Mädchen in Bibliothek
© JGA_shutterstock
Lesen

Über 100 000 für Petition „Lesen lernen!“

„Jedes Kind muss lesen lernen!“: Diese Forderung haben mehr als 110 000 Menschen in einer Petition unterschrieben. Die Initiatoren – der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das PEN-Zentrum Deutschland und die Kinderbuchautorin Kirsten Boie – fordern eine feste Expertenkommission Lesekompetenz der Bundesregierung unter Einbeziehung der Länder. Das erklärten sie am 6. Dezember in Berlin.

©dpa Nachdruck und Vervielfältigung auch auszugsweise nur mit ausdrücklicher Genehmigung

Die Kommission soll eine Strategie entwickeln, wie bestehende Projekte und neue Maßnahmen zur Leseförderung zusammengefasst und ausgebaut werden könnten, wie Boie und beide Organisationen mitteilten.

Die Initiatoren der so genannten Hamburger Erklärung „Jedes Kind muss lesen lernen!“ für bessere Leseförderung übergaben ihre Petition in Berlin an Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und den Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter. „Lesen ist eine nationale Aufgabe“, betonte die Hamburger Schriftstellerin Boie. „Das Thema Lesen erscheint im Vergleich zur Digitalisierung altmodisch – dabei ist es viel fundamentaler. Davon, ob die Menschen lesen können, hängt für uns alle sehr viel mehr ab.“

Auch Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, forderte: „Die Digitalisierung von Schulen muss dringend mit wirksamen Konzepten und langfristigen Maßnahmen zur Förderung der Lesefähigkeit einhergehen, sonst geht man den zweiten Schritt vor dem ersten.“ Laut der aktuellen IGLU-Studie kann ein Fünftel der Viertklässler in Deutschland Texte nicht so lesen, dass sie den Inhalt auch verstehen.

Internet:
- Hamburger Erklärung http://dpaq.de/LxBW5

Von ©dpa Nachdruck und Vervielfältigung auch auszugsweise nur mit ausdrücklicher Genehmigung • 10.12.2018

Zum Newsletter anmelden

Meine Kita