Erzieherin mit Kindern
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Gute KiTa Gesetz

Giffey: „Bessere Fachkraft-Kind-Relation muss Priorität haben“

Im Rahmen der Fachtagung „Demokratie und Vielfalt in der Kindertagesbetreuung“ (Bericht folgt) nahm Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am Dienstag in Berlin auch Stellung zur Frühkindlichen Bildung allgemein und zum „Gute KiTa Gesetz“.

Karsten Herrmann

Zunächst zollte sie den pädagogischen Fachkräften ein dickes Lob, da sie unter „oftmals schwierigen Rahmenbedingungen einen tollen Job“ machen würden. Sie unterstrich, dass KiTa und Kindertagespflege „pädagogische Bildungseinrichtungen“ sind und dass die Frühkindliche Bildung eine „nationale Bildungsaufgabe ist“.

Entsprechend werde mit dem Gute-KiTa-Gesetz unter dem Motto „Mehr Qualität und weniger Gebühren“ auch in die Zukunft investiert. Sie sprach sich dagegen aus, diese beiden Aspekte des Gesetzes gegeneinander auszuspielen, denn: „Wenn wir über Qualität reden, müssen wir auch über Zugänge reden“ und die seien in der jetzigen Situation nicht für alle Familien gegeben. Deswegen sollen mit dem Gesetz auch soziale gestaffelte Beiträge bzw. die Beitragsfreiheit für die finanziell Schwächsten mitfinanziert werden. In zehn Handlungsfeldern solle aber insbesondere auch die Qualität verbessert werden und hier, so Giffey, „muss eine bessere Fachkraft-Kind-Relation Priorität haben“. Aufgrund der sehr verschiedenen Ausgangslagen werde der Bund zu diesem Punkt individuelle Vereinbarungen mit jedem Bundesland treffen und perspektivisch sollten aber auch „bundesweite Standards“ ins Auge gefasst werden.
 

Fachkräfteoffensive angekündigt

Als zentrale aktuelle Herausforderung benannte Franziska Giffey aber auch den Fachkräftemangel und kündigte ab dem nächsten Jahr eine mit 40 Millionen Euro hinterlegte Fachkräfte-Offensive des Bundes an. Im Fokus stünden hierbei die vergütete praxisintegrierte Ausbildung, die Praxisanleitung und eine entsprechende Entlastung der Fachkräfte sowie die Durchlässigkeit und Aufstiegsmöglichkeiten im KiTa-Feld.

In „Zeiten von Hetze, Hass und Populismus“ kündigte sie an sich mit Nachdruck für ein „Demokratiefördergesetz“ einzusetzen und versprach mit ihrem Berliner Charme: „Penetranz schafft Akzeptanz.“

 
Von Karsten Herrmann • 15.11.2018

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