Anmelden
Personal/Kollegium
21.02.2018  

Hamburger GrundschullehrerInnen zu schlecht bezahlt

Hamburg (dpa) – Eine schlechtere Entlohnung von Lehrern an Grund- und Stadtteilschulen in Hamburg ist nach Auffassung der Lehrergewerkschaft GEW rechtswidrig. Die Beamten-Besoldung nach A12 (E11 Angestellte) statt A13 sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, sagte die Hamburger GEW-Vorsitzende Anja Bensinger-Stolze am 13. Februar.
 Sollte die Gewerkschaft mit der Schulbehörde nicht in Verhandlungen über eine Aufstockung kommen, „beschreiten wir den Klageweg“. Noch im Februar wollen erste Lehrer Widerspruch gegen ihre Besoldung einlegen – als Voraussetzung für eine mögliche Musterklage beim Verwaltungsgericht. Schulsenator Ties Rabe (SPD) sagte, Hamburg verbeamte alle Lehrer. Das machten längst nicht alle Bundesländer. Außerdem sei knapp ein Drittel der Lehrer auf A12-Stellen befördert worden und bekomme inzwischen A13. „Damit liegen wir einsam an der Spitze“, ergänzte Rabe. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht ihre Auffassung durch ein Rechtsgutachten untermauert, das Prof. Ralf Brinktrine von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg verfasst hat. Nach GEWAngaben werden in Hamburg rund 3000 Lehrer nach A12 besoldet, davon sind 2200 an Grundschulen tätig. Die Differenz zur höheren Eingruppierung betrage monatlich rund 550 Euro brutto. Eine Aufstockung würde die Stadt jährlich rund 24 Millionen Euro zusätzlich kosten, berichtete die GEW.

Internet:
Mitteilung der Gewerkschaft http://dpaq.de/ReVfD  - Gutachten http://dpaq.de/9i7fe   

© dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH.  Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung von Inhalten, Texten, Grafiken und Bildern ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der dpa unzulässig. Dies gilt insbesondere für die Verbreitung, Vervielfältigung und öffentliche Wiedergabe sowie Speicherung, Bearbeitung oder Veränderung. Alle Rechte bleiben vorbehalten.

Foto: MadebyNana/Fotolia


 
 

Teilen auf
Teilen auf Facebook