketes“ erklärt das Deutsche Institut für Menschenrechte: „Eine Aussetzung des Familiennachzugs für zwei Jahre für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge verstößt gegen die UN-Kinderrechtskonvention. Geflüchtete Kinder wären dadurch gezwungen, mindestens zwei Jahre ohne Eltern zu leben und müssten in der Jugendhilfe versorgt werden.

Die UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet die Vertragsstaaten dazu, dass ein Kind nicht gegen den Willen seiner Eltern von diesen getrennt wird, es sei denn, dass diese Trennung für das Wohl des Kindes notwendig ist. Daher muss die Bundesrepublik Deutschland als Vertragsstaat die Familienzusammenführung wohlwollend, human und beschleunigt bearbeiten. Zur Begründung des Ausschlusses vom Familiennachzug wird angegeben, dass Minderjährige allein auf d ie Flucht geschickt würden, um Nachzugsansprüche zu erlangen.

Diese Aussage lässt andere Gründe wie Trennungen auf der Flucht und kinderspezifische Fluchtgründe wie Zwangsrekrutierungen außer Acht und ist empirisch nicht belegt. Stattdessen werden sowohl Kinder als auch Eltern unter einen Generalverdacht gestellt.

Auch weitere, menschenrechtlich kritische Punkte aus dem zunächst bekanntgewordenen Erstentwurf des Bundesinnenministeriums sollten nicht erneut aufgenommen werden. Dazu gehört das Vorhaben, dass Erkrankungen, die schon vor der Einreise nach Deutschland bestanden, kein Hinderungsgrund für eine Abschiebung sein sollen.

Ebenso muss sichergestellt werden, dass traumatisierte Menschen, etwa Opfer sexualisierter Gewalt, Zeit und eine Umgebung erhalten, in der sie zur Ruhe kommen können, um sich zu öffnen und ihre Fluchtgründe zu schildern. Es ist ganz typisch für traumatisierte Menschen, dass sie zunächst wi dersprüchliche Angaben zu ihrer Verfolgung machen.

Würden solche Angaben zum Grund, Menschen dem Schnellverfahren in den sogenannten besonderen Aufnahmeeinrichtungen zu unterwerfen, wäre der menschen- und europarechtlich abgesicherte besondere Schutzanspruch traumatisierter Menschen nicht gegeben. Die Regierungsfraktionen würden damit auch ihren jüngsten Haushaltsbeschluss konterkarieren, wonach umfangreiche zusätzliche Mittel für die Unterstützung und Beratung von geflüchteten Frauen und Mädchen zur Verfügung gestellt werden, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind.“

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Menschenrechte vom 23.11.2015
 
19.12.2015

Das Flimmo Weihnachtsspecial

Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür. Für 3- bis 6-Jährige gibt es unter Flimmo  einfache Geschichten mit starken Helden. 7- bis 10-Jährige sind fasziniert von Fantasievollem und Märchenhaften. Bei den 11- bis 13-Jährigen wird es zum Teil schon richtig spannend, wenn mitreißende Abente...
Die Weihnachtsferien stehen vor der Tür.

Für 3- bis 6-Jährige gibt es unter Flimmo  einfache Geschichten mit starken Helden. 7- bis 10-Jährige sind fasziniert von Fantasievollem und Märchenhaften. Bei den 11- bis 13-Jährigen wird es zum Teil schon richtig spannend, wenn mitreißende Abenteuer erzählt werden. Auf keinen Fall fehlen dürfen Filme für die ganze Familie. Hier gibt es viel zu lachen und Figuren, die jeder schnell ins Herz schließt. Auf Filme, die Kinder nicht sehen sollten, wird gesondert hingewiesen.

Außerdem macht FLIMMO darauf aufmerksam, was zu beachten ist, bevor Spielekonsole, Tablet, Smartphone oder Fernseher verschenkt werden und hat eine Reihe von Tipps zur Fernseherziehung zusammengestellt.

Ideen zur Freizeitbeschäftigung – ganz ohne Bildschirm – runden das FLIMMO-Weihnachtsspecial ab.
Jetzt können die Weihnachtsferien kommen!

Quelle:  Pressemitteilung von Flimmo


 
19.12.2015

Deutsch lernen als Heft und Plakat

Über den Sächsischen Ausländerbeauftragte können ein Plakat und ein Heft mit über 300 wichtigen Begriffen aus dem Alltag kostenfrei bezogen werden. Der Basiswortschatz deckt Bereiche wie Körper, Einkaufen, Notfall, Amt, Zahlen oder Wohnung ab und hilft bei der Orientierung und beim Erlernen der deutsch...
Über den Sächsischen Ausländerbeauftragte können ein Plakat und ein Heft mit über 300 wichtigen Begriffen aus dem Alltag kostenfrei bezogen werden. Der Basiswortschatz deckt Bereiche wie Körper, Einkaufen, Notfall, Amt, Zahlen oder Wohnung ab und hilft bei der Orientierung und beim Erlernen der deutschen Sprache.

Sowohl das Plakat als auch das Heft können über die Internetseite des Sächsischen Ausländerbeauftragten hier bezogen werden:

Quelle:  Kita Bildungsserver
 
18.12.2015

Schutz geflüchteter Frauen und Kinder

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellt Schutzkonzept vor - Vereinbarung zur Kooperation mit UNICEF. Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen, um sicher leben zu kön...
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellt Schutzkonzept vor - Vereinbarung zur Kooperation mit UNICEF.

Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung geflohen, um sicher leben zu können. Doch der Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt ist in vielen deutschen Flüchtlingsunterkünften nicht ausreichend gewährleistet. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig will Städte und Gemeinden dabei unterstützen, die Situation und den Schutz von Frauen und Kindern in den Einrichtungen zu verbessern.

Hierbei ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF ein wichtiger Partner: Ministerin Schwesig machte in Berlin deutlich: "Dort wo sich Kinder, Jugendliche und Frauen aufhalten, müssen besondere Maßnahmen zum Schutz vor Übergriffen und geschlechtsbezogener Gewalt ergriffen werden. Vor Ort, in den Städten und Gemeinden, leisten viele ehrenamtliche Helfer und die Verwaltungen hervorragende Arbeit. Ich möchte sie mit konkreten Maßnahmen in ihrer Arbeit unterstützen, dass der Schutz von Kindern und Frauen gewährleistet ist. Für mehr Schutz braucht es personelle und räumliche Maßnahmen sowie mehr Information, Sensibilisierung und Fortbildung der Fachkräfte und Ehrenamtlichen."

Das Schutzkonzept von Bundesministerin Schwesig sieht hierzu drei konkrete Maßnahmen vor: * KfW-Förderprogramm mit einem Volumen von bis zu 200 Millionen Euro * Kooperation mit UNICEF zur Beratung und Unterstützung in den Flüchtlingsunterkünften * Stärkung der Angebote der Folteropferzentren mit Fokus auf Gewalt gegen Frauen (Traumabewältigung) KfW-Förderprogramm Das BMFSFJ will gemeinsam mit der KfW ein Programm starten, um die Schaffung und den Umbau von Flüchtlingsunterkünften zu fördern und somit den Schutz für Frauen und Kinder zu gewährleisten.

Mit dem Programm sollen Investitionskredite mit einem Gesamtvolumen von bis zu 200 Millionen Euro bereitgestellt werden. Kooperation mit UNICEF UNICEF und das BMFSFJ, stellvertretend für die Bundesregierung, haben eine gemeinsame Kooperation vereinbart.

Diese Kooperationsvereinbarung sieht unter anderem vor, das Personal in Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Fragen des Kinderschutzes zu schulen und für Fälle sexueller Gewalt zu sensibilisieren. Zudem soll UNICEF logistische Hilfe bei der Einrichtung kinderfreundlicher Räume sowie dem Aufbau psychosozialer Betreuungsstrukturen leisten.

Dazu erklärte Marie-Pierre Poirier, UNICEF-Koordinatorin für die Flüchtlingskrise in Europa: "Wir haben mit Deutschland als unserem Partner ein gemeinsames Verantwortungsbewusstsein - für den Schutz der Kinder zu sorgen, die ihn am meisten benötigen, und zwar unabhängig davon, woher sie kommen. Flüchtlingskinder haben Krieg, Verfolgung und eine schreckliche Reise hinter sich. Sie mögen in ihrem Zielland Deutschland angekommen sein, aber es ist der Beginn einer neuen Reise für sie. Wir müssen ihnen zur Seite stehen." Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland machte deutlich: "Flüchtlingskinder befinden sich in Deutschland nach ihrer langen und gefährlichen Flucht zwar in relativer Sicherheit. Doch werden ihre Lebensumstände in Gemeinschaftsunterkünften wie Turnhallen, Kasernen oder anderen Notunterkünften noch für lange Zeit schwierig bleiben.

Unzählige Mitarbeiter und freiwillige Helfer dort leisten großartige Arbeit. Einen verbindlichen Standard für den Schutz der Kinder sowie ausreichende Spiel und Lernangebote oder psychosoziale Hilfen gibt es bisher allerdings nicht.

Es darf nicht vom Zufall abhängen, ob Flüchtlingskinder in Deutschland gut geschützt, versorgt und betreut werden oder nicht", so UNICEF-Geschäftsführer Schneider. Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland kommen, haben, wie alle Kinder bei uns, gemäß der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen. Derzeit steht aber das deutsche Asylrecht dem Schutz der Flüchtlingskinder entgegen - das gilt im Übrigen auch für den Schutz von Frauen in Flüchtlingsunterkünften. Dringend benötigt werden: * eine kindgerechte Ausstattung der Erstaufnahmeeinrichtungen und damit eines Ortes, wo Kinder ausreichend vor Übergriffen geschützt sind; * ein Zugang für Kinder und Jugendliche zu Spiel- und Lernangeboten ebenso wie zu Sprachkursen; * eine psychosoziale Hilfe und Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Frauen, die schlimme Erfahrungen gemacht haben; * ein in Kinderschutzfragen geschultes Personal, das in den Einrichtungen rechtzeitig Risiken erkennt und Sicherheitsmaßnahmen ergreift * sowie die Etablierung vertraulicher Beschwerdemöglichkeiten. Stärkung der Angebote der Folteropferzentren mit Fokus auf Gewalt gegen Frauen (Traumabewältigung) Das BMFSFJ wird Folteropferzentren finanziell stärker unterstützen, damit Flüchtlingsfrauen, die Gewalt erfahren haben, gut betreut werden können. Etwa durch eine zusätzliche Fachkraft für die Behandlung von Flüchtlingsfrauen, die Gewalt erfahren haben. Hierfür stellt das BMFSFJ 4 Millionen Euro zur Verfügung.  

Pressemitteilung vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,
Internet:   http://www.bmfsfj.de/        
18.12.2015

5 Jahre Inspektor Energie

Spiel, Spaß und Hochspannung pur mit ‚Inspektor Energie‘ können sich auch 2016 Kinder in über 70 Kindertagesstätten und Grundschulen freuen. Vier Jahre ist er bereits deutschlandweit on Tour, der clevere Detektiv und Liebling aller Kinder. Spielerisch und mit allen Sinnen entdecken die Kleinen mit i...
Spiel, Spaß und Hochspannung pur mit ‚Inspektor Energie‘ können sich auch 2016 Kinder in über 70 Kindertagesstätten und Grundschulen freuen. Vier Jahre ist er bereits deutschlandweit on Tour, der clevere Detektiv und Liebling aller Kinder. Spielerisch und mit allen Sinnen entdecken die Kleinen mit ihm und seinem Assistenten, was Energie ist, was Akkus und Batterien damit zu tun haben und was sie für die Umwelt tun können.
Das Angebot greift die in vielen Bildungs- und Erziehungsplänen verankerten Themen Naturwissenschaft, Technik und Umweltschutz auf und bringt im Wortsinn Hochspannung in den Kita Alltag. Schirmherrin ist die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf. Unterstützt wird die Bildungsinitiative auch vom Umweltbundesamt.

Große Aufregung beim Puppentheater! Auf unerklärliche Art und Weise sind die mühsam gesammelten Batterien des Sammelseppel verschwunden. Nur mit großer Mühe und unter ambitionierter Mithilfe der Kinder gelingt es Inspektor Energie, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und den Fall zu lösen.
Danach dürfen die kleinen Spürnasen selbst Hand anlegen und erfahren mit spannenden Experimenten, was es mit der Energie auf sich hat. „Was ist ein Stromkreis? Was passiert, wenn er geschlossen ist? Was geschieht, wenn Strom versiegt? Wie kann man eine Batterie mit Sonnen- oder Windenergie wieder aufladen?“ Der erfahrene Erzieher Rainer Gutermann alias Inspektor Energie und seine Assistentin klären diese Fragen kindgerecht inszeniert, phantasievoll und mit viel Mitmach-Spaß für alle.
Ganz nebenbei erfahren die Kinder auch, was alles in Batterien steckt und wie wertvoll diese sind. So wertvoll, dass man sie nicht einfach wegwirft, sondern sammelt und zurückbringt, damit aus „Alt“ – „Neu“ gemacht werden kann. Nach soviel Lernen, Ausprobieren und Aufpassen folgt natürlich die große Belohnung: Mit einer Urkunde vom Inspektor persönlich unterschrieben und überreicht, werden die eifrigen Junior-Detektive zu ‚Energie-Inspektoren‘ ernannt. Mit einer letzten Ermunterung, selber fleißig Batterien zu sammeln, bekommen sie noch eine Mini-Sammelbox.

Zur Nachbereitung und Vertiefung erhalten teilnehmende Einrichtungen das bebilderte Handbuch ‚Tipps und Tricks‘ mit Anleitungen zum selber Experimentieren sowie Literaturtipps, damit das Thema nachhaltig in den Kindergartenalltag verankert werden kann.
Seit dem Start im Jahr 2012 hat „Inspektor Energie“ von Berchtesgaden bis Sylt in allen 16 Bundesländern 300 Kitas besucht und fast 6.000 Kinder zu Energie-Inspektoren ausgebildet. Viele Einrichtungen nahmen das Bildungsangebot in ihr Umwelt- und MINT Programm auf.
Die Resonanz der ErzieherInnen auf das Konzept ist durchweg positiv. Gelobt wird der liebevolle und verständnisvolle Umgang mit den Kindern, die Dramaturgie des Programms vom spannenden narrativen Einstieg mit Puppentheater bis zum praktischen Teil mit den Experimenten zum selbst Ausprobieren. Ebenso hohe Anerkennung erfährt das Team für sein pädagogisch aufbereitetes Fachwissen sowie die nachhaltige Verankerung des Themas durch das Handbuch.

Entwickelt wurde das Konzept vom i!bk Institut für innovative Bildungskonzepte, das u. a. mehrfach die Auszeichnung UN Dekade-Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ erhalten hat. Die Institutsleiterin Petra Griebel begründet ihr Engagement so: „Experten fordern, in der Elementarbildung das spielerische Element in den Vordergrund zu stellen. Das greifen wir auf und setzen es im pädagogischen Konzept des ‚Inspektor Energie‘ um.Die Kinder sollen altersgerecht mit viel Spaß inszeniert und mit allen Sinnen die Themen Energie und Umweltschutz erleben und begreifen, anstatt belehrt zu werden.“ Für das Konzept ‚Inspektor Energie‘ wurde das i!bk bereits 2011/2012 von der „Ideen Initiative Zukunft“, einer Kooperation von dm-drogerie markt mit der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet.

Die Anmeldung für das Jubiläumsjahr 2016 der bundesweiten Bildungsinitiative läuft.

Anfragen, Buchungen, Pressekontakt:
i!bk Institut für innovative Bildungskonzepte
Liebherrstr. 5 / Rgb. 80538 München
E-Mail:http://presse@iibk.eu, inspektor-energie@iibk.eu 
Online-Anmeldung unterhttp://www.inspektor-energie.de
 
10.12.2015

Nein zur Zulassungsbeschränkung

Die Pläne des Kultusministeriums, die Zulassung von angehenden Lehrern zum Referendariat einzuschränken, stoßen beim BLLV auf massive Ablehnung. "Wir können das nicht mittragen", erklärte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann heute in München.  „Hier wird eine Diskussion zum d...
Die Pläne des Kultusministeriums, die Zulassung von angehenden Lehrern zum Referendariat einzuschränken, stoßen beim BLLV auf massive Ablehnung. "Wir können das nicht mittragen", erklärte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann heute in München. 
„Hier wird eine Diskussion zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt vom Zaun gebrochen“, so Fleischmann. Es gebe einen noch nicht abschätzbaren Mehrbedarf an Lehrkräften aufgrund der vielen jungen Flüchtlinge. Sie alle hätten ein Recht auf Bildung. Dringend gebrauchte Lehrerinnen und Lehrer für Grund- und Mittelschulen seien aber faktisch nicht mehr vorhanden. „Gerade jetzt brauchen Abiturienten positive Signale, um sich für ein Lehramtsstudium zu entscheiden.“ Eine Beschränkung der Zulassung zum Referendariat würde dagegen abschreckend wirken.
 
Das Kultusministerium hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Lehrerbildungsgesetzes vorgelegt. Bislang hatten alle Absolventen eines Lehramtsstudiums die Garantie, anschließend ins Referendariat gehen zu können. Erst danach ist ihre Ausbildung zum Lehrer abgeschlossen. Erst dann können sie an den Schulen arbeiten. Diese Garantie will das Kultusministerium nun aufheben. Künftig soll es möglich werden, Bewerber bis zu drei Jahre auf den Zugang zum Referendariat warten zu lassen. Der BLLV hat dies in einer Stellungnahme entschieden abgelehnt.
 
„Regelmäßig wechseln sich im Lehrerberuf Phasen des Lehrermangels und der Arbeitslosigkeit ab. Derzeit sind viele Lehrer für Realschule und Gymnasium arbeitslos, während Lehrer für Grund- und Mittelschullehrer sowie Berufsschulen fehlen. Eine Beschränkung der Zulassung zum Referendariat hilft da wenig. Was wir brauchen ist Polyvalenz“, sagte Fleischmann. Das bedeute, dass Lehrkräften der Wechsel in andere Schularten und ganz andere Berufsfelder erleichtert werden muss. „Die Ausbildungsinhalte müssen geändert, starre Strukturen müssen aufgebrochen werden und mehr Flexibilität in der Lehrerbildung Einzug halten.“
 
Das Kultusministerium plant, die Zulassungsbeschränkung zum Referendariat bereits für Studierende einzuführen, die 2014 mit dem Studium begonnen haben. Dies wertet der BLLV als Bruch des Vertrauensschutzes. Die Betroffenen hätten ihr Studium unter anderen Voraussetzungen begonnen.
 
"Der BLLV fordert das Kultusministerium auf, die Pläne nicht weiter zu verfolgen und den Gesetzentwurf fallen zu lassen", schloss Fleischmann.
 
Andrea Schwarz, BLLV-Pressereferentin M.A. Tel: 089/ 72 100 129, presse (at) bllv.de
 
Mehr Informationen dazu
Stellungnahme des BLLV an das Kultusministerium am 13.11.2015

Foto: Fotolia_95440557_Subscription_Monthly_M
 
 
10.12.2015

Projektbeirat

Der Projektbeirat „Islamischer Religionsunterricht“ hat am 11.11. seine Arbeit aufgenommen. Er wird die Ausweitung des Modellversuchs „Islamischer Religionsunterricht“ fachlich begleiten. Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Schulen, die islamischen Religionsunterricht anbieten, deu...
Der Projektbeirat „Islamischer Religionsunterricht“ hat am 11.11. seine Arbeit aufgenommen. Er wird die Ausweitung des Modellversuchs „Islamischer Religionsunterricht“ fachlich begleiten. Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Schulen, die islamischen Religionsunterricht anbieten, deutlich zu erhöhen. Die Zahl dieser Schulen ist zu diesem Schuljahr deutlich auf 68 gestiegen. „Islamischer Religionsunterricht ist die praktische Umsetzung des Integrationsgedankens im besten Sinn“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. In dem jetzt eingerichteten Projektbeirat sind Vertreter und Vertreterinnen von islamischen Verbänden und aus der Wissenschaft sowie Lehrerbildung vertreten. Den Vorsitz im Projektbeirat hat Fatih Sahan, Landeskoordinator DITIB Landesverband Baden, übernommen. Zu seiner Stellvertreterin bestimmt wurde Gökcen Tamer-Uzun (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg). „Unser gemeinsames Ziel mit dem Projektbeirat ist es, dass die islamischen Verbände nach Beendigung des Modellprojekts im Jahr 2018 die gemeinsame Trägerschaft für den islamischen Religionsunterricht übernehmen“, sagte Kultusminister Andreas Stoch bei der konstituierenden Sitzung des Beirats.

Foto: Fotolia #93474346 © Riccardo Niels Mayer-Education symbol little African black teenage girl holding pen in the air ligthly smiling to the camera. African children need education since it is the most important thing for a better future.
10.12.2015

Zum Beginn

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben." Hermann Hesse Nun sind wir endlich online. Wir - das sind die Mitarbeiterinnen der Redaktion und andere Spezialisten, die uns auf den Weg bringen. Ich möchte allen, die daran beteiligt waren, dass wir - hoffentlich - ei...
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben."
Hermann Hesse

Nun sind wir endlich online. Wir - das sind die Mitarbeiterinnen der Redaktion und andere Spezialisten, die uns auf den Weg bringen. Ich möchte allen, die daran beteiligt waren, dass wir - hoffentlich - eine gute Plattform für Informationen und Fachbeiträge zur frühen Bildung sind, herzlich danken für ihr Engagement und ihren enormen Arbeitseinsatz der letzten Wochen.

An erster Stelle möchte ich meine beiden Kolleginnen Christiane Hartmann und Kerstin Pack nennen, ohne die ich dieses Projekt nicht in Angriff genommen hätte. Ohne ihre Ermutigung, die es braucht, um solch ein Projekt zu planen, und ohne ihre unermüdliche und effektive Arbeit  in den letzten Wochen wäre dieses Portal  nicht erschienen.

Ich danke aber auch den MitarbeiterInnen bei der AVR, insbesondere Frau Silvia Schumacher, und bei der Didacta, insbesondere Herrn Thorsten Timmerarens für ihre ständige Bereitschaft mich bzw. uns zu unterstützen.

Hilde von Balluseck am 11.12.2015
 
10.12.2015

Datenschutz bei digitalem Spielzeug

Viele Kinder wünschen sich digitale Spielsachen wie Miniroboter, Puppen sowie Spielecomputer zu Weihnachten. Doch Datenlecks bei vtech oder der digitalen Barbie verunsichern Eltern. SCHAU HIN!, d...
Viele Kinder wünschen sich digitale Spielsachen wie Miniroboter, Puppen sowie Spielecomputer zu Weihnachten. Doch Datenlecks bei vtech oder der digitalen Barbie verunsichern Eltern. SCHAU HIN!, der Medienratgeber für Familien, empfiehlt, Geräte vor dem Kauf auf Alterstauglichkeit und Datenschutz zu prüfen und zu sichern, falls möglich.

„Elektronische Spielzeuge sollten auf das Spielverhalten des Kindes und dessen Bedürfnisse abgestimmt und einstellbar sein. Sonst sind die Aktionsmöglichkeiten sehr begrenzt und die Irritation beim Spielen groß, einen echten Spielkameraden oder die Begleitung durch die Eltern können sie allemal nicht ersetzen“, so SCHAU HIN!-Mediencoach Kristin Langer. Vernetzte Geräte können Risiken für Jugend- und Datenschutz bergen und sind für jüngere Kinder ohne Surferfahrung nicht geeignet. Am besten überlegen Eltern überlegen angesichts der Datenschutzproblematik, ob internetfähiges Spielzeug überhaupt sinnvoll ist.

Produkte vorher prüfen
Nicht jedes elektronische Spielzeug ist auch wirklich für Kinder. Zudem sind spezielle Kindergeräte nicht immer sinnvoll. Viele Produkte sind eher ein modisches Accessoire, unausgereift und lassen sich nur bedingt auf die Bedürfnisse des Kindes einstellen. Wichtiger als das Gerät sind die Inhalte, die zum Alter und der Medienerfahrung des Kindes passen sollten. Vorgespeicherte Inhalte sind zu prüfen und sollten sich entfernen und ergänzen lassen. Eine gute Orientierung bei der Auswahl passender Geräte und Software bieten Fachmagazine im Internet sowie renommierte Kindersoftwarepreise wie „Giga-Maus“, „Tommi“ oder „Pädi“.

Über Datenschutz informieren
 „Wir empfehlen, Geräte genau zu prüfen und Internet sowie Bluetooth gerade bei jüngeren Kinder bis zehn Jahren einzuschränken sowie auf die Preisgabe persönlicher Daten zu verzichten“, so Langer. Bei sprachgesteuerten Geräten ist es wichtig, dass diese auch Ungenauigkeiten im Ausdruck, spontane Ausrufe oder gemischte Unterhaltungen unter mehreren Kindern aufnehmen können. Zudem ist etwa über die AGB des Herstellers prüfen, ob Aufnahmen und andere Daten online gespeichert und für Nutzerprofile weiterverwendet werden. Falls ja, ist vom Kauf abzuraten. Weitere Informationen zum Umgang mit persönlichen Daten finden Eltern unter www.schau-hin.info/extrathemen/datenschutz.

Aktiv begleiten
Nach Kauf des Gerätes gibt die Reaktion des Kindes die besten Hinweise darauf, ob dieses wirklich geeignet ist. Deshalb ist auch zu empfehlen, dass Eltern die Spielzeuge zumindest anfangs immer zusammen ausprobieren. Sind Eltern unzufrieden, können sie von ihr Rückgaberecht nutzen.

Geräte sicher einstellen
Wichtig ist auch, dass man Eltern sich darüber informieren, welche Sicherheitseinstellungen die digitalen Spielgeräte bieten und welche Funktionen man deaktivieren kann. Bei mobilen Geräten wie Smartwatches oder Tablets ist wichtig, dass man diese über Sicherheitseinstellungen und Jugendschutz-Apps kindgerecht einrichten kann, um Funktionen einzuschränken und einen sicheren Surfraum zu ermöglichen. Konkrete Hinweise finden Eltern unter www.schau-hin.info/sicherheit.

Auf Ausgewogenheit achten
Wichtig ist, dass Kinder ihre Freizeit nicht zu einseitig gestalten und über unterschiedliche Beschäftigungen verschiedene Impulse erhalten. Deshalb sollten das Spielen im Freien, das Treffen mit Freunden, Sport oder die Hausaufgaben nicht zu kurz kommen. Hält sich ihr Kind wiederholt nicht daran, können Eltern die Spielzeiten über einen Timer begrenzen, wenn dieser integriert ist.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“ bietet auf www.schau-hin.info weitere Informationen zum Umgang mit Games, darunter Wissenswertes zur Spielewahl und zu Alterseinstufungen, zehn goldene Regeln, Antworten auf Elternfragen sowie einen Konsolen-Guide (www.schau-hin.info/konsole) für die gängigen Modelle.
„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

Foto:Fotolia #75430263 © M. Schuppich-Gesetzbuch
 
10.12.2015

Das Augsburger Präventionsprogramm Papilio in Finnland

Augsburg, 01. Dezember 2015. Seit Juni 2015 gibt es das deutsche Präventionsprogramm Papilio nun auch in Finnland. Nur sechs Monate nach der Einführung profitieren bereits rund 450 Kinder in...
Augsburg, 01. Dezember 2015. Seit Juni 2015 gibt es das deutsche Präventionsprogramm Papilio nun auch in Finnland. Nur sechs Monate nach der Einführung profitieren bereits rund 450 Kinder in fünf Kitas von dem Konzept, das nachweislich die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kindergartenkindern stärkt. Und die Implementierung geht weiter: In Augsburg, am Stammsitz von Papilio, wurden jetzt drei weitere finnische Papilio-Trainerinnen fortgebildet. Heidrun Mayer, geschäftsführende erste Vorsitzende von Papilio e.V., und die Initiatorin des Finnland-Projekts, Iiris Björnberg, wollen das Konzept in den nächsten Jahren flächendeckend in dem skandinavischen Land einführen.
 
Denn schon jetzt zeichnet sich ab: Papilio kommt in Finnland gut an. Das finnische Bildungsministerium fördert die Implementierung. Und die ersten Erfahrungen sind durchweg positiv. „In unserem Bildungssystem wird zu wenig Wert auf die Förderung der sozial-emotionalen Kompetenzen unserer Kinder gelegt“, erklärt Iiris Björnberg. „Dank Papilio lernen nun schon Kindergartenkinder, ihre Gefühle zu erkennen und darüber zu sprechen.“ Denn das Programm vermittelt ganz spielerisch soziale Regeln und das gewaltfreie Lösen von Konflikten. Das reduziert nachweislich Verhaltensauffälligkeiten und beugt Sucht- und Gewalt im Jugendalter vor.
 
Während der rund einjährigen Pilotphase, die im Juni in Finnland gestartet wurde, wird Papilio zunächst in fünf Einrichtungen in den Städten Jyväskylä, Rauma und Uusikaupunki praktiziert. Bislang sind 89 Erzieherinnen in Papilio fortgebildet. „Alle sind mit viel Engagement dabei“, lobt Björnberg. Erstmals hätten sie nun konkrete Instrumente an der Hand, um die sozial-emotionalen Kompetenzen ihrer Kinder zu stärken. „Sie können nun systematischer arbeiten. Das begeistert die Erzieherinnen“, so die Initiatorin.
 
Begleitet wird die Implementierung von finnischen Wissenschaftlern und der Freien Universität Berlin (Professor Dr. Herbert Scheithauer). Schon im Vorfeld hatten Experten in einem Gutachten die Wirksamkeit des Programms bestätigt. „Das ist für Papilio ein zusätzliches Qualitätssiegel“, sagt die geschäftsführende Vorsitzende Heidrun Mayer. Merja Koivula von der Universität Jyväskylä und Marita Neitola von der Hochschule in Rauma untersuchen nun die Wirkungsweise des Programms in der Praxis. Die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen haben bereits erste Untersuchungen in den beteiligen Kindergärten durchgeführt. Bis zum Sommer 2016 sollen konkrete Ergebnisse vorliegen.
Schon jetzt sind die Wissenschaftlerinnen von Papilio überzeugt: „Das Programm bezieht die komplette Umwelt mit ein: nicht nur die Kinder, sondern auch Erzieher und Eltern. Das hat in Finnland bislang gefehlt“, sagt Merja Koivula von der Uni Jyväskylä.
 
Iiris Björnberg war im Jahr 2009 während eines Forschungsaufenthalts bei Professor Dr. Herbert Scheithauer an der FU Berlin auf Papilio aufmerksam geworden – und sofort begeistert gewesen. „Obwohl finnische Schüler in Pisa-Studien Spitzenplätze erzielen, mangelt es Kindern und Jugendlichen oft an sozial-emotionalen Kompetenzen“, sagt die Pädagogin. Genau hier setzt Papilio an: Spielerisch erlernen schon Kindergartenkinder, ihre Gefühle zu erkennen, auszudrücken und ihre Empathiefähigkeit zu steigern. Die Geschichten und Lieder rund um „Paula und die Kistenkobolde“ helfen dabei.
 
Diese Basiskompetenzen schützen sie später vor Gewalt und Sucht im Jugendalter – vor Problemen, die in Finnland überdurchschnittlich häufig auftreten. „Suchtmittel sind eben oft die einzige Lösung, wenn man negative Gefühle dauerhaft ignoriert. Genauso wie Gewalt“, erklärt Björnberg. Ihr gelang es, das finnische Bildungsministerium und weitere Sponsoren von Papilio zu überzeugen.
 
Langfristig soll Papilio in Kitas im ganzen Land implementiert werden. Derzeit arbeitet Björnberg gemeinsam mit den deutschen Papilio-Kollegen und dem finnischen Unterstützerverein „Lapset ensin ry/Barnen först rf“ (Kinder zuerst) daran, die Strukturen dafür aufzubauen. Sobald im kommenden Sommer die Ergebnisse der wissenschaftlichen Erhebungen vorliegen, will man Papilio weiter voranbringen. Auch Elemente wie den Elternclub, der in Deutschland fester Bestandteil des Programms ist, will man etablieren. Dazu steht Iiris Björnberg in engem Austausch mit Heidrun Mayer, die im kommenden Jahr selbst nach Finnland reisen wird, um sich von der korrekten Umsetzung des Programms in den finnischen Kitas zu überzeugen. Und möglicherweise geht irgendwann auch das Puppenspiel „Paula und die Kistenkobolde“, das in Zusammenarbeit mit der Augsburger Puppenkiste aufgeführt wird, genauso wie in Deutschland in Finnland auf Tour.
 
Über Papilio:
Das Sozialunternehmen Papilio e.V. bietet ein Präventionsprogramm zur frühzeitigen Vorbeugung gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt. Das speziell für Kindergärten entwickelte Programm ist vielfach praxiserprobt; seine Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. Es bezieht Erzieherinnen, Kinder und Eltern mit ein. Kinder lernen spielerisch soziale Regeln, den Umgang miteinander und gewaltfreies Lösen von Konflikten. Insgesamt reduziert Papilio erste Verhaltensauffälligkeiten, fördert die sozial-emotionale Kompetenz und gibt den Kindern ein Rüstzeug mit auf den Lebensweg, das sie später stabiler gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt macht. In Deutschland ist Papilio inzwischen in zwölf Bundesländern eingeführt, mehr als 6.180 pädagogische Fachkräfte haben sich in dem Programm fortbilden lassen – sie erreichen bundesweit mehr als 123.600 Kinder in 1252 Kitas. Weitere Informationen finden Sie unter: www.papilio.de
 
 
Für weitere Informationen:
Papilio e.V.
Annika Jungclaus, Tel. 0821 4480 3297, E-Mail: annika.jungclaus@papilio.de
Andrea Finkel, Tel. 0821 24 26 302-23, E-Mail: medien@papilio.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
www.papilio.de
 
Papilio e.V.
www.papilio.de
1. Vorsitzende: Heidrun Mayer
Ulmer Str.94, 86156 Augsburg, Amtsgericht Augsburg Vereinsregister VR 200829
 
 
07.12.2015

Medienratgeber für Familien

Pressemitteilung, 7. Dezember 2015 Eltern für die Mediennutzung ihrer Kinder zu sensibilisieren, ist das Ziel von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“. Der Medienratgeber für Familien hat dazu einen neuen TV-Spot produziert. Dieser wird ab sofort im Ersten und im ZDF ausgestrahlt und thematisiert die M...
Pressemitteilung, 7. Dezember 2015
Eltern für die Mediennutzung ihrer Kinder zu sensibilisieren, ist das Ziel von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“. Der Medienratgeber für Familien hat dazu einen neuen TV-Spot produziert. Dieser wird ab sofort im Ersten und im ZDF ausgestrahlt und thematisiert die Mediennutzung von Kindern mit Augenzwinkern statt erhobenem Zeigefinger.
Im Spot rennt ein athletischer „Lifeguard“ in „Baywatch“-Optik durch Hamburg. Seine Mission: Kinder vor dem Übel der Medienwelt zu retten, indem er ihnen Smartphone, Tablet oder TV-Fernbedienung aus der Hand reißt. Dass dies nicht die Lösung sein kann, zeigen die Abschlussszenen, in denen Eltern ihr Kind bei der Mediennutzung begleiten. Dazu rät die Stimme aus dem Off: „Dein Kind braucht keinen Superhelden, wenn Du hinschaust. SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“.
Der Spot nutzt den humorvollen Bezug auf Medienhelden und verzichtet bewusst auf den erhobenen Zeigefinger. Nach dem Motto „Verstehen ist besser als verbieten“ fordert er Eltern auf, ihr Kind von Anfang an durch die Medienwelt zu begleiten, ebenso wie beim Fahrradfahren.
Der Medienratgeber unterstützt Eltern mit Kindern zwischen drei und 13 Jahren dabei mit praktischen Tipps und alltagstauglichen Angeboten. Unter http://www.schau-hin.info/ gibt es informative Publikationen und Clips sowie mehrere Onlinetest Für die mobile Nutzung bietet SCHAU HIN! eine kostenlose App an.
Der TV-Spot wird zunächst in der Version „Smartphone“ ausgestrahlt: http://youtu.be/PhLPibeatSM .
Ab Januar 2016 folgen dann parallel die beiden weiteren Versionen „Tablet“ und „TV“.
Screenshots zur freien Verwendung: http://short.we-do.eu/tv-spot.
Interview mit dem Darsteller: http://bit.ly/1lIoWeq.
„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.




 
 
07.12.2015

Deutsche Telekom Stiftung und Stiftung Lesen starten Kooperation

Deutsche Telekom Stiftung und Stiftung Lesen suchen bundesweit ehrenamtliche MINT-Vorlesepaten – Kinder zwischen drei und zehn Jahren werden über das Vorlesen für mathematische-naturwi...
Deutsche Telekom Stiftung und Stiftung Lesen suchen bundesweit ehrenamtliche MINT-Vorlesepaten – Kinder zwischen drei und zehn Jahren werden über das Vorlesen für mathematische-naturwissenschaftliche Inhalte begeistert – Projekt fördert Sprach- und Lesekompetenz – Stiftungen stellen Lese- und Medientipps mit MINT-Bezug vor
 
Bonn / Mainz, 4. Dezember 2015: Was passiert bei einem Vulkanausbruch und wie funktioniert ein Navigationssystem? Viele naturwissenschaftliche und technische Phänomene lassen sich über spannende Geschichten erklären und erzählen.

An diesem Punkt setzt die neue Kooperation der Deutsche Telekom Stiftung und der Stiftung Lesen an.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, bundesweit ehrenamtliche MINT-Vorlesepaten zu gewinnen, die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren für Bücher mit mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Inhalten begeistern. Hierfür erarbeiteten die Stiftungen eine spezielle Liste mit MINT-Medientipps, die sowohl klassische Bücher als auch digitale Angebote, wie Apps und animinierte eBooks enthält. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
 
Der Startschuss für die Kooperation fällt anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts mit einer Vorlesestunde in der Zentrale der Deutsche Telekom AG. Konzernchef Timotheus Höttges, Professor Wolfgang Schuster, Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung, und Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, lesen heute Bonner Grundschülern aus einem Buch der beliebten Olchi-Reihe vor, in dem es um das Forschen und Experimentieren geht.
 
„Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich gerade im Grundschulalter durch die Beschäftigung mit mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen die Sprach- und Lesekompetenz fördern lässt und umgekehrt“, so Wolfgang Schuster. „Das ist eine wertvolle Erkenntnis, denn nur wer über ausreichend Sprach- und Lesekompetenz verfügt, kann komplexe Inhalte aus Natur, Wissenschaft und Technik verstehen und erklären. Dies ist vor allem mit Blick auf die zahlreicher und vielfältiger werdenden digital verfügbaren Informationen eine unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Teilhabe an der digitalen Welt.“

Jörg F. Maas ergänzt: „Kinder sind wissbegierig, forschen und experimentieren gern. Mit unseren MINT-Vorlesepaten setzen wir genau dort an – und möchten durch entsprechende Vorleseaktionen Kita- und Grundschulkinder nachhaltig nicht nur für das Lesen, sondern insbesondere auch für MINT-Inhalte begeistern. Wir freuen uns daher sehr – gerade für die diese Themenkombination – in der Deutsche Telekom Stiftung einen so passenden und engagierten Partner zu haben.“ 
 
Die ehrenamtlichen Vorlesepaten werden ab 2016 über Präsenz- und Online-Formate wie zum Beispiel Webinare und Erklärvideos geschult. Sie können dann auf Einrichtungen wie Kitas und Grundschulen zugehen, um dort mit den Kindern zu arbeiten. Darüber hinaus unterstützt das Netzwerk Vorlesen der Stiftung Lesen auf Wunsch auch bei der Suche nach geeigneten Einrichtungen.
 
Mehr zu den ehrenamtlichen MINT-Vorlesepaten und den MINT-Lese- und Medientipps findet sich im Internet unter:
http://www.netzwerkvorlesen.de/
http://www.telekom-stiftung.de/dts-cms/de/mint-vorlesepaten
 
07.12.2015

UNICEF-Lagebericht: Zur Situation der syrischen Kinder im Krieg und auf der Flucht

Die anhaltende Fluchtbewegung syrischer Familien ist nach Einschätzung von UNICEF Folge der verschärften Kämpfe in Syrien in diesem Jahr. Gleichzeitig haben Hoffnungslosigkeit und Not d...
Die anhaltende Fluchtbewegung syrischer Familien ist nach Einschätzung von UNICEF Folge der verschärften Kämpfe in Syrien in diesem Jahr. Gleichzeitig haben Hoffnungslosigkeit und Not der Flüchtlinge in den Nachbarländern zugenommen. Der heraufziehende Winter mit sinkenden Temperaturen, Regen und Schnee verschärft jetzt zusätzlich vor allem die Lage der Kinder. Viele Familien leben in unbeheizten Zelten oder nicht isolierten Notunterkünften. Sie haben oft kein Geld mehr zum Heizen und für warme Kleidung. UNICEF schätzt, dass derzeit rund 8,2 Millionen Mädchen und Jungen innerhalb Syriens und in den Nachbarländern dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ruft Regierungen und private Spender zur Hilfe auf, um die Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Neben besserer Überlebenshilfe sind laut UNICEF auch Lernmöglichkeiten und psychosoziale Hilfen für d ie syrischen Kinder besonders wichtig. „Nach fast fünf Jahren Krieg in Syrien liegt das Leben einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen in Trümmern“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Aber diese Kinder sind die Zukunft ihres Landes und ihrer Region. Wir müssen sie in dieser entscheidenden Phase ihres Lebens besser unterstützen. Kindheit kann nicht warten.“ Der aktuelle UNICEF-Lagebericht „Zur Situation der syrischen Kinder im Krieg und auf der Flucht“ dokumentiert die immer schlechter werdende Lage von Millionen Kindern, die als Vertriebene innerhalb Syriens oder als Flüchtling in den Nachbarländern vor dem fünften Kriegswinter stehen. Auch wenn es in Europa anders erscheint: Die allermeisten syrischen Flüchtlinge halten sich in der Nähe ihrer Heimat auf. Allein innerhalb Syriens sind über 6,5 Millionen Menschen Vertriebene im eigenen Land &nda sh; fast die Hälfte davon sind Kinder. Auch die über vier Millionen Syrer, die Zuflucht in den Nachbarländern gesucht haben, hoffen darauf, wieder nach Hause zurückzukehren. Allerdings lassen Perspektivlosigkeit gepaart mit wachsender Armut immer mehr Familien verzweifeln.

„Es gibt in ganz Syrien keinen einzigen sicheren Ort für Kinder“, sagt Hanaa Singer, Leiterin von UNICEF Syrien. Allein 2014 wurden mindesten 60 Schulen bei Angriffen getroffen. Im September 2015 starben in einem von UNICEF unterstützen Kinderzentrum sechs Minderjährige. In Homs starben vor wenigen Wochen auf einem Spielplatz 19 Kinder. Insgesamt wurden seit 2011 mindestens 11.000 Kinder getötet. Viele Familien wurden bereits mehrfach vertrieben. Drei Viertel der syrischen Bevölkerung leben in Armut. Besonders besorgniserregend ist die Situation von rund zwei Millionen Kindern in schwer umkämpften oder belagerten Gebieten, die nicht oder nur unregelmäßig humanitäre Hilfe erhalten. Die lebensnotwendige Infrastruktur ist vielerorts zusammengebrochen oder schwer beschädigt. Im September waren in Aleppo zum Beispiel zwei Millionen Menschen tagelang ohne Trinkwasser. Nur noch jedes dritte Krankenhaus ist funktionsfähig. R und zwei Millionen Kinder in Syrien können nicht zur Schule gehen. In Jordanien, Libanon, Irak, Türkei und Ägypten leben über zwei Millionen Flüchtlingskinder. Viele von ihnen können keine Schule besuchen und müssen arbeiten.
UNICEF führt in Syrien und in seinen Nachbarländern eine der größten Hilfsoperationen seit seiner Gründung durch. Zusammen mit einem Netzwerk von Partnern führt UNICEF Impfkampagnen durch, versorgt Gemeinden mit Trinkwasser und unterstützt Schulunterricht und psychosoziale Hilfe in Kinder- und Jugendzentren. Vor dem Winter erhalten Kinder warme Kleidung, und Schulen und Kinderzentren werden winterfest gemacht. Mit dem Programm „No Lost Generation“ werden Kinder in die Schule gebracht und Ausbildungs- und Freizeitangebote für die Flüchtlingskinder geschaffen.
Für viele syrische Familien erscheint die Gefahr, in ihrer Heimat oder in der Region zu bleiben, größer als die Gefahr einer Flucht nach Europa. Auf der Balkanroute stammen über 60 Prozent der Hilfesuchenden aus Syrien. Bis September hatten 214.000 Kinder in den Staaten der Europäischen Union Asyl beantragt. In Deutschland liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter den Flüchtlingen derzeit etwa bei einem Drittel. Auf dem Weg erleben viele Kinder gefährliche und belastende Situationen. Bei der Überfahrt nach Griechenland ertranken zahlreiche Kinder. UNICEF-Mitarbeiter berichten, dass an Grenzübergängen oder in chaotischen Situationen Kinder von ihren Angehörigen getrennt wurden. Seit dem Sommer wurden in Mazedonien immer mehr unbegleitete Kinder und Jugendliche registriert. Im Oktober war dort eines von vier registrierten Kindern allein unterwegs. Die meisten Flüchtlingskinder sind erschöpft und vielfach auch sc hlecht ernährt. Zusammen mit lokalen und internationalen Partnern hat UNICEF an den wichtigsten Aufnahme- und Registrierungszentren auf dem Balkan „kinderfreundliche Orte“ und „Zonen für Mütter und Kleinkinder“ eingerichtet und sorgt für Trinkwasser und Hygieneartikel. Diese Einrichtungen werden derzeit winterfest gemacht.

In Europa angekommen befinden sich die Kinder und ihre Familien zwar in relativer Sicherheit. Aber ihre Lebensumstände werden für lange Zeit schwierig bleiben. Sie müssen in Deutschland nach derzeitigem Stand bis zu sechs Monate in überfüllten Turnhallen, Kasernen, Zelten oder anderen Notunterkünften leben – auf engstem Raum ohne Privatsphäre und mit vielen unbekannten und oft auch traumatisierten Menschen. Vielerorts fehlt es an Mindeststandards zum Schutz von Kindern und Frauen – genauso wie an Spiel- und Lernangeboten. Aus der Sicht von UNICEF sollten die Kinder so kurz wie möglich dort bleiben. Die Gemeinschaftsunterkünfte müssen kindergerecht ausgestattet und der Kinderschutz verbessert werden. Die Kinder brauchen schnellen Zugang zu Lernangeboten und Sprachkursen.

Quelle: Pressemitteilung von UNICEF Deutschland vom 24.11.2015
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07.12.2015

Welt-Aids-Tag: Großes Hoffnungszeichen für Kinder mit HIV und AIDS

Die Kampagne „Kinder ohne AIDS: Medikamente und Tests für Alle!“ hat sich dafür eingesetzt, dass Kinder weltweit Zugang zu geeigneten und lebensnotwendigen Medikamenten und Tests...
Die Kampagne „Kinder ohne AIDS: Medikamente und Tests für Alle!“ hat sich dafür eingesetzt, dass Kinder weltweit Zugang zu geeigneten und lebensnotwendigen Medikamenten und Tests bekommen. Ein Jahr lang hat das entwicklungspolitische Aktionsbündnis gegen AIDS, bestehend aus knapp 300 Mitgliedsorganisationen, intensive politische Informations- und Überzeugungsarbeit dafür geleistet. Die Bundesregierung wird aufgefordert mehr für den Kampf gegen HIV und AIDS zu investieren und Druck auf die Diagnostika-Hersteller auszuüben, damit Preise sinken. 29.272 Unterschriften von engagierten Unterstützern wurden im Rahmen des Weltaidstags (1. Dezember) am 30.November dem Bundeskanzleramt übergeben.
„Bis Kinder weltweit ohne AIDS aufwachsen können, wie in den nachhaltigen Entwicklungszielen vereinbart, müssen international verantwortliche Akteure noch viele Schritte unternehmen. Deshalb sind wir heute im Bundeskanzleramt“, ergänzt Marwin Meier, Kindergesundheitsexperte von World Vision. „Von der Bundesregierung erwarten wir mehr Investitionen. So können ärmere Staaten ihre lebenslang benötigten Behandlungsprogramme für alle Menschen ausweiten. Die bislang vernachlässigten Kleinkinder würden besonders davon profitieren. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria sollte mit mindestens 400 Millionen Euro jährlich unterstützt werden.“ „Pharmafirmen haben ihre Patente auf zentrale Kinderpräparate an den sogenannten Patentpool gegeben. In Zukunft können geeignete und bezahlbare HIV-Medikamente für Kinder durch Generikahersteller produziert werden und fast al len HIV-positiven Kindern weltweit zugutekommen“, sagt die Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen AIDS, Astrid Berner-Rodereda von Brot für die Welt. „Wenn nun für Kinder geeignete Medikamente mit weniger Alkoholgehalt und in Form von löslichen Tabletten und Granulaten hergestellt werden, ist das ein wichtiger Fortschritt“, ergänzt Tanja Funkenberg, Gesundheitsexpertin von terre des hommes Deutschland. „Es reicht aber nicht, solange noch nicht alle Kinder Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten und Tests haben.“ Ende 2014 haben weltweit erst 32Prozent der Kinder Zugang zu HIV-Medikamenten.
„Wichtig ist auch der flächendeckende Ausbau von sogenannten Viruslasttestmöglichkeiten, ohne die Kleinkinder nicht erfolgreich und nicht früh genug getestet werden können“, betont Frank Mischo, AIDS-Experte der Kindernothilfe und Koordinator der Kampagne. „Ansonsten drohen 80 Prozent der betroffenen Kinder vor dem fünften Lebensjahr unbehandelt zu sterben.“

Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen AIDS vom 30.11.2015
Foto: Kerstin Pack

 
07.12.2015

Terre des hommes-Appell zur Weltklimakonferenz: Klimawandel bedroht Millionen Kinder

Die Ergebnisse des Weltklimagipfels entscheiden über das Schicksal von Millionen Kindern. Laut der Weltgesundheitsorganisation gefährden neun von zehn durch den Klimawandel verstärkte K...
Die Ergebnisse des Weltklimagipfels entscheiden über das Schicksal von Millionen Kindern. Laut der Weltgesundheitsorganisation gefährden neun von zehn durch den Klimawandel verstärkte Krankheiten wie Malaria und Durchfall das Leben von Kindern unter fünf Jahren. 160 Millionen Kinder sind von zu erwartenden Dürren betroffen, über 500 Millionen Kinder leben in von Überschwemmungen bedrohten Gebieten. „Die Auswirkungen des Klimawandels bedrohen unmittelbar das Leben von Millionen Kindern. Es steht außer Frage, dass in Paris verbindliche Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen beschlossen werden müssen“, sagte Jonas Schubert, Kinderrechtsexperte von terre des hommes. Derartige Schritte seien keine Wohltaten, sondern staatliche Verpflichtungen, die sich aus der UN-Kinderrechtskonvention und anderen Menschenrechtsabkommen ergeben. „Jede Generation muss dafür Sorge tragen, dass die Nachfolgenden einmal dieselbe n Lebenschancen haben“, so Schubert.
Prof. Mojib Latif, Kieler Klimaforscher und Schirmherr des terre des hommes-Stiftungsfonds „Sauberes Wasser – ein Kinderrecht“, betonte die sozial ungerechten Auswirkungen des Klimawandels. „Der Klimawandel verschärft die Armut und begünstigt die ohnehin Privilegierten. Es geht nicht nur um Gerechtigkeit zwischen den Gesellschaften, die durch ihre Wirtschaftssysteme und Lebensstile erheblich zum Klimawandel beitragen, und jenen, die darunter leiden. In den Mittelpunkt der Debatte gehören Menschen, die aufgrund ihrer Armut oder gesellschaftlichen Ausgrenzung stärker als andere vom Klimawandel betroffen sind und ihm wenig entgegensetzen können. Die Kinderrechte lenken den Blick auf die besondere Betroffenheit der Kinder“, so der diesjährige Preisträger des Deutschen Umweltpreises.
Terre des hommes unterstützt in besonders gefährdeten Ländern wie Peru und Nepal Projekte zur Förderung alternativer Energien und zur Umweltbildung für Kinder und Jugendliche. Mitarbeiterinnen und Projektpartner von terre des hommes setzen sich als Teil der offiziellen Delegation Perus auf der Klimakonferenz für die Rechte zukünftige Generationen ein.

Quelle: Pressemitteilung von Terre des hommes Deutschland e.V. vom 27.11.2015
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07.12.2015

Ravensburger Stiftung: Preisverleihungen für Leuchtturm- und Buchpreis 2015

„Feinfühliges elterliches Verhalten führt zu sicheren Bindungsbeziehungen und zu einer guten Entwicklung bis ins Erwachsenenalter.“ Dies erklärte Professorin Dr. Fabienne Be...
„Feinfühliges elterliches Verhalten führt zu sicheren Bindungsbeziehungen und zu einer guten Entwicklung bis ins Erwachsenenalter.“ Dies erklärte Professorin Dr. Fabienne Becker-Stoll (Direktorin des Münchener Staatsinstintuts für Frühpädagogik IFP) am 30 November 2015 in Berlin anlässlich der Verleihung der Jahrespreise 2015 der Stiftung Ravensburger Verlag.

An diesem Abend überreichte Stiftungsvorsitzende Dorothee Hess-Maier den mit 8.000 Euro dotierten Leuchtturm-Preis der Stiftung an Sabine Wüsten und die ehrenamtliche Initiative „Mütter für Mütter“ in Neubrandenburg. Ebenfalls verliehen wurde der mit 12.000 Euro versehene Buchpreis der Stiftung; diesen erhielt die Wiener Schriftstellerin Vea Kaiser für ihren Familienroman „Makarionissi oder die Insel der Seligen“. Verlässliche Bindung im ersten Lebensjahr aufbauen In ihrer Laudatio für die Leuchtturm-Preisträgerinnen aus Neubrandenburg widmete sich Professorin Becker-Stoll dem Forschungsthema „Mütterliche Bindungserfahrung und Beziehungsqualität zum eigenen Kind“. Sie berichtete von wissenschaftlichen Studienergebnissen, wonach die eigenen Kindheits- und Bindungserfahrungen und die aktuelle Lebenssituation der Mutter ihr Verhalten gegenüber ihrem Kind prägen. „Die meisten Kinder entwickeln in den ersten neun Lebensmonaten Bindungen gegenüber Personen, die sich dauerhaft um sie kümmern. Längere Trennungen oder gar der Verlust dieser Bindungsfigur führen zu schweren Trauerreaktionen und großem seelischen Leid. Hat das Baby jedoch zu einer Person eine verlässliche Bindung aufgebaut, kann es von dieser aus seine Umwelt erkunden und zu ihr zurückkehren, wenn es in eine Überforderungssituation kommt. „Kindeswohl gleich Mutterwohl Die Wissenschaftlerin sprach von einem „Kreis der Sicherheit“, den feinfühlige Eltern ihrem Baby bieten sollten, wodurch es sich bis ins Erwachsenenalter gut entwickeln könne. „Dem Kind kann es immer nur so gut gehen, wie es der Person gut geht, die es betreut und für das Kind verantwortlich ist.“ Dies bedeute aber auch, dass Mütter und Väter selbst Unterstützung und emotionale Zuwendung benötigen.

Gestresste Kinder als Folge schwacher Frühbindung.  Eine „stark geminderte Beziehungskompetenz von Eltern“ beklagte Leuchtturm-Preisträgerin Sabine Wüsten, Mit-Initiatorin der Gruppe „Mütter für Mütter“ in Neubrandenburg und selbst sechsfache Mutter. Das führe zu Stress bei den Kindern, messbar im Cortisolspiegel, der sich manchmal „zum Profil eines Erwachsenen mit Burnout“ entwickele. Mit ihren Aktivitäten wie Mütter-Baby-Gruppen, Mütter-Cafés, Workshops, Kursen und individuellen Beratungen, zu denen auch Väter kommen, holen die ehrenamtlich tätigen Frauen Schwangere und junge Mütter aus der Isolation, mit dem Ziel, ihnen die Aufgabe zu erleichtern, ihre Kinder „feinfühlig“ und bindungsorientiert zu gefestigten Persönlichkeiten zu erziehen. Sabine Wüsten berichtete von Erfolgen und von neuen Mütter-Initiativen, die sich – angeregt durch das Vorbild der „Mütter für Mütter“ – in den Nachbarstädten Greifswald und Waren bilden wollen. Familienroman beschreibt moderne Odyssee In seiner Laudatio auf die Buchpreisträgerin Vea Kaiser, junge Wiener Schriftstellerin und Altphilologie-Studentin, nannte Focus-Literaturkritiker Dr. Uwe Wittstock ihren Familienroman eine „moderne Odyssee“. Die Autorin habe „mit beeindruckender Ehrlichkeit“ gezeigt, dass das Lebenskonzept Familie in Zeiten der Migration von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität verlange, um es trotzdem zu realisieren. Wittstock bezeichnete die vagabundierenden griechischen Helden des Romans „Makarionissi oder die Insel der Seligen“ als „Fluchthelfer ihres eigenen Lebens“. Es gehöre zu den großartigen Kunstgriffen Vea Kaisers, die Geschichte vor der Folie der griechischen Mythologie spielen zu lassen.

Quelle: Pressemitteilung des Ravensburger Stiftung Verlag vom 30.11.2015
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07.12.2015

Der 100. Kita-Fachtext ist jetzt online – Kinder als Philosophen

 In ihm beschreiben die Philosoph(inn)en Eva Stollreiter, Vorsitzende des gemeinnützigen Berliner Vereins „Die kleinen Denker. Philosophieren mit Kindern e.V.“ und Alexander Sche...
 In ihm beschreiben die Philosoph(inn)en Eva Stollreiter, Vorsitzende des gemeinnützigen Berliner Vereins „Die kleinen Denker. Philosophieren mit Kindern e.V.“ und Alexander Scheidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang Bildung und Erziehung in der Kindheit an der Fachhochschule Potsdam, wie bereits mit kleinen Kindern in der Kita in alltäglichen Situationen die großen Fragen des Lebens erörtert werden können und mit ihnen philosophiert werden kann. Notwendig sei ihrer Meinung nach vor allem Neugier und Offenheit und ein dialogisches Aufgreifen und Hineindenken in die Themen und Positionen der Kinder. 2011 starteten die Alice Salomon Hochschule (ASH), die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) und FRÖBEL e.V. die gemeinsame Initiative, mit den KiTa-Fachtexten online quasi ein sich ständig erweiterndes Lehrbuch zur Verfügung zu stellen. Inzwisc hen bietet das Portal vielfältige kindheitspädagogische und entwicklungspsychologische Aufsätzen zum kostenfreien download an. Das Spektrum reicht von der sozial-emotionalen Begleitung von Krippenkindern in wichtigen Situationen wie der Eingewöhnung, dem Essen, Schlafen oder bei Stress, über die Darstellung von pädagogischen Ansätze wie dem der Freinet-Pädagogik oder einer Inklusionspädagogik mit den Schwerpunkten Armut bzw. sexuelle Orientierung bis hin zu einem Artikel über Krippen in der DDR. Autorinnen und Autoren der Texte sind bekannte Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen der Frühpädagogik wie Dörte Weltzien, Kornelia Schneider, Timm Albers oder Lothar Klein, aber auch Fachberater/innen und Master- und Bachelorabsolvent/innen. In den zurückliegenden vier Jahren erwiesen sich die KiTa-Fachtexte als eine wichtige Unterstützung für die Aus- und Weiterbildung von Erzieher/innen, Frühpäda gog(inn)en und Sozialpädagog(inn)en. Nach Aussagen von Lehrkräften an Fachschulen sind diese Texte für sie wichtiger als herkömmliche Lehrbücher.
Die wissenschaftliche Leitung der Kita-Fachtexte liegt bei Prof. Dr. Susanne Viernickel von der Alice Salomon Hochschule Berlin, die Koordination verantwortet die Journalistin und Fortbildnerin Barbara Leitner. Alle Texte sind unter http://www.kita-fachtexte.de  abrufbar. Kontakt zu dem Fachtexte-Team kann man über fachtext@ash-berlin.eu aufnehmen.

Quelle: Pressemitteilung des Koordination-Projekts „KiTa - Fachtexte“ der Alice Salomon Hochschule, FRÖBEL-Gruppe & Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte vom 25.11.2015
Foto: Kerstin Pack
07.12.2015

Kollegiale Beratung in der Kindertagespflege

Das Niedersächsische Kindertagespflegebüro unterstützt die qualitative und quantitative Weiterentwicklung der Kindertagespflege. Vor allem für Fachkräfte, die in der Beratung,...
Das Niedersächsische Kindertagespflegebüro unterstützt die qualitative und quantitative Weiterentwicklung der Kindertagespflege. Vor allem für Fachkräfte, die in der Beratung, Vermittlung und Qualifizierung von Tagespflegpersonen tätig sind, ist das Tagespflegebüro die Anlaufstelle in Niedersachsen. Zum Serviceangebot gehören im Jahr 2016 unter anderem regionale Beratungsangebote für Facheraterinnen und Fachberater in der Kindertagespflege. Die kollegialen Beratungsgruppen treffen sich in Hannover und Oldenburg. Anmeldungen sind bis 6. Januar 2016 möglich. Weitere Informationen unter www.tagespflegebuero-nds.de (30.11.15)

Quelle: http://www.familien-mit-zukunft.de/
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07.12.2015

DIVI fordert speziell ausgestattete pädiatrische Intensivstationen

Es ist der Alptraum aller Eltern: Das eigene Kind ist schwerkrank oder hatte einen schlimmen Unfall und nun liegt es auf der Intensivstation. Ein aus dem Mund ragender Beatmungsschlauch sorgt für...
Es ist der Alptraum aller Eltern: Das eigene Kind ist schwerkrank oder hatte einen schlimmen Unfall und nun liegt es auf der Intensivstation. Ein aus dem Mund ragender Beatmungsschlauch sorgt für den lebenswichtigen Sauerstoff, durch Infusionsschläuche fließen Medikamente in den hilflosen Körper. Natürlich tun Ärzte und medizinisches Personal alles, um das junge Leben zu retten – doch nicht jede Klinik ist für Kinder optimal ausgestattet. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert, dass Kinder und junge Menschen, die eine besondere intensivmedizinische Behandlung benötigen, auf eine speziell ausgestattete pädiatrische Intensivstation kommen. „Es gibt vital bedrohte Kinder und Jugendliche mit bestimmten Diagnosen, deren Überlebens- und Genesungschancen auf einer Kinderintensivstation höher sind“, sagt Dr. Michael Sasse, Präsidiumsmitglied der DIVI und Oberarzt der Intensivstation der Kinderkardiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover. „Dort stehen speziell ausgebildete Ärzte und medizinisches Personal zur Verfügung, die entsprechendes Know-how mitbringen. Das gilt vor allem für die Therapie in den unterschiedlichen Altersstufen. Fünfjährige muss man beispielsweise hinsichtlich der Medikamentendosierung anders behandeln als 17-Jährige.“ Es gibt in Deutschland 77 Kinderintensivstationen, das bedeutet eine nahezu flächendeckende Versorgung. Dort erhalten die schwer verletzten oder schwerkranken Säuglinge und Kinder bis 18 Jahren die medizinische Betreuung, die im jeweiligen Fall nötig ist. „Auf diesen Stationen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von besonderer Bedeutung“, erklärt der Experte. „Denn nicht nur die Ärzte, sondern beispielsweise auch Pflegekräfte, Physio- und Atemtherapeuten sowie Psychologen und Logopä den benötigen Erfahrung, teilweise auch eine besondere Ausbildung, und sollten vor Ort sein, um die jungen Patienten schon während des Aufenthalts auf der Intensivstation im Genesungsprozess zu unterstützen und nach vorne zu bringen.“
Am Beispiel des Schädel-Hirn-Traumas lässt sich veranschaulichen, inwieweit manche Diagnosen eine unterschiedliche Behandlung erfordern: Während das Schädel-Hirn-Trauma des Jugendlichen dem im Erwachsenenalter ähnelt, bestehen insbesondere im Säuglings- und Kleinkindesalter auf Grund unterschiedlicher Kopf-Körper-Proportionen, altersabhängiger metabolischer Voraussetzungen und spezieller Verletzungsmechanismen Unterschiede, auf die in der zu erfolgenden Behandlung eingegangen werden muss. Weitere Krankheitsbilder, die auf einer pädiatrischen Intensivstation besser aufgehoben sind: Verbrennungen, septischer Schock, nicht durchbrechbare Krampfanfälle (wie sie z.B. bei Epileptikern auftreten), Leber- und Nierenversagen, angeborene Herzfehler, Mukoviszidose und seltene Stoffwechselerkrankungen. „Man braucht für viele dieser Krankheiten spezielle Geräte, die für Kinder ausgelegt sind“, stellt Dr. Florian Hoffmann fest, DIVI-Sektionssprecher für Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin. An einigen großen Zentren haben sich bereits Netzwerke gebildet. Das Fachpersonal der unterschiedlichen Kliniken arbeitet dort auf enger Basis zusammen. Kommt es zu einem Notfall, wird die Erstversorgung in der nächstgelegenen Klinik vorgenommen und, falls nötig, die weitere medizinische Behandlung dann auf einer pädiatrischen Intensivstation. „Wir haben Transportdienste, die das übernehmen“, erläutert Dr. Hoffmann, der auch Oberarzt der Kinderintensivstation an der Kinderklinik und Kinderpoliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist. Beispiele für funktionierende Kinderintensivnetzwerke sind die der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Medizinischen Hochschule Hannover. In Niedersachsen haben sich in einem Radius von 200 Kilometern 41 Klinik en zusammengeschlossen. Dort sind die Krankenkassen bereits auf das Projekt aufmerksam geworden und bezuschussen die Maßnahmen. So sparen sie sich eventuell später anfallende Kosten, da die jungen Patienten bei nicht optimaler Behandlung Folgeschäden davontragen können. „Wir sollten daran setzen, ein bundesweites Netzwerk aufzubauen“, sagt DIVI-Präsident Professor Gerhard Jorch. „Wir können damit die aktuelle Versorgungslage optimieren und das müsste doch Motivation genug sein.“

Quelle: Pressemitteilung der Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. vom 26.11.2015
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07.12.2015

Kita-Besuch in Berlin ab 2018 kostenlos

In Berlin soll der Besuch der Kindertagesstätten künftig vollständig kostenfrei sein. Nach Informationen des rbb haben sich die Fraktionen von SPD und CDU am 23. November bei den Beratu...
In Berlin soll der Besuch der Kindertagesstätten künftig vollständig kostenfrei sein. Nach Informationen des rbb haben sich die Fraktionen von SPD und CDU am 23. November bei den Beratungen für den kommenden Doppelhaushalt darauf geeinigt. Danach soll die Beitragsfreiheit schrittweise eingeführt werden. Begonnen werden soll damit bereits im nächsten August. Ab 2018 wäre dann der Besuch der Kita von Anfang bis Ende kostenlos. Der Beschluss sieht außerdem vor, 60 Millionen Euro frei zu geben, um unter anderem mehr Erzieher einstellen zu können. Die Regierungsfraktionen einigten sich auch darauf, in den kommenden beiden Jahren 33 Millionen Euro mehr für Polizei und Sicherheit auszugeben. Die Situation in den Bürgerämtern will die Koalition ebenfalls verbessern: Dazu bekommen die Bezirke 36 zusätzliche Stellen.

Quelle: Pressemitteilung des Rundfunks Berlin-Brandenburg vom 23.11.2015
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07.12.2015

Neues beim Kindergeld für Pflegefamilien

Wer Kindergeld erhalten möchte, muss seiner Familienkasse seine Steuer-Identifikationsnummer und die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes angeben. Benötigt werden die Steuer-Identifikatio...
Wer Kindergeld erhalten möchte, muss seiner Familienkasse seine Steuer-Identifikationsnummer und die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes angeben. Benötigt werden die Steuer-Identifikationsnummern des Kindes, für das Kindergeld beantragt wird und des Elternteils, der den Kindergeldantrag stellt oder bereits Kindergeld bezieht. Durch die Steuer-Identifikationsnummer soll sichergestellt werden, dass es nicht zu Doppelzahlungen kommt.
Neuanträge müssen die Steuer-Identifikationsnummern enthalten. Eltern, die bereits Kindergeld beziehen und die Steuer-Identifikationsnummern noch nicht angegeben haben, können den Kindergeldbezug sicherstellen und Rückfragen vermeiden, indem sie ihrer Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummern mitteilen. Die Familienkassen werden es grundsätzlich nicht beanstanden, wenn die Angaben im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden.
Wie kann ich meiner Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummern mitteilen?
Wenn Sie ohnehin Belege oder Nachweise einreichen müssen oder aus anderen Gründen bereits in Kontakt mit Ihrer Familienkasse stehen, teilen Sie die ab 2016 erforderlichen Steuer-Identifikationsnummern bei dieser Gelegenheit am besten gleich mit.
Kann ich die Steuer-Identifikationsnummer auch telefonisch durchgeben?
Nein. Allein die schriftliche Übermittlung stellt sicher, dass bei der Weitergabe der Steuer-Identifikationsnummern keine Übermittlungsfehler eintreten.
Stellt die Familienkasse die Kindergeldzahlung ein, wenn ihr die Steuer-Identifikationsnummern am 1. Januar 2016 nicht vorliegen?
Grundsätzlich werden die Familienkassen es nicht beanstanden, wenn die Steuer-Identifikationsnummern im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden. Erhält die Familienkasse die Steuer-Identifikationsnummern nicht im Laufe des Jahres 2016, ist sie gesetzlich verpflichtet, die Kindergeldzahlung rückwirkend zum 1. Januar 2016 aufzuheben und das seit Januar 2016 gezahlte Kindergeld zurückzufordern.
Die in einigen Publikationen verbreitete Meldung, dass eine Kindergeldzahlung eingestellt würde, wenn den Familienkassen bis zum 1. Januar 2016 keine Mitteilung der IdNr. vorliegt, ist unzutreffend.
Wo finde ich die Steuer-Identifikationsnummer von mir und meinem Kind?
Ihre Steuer-Identifikationsnummer und die Ihres Kindes finden Sie im jeweiligen Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern. Ihre Nummer ist auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers oder in Ihrem Einkommensteuerbescheid verzeichnet.
Ich finde die Steuer-Identifikationsnummern nicht. Muss ich eine neue Steuer-Identifikationsnummer beantragen?
Nein. Die Steuer-Identifikationsnummer bleibt ein Leben lang gültig. Sollten Sie Ihre Steuer-Identifikationsnummer in den genannten Unterlagen nicht finden, können Sie mit dem Eingabeformular im Internetportal des Bundeszentralamts für Steuern um erneute Zusendung bitten. Die Mitteilung der Steuer-Identifikationsnummer durch das Bundeszentralamt für Steuern erfolgt schriftlich. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann die Steuer-Identifikationsnummer weder telefonisch noch per E-Mail übermittelt werden.
Wenn ihnen die Steuer-Identifikationsnummer des Pflegekindes nicht bekannt ist, sollten sich kindergeldberechtigte Pflegeeltern, die dauerhaft ein Pflegekind aufgenommen haben, an ihren Pflegekinderdienst wenden, damit dieser die Steuer-IdNr. des Pflegekindes beim Sorgeberechtigten erfragt.
Weitere Informationen: >>> Zur Informationsseite des Bundeszentralamtes für Steuern
Quelle: Internet-Portal des Bundeszentralamtes für Steuern
Fragen & Antworten zur Angabe der Steuer-Identifikationsnummer ab 1. Januar 2016 beim Kindergeld
22.11.2015

KitaClub-Tipp: 20 Prozent Jubiläumsrabatt bei Kita-Ausstatter dusyma

Zur Feier des 90-jährigen Bestehens könnt ihr beim Kita-Bedarf-Hersteller und –Händler dusyma vom 18. November bis zum 24. Dezember 2015 mit 20 Prozent Rabatt einkaufen! Einfach im Web-Shop schriftlich oder telefonisch bestellen und dabei den Rabattcode „6003“ eingeben. Das Angebot gilt für alle Artikel mit der Artikelnummer 0,...
Zur Feier des 90-jährigen Bestehens könnt ihr beim Kita-Bedarf-Hersteller und –Händler dusyma vom 18. November bis zum 24. Dezember 2015 mit 20 Prozent Rabatt einkaufen! Einfach im Web-Shop schriftlich oder telefonisch bestellen und dabei den Rabattcode „6003“ eingeben. Das Angebot gilt für alle Artikel mit der Artikelnummer 0, 1, 2, 4 und 5 und ist nicht mit anderen Rabatten und Vertragskonditionen kombinierbar. Frohes Kita-Shoppen!
 
18.11.2015

Karstadt-Eigentümer baut Kitas

Karstadt-Eigentümer René Benko baut mit seinem Firmenimperium jetzt auch im großen Stil Kindergärten in Deutschland. Geplant sei in den nächsten Jahren die Errichtung von rund 150 Kitas durch ein Tochterunternehmen der Signa Property Funds, sagte ein Sprecher von Signa am 29. Oktober in Wien. Zuvor hatte der österreichische „Kurier“ über die Pläne berichtet. Erste Projekte sind demnach in Köln, Bonn, Düsseldorf und Münster gep...
Karstadt-Eigentümer René Benko baut mit seinem Firmenimperium jetzt auch im großen Stil Kindergärten in Deutschland. Geplant sei in den nächsten Jahren die Errichtung von rund 150 Kitas durch ein Tochterunternehmen der Signa Property Funds, sagte ein Sprecher von Signa am 29. Oktober in Wien. Zuvor hatte der österreichische „Kurier“ über die Pläne berichtet. Erste Projekte sind demnach in Köln, Bonn, Düsseldorf und Münster geplant.
Das Finanzvolumen für die Errichtung der ersten 150 Kitas bezifferte der Signa-Sprecher auf rund 400 Millionen Euro. Die ersten 13 Projekte seien bereits fertiggestellt oder in Arbeit. Der Kauf von weiteren 30 Grundstücken werde derzeit geprüft. Danach sollen pro Jahr zwischen 24 und 36 Anlagen folgen. Die Gebäude sollen in Holzbauweise aus vorgefertigten Teilen errichtet werden. Selbst betreiben will Signa die Kindergärten allerdings nicht, sondern nach Fertigstellung verkaufen.


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17.11.2015

Liebe KitaClub-Mitglieder

in diesen schweren Stunden trauern wir mit unseren Nachbarn in Frankreich und fühlen uns enger denn je mit ihnen verbunden. Die barbarische Tat von Paris war ein Angriff auf die gesamte freie Welt und ihre Werte. Bildung und die Bildungswirtschaft müssen sich gerade jetzt ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein. Wir müssen dafür eintreten, dass Kinder schon früh lernen, kultureller, religiöser und ethnischer Diversität hohen Respekt und große Wertsch&...
in diesen schweren Stunden trauern wir mit unseren Nachbarn in Frankreich und fühlen uns enger denn je mit ihnen verbunden. Die barbarische Tat von Paris war ein Angriff auf die gesamte freie Welt und ihre Werte. Bildung und die Bildungswirtschaft müssen sich gerade jetzt ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein. Wir müssen dafür eintreten, dass Kinder schon früh lernen, kultureller, religiöser und ethnischer Diversität hohen Respekt und große Wertschätzung entgegenzubringen. Wir können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Kinder aufzuklären und sie auf eine friedliche Welt vorzubereiten. Daran zu arbeiten und alles uns Mögliche in diese Richtung zu unternehmen, muss unser Ziel sein.

Ihr Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis
16.11.2015

MI(N)T-Macher in Baden-Württemberg gesucht!

Die element-i-Bildungsstiftung veranstaltet seit 2014 einen „Tüftler- und Forscherinnentag“, an dem immer mehr Kitas teilnehmen. Dieses Jahr, am 12. November, waren es schon 460 Kinde...
Die element-i-Bildungsstiftung veranstaltet seit 2014 einen „Tüftler- und Forscherinnentag“, an dem immer mehr Kitas teilnehmen. Dieses Jahr, am 12. November, waren es schon 460 Kinder aus 37 Stuttgarter und Karlsruher Einrichtungen. Im Rahmen von Betriebs- und Berufsschulbesuchen wurden die Kinder durch spannende naturwissenschaftlich-technische Mitmach-Projekte altersgerecht an das Themenfeld herangeführt. Ziel des Programmes: frühzeitig die Begeisterung für MINT-Themen, also Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bei Jungs und Mädchen gleichermaßen zu wecken. Im kommenden Jahr sollen noch mehr Kinder die Chance bekommen, in faszinierende MINT-Welten hinein zu schnuppern und zum Beispiel die „Zitronenbatterie“ (siehe Abbildung) oder das „Theremin“, ein Musikinstrument, das völlig berührungsfrei gespielt werden kann, kennenzulernen. Unternehmen und Kitas, die sich im nächsten Jahr beim dritten Tüftler- und Forscherinnentag beteiligen wollen, können sich auf der Website der element-i-Bildungsstiftung informieren und sich unter der Nummer 0711-656960-36 an die Bildungsstiftung wenden.
 
Foto: Friess und Merkle
15.11.2015

Führt Rot-Grün in Baden-Württemberg Bildungshäuser fort?

Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg denkt über die Fortführung der Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige nach. „Das Modellprojekt hat in den vergan...
Die grün-rote Koalition in Baden-Württemberg denkt über die Fortführung der Bildungshäuser für Drei- bis Zehnjährige nach. „Das Modellprojekt hat in den vergangenen sieben Jahren wertvolle Erkenntnisse geliefert, wie der Übergang von der Kita in die Grundschule weiter verbessert werden kann“, heißt es im Ressort von Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Es werde mit Hochdruck gearbeitet an der Auswertung der Ergebnisse des Modellversuchs zur Verzahnung von Kindergarten und Grundschule gearbeitet sowie an Empfehlungen für eine Kabinettsvorlage. Die SPD-Abgeordnete Sabine Wölfle hatte jüngst im Landtag gesagt, man überlege, ob die Bildungshäuser ein Regelangebot werden. Im Südwesten gibt es derzeit rund 200 Bildungshäuser, die einen reibungslosen Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule gewähren sollen. Dafür sind gemeinsame Lern- und Spielzeiten in institutions- und jahrgangsübergreifenden Gruppen vorgesehen. Der Orientierungsplan für die Kindergärten und der Bildungsplan der Grundschule sind aufeinander abgestimmt. Nach früheren Angaben Stochs kommen bislang nur acht Prozent aller Drei- bis Zehnjährigen in den Genuss solcher Bildungseinrichtungen. Laut Kultusministerium hatte die CDU-geführte Vorgängerregierung das Projekt nur bis 2014/15 durchfinanziert. Grün-Rot habe sich für die Bildungshäuser stark gemacht und im ersten Nachtragshaushalt von 25 Deputaten für das Schuljahr 2015/16 bereitgestellt. Wann dem Kabinett die Empfehlungen vorgelegt werden, ist noch unklar.


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12.11.2015

Hamburg übernimmt Tarifabschluss für Erzieher

Auch in Hamburg müssen Eltern von Kita-Kindern vorerst keine Streiks an den Kindertagesstätten mehr befürchten. Die Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich am 5. November grundsätzlich auf die Übernahme der bundesweiten Tariferhöhung für den Sozial- und Erziehungsdienst vers...
Auch in Hamburg müssen Eltern von Kita-Kindern vorerst keine Streiks an den Kindertagesstätten mehr befürchten. Die Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH) und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich am 5. November grundsätzlich auf die Übernahme der bundesweiten Tariferhöhung für den Sozial- und Erziehungsdienst verständigt, wie die Gewerkschaft mitteilte. Der Einigung war im Frühjahr ein wochenlanger Tarifkonflikt vorausgegangen, bei dem die Beschäftigten aus Kindertagesstätten und sozialen Einrichtungen bundesweit für eine Aufwertung ihrer Berufe gestreikt hatten. Während im Rest der Republik bereits im Oktober ein mehrheitlich von den Gewerkschaftsmitgliedern abgesegnetes Tarifergebnis vorlag, musste in Hamburg gesondert verhandelt werden, weil es in dem Stadtstaat eine eigenständige Tarifstruktur mit der AVH gibt. Das erzielte Verhandlungsergebnis werde nun den Gewerkschaftsmitgliedern bis Ende November in einer Urabstimmung vorgelegt, teilte Verdi mit.


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10.11.2015

Mehr Kita-Angebote für Flüchtlingskinder in Sachsen

In Sachsen helfen künftig mehr sogenannte Willkommenskitas bei der Integration von Flüchtlingskindern in den Kita-Alltag. Das Modellprojekt wurde von vier auf nunmehr zehn Einrichtungen ausgeweitet, sagte Projektleiter Axel Möller von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Neu hinzugekommen sind demna...
In Sachsen helfen künftig mehr sogenannte Willkommenskitas bei der Integration von Flüchtlingskindern in den Kita-Alltag. Das Modellprojekt wurde von vier auf nunmehr zehn Einrichtungen ausgeweitet, sagte Projektleiter Axel Möller von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Neu hinzugekommen sind demnach Kitas und Horteinrichtungen in Dresden, Leipzig und Bautzen. „Der Bedarf auch in den Städten ist groß“, erklärte Möller. Bisher wurden vor allem Kitas in ländlichen Regionen gefördert.
Vor gut einem Jahr wurde das bundesweit einzigartige Modellprojekt „Willkommenskitas“ in Sachsen gestartet. Seither werden ausgewählte Kitas mit Fortbildungen, Beratern vor Ort und dem Aufbau von Netzwerken bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern unterstützt. Mit rund 100 000 Euro wird das Projekt aus dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und vom Kultusministerium gefördert.
09.11.2015

Fachkräfte-Nachwuchs für Kitas in Sicht

Einen Anstieg der Anfängerinnen und Anfänger an Fachschulen für Sozialpädagogik um durchschnittlich mehr als 2000 Personen pro Jahr innerhalb der letzten sechs Jahre, vermeldet das...
Einen Anstieg der Anfängerinnen und Anfänger an Fachschulen für Sozialpädagogik um durchschnittlich mehr als 2000 Personen pro Jahr innerhalb der letzten sechs Jahre, vermeldet das Fachkräftebarometer Frühe Bildung. Die wachsende Zahl der Schülerinnen und Schüler wirkt sich mit Verzögerung auch auf die Anzahl der Absolventen aus: Im selben Sechs-Jahres-Zeitraum ergab sich bereits ein Zuwachs um 31 Prozent, das entspricht 23 000 Personen. Das Fachkräftebarometer wird auf Basis amtlicher Statistiken erstellt, Herausgeber ist die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Sie ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts e. V. und wird aus Mitteln des BMBF gefördert.


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08.11.2015

Bund-Länder-Erklärung zur Kita-Förderung

Eine Erklärung zur Förderung der Kindertagesbetreuung („Frühe Bildung lohnt sich“) haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (be...
Eine Erklärung zur Förderung der Kindertagesbetreuung („Frühe Bildung lohnt sich“) haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) mit Vertretern der Länder, von Wirtschaft und Verbänden unterzeichnet. Angesichts der notwendigen Integration von Flüchtlingskindern seien gute Bildungschancen für alle Kinder besonders wichtig, sagte Schwesig bei der Konferenz am 5. November in Berlin. Gabriel betonte die große Bedeutung der Kindertagesstätten auch für die Wirtschaft und deren Bedarf an Fachkräften. Bereits in der frühkindlichen Bildung werde das Fundament für die weitere Entwicklung gelegt. Zum Zuzug der vielen Flüchtlinge sagte Gabriel: „Die Zahl ist nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist die Geschwindigkeit.“ Wenn die Flüchtlinge an den Rand gedrängt würden, dann entwickelten sich Parallelgesellschaften. Deshalb sei nichts wichtiger als gute Bildungsangebote. „Natürlich kostet das Geld.“


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04.11.2015

Plenum Frühpädagogik

Das 5. Plenum Frühpädagogik findet am 30. November im Deutschen Bundestag in Berlin statt. Fachleute aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Verbänden sowie die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind dazu eingeladen, sich zu dem Thema „Bundesqualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen" auszutauschen. Fragen, die im Plenum diskutiert werden, sind beispielsweise: „Welche Standards brauchen wir, um das Aufwachsen der Kinder in Kindertage...
Das 5. Plenum Frühpädagogik findet am 30. November im Deutschen Bundestag in Berlin statt. Fachleute aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Medien und Verbänden sowie die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind dazu eingeladen, sich zu dem Thema „Bundesqualitätsgesetz für Kindertageseinrichtungen" auszutauschen. Fragen, die im Plenum diskutiert werden, sind beispielsweise: „Welche Standards brauchen wir, um das Aufwachsen der Kinder in Kindertageseinrichtungen fachlich angemessen zu begleiten?“ und „Welche Folgen haben Qualitätsunterschiede in den Bundesländern?“ Interessierte können sich bis zum 18. November mit diesem Anmeldeformular anmelden. Veranstalter ist der Fröbel e.V. Weitere Informationen gibt es HIER
 
04.11.2015

Bund-Länder-Kooperation im Bildungsbereich im Gespräch

Um Flüchtlingskinder besser und von Anfang an in das deutsche Bildungssystem zu integrieren, müsste in Kitas und Schulen kräftig investiert werden, so die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Marlis Tepe. Eine grundlegende Voraussetzung für derartige Investitionen sieht sie – wie auch die SPD u...
Um Flüchtlingskinder besser und von Anfang an in das deutsche Bildungssystem zu integrieren, müsste in Kitas und Schulen kräftig investiert werden, so die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW, Marlis Tepe. Eine grundlegende Voraussetzung für derartige Investitionen sieht sie – wie auch die SPD und die Grünen, die eben einen diesbezüglichen Vorstoß wagten – in einer Lockerung des Kooperationsverbots im Schulbereich zwischen Bund und Ländern. Diese Lockerung hätte eine Strukturveränderung zur Folge, die, laut Tepe „längst überfällig ist“. Bereits in den vergangenen Jahren hätte das Kooperationsverbot wichtige Maßnahmen beim Bildungs- und Teilhabepaket unmöglich gemacht.
 
03.11.2015

Die neue didacta ist da!

Die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erscheint heute. Im Titelthema erfahren Sie, wie moderne Schularchitektur verschiedene Lerntypen fördert, was Lehrer für Ihre Stimme tun können und wie Schüler ein positives Verhältnis zu vielfältiger und bewusster Ernäh...
Die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erscheint heute. Im Titelthema erfahren Sie, wie moderne Schularchitektur verschiedene Lerntypen fördert, was Lehrer für Ihre Stimme tun können und wie Schüler ein positives Verhältnis zu vielfältiger und bewusster Ernährung bekommen. Weitere Themen: die Rolle der beruflichen Schulen, unser Schulbauprojekt in Malawi, Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Kita und vieles mehr. Die aktuelle Ausgabe von didacta gibt es auch als eMagazine über die „ikiosk“-App im Apple App Store und Google Play Store sowie online auf www.ikiosk.de.

 
27.10.2015

Messe zu Naturwissenschaften und Technik

Auf der „Messe MINT“, die am 26. November in Hannover stattfindet, haben pädagogische Fachkräfte und Grundschullehrer die Möglichkeit, sich mit Themen aus dem Bereich Mathem...
Auf der „Messe MINT“, die am 26. November in Hannover stattfindet, haben pädagogische Fachkräfte und Grundschullehrer die Möglichkeit, sich mit Themen aus dem Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu befassen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem kindlichen Forschergeist und den Schnittstellen dieser Themen zu anderen Bildungsbereichen wie Sprache, Motorik oder ästhetischer Bildung. Zahlreiche regionale und bundesweite Initiativen aus dem MINT-Bereich stellen sich den Messebesuchern vor und laden zum Austausch ein. Ein Rahmenprogramm mit Vorträgen und Praxisimpulsen rundet das Messeangebot ab. Der Eintritt zu der Messe ist kostenlos, zu den Programmangeboten ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Veranstalter ist das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Weitere Infos gibt es HIER.

Foto: nifbe
26.10.2015

Telefonsprechstunde zum Thema Flüchtlingskinder

Um pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Flüchtlingskindern und deren Familien zu unterstützen, hat das Niedersächsiche Institut für frühkindliche Bildung (nifbe) Re...
Um pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Flüchtlingskindern und deren Familien zu unterstützen, hat das Niedersächsiche Institut für frühkindliche Bildung (nifbe) Regionalnetzwerk-SüdOst zusammen mit dem Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen (NTFN) eine Telefonsprechstunde eingerichtet. Jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr steht unter der Nummer 0511/85 64 45-13 eine Expertin für alle Fragen im Umgang mit traumatisierten Kindern zur Verfügung. Kita-Fachkräfte können sich dort Rat zu rechtlichen, psychologischen und pädagogischen Themen rund um Flüchtlingskinder holen. Weitere Information zur Telefonsprechstunde gibt es HIER.


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21.10.2015

Tagesmütter fordern einheitliche Bezahlung

Für eine einheitliche und leistungsgerechte Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern will sich ein neuer Verband in Brandenburg einsetzen. „Wir arbeiten derzeit an einer Musterricht...
Für eine einheitliche und leistungsgerechte Bezahlung von Tagesmüttern und -vätern will sich ein neuer Verband in Brandenburg einsetzen. „Wir arbeiten derzeit an einer Musterrichtlinie“, sagte die Vorsitzende des Landesverbands für Kindertagespflege Brandenburg, Ingrid Pliske-Winter, der Deutschen Presse-Agentur. Je nach Landkreis variiert die Bezahlung mitunter stark. Das wird in einer Antwort von Bildungsminister Günter Baaske (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Abgeordneten und Mitgründerin des Verbands, Kristy Augustin, deutlich.
In der Prignitz bekommen Tagesmütter beispielsweise 2,77 Euro pro Stunde und Kind sowie monatlich 50 Euro für die Verpflegung. In Elbe-Elster zahlen die Jugendämter pauschal knapp 430 Euro im Monat pro Kind. In Oder-Spree wiederum gibt es je nach Qualifizierung der Betreuer gestaffelte Pauschalen von bis zu rund 173 Euro pro Kind für die Erziehung und etwa 230 Euro für Sachkosten. Zu den am besten zahlenden Kommunen gehört Potsdam. Dort gibt es je Kind monatlich bis zu 550 Euro Erziehungskosten, 150 Euro Sachkosten und bis zu 150 Euro Mietkostenzuschuss.


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20.10.2015

Gewinner des Wettbewerbs „Kita forscht!“ ausgezeichnet

Vier Kitas aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Schleswig-Holstein wurden am 19. Oktober im Rahmen des Kongresses Invest in Future mit dem Kita-Innovationspreis „KitaStar“ ausgezeic...
Vier Kitas aus Baden-Württemberg, Brandenburg und Schleswig-Holstein wurden am 19. Oktober im Rahmen des Kongresses Invest in Future mit dem Kita-Innovationspreis „KitaStar“ ausgezeichnet. Die Kita „EinSteinchen“ in Frankfurt an der Oder (Gold), die überbetriebliche Kindertagesstätte in Lörrach (Gold), die Kita Regenbogen in Ortrand (Silber) und die Kita Quickelbü in Quickborn (Bronze) konnten die Jury mit beispielgebenden Bildungsangeboten in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik überzeugen. Hinter dem Wettbewerb standen die Fragen: Wie gelingt eine frühe naturwissenschaftlich-technische Bildung in Kitas? Welche pädagogische Haltung sowie Material- und Raumausstattungen sind erforderlich, um dem Forschergeist von Kindern gerecht zu werden? Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der „element-i-Bildungsstiftung“. Weitere Informationen zu den Gewinnern gibt es HIER.


Foto: element-i-Bildungsstiftung
 
18.10.2015

Gratis Bildwörterbuch für Flüchtlinge

Das Willkommens-ABC ist ein Bildwörterbuch, das Kindern wie auch deren Familien die Möglichkeit bietet, einen ersten Zugang zur deutschen Sprache zu bekommen. 150 alltagsrelevante Begriffe ermöglichen eine erste Verständigung und unterstützen das Erlernen der dringend benötigten Sprachkenntnisse. Das Willkommens-ABC kann hier kostenlos...
Das Willkommens-ABC ist ein Bildwörterbuch, das Kindern wie auch deren Familien die Möglichkeit bietet, einen ersten Zugang zur deutschen Sprache zu bekommen. 150 alltagsrelevante Begriffe ermöglichen eine erste Verständigung und unterstützen das Erlernen der dringend benötigten Sprachkenntnisse. Das Willkommens-ABC kann hier kostenlos als Druck-pdf, eBook oder App heruntergeladen werden und wurde sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache vertont. Es darf ausdrücklich von jedem benutzt und geteilt werden, ausgenommen sind jedoch kommerzielle Zwecke. Die Bebilderung des Bildwörterbuches entstand als ehrenamtliches Gemeinschaftsprojekt von 26 Illustratoren des Ars Edition Verlages.
 
18.10.2015

Berliner Kinder demonstrieren für bessere Kitas

Mehrere Tausend Kinder, Eltern und Erzieher haben in Berlin farbenfroh und laut für bessere Kitas demonstriert. Unter dem Motto „Auf die Kleinen kommt es an“ zogen sie am 7. Oktober durch die Stadt und ließen orangene Luftballons steigen. Viele Kinder trugen auch orangene Warnwesten. Mehr als 400 Kitas hätten Aktionen angekündigt, t...
Mehrere Tausend Kinder, Eltern und Erzieher haben in Berlin farbenfroh und laut für bessere Kitas demonstriert. Unter dem Motto „Auf die Kleinen kommt es an“ zogen sie am 7. Oktober durch die Stadt und ließen orangene Luftballons steigen. Viele Kinder trugen auch orangene Warnwesten. Mehr als 400 Kitas hätten Aktionen angekündigt, teilten die Organisatoren vom Berliner Kitabündnis mit. Das Kitabündnis fordert mehr Erzieherinnen für die Berliner Kitas. Die Pädagoginnen müssten sich um zu viele Kinder gleichzeitig kümmern. Bei den Unter-Drei-Jährigen ist eine Erzieherin einer Bertelsmann-Studie zufolge derzeit für im Schnitt fast sechs Kinder verantwortlich. Zugleich müsse Berlin mehr Betreuungsplätze schaffen, fordern Erzieher und Eltern.


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14.10.2015

Die neue Ausgabe von Meine Kita ist da!

Die neue und für dieses Jahr letzte Ausgabe von Meine Kita – das didacta Magazin für den Elementarbereich ist erschienen. Im aktuellen Heft erfahren frühpädagogische Fachkr&a...
Die neue und für dieses Jahr letzte Ausgabe von Meine Kita – das didacta Magazin für den Elementarbereich ist erschienen. Im aktuellen Heft erfahren frühpädagogische Fachkräfte, warum die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kita-Fachkräften wichtig ist, wie Kinder mit Behinderung Teil einer Regelkita-Gruppe werden können und was sie auf der didacta – die Bildungsmesse 2016 erwartet. KitaClub-Mitglieder finden das Magazin druckfrisch in ihrem Briefkasten.
 
13.10.2015

Frühkindliche Bildung gegen Kindernot

Frühkindliche Bildung unterstützt den Kampf gegen Armut, so das Ergebnis der Studie „Frühkindliche Bildung Basis für menschliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit in der...
Frühkindliche Bildung unterstützt den Kampf gegen Armut, so das Ergebnis der Studie „Frühkindliche Bildung
Basis für menschliche Entwicklung und soziale Gerechtigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit"
der Ludwig-Maximilians-Universität München im Auftrag der Kindernothilfe. Wenn bereits Vorschulkinder durch hochwertige Bildungsangebote gefördert werden, könne die ganze Gesellschaft nachhaltig in ihrer Entwicklung gestärkt werden. Die Studie weist empirisch nach, dass die frühe Förderung und Bildung von Kindern deutlich größere Effekte auf Bildungserfolg hat als sämtliche spätere Maßnahmen im Bereich der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Trotzdem geht der Ausbau frühkindlicher Bildungsangebote in vielen Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens nur zögerlich voran: In Entwicklungsländern hat nur jedes fünfte Kind Zugang zu vorschulischen Bildungsangeboten. Diese sind meist teuer und oft von schlechter Qualität.

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11.10.2015

Mehr Kinder in Kitas oder bei Tageseltern

Fast jedes dritte Kind unter drei Jahren wird tagsüber außer Haus betreut. Gut 693 300 Kleinkinder gingen am Stichtag 1. März in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern, rund 32 600 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 1. Oktober berichtete. Die sogenannte Betreuungsquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 32,9 Prozent. Bei...
Fast jedes dritte Kind unter drei Jahren wird tagsüber außer Haus betreut. Gut 693 300 Kleinkinder gingen am Stichtag 1. März in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern, rund 32 600 mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 1. Oktober berichtete. Die sogenannte Betreuungsquote stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 32,9 Prozent. Bei den Zweijährigen betrug sie sogar 61,3 Prozent. Nach wie vor gibt es ein großes Ost-West-Gefälle: In den westdeutschen Bundesländern wurden im März im Schnitt 28,2 Prozent der unter Dreijährigen außer Haus betreut, im Osten mehr als die Hälfte (51,0 Prozent). Von den westdeutschen Flächenländern hatten Schleswig-Holstein (31,4 Pro-zent) und Rheinland-Pfalz (30,6 Prozent) die höchsten Betreuungsquoten, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (25,8 Prozent). Bundesweiter Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt, wo 57,9 Prozent der Kleinkinder außerhalb des Elternhauses betreut wurden.


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05.10.2015

Personalschlüssel in Kitas weiterhin unbefriedigend

Trotz eines positiven Trends gibt es nach wie vor zu wenig frühpädagogisches Personal in Deutschlands Kitas, so ein Ergebnis des „Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme&...
Trotz eines positiven Trends gibt es nach wie vor zu wenig frühpädagogisches Personal in Deutschlands Kitas, so ein Ergebnis des „Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme“. Aktuell ist im bundesdeutschen Durchschnitt eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft für 4,4 ganztags betreute Krippenkinder oder 9,5 Kindergartenkinder zuständig. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren kamen 4,8 Krippen- beziehungsweise 9,8 Kindergartenkinder auf eine Erzieherin oder einen Erzieher. Die besten Personalschlüssel weisen baden-württembergische Kitas mit 3,1 Krippenkindern und 7,7 Kindergartenkindern pro Kita-Fachkraft auf. Sachsen bildet das Schlusslicht: Eine Fachkraft betreut 6,5 Unterdreijährige beziehungsweise 13,6 Überdreijährige. Der Ländermonitor ist ein Projekt im Rahmen des Programms „Wirksame Bildungsinvestitionen“ der Bertelsmann Stiftung.


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01.10.2015

Tragfähiger Kompromiss bei Tarifauseinandersetzung

Als "tragfähigen Kompromiss" bezeichnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Verständigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in der neunten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes (SuE). Rückwirkend zum 1. Juli werden die meisten der 240 000 Beschäftigten i...
Als "tragfähigen Kompromiss" bezeichnet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Verständigung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in der neunten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes (SuE). Rückwirkend zum 1. Juli werden die meisten der 240 000 Beschäftigten im Sozia- und Erziehungsdienst in eine höhere Entgeltgruppe eingeordnet und erhalten mehr Gehalt. Durch die Regelung verdienen insbesondere jüngere Erzieherinnen und Erzieher mehr. Die GEW Gremien haben einem Abschluss auf dieser Grundlage zugestimmt und empfehlen den Mitgliedern die Annahme. Dazu wird in den nächsten Wochen eine Urabstimmung durchgeführt.
 
29.09.2015

Forscher-Wettbewerb für Kitas

Der Wettbewerb „Forschergeist“ ruft Kitas bundesweit dazu auf, bis zum 31. Januar 2016 Projektarbeiten einzureichen, in denen sich die Kinder mit Fragen aus den Bereichen Natur, Mathematik und Technik beschäftigen. Gesucht werden inspirierende Projekt, die das gemeinsame Forschen in die pädagogische Arbeit der...
Der Wettbewerb „Forschergeist“ ruft Kitas bundesweit dazu auf, bis zum 31. Januar 2016 Projektarbeiten einzureichen, in denen sich die Kinder mit Fragen aus den Bereichen Natur, Mathematik und Technik beschäftigen. Gesucht werden inspirierende Projekt, die das gemeinsame Forschen in die pädagogische Arbeit der Kita einbinden. Die Landessieger erhalten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 2.000 Euro. Der Bundessieger wird mit zusätzlichen 3.000 Euro prämiert. Ausgerichtet wird der Wettbewerb von der Deutschen Telekom Stiftung und der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Weitere Informationen sowie Teilnahmebedingungen gibt es HIER.

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24.09.2015

Gemischte Bilanz zum Kinderförderungsgesetz

Die Erfahrungen der hessischen Kitas mit dem umstrittenen Kinderförderungsgesetz (Kifög) bleiben gemischt. Nach einem zweiten Runden Tisch zur Kinderbetreuung im Land schloss Sozialminister ...
Die Erfahrungen der hessischen Kitas mit dem umstrittenen Kinderförderungsgesetz (Kifög) bleiben gemischt. Nach einem zweiten Runden Tisch zur Kinderbetreuung im Land schloss Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) weitere Änderungen nicht aus. Dem Gesetz von 2013 zufolge zahlt das Land Zuschüsse nicht mehr für Kita-Gruppen,  sondern für das einzelne Kind. Nach einer Übergangsfrist gilt der neue Finanzschlüssel seit Anfang September flächendeckend. Grüttner sagte am 14. September in Wiesbaden, die Erfahrungen seien regional und nach Größe der Kita-Träger verschieden. In der Runde mit Trägern, Kommunen und Experten wurde weiter über den hohen bürokratischen Aufwand geklagt. Der Streit über den Systemwechsel in der Kita-Finanzierung hatte im Wahljahr 2013 hohe Wellen geschlagen. Tausende Erzieher und Eltern gingen auf die Straße. Sie fürchteten, dass die Gruppen in den Kitas größer werden. Der neue Betreuungsschlüssel sieht für Drei- bis Sechsjährige 0,07 Erzieher je Kind vor, also 14 Kinder auf einen Erwachsenen. Um diesen Eckwert ranken sich Staffeln von Zu- und Abschlägen. Kitas mit vielen Migrantenkindern erhalten Zuschläge.


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22.09.2015

Gewerkschaften fordern Kraftakt für Bildung der Flüchtlingskinder

Schulen und Kitas müssen nach Ansicht der Gewerkschaften in einem umfassenden Kraftakt fit gemacht werden für die Integration von Flüchtlingskindern in Deutschland. Schnelle Schritte in allen Bildungsbereichen seien jetzt nötig, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, der Deutschen Presse-Agentur in ...
Schulen und Kitas müssen nach Ansicht der Gewerkschaften in einem umfassenden Kraftakt fit gemacht werden für die Integration von Flüchtlingskindern in Deutschland. Schnelle Schritte in allen Bildungsbereichen seien jetzt nötig, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. DGB-Vizechefin Elke Hannack sagte der dpa: „Ab dem nächsten Schuljahr spätestens brauchen wir mehr Lehrkräfte, Sozialarbeiter und Psychologen, die die Kinder an den Schulen betreuen.“ Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nannte es „sehr ehrgeizig“, wenn die Kinder in den sogenannten Willkommensklassen in drei bis sechs Monaten sprachlich auf den Regelunterricht vorbereitet werden sollen. „Bei idealen Bedingungen kann man das in sechs Monaten schaffen.“ […] Tepe stellte konkrete Forderungen für einzelne Bereiche auf. Für die Kitas solle das neue Bundesprogramm Sprach-Kitas deutlich ausgeweitet werden. Nur für 4000 der bundesweit 50 000 Einrichtungen sei das geplant. Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) will damit Kinder mit Deutschproblemen erreichen.


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21.09.2015

Kita-Kongress

Themenschwerpunkte des Kita-Kongresses der ConSozial für Fach- und Führungskräfte aus dem pädagogischen und sozialen Bereich sind Inklusion, Partizpation, Gesundheit und Migration. Referenten stellen Beiträge vor, die Impulse für Diskussionen geben und für die eigene Praxis motivieren und informie...
Themenschwerpunkte des Kita-Kongresses der ConSozial für Fach- und Führungskräfte aus dem pädagogischen und sozialen Bereich sind Inklusion, Partizpation, Gesundheit und Migration. Referenten stellen Beiträge vor, die Impulse für Diskussionen geben und für die eigene Praxis motivieren und informieren sollen. In einem Abschlussplenum werden die Eindrücke des Tages zusammengeführt. Anmeldeschluss für die Online-Registrierung ist der 25. September 2015. Der Kongress wird in Nürnberg von der ConSozial durchgeführt. Weitere Informationen gibt es HIER.


Foto: ConSozial
17.09.2015

Unterstützung im Umgang mit Flüchtlingskindern

Der Informationspool „Flucht und Migration" des Sächsischen Kita-Bildungsservers, bietet Erzieherinnen und Erzieher, Kita-Leitungen und Träger ab sofort Auskunft zum Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingskindern. Neben Broschüren zum Thema Mehrsprachigkeit gibt es beispielsweise Informationen zur Situation von Fl...
Der Informationspool „Flucht und Migration" des Sächsischen Kita-Bildungsservers, bietet Erzieherinnen und Erzieher, Kita-Leitungen und Träger ab sofort Auskunft zum Umgang mit Kindern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingskindern. Neben Broschüren zum Thema Mehrsprachigkeit gibt es beispielsweise Informationen zur Situation von Flüchtlingskindern in Deutschland und spezifischen Fördermöglichkeiten.
 
14.09.2015

Die neue didacta ist da!

Am 9. August ist die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erschienen. Im Titelthema erfahrt Ihr, warum Bildung außerschulische Lernorte braucht und wie Unterricht im Freien aussehen kann. Weitere Themen: Lehrer-Fortbildungen im Ausland, Sprachförderung in Kita und Schule, Berufsorient...
Am 9. August ist die neue Ausgabe von didacta – Das Magazin für lebenslanges Lernen erschienen. Im Titelthema erfahrt Ihr, warum Bildung außerschulische Lernorte braucht und wie Unterricht im Freien aussehen kann. Weitere Themen: Lehrer-Fortbildungen im Ausland, Sprachförderung in Kita und Schule, Berufsorientierung und vieles mehr.
 
Die aktuelle Ausgabe von didacta gibt es auch als eMagazine über die „ikiosk“-App im Apple App Store und Google Play Store sowie online auf www.ikiosk.de.
 
13.09.2015

Studie: Viele Flüchtlingskinder psychisch belastet

Flüchtlingskinder sind einer Studie zufolge häufig psychisch belastet. Eine Untersuchung von 100 syrischen Kindern in der Bayernkaserne in München ergab, dass etwa ein Drittel betroffen war. Jedes fünfte Kind litt an einer posttraumatischen Belastungsstörung. „Dies ist die erste repräsentative Studie, die in dieser Größ...
Flüchtlingskinder sind einer Studie zufolge häufig psychisch belastet. Eine Untersuchung von 100 syrischen Kindern in der Bayernkaserne in München ergab, dass etwa ein Drittel betroffen war. Jedes fünfte Kind litt an einer posttraumatischen Belastungsstörung. „Dies ist die erste repräsentative Studie, die in dieser Größenordnung in Deutschland durchgeführt wurde“, sagte Volker Mall, Professor für Sozialpädiatrie an der Technischen Universität München, am 1. September. Jedes Kind wurde demnach zweimal für jeweils drei Stunden von muttersprachlichen Ärzten und Psychologen untersucht. „Gerade die posttraumatische Belastungsstörung ist eine große Herausforderung für uns“, erklärte Mall. Die Erlebnisse von Krieg und Folter in den Heimatländern und die oft monatelange Flucht nach Europa belasteten die Kinder in hohem Maße. Aber auch die Situation in Deutschland trage zur psychischen Belastung bei. Viele Kinder erlebten soziale Isolation und Diskriminierung. „Hier fehlt es ganz klar an einer Willkommenskultur in Deutschland“, betonte Mall. „Ein großes Problem ist der lange Aufenthalt in Erstaufnahmeeinrichtun-gen. Viele Kinder bleiben 200 Tage in diesen Unterkünften – und das muss sich ändern!“


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10.09.2015

Familienministerin fördert flexible Kita-Betreuungszeiten

Mit bis zu 100 Millionen Euro in drei Jahren will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) flexiblere Betreuungszeiten für Kinder fördern. Bei dem Programm KitaPlus gehe es nicht daru...
Mit bis zu 100 Millionen Euro in drei Jahren will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) flexiblere Betreuungszeiten für Kinder fördern. Bei dem Programm KitaPlus gehe es nicht darum, eine län-gere Betreuung zu ermöglichen, sondern das Angebot vor allem in Rand-zeiten zu verbessern, erklärte Schwesig am 3. September.
Immer mehr Mütter und Väter arbeiteten außerhalb der üblichen Öffnungs-zeiten von Kitas – etwa in Kliniken, der Gastronomie oder bei der Polizei. „Diese Familien wünschen sich eine Betreuung für ihre Kinder, die zu ihrem Arbeitsalltag passt“, betonte die Ministerin. Bis zu 200 000 Euro pro Jahr können Kitas beantragen, Tagespflegepersonen bis zu 15 000 Euro, um ihr Angebot ab Januar 2016 entsprechend auszubauen. Das Geld kann für Baukosten ebenso genutzt werden wie für Betriebs- und Personalkosten. Schon eine Verlängerung der Öffnungszei-ten von 16 auf 18 Uhr nutze vielen Pendlern und Vollzeitberufstäti-gen, heißt es im Ministerium.


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07.09.2015

Kita-Campus wird KitaClub-Partner

Der KitaClub kooperiert seit Mitte August mit Kita-Campus, dem Online-Lernportal für frühpädagogische Fachkräfte. Unsere erste gemeinsame Aktion wird eine Video-Sprechstunde für Erzieher sein. Ihr stellt Fragen aus der Praxis, Kita-Campus-Initiatorin und Frühpädagogik-Expertin Sonja Alberti antwortet per Video-Nachricht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind gespannt, was die Zukunft bringt. Weitere Infos zum Kita-Campus findet ihr HIER.  ...
Der KitaClub kooperiert seit Mitte August mit Kita-Campus, dem Online-Lernportal für frühpädagogische Fachkräfte. Unsere erste gemeinsame Aktion wird eine Video-Sprechstunde für Erzieher sein. Ihr stellt Fragen aus der Praxis, Kita-Campus-Initiatorin und Frühpädagogik-Expertin Sonja Alberti antwortet per Video-Nachricht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind gespannt, was die Zukunft bringt. Weitere Infos zum Kita-Campus findet ihr HIER.
 
07.09.2015

Kommunen: Kein Kompromiss im Kita-Streik

Die steigenden Ausgaben für Asylbewerber verschärfen den Streit um höhere Gehälter für Kita-Beschäftigte. Die Kommunen wür-den den Gewerkschaften „schon wegen der großen Flüchtlingsbelastung keine Zugeständnisse machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebun...
Die steigenden Ausgaben für Asylbewerber verschärfen den Streit um höhere Gehälter für Kita-Beschäftigte. Die Kommunen wür-den den Gewerkschaften „schon wegen der großen Flüchtlingsbelastung keine Zugeständnisse machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem Nachrichtenmagazin „Focus“ vom 31. August. „Auch Streiks werden wir nicht auffangen können.“ Das werde die Eltern finanziell voll treffen. „Ich appelliere an die Gewerkschaften, den Zusammenhang zwischen der angespannten Finanzlage der Kommunen, unter anderem durch die hohen Kosten für die Flüchtlinge, und unrealistischen Gehaltsforderungen der Kita-Beschäftigten zu erkennen und einzulenken“, sagte Landsberg. Städtetagspräsidentin Eva Lohse erklärte im gleichen Magazin, schon nach dem Ergebnis der letztlich gescheiterten Schlichtung kämen erhebli-che Belastungen auf die Haushalte der Kommunen zu. Besonders treffe das finanzschwache Städte und Gemeinden mit hohen sozialen Ausgaben. Die Gewerkschaftsvertreter hatten die Schlichterempfehlung zunächst akzeptiert, ihre Basis hatte den Vorschlag dann aber abgelehnt. Eine neue Verhandlungsrunde war Anfang August ohne Ergebnis geblieben. Gibt es keine Einigung, drohen ab Oktober neue Streiks.


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06.09.2015

Kreativ-Wettbewerb für Kitas

Der Wettbewerb „kids kreativ!“ will bei Kita-Kindern Kreativität, Interesse an Naturwissenschaften und Entdeckergeist wecken. Bis zum 31. Oktober können Bastel- und Malarbeiten, Fotos, Filme, Modelle und Bauwerke zu sechs Themenfeldern, beispielsweise „Gesundheit und Ernährung“ oder „Ene...
Der Wettbewerb „kids kreativ!“ will bei Kita-Kindern Kreativität, Interesse an Naturwissenschaften und Entdeckergeist wecken. Bis zum 31. Oktober können Bastel- und Malarbeiten, Fotos, Filme, Modelle und Bauwerke zu sechs Themenfeldern, beispielsweise „Gesundheit und Ernährung“ oder „Energie und Rohstoffe“, eingereicht werden. Dem ersten Platz winkt ein Gutschein der Firma Wehrfritz im Wert von 500 Euro, der zweite und dritte Platz erhalten einen Gutschein im Wert von 300 Euro beziehungsweise 150 Euro. Der Wettbewerb wird vom Fraunhofer Institut ausgeschrieben. Teilnehmen können alle Kitas mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren. Weitere Informationen gibt es HIER.


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03.09.2015

Mehr 24-Stunden Kitas

Familienministerin Manuela Schwesig macht sich für den Ausbau von 24-Stunden-Kitas stark. Die Ministerin plant ein Förderprogramm von 100 Millionen Euro, mit dem die Kinderbetreuung an Abenden und Wochenenden ausgebaut werden soll. Das Angebot soll insbesondere Eltern und Alleinerziehende, die im Schichtdienst arbeiten, u...
Familienministerin Manuela Schwesig macht sich für den Ausbau von 24-Stunden-Kitas stark. Die Ministerin plant ein Förderprogramm von 100 Millionen Euro, mit dem die Kinderbetreuung an Abenden und Wochenenden ausgebaut werden soll. Das Angebot soll insbesondere Eltern und Alleinerziehende, die im Schichtdienst arbeiten, unterstützen. Bereits diesen Herbst will das Familienministerium ein Interessenbekundungsverfahren starten, bei dem sich Kita-Träger für Zuschüsse bewerben können.


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02.09.2015

694 500 Kinder

unter drei Jahren wurden zum 1. März 2015 in einer Kita oder öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut. Das sind 31 800 Kinder beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
unter drei Jahren wurden zum 1. März 2015 in einer Kita oder öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut. Das sind 31 800 Kinder beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
01.09.2015

Deutsche sind für höhere Gehälter in Kitas

Die Deutschen unterstützen mit großer Mehrheit höhere Gehälter bei den Erzieherinnen und Erziehern, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Ifo Instituts. Kita-Geb&...
Die Deutschen unterstützen mit großer Mehrheit höhere Gehälter bei den Erzieherinnen und Erziehern, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Ifo Instituts. Kita-Gebühren zu zahlen, lehnen die Deutschen jedoch klar ab. 77 Prozent der Befragten sind dafür, dass alle Kinder ab vier Jahren kostenfrei in die Kita gehen können und dass diese aus Steuergeldern bezahlt wird. Auch bei bundesweiten Qualitätsstandard sind sich die Deutschen einig: 86 Prozent der Teilnehmer machen sich für länderübergreifende Standards bei der Gruppengröße und bei der Ausbildung der Erzieherinnen stark. Allerdings sind 55 Prozent dagegen, dass Erzieherinnen ein Hochschulstudium absolvieren müssen. Für das Ifo Bildungsbarometer wurden rund 4200 Personen befragt.


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25.08.2015

Kinderarmut als Kika-Themenschwerpunkt

Unter dem Titel „Respekt für meine Rechte!“ startet bei Kika am 17. Oktober, pünktlich zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut“, das Programmangebot „Kinderarmut in Deutschland“. Der Kinderkanal von ARD und ZDF fragt nach, in welchen Bedingungen Kinder heutzutage leben und zeigt die Lebenswirklichkei...
Unter dem Titel „Respekt für meine Rechte!“ startet bei Kika am 17. Oktober, pünktlich zum „Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut“, das Programmangebot „Kinderarmut in Deutschland“. Der Kinderkanal von ARD und ZDF fragt nach, in welchen Bedingungen Kinder heutzutage leben und zeigt die Lebenswirklichkeit von Kindern, die tagtäglich armutsbedingt Benachteiligung erfahren. In der Hauptsendezeit behandeln Wissensmagazine, Dokumentationen, Spielfilme und Comedy-Formate das vielschichtige Thema. Ergänzend stehen auf der Kika-Homepage Arbeitsblätter und Hintergrundinformationen sowie einzelne Sendungen zur Verfügung. Für sein umfassendes Engagement im Bereich „Kinderrechte“ wurde der Kinderkanal Anfang dieses Jahres vom Didacta Verband als „Bildungsbotschafter 2015“ ausgezeichnet.
 
19.08.2015

Recycling-Wettbewerb für Kitas

Kitas und Schulen können ab September am Wettbewerb „Erntezeit!“, den das Recycling-Unternehmen Terra Cycle und der Stifthersteller Bic pünktlich zum Schulanfang ausrufen, teilnehmen. Schulklassen und Kita-Gruppen sind dazu aufgefordert, vom 1. September bis 30. November defekte Kugelschreiber, Filzstifte und ...
Kitas und Schulen können ab September am Wettbewerb „Erntezeit!“, den das Recycling-Unternehmen Terra Cycle und der Stifthersteller Bic pünktlich zum Schulanfang ausrufen, teilnehmen. Schulklassen und Kita-Gruppen sind dazu aufgefordert, vom 1. September bis 30. November defekte Kugelschreiber, Filzstifte und Textmarker an Terra Cycle zu schicken, die das Unternehmen anschließend zu 100 Prozent recycelt. Pro Stift werden 2 Cent gutgeschrieben, Schulen und Kitas können das Geld an einen Förderverein ihrer Wahl – zum Beispiel ihren Träger – spenden. Das fleißigste Sammelteam gewinnt eine Sitzgruppe aus recycelten Kunststoff für den Außenbereich. Informationen zur Teilnahme gibt es HIER.


Foto: TerraCycle
18.08.2015

Früher Kita-Besuch hat schützende Wirkung für die Psyche

In einer Studie konnte Prof. Dr. med. Veit Roessner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Dresden belegen, dass ein früher Kita-Besuch Kinder psychisch gesund erhält. Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine Kita besuchen, weisen eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine psychische ...
In einer Studie konnte Prof. Dr. med. Veit Roessner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Dresden belegen, dass ein früher Kita-Besuch Kinder psychisch gesund erhält. Kinder, die in den ersten beiden Lebensjahren eine Kita besuchen, weisen eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine psychische Auffälligkeit auf, als Kinder, die erst mit drei oder vier Jahren in die Kita kommen. Der Glaubenskrieg „Kita: ja oder nein“ findet er unnötig. Eltern sind wichtig für die kindliche Entwicklung, müssen sich aber nicht immer mit ihren Kindern beschäftigen. „Die heutigen Kitas sind der moderne Ersatz für Großfamilien und ein intaktes Dorfleben“, so Roessner.
 
12.08.2015

„Die Welt mit Kinderaugen sehen“

Die Gewinnerbilder des Fotoprojekts der element-i-Bildungsstiftung stehen fest. Fünf Kitas hatten an einem Fotoworkshop der Stiftung teilgenommen und sich der Frage gewidmet, wie die Welt durch K...
Die Gewinnerbilder des Fotoprojekts der element-i-Bildungsstiftung stehen fest. Fünf Kitas hatten an einem Fotoworkshop der Stiftung teilgenommen und sich der Frage gewidmet, wie die Welt durch Kinderaugen betrachtet aussieht. Fast 50 Kinder hielten bei einem Theorie- und Ausflugstag ihre Sicht der Welt auf Fotos fest. Anschließend wurden die schönsten Motive beim kursübergreifenden Fotowettbewerb eingereicht und zehn Gewinnerbilder gekürt. Aktuell sucht die element-i-Bildungsstiftung Unterstützer, um das Fotoprojekt weiteren Kinderhäusern ermöglichen zu können.


Foto: Marc-Leon, sechs Jahre (heute sieben), element-i-Kinderhaus Steppkes
 
11.08.2015

Weitere Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitet weitere Streiks in Kitas und kommunalen Betreuungseinrichtungen vor. Die Tarifkommission und der Koordinierungsvorstand der GEW hatten am 10. August einen Schlichtungsvorschlag in der Tarifauseinandersetzung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst abgelehnt. Bei einer vorangegangenen Mitgliederbefragung ...
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereitet weitere Streiks in Kitas und kommunalen Betreuungseinrichtungen vor. Die Tarifkommission und der Koordinierungsvorstand der GEW hatten am 10. August einen Schlichtungsvorschlag in der Tarifauseinandersetzung im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst abgelehnt. Bei einer vorangegangenen Mitgliederbefragung hatten 68,8 Prozent gegen die Schlichtungsempfehlung und für eine Fortsetzung der Streiks gestimmt. „Wir nehmen das Ergebnis der Mitgliederbefragung ernst. Das empfehlen wir auch der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Am Donnerstag müssen sich die Arbeitgeber auf die Gewerkschaften zubewegen. Nur wenn sie ein verbessertes Angebot vorlegen, können sie weitere Streiks vermeiden“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe.
 
06.08.2015

Bildungskongress zur Frankfurter Buchmesse

Der Bildungskongress auf der Frankfurter Buchmesse steht dieses Jahr unter dem Motto: „Vielfalt gestalten – Chancen erkennen“ und richtet sich an Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkr&a...
Der Bildungskongress auf der Frankfurter Buchmesse steht dieses Jahr unter dem Motto: „Vielfalt gestalten – Chancen erkennen“ und richtet sich an Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte. Die Diversität in Kitas und Schulen wird immer größer. Einerseits stehen alle Beteiligten vor großen Herausforderungen, andererseits bereichert diese Vielfalt auch den Alltag. Fragen wie „Welche Chancen bieten sich hier?“, „Wie werden wir den Kindern und Jugendlichen gerecht?“, „Wie gehen wir mit kulturellen Unterschieden um?“ werden in diversen Hauptvorträgen aufgegriffen. Die Teilnehmer können an verschiedenen Workshops, etwa zum Thema Mehrsprachigkeit oder Flüchtlingskinder, in der Kita teilnehmen. Anmeldeschluss für die Online-Anmeldung ist der 12. Oktober 2015. Die Teilnahme kostet 35 Euro.

Foto: halfpoint / shutterstock.com
05.08.2015

Kinderhilfsinitiative vernetzt Kitas und Sponsoren

Vielen deutschen Kindergärten fehlt es an Mitteln für neue Spielzeuge, für Raumgestaltung oder Weiterbildungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter. Das Karlsruher Start-Up „Kinderh...
Vielen deutschen Kindergärten fehlt es an Mitteln für neue Spielzeuge, für Raumgestaltung oder Weiterbildungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter. Das Karlsruher Start-Up „Kinderhilfsinitiative & Gemeinschaft gewerblicher Inklusionshelfer“, kurz „Kiggi“, schafft Abhilfe: Auf der Kiggi-Plattform kann jede Kita, die sich kostenfrei registriert, vier unterschiedlich große Wünsche aus einer Liste pädagogisch wertvoller Produkte auswählen und veröffentlichen. Anschließend vermittelt Kiggi passende Unternehmen oder Privatpersonen als Sponsoren, die der Kita ihre Wünsche erfüllen.


Foto: Maridav
26.07.2015

nifbe im Kern gerettet

Die geplante Zerschlagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) konnte im Juli 2015 durch einen Antrag im Landtag gerade noch abgewandt werden. Intensive Verhandlungen zwischen dem nifbe und dem Land Niedersachsen führen nun zu einer Neustrukturierung der Organisation und der Finanzierung. Das Institut muss zukünftig mit rund zwei Millionen Euro weniger Landesmitteln auskommen und Stellen abbauen. Die bisherige Geschäftsst...
Die geplante Zerschlagung des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) konnte im Juli 2015 durch einen Antrag im Landtag gerade noch abgewandt werden. Intensive Verhandlungen zwischen dem nifbe und dem Land Niedersachsen führen nun zu einer Neustrukturierung der Organisation und der Finanzierung. Das Institut muss zukünftig mit rund zwei Millionen Euro weniger Landesmitteln auskommen und Stellen abbauen. Die bisherige Geschäftsstelle wird zu einem „nifbe-Transferzentrum“ erweitert, das als Brücke zwischen Forschung und Praxis wirken soll. Nifbe-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer dankte der Öffentlichkeit für die Unterstützung und hofft, „dass das nifbe sich in Ruhe weiterentwickeln kann“.
 
22.07.2015

5 Dinge, die Erzieherinnen über das „Bildungspaket“ wissen sollten

Weil alle Kinder und Jugendliche das Recht auf gute Bildungs- und Teilhabechancen haben, bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Bildungspaket – Mitmachen möglich machen“ an. Es umfasst zahlreiche Angebote, die Kinder aus sozial schwachen Familien ermöglichen gleichberechtigt im Kita-Alltag teilzunehmen. Damit i...
Weil alle Kinder und Jugendliche das Recht auf gute Bildungs- und Teilhabechancen haben, bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Bildungspaket – Mitmachen möglich machen“ an. Es umfasst zahlreiche Angebote, die Kinder aus sozial schwachen Familien ermöglichen gleichberechtigt im Kita-Alltag teilzunehmen.

Damit ihr als Erzieherin Bescheid wisst und die Eltern kompetent beraten könnt, hier die 5 Dinge, die ihr über das Bildungspaket wissen solltet:

1. Anspruch:
Das Bildungspaket gilt für alle Familien, die leistungsberechtigt nach dem SGB II sind oder Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag oder Leistungen nach dem AsylbLG erhalten.

2. Mittagessen in der Kita:
Für das regelmäßige warme Essen in der Kita zahlen Eltern lediglich einen Euro pro Kind und Tag.

3. Ausflüge der Kita:
Bei Tagesausflügen bekommen Eltern einen Gutschein oder die Kosten werden übernommen. Auch mehrtätige Aufenthalte werden bezahlt.

4. Kultur, Sport und Freizeit:
In diesen Bereichen steht jedem Kind zehn Euro monatlich zu, etwa für den Turnverein.

5. Schulübergang:
Für den nötigen Schulbedarf am Anfang des Schuljahres bekommt das Kind 70 Euro, für das zweite Halbjahr nochmals 30 Euro.

Weitere Informationen zum Bildungspaket erhaltet ihr über das Bürgertelefon unter 030/211911009 von montags bis donnerstags von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr oder HIER .

 
 
14.07.2015

Modell Kita-Grundschule geht an den Start

Kindern von der Kita bis zur Grundschule eine durchgängige Sprachförderung zu ermöglichen, ist das Ziel eines Modellprojekts, das im Juni unter an fünf Standorten in Bremen gestartet ist. Bereits bestehende Kooperationen zwischen Grundschulen und Kitas werden ausgebaut und die Institutionen inhaltlich, personell wie organisatorisch eng miteinand...
Kindern von der Kita bis zur Grundschule eine durchgängige Sprachförderung zu ermöglichen, ist das Ziel eines Modellprojekts, das im Juni unter an fünf Standorten in Bremen gestartet ist. Bereits bestehende Kooperationen zwischen Grundschulen und Kitas werden ausgebaut und die Institutionen inhaltlich, personell wie organisatorisch eng miteinander verknüpft. Im Fokus stehen eine systematische Sprachbildung, die gezielte Unterstützung von Kindern mit spezifischem Sprachförderbedarf und die Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen. Den Auftakt des Projekts machte ein gemeinsamer Fachtag für Kita-Fachkräfte und Lehrkräfte, an dem auch Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt teilnahm. Sie betonte die Wichtigkeit des Modellprojekts als „wichtigen Schritt, damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten“.
 
06.07.2015

Gratis Weiterbildung für bilinguale Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte

Wer sowohl der deutschen als auch der türkischen Sprache mächtig und bereits als Ernährungs- und Bewegungsfachkraft zertifiziert ist, hat die Möglichkeit bei der Initiative Lale ei...
Wer sowohl der deutschen als auch der türkischen Sprache mächtig und bereits als Ernährungs- und Bewegungsfachkraft zertifiziert ist, hat die Möglichkeit bei der Initiative Lale eine spannende und hochaktuelle Weiterbildung zur Bilingualen Ernährungs- und Bewegungsfachkraft zu machen. Da gerade in türkischstämmigen Familien besonders viele übergewichtige Kinder leben, sollen die frisch gebackenen Lale-Trainer kultursensibel zu besserer Ernährung und mehr Bewegung hin unterstützen. Das unter anderem vom Verbraucherschutzministerium NRW  und der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) ins Leben gerufene Lale-Konzept ist nach dem Präventionsleitfaden der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zertifiziert und daher erstattungsfähig. Die nächste Schulung findet am 23.9.2015 in Duisburg statt.

Foto: Murat Subatli / shutterstock.com
02.07.2015

Fachsymposium zur psychosozialen Gesundheit von Kindern

Wie können wir Kinder so fördern, dass sie später weder süchtig noch gewalttätig werden? Dieser Frage widmet sich das Fachsymposium „Prävention gestern, heute, morg...
Wie können wir Kinder so fördern, dass sie später weder süchtig noch gewalttätig werden? Dieser Frage widmet sich das Fachsymposium „Prävention gestern, heute, morgen – eine Zeitreise“ am 21. und 22. September 2015 in Wiesbaden. Anlass für die Veranstaltung ist das zehnjährige Jubiläum von Papilio in Hessen. Neben Vorträgen von Fachreferenten zum Thema psychosoziale Gesundheit von Kindern und einem Rückblick auf die Papilio-Geschichte, geht es vor allem darum, Visionen für zukünftige Prävention zu entwickeln. Das Symposium richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Trägervertreter, Kindergartenfachberatungen, Präventionsfachkräfte sowie alle am Thema „Prävention im Kindergarten“ Interessierten. Das Symposium wird von Papilio e.V. in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen, der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. und dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration veranstaltet. Teilnehmer können sich HIER anmelden.

Foto: Papilio
 
25.06.2015

Eckart von Hirschhausen: 3 Tipps für die Arbeit mit Kindern

Als ehemaliger Arzt der Kinderneurologie der Berliner Charité weiß Moderator und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, der auch die Stiftung „Humor hilft heilen“ ins Leben rief...
Als ehemaliger Arzt der Kinderneurologie der Berliner Charité weiß Moderator und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, der auch die Stiftung „Humor hilft heilen“ ins Leben rief, zwei Dinge aus eigener Erfahrung: Wie man mit Kindern, die schwere Schicksale zu tragen haben, umgeht  – und wie man damit fertig wird, ohne auszubrennen.
 
 
Seine 3 Tipps dazu sind so einfach wie genial:
 
1. Auf Augenhöhe gehen: Alle Erzieherinnen wissen, wie wichtig das ist, vergessen es aber ab und zu. Hirschhausen ließ Mitarbeiter einer Kinderonkologie sich bei einem Workshop in Zweier-Gruppen unterhalten. Einer stand, der andere saß. Danach war alles klar.
 
2. Echte Begegnung durch Augenkontakt: „Erst wenn man jemanden so lange angeschaut hat, dass man seine Augenfarbe benennen kann, sollte man das Gespräch mit ihm beginnen.“
 
3. Jeden Tag ein schönes Erlebnis nach Hause nehmen: Nach einem Workshop im Klinikum Kassel gab es als Abschiedsgeschenk von Hirschhausen einen Pinguin fürs Schwesternzimmer. Er soll in Zukunft daran erinnern, jeden Tag bewusst eine gute Erinnerung mitzunehmen. So gibt es keine (nur) schlechten Tage mehr. Welches Tier wählt ihr euch aus?


Foto: Frank Eidel
22.06.2015

Bundesprogramm „Sprach-Kitas" startet 2016

Sprachentwicklung bei Kindern von Anfang an zu fördern, ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zu Welt ist" unterstützt Angebote sprachlicher Bildung in Kitas und soll zur Qualitätsentwicklung beitragen. Für die teilnehmenden Einrichtungen bedeutet ...
Sprachentwicklung bei Kindern von Anfang an zu fördern, ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengerechtigkeit. Das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zu Welt ist" unterstützt Angebote sprachlicher Bildung in Kitas und soll zur Qualitätsentwicklung beitragen. Für die teilnehmenden Einrichtungen bedeutet das konkret: zusätzliche Fachkräfte für alltagsintegrierte sprachliche Bildungsarbeit und Begleitung durch eine externe Fachberatung, die die Einrichtungen in ihrer Qualitätsentwicklung stärkt. Das Programm, das als Fortsetzung von „Sprache & Integration" anläuft, soll auch dazu beitragen, die Zusammenarbeit mit Eltern zu intensivieren und die besonderen Bedarfe von Flüchtlingsfamilien zu berücksichtigen. Ein Interessenbekundungsverfahren zur Auswahl der Einrichtungen startet Ende Juni 2015.


 
15.06.2015

Samstags-Demos: 26 000 „blieben dran“

Laut „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW) sind am vergangenen Samstag 26 000 Menschen bei Großkundgebungen in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg auf die Straße gegangen. Wer sich einen Eindruck über den Ablauf und die Stimmung auf den Demos mit dem Motto „Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!“ machen m...

Laut „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW) sind am vergangenen
Samstag 26 000 Menschen bei Großkundgebungen in Hannover, Dresden, Köln und Nürnberg auf die Straße gegangen. Wer sich einen Eindruck über den Ablauf und die Stimmung auf den Demos mit dem Motto „Aufwerten jetzt: Wir bleiben dran!“ machen möchte, findet hier zahlreiche Bilder und Berichte über diesen Tag. Seit 7. Juni wurden die Streiks für mehr Geld im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) unterbrochen und es wurde die Schlichtung ausgerufen. Hier soll eine Einigung im Tarifstreit gefunden werden – bisher jedoch leider noch ohne Ergebnis.


 
08.06.2015

Entwicklungs- oder Bildungsprojekt zum Thema Natur jetzt einreichen!

Das „Projekt Futurino“, das von der Firma Persil zum neunten Mal zu einem Projektideen-Wettbewerb mit dem Motto „Rein in die Natur“ aufruft, steht kurz vor seinem diesjähr...
Das „Projekt Futurino“, das von der Firma Persil zum neunten Mal zu einem Projektideen-Wettbewerb mit dem Motto „Rein in die Natur“ aufruft, steht kurz vor seinem diesjährigen Abschluss. Noch bis zum 15. Juni können sich anerkannte gemeinnützige Organisationen als auch andere soziale und wohltätige Organisationen wie Kindergärten, Schulen, Vereine oder Verbände in Deutschland um Förderpreise von je bis zu 10.000 Euro bewerben. Insgesamt stehen 100.000 Euro für den guten Bildungszweck zur Verfügung.


Foto: Zurijeta / shutterstock.com
 
07.06.2015

Niedersächsisches Institut für Bildung und Entwicklung (nifbe) in Gefahr

„nifbe“-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer hat Stellung zur 2016 drohenden Zerschlagung der „nifbe“-Regionalnetzwerke und somit der „nifbe“-Gesamtkonzeption genommen: Obwohl die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen dem „nifbe“ laut Zimmer letztes Jahr eine gute bis „exzellente“ Arbeit bescheinigt und...
nifbe“-Direktorin Prof. Dr. Renate Zimmer hat Stellung zur 2016 drohenden Zerschlagung der „nifbe“-Regionalnetzwerke und somit der „nifbe“-Gesamtkonzeption genommen: Obwohl die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen dem „nifbe“ laut Zimmer letztes Jahr eine gute bis „exzellente“ Arbeit bescheinigt und dessen Erhalt und die Weiterentwicklung befürwortet hatte, scheinen nun die Fördermittel durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestrichen zu werden. Zimmer appellierte eindrücklich an die Ministerin, Heinen-Klajajić , den Fortbestand des Instituts zu ermöglichen und „die Frühkindliche Bildung in Niedersachsen nicht zu schwächen“.
04.06.2015

Kita-Streik: pädagogische Fachkräfte arbeiten wieder

Am Montag öffnen alle Kitas und anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes, die in den letzten Wochen vom Streik betroffen waren, wieder ihre Türen. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben nach einer weiteren zähen und ergebnislosen Verhandlungsrunde die Schlichtung angerufen. Während dieses Schlichtungsvorgangs sind die Streiks ausge...
Am Montag öffnen alle Kitas und anderen Einrichtungen des Sozial- und Erziehungsdienstes, die in den letzten Wochen vom Streik betroffen waren, wieder ihre Türen. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben nach einer weiteren zähen und ergebnislosen Verhandlungsrunde die Schlichtung angerufen. Während dieses Schlichtungsvorgangs sind die Streiks ausgesetzt. Die beteiligten Parteien hoffen auf diese Weise endlich zu einem, für beide Seiten zufriedenstellenden Ergebnis in Bezug auf die geforderten Tariferhöhungen im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) zu kommen. Nähere Infos zu den Verhandlungen gibt es HIER.
 
02.06.2015

Sechs Schritte zu gesundheitsfördernden Kita

Ein Praxis-Leitfaden der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. unterstützt pädagogische Fachkräfte auf dem Weg zu einem gesundheitsfördernden Kita-Alltag. Der Leitfaden umfass...
Ein Praxis-Leitfaden der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. unterstützt pädagogische Fachkräfte auf dem Weg zu einem gesundheitsfördernden Kita-Alltag. Der Leitfaden umfasst Themen wie Ernährung, Bewegung, Entspannung, Mitarbeitergesundheit und Elternpartnerschaft. In sechs Schritten soll die Publikation Kitas dabei begleiten, eine gesundheitsfördernde Kita zu werden. Dabei bietet der Praxis-Leitfaden keine allgemeingültigen Lösungsansätze, sondern versucht Kitas für einen gesunden Lebensstil zu sensibilisieren und zu motivieren. Die Publikation kann HIER kostenlos heruntergeladen werden.


Foto: Doreen Salcher / shutterstock.com
 
27.05.2015

Partnerschaft auf die Probe gestellt

Der aktuelle Kita-Streik bringt viele Eltern in Bedrängnis, weil sie ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Das Verhältnis zwischen qualifizierten pädagogischen Fachkräften und Eltern wird somit auf eine harte Probe gestellt. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtunge...
Der aktuelle Kita-Streik bringt viele Eltern in Bedrängnis, weil sie ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Das Verhältnis zwischen qualifizierten pädagogischen Fachkräften und Eltern wird somit auf eine harte Probe gestellt. die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi) haben in einer gemeinsamen Presseerklärung die Wichtigkeit der Partnerschaft zwischen Eltern und Kita-Personal betont. Sie appellieren an die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, das heißt der Kita-Träger, schnellstmöglich ein Angebot vorzulegen und den Erzieherberuf aufzuwerten. Der Schlüssel, um die Streiks zu beenden, liege bei den Arbeitgebern.
 
19.05.2015

Fachtagung Sprache

Am 12. und 13. Juni findet im Congress Centrum Heidenheim die diesjährige Fachtagung Sprache statt. 29 Referenten, darunter hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis, Prof. Dr. Petra Wieler, Dr. Donata Elschenbroich oder Dr. Ilse Wehrmann, vermitteln in ihren Vorträgen neueste Erkenntnisse und geben Impulse für den Kita-Alltag. In den vier Themenportalen „(Vor-) Lesen“, „Erzählen“, „Zuhören und Verstehen&ldqu...
Am 12. und 13. Juni findet im Congress Centrum Heidenheim die diesjährige Fachtagung Sprache statt.
29 Referenten, darunter hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Dr. mult. Wassilios Fthenakis, Prof. Dr. Petra Wieler, Dr. Donata Elschenbroich oder Dr. Ilse Wehrmann, vermitteln in ihren Vorträgen neueste Erkenntnisse und geben Impulse für den Kita-Alltag. In den vier Themenportalen „(Vor-) Lesen“, „Erzählen“, „Zuhören und Verstehen“ und „Bewegte