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Kita-Fachzeitschriften

Fachzeitschriften: Neues für die Kita 7/2018

Von Anfang August bis Ende September haben wir für Sie 16 Fachzeitschriften ausgewertet. Themen sind Kinder unter Kindern, Bewegung, Psychomotorik, Partizipation, Ökologie und Natur, Qualitätsmanagement als Herzenssache, Erziehungspartnerschaft, Spielen, Musik, Wertebildung und religiöse Erziehung, Rechtliches sowie Kindeswohl & Kinderschutz.

Der Überblick umfasst für Anfang August bis Ende September 2018 folgende Fachzeitschriften:

 

Kinder unter Kindern

TPS 7/2018 hat das Thema "Kinder unter Kindern". Schließlich beginnt das Voneinanderlernen schon in der Krippe. Wie Fachkräfte durch eine gute Rahmung solche Erfahrungen von Kindern unterstützen können, davon handelt das Heft (Petra Völkel, Lisa Jares, Wiebke Wüstenberg, Heike Fink, Rainer Dollase, Laura Bielefeld und Ulli Freund). 

"Fragen für Teamgespräche:

  • Welche Gelegenheiten haben Kinder in Ihrer Einrichtung, Gruppen zu bilden?
  • Welche Kinder sind bei Gruppenspielen häufig beteiligt, welche fast nie?
  • Spielen kulturelle oder geschlechtsspezifische Hintergründe dabei eine Rolle?
  • Wie wirken sich großzügige Räume und Alltagsmaterialien auf Gruppenspiele von Kleinkindern aus?
  • Welchen Einfluss haben lustvolle Gruppenspiele auf die Atmosphäre in Ihrer Gruppe und auf Ihre eigene Beziehung zu den Kindern?" (S.17)

 

Bewegung

Bewegung ist das zentrale Thema von ZeT 3/2018. Wie Kinder sich über Bewegung die Welt zu eigen machen, verdeutlicht Prof. Dr. Renate Zimmer. Schließlich hängt in den ersten Lebensjahren alles Lernen der Kinder mit Bewegung zusammen. Es werden auch einfache und kostengünstige Bewegungsangebote angeregt (Sama Samel). Und der Aufenthalt im Freien bietet Kindern eine Fülle an Möglichkeiten (Herbert Österreicher).

Nach der Pädagogik Emmi Piklers soll nicht in die Bewegungsentwicklung der Kinder eingegriffen werden. Im SpielRaum für Bewegung  in Berlin entwickeln sich die Kleinkinder im eigenen Tempo (Andrea von Gosen).

Die Kindertagespflege kann zu einer großen Bewegungserweiterung führen für Kinder, die durch eine körperliche Einschränkung bewegungsbeeinträchtigt sind. Ela Müller erläutert dies am Beispiel eines querschnittgelähmten Zweieinhalbjährigen. 

Damit es bei Nutzung von Geräten und Bewegungsgelegenheiten drinnen und draußen nicht zu Verletzungen kommt, muss für die Sicherheit Sorge getragen werden. Über solche Sicherheitsfragen referiert Herbert Hartmann von der Unfallkasse Hessen.

Auch die Zusammenhänge von Bewegung und Ernährung werden erörtert (Renate Rustemeyer).

 

Aus MINT wird MINKT

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik und sollte bereits früh gefördert werden. Und nun auch mit Kunst, heißt es in neueren Forschungsansätzen. Aus MINT wird MINKT, orientiert Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis in Meine Kita 03/18.

 

Die Gewinner-Kita des Deutschen Kita-Preises

Das Maintaler Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße ist die beste Kita Deutschlands. Tina Sprung hat die Einrichtung in Meine Kita 03/18 porträtiert.

Das Kinderhaus Ankerklatz hat mit seinem Bündnis "Zethau bewegt sich" einen zweiten Platz im wettbewerb um den Deutschen Kita-Preis belegt. Barbara Gäertner begleitet als Kita-Fachbereichsleiterin die Arbeit des Bündnisses und zeigt in TPS 8/2018, wie das Netzwerk zur Qualität der Betreuung beiträgt.

 

Psychomotorik

In Praxis der Psychomotorik 3/2018 rücken Kristin Werschnitzke und Dr. Eileen Schwarzenberg die Situation von Geschwistern von onkologisch erkrankten Kindern in den Fokus. Zielsetzung ihres Praxisprojekts ist es, die Geschwister onkologisch erkrankter Kinder bei der Bewältigung der Situation zu unterstützen sowie Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein zu stärken. Ein exemplarischer Stundenaufbau für das Praxisprojekt "Bewegungsmut" wird vorgestellt.

Auch die frühe Förderung von Schreibfertigkeiten bei Kindern ist in Praxis der Psychomotorik 3/2018 Thema (Marianela Diaz Meyer, Christian Marquardt, Karl Söhl). Schließlich wirkt sich eine gute Handschrift positiv auf das ganze Lernverhalten aus. "Die meisten Kinder in Deutschland (61,4 Prozent) fangen mit vier Jahren an, ihren Namen zu schreiben." (S. 147)

Prof. Dr. Joseph Richter-Mackenstein unternimmt eine Standortbestimmung der Psychomotorik und hält in den kommenden Jahren die Intensivierung der Wirksamkeitsforschung für besonders dringlich. Auch Bewegung für Grundschüler sowie Wald- und Naturpädagogik spielen eine Rolle. Saskia Maier und Mone Welsche stellen das Praxisprojekt Ringen und Raufen für Eltern und Kinder vor.

 

Spielen

Betrifft KINDER 07-08/2018 hat das Leitthema "Spiele, Kind, spiele". Barbara Leitner hat darin den Spielforscher Prof. Ulrich Heimlich über die Funktion des Spiels interviewt. Er wünscht sich, "das Spiel würde einen anderen Stellenwert in der Ausbildung der frühpädagogischen Fachkräfte erhalten als es momentan hat." (S. 14)

Seit einer Fortbildung schärft die Erzieherin Antje Grübnau ihren Blick auf das selbstbestimmte Spiel und lässt den Kindern mehr Zeit dafür. Sie hat sich auch bemüht, den Tagesablauf so zu verändern, dass von den Kindern nicht gewollte Unterbrechungen vermieden werden.

In klein&groß MEIN KITA-MAGAZIN 09/2018 ist Spielen, seine Wichtigkeit und Bedeutung, das Hauptthema.  Spielen ist eine elementare Entwicklungsaufgabe von Kindern. Im Spiel erleben sie ihren Körper, erschließen sich Zusammenhänge und entwickeln Kompetenzen. Redakteurin Sibylle Münnich hat im Interview mit Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Renate Zimmer das kindliche Spiel in den Mittelpunkt gestellt.

Von Ursula Günster-Schöning stammt ein Plädoyer für spielendes Lernen in Krippe, Kita und Grundschule. Den Wert das Spielens unterstreicht Silke Klug und gibt Empfehlungen, um Spielprozesse zu unterstützen.

Beim Spiel wird manchmal auch Gewalt ausgelebt. Warum dies wichtig für die kindliche Entwicklung ist und die unbedingte Notwendigkeit besteht, Aggressionen im kindlichen Spiel einen Raum zu geben, beschreibt Partrizia Bartl.

Übrigens: der klein&groß-Ausgabe 09/2018 liegt ein Poster bei mit der Aussage "Kinder + spielen = wichtig". Es kann im klein&groß-Shop bestellt werden.

 

Partizipation

Welt des Kindes 5/2018 ist schwerpunktmäßig den wichtigen Thema "Partizipation" in seinen Facetten gewidmet. Jasmin Brück hat zu diesem Heft den Beitrag Was macht die Macht mit der Partizipation? beigesteuert. Das SPEZIAL zu Welt des Kindes enthält Tipps für die Praxis, u.a. zu konkreten Mitbestimmungsprojekten. Für den KTK-Bundesverband sammelt das Projekt "Demokratie in Kinderschuhen. Mitbestimmung und Vielfalt in katholischen Kitas" Beispiele guter Praxis. Das Projekt ist unter www.demokratie-in-kinderschuhen.de erreichbar. es wird vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert. 

 

Musik

MUSIK in der KITA 3/2018 (das Praxismagazin für die wichtigen Jahre von 2 bis 6) präsentiert eine Choreografie zum Pophit You've Got a Friend in Me. Der positive Song zum Thema "Freundschaft" eignet sich gut für Kita-Kinder.

Anett Kölpin steuert ein Kastanienlied und eine Geräuschgeschichte über die Kastanie Kastanella bei. Es geht auch um Piraten, die Erfindung musikalischer Geschichten und Klangexperimente. Letztere spielen auch in Susanne Steffes spritziger Mitmach-Geschichte "Wolle Wassermann und Adele Makrele" eine Rolle.

MUSIK in der KITA für den U3-Bereich stellt das Bewegungslied "Die Autos fahren mit viel Schwung" vor (Constanze  Grüger, Stephen Janetzko, Christa Baumann). Schließlich faszinieren Fahrzeuge - egal, ob Autos, Busse oder Züge - schon die jüngsten Kinder.

Bei Krippenkindern ist das Gehör bereits vollständig ausgebildet. Petra Mengeringhausen verknüpft die Musik der Oper "Aschenputtel" des italienischen Komponisten Giacchino Rossini mit anderen Elementen und macht sie ganzheitlich erfahrbar.

Wunderbar ist das Mini-Musical "Der kleine Löwe" von Matthias Meyer-Göllner für Krippe und Kindergarten. Wie stets liegt MUSIK in der KITA eine Audio-CD bei. Sie enthält viele der im Heft vorgestellten Lieder als Original und Playback sowie weitere Hörbeispiele.

Selbiges gilt auch für Musik, Spiel und Tanz mit Kindern von 0 bis 6. Außerdem charakteristisch für diese Fachzeitschrift sind Bildkarten und ein Elternbrief. Diesmal vermittelt der Elternbrief das Lied Hui, ich bin der Wind und ermutigt, zusammen dem Treiben des Windes nachzuspüren. Auch der Beitrag "Ein Spaziergang im Regen" von Birga Wendland ermöglicht, sich mit dem Wetter auseinander zu setzen, Wettermassage und gemeinsames Trommeln mit Kindern und Eltern inclusive. Herbstliche Entspannung mit Musik und Massage ist auch das Thema von Christiane Straßburg.

Das stimmungsvolle Laternenlied "Kleine Flamme freut sich so" vermitteln Isabel Gößwein und Anette Zanker-Belz. Auch die Vorbereitung auf Halloween spielt eine Rolle. Von Raquel Gomez Rey stammt das neue Lied "Süßes oder Saures".

Der Musiker und Sonderpädagoge Pascal Vogt beschreibt in der Kolumne "So mache ich's", wie er Lieder zu Verabschiedung am Ende einer ritualisierten Musikstunde flexibel einsetzt.

Silvia Hüsler präsentiert Kinderlieder und-verse rund um die Welt. Es ist ihr wichtig, zu verhindern, dass beim Kind die Entwicklung der Muttersprache mit dem Eintritt in die Kita stagniert. Erzieher, Erzieherinnen und Lehrpersonen sollten die Erstsprache möglichst einbeziehen, denn "Kindern mit einer gut entwickelten Erstsprache fällt es meist leichter, die Zweitsprache zu erwerben." (S. 7)

 

Ökologie und Natur

Das pädagogische Fachmagazin WAMIKI #3/2018 macht das Verhältnis der PädagogInnen zur Natur zum Thema und führt zu einer vertieften Selbstreflexion. Die Ausgabe verstört im besten Sinne mit "Was wäre, wenn..."-Fragen und beispielsweise mit dem Test "Wie viele Erden brauchst du?" Dabei wird der sog. ökologische Fußabdruck getestet, der angibt, wie hoch der persönliche Ressourcen- und Energieverbrauch ist.

 

Qualitätsmanagement als Herzenssache

Eike Ostendorf-Servissoglou beschäftigt sich in Kita aktuell BW 6/2018 mit dem Qualitätsmanagement. "Worum es dabei geht: Nämlich nicht darum, Schuldige zu ermitteln für Aspekte, die (noch) nicht so gut funktionieren, sondern darum, gemeinsam Lösungen zu finden und neue Wege zu beschreiten." (S. 137)

Dem Thema "Qualität. Sichern, was gut ist" hat die TPS-Redaktion ihre Ausgabe 8/2018 gewidmet.  Was Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in Kitas heißt, welchen Schwung ein solcher Erneuerungsprozess bringen kann, davon wird in TPS auf 45 kompakten Schwerpunktseiten berichtet. Natürlich sagen dort auch Kinder, was eine gute Kita für sie ist.

 

Sprachförderung

In Kita aktuell BW 6/2018 verdeutlicht Angela Löffler die grundlegenden Mechanismen des kindlichen Spracherwerbs, zeigt auf, wie wichtig der Faktor Familie dabei istund gibt Hinweise, wie pädagogische Fachkräfte die Pflege der Familiensprache unterstützen können. "Als Ermutigung: Weltweit gesehen sind Mehrsprachige der Normalfall, Einsprachige die Ausnahme!" (S. 130)

Einen kurzen Überblick zum Qualifizierungskonzept "Mit Kindern im Gespräch" und zu den zugrundeliegenden Sprachförderstrategien geben Carolin Wicker, Prof. Susanna Roux und Prof. Gisela Kammermeyer.

 

Erziehungspartnerschaft

In kinderleicht!? 5/18 legt die Psychologin Sonja Eiden dar, wie Erziehungspartnerschaften mit Eltern mit extremen Erziehungshaltungen geführt werden können.

 

Alles hat seine Zeit

kinderleicht!? 4/18 setzt sich kritisch mit dem Zeitgeist auseinander. Claudia Kuckelkorn und Albert Horbach meinen: "Für liebevolle elterliche Führung gibt es immer noch keinen Ersatz - und wehren Sie ggf. dem Zeitgeist, dem Sie öfters in Gestalt von Handyeltern u. Ä. begegnen dürften."

Wertebildung und religiöse Erziehung

Frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre setzt sich in Ausgabe 03/2018 schwerpunktmäßig mit wertebildung und religiöser Erziehung auseinander.   "'Warum sind manche Menschen krank und andere gesund? Warum gibt es so viel Ungerechtigkeit auf der Welt? Woher komme ich? Was passiert nach dem Tod?' In der Reflexion dieser Erfahrungen und Fragen können sich religiöse Erfahrungen entwickeln"  schreibt der Religionspädagoge PD Dr. Christoph Knoblauch in seinem Artikel über kulturelle und religiöse Vielfalt als pädagogische Chance in Kitas. Der Theologe Prof. Dr. Dr. Friedrich Schweitzer  setzt sich mit den Herausforderungen, Aufgaben und Möglichkeiten interreligiöser Bildung in Kitas auseinander.  Seine   Meinung: "Kinder haben ein Recht auf Religion und religiöse Begleitung. Dazu gehört heute auch interreligiöse Bildung - von Anfang an!" (S.21)

Der Erziehungswissenschaftler und Elementarpädagoge Prof. Dr. Matthias Hugoth begründet, warum religiöse Bildung von Anfang an sinnvoll und kindgerecht ist.

Hans-Joachim Müller lehrt in seinem Beitrag das gemeinsame Nachdenken, das Philosophieren mit Kindern. Viel darüber findet sich auf der Webseite www.philosophieren-mit-kindern.de. Auch Aylin von Platen hat ihre philosophischen Gespräche mit Kindern ausgewertet. Genannt sei auch die Webseite www.kinder-philosophieren.de.

"Über Religionen soll man nicht streiten" ist ein wichtiger Grundsatz, den Kinder lernen müssen. Petra Wagner, die Direktorin des Instituts für den Situationsansatz, vermittelt respektvolle Werte-Aushandlungen in Kitas auf der Grundlage vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung.

Wichtig:

"Ein Mensch kann an einen Gott glauben oder auch nicht, beides ist ok.

Jedes Kind kann sagen, was es zum Thema Religion denkt und empfindet.

Religion, Kultur und Nationalität sind nicht das gleiche.

Religionen und Gotteshäuser haben Ähnlichkeiten, manches ist verschieden.

Angstmachen und Ausgrenzen mit Bezug auf Religion akzeptieren wir in der Kita nicht." (S.38)                                                                                                                                                                                                        

Rechtliches

In KiTa aktuell Recht 04.2018 behandeln die Juristen Prof. Peter-Christian Kunkel und Hartmut Gerstein in unterschiedlichen Artikeln den Datenschutz im Kita-Alltag nach Inkrafttreten der DSGVO.

Rechtsanwältin Tanja von Langen behandelt die in der Kita wichtigsten Aspekte der Datenschutz-Grundverordnung in kinderleicht!? 5/18.

Eine Datenschutzfrage ist auch die Elternfrage nach Art der der Erkrankung eines Erziehers. Nicht mitteilen muss der Erzieher, warum er arbeitsunfähig ist. Dies wird von Michael Fink und Lars Ihlenfeld in WAMIKI #3/2018 unterstrichen. Ausnahme sind ernsthafte Erkrankungen, die Auswirkungen auf Dritte haben könnten.

Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25.01.2018 zur Förderungsleistung für Tagesmütter wird von Rechtsanwalt Joachim Schwede in KiTa aktuell Recht 04.2018 erläutert; dies Urteil ist in der Fachwelt auf Kritik gestoßen.

Den aktuellen Normenbestand der Landesrechte zu Elterngremien, zu deren Rechten und Pflichten, vermittelt Prof. Dr. Burghard Pimmer-Jüsten.

KiTa aktuell Recht 04.2018 vermittelt auch die Notwendigkeit eines systematischen Einarbeitungsprogramms für neues Personal. Einzelne Maßnahmen eines Einarbeitungsprozesses werden von Caritasdirektorin Pia Theresia Franke gut nachvollziehbar skizziert.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Medienberichte über eklatante Kindeswohlverletzungen im Zusammenhang mit sog. Sekten und christlich-fundamentalistischen Gruppierungen. Das Spektrum reicht von Vernachlässigung bis hin zu körperlicher Gewalt. Welches Menschenbild, welches Bild von Kindern diese Gruppierungen vertreten, bringt der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen Kirchenrat Dr. Matthias Pöhlmann aus München dem Leser nahe.

Den Referentenentwurf zum "Gute-Kita-Gesetz" hat Prof. Dr. Ralf Haderlein in einem wichtigen Aufsatz unter die Lupe genommen. Sein Kommentar: "Der vorliegende Entwurf ist mehr als enttäuschend, auch wenn ein solcher ohne das jahrelange Engagement von Willigen nie gekommen wäre." Seine Kritik zielt ab auf die Finanzierung und darauf, dass keine Qualitätssteigerung zu erwarten ist wie auch keine Angleichung der Qualitätsstandards.

Übrigens kritisiert auch ver.di, dass der Entwurf hinter dem Ziel des Ministeriums zurückbleibt. "Es sei nicht verbindlich vorgesehen, dass dauerhaft Mittel vom Bund zur Verbesserung der Qualität der Kitas und zum Ausbau des Angebots sowie zur Gewinnung von Fachkräften zur Verfügung gestellt werden. So könne dem bis zum Jahr 2025 prognostizierten Mangel von 330.000 Erzieher/innen für Kinder unter 6 Jahren nicht entschieden entgegen getreten werden, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper." (ver.di publik 6/2018, S. 10)

Das Bundesverwaltungsgericht befasste sich in seinem Urteil vom 26.10.2017 5C19.16 mit der Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Träger der öffentlichen Jugendhilfe Mehrkosten für einen selbstbeschafften Betreuungsplatz zur frühkindlichen Förderung in einer Tageseinrichtung zu erstatten hat. Ergebnis: es bestand nach Auffassung des Gerichts kein Anspruch auf Erstattung der Differenz zwischen den gezahlten Beiträgen und den Beiträgen, die für eine kommunale Einrichtung hätten erbracht werden müssen (ZeT 3/2018, S. 24-25)

Im Rechtsratgeber von ZeT 4/2018 werden von Beate Naake Probleme beim Abholen und bei der Übergabe erörtert. Spezialfälle sind minderjährige Abholer, alkoholisierte Abholer und die verspätete Abholung.

Den Fall, dass das größere Geschwisterkind abholt, erörtert auch Tanja von Langen in kinderleicht!? 4/18. Sie beschreibt, was beim Alleingang eines Kindes zu beachten ist.

 

Kindeswohl & Kinderschutz

Kindeswohl & Kinderschutz ist die "Königsdisziplin" aller, die mit Kindern zu tun haben. Was dies genau in der Kindertagespflege bedeutet, erörtert Prof. Dr. Jörg Maywald in ZeT 4/2018. Diese Ausgabe von ZeT ist dem großen Aufgabenkomplex zwischen dem Geben von Sicherheit und dem Gewähren von Freiheit, im Vereinbaren von Schutz und Förderung gewidmet. Den Begriff "Kindeswohl" betrachtet Eveline Gerszonowicz mit dem Praxis-Blick.

Befürchtet ein Tagesvater oder eine Tagesmutter eine Kindeswohlgefährdung bei einem Tageskind, können Fachberatung und Kinderschutzdienst gemeinsam helfen (Christine Roth-Sager).

Bärbel van Dawen kommt aus der Praxisbegleitung für Tagespflegepersonen und schildert zwei Situationen mit dem Verdacht einer Kindeswohlgefährdung. Weitere wichtige Artikel behandeln die Kindertagespflege als begleitende Maßnahme zur Familienhilfe und die Thematik schwierige Elterngespräche.

 

 

 

Christiane Hartmann

hat die Fachzeitschriften für Frühe Bildung online durchgesehen.

Von Frühe Bildung Online • 04.10.2018

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